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Grabkapelle
 Grabkapelle auf dem 
 Württemberg 

 Burg Wirtemberg 

>Albert Dulk Preis 2016<

Freundeskreis Flüchtlinge
in Untertürkheim

Karl-Benz-Platz 

Container im Hafen
Tactics

Bunte Reifen: Karl-Benz-Platz
>> Der Runde Tisch<<

4. UT-Motorradtreffen
5.+6.9.2015 in S-Möhringen

Wirtemberg-Gymnasium
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Linden-Realschule
www.linden-realschule.de


Plakat
So 6.9.2015-|-14-16 Uhr
Bürgerverein Untertürkheim

Collegium Wirtemberg
Weingärtner Rotenberg
& Uhlbach eG
 

Besenwirtschaften

Aktuelles - UNTERTÜRKHEIM - 2015

Sa 29.8.2015 - Feuerwehreinsatz - leblose Person aus verrauchter Wohnung gerettet

Bericht der Feuerwehr Untertürkheim: Einsatzart: Brand 3 - Kurzbericht: Privater Rauchmelder - Rauch aus Wohnung
Einsatzort: Augsburger Straße 281 - Alamierung der FF Untertürkheim : Alarmierung per Digitaler Funkmeldeempfänger
am 29.08.2015 um 14:28 Uhr
Fahrzeug am Einsatzort: Mannschaftstransportfahrzeug - Drehleiter - Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 Allrad
alamierte Einheiten: Feuerwehr Untertürkheim + BF Feuerwache 3

Brand 3 - Privater Rauchmelder - Rauch aus Wohnung. Vor Ort konnte der Rauch deutlich wahrgenommen werden.
Da sich in der Wohnung noch eine Person befand, die auch durch Klopfen nicht mehr selbstständig die Wohnungstüre öffnen konnte, wurde umgehend über eine offene Balkontüre die Wohnungtüre geöffnet. Die Rauchentwicklung wurde durch vergessenes Essen im Backofen schnell gefunden und das angebrannte Essen beseitigt. Die in der Wohnung befindliche Person wurde ins Freie gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Eine weitere Anwohnerin wurde ebenfalls noch von der Feuerwehr betreut und anschließend vom Rettungsdienst versorgt.

Nur durch den privaten Rauchmelder und das schnelle Handeln der Anwohner konnte hier Schlimmeres verhindert werden.

Kreidenstein und Marienglas als Markenzeichen für edle Weine

UZ 31.8.2015 - Untertürkheim: Änderung der Gewannnamen in den Lagen „Herzogenberg“ und Untertürkheimer Gips

(mk) – Namensänderungen von Straßen und Plätzen gehen oft mit großen Diskussionen einher. Die Änderung zweier Gewannnamen ging lautlos über die Bühne. Im Weinbaugebiet, dort wo Untertürkheim und Bad Cannstatt aneinanderstoßen, haben Stuttgarts Stadträte zwei neue Gewannnamen festgeschrieben: Kreidenstein und Marienglas.

Weinkenner kennen die Lagenbezeichnungen „Kreidenstein“ und „Marienglas“ bereits. Der Untertürkheimer Hans-Peter Wöhrwag vermarktet Spitzentröpfle aus der Lage Herzogenberg unter dem Namen „Kreidenstein“, sein Fellbacher VdP-Kollege Gerhard Aldinger hat Top-Weine unter dem Namen „Marienglas“ im Keller. Weinbauliche Vorschriften lassen unterhalb der Einzellagen die Verwendung weiterer Bezeichnungen wie etwa Gewannlagen zu. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Bezug zum Gewann besteht, auf dem die Trauben gedeihen, aus denen die Top-Weine gewonnen werden.

Diese Voraussetzungen werden nun geschaffen. Der Begriff „Kreidenstein“ wurde bis 1971 als Lagenamen verwendet. Kreidenstein hat auf Grund der besonderen Geologie in dem Gebiet „Herzogenberg“ einen sachlichen Bezug. Da die Verwendung von „Kreidenstein“ als Herkunftsbezeichnung auf dem Weinetikett nur zulässig ist, wenn die Bezeichnung auch im Grundbuch eingetragen ist, hat die Stadtverwaltung nun reagiert. Für die Grundstücke, auf denen die Reben gedeihen, wird der Gewannname „Kreidenstein“ festgesetzt. Ähnliches gilt für das benachbarte Flurstück 2770 auf Untertürkheimer Gemarkung. Bislang liegt es laut Plan im „Blick“.

Die Weinberglage ist Untertürkheimer Gips, die Riesling- oder Weißburgunder- Weine werden aber als „Marienglas“ vermarktet und von kritikern in höchsten Tönen gelobt. Die Stadt Fellbach hat für die auf ihrer Gemarkung liegenden Flurstücken bereits den Lagennamen festgesetzt. Stuttgart zog jetzt nach.

Marienglas oder auch Selenit ist eine Varietät des Minerals Gips von besonderer Reinheit. Die großen und durchsichtigen Kristalle lassen sich sehr gut in dünnen Plättchen spalten. Der Name entstand durch die Verwendung als Glasscheibe von Marienbildern und Reliquienbehältern.

Mit der nun vollzogenen Anpassung der Lagennamen ist den weinbaurechtlichen Vorschriften und der Weinkontrolle Rechnung getragen.

Buntes Herbstprogramm im Kulturtreff KT

UZ 26.8.2015 - UNTERTüRKHEIM: Viel Abwechslung im Kulturtreff

(mk) - Darauf haben viele Kulturfreunde mit Spannung gewartet: Der Kulturhausverein Untertürkheim hat sein Herbst-Programm herausgegeben. Kulturtreffbesucher dürfen auf ein abwechslungsreiches Freitagsabends-Programm gespannt sein.

Die Sommerpause im Kulturtreff endet am Mittwoch, 2. September. Die Untertürkheimer Kabarettistin Sabine Schief startet dann wieder ihre „Schief-gewickelt-Reihe“. Jeden ersten Mittwoch im Monat lädt sie Künstlerinnen und Künstler und interessante Menschen auf die „Schief-gewickelt-Bühne“, plaudert und spielt mit ihnen. Am 2. September kommen Andy Laier und Rüdiger Zaiser, zwei Vollblutmusiker aus Schwaikheim.

Die erste Veranstaltung des Kultruhausvereins ist dann am Freitag, 2. Oktober. Unter dem Titel „Spiel mir das Lied vom Brot“ präsentieren Tobias Escher und Axel Grau ein musikalisch-philosophisches Programm rund ums Backen. Zwei Wochen später, am 16. Oktober, werden am „Runden Tisch“ wieder einmal lokalpolitische Themen diskutiert. Die teilnehmenden Gäste stellen sich die Frage: „Wird das Bahnhofsviertel Untertürkheims zum Discounterparadies?“

Am 23. Oktober entführen Renate Brosch und Karl-Friedrich Schäfer die Besucher in die Welt der Oper. Das Duo entwirrt die Fäden von Mozarts „Figaros Hochzeit“. Am 13.November kommen dann Freunde des Jazz auf ihre Kosten. Patrick Bebelaar tritt solo auf. Am 20. November führt Untertürkheims Ortschronist Eberhard Hahn mit Fotos aus den ersten zehn Nachkriegsjahren durch die „Stunde Null“.

Eine weitere Musikkoryphäe ist am 11. Dezember in der Strümpfelbacher Straße 38 zu Gast. Saxofon-Star Bernd Konrad gestaltet mit Schauspieler Frank Lettenewitsch einen Abend mit Musik und Poesie. Den Abschluss des Herbstprogramms bildet am 18. Dezember, eine Schäfer-Stunde. Pianist, Rezitator und Akkordeonist Karl-Friedrich Schäfer lässt das Jahr 2015 mit einem literarisch-musikalischen Abend ausklingen.

So 18.10.2015 - Herbstbrunch im CAFE RATZ

RatzDer Herbst-Sonntagsbrunch des CAFE RATZ findet am Sonntag, den 18.10.2015 von 11-14.30 Uhr im Kinder- und Jugendhaus in der Margaretenstr. 67 in Untertürkheim statt. Neben dem bekannten großen, reichhaltigen Frühstücks-Büffet mit bunten, herbstlichen Gerichten und einem Kinderbetreuungsangebot (mit Kletterwand und „Kinderzimmer“ (bei trockenem Wetter mit dem Spielmobil im Freien) sorgt der Singer- und Songwriter FLORIJAN VAN DER HOLZ mit seiner Gitarre für den musikalischen Brotaufstrich.

Mit tiefgründigen deutschen Texten, mal melancholisch ruhig, mal mitreißend, unterlegt von multiinstrumentalen Loop Station Arrangements schafft der sympathische Singer-Songwriter ein Erlebnis für Auge und Ohr. (http://www.florijan-van-der-holz.de) Der Eintritt für das „musikalische Frühstück“ beträgt 9,00 €, im VVK 8.50 €, der VVK läuft bis zum 16.10.15 nur direkt im KJH CAFE RATZ. Kinder von 6-12 Jahren bezahlen 4,50 €, der Eintritt für unter 6jährige ist frei! Informationen auch unter 3365234-0 oder www.caferatz.de.

„Nach Stich und Faden“ – Nähworkshops im CAFE RATZ in der Margaretenstr. 67

RatzEigene Taschen, Kissen, Schminketuis, Broschen oder …. gefällig? Dann ist man im CAFE RATZ genau richtig! Das Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ bietet in seiner Herbst- Kursstaffel „Nach Stich und Faden“ professionelle Unterstützung bei der Umsetzung der eigenen Näh-Ideen an- egal, ob man schon erfahren an der Nähmaschine ist oder ob noch keine Erfahrungen gemacht wurden. Bärbel Maier, eine professionelle Schneiderin, hilft dabei, der eigenen Idee eine Form zu verleihen. Ausgewählt werden können entweder ein, zwei oder alle drei Kursblöcke:

1. Kurs: (8 bis 12 Jahre) Fr, 09. Oktober, 15-18 Uhr und Sa, 10. Oktober, 10.30-13.30 Uhr
2. Kurs (11 bis 25 Jahre): Fr, 06. November, 15-18 Uhr und Sa, 07. November, 10.30-13.30 Uhr
3. Kurs (11 bis 25 Jahre): Fr, 04. Dezember, 15-18 Uhr und Sa, 05. Dezember, 10.30-13.30 Uhr.

Die Kosten betragen 30 Euro pro Kurs, bei denen das Material und Snacks sowie Kaffee/ Tee inklusive sind. Anmeldung unter: 0711/ 33652340 oder unter untertuerkheim@jugendhaus.net.

Freitag 23.10.2015 - Ein Jugendhaus nur für Mädels!

RatzEin anderes Jugendhaus nur für Jungs! „Funny Boys-Aktion“ für Jungs ab 9 Jahren heißt es am Freitag, den 23.10.2015 von 14.30-18 Uhr im Jugendhaus B10 in der Eybacherstr. 19 in Wangen. Und für Jungs heißt: nur für Jungs! Denn die Mädels ab 9 Jahren haben dafür an diesem Tag das Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ in Untertürkheim in der Margaretenstr. 67 ganz für sich! Auf die „Happy Girls“ warten im CAFE RATZ Aktionen wie Airbrush, Klettern und weitere Kreativ- und Bewegungsangebote. Bei den Jungs stehen „Jump `n`Run“, ein „Flying Food Train“, Sport und vieles mehr auf dem Programm. „Das große Geschlechter-Quiz“ verbindet beide Häuser- die Mädchen müssen die Fragen der Jungs beantworten und andersherum- wer kennt sich wohl besser mit den Fragen der anderen aus? Ganz speziell ist an diesem Tag, dass beide Jugendhäuser über einen Live-Kontakt verbunden sind. Die Aktionen werden in einer Kooperation der Jugendhäuser Wangen und Untertürkeim und dem Gemeinschaftserlebnis Sport organisiert. Rückfragen gerne unter Tel. 33652340 (Mädchenaktion) oder 9971913 (Jungenaktion).

Samstag 24. Oktober 2015 - Herbstliches Drachenfest

RatzAm Samstag den 24. Oktober 2015 wird der Herbstwind vom Spielmobil MOBIFANT der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft zum Drachen steigen lassen genutzt: gemeinsam mit dem Kindertreff Untertürkheim und dem KINDER RATZ des Kinder- und Jugendhauses CAFE RATZ veranstaltet das Spielmobil sein 1. Drachenfest auf der Egliseer Heide. m Vorfeld gebastelte, mitgebrachte und gekaufte Drachen sollen lustig im Wind tanzen und den Himmel bunt schmücken. Für alle, die keinen eigenen Drachen haben, gibt es die Möglichkeit vor Ort einen „Last- Minute- Drachen“ herzustellen. Es wird Stockbrotteig zu erwerben geben und jede Menge Spiel und Spaß für die ganze Familie.

Das Fest beginnt um 14 Uhr und wird um 17 Uhr mit einer Drachenshow und Prämierung nach unterschiedlichen Kategorien seinen Abschluss finden. Im Kindertreff und auch im KINDER RATZ gibt es in der Woche vor dem Drachenfest verschiedene Drachenbau-Aktionen. Infos auch unter www.caferatz.de. Die Aktion richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahre und deren Familien und kostet keinen Eintritt. Rückfragen unter Tel. 3365234-0.

Kita-Modernisierung in der Sattelstraße verzögert sich bis Weihnachten

UZ 26.8.2015 - UNTERTüRKHEIM: Stadt investiert 2,5 Millionen Euro in die Einrichtung in der Sattelstraße

(ale) - Die Stadt investiert 2,5 Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung der Kindertagesstätte in der Sattelstraße. Sie erhält einen zweistöckigen Anbau im Außenbereich. In Zukunft sollen insgesamt 45 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren in drei Gruppen betreut werden, kommen 22 neue Betreuungsplätze hinzu. Allerdings verzögert sich die Modernisierung bis Ende des Jahres.

Die Fortschritte sind nicht zu übersehen. Deutlich sind bereits die Konturen des Neubaus auf der Ostseite des Geländes zu erkennen. Dennoch kann der ursprüngliche Zeitplan nicht gehalten werden. „Die Fertigstellung wird erst im Dezember erfolgen“, sagt Hellmuth Aydt vom Hochbauamt. Schuld sind Verzögerungen bei den Arbeiten. „Manche Firma konnte die vorgegebenen Termine nicht halten.“ Anstatt wie erhofft zu Beginn des neuen Schuljahres im kommenden Monat, ist der Umzug aus dem Interimsquartier in den Containern auf dem Wallmer-Spielplatz erst in den Weihnachtsferien möglich.

Dann können sich die Kinder und Erzieherinnen aber auf eine absolut moderne Einrichtung freuen. Für 2,533 Millionen Euro wird das bestehende Gebäude in der Sattelstraße 73 komplett saniert. Auf Wunsch der Einrichtungsleitung wurde das Traditionshaus aufgrund seines perfekten Zuschnitts erhalten. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die energetische Sanierung mit Vollwärmeschutz, einer Pumpwasserheizung und einem Gasbrennwertkessel gelegt.

Auf der anderen Seite des Geländes - dem bisherigen Freibereich - entsteht der zweistöckige Neubau mit weiteren Gruppenräumen, einem Ruhebereich für die Jüngsten und einer Verteilerküche. Das neue Gebäude erstreckt sich parallel zum jetzigen Haus von der Sattel- in Richtung Fiechtnerstraße. Beide Bereiche werden mit einem neuen Verbindungsgang entlang der Mauer an der Sattelstraße miteinander verknüpft. Dadurch entsteht ein geschlossenes „U“, in dessen Mitte der neue Freibereich in einer Art Innenhof genügend Platz findet. Das ist möglich, weil der bisherige öffentliche Spielplatz, der nur selten genutzt wurde, ins Raumkonzept integriert ist.

In Zukunft deckt die Einrichtung den Bedarf von 45 Kindern - 30 Ganztagesplätze für Drei- bis Sechsjährige und 15 Plätze in der Kleinkindbetreuung. „Diese strukturellen Verbesserungen in der Kinderbetreuung können wir aber erst in der neuen Einrichtung umsetzen“, sagt Heinrich Korn, der Leiter des Jugendamtes. Die auf der Warteliste stehenden Eltern seien bereits über die Verzögerung informiert worden. Beschwerden habe es bislang keine gegeben. Bis zur Fertigstellung der Erweiterung müsse man eben im Interimsquartier bleiben, „das aber auch großen Anklang findet“, sagt Korn.

Zukunft des AWO-Waldheims ungewiss

UNTERTüRKHEIM 25.8.2015 -
Versicherung hat Schaden nun beziffert - Arbeiterwohlfahrt wegen Erbpacht in Verhandlung mit Stadt

AWO Das Waldheim der Arbeiterwohlfahrt im Gehrenwald brannte an Pfingsten ab. Archivfoto: Enslin

Wie ein Mahnmal steht das Waldheim der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Gehrenwald. Ende Mai zerstörte ein Brand das Gebäude. „Die Versicherung hat uns vor Kurzem mitgeteilt, welche Schadenssumme sie übernehmen wird“, sagt Friedhelm Nöh, der Geschäftsführer der Awo Stuttgart. Dennoch sei die Zukunft ungewiss. Nöh steht in Verhandlungen mit der Stadtverwaltung. Es geht dabei auch um die Verlängerung des Erbbaupachtrechts, das in etwa 20 Jahren auslaufen würde.

Von Mathias Kuhn

Spaziergänger, Passanten auf dem Weg zum Sommerbesen oder zum TB Untertürkheim schauen immer wieder über den Zaun des Awo-Waldheims. Am Pfingstsonntag zerstörte ein Brand das Gebäude. Gegen 7.30 Uhr hatte glücklicherweise ein Rauchmelder Alarm geschlagen. Das in der Wohnung lebende Pächterehepaar konnte sich ins Freie retten. Aber sie mussten mit ansehen, wie das Waldheim trotz schneller Hilfe der Feuerwehr ein Raub der Flammen wurde. Sie mussten fast eine Stunde lang kämpfen, um den Brand überhaupt unter Kontrolle zu bringen. Die Brandexperten der Polizei stellten bei den Untersuchungen zur Brandursache fest, dass ein technischer Defekt im Küchenbereich das Feuer ausgelöst hatte. Entweder eine Kaffeemaschine oder eine Mehrfachsteckdose wurden als Verursacher ausgemacht. Auch die Experten der Brandversicherung haben das Gebäude und die Schäden unter die Lupe genommen. Das Gebäude ist eine Ruine. Der schöne Saal ist ein rußgeschwärztes Loch, die Fenster sind geborsten, die Terrasse und der Dachstock liegen zum größten Teil in Schutt und Asche. Direkt nach dem Brand bestand Einsturzgefahr. Beobachter gehen davon aus, dass der Abriss droht.

Mit viel Herzblut haben Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt und der SPD das Waldheim 1952 aufgebaut. 1953 konnte dort das erste Ferienwaldheim durchgeführt werden. 1954 war dann auch der Anbau fertiggestellt und in den kommenden Jahrzehnten mehrfach umgebaut und modernisiert. Träger war der Waldheimverein Untertürkheim, der sich 2006 auflöste. 2007 ging das Waldheim dann in die Obhut der Arbeiterwohlfahrt Stuttgart über. Sie organisierte dort weiterhin Ferienwaldheime für junge Stuttgarter, aber auch Stadtranderholung für Senioren. Dank der guten Küche der Pächterfamilie war das Waldheim im Gehrenwald auch eine beliebte Anlaufstation für Spaziergänger und Vereine.

Und nun der Abriss und Neuaufbau? Die Arbeiterwohlfahrt steht vor einer schwierigen Entscheidung. Die Zukunft des Waldheims ist noch ungewiss. „Wir wollen die Waldheim-Tradition weiterführen“, sagt Werner Feinauer, der Awo-Vorsitzende der Oberen Neckarvororte. Die Awo-Verantwortlichen mussten allerdings zuerst die Untersuchungen der Brandversicherung abwarten. Das Ergebnis liege jetzt vor. Laut Nöh hat sich die Versicherung vor wenigen Tagen zur Schadensregulierung geäußert. „Jetzt können wir kalkulieren“, so Nöh. „Allerdings stehen wir auch in Kontakt mit dem Liegenschaftsamt der Stadt Stuttgart.“

Das Waldheim wurde auf Grundlage eines Erbbaupachtvertrags auf das Grundstück gebaut, der in rund 20 Jahren auslaufe. „Natürlich würde sich die Investition in einen Neubau für nur 20 Jahren kaum rentieren“, sagt Feinauer. Deswegen verhandeln die Awo-Verantwortlichen über eine Verlängerung des Pachtvertrags sowie über einen möglichen Zuschuss für den Neubau. Außerdem müssen sich die Awo-Verantwortlichen über die Nutzung des künftigen Waldheim-gebäudes klar werden. Zusätzlich zum normalen Ferienwaldheimbetrieb könnte beispielsweise eine Kindertagesstätte integriert werden - wenn die Landeshauptstadt damit Engpässe auffangen will.

Feuerwehr Untertürkheim im Sondereinsatz: Bettenaufbau für 500 Flüchtlinge

14.8.2015 - Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart, Abteilung Wangen und Mitarbeitern des Regierungspräsidiums wurde am Freitagabend 14.8.2015 von der Freiw. Feuerwehr Untertürkheim eine Notunterkunft für ca. 500 Flüchtlinge in 2 Nebenhallen der Hans-Martin-Schleyer Halle hergerichtet. Der Aufbau begann bereits am Morgen durch Kollegen der Berufsfeuerwehr und engagierte Flüchtlinge.


Stadt stellt Hallen für eine bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtung zur Verfügung
13.08.2015 - www.stuttgart.de -

Die Landeshauptstadt Stuttgart stellt dem Land kurzfristig die Nebenhallen der Hanns-Martin-Schleyerhalle im Neckarpark als bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtungen (BEA) für Flüchtlinge zur Verfügung.

Dort sollen bereits ab Samstag, 15. August 2015, etwa bis zu 500 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Unterbringung erfolgt in der Verantwortung des Landes und ist befristet bis längstens zum 27. August. Aktuelle Veranstaltungen werden dadurch nicht betroffen. Im Anschluss an die Nutzung als BEA werden die Hallen für die Gymnastik Weltmeisterschaften in Stuttgart benötigt.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte am Donnerstag, 13. August: "Das Land ist in akuter Not bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Stuttgart stellt sich in dieser Situation der gemeinsamen Verantwortung und ist selbstverständlich bereit, auch kurzfristig zu helfen." 
Die Nebenhallen, die Hallen 3 und 4, befinden sich an der Ecke Benz-/Mercedesstraße.
Die BEA wird nicht in die Schleyerhalle selbst einziehen.

S-Bahnhaltestellen in Unter- + Obertürkheim am Wochenende 15.+16.8.2015 gesperrt

UZ 14.8.2015 - UNTERTüRKHEIM: Fahrplanänderung und Schienenersatzverkehr wegen Bauarbeiten

(mk) - Zur Herstellung des Stuttgart-21-Tunnels auf Höhe der Otto-Konz-Brücken führt die Deutsche Bahn am Wochenende Gleisarbeiten durch. Dies führt auch zu Fahrplanänderung der Regional- und S-Bahnen. Die S-Bahnhöfe zwischen Bad Cannstatt und Mettingen werden nicht angefahren.

Zwischen den Bahnhöfen Unter- und Obertürkheim passt die Deutsche Bahn die bestehenden Weichen an die geplante Trasse mit dem Stuttgart-21-Tunnel an. Um eine flexiblere Betriebsdurchführung zu erzielen, sind umfangreiche Arbeiten an der Oberleitung erforderlich. Aufgrund der Arbeiten stehen statt vier jeweils nur zwei Streckengleise zur Verfügung. Dies bewirkt auch Änderungen im Fahrplan. Die S-Bahn-Linie S 1 verkehrt am Samstag, 15. August nur im Halbstundentakt. Die Abfahrt in Plochingen Richtung Stuttgart erfolgt zur Minute 8 und 38, in Esslingen zur Minute 18 und 48 sowie ab Hauptbahnhof in Richtung Plochingen/Kirchheim(Teck) zur Minute 25 und 55.

Zusätzlich werden am Wochenende, 15. und 16. August, Züge der Linie S 1 zwischen Bad Cannstatt und Mettingen umgeleitet und fahren die Stationen „Neckarpark“, „Untertürkheim“ und „Obertürkheim“ nicht an.

Zwischen Bad Cannstatt und Esslingen fahren Ersatzbusse. Sie fahren folgende Haltestellen an: Bad Cannstatt (Bahnhofsvorplatz/Eisenbahnstraße), Neckarpark (Bahnhofsvorplatz, nicht während des Fußballspiels am 16. August), Untertürkheim (Bahnhof/Wunderstraße), Obertürkheim (Bahnhof/Göppinger Straße), Mettingen (Bahnhof/Cannstatter Straße) und Esslingen (ZOB, Haltestelle 6). Fahrräder können in den Bussen nicht mitgenommen werden. Stark betroffen davon sind die Fans, die zum Bundesligaauftakt des VfB Stuttgart ins Stadion wollen.

Stadtplanung - Studenten gestalten den Karl-Benz-Platz neu

Fair einkaufen leicht gemacht

UZ 14.8.2015 - UNTERTüRKHEIM: Einkaufsführer gibt Verbrauchertipps - Zweite Runde fürs Fairtrade-Siegel

(mk) - Untertürkheim, Obertürkheim und Hedelfingen bilden in Sachen Fairtrade eine Gemeinschaft. 2013 wurde dem Trio das Siegel „Fairtrade-Stadtbezirk“ verliehen. Nun bewerben sie sich für die abermalige Zertifizierung. Seit 2013 haben sie mit Aktionen die Fairtrade-Idee bekannter gemacht. Jüngstes Beispiel: der Einkaufsführer.

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Michael Alexander Schmückle vom Fairhandels-Geschäft in der Widdersteinstraße - Foto:Enslin

„Wir sind dabei“, verkündet der Einkaufsführer, den die Fairtrade-Stadtbezirke Unter-, Obertürkheim und Hedelfingen frisch herausgegeben haben. Seit zwei Jahren bilden die Stadtbezirke eine Fairtrade-Gemeinschaft. Drei Dutzend Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Schulen, Vereine, Einrichtungen und Förderer aus dem Gebiet haben sich dem Fairtrade-Gedanken verschrieben. Die Stadtbezirke erfüllen damit die strengen Standards des gemeinnützigen Vereins TransFair. Ein Hauptanliegen der Fairtrade-Kampagne ist es, das Bewusstsein für fair gehandelte Produkte zu schärfen. Weltweit entwickelte Standards sollen eine gerechte Entlohnung von Arbeiterinnen und Arbeitern in den Herstellerländern garantieren. Der Lohn soll ihnen ein würdiges Leben und ihren Kindern die Chance auf Schulbildung ermöglichen.

Verschiedene Initiativen in den drei Stadtbezirken haben in den vergangenen zwei Jahren versucht, mit unterschiedlichen Aktionen den fairen Handel bekannter zu machen. An Ständen oder auf der Umweltmesse der evangelischen Gartenstadtkirche informierten Schulklassen über fairen Handel, verkauften fair gehandelte Produkte auf den Weihnachtsmärkten und thematisierten die Initiative am Weltkindertag. Jüngstes Projekt: der neue Einkaufsführer. „In ihm können Verbraucher schauen, in welchen Unternehmen fair gehandelte Waren gekauft und in welchen Gastronomiebetrieben fair gehandelte Lebensmittel verkocht werden“, sagen Yvonne Hummel, Untertürkheims stellvertretende Bezirksvorsteherin, und Michael Alexander Schmückle vom Fairhandels-Geschäft in der Widdersteinstraße. Dort sowie in den drei Bezirksrathäusern im Stadtbezirk ist das Faltblatt erhältlich. Zudem sind im September zwei Infoveranstaltung angesetzt. Am 25. September gibt es einen Fair-Coffee-day im Untertürkheimer Rathaus und am 17. September informiert eine Referentin über die Vergabe des Fairtrade-Siegels. Dies dürfte auch die Steuerungsgruppe der drei Stadtbezirke interessieren. Schließlich hat sich die Fairtrade-Stadtbezirks-Gemeinschaft gerade für die Wieder-Zertifizierung beworben

Elf Malfreunde - elf Stile

UZ 11.8.2015 - ROTENBERG: Malgruppe Rotenberg zeigt von Freitag an im Gewölbekeller des Collegiums Wirtemberg die Spannbreite ihrer Schaffenskraft

Malgruppe
Acht der elf Mitglieder der Malgruppe Rotenberg stellen die Ausstellung mit ihren Werken
zusammen, die von Freitag an im Gewölbekeller des Collegiums Wirtemberg gezeigt werden.
Drei Künstler sind im Urlaub. Foto: Kuhn

(mk) - Das Motto vieler Fußballmannschaften trifft auch auf die Malgruppe Rotenberg zu: Sie sind auch elf Freunde. Allerdings trainieren sie nicht ein- oder mehrmals in der Woche, sondern treffen sich am letzten Dienstagabend im Monat zum Malen und Zeichnen im Rotenberger Gemeindehaus. „Uns eint die Freude am Gestalten, am Malen und freundschaftlichen Austausch mit den anderen Künstlern“, sagt Peter Vetter. Jeder von ihnen hat zuvor - meist auch nur für sich und die Verwandtschaft - gemalt. „Aber in der Gruppe bekommt man doch Impulse. Die gemeinsamen Diskussionen und Gespräche bringen weiter“, sagt Doris Grau. Die langjährige Verwalterin der Grabkapelle auf dem Württemberg gehört zu den Gründungsmitgliedern. Begonnen hat alles vor sechs Jahren. „Meine Tochter Julia hatte einen VHS-Kurs bei einem professionellen Mallehrer besucht und war schockiert, wie ernst dort das Malen genommen wird“, erklärt Peter Vetter. Sie erinnerte sich an die gemeinsamen Malabende mit den Eltern. „Das können wir auch, aber in lockerer Atmosphäre und mit Freude“, animierte sie ihre Eltern zum ersten Malabend. Mit Doris Grau, Rike Richter und Erwin Berner stießen drei weitere Rotenberger Hobbykünstler dazu. Per Zufall entdeckte Beate Vetter Gemälde von Werner Raisch und überredete ihn auch mitzumachen. „Er ist unser Mentor und gibt uns Themen und Ideen vor“, sagt Rose Hoffmann, eine weitere Rotenbergerin. Mit Michael Stadler und Heide Dais stießen Künstler aus Luginsland hinzu und Erwin Berner animierte Traude Weippert aus Wangen, sich in der Gruppe einzubringen. Christel Klaiber und Nicole Havemann komplettieren die illustren Elf. Die Altersspanne geht vom 44. bis 75. Lebensjahr und der berufliche Hintergrund reicht vom ehemaligen Gartenbauingenieur, der medizinisch-technischen Assistentin, Lehrerin, Elektromeister, Mesner bis zur Friseurmeisterin. So kunterbunt wie ihr „Background“, so verschieden - und das ist der Reiz der jüngsten Ausstellung - sind ihre Vorlieben für Kunststile. Von naturgetreuem Abbilden über abstrakte Anklänge bis zu Collagen. Elf Freunde, elf Stile, elf Einzelkönner, deren Werke aber im Verbund der Gruppe doch noch spannender wirken.

Dies zeigt auch die Ausstellung, die am kommenden Freitag, 14. August, im Uhlbacher Gewölbekeller des Collegiums Wirtemberg eröffnet wird. Im kühlen Gewölbekeller werden nur Aquarelle gezeigt. „Wir nehmen uns bei jedem Treffen ein Thema vor. Wenn es das Wetter erlaubt, gehen wir ins Freie, sonst malen wir im Gemeindehaus“, erzählt Hoffmann. Dementsprechend werden die Besucher natürlich die Grabkapelle mehrfach als gemaltes Motiv sehen und feststellen, dass doch kein Gemälde auch nur annähernd dem anderen gleicht.

Die Ausstellung beginnt am Freitag, 14. August, ab 19 Uhr im Uhlbacher Gewölbekeller des Collegiums Wirtemberg, Uhlbacher Straße 221. Sie dauert bis 25. September 2015.
Die Gemälde können zu den Öffnungszeiten der Kelter angesehen werden.

Neckarfantasien in Stuttgart - OB will Masterplan für den Neckar

Von Annina Baur 10. August 2015 - STZ/STN -

Bad Cannstatt - Kanalisiert, schwer zu erreichen und kaum im Bewusstsein der Stuttgarter verankert: Der Neckar fristet in der Landeshauptstadt ein unscheinbares Dasein. Oberbürgermeister Fritz Kuhn will das ändern: „Ich möchte im Herbst einen Masterplan aufstellen, in dem festgelegt wird, was in den kommenden fünf Jahren am Neckar passiert.“ Darin solle festgeschrieben werden, welche Projekte in dieser Zeit verwirklicht werden können und was wann geplant werden müsse, um in den kommenden zehn bis 15 Jahren realisiert zu werden. „Idealerweise wird von 2017 an jedes Jahr ein Projekt umgesetzt“, sagte Kuhn. 15,5 Millionen Euro Planungs- und Entwicklungskosten möchte er dafür vom Gemeinderat im kommenden Doppelhaushalt, der im Dezember verabschiedet wird. Er sei guter Dinge, dass die Stadträte für die Investition stimmen: „Das Thema hat eine hohe Akzeptanz.“

Wie er die Stadt an den Fluss bringen will, erklärte Kuhn am Montag Leserinnen und Lesern von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten am und auf dem Neckar. Er sprach im Rahmen der Veranstaltungsreihe Neckarfantasien des Cannstatt-Teams beider Zeitungen über Träume, Visionen und realistische Pläne rund um den Fluss.

„Stuttgart hat im Gegensatz zu Frankfurt am Main oder Düsseldorf einen Industriefluss. Aber wenn es gelingt, Industrie, Natur und Verkehr miteinander zu verbinden, werden in 20 Jahren Menschen von überall her nach Stuttgart kommen, um sich dieses Natur- und Kulturprojekt anzusehen“, sagte Kuhn. Wie eine Perlenkette, die nach und nach geknüpft werde, müsse man sich den Neckar vorstellen, an dem ein Projekt nach dem anderen verwirklicht werde. In einigen Fällen gebe es bereits konkrete Pläne, andere Perlen seien noch den Neckarträumen zuzuordnen.

Die einzelnen Projekte des Masterplans

Leuze „Dass das Baden im Neckar möglich wird, wage ich nicht zu versprechen.“ Zu stark seien die Verunreinigungen mit Bakterien und um diese zu beseitigen, müssten wohl erst 500 Klärwerke entlang des Flusses saniert werden. Mit Vorbildern wie Berlin im Blick könnte sich der OB aber vorstellen, das Leuze zum Neckar hin zu öffnen und etwa ein Becken in den Fluss hinein zu bauen. Klar sei aber auch, dass bis dahin noch viele Fragen zur Sicherheit und Wasserwirtschaft zu klären seien.

Wasen „Der Cannstatter Wasen ist ein gigantisch gutes Thema“, sagte Kuhn. Vom Campingplatz bis zur König-Karl-Brücke solle der Veranstaltungsort mehr ans Wasser rücken, angedacht sei unter anderem ein grüner Weg, der aus dem neu entstehenden Wohngebiet Neckarpark an den Fluss führe. „Mit der Veranstaltungsgesellschaft In Stuttgart ist bereits besprochen, wie diese Wasenquerung verlaufen kann, ohne dem Auf- und Abbau der Zelte im Weg zu sein.“ Nicht zuletzt schwebt dem OB eine Fußgängerbrücke auf Höhe des Campingplatzes vor, die eine direkte Verbindung bis in den Park der Villa Berg und von dort zum Neckar schaffen soll.

Eisenbahnbrücke Der Wunsch, die alte Eisenbahnbrücke nicht wie geplant abzureißen, sondern zu einem grünen Park über den Fluss zu machen (wir berichteten), kommt bei Kuhn sehr gut an: „Wir prüfen diese Möglichkeit ernsthaft und haben Gespräche mit der Deutschen Bahn aufgenommen“, sagte Kuhn. Zuerst müsse der technische Zustand der Brücke überprüft und finanzielle Fragen geklärt werden.

Gaskraftwerk Eine große Perle schlummert laut Kuhn im Stuttgarter Osten, wo die Energie Baden-Württemberg (ENBW) anstelle des bisherigen Kohlekraftwerks ein Gaskraftwerk errichten will. „Weil dann die Kohlelager überflüssig werden, entsteht viel Platz für Neckarträume.“ Denkbar wäre aus seiner Sicht zum Beispiel eine Wohnbebauung am Fluss oder auch eine Querungsmöglichkeit über die Bundesstraße 10, über die Fußgänger und Fahrradfahrer zum Neckar gelangen. Dies allerdings sei eine Zukunftsvision: „Allein bis alle Genehmigungen vorliegen, werden noch drei Jahre vergehen und dann kann erst mit Abriss, Sanierung der Böden und Neubau begonnen werden.“

Lindenschulviertel Das konkreteste Projekt liegt in Untertürkheim. Im nächsten Jahr soll das Lindenschulviertel einen besseren Zugang zum Wasser erhalten. „An der Anlegestelle sind Terrassen geplant“, sagte Kuhn. Denkbar seien an dieser Stelle ein Café und Sitzmöglichkeiten. Die Ufer sollen frei geschnitten werden, um den Blick auf den Fluss zu ermöglichen.

Seilerwasen „Der Bau des Rosensteintunnels ermöglicht auch eine Umgestaltung des Seilerwasens, weil die Schönestraße an Bedeutung für den Verkehr verlieren wird“, nannte Hermann-Lambert Oediger vom Stadtplanungsamt beim Spaziergang des Cannstatt-Teams von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten ein weiteres Projekt für den Neckar-Masterplan. „Es muss die Frage gestellt werden, wie der ganze Bereich rund um Seilerwasen und Schönestraße auf der einen und das Wilhelmatheater und die Rillingmauer auf der anderen Uferseite gestaltet werden können.“ Er hofft, dass der Gemeinderat im kommenden Doppelhaushalt Geld für die Realisierung eines Wettbewerbs zur Verfügung stellt, bei dem Pläne für das sogenannte Neckarknie eingereicht werden können. Auch dies sei allerdings ein Projekt, dessen Realisierung weit nach dem Jahr 2020 liege.

Einladung zum 4. UT-Motorradtreffen am 5. + 6. September 2015 UT

Liebe Motorradfahrer der Marke UT!

Nach dem letzten großen Treffen der U.T.-Fahrer in Tübingen im Jahr 2010 hat das Thema U.T.-Motorräder in 2014 wieder eine Rolle gespielt und zwar bei der Retro Classics Messe, als dort zum Thema „Stuttgarter Motorräder“ eine Präsentation stattfand.
Bei dieser Ausstellung wurden wir unterstützt vom AMSC Leonberg, der jährlich eine Motorrad – Show organisiert. Mitgewirkt hat auch eine Gruppe von UT-Freunden aus Möhringen, das sind: Familie Schnürle / Stäbler, Dr.K. Auwärter, Dr.med. W.Geissler, B.Remmele.
Diese Gruppe hat sich nun bereit erklärt, in Stuttgart-Möhringen ein eintägiges Treffen
im Jahr 2015 zu veranstalten, damit sich die U.T.-Fahrer zwanglos zusammenfinden können.
Zu diesem Zweck stellt Herr Auwärter das NEOPLAN-Hotel samt Omnibus-Museum und Gesellschaftsräumen in Stuttgart-Möhringen zur Verfügung. Dort gibt es Übernachtungs – möglichkeiten und Abstellplätze für Motorräder und Transportfahrzeuge.  
In Möhringen kann auch das ehemalige Fabrikgebäude der  U.T.Schwenk &Schnürle KG besichtigt werden.

Veranstaltungs-Termin ist von Samstag 5.9. bis Sonntag 6. 9.2015
in Stuttgart-Möhringen 

Samstag 5.9.: Anreise ab 16:00 Uhr, Gemeinsames Abendessen ab 18:00 Uhr. (Anmeldung erforderich)
Sonntag 6.9.: Ab 9:00 Uhr Treffen am Museum , Fototermin an der U.T. Fabrik,
                Besichtigung des Bus-Museums, Rundfahrt im Oldtimer-Bus.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen an der letzten Produktionsstätte der U.T.-Motorräder.

Mit freundlichen Motorradfahrer-Grüssen,

Für die U.T.-Freunde :                                     Für die Veranstalter:( Schirmherr )

Günter Wolf                                                    Helmut Schnürle
Ulmenstrasse 103,   D-71088 Holzgerlingen         Gammertingerstr. 35, 70567 Stgt.Möhringen
Tel. 07031-601828,  g11wolf@T-online.de            Tel. 0711-723740,  a-schnuerle@T-online.de

Koordinator: (Kontaktadresse für Informationen und Anmeldungen ) :
                        Norbert Schäberle, Urbanstr. 146, 73730 Esslingen, n.schaeberle@web.de

Altes Schulhaus in Rotenberg steht zum Verkauf

Eingang

UZ 7.8.2015 - ROTENBERG: Privatinitiative will städtische Kita unter Eigenregie fortbetreiben - Hohe Instandhaltungskosten

Die Stadt will das Alte Schulhaus in der Württembergstraße mittelfristig verkaufen. Die Instandhaltungskosten sind zu hoch. Foto: Enslin

Das alte Schulhaus in der Württembergstraße ist für die Rotenberger eine Institution. Viele drückten hier die Schulbank oder verbrachten drei Jahre im Kindergarten. Der Bürgerverein Untertürkheim hat zudem im Dachgeschoss ein Museum. In der nächsten Woche schließt der städtische Kindergarten. Eine Privatinitiative will die Kita mit neuem Konzept weiterbetreiben. Allerdings: Mittelfristig will die Stadt das Gebäude verkaufen.

Von Mathias Kuhn

Der Sperrmüllberg mit Utensilien der Kindertageseinrichtung, der vor dem Alten Schulhaus lagerte, stimmte manchen Rotenberger melancholisch. Die meisten haben im stattlichen Gebäude an der Württembergstraße entweder die Schulbank gedrückt oder in den Kindergartenräumen die Vorschuljahre verbracht. Insofern bestimmt das Schulhaus nicht nur das Ortsbild, sondern nimmt auch eine wichtige Rolle in den Biografien ein. Nächsten Freitag wird die Kita zum letzten Mal öffnen - zumindest unter städtischer Regie. Nachdem einige nun Sechsjährige von der Kita in die Schule wechseln und keine neuen Dreijährigen angemeldet wurden, schmolz die Kita-Gruppe auf drei Kinder. Zu wenig, um den Betrieb fortzuführen, erklärte Heinrich Korn, der stellvertretende Leiter des städtischen Jugendamts. Zumal das Jugendamt eine zweite Herausforderung bewältigen muss: Durch ihre ungünstige Anbindung gilt die Kita in Rotenberg bei Erzieherinnen nicht als erste Adresse. Es herrschte oft Personalmangel. „Schweren Herzens“ entschied das Jugendamt sich, die Einrichtung zum 14. August zu schließen. Am Montag beginnt also die letzte Kita-Woche. Und danach?

Das Liegenschaftsamt der Stadt und andere Ämter haben sich den Zustand des Gebäudes angeschaut. „Nach ersten Einschätzungen des Hochbauamtes besteht am Gebäude ein großer Instandhaltungsrückstand,“ sagt Thomas Zügel, der Leiter des Amts für Liegenschaften und Wohnen. Für die Stadt gehe es jetzt darum, den Instandhaltungsaufwand exakter zu quantifizieren, so Zügel. „Sie strebt mittelfristig den Verkauf des Gebäudes an, da ein privater Investor die Maßnahmen, wie zahlreiche Beispiele zeigen, kostengünstiger durchführen kann“, so Zügel. Sobald konkrete Daten vorliegen, werde der Vorgang nochmals verwaltungsintern geprüft. Wenn das Gebäude verkauft würde, bliebe eine Vorlaufzeit von mindestens einem Jahr.

Für den Bürgerverein Untertürkheim, der im Obergeschoss sein Ortsmuseum untergebracht hat, und für die Mieter der Wohnung bleibt eine Schonfrist. Und die Kita-Räume? Einige Eltern aus Rotenberg haben sich zum gemeinnützigen Verein „Kapellenzwerge“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Sie wollen die Kita-Versorgung am Ort weiterhin gewährleisten. Das Interesse sei immens. „Wir wollen eine Kita mit 15 Plätzen anbieten. Im Vergleich zum städtischen Angebot betreuen wir auch fünf Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren“, sagt Sarah Bauder-Trappmann. Zehn Plätze bleiben Drei- bis Sechsjährigen vorbehalten. „Die Anmeldungsliste ist überfüllt“, sagt Bauder-Trappmann. Zurzeit warten die Organisatoren noch auf die brandschutztechnische Freigabe. Die anderen Vorgaben für einen Betrieb seien soweit erfüllt. Einem Mietvertrag stünde nichts entgegen. „Verwaltungsintern wurde besprochen, dass die private Kita-Initiative das Gebäude mieten kann, sofern keine großen Investitionen erforderlich sind“, bestätigt Zügel. Wenn alles gut gehe, könnte die Kita im Oktober öffnen, so Bauder-Trappmann.

Do 13.8.2015 - Zusatzvorstellung von Schiefs Kabarett in UNTERTüRKHEIM

(UZ 6.8.2015) - Nach einjähriger Pause ist die Untertürkheimer Kabarettistin Sabine Schief zurück auf die Bühne gekehrt - oder besser gesagt in den Keller. Und zwar im Gewölbe unter dem Café Wahnsinn, Großglocknerstraße 23: zum Kellerkabinett.

Schief lüftet manches Kellergeheimnis und entführt die Besucher in die Welt der Kellerasseln. Gruselig viel zu lachen gibt, um zu vergessen, dass das Leben 113 Stufen weite oben tobt. Ein weiterer Vorteil: Der Keller ist besonders in der heißen Sommerzeit angenehm kühl.

Wegen der großen Nachfrage - gestern war die Vorstellung ausverkauft. hat die Kabarettistin einen Zusatztermin am Donnerstag, 13.August 2015, eingelegt. Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr .
Der Zugang erfolgt über das Café Wahnsinn. Der Eintritt ist frei - eine Spende ist zauberhaft. Anmeldungen unter
Telefon 50 46 28 91 oder 0151/11 98 09 25 sowie per E-Mail an sabine.schief@googlemail.com

So 6.9.2015 von 14-16 Uhr - Untertürkheimer Künstler im 20.Jahrhundert Plakat

 Untertürkheimer Künstler im 20.Jahrhundert .

Der Bürgerverein Untertürkheim zeigt am Sonntag, 2. August 2015 von 14 bis 16 Uhr im Ortsmuseum Untertürkheim/ Rotenberg die Sonderausstellung "Untertürkheimer Künstler im 20. Jahrhundert”.


Die typischen Arbeiten folgender Künstler werden präsentiert: Karl Ellsässer, Katharina Eßlinger, Emil Glücker, Eugen Häfele, Käte Schaller-Härlin, Carl Schmauk, Getrud Stecher und Leonhardt Schmidt.

Zusätzlich gezeigt wird dieses Jahr eine Präsentation vom Jahr 2000 zum Thema „90 Jahre Straßenbahn in Untertürkheim“.

Die heimatgeschichtliche Ausstellung im Alten Schulhaus in Rotenberg, Württembergstraße 312, ist in diesem Jahr nur noch am So 6. September von 14 bis 16 Uhr und am So 11.10.2015 von 11-16 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.
Mehr Infos unter www.bv-untertuerkheim.de

Bücher und Speisen unter einem DachSpeiserei

UZ 31.7.2015 - UNTERTüRKHEIM:
Buchhandlung Roth konzentriert sich auf eine Haushälfte, daneben eröffnet im Herbst die „Speiserei“

(mk) - Die Kunden der Buchhandlung Roth haben es bereits gemerkt: Das Traditionsgeschäft hat sein Sortiment auf eine Haushälfte konzentriert. In die andere Hälfte wird die „Speiserei“ einziehen. Jasmin Pfisterer und ihr Mann Jochen wollen dort ab Herbst „mit Liebe gekochte“ Suppen, Kuchen und andere Leckerbissen anbieten.

„Wir machen uns fit für die Zukunft“, sagt Dagmar Roth. Bislang hat die Traditionsbuchhandlung in der Augsburger Straße die Erdgeschossräume beider Haushälften genutzt. Auf der vom Bahnhof aus gesehenen rechten Seite waren Schreibwaren und Bürobedarf, links die Buchhandlung. Eine Fläche im Obergeschoss war seit dem Auszug des Fairhandels-Ladens ungenutzt. Dies ändert sich nun. Familie Roth konzentriert ihr Sortiment auf die linke Haushälfte. Im Erdgeschoss können die Kunden weiterhin in Büchern schmökern und sich beraten lassen, im Obergeschoss gibt es Schreibwaren, Glückwunschkarten, Bürobedarf, Papier. „Wir haben das gleiche Sortiment, aber alles räumlich etwas konzentriert“, sagt Dagmar Roth.

Die zukünftige "Speiserei" - Foto: Enslin

„In der zweiten Haushälfte wird’s ab Herbst lecker“, verspricht Jasmin Pfisterer. Ihr Mann Jochen, ein gebürtiger Untertürkheimer, und sie haben die Haushälfte erworben. „Wir wollen dort einen Tagesgastronomiebetrieb ansiedeln. Unsere Philosophie ist, dass man dort bekommt, was man mit dem Löffel essen kann“, erklärt Jasmin Pfisterer. Die „Speiserei“, so der Name, bewege sich zwischen Café und kleinem Restaurant. „Es wird wöchentlich wechselnd fünf verschiedene Suppen, Eintöpfe, aber auch Linsen mit Spätzle oder Gulasch geben. Zudem bieten wir hausgemachte Blechkuchen, Nachtische, hochwertigen Kaffee und Getränke mit selbst gemachtem Sirup“, so Pfisterer. Wer wenig Zeit hat, löffelt sein Essen im Erdgeschoss an Bistrotischen oder nimmt es mit. Wer’s gemütlich liebt, kann im Obergeschoss sitzen. „Zwischen Buchhandlung und Speiserei wird es weiterhin eine Verbindung geben“, sagt Dagmar Roth. Denn beide Familien sind davon überzeugt, dass die Betriebe voneinander profitieren. „Für Untertürkheim ist die neue Kombination ein Lichtblick. Sie werden sich ergänzen und Kunden in den Stadtbezirk locken“, freut sich Markus Krautter, der Vorsitzende des Industrie-, Handels- und Gewerbevereins.

Gondeln durch Rotenbergs Weinberge - Verkehrsplaner plädiert für Seilbahn

Stuttgarter Nachrichten - Yannik Buhl, 29.07.2015

Stuttgart - Im bolivianischen La Paz schweben die Bewohner seit Jahren in Gondeln über die Armutsviertel hinweg, durch die es meist keinen schnellen, geschweige denn sicheren Weg gibt. In den USA queren Seilbahnen Flüsse und entlasten so in der Hauptverkehrszeit die Straßenbrücken, die oft zum Nadelöhr werden.

Ein ähnliches Problem hat auch der Stadtteil Rotenberg. Dort leiden die Anwohner seit Jahren wochenends unter enormen Automassen: In Scharen fahren Besucher auf den Württemberg, um die inmitten von Weinbergen gelegene Grabkapelle zu besuchen. Aber dort fehlen Parkplätze. Immer wieder bringen Verkehrsplaner eine Seilbahn ins Spiel, um das Verkehrschaos zu lindern. Kritiker entgegnen: zu teuer, zu laut, und außerdem verunstalte eine Seilbahn die Landschaft.

Ein Verfechter von Seilbahn-Lösungen ist Raimund Klausegger, Designer von Verkehrsmitteln der Zukunft bei der Firma Spirit Design in Österreich. Er beschäftigt sich seit langem mit Seilbahnen in Großstädten. Am Dienstag hat er in Stuttgart beim New Mobility Design Kongress, einer vom Verband Region Stuttgart (VRS) organisierten Ideenkonferenz, gesprochen. „Gerade für dicht bebaute Städte wie Stuttgart können Seilbahnen gute Lösungen sein“, sagt Klausegger. Die Kosten seien überschaubar: „Eine Seilbahn kommt mit wenig Personal aus und verbraucht nicht viel Strom.“ Klausegger schätzt, dass Seilbahnen ein Viertel dessen kosten, was man in Straßenbahnlinien selber Länge investieren müsste.

Mögliche Probleme hält Klausegger für lösbar. „Wenn man beispielsweise ein wenig Geld in die Hand nimmt, kann man die Masten so gestalten, dass sie sich ideal in die Landschaft einfügen“, sagt der Seilbahnexperte. Führt die Bahn durch Weinberge, fallen laut Klausegger zwei weitere Probleme weg: Der Lärm der Anlage störe nicht, weil unter den Masten keine Wohnhäuser stünden. „Und die Anwohner behalten ihre Privatsphäre, wenn die Strecke nicht über deren Gärten hinweg führt.“

Bleibt noch das Parkplatzproblem. „Man braucht einen Ort, an dem man sich günstig vom Auto trennen kann“, sagt Klausegger. Infrage käme eine Anbindung der Seilbahn ans Nahverkehrsnetz. „Ich finde die es reizvoll, die Seilbahn direkt an einem Park & Ride-Parkplatz starten zu lassen.“ Auch beim Verband Region Stuttgart findet man die Idee interessant. Eine Seilbahn nach Rotenberg „wurde oft unnötig lächerlich gemacht“, sagt etwa Veit Haug von der Wirtschaftsförderung des VRS.

Stuttgart-21-Bauarbeiten - Keine S-Bahn zum ersten VfB-Heimspiel am 1.8.2015

STZ - Von Christian Milankovic 23. Juli 2015 -
Wenn die Kicker des VfB Stuttgart in die neue Saison starten, haben die Fans einen beschwerlicheren Weg ins Stadion. Denn die Bahn lässt am Wochenende 15./16. August 2015 die S-Bahnzüge zwischen Bad Cannstatt und Esslingen-Mettingen ohne Halt durchfahren.

Wenn die Kicker des VfB Stuttgart beim Heimspielauftakt zur Bundesligasaison am 16. August 2015 gegen den 1. FC Köln damit beginnen, alles besser zu machen als in der zurückliegenden Saison, haben die Fans einen beschwerlicheren Weg ins Stadion hinter sich gebracht als üblich. Denn die Bahn lässt am Wochenende 15./16. August die S-Bahnzüge zwischen Bad Cannstatt und Esslingen-Mettingen ohne Halt durchfahren. Grund dafür sind Bauarbeiten für Stuttgart 21.

S-Bahnfahrgäste müssen sich zudem an allen vier Samstagen zwischen dem 25. Juli und dem 15. August auf weitere Einschränkungen einstellen. An diesem Tagen fährt die Linie S1 nur im Halbstundentakt. Abfahrt in Stuttgart Richtung Plochingen und Kirchheim/Teck ist jeweils zur Minute 25 und 55. In Plochingen starten die Züge immer um 8 und 38 Richtung Hauptbahnhof.

Bahn verweist auf lange Vorlaufszeit

Dass ausgerechnet zum ersten Saisonspiel des VfB wieder die S-Bahnen nicht am Neckarpark halten, bedauert man beim Kommunikationsbüro für Stuttgart 21 – zumal es während der spielfreien Zeit im Sommer zu keiner Einschränkung des S-Bahnverkehrs gekommen war. „Wir müssen diese Sperrpausen mit zwei Jahren Vorlauf anmelden“, erklärt ein Sprecher des Kommunikationsbüros. Dabei versucht die Bahn die Behinderungen im Netz so zu koordinieren, dass einzelne Regionen nicht über Gebühr davon betroffen sind. Ansonsten würden sich Verspätungen zu stark aufschaukeln. Zeiten, zu denen besonders viele Fahrgäste unterwegs sind – etwa während des Volksfestes auf dem Cannstatter Wasen, seien überdies für Sperrungen tabu.

Schon an diesem Freitag und Samstag müssen sich die Anrainer an der Bahnstrecke in Unter- und Obertürkheim auf besonders laute Arbeiten einstellen. Tagsüber bereitet die Bahn im Bereich des Bahnhofs Untertürkheim und bei den Otto-Hirsch-Brücken in Obertürkheim Fundamente für neue Oberleitungsmasten vor.

Die Ramme kommt wieder zum Einsatz

Dabei setzt sie eine Ramme ein. Dieses Gerät hatte bei Arbeiten im November 2014 Anwohner in Untertürkheim auf die Barrikaden getrieben. Die Lärmbelästigung führte schließlich zur vorübergehenden Einstellung der Arbeiten. Die vom Lärm betroffenen Anwohner warfen der Deutschen Bahn vor, sich nicht an geltende Grenzwerte zu halten.

Von den aktuellen Arbeiten sind auch Radfahrer betroffen. So wird der Schillerradweg in Obertürkheim in der Zeit zwischen Freitag, 24. Juli 2015, 7 Uhr, und Dienstag, 28. Juli, 18 Uhr, im Abschnitt zwischen dem Uhlbachsteg und der Unterführung am Bahnhof Obertürkheim gesperrt. Eine Umleitung führt über die Hafenbahnstraße.

Die Bahn baut in diesem Bereich an der sogenannten Untertürkheimer Kurve. Diese Strecke verbindet weitestgehend unterirdisch den im Bau befindlichen Tunnel Richtung Hauptbahnhof mit den bestehenden Gleisen bei Untertürkheim.

Auskünfte zu den Arbeiten gibt die Bahn rund um die Uhr über ihre Bau-Info unter der Telefonnummer 21 32 12 12.

 Bürgerversammlung: Ärger über „rechtsfreien Raum im Ortskern“

Stuttgarter Nachrichten 28.7.2015 - Untertürkheimer klagen über mangelnde Polizeipräsenz Von Uli Meyer

STUTTGART. Die erste Flüchtlingsunterkunft im Stadtbezirk, aber auch verschiedene verkehrliche und rechtswidrige Missstände im Ortszentrum standen im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Untertürkheim, die am Montagabend im Beisein von OB Fritz Kuhn und der Verwaltungsspitze im vollbesetzten Sängersaal in der Lindenschulstraße abgehalten wurde. Das Interesse an der ersten Versammlung dieser Art nach acht Jahren in Untertürkheim war groß. Gut 400 Bürger säumten den Saal bis auf den letzten Platz.

Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel benannte in ihrer Einführungsrede die Punkte, wo Untertürkheim der Schuh drückt: Probleme des Einzelhandels im Ortskern, Beengung der Wohnquartiere, die starke Belastung durch die S21-Bauarbeiten sowie die geplante Flüchtlingsunterkunft in der Württembergstraße. „Wir müssen eine Haltung gewinnen, um mit den Flüchtlingen in Frieden und Toleranz zusammen zu leben“, forderte Wenzel Bürgerinnen und Bürger ihres Stadtgebiets auf, sich auf die neue Situation einzustellen. Untertürkheim ist einer der letzten der 23 Stuttgarter Stadtbezirke, die noch keinen Standort für die Flüchtlingsunterbringung haben. Dass die Stadtverwaltung dafür die Württembergstraße ausgesucht hat, schlug vor Ort hohe Wellen und war auch an diesem Abend das tragende Thema. Im Bezirksbeirat war der Standort mit klarer Mehrheit abgelehnt worden. Und auch viele Bürger Untertürkheims können es nicht verstehen, warum die Alternativen an der Augsburger Straße nicht realisiert werden sollen. Finanzbürgermeister Michael Föll legte die Beweggründe der Verwaltung dar, dass diese Standortalternativen aus rechtlichen Gründen (fehlende Genehmigungsfähigkeit) ausscheiden. Dass stattdessen eine befristete Ausnahmegenehmigung für den Standort in einem Landschaftsschutzgebiet angestrebt wird, wollen viele Bewohner nicht verstehen – allen Erklärungsversuchen von Föll und OB Kuhn zum Trotz.

OB Kuhn will „Verkehrsrowdytum“ im Gespräch mit dem Polizeipräsidenten angehen

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, die Verwaltungsspitze über skandalöse und andauernde Verstöße im Straßenverkehr und bei der Gaststättenverordnung in Kenntnis zu setzen. „Wir haben faktisch einen rechtsfreien Raum im Ortskern“, beklagte Anwohner Peter König die mangelnde Präsenz von Polizei und Ordnungskräften. Ein anderer Untertürkheimer bot sich ernsthaft an, als „freiwilliger Ersatzblitzer“ zu fungieren. Dies hätte „120 000 Euro Einnahmepotenzial im Jahr“, so Gerd Schumacher. Das von Fritz Kuhn als „Verkehrsrowdytum“ bezeichnete Thema will der OB, der in einer zehnminütigen Rede zu Beginn auch einen „Masterplan“ für Untertürkheim vorschlug, ganz persönlich in einem Gespräch mit dem Polizeipräsidenten angehen.

 Bürgerversammlung: 1.Teil: OB: Keine Alternative für Flüchtlingsheim

UZ - 28,7,2015 - UNTERTüRKHEIM:
Fritz Kuhn will stellt bei der Bürgersammlung einen Masterplan für die Entwicklung im Ortskern in Aussicht

So voll war die Sängerhalle selten bei einer Bürgerversammlung. Schließlich standen gestern Abend gleich eine Vielzahl an brisanten Themen an: Die Auswirkungen des Milliardenprojekts Stuttgart 21 auf den Stadtbezirk, der geplante Discount-Markt anstelle des Postgebäudes, ein Stadtentwicklungskonzept für den Ortskern oder das Parkchaos am Wochenende in Rotenberg. OB Fritz Kuhn stellte aber eines unmissverständlich klar: Eine Alternative für das Flüchtlingsheim an der Württembergstraße gebe es nicht.

Von Alexander Müller

Gestern begrüßte Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel OB Kuhn wieder in Untertürkheim. Zwar waren bei der letzten Bürgerversammlung vor acht Jahren weder Wenzel noch das Stadtoberhaupt in Amt und Würden. Aber schließlich war es für Kuhn eine Art „Heimspiel“, denn er lebte bis vor 15 Jahren in Luginsland. Seitdem hat sich viel getan, wie Wenzel in ihrer Begrüßungsrede erläuterte. Vor allem für den Ausbau der Kindertagesstätten und der Schulen wurden in den vergangenen Jahren viel getan. Alleine in die Wilhelmsschule, die Linden-Realschule und das Wirtemberg-Gymnasium wurden zwölf Millionen Euro investiert. „Das zeigt, dass der Stadtbezirk sehr wohl im Fokus der Stadt liegt, und zwar dort, wo es am wichtigsten ist: bei den Kindern. Und nicht wie viele meinen, vergessen wird“, betonte Wenzel. Aber natürlich gebe es auch kritische Punkte: Bei der Entwicklung des Einzelhandels und mancher Wohnquartiere im Ortskern. Das liege auch an der Tatsache, dass keine Freiflächen mehr vorhanden seien. Und auch zur geplanten Flüchtlingsunterkunft hatte Wenzel ein klares Statement: „Ich trete dafür ein, dass wir Flüchtlinge in Untertürkheim aufnehmen“.

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OB Kuhn in der Sängerhalle - Foto:Enslin

Ins gleiche Horn stieß auch OB Kuhn: Zwar könne er nachvollziehen, dass viele Bürger und auch Wengerter nicht begeistert davon seien, Systembauten für 243 Flüchtlinge im Gehrenwald aufzustellen. Aber eine Alternative gebe es nicht. Dies ließe sich nur in dem Bereich des vormals für die Friedhofserweiterung vorgesehenen Geländes im Landschaftsschutzgebiet mit einer befristeten Ausnahmegenehmigung realisieren. Die Kritik, dass dann die Weintouristen auf dem Weg zum Württemberg dieses passieren müssten, stößt dem Grünen-OB auf. „Die Welt ist eben so. Flüchtlinge sind auch Menschen“, so Kuhn und erntete Applaus.

Apropos Rotenberg. An schönen Wochenenden ist die Verkehrsbelastung im Ausflugsort sehr groß. In der Verwaltung würden gerade verschiedene Alternative geklärt, aber eine einfache Lösung gebe es nicht. Dies gelte auch für das Milliardenprojekt Stuttgart 21. Untertürkheim sei ein von den Bahnbaumaßnahmen sehr stark belasteter Stadtbezirk. Demnächst werde die Bahn die im September 2014 zurückgezogenen und überarbeiteten Pläne für den Abstellbahnhof an der Augsburger Straße vorlegen. „Wir werden deutlich machen, dass die Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner enorm verbessert werden müssen“, versprach Kuhn.

Und nicht zuletzt wusste das Stadtoberhaupt aus eigener Erfahrung, dass es um den Einzelhandel zu „seiner Zeit“ in Untertürkheim noch sehr viel besser bestellt war. Dies sei ein stadtweites Problem. Allerdings stellte er, obwohl das Postgebäude am Bahnhof bereits verkauft ist, in Aussicht, dass in die zukünftige Umgestaltung aus städtebaulicher Sicht eingegriffen werden könne. „Das Umfeld und auch eine Postfiliale müssen erhalten bleiben.“ Ob ein neuer Discount-Markt allerdings ein Übel oder vielleicht doch ein Gewinn sein könnte, müsse man detailliert besprechen. Grundsätzlich stehe die Verwaltung den Ideen des Industrie-, Handels- und Gewerbevereins sowie den Bürgerinitiativen aufgeschlossen gegenüber. Daher soll nun ein Masterplan für die Zukunft des Ortskern entwickelt werden. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der morgigen Ausgabe.

 Bürgerversammlung: 2.Teil: Missstände im Ortskern kritisiert

UZ 29.7.2015 - UNTERTüRKHEIM:
OB Fritz Kuhn verspricht in der Bürgerversammlung Verbesserung der Infrastruktur und Sicherheit

Nichts bewegt die Untertürkheimer offensichtlich mehr als die „gravierenden Missstände im Ortskern.“ Falschparker und das Befahren der Widdersteinstraße, die Störung der Nachtruhe und die Vermüllung erwecken bei Anwohnern und Passanten den Eindruck, eines „rechtsfreien Raums“. Es fehlen Ordnungshüter, kritisierten etliche Redner der Bürgerversammlung. Emotional, kontrovers, aber fair wurde über die Flüchtlingsunterkunft, ein Kolumbarium und die Verkehrssituation in Rotenberg debattiert.

Von Mathias Kuhn

„Viel Licht, aber auch ein bissle Schatten“ hatte Oberbürgermeister Fritz Kuhn in seiner Begrüßungsrede im Stadtbezirk Untertürkheim ausgemacht und die Besucherinnen und Besucher in der voll besetzten Sängerhalle animiert, zu berichten, wo ihnen der Schuh drückt. „Damit wir uns mit ihrer Hilfe daran machen können, Teile des Schattens in Licht zu verwandeln.“ Der Flüchtlingsunterkunft in der Württembergerstraße galt die Anfangsrunde. Durchaus kontrovers, mit einigen Emotionen, aber fair brachten Kritiker und Befürworter der in Friedhofsnähe geplanten Systembauten ihre Argumente vor. Klaus Fischer hält als Sprecher der Gegner den Standort im Landschaftsschutzgebiet für ungeeignet. Die Bürgerinitiative, die er vertrete, habe Zweifel, dass die Entscheidung rechtlich einwandfrei sei. Sie behalte sich eine Klage vor. Dorothea Ellinger vom Blumenfachgeschäft in der Württembergstraße bekundete ihre Sorge, dass sich die Unterkünfte in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft negativ auf Umsätze die Umsätze ihres Unternehmens auswirken könnten, da viele ältere Friedhofbesucher, die Umgebung meiden werden.

Welcome
Stoppschild am Platz des geplanten Flüchtingsheims - Foto: Schimpf

OB Kuhn und Finanzbürgermeister Michael Föll machten jedoch souverän und unmissverständlich klar, dass die Stadt alle alternativen Standorte geprüft habe und nur das Grundstück in der Württembergstraße alle Kriterien erfülle. „Wir können auf den Standort in Untertürkheim angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen nicht verzichten. Nehmen Sie die Flüchtlinge an, anstatt Stoppschilder aufzustellen“, bat Kuhn und erntete dafür Applaus. Ellen Läpple und Ursula Renner erinnerten ebenfalls daran, dass es sich um Menschen in Not handelt. Ulrike Küstler nahm die Eingangsworte von Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel auf und appellierte an die Zuhörer, Haltung einzunehmen und die Flüchtlinge willkommen zu heißen.

Entgegen erster Vermutungen bestimmte jedoch nicht die Flüchtlingsdebatte den Abend. Die Emotionen schlugen besonders hoch, als es um die „Missstände im alten Ortskern“ ging. Den Anfang machte Markus Götz, der OB Kuhn und der komplett versammelten Bürgermeisterriege von nächtlichen Ruhestörungen durch Besucher der Gaststätten in der Fußgängerzone und im Bahnhofsbereich berichtete. Friedrich König sprach gar von einem „rechtsfreien Raum und verkehrstechnischem Wildwest“, da die Polizeipräsenz fehle und der städtische Vollzugsdienst sich der unerträglichen Zustände nicht annehme: Die Fußgängerzone werde befahren, Straßenwirtschaften haben - unerlaubterweise - auch noch weit nach Mitternacht geöffnet, die Straße werde vermüllt. Die Aussage von Ordnungsbürgermeister Martin Schairer, dass die Stadt nachts nichts machen könne, verurteilte Anwohner Dieter Munk scharf. Sie verstärke den Eindruck. „Wir fühlen uns im Stich gelassen“. OB Kuhn versprach deswegen mit Stuttgarts Polizeipräsidenten nach Lösungen zu suchen. Auch der mit dem Industrie-, Handels- und Gewerbeverein vereinbarte Masterplan werde sich dem Thema Infrastruktur annehmen.

Bekannt sind auch die Verkehrsprobleme in Rotenberg, die Feuerwehrkommandant Jürgen Hummel ansprach. „Im Herbst werden wir einen Infoabend veranstalten. Es werde aber eher mehrere kleine, als eine große Lösung geben“, so Bürgermeister Matthias Hahn. Die Aussichten auf ein Kolumbarium, das sich Klaus Ferdinand Hummel für den Friedhof wünscht, sind schlecht. Die Stadt bevorzuge aus Kostengründen Urnengräber statt Urnenwände, so Technikbürgermeister Dirk Thürnau.

Weintour16. Untertürkheimer Weintour am
Sonntag 26.7.2015 von 11 -19 Uhr

Ab 11:00 Start an der Hofkammerkelter Weingut Herzog von Württemberg. (Zuvor findet um 10:00 Uhr am Stand 1 ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Posaunenchor statt)

Wandern durch die Untertürkheimer Weinberge rund um den Mönchberg. Entdecken Sie die Vielfalt, welche Ihnen die Untertürkheimer Weingüter bieten können.

Bürgerversammlung am 27.7.2015 um 19 Uhr in Untertürkheim
28.05.2015 - www.Stuttgart.de

Im Vorfeld der Bürgerversammlung in Untertürkheim am Montag, 27. Juli 2015, haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtbezirks die Möglichkeit, sich über das Online-Beteiligungsportal www.stuttgart-meine-stadt.de aktiv zu beteiligen.

Das Online-Verfahren startet mit der Themenfestlegung vom 8. bis 21. Juni.
Es kann angekreuzt werden, was einem am Wichtigsten ist und der eigenen Meinung nach bei der Bürgerversammlung thematisiert werden sollte.
Bei der darauf folgenden Voranmeldung vom 22. Juni bis 12. Juli werden die eigenen konkreten Anliegen und Fragen eingereicht sowie die anderen Meldungen bewertet. Die Anliegen werden elektronisch beantwortet.

Die Bürgerversammlung findet am Montag, 27. Juli um 19 Uhr in der Sängerhalle Untertürkheim, Lindenschulstraße 29, statt.

Informationen über die Anfahrtsmöglichkeiten werden bekanntgegeben.

Das Portal
www.stuttgart-meine-stadt.de ist ab Montag, 8. Juni 2015, für die Online-Beteiligung aktiv. Die Stadt Stuttgart freut sich über eine rege Teilnahme unter
www.stuttgart-meine-stadt.de/ buergerversammlung-untertuerkheim/

Schiefes Kellerkabarett unter dem SchiefCafé Wahnsinn

18.7.2015 - Nach einer einjährigen Pause kehrt die Untertürkheimer Schauspielerin und Kabarettistin Sabine Schief wieder zurück auf die Bühne - oder besser gesagt in den Keller. Und zwar im Gewölbe unter dem Café Wahnsinn, Großglocknerstraße 23: Zum Kellerkabinett. In dem schnuckeligen Gewölbekeller rieselt nicht nur der Kalk von der Decke, verkriecht sich der Weberknecht in Mauerritzen, linst die Assel aus dem Sandstein.

Die Kellerkabarettmeisterin Sabine Schief lüftet so manches Kellergeheimnis und entführt die Besucher charmant und pfiffig in die Welt der Kellerasseln. Gruselig viel zu lachen gibt es wieder, um zu vergessen, dass das Leben 113 Stufen weite oben tobt. Ein weiterer Vorteil: Der Keller ist besonders in der heißen Sommerzeit angenehm kühl.

Die nächsten Termine sind am Mittwoch, 22. und 29.Juli sowie am 5. August 2015. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Der Zugang erfolgt über das Café Wahnsinn. Der Eintritt ist frei - eine Spende ist zauberhaft. Anmeldungen unter
Telefon 50 46 28 91 oder 0151/11 98 09 25 sowie per E-Mail an sabine.schief@googlemail.com.

Wer mag, kann im Cafe Wahnsinn zuvor, in der Pause oder hinterher etwas essen. Es gibt hausgemachte
Maultäschle, Fleischküchle, Schnitzel - jeweils mit Kartoffelsalat. Da Martl, der Wirt, den Thekendienst alleine bestreitet , teilt bitte schon bei der Anmeldung mit, ob man etwas essen will. - www.sabine-schief.de/ -

Es geht wieder los bei schief gewickelt

Liebe Schiefgewickelten, liebe Liebhaberinnen und Liebhaber des Kabaretts und Herzhumors, danke für eure Geduld! Ein Jahr Pause hat mir gut getan. Die Sehnsucht nach den Brettern, die die Welt bedeuten ist wohl doch unauslöschlich in mir verankert. Uff schwäbisch: i kenn me wieder mit mir aus! Seit Januar 2015 bin ich wieder kabarettistisch aktiv, wo ich gebucht werde. Und im Herbst startet die Schief gewickelt Probierbühne.

Schon mal Schief gewickelt Termine zum vormerken:

Mittwoch, 02.September 2015
Mittwoch, 07.Oktober 2015
Mittwoch, 04.November 2015
Mittwoch, 02.Dezember 2015

Wo: Kulturtreff Untertürkheim
Strümpfelbacher Straße 38

70327 Stuttgart-Untertürkheim
www.sabine-schief.de/

ROTENBERG - Gospelkonzert vor der Grabkapelle

UZ 17.7.2015 - (red) - Ein „Treppenkonzert“ findet am Sonntag, 19. Juli, vor der Grabkapelle auf dem Württemberg statt: Um 15.30 Uhr singt der 60-köpfige Chor Go4Gospel auf den Stufen der Grabkapelle auf dem Württemberg. Zu hören sind alte und neue Gospelsongs, mitreißende Musik, - und für alle, die der typische Gospelschwung packt, gibt’s auch Lieder zum Mitsingen und Mitklatschen. „Go4Gospel“ hat sich der Chor getauft, dessen Mitglieder aus den Weinorten rings um den Württemberg stammen, aus Rotenberg, Luginsland, Untertürkheim, Uhlbach, Obertürkheim, Fellbach und Bad Cannstatt. „Wir freuen uns sehr, dass unsere schöne Freitreppe zur Bühne für den Chor wird - die Musik und die Umgebung werden sicher viele Besucher zum Zuhören und Mitsingen animieren“, sagt Christiane Grau, die Verwalterin der Grabkapelle.

Seit Oktober 2014 hat der Gospelchor regelmäßig in der Alten Gartenstadtkirche Luginsland geprobt. Alle Chorsänger sind vom Gospel begeisterte Laien, die Leiterin ist die Kantorin der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Untertürkheim, Irene Ziegler. Längst hat der Chor inzwischen erste Konzerte und Auftritte in den Kirchen der Gegend absolviert. Für das Publikum besonders mitreißend: Es stehen immer auch Lieder zum Mitsingen auf dem Programm. Das Konzert kostet keinen Eintritt.

UNTERTüRKHEIM: Gesucht: Spenden für Kinderspielstadt Ratzelbach

UZ 17.7.2015 - (red) - Auch 2015 suchen die Organisatoren der Kinderspielstadt Ratzelbach im Kinder- und Jugendhaus Café Ratz, Margaretenstraße 67, nach Materialspenden. In der ersten Woche der Sommerferien werden 180 Kinder ihre eigene Stadt beleben.

Immer benötigt werden Kleidungsstücke und Textilien wie verschiedene Handarbeitsutensilien, die in der Schneiderei verarbeitet werden, alte Herrenhemden ergeben wunderbare Malerkittel. Über weiße Kittel freuen sich das Krankenhaus und der Supermarkt. Verwendung gibt es auch für Hüte aller Art, Sonnenbrillen und Zirkusverkleidungen. Auf der Liste nicht fehlen dürfen Bastelmaterialien. Allerdings nur in größeren Mengen, zum Beispiel Tonkarton weiß und bunt, Transparentpapier, Krepppapier, Pauspapier, Kugelschreiber, Bleistifte, verschiedene Stiftsets, Luftballons, Glitzer und Flitter, Perlen aller Art, Schmuckdraht und Baumwollgarn sowie Holz, Schmirgelpapier, Holzleim, Holztabletts und Holzbilderrahmen. Auch Pflanzen aller Art, gerne Ableger, Setzlinge, frische und getrocknete Kräuter und Blumen werden für die Gärtnerei benötigt. Des weiteren Drogerieproben aller Art, unbenutzte Schminkutensilien für den Beautysalon, Gipsbinden, alte Stethoskopen, leere gespülte Medizinfläschchen und eine Erste-Hilfe-Übungspuppe. Oder auch Paravents oder mobile Trennwände. Außerdem werden gebraucht: Bürotacker, Aktentaschen, Matchbox-Autos, Kleiderbügel, kleine, gespülte Gläser mit Deckel, Taschenrechner und Schutzbrillen, Bügeleisen, Stabmixer, Mikroskope, Ventilatoren, Föne, Diktiergeräte und eine Eismaschine.

Spendenannahme ist ab sofort von Dienstag bis Freitag ab 10 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung. Während der Spielstadt (3. bis 7. August) freut sich der „Elterngarten“ täglich über Kuchen- oder Bäckerspenden und die „Gärtnerei“ über frische Schnittblumen. Nähere Infos im Café Ratz unter Telefon 3365234-0, Ansprechpartner sind Mirjam Theiß und Anne Manigk.

Führung durch historische Weinkeller am Fr 17. Juli 2015 | 16:00–18:15 Uhr

Keller

Der Bürgerverein Untertürkheim veranstaltet
am Freitag 17. Juli 2015 von 16 bis 18.15 Uhr
eine Führung durch einen historischen Weinkeller bei der Evangelischen Stadtkirche und anschließend eine Kellerführung in der Weinmanufaktur Untertürkheim mit einer Weinprobe. 

Start ist um 16:00 Uhr vor der Evangelischen Stadtkirche Untertürkheim in der Trettachstraße 3.

Festes Schuhwerk und Taschenlampe sind empfohlen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kosten: 5 Euro für die Weinprobe - Bezahlung bei der Führung.
Mehr Infos: www.bv-untertuerkheim.de

Foto: Enslin

Alter Friedhof: Ein doppeltes Paradies für Kinder

UZ 17.7.2015 - UNTERTüRKHEIM:
Neue Kindertagesstätte in der Großglocknerstraße und Spielplatz auf dem Alten Friedhof offiziell eingeweiht

Für insgesamt knapp 2,3 Millionen Euro ist auf und rund um den Alten Friedhof in Untertürkheim ein im wahrsten Sinne des Wortes doppeltes Paradis entstanden. Gestern wurde die Kindertagesstätte an der Großglocknerstraße im Ortskern offiziell eingeweiht. Die Johanniterunfallhilfe als Träger bietet im dreigeschossigen Neubau 30 Plätze für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren. Gleichzeitig wurde auch der neue öffentliche Spielplatz auf dem Alten Friedhof seiner Bestimmung übergeben.

Von Alexander Müller

„Es ist ein schöner, sonniger Tag - passend zum Anlass“, strahlte Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel gestern mit der Sonne um die Wette. Denn für den Stadtbezirk bedeutet die doppelte Einweihung auch eine deutliche Aufwertung „und ein Stück Lebensqualität“. Schließlich werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Durch die neue Kindertagesstätte kann zumindest ein Teil der vorhandenen Unterversorgung an Kita-Plätzen, vor allem im Bereich der Kleinkind- und der Ganztagesbetreuung, gedeckt werden. Zum zweiten ist im Zuge des Neubaus der öffentliche Spielplatz auf dem Alten Friedhof komplett saniert worden. „Gerade im Ortskern sind wir mit solchen Flächen nur spärlich versorgt“, sagt Wenzel.

Spielplatz
Foto: Enslin

Entsprechend groß war gestern der Ansturm. Nicht nur von den „Weinbergschnecken“, wie sich die Kinder der Tageseinrichtung nennen, sondern auch von den Schülern der Wilhelmsschule Untertürkheim, die den Alten Friedhof für das Bewegungsangebot im Ganztagesbereich nutzen. 245 000 Euro hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt in die Sanierung investiert. „Entsprechend ist ein starker Ort, ja fast ein Park mitten im Stadtbezirk entstanden“, zeigte sich Amtsleiter Volker Schirner zufrieden. In erster Linie ein Spieleparadies. Auf 3700 Quadratmeter Fläche gibt es ein Angebot für alle Altersbereiche. Einen Sand- und Wasserbereich für Kleinkinder, Klettermöglichkeiten und Geräte, um die Balance zu schulen sowie Tischtennisplatten für ältere. „Es ist eine besondere Symbiose und hoffentlich eine gute Nachbarschaft“, betonte Schirner.

Denn ein Teil des Alten Friedhofs wurde für circa 150 000 Euro in die neue Außenfläche der Kita von der Stadt umgestaltet. Die Spielgeräte - auch in Form einer Heuschrecke - passen zum anderen Bereich. Es ist das krönende i-Tüpfelchen auf das 2,014 Millionen Euro teure Gebäude. Anstelle des im September 2013 abgerissenen, maroden Gebäudes in der Großglocknerstraße 49 ist dreigeschossiger Massivbau entstanden, der sich an die ehemalige Friedhofsmauer anschmiegt.

Im Erdgeschoss sind die Büros, der Speiseraum und die Küche untergebracht. In den beiden oberen Stockwerken die hellen und freundlichen Gruppen-, Schlaf- und Kreativräume. Seit dem 1. Juni sind die ersten Kinder in ihre neue „Schatztruhe“ eingezogen, erklärte Thomas Hanisch, Regionalvorstand der Johanniterunfallhilfe. Bis Ende des Jahres soll die nun fünfte Einrichtung des Trägers in Stuttgart komplett belegt werden. Insgesamt 30 Plätze bietet die neue Einrichtung: Eine Gruppe mit zehn Plätzen für Kleinkinder von einem bis drei Jahren und 20 Plätze für Kinder von drei bis sechs Jahren mit Öffnungszeiten von 8 bis 16 Uhr. „Das Haus bietet den optimalen Rahmen für unser pädagogisches Einsteinkonzept“ sagt Hanisch. Zusammen mit der öffentlichen Fläche auf dem Alten Friedhof eben ein doppeltes Spieleparadies.

Neuer Anlauf für Flüchtlinge in Untertürkheim
Bezirksbeirat lehnt Standort ab– Gemeinderat stimmt zehn Flächen zu

Stuttgarter Nachrichten - 16. Juli 2015 - Von Konstantin Schwarz

STUTTGART. DerGemeinderatwird in seiner Sitzung an diesem Donnerstag zehn neue Standorte für Flüchtlingswohnheime genehmigen. Damit sollen bis Ende 2016 Unterkünfte für 1995 Menschen geschaffen werden. Jedes Gebäude hat eine Kapazität für 78 Menschen, gebaut werden jeweils zwei oder drei Häuser in zehn Bezirken.

Während der Bezirksbeirat Degerloch mit sieben Jastimmen und drei Enthaltungen zwei Heimen an der Helene Pfleiderer Straße zustimmte, wo bisher der Bau von 17 Reihenhäusern vorgesehen war, lehnte der Bezirksbeirat Untertürkheim den Standort an der Württembergstraße mit sieben gegen zwei Stimmen ab.

Der Beirat muss sich damit erneut mit dem Thema befassen, bevor der Rat entscheidet (28.7.2015). „Es gibt in Untertürkheim zwei Vorschläge für Alternativen, beide scheiden aus“, sagte Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) am Mittwoch. So sei eine Fläche an der Hafenbahnstraße bei den Otto Konz Brücken an die Bahn Projektbaugesellschaft fürStuttgart 21 vergeben. „Wirhaben darauf keinen Zugriff, unabhängig von der Frage, ob das Gelände überhaupt für ein Wohnheim geeignet ist“, so Föll.

Nicht bebautwerden dürften Flächen einer früheren Gärtnerei gegenüber einem Baumarkt. Sie liegen im Außenbereich und dürfen nur landwirtschaftlich genutzt werden. Auch die von der Verwaltung vorgeschlagene Baufläche an der Württembergstraße liegt außerhalb der geschlossenen Bebauung, sie sei aber für eine Friedhofserweiterung verplant gewesen, eine „temporäre Bebauung“ sei dort erlaubt.

Heißt: im Fall der Flüchtlingswohnheime fünf bis zehn Jahre. Bis auf die AfD billigen alle Fraktionen die Neubauten. Die Kosten liegen bei 54,5 Millionen Euro, der Betrieb bei rund zwei Millionen Euro pro Jahr. Der Betreuungsschlüssel mit einem Sozialarbeiter auf 136 Flüchtlinge bleibt bestehen. Die Fraktionen von SÖS/Linke plus und SPD forderten einen Betreuer auf 100 oder 120 Flüchtlinge, scheiterten aber am Mittwoch im Ausschuss.

Bezirksbeirat lehnt Standort für Flüchtlinge ab

UZ 16.7.2015 - UNTERTüRKHEIM: Kontroverse Debatte über Systembauten im Landschaftsschutzgebiet - Gemeinderat vertagt die Entscheidung

Der Bezirksbeirat debattierte am Dienstagabend über den geplanten Standort des Flüchtlingsheims in der Württembergstraße. Bezirksbeiräte und Bürger kritisierten, dass die Systembauten im Landschaftsschutzgebiet aufgestellt werden sollen. Sie befürchten eine Gettoisierung und schlechte Integration. Dem wollen Ehrenamtliche des Freundeskreises Flüchtlinge entgegenwirken. Die Mehrheit des Bezirksbeirats lehnte den Standort ab und fordert, Alternativen zu prüfen.

Von Mathias Kuhn

In Erwartung eines großen Bürgerinteresses hatte Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel die Sitzung bereits in die Aula der Wilhelmschule verlegt. Dennoch reichte der Saal nicht. Die Unterbringung der Flüchtlinge bewegt die Untertürkheimer. Etliche Bürger konnten die Debatte nur bei geöffneten Türen verfolgen. Günter Gerstenberger vom Sozialamt der Stadt erläuterte die allgemeine Flüchtlings-Situation. Er versuchte verständlich zu machen, dass die Stadtverwaltung selbst „überfahren“ wurde.

Die Zahl der Flüchtlinge steigt stetig. Im Juni musste die Landeshauptstadt 391 Flüchtlinge aufnehmen. Hochrechnungen ergeben heute, dass Stuttgart zusätzlich zu den bestehenden Unterkünften bis Ende 2016 nochmals Plätze für 4000 Menschen zur Verfügung stellen muss. Gemäß des Stuttgarter Wegs sollen die Flüchtlinge möglichst dezentral auf alle Stadtbezirke verteilt werden. Im Eiltempo machten sich die städtischen Ämter auf Standortsuche - auch in den Stadtbezirken, in denen noch keine Flüchtlinge leben. „Mit den Systembauten in der Württembergstraße wäre Untertürkheim der 19. Stadtbezirk mit einer Unterkunft“, so Gerstenberger.

Systembau

INFORMATION
Gemäß dem Verteilungsschlüssel muss Baden-Württemberg dieses Jahr rund 52 000 Erstantragssteller auf Asyl sowie 7000 Ffolgeantragsteller aufnehmen. 6,24 Prozent davon werden nach Stuttgart geschickt. das wären 3245 Erst- und 437 Folgeantragsteller, die in Stuttgart eine Unterkunft benötigen. An erster Stelle der Herkunftsländer stehen Bosnien- Herzogowina, Mazedonien und Serbien, vor Kosovo, Syrien, Irak und Afghanistan und Nigeria.










Foto: Stadt Stuttgart


Alexander Wolf vom Liegenschaftsamt gab zu, dass das Grundstück zwischen Blumen Ellinger und dem TBU-Platz „zwar von der Lage nicht optimal, aber das einzig mögliche im Stadtbezirk sei.“ Heftig kritisiert wurde, sowohl von Bezirksbeiräten als auch von Bürgern, dass die Fläche sich im Landschaftsschutzgebiet befände. „Auf ihr war eine Erweiterung des Friedhofs vorgesehen. Deswegen gibt es dort im Vergleich zu anderen Flächen einen Bebauungsplan, der es uns planungsrechtlich erlaubt, zeitlich befristet Unterkünfte für Flüchtlinge zu errichten“, so Wolf. Drei zweistöckige Systembauten mit 243 Plätzen sind vorgesehen. Das Sozialamt rechnet damit, dass sie mit 220 Menschen belegt werden.

Für viele Bürger - vor allem für Weinbauern - wird mit zweierlei Maß gemessen. Ihnen wurden in den vergangenen Jahren selbst kleine Anbauten an bestehende Gebäude mit dem Argument des Landschaftschutzes untersagt. Systembauten würden dagegen schnell genehmigt. Nicht nur diese „Ungleichbehandlung“ kritisierten manche Bezirksbeiräte und Klaus Fischer als Sprecher der Standortgegner. Sie halten die Unterbringung auf der „grünen Wiese“ (Fischer) für „unpassend“ (CDU-Bezirksbeirat Andrea Mathiasch) und „untauglich“ (Gerald Multerer, Freie Wähler). Die Flüchtlinge seien weit von der Nahversorgung, den Schulen und Ärzten entfernt. „Wir fürchten Gettoisierung statt guter Integration“, so Mathiasch.

SPD-Bezirksbeirat Werner Kapitza und Alfred Küstler (SÖS) sprachen sich für die von der Stadt vorgeschlagene Lösung aus. „Es geht um die zügige Unterbringung von Menschen. Auch wir müssen uns beteiligen. Untertürkheim hat keinen besseren Standort als den in der Württembergstraße.“

Von Bürgern war eine Fläche in der Augsburger Straße - gegenüber dem Bauhaus - und an der Hafenbahnstraße vorgeschlagen. Beide hat die Stadt geprüft. Gegen sie spricht, dass sie in Privatbesitz sind und die Fläche Augsburger Straße zudem ohne Bebauungsplan ist.

Mit sieben zu zwei Stimmen lehnten die Bezirksbeiräte den Standort ab und baten Alternativen zu prüfen. Untertürkheim ist damit der einzige von elf Stadtbezirken, der nicht zustimmt. Der Gemeinderat wird heute die zehn anderen Standorte beschließen. Die Entscheidung über die Württembergstraße wird zwei Wochen vertagt.

"Interkulturelle Brückenbauerinnen und Brückenbauer in Untertürkheim"
Projekt wird am 20.7.2015 vorgestellt

www.stuttgart.de -13.07.2015 - Bildung - Die lokalen Bildungsakteure am Modellstandort Untertürkheim der Bildungsregion Stuttgart haben das Projekt "Interkulturelle Brückenbauerinnen und Brückenbauer" entwickelt.

Es wird am Montag, 20. Juli, um 14 Uhr im Bezirksamt Untertürkheim vorgestellt . Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel wird ein Grußwort halten.

Programmvorstellung und Fragerunde

Integrationsbeauftragter Gari Pavkovic, Theoklis Chimonidis vom Städtischen Elternseminar, Stefanie Ender von der Abteilung Bildungspartnerschaft der Stadt und zuständig für die Umsetzung der Bildungsregion, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen aus dem Stadtteil werden das Programm vorstellen und Fragen beantworten. Anwesend sein werden Nicole Lohbeck und Sayima Ergün-Pick vom Städtischen Elternseminar, die das Projekt vor Ort koordinieren, sowie angehende interkulturelle Brückenbauer und Brückenbauerinnen.

Unterstützung bei Erziehungs- und Bildungsfragen

Die Aufgabe der Interkulturellen Brückenbauerinnen und Brückenbauer ist es, Fachkräfte in Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Eltern mehrsprachig, kultursensibel und alltagsbezogen bei der Klärung von Erziehungs- und Bildungsfragen zu unterstützen. Ebenso begleiten sie neu zugezogene Familien bei ihrer Orientierung im Stadtteil. Sie bauen "interkulturelle Brücken" bei kulturell bedingten Verständigungsschwierigkeiten zwischen Einrichtungen, Ämtern, Ärzten, Familien und vielem mehr.

Mehr Orientierung im deutschen Bildungssystem

In Untertürkheim ist der Arbeitskreis Kinder, Jugend und Familie das Gremium, in dem sich regelmäßig die örtlichen Bildungsakteure treffen. Dort und bei einer gemeinsamen Bildungswerkstatt entstand die Projektidee. Von den pädagogischen Fachkräften der Kindertageseinrichtungen, der Jugendeinrichtungen sowie der Schulen wurde der Bedarf beschrieben, einen unmittelbaren Zugang zu Familien aufzubauen, die im Erziehungsalltag Unterstützung benötigen, sich mehr Orientierung im deutschen Bildungssystem wünschen oder mangelnde Deutschkenntnisse haben.

Aufgeschlossene und engagierte Menschen gesucht

Als interkulturelle Brückenbauerinnen und Brückenbauer werden aufgeschlossene und engagierte Menschen aus dem Stadtteil, unabhängig von ihrer Herkunft, gesucht, die Interesse an Bildungsthemen haben. Sie sollen kontaktfreudig, Expertinnen und Experten für mindestens zwei Kulturen und gegenüber anderen Kulturen aufgeschlossen sein. Zudem sollen sie den Stadtteil Untertürkheim und seine Möglichkeiten gut kennen. Voraussetzung sind gute Kenntnisse der deutschen Sprache und der Herkunftssprache in Wort und Schrift.

Die Bildungsregion Stuttgart

Das Land Baden-Württemberg fördert seit September 2009 aus Mitteln der Qualitätsoffensive Bildung den landesweiten Aufbau von Bildungsregionen. Für Stuttgart sind die Abteilung Bildungspartnerschaft als Bildungsbüro sowie das städtische Elternseminar für die Umsetzung des Programms zuständig. Modellstandorte sind die Stadtbezirke Nord, Wangen und Untertürkheim sowie der Stadtteil Hallschlag. An den Standorten der Bildungsregion soll modellhaft gezeigt werden, wie lokale Bildungsverbünde gemeinsam dafür Verantwortung übernehmen, dass auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien eine ermutigende Bildungsbiografie durchlaufen.

Ansprechpartner beim Städtischen Elternseminar ist Theoklis Chimonidis, Telefon  216-80353, theoklis.chimonidis@stuttgart.de. Ansprechpartnerin bei der Abteilung Bildungspartnerschaft ist Stefanie Ender, Telefon 216-98531, stefanie.ender@stuttgart.de.

Öffentliches Parkdeck an der Post erhalten

UZ 13.7.2015 - OBER-/UNTERTüRKHEIM: Bezirksbeirat Obertürkheim fordert Verzicht auf Verkauf an Aldi-Konzern

(ale) - Der Bezirksbeirat Obertürkheim macht weiter Druck auf die Stadt, um die Ansiedlung eines Aldi-Marktes anstelle des Postgebäudes im Ortskern Untertürkheim zu verhindern. In einem Antrag fordern sie die Verwaltung auf, das öffentliche Parkdeck nicht zu verkaufen. Ansonsten droht die Schließung der Cap-Märkte in beiden Stadtbezirken. Die Folge wäre eine Versorgungswüste in Obertürkheim.

Eigentlich mischen sich Obertürkheims Lokalpolitiker nicht in die Angelegenheiten der Kollegen in den benachbarten Stadtbezirken ein. Aber in diesem Fall machen sie eine Ausnahme. Zu groß ist die Angst davor, dass mit dem neuen großen Discounter in Untertürkheim auch im eigenen Stadtbezirk die Nahversorgung nicht mehr gewährleistet ist. Zu frisch ist die Erinnerung an die Situation vor 15 Jahren, als mit dem Edeka-Laden am Obertürkheimer Markt der letzte Supermarkt schloss. Seit 2004 füllt der Cap-Markt der Markt & Service GmbH, einer Tochtergesellschaft des Caritasverbandes Stuttgart, die Lücke. Das sozial orientierte Unternehmen sorgt nicht nur für die Nahversorgung, sondern bietet auch Menschen mit Behinderung eine Arbeitsstelle. „Mit dem Bau einer Aldi-Filiale im Ortskern Untertürkheim wäre die Existenz des dortigen Cap-Markts nicht mehr möglich. Da beide Märkte aber nur gemeinsam überleben können, stünde somit auch der Standort in Obertürkheim vor dem Aus“, argumentierte Christoph Hofrichter, (SÖS-Linke-Plus) seinen entsprechenden Antrag.

Eine Chance, dies zu verhindern, sieht er darin, das hinter dem Postgebäude liegende Parkdeck nicht an den Discount-Riesen zu veräußern. „Dieses derzeit im Besitz der Stadt befindliche öffentliche Gelände ist eine Voraussetzung für Aldi, die angestrebte Filiale errichten zu können“, will Hofrichter aus Kreisen des Gemeinderats erfahren haben. Da sich die Stadt ohne belegte eigene Interessen nicht in private Immobiliengeschäfte einmischen darf, „sei dies sicher ein aus baurechtlichen Gesichtspunkten möglicher Ansatzpunkt“, stimmte Thomas Rehmet (Grüne) zu. Allerdings müsse man zunächst einmal von der Stadt die genauen Besitzverhältnisse klären lassen, mahnte Peter Aichinger (Freie Wähler).

Sauer stößt den Politikern auch die Aussage der Stadtverwaltung zur Nahversorgung im Stadtbezirk Obertürkheim auf, dass diese auch ohne den Cap-Markt durch die Aldi-Filiale am Ortsrand zu Mettingen weiter gewährleistet sei. „Diese ist mehr als einen Kilometer vom Ortskern entfernt und mit dem derzeitigen Angebot in keiner Weise ein Ersatz für den Cap-Markt mit seinem Vollsortiment“, sind sich Hofrichter und Wolf Wölfel (Freie Wähler) einig. Das sah denn auch die Mehrheit des Bezirksbeirats so und stimmte mit sechs von neun Stimmen für den Antrag.

Flüchtlingsheim: Alternativstandorte ungeeignet

Untertürkheimer Zeitung 11.7.2015 - UNTERTüRKHEIM:

Wirtschaftsausschuss stimmt Flüchtlingsheim in Württembergstraße zu

Welcome
Auf dem Gelände in der Württembergstraße sollen ab Frühjahr drei Systembauten
mit 243 Unterkunftsplätzen aufgestellt werden. Die Meinungsäußerungen zeugen
von Zustimmung und Ablehnung der Bürger. Foto: Schimpf

Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses waren sich gestern der Dimension ihrer Entscheidung bewusst: Mit ihrem mehrheitlichen „Ja“ zu elf neuen, über die Stadt verteilten Standorten für Unterkünfte, schaffen sie 2238 Plätze für Flüchtlinge. In der Württembergstraße sind drei Systembauten mit 243 Plätzen vorgesehen. Von Bürgern vorgeschlagene Alternativstandorte hat die Stadt geprüft und verworfen. Sie sind ungeeignet.

Von Mathias Kuhn

Stuttgarts erster Bürgermeister sprach zu Beginn der Ausschusssitzung Klartext: „Bis Ende 2016 muss die Stadt 4000 neue Plätze für Flüchtlinge schaffen. Eine riesige Herausforderung, zumal der Zeitdruck enorm ist“, erklärt Michael Föll. Damit die Flüchtlinge nicht in Turnhallen oder Bürgerhäusern untergebracht werden müssen, haben sich das Liegenschafts- und Sozialamt zum vierten Mal auf die Suche nach geeigneten Flächen begeben, auf denen Systembauten aufgestellt werden können. Sie sind fündig geworden. Elf neue Standorte konnten die Experten vorstellen - über das Stadtgebiet verteilt. Nur in Obertürkheim und Münster konnten bislang keine geeigneten Grundstücke ausgewiesen werden. Zu den knapp 2300 Plätzen aus den Tranchen 1 bis 3 kommen nun in der vierten Tranche weitere 2238 Plätze hinzu.

Auch in Untertürkheim ist eine Unterkunft vorgesehen. In der Württembergstraße zwischen Blumen Ellinger und TBU sollen drei Systembauten aufgestellt werden. Die Fläche war für die geplante, aber nicht mehr benotwendige Friedhofserweiterung reserviert. „Ein Teil liegt im Landschaftsschutzgebiet,“, bestätigte Föll. Gegner hatten dieses Argument in Protestbriefen angeführt. „Eine Ausnahmegenehmigung ist allerdings möglich, da das Grundstück planungsrechtlich als Erweiterungsfläche und nicht als landwirtschaftlich genutztes Gebiet oder als Natur ausgewiesen ist“, so Föll.

Auch zu den Vorwürfen einiger Briefeschreiber, dass die Bauten in Sichtweite der Grabkapelle nicht angemessen wären und Touristen abschrecken werden, bezog Föll mit klaren Worten Stellung: „Es ist nicht die Haltung und Politik der Landeshauptstadt, die Flüchtlinge in Hinterhöfen zu verstecken“, ärgerte sich der Erste Bürgermeister und erntete den Applaus der großen Mehrheit der Stadträte. Mit den Systembauten werde die Stadt zwar keinen Architektenwettbewerb gewinnen. Sie hinterlassen aber einen ordentlichen Eindruck. „Manche Hütten in der Landschaft sehen scheußlicher aus“, so Föll.

Dennoch hat die Stadtverwaltung die von Bürgern vorgeschlagenen Alternativstandorte geprüft. Immer wieder werden zwei Grundstücke an der Augsburger Straße gegenüber dem Kaufland ins Feld geführt. „Beide sind in Privateigentum. Die Besitzer wollen sie hochwertiger Nutzung zuführen. Ein Teilstück ist zudem als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen“, erklärte Axel Wolf vom Liegenschaftsamt der Stadt. Bürger hatten zudem das Arbeiterbildungszentrum, das Eszet- und Vielhauer-Gebäude vorgeschlagen. „Sie sind bereits gut genutzt und deswegen ungeeignet“, so Wolf. Nach Diskussionen um weitere Standorte stimmten die Stadträte mit 16 Stimmen - bei einer Ablehnung - der Vorlage zu. In den meisten Bezirksbeiräten wurden die Pläne bereits vorgestellt und akzeptiert. Untertürkheim diskutiert am Dienstag über den Standort.

Die Stadträte sind sich allerdings bewusst, dass der vierten weitere Tranchen folgen werden. „Es wird immer schwieriger werden. Es ist aber nicht nur unsere gesetzliche, sondern auch unsere humanitäre Aufgabe, die Flüchtlinge gut unterzubringen“, erklärte Föll - im Konsens mit der überwiegenden Gemeinderatsmehrheit.

Masterplan für Ortsentwicklung Untertürkheims

UZ 11.7.2015 - UNTERTüRKHEIM: IHGV-Vertreter beim Meinungsaustausch mit OB Fritz Kuhn

  Masterplan
Zu Gast bei OB Kuhn: Klaus Drechsel, Dagmar Wenzel, Christine und
Karl-Hans Keinath sowie Markus Krautter. (von links) Foto: Stadt Stuttgart

(mk) - Im Vorfeld der Bürgerversammlung in Untertürkheim (27.7.2015) hat Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn Vertreter des Industrie-, Handels- und Gewerbevereins (IHGV) Untertürkheim zu einem Gespräch eingeladen. IHGV und Stadtverwaltung haben sich darauf verständigt, im Herbst gemeinsame Eckpunkte eines Masterplans für Untertürkheim zu bestimmen.

Markus Krautter, der Vorsitzende des IHGV, und seine Mitstreiter sehen seit Mittwochabend zuversichtlicher in die Zukunft. Seit Jahren versucht der IHGV bei Verantwortlichen der Stadtverwaltung, Gehör für die Anliegen des Stadtbezirks zu finden. Meist ohne großen Erfolg. Insofern war der Termin mit OB Kuhn ein erster Schritt.

Der Oberbürgermeister lädt mehrfach im Jahr zu Bürgerversammlungen in den Stadtbezirken ein. Die kommende ist am 27. Juli, 19 Uhr in der Sängerhalle Untertürkheim. Kuhn liegt daran, gerade vor Bürgerversammlungen über die aktuellen Themen im Stadtbezirk informiert zu sein. Das Gespräch mit den vier IHGV-Vertretern, Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel und Vertretern der Fachverwaltung bot beste Gelegenheit dazu.

Der IHGV Untertürkheim engagiert sich seit Jahren für ein attraktives Untertürkheim und hat zahlreiche Bürgeranliegen gesammelt. Karl-Hans Keinath stellte nochmals kurz die Wünsche - auch nach einem Stadtentwicklungsplan - für den Stadtbezirk dar. Im Gespräch ging es allen Beteiligten darum, wie Untertürkheim als liebenswerter Ort bewahrt werden kann und wie die großen Potenziale aus der Verbindung von Weinbau und Industrie besser herausgehoben werden können. Der IHGV und die Verwaltung haben sich darauf verständigt, im Herbst mit den Ergebnissen der kommenden Bürgerversammlung in einem weiteren Termin gemeinsame Eckpunkte eines sogenannten Masterplans für Untertürkheim zu bestimmen, und weitere Gruppen in diesen Zukunftsprozess mit einzubeziehen.

Fragen für die Bürgerversammlung können noch bis morgen 12.7.2015 im Beteiligungsportal der Landeshauptstadt eingestellt werden: www.stuttgart-meine-stadt.de.
Die Fragen werden auch auf dem Portal beantwortet.

Di 14.7.2015 - 18:30 Uhr - Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim

Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim

am Dienstag, 14. Juli, 18:30 Uhr in der Mensa der Wilhelmsschule, Oberstdorfer Str. 23, Untertürkheim

    • 1. Anfragen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtbezirk
    • 2. Flüchtlingsunterbringung in Untertürkheim am Standort Württembergstraße
      Referenten: Frau Schuch (SWSG), Herr Gerstenberger (Sozialamt)
    • 3. Vorstellung des Wirtemberg-Gymnasiums durch Herrn Oberstudiendirektor Bizer
      Bezug: Antrag der SPD-Bezirksbeiratsfraktion vom 08.06.2015 für eine Gemeinschaftsschule an der Steinenbergschule in Hedelfingen.
    • 4. Vorstellung der Stadtteilmanagerin Frau Mareike Merx
    • 5. Bekanntgaben
    • 6. Anträge, Anfragen und Anregungen

16.7.2015 - Eröffnung des Spielplatzes "Am Alten Friedhof" und der Außenanlage
der Kindertagesstätte Großglocknerstraße in Untertürkheim

AF Plan
www.stuttgart.de - 9.7.2015 - Der Amtsleiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes, Volker Schirner, eröffnet zusammen mit Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel, der Einrichtungsleiterin der Kindertagesstätte Großglocknerstraße, Ina Küster, und dem Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, Thomas Hanisch, am Donnerstag, 16. Juli, um 14 Uhr den neu umgestalteten Spielplatz "Am Alten Friedhof" sowie die Außenanlage der Kindertagesstätte Großglocknerstraße 49.

Beide Bereiche ergänzen sich und fügen sich zu einem Ort mit vielen Angeboten für Kinder mitten in Untertürkheim zusammen.

Neubau der Kita und Sanierung Spielplatz "Am Alten Friedhof"

Für den Neubau der benachbarten Kindertageseinrichtung in der Großglocknerstraße wurde eine zirka 300 Quadratmeter große Teilfläche des bestehenden Spielplatzes als Außenfläche für die Tageseinrichtung abgegeben. Als Ausgleich für den Abbau der Spielgeräte und die Verkleinerung der Fläche des öffentlichen Spielplatzes wurde der Spielplatz "Am Alten Friedhof" saniert.

SP
Neuer Spielplatz im Alten Friedhof - Foto: Enslin

Container-Kapazitäten im Hafen ausbauen

UZ 2.7.2015 -WANGEN: Containerterminal im Hafen wird erweitert

(mk) - Er ist 58 Jahre alt und die wichtigste Logistikdrehscheibe in der Region - Stuttgarts Neckarhafen.
3,64 Mio Tonnen pro Jahr werden dort umgeschlagen. Die Containerschifffahrt trägt einen großen Teil dazu bei. Deswegen lässt die Hafengesellschaft das Containerterminal erweitern. Weitere Baustellen sprechen für den Aufwind, in dem Stuttgarts Hafen sich befindet.

Eigentlich ist in Stuttgarts Hafen seit Jahren jeder Quadratmeter genutzt, wird als Umschlagplatz oder Produktionsfläche benötigt. Deswegen fällt die Freifläche am Ostkai auf. Vor wenigen Wochen stand dort noch eine Halle. Sie wurde abgerissen, musste Platz für die Erweiterung des Stuttgarter Containerterminals machen. Es ist bereits die zweite Vergrößerung seit Inbetriebnahme der Anlage vor knapp 20 Jahren. Was Mitte der 90er-Jahre als mutiges Experiment begann, hat sich zum Erfolgskonzept entwickelt. Die Aufnahme eines Linienschiffsverkehrs, mit dem regelmäßig Güter in Containern von Stuttgart nach Rotterdam und Antwerpen - und umgekehrt - transportiert werden können. Viele Unternehmen in der Region nutzen heute selbstverständlich die Chance, ihre Erzeugnisse in Containern per Binnenschiff oder Zug an die Seehäfen zu verschicken.

„Das Containerterminal platzt aus allen Nähten. Wir müssen ausbauen“, erklärte Hafenchef Carsten Strähle. Der Abriss der alten Halle war eine Zwischenetappe der geplanten Erweiterung. Zwischen der neuen Freifläche und dem bestehenden Containerterminal steht noch eine Halle. Sie wird auch noch weichen und dem Containerterminal zugeschlagen. Auf dem dann bis 2017 erweiterten Standort wird ein weiterer Verladekran aufgestellt werden. „Zudem haben wir künftig die Möglichkeit, dass mehrere Containerschiffe hintereinanderliegen und ein über 500 Meter langer Container-Zug am Kai aufgestellt werden können.

Es ist nicht die einzige Baustelle im Neckarhafen. Vieles ist im Fluss befindlich: Am Westkai - an der B 10-Ausfahrt Hedelfingen - ersetzt Rhenus eine alte Lagerhalle durch einen energieeffizienten Neubau. Es entstehen 13 000 Quadratmeter hochwertige Lagerflächen mit Gleisanschluss. Der Neubau soll Ende des Jahres fertiggestellt werden. Rhenus ist ein Teil der Hafengeschichte. Das Unternehmen ist seit 1958 Hafenanlieger und hat den Erfolg des Hafens mitbegründet. Das Urgestein ist der größte Anlieger und hat seine Infrastruktur an die Entwicklung angepasst und weiterentwickelt. Nun folgt der nächste Schritt.

Spatenstich für erweitertes Paul-Collmer-HeimCollmerheim

UZ 29.06.2015 - LUGINSLAND: Für eine Summe von 11,9 Millionen Euro investiert die Evangelische Heimstiftung am Standort - Schaffung von 30 neuen Wohnungen

Am Samstag war wortwörtlicher Stichtag für den Erweiterungsbau des Paul-Collmer-Heims. Mit vielen Schaufeln erfolgte am Morgen der Spatenstich für das Bauprojekt. Insgesamt rund 11,9 Millionen Euro investiert die Evangelische Heimstiftung in den Anbau mit 20 Einzelzimmern und einen Neubau mit 30 Betreuten Wohnungen. Die Verantwortlichen hoffen nun auf eine schnelle Bauphase. - Von Nathalie Beier -

Das Paul-Collmer-Heim will neue Heimat schaffen: Auf dem Platz, wo früher Autos parkten, entsteht ein neues Reich für Senioren. An der Ecke Barbarossa-/Bertramstraße wird ein Neubau errichtet. Er soll Platz für 30 Eigentumswohnungen bieten. Auf vier Stockwerke werden die Appartements dann verteilt, in die Senioren im Rahmen von Betreutem Wohnen einziehen können.

Nachdem die Verantwortlichen sieben Jahre lang auf die Verwirklichung der Baupläne warten mussten, war der Spatenstich am Wochenende der Startschuss für das Projekt. Für eine Summe von insgesamt 11,9 Millionen Euro entstehen die neuen Gebäude. Bis Ende des Jahres 2017 sollen, so der Plan, die ersten Appartements bezogen werden können.

„Darauf freuen wir uns bereits jetzt“, sagte Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung. „Dann finden die zukünftigen Bewohner auch einen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und ihr Leben entspannt genießen können.“ Durch das Konzept des betreuten Wohnens können haben die zukünftigen Bewohner die schöne Qual der Wahl: Entweder sie beziehen eine Zwei-Zimmer-Wohnung oder eine mit bis zu 3,5 Zimmern, die mehr als 110 Quadratmeter Fläche hat. Jede Wohnung bietet über einen Balkon oder eine Terrasse einen weiten Blick über Luginsland. „Angepasst an ihr Bewohner werden die Appartements natürlich auch senioren- und behindertengerecht ausgestattet“, sagte Hauptgeschäftsführer Schneider. Moderner Hausruf, Videokommunikation, ferngesteuerte Rollläden. All das gehört zu den sogenannten „Aldadien“: Das steht für Alltagsunterstützende Assistenzsyyteme mit Dienstleistungen. Dadurch soll den Bewohnern ein sicheres, selbstständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter geboten werden. Profitieren werden die Bewohner vor allem von der nahe gelegenen Pflegeeinrichtung: Zu Fuß ist es nicht weit bis zum Paul-Collmer-Heim. Auch die Pfleger brauchen keinen langen Weg auf sich zu nehmen, um die neuen Bewohner zu versorgen.

„Eine ideale Lösung“, findet Schneider. Nach vielen Jahren des Verhandelns und Planens sei er nun stolz, dass am Samstag „endlich der Spatenstich für dieses große Projekt am Paul-Collmer-Heim gefeiert werden kann“. Beim feierlichen Festakt war er nicht der einzige, der sich über den Baubeginn freute: Auch Pfarrer Reinhard Mayr von der Evangelischen Gartenstadtkirche sprach geistliche Worte. Die stellvertretende Bezirksvorsteherin Yvonne Hummel sprach von „einer großen Investition in die Zukunft“. Mit einer Gesamtsumme von 11,9 Millionen Euro bekommt das Bauprojekt ein besonderes Gewicht.

Neben den 30 Betreuten Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 2300 Quadratmetern werden noch 20 Einzelzimmer gebaut. „Mit diesem Großprojekt macht die Evangelische Heimstiftung das Paul-Collmer-Heim zukunftsfähig und leistet mit der Investition einen wichtigen Beitrag zur sozialen Infrastruktur in Untertürkheim“, so Schneider.

Luginslandschule in Stuttgart
Eine Schule löst den Streit um Mischklassen

STGT-Zeitung - Inge Jacobs 29. Juni 2015

Stuttgart - Funktioniert das, wenn Halbtagsschüler und Ganztagsschüler in einer Klasse sind? Darüber ist Streit entbrannt. Die Stadt sieht ihr hochwertiges Ganztagsmodell in Gefahr, lehnt Mischklassen ab und wartet auf Antwort von Kultusminister Andreas Stoch (SPD). Die CDU-Fraktion im Gemeinderat spricht von einem Sparmodell und sieht die Schüler als Leidtragende. Das Staatliche Schulamt bewertet Mischklassen hingegen als gute Möglichkeit, Eltern für den Ganztag zu gewinnen. Wie das in der Praxis aussehen könnte, zeigt die Luginslandschule. Sie hat mit einem ausgetüftelten Konzept den Zorn der Eltern gebändigt.    >> weiter >>

Freundeskreis will Flüchtlingen helfen

UZ 1.7.2015 -UNTERTüRKHEIM:
Geplante Unterkunft im Gehrenwald stellt Ehrenamtliche vor neue Herausforderungen

(mk) - Als vor drei Jahren 18 Flüchtlinge, deren Unterkunft durch einen Brand zerstört worden war, in der Strümpfelbacher Straße einquartiert wurden, gründeten einige Bürger den Freundeskreis Flüchtlinge. Der sieht sich angesichts des geplanten Flüchtlingsheims im Gehrenwald vor neuen Herausforderungen. „Wir sind bereit, am Aufbau einer leistungsstarken Hilfestruktur mitzuwirken“, sagt Gerhard Schimpf.

In einer Nacht- und Nebelaktion musste die Stadtverwaltung vor drei Jahren interimsweise 18 Flüchtlinge im städtischen Gebäude in der Strümpfelbacher Straße unterbringen. Ihre Unterkunft in Heumaden war nach einem Brand unbewohnbar geworden. Durch die schlechten Verhältnisse in der provisorischen Unterkunft aufgeschreckt, taten sich einige Untertürkheimer zusammen. Sie machten es sich zur Aufgabe, den Flüchtlingen zu helfen. „Bis zur Schließung der Interimsunterkunft Anfang 2014 war dieser Freundeskreis aktiv, leistete Hilfe, wo dies möglich war, und unterstützte die nur stundenweise vor Ort befindlichen Sozialarbeitern bei der Betreuung“, erklärt Schimpf als Sprecher des Freundeskreises. Die Aktiven, zu denen auch die ehemalige Stadträtin Ulrike Küstler, der langjährige Bezirksbeirat Klaus Hecht und der Bürgervereinsvorsitzende Klaus Enslin gehören, haben sich den Standort der geplanten Flüchtlingsunterkunft im Gehrenwald angeschaut. Drei Systembauten sollen dort vermutlich aufgestellt werden, in denen ab dem kommenden Frühjahr 243 Flüchtlinge untergebracht werden können. Deshalb habe der Freundeskreises beschlossen, im Vorfeld der vom Gemeinderat am 16. Juli zu treffenden Entscheidung ihren Ruhe- und Wartezustand zu beenden. In der Sitzung des Bezirksbeirats würden die Mitglieder formell ihre Bereitschaft bekunden, am Aufbau einer sehr viel leistungsstärkeren Hilfe- und Willkommensstruktur, die nun erforderlich ist, mitzuwirken.

„Uns ist bekannt, dass der vorgeschlagene Standort in der Württembergstraße nahe bei den Sportanlagen des TBU und dem Landschaftsschutzgebiet von zahlreichen Mitbewohnern kritisch gesehen wird. Auch wir halten ihn, vor allem wegen der weiten Wege zu den Einkaufsstätten und Schulen, nicht für optimal.“ Wenn allerdings die Stadtverwaltung angesichts der Dringlichkeit keine alternativen Standorte kurzfristig verfügbar machen könne, werde es eine der vom Freundeskreis zu erbringende Hilfeleistung sein, diese Standortnachteile für die Flüchtlinge zu minimieren. „Die Nähe zu den Sportanlagen kann es bei tatkräftiger Mitarbeit von ehrenamtlichen Betreuern erleichtern, diesen Teil der in anderen Stadtbezirken erprobten Betreuung von Kindern oder von Fußballfreunden zu realisieren“, sagt Schimpf.

Bürger, die ehrenamtlich mithelfen wollen, können sich an Schimpf, Telefonnummer 33 55 98, wenden oder sich auf der Internetseite www.freundeskreis-fluechtlinge-uth.de über die Arbeit informieren und Kontakt aufnehmen.

Interessenten können sich melden bei
Gerhard Schimpf, Tel. 335598 , Email: gerd.schimpf@onlinehome.de
und sich über die Internetseite -
www.freundeskreis-fluechtlinge-uth.de informieren.

Anwohner klagen gegen neues Flüchtlingsheim

UZ 27.6.2015 - UNTERTüRKHEIM: Bürgerinitiative sieht rechtliche Bedenken beim Landschaftsschutz - „Touristische Attraktion würde zerstört“

Gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Württembergstraße formiert sich massiver Widerstand. Anwohner haben eine Bürgerinitiative gegründet und planen rechtliche Schritte, wenn nötig sogar eine Klage. Kritik entzündet sich nicht nur an der aus ihrer Sicht bewusst kurz gehaltenen Planungsphase der Stadt, um aufkommende Gegenstimmen im Keim zu ersticken, als vielmehr an einer fragwürdigen Bebauung des Landschaftsschutzgebietes. „Die Weinberge in Richtung Rotenberg mit Blick auf die Grabkapelle sind eine der touristischen Hauptattraktionen in Stuttgart. Diese würde zerstört“, so der Tenor.

Von Alexander Müller

Ort
Anwohner hegen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der geplanten Flüchtlingsunterkunft an der Württembergstraße.
Foto: Enslin

„Es ist unglaublich. Wir müssen jahrelang kämpfen, um eine Kleinigkeit am Haus verändern zu dürfen, während die Stadt nun einfach drei mehrstöckige Gebäude mitten in das Landschaftsschutzgebiet stellt“, ärgert sich Sabine Fuchslocher. Kritik regt sich vor allem an der „stillen und heimlichen Art und Weise“. Die Stadt spreche immer von Bürgernähe und Bürgerbeteiligung und nun werde man vor vollendete Tatsachen gestellt. „Wir fühlen uns verschaukelt“, ergänzt Sandra Hertneck, die unmittelbar gegenüber wohnt. Deshalb hat sich nun eine Bürgerinitiative der circa 40 Anwohner auf den Aussiedlerhöfen an der Württembergstraße sowie weiteren Bürgern aus Rotenberg und dem Wohngebiet im Gehrenwald gegründet.

Aufgrund der steigenden Zahl der Flüchtlinge, die die Stadt Stuttgart zugewiesen bekommt, soll in der mittlerweile vierten Tranche unterhalb der TBU-Sportanlagen an der Württembergstraße eine von zehn neuen Flüchtlingsunterkünften in Stuttgart entstehen. Bis spätestens Ende 2016 sollen in den drei Systembauten 243 Flüchtlinge untergebracht werden.

Vor allem an der Rechtmäßigkeit der Aussagen der Stadt, dass der Bereich nicht mehr im Landschaftsschutzgebiet liege, da die Fläche vor Jahren für die geplante Friedhofserweiterung vorgesehen war, hegen die Anwohner Zweifel. Erst vor wenigen Monaten habe Rosemarie Hoffmann den städtischen Ämtern eine Fläche für einen Parkplatz angeboten, um das Verkehrschaos am Wochenende in Rotenberg zu entzerren. „Da wurde mir gesagt, das sei nicht möglich, weil sich dieses im Landschaftsschutzgebiet befinde.“ Aber aus Sicht der Anwohner würden solche Regelungen anscheinend für die Stadt nicht gelten. Daher „werden wir nun einen Anwalt einschalten und dies überprüfen lassen. Wenn nötig werden wir die rechtlichen Schritte einleiten“, sagt Klaus Fischer.

Schließlich befände sich auf dem Areal auch eine Reihe von Trockenmauern, „in denen geschützte Tierarten wie Eidechsen leben“, betont Eckhard Sieb. In seinem direkt angrenzenden Gartengrundstück müsse er daher wie viele seiner Nachbarn auf zahlreiche Auflagen des Umweltamtes achten. „Aber wer übernimmt die Kontrolle der Stadt?“

Viel schwerer wiegt für die Anwohner wie auch für die Wengerter Klaus-Dieter und Michael Warth sowie den Vorstandsvorsitzenden der Weinmanufaktur Untertürkheim, Bernd Munk, die Zerstörung der kulturästhetischen Weinberglandschaft mit Blick auf die Grabkapelle auf dem Württemberg. Es müsse doch einen Bestandsschutz für die Umgebung des Ursprungs des Bundeslandes geben. „Es ist einer der wenigen Anziehungspunkte für Touristen. Die Grabkapelle und eben die Umgebung mit den Weinbergen ist das siebtbeliebteste Ausflugsziel in Stuttgart“, sagt Michael Warth. „Und das letzte Idyll in Untertürkheim.“

Zwar wisse man um die Zwänge der Stadt hinsichtlich der Unterbringung der großen Anzahl von Flüchtlingen, aber in Untertürkheim gebe es sicher bessere Plätze, wie etwa an der Augsburger Straße in Richtung Obertürkheim oder an der Dietbachstraße. „Zumal die Anbindung an die Nahversorgung und das gesellschaftliche Leben sehr viel besser wäre als mitten im Grünen“, ist der Organisator der Bürgerinitiative, Wulf Bayha, überzeugt. „Im Sinne der geforderten Integration.“

 

Kindergarten In Rotenberg muss schließenMUSEUM

UZ 24.06.2015 - ROTENBERG:
Zu wenige Anmeldungen - Elterninitiative will Einrichtung als privater Träger weiterführen

Kindermangel herrscht in Rotenberg nicht gerade. Und trotzdem muss der städtische Kindergarten in der Württemberg Straße 312 ab 15. August schließen. Nur noch drei Kinder wären in der Einrichtung angemeldet gewesen. Zu wenige, um den Betrieb weiterzuführen. Um die Betreuung für die Kleinen zu sichern, hat sich jetzt eine Elterninitiative gegründet, die den Kindergarten als privater Träger weiterführen will.

- Von Nathalie Beier -

Der städtische Kindergarten muss schließen. Die Elterninitiative Kindergarten Kapellenzwerge will die Einrichtung als privater Träger weiterführen und dabei auch im ehemaligen Schulhaus bleiben. Foto: Enslin

Dass der Spruch „Aller guten Dinge sind drei“ nicht immer zutrifft, zeigt sich am Beispiel des städtischen Kindergartens. In diesem Fall sind drei Kinder nicht genug, um die Einrichtung weiter zu betreiben. Zu diesem Schluss kam das Jugendamt Stuttgart: „Das fiel uns nicht leicht, aber die Situation war für uns so nicht mehr tragbar“, erklärt Heinrich Korn die Entscheidung. Die Gründe dafür sieht der stellvertretende Leiter des Jugendamts zum einen im Personalmangel: „Es gibt so viele offene Stellen im Bereich Erziehung, dass sich die Bewerber selbst entscheiden können, wo sie am liebsten arbeiten möchten.“

Belastender Personalmangel

Dass Rotenberg mit der ungünstigen Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr nicht gerade als Traumziel für Erzieher gilt, kann Korn verstehen. „Durch diesen Personalmangel war vor allem die Kindergartenleitung stark belastet.“

Das wiederum bekamen auch die Eltern der Kindergartenkinder zu spüren. „Das Vertrauen war bei vielen Müttern und Vätern einfach nicht mehr da“, fasst Bettina Stumpf zusammen. Nachdem klar wurde, dass der Kindergarten schließen muss, beschloss die dreifache Mutter mit sechs anderen Eltern, sich dafür einzusetzen, dass der Kindergarten weitergeführt wird. „Kindergarten Kapellenzwerge e.V.“ nennt sich die Elterninitiative. „Wir wollen den Kindergarten als freier Träger weiterführen.“

Bisher waren acht Kinder in der städtischen Einrichtung angemeldet. Davon kommen in diesem Sommer zwei in die Grundschule, und drei weitere wechseln den Kindergarten. Nach Adam Riese würden also nur noch drei Kinder bleiben. „Wir wollen aber trotzdem, dass diese drei versorgt sind.“ Bisher war der Kindergarten für Kinder von drei bis sechs Jahren, die Öffnungszeiten von 8 bis 18.30 Uhr. „Wir wollen die Einrichtung aber schon für Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis sechs Jahre öffnen“, so der Plan von Stumpf. „Bei den Zeiten verkürzen wir von 8 bis 16 Uhr.“
Bei den Rotenbergern kommt das Vorhaben gut an. 15 Anfragen hat die Elterninitiative schon, der Betreuungsbedarf ist da. Ab dem 1. September, spätestens zum 1. Oktober, soll der Betrieb dann weitergehen. „Das ist eine große Aufgabe“, sagt Heinrich Korn zu den Zielen, die sich die Eltern gesetzt haben. „Daher sagt das Jugendamt auch Hut ab und bietet seine Unterstützung an.“ Die Stadt sei auf freie Träger angewiesen. Immerhin sind mehr als die Hälfte aller Kindergärten und Kindertagesstätten nicht in städtischer Hand. „Beide Seiten profitieren davon.“ Denn da der Kapellenzwerge-Kindergarten direkt von Eltern geleitet werden soll, würden die Bedürfnisse der Kinder „denkbar ideal erfüllt“, so Korns Hoffnung.

In seiner gesamten Zeit beim Jugendamt „habe ich es noch nie erlebt, dass eine städtische Einrichtung schließen musste“. Das könne jetzt aber auch eine neue Chance sein: „In einer privaten Trägerschaft sind die Eltern sowohl Kunde als auch Anbieter.“ Eltern wüssten am besten, was ihre Kinder bräuchten. „Die Einrichtung muss jetzt auch bedarfsgerecht umgewandelt werden.“ Dabei ist die grundlegende Frage, ob der Kindergarten im ehemaligen Schulhaus in Rotenberg bleiben kann.

„Das Jugendamt wird zusammen mit der Elterninitiative auf das Liegenschaftsamt zugehen“, so Korn. Er sei „zuversichtlich“, auch wenn noch eine Menge Arbeit anliege. Immerhin „ist das Gebäude alt, Fragen bezüglich des Brandschutzes, Arbeitsschutzes oder der Barrierefreiheit müssen geklärt werden. Doch gemeinsam werden wir sicher eine Lösung finden, damit die Kleinen ihren Kindergarten behalten“.

Wer sich für die Elterninitiative Kindergarten Kapellenzwerge interessiert, kann sich bei Bettina Stumpf unter der folgenden Mail-Adresse melden: bettinastumpf@t-online.de.

36. Feuerwehr-Hocketse Untertürkheim - Sa 27.6.+ So 28.6.2015 FW 2015

Einladung zur

36. Feuerwehr-Hocketse Untertürkheim

Sa 27.6.+ So 28.6.2015
in der Silvrettastraße


Beginn am Samstag ab 14 Uhr
Beginn am Sonntag ab 11 Uhr
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Am Samstag ab 16 Uhr
spielt die Partyband „SchlagerCafe“
http://www.schlagercafe.com/ 


Am Sonntag ab 11 Uhr
spielt der Musikverein Untertürkheim

um 15 Uhr zeigt die Jugendfeuerwehr in der Wilhelmsschule ihr Können

Leckere Speisen vom Grill – am Sonntag zusätzlich knusprige  Hähnchen

Das Cafe Florian im 1. Stock ist je ab 14 Uhr geöffnet.


SchlagerCafe

Weinkönigin Stefanie Schwarz - Aus dem Weinberg ins FernsehenSchwarz

UNTERTüRKHEIM: UZ 23.6.2015 - Die amtierende Württemberger Weinkönigin Stefanie Schwarz wird vom SWR porträtiert

Königinnen schreiten über rote Teppiche, tragen den passenden Nagellack zum Galakleid und winken locker aus dem Handgelenk. Nicht so Weinköniginnen wie die amtierende Württemberger Weinhoheit Stefanie Schwarz. In Arbeitsschuhen und Funktionshose packt sie im elterlichen Weingut Schwarz mit an. Um ihren Elan zu dokumentieren, heftet sich das SWR-Fernsehen derzeit an ihre Fersen. Für die Bewerbung zur Deutschen Weinkönigin wird seit gestern ein Porträt über die 25-Jährige gedreht.

- Von Nathalie Beier -

Statt Blazer und Bleistiftrock hat sich Stefanie Schwarz zu ihrem „Bewerbungsgespräch“ einen schwarzen Pulli und eine schwarz-graue Arbeitshose angezogen. Statt Lippenstift und Lidschatten ist der einzige Farbtupfer der pinke Streifen auf ihren schwarzen Sneakern. Ein wenig Mascara, mehr braucht die hübsche Jungwinzerin nicht. Die Württemberger Weinkönigin besticht durch natürliche Eleganz - und Authentizität. „Ich will so sein, wie ich bin und keine aufgesetzte Rolle spielen.“

Für die Bewerbung zur Deutschen Weinkönigin dreht ein SWR-Fernsehteam aus Mainz ein kleines Porträt über die 25-Jährige. In einer Minute und 50 Sekunden will Produzent Wolfgang Junglas die Persönlichkeit der Untertürkheimerin einfangen. Der Kurzfilm soll der 70-köpfigen Jury einen Eindruck über die Arbeit, das Wesen und die Kompetenz von Schwarz verschaffen. Auch die elf anderen Konkurrentinnen drehen ein solches Porträt. Die finale Wahl der Deutschen Weinköngin ist am 25. September in Neustadt an der Weinstraße. Eine Krone hat sie sich schon im November letzten Jahres geholt, jetzt greift die 25-Jährige nach der zweiten. „Die Wahl zur Deutschen Weinkönigin wäre natürlich das Sahnehäubchen.“ Dafür ließ sich die junge Frau gestern und heute bei der Arbeit in den elterlichen Weinbergen filmen, angefangen bei der Feldscheuer, wo sie vor der Kamera ihre Runden im Unimog drehte. „Motor an!“, rief ihr Produzent Junglas zu. Zehn Sekunden später hieß es wieder „Motor aus!“. Immer wieder mussten die Dreharbeiten wegen Hunden und Herrchen unterbrochen werden. Schwarz nahm es mit Humor: „Vor der Kamera zu stehen ist zwar eine ganz neue Erfahrung für mich, dafür aber eine sehr schöne.“ Lampenfieber? Keine Spur, zumindest lässt sie es sich nicht anmerken. Weder vor noch hinter der Kamera. Seit sie als Württemberger Weinkönigin in offizieller Funktion unterwegs ist, hat sie die Scheu vor öffentlichen Auftritten abgelegt. „Da wächst man rein“, wie in die Gummistiefel, mit denen sie seit Kindesbeinen an in den Weinbergen mithilft.

Könnte sie sich einen anderen Job vorstellen? Nein, kann die Antwort auf die Frage nur lauten, die ihr beim anschließenden Interview vor der Kamera an der Grabkapelle gestellt wird. Andere Bilder, die gestern eingefangen wurden, boten sich im Weingut Schwarz in der Ötztaler Straße oder ganz privat: „Auch beim Zumba-Tanzen oder Klavierspielen begleitet mich das Kamerateam.“

Wie ihre Chancen für die Wahl stehen, kann Stefanie Schwarz noch nicht einschätzen: „Aber ich werde mein Bestes geben, um durch mein Fachwissen und Charme und Offenheit zu überzeugen.“ Einen weiteren Titel hat sie dann auch in der Tasche: Den Abschluss in internationaler Weinwirtschaft, den sie in Geisenheim macht. „In drei Wochen sind die Abschlussprüfungen.“

Sollte sie die Krone gewinnen, müsste sie ihre Arbeit im Weingut erst einmal für ein Jahr auf Eis legen. 250 Termine stehen im Kalender einer Deutschen Weinkönigin. Reisen nach Moskau, Warschau, Tokio und andere interessante Städte gehören zu den Privilegien des Titels. „Andere Länder, andere Weine. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt.“

Das Porträt wird am 20. September 2015 um 16 Uhr im SWR Fernsehen gezeigt. Das Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin wird am 25. September 2015 um 20.15 Uhr live im SWR übertragen.

RotweinnachtSamstag, 20. Juni 2015: >> 10. RotweinNacht <<
von 17 - 22:30 Uhr in der Widdersteinstraße in Uth.

Bereits zum zehnten Mal begeistert Untertürkheim in diesem Jahr seine Bewohner und Besucher mit der stimmungsvollen RotweinNacht. Die direkt in der Ortsmitte gelegene Widdersteinstraße verwandelt sich dabei in Stuttgarts längste Weintafel. An von Kerzenschein feierlich erleuchteten Tafeln bieten die engagierten und renommierten Weinbauern aus Untertürkheim und Rotenberg ihre besten Weine zum Verkosten an: Traditionelle wie außergewöhnliche Rot- und auch einige Weißweine können Sie verkosten. Seien Sie Gast und schließen Sie in einer lauen Sommernacht Freundschaft mit den exquisiten Weinen und dem charmanten Weinort Untertürkheim.

POLIZEI-Stgt: Nach Überholmanöver in Hauseingang gefahren - zwei Verletzte

19.06.2015 – 10:34

Stuttgart-Untertürkheim (ots) - Ein 68-Jahre alter Mercedesfahrer hat am Freitagmorgen (19.06.2015) an der Dietbachstraße beim Überholen einen BMW einer 54-Jährigen gestreift, ist nach links von der Fahrbahn abgekommen und in einen Hauseingang gefahren. Hierbei hat er noch einen geparkten Fiat auf einen Mini geschoben.

Die 54-Jährige befuhr gegen 07.50 Uhr die Dietbachstraße in Richtung Untertürkheim und wollte nach links in die Barbarossastraße abbiegen. Der 68-Jährige, der in die gleiche Richtung fuhr, überholte in diesem Moment, streifte den BMW, kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte zunächst auf einen geparkten Fiat, der durch die Wucht des Aufpralls auf einen Mini geschoben wurde. Der Mercedes schleuderte weiter, riss teilweise ein Vordach herunter und kam erst im Hauseingang des dortigen Wohnhauses zum Stehen. Der 68-Jährige zog sich schwere, die 54-Jährige leichte Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten die Verletzten in Krankenhäuser. Der Mercedes musste von einem Abschleppdienst geborgen werden. Er war wie der BMW und der Mini nicht mehr fahrbereit. Alle drei Autos wurden abgeschleppt. Das Vordach war einsturzgefährdet und musste von der Feuerwehr abgestützt werden. Die Hauseingangstür wurde total zerstört. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro.

Bezirksbeirat will Discounter im Postgebäude verhindern

UZ 19.6.2015 - UNTERTüRKHEIM: Veränderungssperre soll geplanten Aldi im Postgebäude stoppen

(nab) - Seit im Mai bekannt wurde, dass der Lebensmittel-Discounter Aldi das Postgebäude am Bahnhof kaufen und an dessen Stelle eine neue Filiale bauen will, wird das Thema im Bezirksbeirat heftigst diskutiert. Nun fordern die Lokalpolitiker vom Gemeinderat, eine Veränderungssperre zu beschließen.

„Einen wachsenden Missstand im Einzelhandel“ prognostizierten die Fraktionen dem Stadtbezirk, sollte sich ihre gemeinsame Befürchtung bewahrheiten, dass eine Aldi-Filiale im Ort entsteht. Dass dieses Szenario für die Lokalpolitiker nicht hinnehmbar wäre, wurde in der Bezirksbeiratssitzung am Dienstag spürbar.

Ein plansicherndes Instrument, in das sie ihre Hoffnung setzen, ist die Veränderungssperre. Sie ist ein wirksames Werkzeug von Gemeinden und Städten, um auf einem bestimmten Gebiet, auf dem ein Bauvorhaben durchgeführt werden soll, keine weiteren Baumaßnahmen zu genehmigen. In der Zeit, in der die Sperre gilt, dürfen keine baulichen Umbaumaßnahmen, keine Neubauten und auch keine Abrissarbeiten mehr genehmigt werden. „Das wäre doch die ideale Lösung“, meinte Sabine Reichert-Hebel. Zustimmung kam auch von Werner Feinauer (SPD). „Schließlich ist das ein wichtiges Thema, das nicht nur Untertürkheim betrifft.“

Auch die Nahversorgung durch den Cap-Markt in Obertürkheim wäre durch die Ansiedlung des Discounters gefährdet. „Damit wären wir nicht einverstanden“, sagte Feinauer. Die Veränderungssperre, so Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel, gelte für zwei Jahre. Eine Verlängerung für ein weiteres Jahr sei möglich: „Somit hätte man drei Jahre gewonnen“, fasste Wenzel zusammen. Der Bezirksbeirat sieht also die Notwendigkeit, für das Bahnhofsareal und das Postgebäude einen neuen Bebauungsplan aufstellen zu lassen. Einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss solle der Gemeinderat schnellstmöglich fassen, so die Forderung. Bis dieser Beschluss in Kraft tritt, soll die Veränderungssperre wirksam werden. Außerdem sieht der Bezirksbeirat eine Notwendigkeit darin, ein Stadtteilentwicklungskonzept hinsichtlich der Postfiliale und Nahversorgung zu erstellen. Daher kommt das Stadtentwicklungskonzept auf Position 1 der Maßnahmenliste für den Doppelhaushalt 2016/17.

MäulenfestMäulenstraßenfest am Sa 13.6.2015 von 14-19 Uhr

Mäulenstraßenfest am Sa 13.6.2015 von 14-19 Uhr

in de Mäulenstraße Untertürkheim

im Wallmer am Mäulentreff


 Mi 17.6.2015 - Wenn der Rubel abwärts rollt
Wirtschaftskrise in Russland – Wer erschoss Boris Nemzow?
Moskaus Abschied vom Westen – Wohin steuert die Ukraine?HAUGS


Mittwoch 17.06 2015. | 19.30 Uhr

Stadtteilbibliothek Untertürkheim | Strümpfelbacher Str. 45 |
70327 Stuttgart | Tel.: 0711 / 216-57723

Vortrag und Diskussion mit Roland Haug und szenische Lesung mit Regine Haug, Filmszenen und aktuellem Bildmaterial
Eintritt: EUR 6 | Mitglieder EUR 5 | Karten sind nur im Vorverkauf erhältlich: in der Stadtteilbibliothek und
bei Buch Roth in der Augsburger Str. 360
Eine Veranstaltung des Bürgervereins Untertürkheim e.V. In Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Untertürkheim - Foto: Enslin

Kritik der AfD an Standorten für Flüchtlingsheime

UZ 20.6.2015 -UNTERTüRKHEIM: Gemeinderat wünscht sich mehr Unterkünfte im Bestand als Neubauten auf der grüne Wiese
In Untertürkheim soll an der Württembergstraße eine Flüchtlingsunterkunft mit 243 Plätzen entstehen.
Die bestehenden Pachtverträge für die Flächen werden gekündigt.

Die Stadt steht vor einem „logistischen und finanziellen Kraftakt, um der humanitären Aufgabe der Unterbringung der Flüchtlinge nachzukommen“, betonte Wirtschaftsbürgermeister Michael Föll gestern in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses. Bis Ende 2016 müssen zusätzlich 4000 Plätze in Stuttgart geschaffen werden. Für 55 Millionen Euro sind daher elf weitere Standorte für Flüchtlingsunterkünfte vorgesehen. Kritik äußerten die Stadträte vor allem an der Errichtung neuer Systembauten, anstatt nach Lösungen im Bestand zu suchen. - Von Alexander Müller -

„Es ist der falsche Weg, seit Jahren laufende Pachtverträge für Gartengrundstücke zu kündigen, um die nötigen Flächen zu erhalten. Das trifft zumeist ärmere Menschen und Migranten, was zu Spannungen führt“, erklärte Guntrun Müller-Enßlin (SÖS-Linke-Plus). Nicht zuletzt sei die Anbindung an das öffentliche Leben alles andere als optimal. „Es gibt in Stuttgart im Bestand andere Möglichkeiten als neue Systembauten zu erstellen“, ergänzte Bernd Klingler (AfD). Hier werde mit Geld um sich geschmissen, wo vor allem das Wirtschaftsreferat besonders gerne „als Erbsenzähler“ auftrete. Dennoch stimmten fast alle Stadträte dem Einbringungsbeschluss angesichts der „großen Herkulesaufgabe“ zu, die die Unterbringung der Flüchtlinge mit sich bringt. „Wir haben geahnt, dass diese nun vierte Tranche kommen wird, aber das Ausmaß konnte man noch nicht absehen“, erklärte Thomas Fuhrmann (CDU).

Denn bis Ende 2016 muss die Stadt nun weitere 4000 Flüchtlinge unterbringen. Damit hat sich die Zuteilung gemäß dem Schlüssel der Landesregierung in Bezug auf die Einwohnerzahl von prognostiziert 153 Flüchtlingen pro Monat im Dezember 2014 über 207 (Februar 2015) auf nunmehr 307 verdoppelt.

Bis Ende 2016 muss die Stadtverwaltung somit knapp 8000 Plätze zur Verfügung stellen. „Das sind mehr als zu den Hochzeiten in den 1990er-Jahren“, betonte Stefan Spatz, der Leiter des Sozialamts. Denn diese nun neuen Unterkünfte bedeuteten lediglich den halben Weg. Bereits im Herbst will die Verwaltung weitere Standort mit 1600 bis 1800 Plätze vorschlagen. „Uns ist es dabei wichtig auf Notunterkünfte in Turnhallen oder Bürgerhäusern verzichten zu können und die Hilfesuchenden menschenwürdig unterzubringen“, betonte Finanzbürgermeister Michael Föll.

In der aktuell nunmehr vierten Tranche sind zehn neue Standorte für Systembauten vorgesehen. Hinzu komme ein Elfter, noch in Planung befindlicher in Degerloch. Somit werden für 55 Millionen Euro zu den bislang bestehenden 3300 weitere 2250 Plätze geschaffen. Standorte sind unter anderem in der Quellenstraße in Bad Cannstatt (243 Plätze), im Sturmvogelweg in Neugereut (156) und an der Württembergstraße erstmals in Untertürkheim (243). Für fast ausnahmslos städtischen Flächen müssten bestehende Pachtverträge gekündigt werden. In der weiter wachsenden Landeshauptstadt gebe es keine brachliegenden Grundstücke, auch angesichts der Wohnungsknappheit, erklärte Föll. Vielmehr seien „nach sehr differenzierter Betrachtung“ unter den Gesichtspunkten der Eignung, Verfügbarkeit und baurechtlichen Genehmigungsfähigkeit die Standorte ausgewählt worden. Dabei sind sich Verwaltung und Stadträte einig, dass mit Widerständen zu rechnen sei. Man wolle aber allen Pächtern, „wenn es möglich ist“, eine Ersatzfläche anbieten. Bei aller Diskussion müsse man jedoch festhalten, dass die Zuwanderung von Flüchtlingen „auch für eine Bereicherung der Stadtgesellschaft gesorgt haben“, sagt Föll. Stuttgart sei eine weltoffene Stadt.

Dafür spreche auch die Vielzahl der ehrenamtlichen Engagierten zur Eingliederung. „Auch in Neugereut hat der Bürgerverein bereits angekündigt, einen Freundeskreis gründen zu wollen“, erklärte CDU-Stadtrat Fuhrmann. Allerdings gelte es, die Beratungen in den betroffenen Bezirksbeiräten abzuwarten. Die Stadtverwaltung sei dabei gerne bereit, gegebenenfalls Vorschläge für andere Flächen zu prüfen, „aber sicher dürfen diese nicht in anderen Stadtbezirken liegen“. Schließlich sei eine Gleichverteilung auf das gesamte Stadtgebiet ein zentraler Punkt.

Beim TBU - Flüchtlingsunterkunft statt Friedhofserweiterung

UZ 16.6.2015 - UNTERTüRKHEIM: An der Württembergstraße entstehen Systembauten für 243 Flüchtlinge - Weitere Standorte in Bad Cannstatt und Neugereut

Die Stadt plant zehn weitere Standorte für Flüchtlingsunterkünfte in Stuttgart. Bis Ende 2016 sollen in den Systembauten mehr als 2000 Plätze geschaffen werden. Unter anderem sollen Flüchtlingsunterkünfte an der Quellenstraße in Bad Cannstatt, am Sturmvogelweg in Neugereut und erstmals an der Württembergstraße in Untertürkheim entstehen. „Es ist ein absoluter Kraftakt“, erklärt Erster Bürgermeister Michael Föll - auch in finanzieller Hinsicht. Die Stadt investiert in die neuen Standorte 50 Millionen Euro.

Von Alexander Müller

Der Strom der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, reißt nicht ab. Das hat auch weitreichende Auswirkungen auf Stuttgart. Bislang ging man bei der Verwaltung von circa 2000 Flüchtlingen aus, die bis Ende 2016 untergebracht werden müssen. Allerdings hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Zahl der zugewiesenen Personen für Stuttgart noch einmal deutlich erhöht - um 1600. Trotz der inzwischen vierten Tranche mit den zehn weiteren Flüchtlingsunterkünften „befinden wir uns erst auf halbem Weg“, betonte Föll. So will die Verwaltung im Herbst weitere Standorte vorschlagen. Keine leichte Aufgabe.

Die Suche in Stuttgart nach geeigneten Flächen sei mehr als schwierig. „Angesichts der topografischen Lage und des vorhandenen Wohnungsmangels haben wir keine großen Wahlmöglichkeiten“, betonte der Finanzbürgermeister wohlwissend, dass man nicht „überall auf Zustimmung stoße“. Trotz des politischen Drucks wolle man aber unbedingt am Stuttgarter Weg festhalten. Dieser sieht vor, „die Flüchtlinge in menschenwürdigen Unterkünften und vor allem dezentral unterzubringen“, erklärt Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer. Und nicht in Bürgerhäusern, Turnhallen oder Zeltstädten. Dazu gehöre auch die umfassende Betreuung vor Ort. In Stuttgart entfalle auf 68 Flüchtlinge ein sozialpädagogischer Betreuer. „Das ist einmalig in Baden-Württemberg“, sagt Fezer. Das habe sich bislang in den 73 Einrichtungen mit 3298 Flüchtlingen bewährt, um auch die Integration innerhalb der Nachbarschaft zu gewährleisten.

Bislang sind die Einrichtungen auf 17 Stadtbezirke verteilt. Neu hinzu kommen nun erstmals auch eine Unterkunft in Degerloch, für die die Standortprüfung noch laufe und deshalb in der aktuellen Liste noch nicht enthalten sei und auch Untertürkheim.

Auf der städtischen Grünfläche an der Württembergstraße, die einst als Erweiterungsfläche für den Friedhof vorgesehen war, soll ein Systembau mit drei Häusern für 243 Flüchtlinge entstehen. Der Bereich unterhalb des Sportgeländes des TBU erfülle die nötigen Kriterien: die soziale Verträglichkeit, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Nahversorgung sowie in erster Linie die Verfügbarkeit.

Pachtverträge für Gärten gekündigt

Allerdings mussten einige Pachtverträge über Gärten und Wiesen gekündigt werden. „Im Rahmen der Möglichkeiten wollen wir aber Ausweichflächen anbieten“, betonte Föll. Das Landschaftsschutzgebiet sei dabei nicht betroffen, lediglich für eine kleine Parzelle müsse eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden.

Ebenfalls ein Systembau mit drei Gebäuden und 243 Plätzen ist an der Quellenstraße in Bad Cannstatt geplant. Auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal im Gewerbegebiet befinden sich derzeit noch Lagerräume für Firmen deren Pachtverträge ebenfalls nicht verlängert werden. Das ist im Sturmvogelweg in Neugereut nicht notwendig. Das 2700 Quadratmeter große Grundstück wird derzeit nicht genutzt, da es für zukünftige Parkplätze bei einer eventuellen Erweiterung des angrenzenden Sportgeländes vorgehalten wird. Auf dem Areal sollen zwei Systembauten mit 156 Plätzen entstehen. „In die bestehenden Parkplätze des TSV Steinhaldenfeld wird aber nicht eingegriffen“, betont Föll.

Zunächst auf fünf Jahre sind die Nutzungsrechte für alle Standorte die sich auch auf Feuerbach, Stuttgart-Mitte, Möhringen, Plieningen, Stammheim, Vaihingen und Zuffenhausen verteilen, beschränkt - mit der Option auf weitere fünf Jahre. Am Freitag sollen die Vorschläge im Wirtschaftsausschuss und im Anschluss in den betroffenen Bezirksbeiräten behandelt werden, bevor der Gemeinderat am 17. Juli den Beschluss fassen muss, betont Föll, „um die Unterkünfte im vorgegebenen Zeitrahmen erstellen zu können“.

Logo 
TERMINE IN UNTERTÜRKHEIM - MI 3.6.2015 bis SO 7.6.2015


Ev. Stadtkirche Untertürkheim
Trettachstr.3

Tagzeitengebet -DO FR SA - 08.00–08.15 Uhr

Tagzeitengebet -DO FR SA - 18.00–18.15 Uhr

Gute-Nacht-Café -DO FR SA - 21.00–23.59 Uhr

Wallmerkirche Untertürkheim
Wallmerstr. 63

Der Untertürkheimer Ostergarten

aktive Zeit- und Gefühlsreise in die Welt Jesu -
DO FR SA - 14.00–18.00 Uhr

Feierabendmahl
- FR - 18.00–19.00 Uhr

 

  Erntebittgottesdienst

SA 6.6.2015 in der Kelter Rotenberg


"Gesegnet seist du in der Stadt und auf dem Feld" (5 Mose 28,3) Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Stuttgart findet auch ein Erntebittgottes-dienst statt. Dieser wird gefeiert in der Kelter Rotenberg beim Collegium Wirtemberg

am Samstag, den 6. Juni 2015 um 19:00 Uhr.

Mit dabei sind der Landfrauenverein Untertürkheim/ Obertürkheim, der Posaunenchor Obertürkheim-Uhlbach, die württembergische Weinkönigin Stefanie Schwarz, die Präsidentin des Landfrauenverbandes Württemberg-Baden Hannelore Wörz und der Agrarbeauftragte der Evangeli-schen Kirche in Deutschland Dr. Clemens Dirscherl. Die Predigt hält der württembergische Landesbauernpfarrer Dr. Jörg Dinger. Nach dem Gottesdienst ist Gelegenheit bei Wein miteinander ins Gespräch zu kommen. 

https://www.kirchentag.de/

Kostenloses WLAN in der Stuttgarter Innenstadt
ab 2.6.2015 auf dem Stuttgarter Marktplatz und am i-Punkt verfügbar

Die Stuttgarter Innenstadt erhält kostenloses WLAN: Ab sofort ist das WiFi-Netz auf dem Marktplatz und an der Tourist Information i-Punkt (Königstraße 1a) verfügbar. Es folgen der Schlossplatz und der Schillerplatz.

Kabelnetzbetreiber Unitymedia (ehemals Kabel BW) und Stuttgart-Marketing GmbH versorgen Stuttgart-Besucher rechtzeitig zum Kirchentag an zwei Plätzen in der Stuttgarter Innenstadt mit freiem WLAN. Die BW-Bank konnte als strategischer Partner für das Projekt gewonnen werden.

Auf dem Marktplatz und an der Tourist Information i-Punkt ist das kostenlose WiFi-Netz mit dem Namen „Unitymedia Wifi“ ab sofort verfügbar. Auf dem Schlossplatz und dem Schillerplatz wird der kabellose Zugang ins Internet in Kürze möglich sein. Benutzer können Wifi-Zugangsdaten sicher und komfortabel per SMS anfordern, sich damit sofort anmelden und lossurfen – kostenlos, stabil, sicher, mit hoher Datenbandbreite und unbegrenzter Nutzungsdauer.

Eine Besonderheit des Stuttgarter WLAN-Konzepts ist der sogenannte „Walled Garden“,  ein Informationsportal, das die Stuttgart-Marketing GmbH Nutzern auf der WLAN-Anmeldeseite bereitstellt. Darauf finden sich Tipps und Informationen zu Stadtgeschichte, Gastronomie, Fahrplänen der SSB, Öffnungszeiten etc. Um die Informationen im „Walled Garden“ abzurufen, ist keine WLAN-Anmeldung erforderlich.

Vernissage am 22.5.2015 im Gewölbekeller Uhlbach

„Verwandelt - im Lauf der Zeit. Wolken, Räderwerk und Reuthauen im Weinort Uhlbach“

UZ 21.5.2015 - (red) -„Verwandelt - im Lauf der Zeit. Wolken, Räderwerk und Reuthauen im Weinort Uhlbach“ lautet der Titel einer Ausstellung von Pfarrerin Margarethe Goth, Rosemarie Hesselbacher und Martin Eisele-Remppis im Gewölbekeller des Collegiums Wirtemberg, Uhlbacher Straße 221.

Die Künstler bewegen sich auf Spuren der Vergänglichkeit. In Fortführung des Kirchentagsmottos „Damit wir klug werden“ erscheinen auch Symbole der Ewigkeit. Der erste Teil des Psalms 90: „Herr, lehre uns bedenken, dass wir vergänglich sind“, ist Leitmotiv der Ausstellung.

Eisele-Remppis zeigt ein dramatisches Farbenspiel der Wolkenformationen im Laufe der Jahre über der Uhlbacher Andreaskirche in seinen Fotos.

Hesselbacher verarbeitet in Bildern und Collagen sie verlorenen gegangene Orte und Alltagsgegenstände früherer Zeiten.
Und Goth schweißt aus alten Weingärtnerswerkzeugen, die nicht mehr gebraucht werden, Engel und andere Figuren.

Die Ausstellung ist ab 23. Mai, Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr, sowie Samstag von 9 bis 16 Uhr zu sehen. Die Vernissage ist am Freitag, 22. Mai, um 19 Uhr im Gewölbekeller in der Kelter Uhlbach.

29.5.2015 - 100. GEBURTSTAG VON KARL MÜNCHINGER
letzter Wohnort und Grab in Untertürkheim

MünchingerText aus de.wikipedia.org

Karl Münchinger (* 29. Mai 1915 in Stuttgart; † 13. März 1990 in Stuttgart) war ein deutscher Dirigent.

Karl Münchinger studierte nach jugendlichem Violinunterricht Orchesterleitung bei Carl Leonhardt an der Musikhochschule Stuttgart und arbeitete an der Stuttgarter Marienkirche als Chorleiter und Organist. Nach anschließenden Dirigierstudien bei Hermann Abendroth am Leipziger Konservatorium und Sommerkursen bei Clemens Krauss verhalf ihm die Unterstützung Wilhelm Furtwänglers zur Leitung des Niedersächsischen Symphonieorchesters Hannover (1941–1943). Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft gründete GRaber aus eigener Initiative heraus 1945 das Stuttgarter Kammerorchester, das er rasch zu internationalem Ansehen brachte und bis 1987 leitete. 1953 erhielt Karl Münchinger den Professorentitel des Landes Baden-Württemberg und das Großkreuz der Bundesrepublik Deutschland, »in Anerkennung seiner künstlerischen Verdienste«.

Auch wenn Münchinger nicht zu den Verfechtern der historischen Aufführungspraxis gehörte, vertrat er von Anbeginn an ein von romantischen Vorstellungen befreites und entschlacktes Klangbild. Geringstimmige Besetzungen, rigorose Einhaltung von Tempovorgaben sowie stilistische und interpretatorische Maßgaben der Komponisten galten ihm als Leitfäden seiner Interpretationen, die durchweg von einem transparenten und homogen schlanken Klangbild geprägt waren.

Der Name Münchinger wurde rasch zum Synonym für exemplarische (d.h. anti-romantische) Interpretationen der Orchesterwerke Johann Sebastian Bachs. Die Grundpfeiler der Arbeit mit dem Stuttgarter Kammerorchester bildeten ein weit gefächertes Repertoire frühbarocker und barocker Kompositionen, von denen zahlreiche Schallplattenaufnahmen mit nationalen wie internationalen Preisen bedacht wurden. In der unmittelbaren Nachkriegszeit standen zudem verstärkt Kompositionen zeitgenössischer Komponisten auf den Konzertprogrammen. Erst zu Beginn der 1960er Jahre wurde das Barock-Repertoire um Kompositionen der Wiener Klassik erweitert; dazu gründete Münchinger 1966 die Klassische Philharmonie Stuttgart. Seither wurde er auch verstärkt als Dirigent ins europäische Ausland und in die USA verpflichtet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_M%C3%BCnchinger

Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F026295-0025 / Gathmann, Jens / CC-BY-SA| rechts: Grabstein im Friedhof Untertürkheim Foto: Enslin

Samstag 6. Juni 2015 - 1. Weinblütenfest auf dem Karl-Benz-Platz UntertürkheimFest

Zum 50-jährigen Bestehen richtet der Weinfestverein auf Anregung der Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine (AGUV) am Samstag, 6. Juni, das Weinblütenfest auf dem Karl-Benz-Platz aus. Auf dem Rondell rund um den Skater-Park werden Untertürkheimer Weinerzeuger ihre Weine präsentieren. Der Weinfestverein wird dabei die Weine der Weinmanufaktur ausschenken.
Die Besucher können dabei sowohl auf Bänken als auch auf der Terrasse oder an Stehtischen Platz nehmen.

Am Samstag, 6. Juni 2015 startet ab 15:00 Uhr das 1. Untertürkheimer Weinblütenfest mit vier Zeltständen, an denen Weine der Weinmanufaktur, des Weingutes Markus Schwarz, des Weingutes Klaus-Dieter Warth und des Weingutes Hattenloh ausgeschenkt werden. Im 5. Zelt gibt es kulinarisches von den Landfrauen (Bätscher). Mit Traubensaft und saurem Sprudel möchten wir die Jugendlichen verwöhnen, die noch keinen Alkohol trinken wollen/dürfen.
Ab 17:00 Uhr werden wir vom Musikverein Untertürkheim musikalisch unterhalten. Das Fest startet um 15 Uhr und endet um 23 Uhr.
Benz Platz Fest
1. Weinblütenfest auf dem Karl-Benz-Platz - Foto: Enslin

E i n l a d u n g zur Sitzung des Bezirksbeirats Uth am Dienstag, 16. Juni 2015

Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim sowie des Sicherheitsbeirats Untertürkheim

am Dienstag, 16. Juni, 18:30 Uhr im Bezirksrathaus Untertürkheim - Sitzungssaal

  1. 1. Verkehrs- und Kriminalitätsstatistik für den Stadtbezirk Untertürkheim
  2. 2. Bericht über die Kriminalprävention der Landeshauptstadt Stuttgart

Bezirksbeirat Untertürkheim

  1. 3. Anfragen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtbezirk
  2. 4. Förderung bürgerschaftlicher Aktivitäten im Stadtbezirk - Förderanträge
    a) Antrag des Bürgervereins vom 23.05.2015 für die Neuauflage der Broschüre "Baugeschichtlicher Wegweiser"
  3. 5. Bekanntgaben
  4. 6. Anträge, Anfragen und Anregungen

So 21.6.2015 - Erlebnistag in der GrabkapelleGrabkap

UZ 10.6.2015 - ROTENBERG:
Am 21. Juni laden die Staatlichen Schlösser und Gärten zur Entdeckungstour ein

(red) - Unter dem Motto „Schloss in Weiß“ laden die Staatlichen Schlösser und Gärten wieder zum Schlosserlebnistag ein. Dabei können Familien die Schlösser, Gärten, Klöster und Burgen am 21. Juni näher kennenlernen. An der Grabkapelle auf dem Württemberg wird ein Gottesdienst im Grünen gefeiert.


Der Festtag der Schlösser findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Immer am dritten Sonntag im Juni bieten alle Monumente, die sich beteiligen, ein besonderes Programm, das vor allem Familien die Welt der Schlösser und Gärten näher bringt. Veranstalter des Schlosserlebnistages sind die Staatlichen Schlösser und Gärten und der Verein Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg, in dem sich kommunale, staatliche und private Kulturdenkmäler zusammengeschlossen haben. Dieses Jahr steht der Schlosserlebnistag am 21. Juni unter dem Motto „Schloss in Weiß“. Auch auf der Grabkapelle auf dem Württemberg sind zahlreiche Aktionen geboten.

Damit geht es am Vormittag direkt los: um 11 Uhr lädt die Evangelische Kirchengemeinde Rotenberg zum traditionellen Gottesdienst im Grünen auf die Grabkapelle auf dem Württemberg ein. Nach diesem Freiluft-Gottesdienst dürfen Kinder von 12 bis 17 Uhr bei einem Malwettbewerb zeigen, wer die schönste Kapelle malen kann: Auf schwarzem Papier mit weißen Stiften können die kleinen Künstler die Kapelle oder die Stuckrosetten auf ihre ganz eigene Art und Weise interpretieren. Beim Aktionstag wird die Kreativität auch belohnt: Zu gewinnen gibt es als ersten Preis eine Führung mit der Kirchenmaus Amalie durch die Grabkapelle für bis zu zehn Freunde. Der zweite Platz ist eine Familienkarte für dieselbe Führung mit Referentin Doris Grau. Auch der dritte Sieger geht dabei nicht leer aus: Für ihn winkt eine Familienkarte für das Kinderreich im Schloss Ludwigsburg. Außerdem werden alle Werke in der LBBW-Bank in Untertürkheim ausgestellt und feierlich prämiert.

Wer an dem Sonntag nicht nur die Grabkapelle, sondern auch die Weinberge rund um die Kapelle kennenlernen will, kann bei der Rebblütenwanderung teilnehmen. Von 12 bis 21.30 Uhr gibt es für die fleißigen Wanderer eine große Verpflegungsstation am Schloss- und Mönchsberg.

Auf barocke Persönlichkeiten und einen Künstlermarkt können sich die Besucher des Schloss Solitude freuen. In den royalen Räumen berichten am Schlosserlebnistag Zeitzeugen in barocken Roben aus dem Hofleben und spielen Spiele mit den Besuchern. Alles ist in Weiß gehalten - auch die Kaffeetafel der feinen Damen. Bei gutem Wetter ist die Kuppel geöffnet. Die Gruppe Telemänner lädt zu klangvollen Mitmach-Konzerten in den Weißen Saal ein. Der Außenbereich des Schlosses bietet eine Ausstellung des Stadtmuseums Gerlingen und einen Künstlermarkt mit vielen Aktionen. Im benachbarten Bärenschlössle können Kinder ihre eigenen Kronen basteln.

Einladung zum  4. U.T.-Motorradtreffen am 5. + 6. September 2015 UT

Liebe Motorradfahrer der Marke U.T..!

Nach dem letzten großen Treffen der U.T.-Fahrer in Tübingen im Jahr 2010 hat das Thema U.T.-Motorräder in 2014 wieder eine Rolle gespielt und zwar bei der Retro Classics Messe, als dort zum Thema „Stuttgarter Motorräder“ eine Präsentation stattfand.
Bei dieser Ausstellung wurden wir unterstützt vom AMSC Leonberg, der jährlich eine Motorrad – Show organisiert. Mitgewirkt hat auch eine Gruppe von UT-Freunden aus Möhringen, das sind: Familie Schnürle / Stäbler, Dr.K. Auwärter, Dr.med. W.Geissler, B.Remmele.
Diese Gruppe hat sich nun bereit erklärt, in Stuttgart Möhringen ein eintägiges Treffen
im Jahr 2015 zu veranstalten, damit sich die U.T.-Fahrer zwanglos zusammenfinden können.
Zu diesem Zweck stellt Herr Auwärter das NEOPLAN-Hotel samt Omnibus-Museum und Gesellschaftsräumen in Stuttgart-Möhringen zur Verfügung. Dort gibt es Übernachtungs – möglichkeiten und Abstellplätze für Motorräder und Transportfahrzeuge.  
In Möhringen kann auch das ehemalige Fabrikgebäude der  U.T.Schwenk &Schnürle KG besichtigt werden.

Veranstaltungs-Termin ist von Samstag 5. bis Sonntag 6. September 2015 in Stuttgart-Möhringen 

Samstag: Anreise ab 16:00 Uhr, Gemeinsames Abendessen ab 18:00 Uhr. (Anmeldg. erforderl.)
Sonntag: Ab 9:00 Uhr Treffen am Museum , Fototermin an der U.T. Fabrik,
                Besichtigung des Bus-Museums, Rundfahrt im Oldtimer-Bus.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen an der letzten Produktionsstätte der U.T.-Motorräder.

Mit freundlichen Motorradfahrer-Grüssen,

Für die U.T.-Freunde :                                          Für die Veranstalter:( Schirmherr )

Günter Wolf                                                          Helmut Schnürle
Ulmenstrasse 103,   D-71088 Holzgerlingen         Gammertingerstr. 35, 70567 Stgt.Möhringen
Tel. 07031-601828,  g11wolf@T-online.de            Tel. 0711-723740,  a-schnuerle@T-online.de

Koordinator: (Kontaktadresse für Informationen und Anmeldungen ) :
                        Norbert Schäberle, Urbanstr. 146, 73730 Esslingen, n.schaeberle@web.de

Vino operaOpenair Sommerfestspiel am 11.Juli 2015

in Obertürkheim - Ticket: 30 EURO

Für Opernfreunde - open air -
Es gibt im Juli wie letztes Jahr wieder
Oper und Wein
vor dem Obertürkheimer Rathaus

Veranstalter: 
Vino e Opera
Mike
Klemm und Adam Kim
Kufsteiner Strasse 36
70329 Stuttgart

http://vinoeopera.com/

Sa 20.6. + So 21.6.2015 - 1. Rebblüten-Wanderung ab Weinhof Helmut Zaiß

REBBLÜTE1. Untertürkheimer Rebblüten-Wanderung

Sa 20.6. + So 21.6.2015

Beginn ab 11 Uhr - mit zwei Ständen bis zur Grabkapelle

Start: Weinhof Helmut Zaiß

AWO-Waldheim - Technischer Defekt als Brandursache

UZ 29.5.2015 -UNTERTüRKHEIM: Angemeldeten Kindern werden Plätze im Waldheim Raichberg angeboten

(mk) - Gestern Mittag konnten die Brandspezialisten der Polizei ihre am Dienstag unterbrochenen Ermittlungen im abgebrannten Awo-Waldheim im Gehrenwald fortsetzen. Sie hatten ihre Untersuchungen zur Ursache des Brandes wegen der Einsturzgefahr abbrechen müssen. Nun steht fest: Ein technischer Defekt löste das Feuer aus. - Foto: Enslin - AWO

„Die Kollegen hatten einen gemeinsamen Termin mit der Versicherung und einer Bauabsicherungsfirma. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat ein technischer Defekt den Brand ausgelöst“, so Polizeipressesprecher Tobias Tomaszewski. Es könne nicht mehr hundertprozentig festgestellt werden, ob eine defekte Kaffeemaschine oder eine Mehrfachsteckdose, die neben der Kaffeemaschine stand, den Brand verursachte. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Stuttgart hat derweil reagiert. „Wir hatten rund 25 Anmeldungen für das Sommerferienwaldheim im Gehrenwald“, sagt Georg Ceschan, der Vize-Geschäftsführer der Awo. Da das Ferienwaldheim im Sommer nicht im Gehrenwald stattfinden kann, hat die Awo nach Ausweichmöglichkeiten gesucht. „Wir haben die Anmeldung gestoppt. Den Eltern der angemeldeten Kinder bieten wir an, dass ihr Nachwuchs ins Waldheim Raichberg kann“, so Ceschan. Die Awo will mit der SSB sprechen, ob diese einen Bus für den Transfer einsetzt. Zudem werde im Arbeitskreis Waldheim gefragt, ob das evangelische Waldheim Untertürkheim noch Kinder aufnehmen könne. Über die Zukunft des Gebäudes selbst werde erst in einigen Wochen entschieden werden können. Ceschan: „Wir müssen das genaue Ergebnisse der Polizei und der Versicherung abwarten, bevor der Vorstand entscheiden kann.“

AWO-Waldheimkinder ziehen im Sommer nach Raichberg um

Stuttgarter Zeitung 26.5.2015 - Nach dem Großbrand des Awo-Waldheims in Luginsland am Pfingstsonntag haben die Organisatoren eine Lösung für die angemeldeten Kinder. Sie können die Sommerferienfreizeit in Raichberg verbringen.

Stuttgart
- Mit dem Bus statt nach Luginsland ins Waldheim Raichberg: diese Lösung wird die Arbeiterwohlfahrt (Awo) den Eltern der 25 bereits für die Waldheimfreizeit angemeldeten Kindern anbieten. Denn nach dem Großbrand des Awo-Waldheims im Gewann Gehrenwald am Sonntag kann das Ferienprogramm dort nicht angeboten werden. „Wir werden nun den Eltern schreiben und mit der SSB verhandeln, ob sie die Bustour zum Waldheim Raichberg einsetzen kann“, berichtete Georg Ceschan, Vize-Geschäftsführer der Awo Stuttgart. Man habe einen Anmeldestopp verhängt, da die Ausweichlösung nicht für die sonst 35 bis 40 im Waldheim Luginsland betreuten Kinder angeboten werden könne.

Die Ursache des Feuers konnte die Polizei bisher noch nicht ermitteln. „Das Gebäude ist so stark zerstört, dass es einsturzgefährdet ist“, sagte ein Polizeisprecher. Daher könnten auch keine Brandermittler der Kriminalpolizei hinein. Die Absicherung sei Sache des Eigentümers und der Versicherung. „Die Ermittler schließen bislang eine vorsätzliche Brandstiftung aus“, fügt der Polizeisprecher hinzu. Der Sachschaden wird auf 250 000 Euro geschätzt.

Das Feuer war am Sonntagmorgen ausgebrochen. Da es sich sehr schnell auf das gesamte Erdgeschoss ausgebreitet hatte und auch auf den Dachstock übergriff, konnte die Feuerwehr das Waldheim nicht mehr retten. Das Pächterehepaar konnte sich dank eines Rauchmelderalarms rechtzeitig in Sicherheit bringen. Beide erlitten eine leichte Rauchvergiftung. „Es geht ihnen wieder gut, sie sind bei Verwandten untergekommen“, so Ceschann.

Feuerwehr Stuttgart - 24.05.2015, 07:40 Uhr - Brand AWO-Waldheim S-Untertürkheim

Vollbrand des AWO-Waldheims Gehrenwald - 2. AlarmAWO

Feuerwehr Stuttgart: In der Integrierten Leitstelle gingen zahlreiche Notrufe über eine starke Rauchentwicklung im Bereich der Waldheime im Gewann Gehrenwald ein.

Umgehend wurde der zuständige Löschzug der Feuerwache 3 und die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Untertürkheim alarmiert. Noch während der Anfahrt der ersten Einheiten wurde durch die Integrierte Leitstelle aufgrund weiterer zahlreicher und noch konkreterer Hinweise die Alarmstufe erhöht und zusätzlich die Abteilung Rotenberg alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einheiten brannte das Erdgeschoss des Waldheimes in voller Ausdehnung und der Brand hatte bereits auf das Dachgeschoß übergegriffen. Das gesamte Gebäude war stark verraucht. Zwei Bewohner des Gebäudes hatten sich vor Eintreffen der Feuerwehr selbst retten können, sie waren durch die Rauchwarnmelder in ihrer Wohnung geweckt worden. Die verletzten Bewohner wurden vom Rettungsdienst versorgt und in eine Klinik gebracht. - Foto: Enslin -

Die Feuerwehr leitete sofort umfassende Brandbekämpfungsmaßnahmen ein und nahm fünf Löschrohre im Innen- und Außenangriff sowie zwei Wenderohre über Drehleitern vor. Die Maßnahmen zeigten schnell Wirkung, sodass um 8:46 Uhr das Feuer unter Kontrolle und um 9:20 Uhr abschließend gelöscht war. Für abschließende Maßnahmen und zur Sicherung der Brandstelle verbleibt ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr noch einige Stunden an der Einsatzstelle.

Personenschaden: 2 verletzte Personen mit Rauchgasvergiftung.
Sachschaden: ca. 250.000.- €
Kräfte Berufsfeuerwehr: Direktionsdienst, Löschzug 3 Bad Cannstatt; Löschzug 1 Süd, Sonderfahrzeuge der Feuerwachen 2 und 4.
Kräfte Freiwillige Feuerwehr: Abteilungen Untertürkheim, Rotenberg; Sommerrain und Obertürkheim
Kräfte Rettungsdienst: 1 Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, 1 Notarzt, 2 Rettungswagen

So 14.6.2015 - Kaffeeklatsch und Kinderquatsch im Café Ratz Kaffeeklatsch

Die Elterninitiative „Ratzelbande“ organisiert ein buntes Familienprogramm am Sonntag, den 14.06.15 im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ Untertürkheim

Jessica Vernot, Kathy Callanni, Ningül Reyent, Daniela Keller, Mejke Nowatski und noch einige mehr sind die “Ratzelbande“. Zwar sind die meisten von ihnen schon über dreißig, aber das hält die jungen Mütter nicht davon ab, so einiges auf den Kopf, bzw. auf die Beine zu stellen!

Die Idee einer von Eltern mitorganisierten Sonntagsveranstaltung im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ gärt seit November in verschiedenen Köpfen. Nun haben einige aktive Mütter in Luginsland die Elterninitiative „Ratzelbande“ gegründet. Hauptziel dieser Initiative ist die Organisation und Durchführung eines „Familiensonntages“ mit einem bunten Spiel-und Bastelangebot und natürlich Kaffee, Kuchen und Waffeln im Kinder und Jugendhaus CAFE RATZ in der Margaretenstr. 67.

Das CAFE RATZ bietet zwar an einigen Sonntagen im Jahr tolle Aktionen, aber wenn es nach den Eltern geht, dann könnten das ruhig noch ein paar mehr werden. Um dies zu erreichen, wollen sie gerne auch aktiv unterstützen! „Wir kümmern uns um Kuchen, betreuen Spielangebote und helfen natürlich beim Auf-und Abbau“, meint Daniela Keller, ehemalige Jugendhausbesucherin, jetzt Mutter zweier Kinder „Zwei meiner fünf Kinder gehen super gerne ins CAFE RATZ, sind absolute Fans und bei dieser Veranstaltung können dann auch die Kleinen mit. So sind wir zum einen am Sonntag alle sinnvoll beschäftigt und zum anderen trotzdem als Familie zusammen, meint Mejke Nowatzki, und Jessica Vernot ergänzt lachend, „und da geht dann sogar der Papa gerne mit!“ Auch Anne Manigk, die Koordinatorin der Kinderangebote im CAFE RATZ freut sich über die neue Kooperation und darüber, dass so das Angebotsspektrum für Familien in Luginsland ausgeweitet werden kann.

Am Sonntag, den 14.06.2015 gibt es dann den nächsten Termin: von 14.30-17.30 Uhr ist das CAFE RATZ fast ganz in den Händen der „Ratzelbande“. Eingeladen sind kleine und große Leute von 0-99 Jahren.

Programm des Jugendhauses im Juni 2015 im Cafe Ratz

„Knipsen & Co.“ – das Fotoprojekt im CAFE RATZRatz

Am 02. und 03.06.2015 jeweils von 14-18 Uhr können Jugendliche von 11 bis 15 Jahren mit Kameras experimentieren: nicht das Fotografieren steht im Vordergrund, sondern die Motivsuche, ungewöhnliche Blickwinkel und witzige Ideen. Am Schluss soll eine Fotogeschichte entstehen. Die Teilnehmer entscheiden, was auf´s Bild kommt! Kosten: 10€. Anmeldungen sind telefonisch möglich unter 0711/33652340 oder per E-mail unter untertuerkheim@jugendhaus.net. Ansprechpartnerin für Presse- Rückfragen: Marina Bahnmüller

BIKEWOCHE IM CAFE RATZ Ratz

Bikefans aufgepasst! Vom 16.6 – 21.6.2015 ist auf dem Gelände des Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ Untertürkheim in der Margaretenstr. 67 wieder der mobile Bike-Parcours (Pumptrack) aufgebaut. Auf einem „Pumptrack“ ergibt sich die Vorwärtsbewegung nicht durch Treten, sondern durch Pump-Bewegungen und Gewichtsverlagerung. Die Geschwindigkeit und somit auch die Schwierigkeitsstufe ergeben sich durch das Können des Fahrers. So ist das Fahren auf der Strecke für Einsteiger ungefährlich, bleibt aber auch für Profis interessant. Von Dienstag bis Sonntag gibt es jeden Tag offene Fahrzeiten, sowohl für Kinder als auch für Jugendliche. Zu diesen Zeiten ist immer eine erfahrene Fachkraft vor Ort, die Tipps und Tricks für Einsteiger gibt. Ebenfalls vor Ort sind Leihräder und Helme, die kostenlos genutzt werden können. Auf Nachfrage haben Kinder und Jugendliche auch die Möglichkeit in der Werkstatt mit fachlicher Begleitung das eigene Fahrrad wieder in Schuss zu bringen. Die Öffnungszeiten des Bike-Parcours sind Dienstag, 14.06.15 bis Donnerstag, 18.06.15 immer von 12.00- 14.00 Uhr und von 15.00 – 20.30 Uhr. „Girls only“ heißt es am Freitag, den 19.6.: von 15:00 bis 18:00 Uhr sind das CAFE RATZ und der Pumptrack nur für Mädchen geöffnet, danach ist die Anlage wiederbis 20.30 Uhr für alle geöffnet. Ein Weekend-Special mit Grillen, Musik, Zeitmessung und Tombola runden die Woche ab. Samstag kann man von 14.00-20.30 Uhr seine Runden drehen und am Sonntag von 12.00 bis 18.00 Uhr. Für weitere Informationen lohnt sich ein Blick auf die Homepage des CAFE RATZ: www.caferatz.de. Bei der Umsetzung dieser Aktionswoche wird das Team des CAFE RATZ unterstützt vom Kinder- und Jugendhaus Weilimdorf, von der „Projektgruppe Jugendrat“ der Oberen Neckarvororte und vom Untertürkheimer Fahrradgeschäft „Bike + Style“. Ansprechpartner für Presserückfragen: Philipp Heinritz

„Longboardbau“ – Do it yourself im CAFE RATZ Ratz

Am 26. und 30.06.2015 jeweils von 16-20 Uhr können Jugendliche unter professioneller Anleitung eines Mitarbeiters, sich im Longboardbau ausprobieren. Ein Longboard ist ein Vorgänger des Skateboards. Es ist länger als die gewöhnlichen Boards – in der Regel ist es zwischen 90 und 150 Zentimeter lang– und hat dementsprechend einen größeren Achsabstand. Des Weiteren werden beim Longboard größere Rollen aus weicherem Material als normal montiert, dadurch können Stöße durch einen rauen Untergrund besser absorbiert werden. Zusammen mit dem erweiterten Achsabstand ermöglichen sie so eine verbesserte Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten. Die Longboards, die während diesen zwei Tagen im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ entstehen, werden Teil der Ausstattung im Haus. Kinder und Jugendliche haben aber auch die Möglichkeit sich kostengünstig ihr eigenes Longboard zu bauen und mit eigenen Motiven zu versehen. Da die Werkstatt im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ nur begrenzt Platz bietet können während den zwei Tagen nur jeweils 3 Jugendliche teilnehmen. Anmeldungen sind telefonisch möglich unter 0711/33652340 oder per E-Mail unter untertuerkheim@jugendhaus.net.

Programm des Jugendhauses im Juli 2015

„Games Night“ auf dem Bahnhofsgelände und dem Karl-Benz-Platz

Am Freitag, den 03.07.15 von 19 bis 22.30 Uhr können Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf dem Bahnhofsgelände und dem Karl-Benz-Platz in S-Untertürkheim an verschiedensten Spielestationen gegeneinander antreten und miteinander spielen.
Das Spieleangebot reicht von Schach über Gesellschaftsspiele wie Mensch ärgere dich nicht zu großen Tischspielen aus Holz wie z.B. Hattrick und einem Tischkicker. Wer vorbei kommt, kann teilnehmen- das Mitspielen ist kostenlos.

Die generationenübergreifende Spielenacht findet während der Midnight Shopping-Aktion des IHGV statt, so dass man vor, während oder nach dem Einkaufen teilnehmen kann.
Die „Games Night“ ist ein Baustein des Kooperationsprojektes „Kommunales Konfliktmanagement an U-Bahnhaltestellen“ des Kinder- und Jugendhauses CAFE RATZ in der Margaretenstr. 67 und der SSB AG. Weitere Informationen auch unter Tel. 3365234-0 oder unter www.caferatz.de.

RatzAcoustic meets Rock Vol. 2 - Drinnen und Draußen-Konzert im CAFE RATZ

Am Samstag, den 18.07.2015 läutet das Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ Untertürkheim erneut die Sommersaison mit einem hochwertigen Livemusik-Programm ein. Lauschen kann man den Klängen der Musiker in gemütlicher Atmosphäre draußen in Hängematten und Liegestühlen. Einlass auf das Gelände des KJH CAFE RATZ ist um 15:00 Uhr. Mit Leckerem vom Grill und erfrischenden Getränken wird an diesem Tag auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Bei den Eintrittskarten hat man die Möglichkeit zwischen drei unterschiedlichen Varianten zu wählen. Wer sich nur das Nachmittagsprogramm (3x Singer/Songwriter, 15-19 Uhr) ansehen will erhält an der Kasse ein Ticket für 3€ und für das Abendprogramm (2x Rock, 19-23 Uhr) werden 5€ berechnet.

Wer sich den kompletten Tag durch die Musik begeistern lassen möchte kann sich ein Kombiticket für 7€ kaufen. Für alle junggebliebenen und musikbegeisterten Eltern stellen wir in diesem Jahr auch Spielmöglichkeiten für die Kleinen in unserem Kinderbereich zur Verfügung.

Programm:

* „NICI & IKA“: Mit lebhaftem Gesang begleitet von akustisch-perkussivem Gitarrenspiel macht das junge Duo um 16:00 Uhr den Anfang.

* Um 17:00 Uhr gibt sich Lukas Klotzbach die Ehre. Mit seinem Akustik-Projekt „INTO THE FRAY“ entflieht der Sindelfinger den Fängen von verzerrten Gitarren und der Anonymität einer Band. Von Kompromissen befreit, lässt er eine Gitarre und Gedanken übrig, orientiert sich dabei an Künstlern wie City & Colour, Ben Howard oder Bon Iver.

* Beenden wird das Nachmittagsprogramm an der frischen Luft „FLORIJAN VAN DER HOLZ“ um 18:00 Uhr mit tiefgründiger deutscher Singer/Songwritermusik. Mal melancholisch ruhig, mal mitreisend. Unterlegt von multiinstrumentalen Loop Station Arrangements, schafft der sympathische Singer-Songwriter ein Erlebnis für Auge und Ohr.

Freier Eintritt am Pfingstsonntag ins Mercedes-Benz Museum

Zum 9. Geburtstag bedankt sich das Mercedes-Benz Museum am Pfingstsonntag, 24. Mai 2015, bei seinen Besuchern mit freiem Eintritt. Geöffnet ist das Museum über die Feiertage auch am Pfingstmontag, es gelten dann aber wieder die regulären Eintrittspreise.

Das Mercedes-Benz Museum nimmt über Pfingsten Kurs auf den siebenmillionsten Besucher. Derzeit lockt die Sonderausstellung „C 111 - zeitlos und visionär“ mit neun Fahrzeugen des futuristisch anmutenden Flügeltürer-Coupés. Außerdem startet die Museumsgastronomie in die Grillsaison und bietet auf der Sonnenterrasse des Museumsrestaurants verschiedene Spezialitäten an.

Das Mercedes-Benz Museum ist täglich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.mercedes-benz.com/museum.

Sondernewsletter SportKultur Stuttgart 01/2015
Fusionsverhandlungen mit dem TB Untertürkheim gescheitert

SpKuIn der Vorstandssitzung am 13. Mai 2015 kam der Vorstand der SKS einstimmig zu der Auffassung, dass weitere Fusionsverhandlungen mit dem TB Untertürkheim aufgrund der vielfältigen Widerstände innerhalb des TBUs derzeit keine Aussicht auf Erfolg versprechen. Wir glauben nicht, dass wir die Funktionäre und den überwiegenden Teil der TBU Mitglieder von den Vorteilen einer Fusion mit der SKS überzeugen können. Das bedauern wir. Doch Fusionsverhandlungen machen aus unserer Sicht nur dann Sinn, wenn eine realistische Erfolgschance besteht. Ansonsten ist es sinnvoller unsere Energie und Zeit in SKS relevante Zukunftsprojekte zu investieren.

Deshalb werden wir mit sofortiger Wirkung für weitere Fusionsgespräche mit dem TBU nicht mehr zur Verfügung stehen und konsequenterweise auch die Kooperation in Form der gegenseitigen Anerkennung der Mitgliedschaften zum 31.12.15 kündigen.

Die Kooperationen im Bereich KiSS, Reha-Sport und HSG Oberer Neckar laufen zunächst vertragsgemäß weiter. Hier sind wir aber auch bereit die Aktivitäten vollständig zu übernehmen, wenn der TBU dies wünscht. Die bevorstehende Fusion mit dem SVO ist damit in keiner Weise betroffen und wird von uns mit Hochdruck weiter vorbereitet. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Abstimmung über diese Fusion ist für Juni oder Juli 2015 geplant. Abschließend möchten wir uns nochmals ausdrücklich für die in der Vergangenheit gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand des TBU bedanken und dem TBU auf seinem weiteren Weg alles Gute wünschen.

SportKultur Stuttgart e.V., Kesselstr. 30, 70327 Stuttgart

Rotenberg bekommt eine neue PfarrerinDuvill

21.5.2015 -Neue Pfarrerin in Rotenberg wird Sibylle Duvill werden, vielen bereits bekannt als Vakaturvertretung. Der Termin für den ofiziellen Amtsantritt und die Investitur stehen noch nicht fest.

Text aus dem Evang. Gemeindebrief 2014/11:

Mein Name ist Sibylle Duvill, ich bin 34 Jahre alt und habe eine 6-jährige Tochter. Evangelische Theologie habe ich in Tübingen, Hamburg und Heidelberg studiert und war nach meinem 1. Examen Vikarin im Hohenlohschen - mit Weinbergen bin ich wohl vertraut. Seit 2 1/2 Jahren bin ich nun Pfarrerin zur Dienstaushilfe im Dekanat Bad Cannstatt und freue mich darauf Rotenberg - und vorallem Sie - besser kennenzulernen.

PfingstenWein erleben in seiner schönsten Form
Untertürkheim Wein-Kultur-Erlebnis an Pfingsten 2015

Freitag 22.5. 2015 ab 11.00 Uhr -
mit Weinfeeling-Mediterrane

herrlich sitzen in feiner Atmonsphäre im Weinhof-Besen und Weinhof-Garten. Bei Frühlingsweinen und bekannt guter Küche, preiswerter Mittagstisch

Samstag 23.5.2015 ab 11.00 Uhr -
auf dem Weinhof mit mediterraner Bestuhlung

Im schönen Weinhofgarten feine Gerichte wie Schnitzel Toskana, Spargel,  genießen passend zum Wein,  ... und für unsere Romantiker ist dann zu gegebener Zeit auch unsere Zaiß-Secco-Wein-Bar geöffnet

Sonntag 24.5.2015 ab 11.00 Uhr  auf dem Weinhof - Musik ab 13 Uhr
herrlich sitzen im Weinhofgarten mit Weinhof-Weinen und fein Schwäbischem aus der Weinhof-Küche

Montag 25.5.2015 ab 11.00 Uhr - Wein trinken, da wo er wächst  Musik ab 13 Uhr
schöne Pfingst-Wein-Hocketse mit unterhaltsamer Musk, Flammkuchen, schwäbischem Essen und Sommerwein -
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Bessere Gesundheit für ältere Menschen in Untertürkheim

UNTERTüRKHEIM:UZ 18.5.2015 - Gesundheitsamt macht Pilotprojekt zu einem aktiven Stadtbezirk für Senioren

Bürgerinnen und Bürger im Lande werden älter, oft auch fitter. Viele - gerade Menschen mit kleiner Rente - haben weniger Chancen sich gesund zu halten. Deswegen hat das Land eine Studie in fünf Kommunen gestartet. Untertürkheim ist auf Grund der Bevölkerungsstruktur einer dieser Pilotbezirke. Durch Befragungen und Interviews soll ein Stadtteilgesundheitsbericht erstellt und Angebote wie „Sport im Park“ oder „bewegte Apotheke“ initiiert werden.

Von Mathias Kuhn
„Partizipative Entwicklung eines gesunden Stadtbezirks für ältere Menschen in Stuttgart“ - der Titel der Studie ist sperrig, die Chance für Untertürkheim aber einmalig: „Im Rahmen einer landesweiten Studie haben wir mit den Untersuchungen begonnen, wie Untertürkheimerinnen und Untertürkheimer gesund und aktiv älter werden können“, sagt Heinz-Peter Ohm von der strategischen Gesundheitsförderung der Landeshauptstadt. Untertürkheim ist dabei eine von fünf Kommunen im Land, in denen eine „kleinräumige Berichterstattung für Gesundheit“ aufgebaut werden soll.

Ohm und seine Kollegin Vanessa Gayer analysieren seit Anfang des Jahres die bestehenden Strukturen im Stadtbezirk Untertürkheim. Die Untersuchung fußt dabei sowohl auf Interviews mit Vertretern der im Gesundheits- und Fitnessbereich engagierten Einrichtungen, als auch auf Befragungen von Bürgerinnen und Bürgern. „Der Schwerpunkt unserer Bürgerbeteiligung liegt auf sozial benachteiligten Seniorinnen und Senioren“, so Ohm. Gleichzeitig führen sie Interviews mit Experten im Gesundheits- und Sportbereich - nach den Tipps der Bezirksbeiräte auch mit den Verantwortlichen der Awo- Begegnungsstätten, den Sportvereinen und Kirchengemeinden. Die Ergebnisse werden bis Ende des Jahres in einem Bericht zusammengefasst. „Ziel ist ein stadtteilbezogener Gesundheitsbericht“, so Ohm. In ihm werde das Potenzial mit den bestehenden Gesundheitsangeboten im Stadtbezirk, aber auch mögliche Defizite oder Lücken aufgezeigt werden.

Ergebnisse könnten beispielsweise eine besser abgestimmte Planung und Kooperation verschiedener Ämter sein. Vielleicht sei die Studie auch der Ausgangspunkt für neue Initiativen und Projekte, wie „Sport im Park“. In einigen Stadtbezirken treffen sich dazu Bürgerinnen und Bürger zwanglos, um in Grünanlagen oder auf Sportplätzen ein paar gymnastische Übungen zu machen. Auch die „bewegte Apotheke“ ist in manchen Orten Ausgangspunkt für Aktivitäten. „Dabei treffen sich Interessierte vor einer Apotheke, um gemeinsam auf Nordic Walking-Tour oder spazieren zu gehen - sogar mit Rollatoren“, erzählt Ohm. Aktivitäten, damit die Menschen auch im Alter gesund, beweglich und aktiv bleiben.

Die Ergebnisse aus Untertürkheim werden in die landesweite Studie einfließen, aus denen allgemeine Schlüsse gezogen werden, aber Ohm ist sich sicher, dass auch Untertürkheim seine Vorteile aus der Untersuchung ziehen kann. „Wir werden nach Ende des Projekts den Stadtbezirk nicht allein lassen, sondern ihn unterstützen. Aufbauend auf den bestehenden Ressourcen werden wir die Verantwortlichen unterstützen, dass Untertürkheim ein gesunder Stadtbezirk für ältere Menschen wird.“

Interfraktioneller Antrag der Gemeindratsfraktionen
zum Verkauf des Postareals in Untertükheim

Gemeinderat Stuttgart - http://www.stuttgart.de/external/show/ratsdokumente

Antrag vom 11.05.2015
Nr. 153/2015

Stadträtinnen / Stadträte - Fraktionen
SPD-Gemeinderatsfraktion, CDU-Gemeinderatsfraktion, Bündnis 90/DIE GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion, FDP

Betreff
Verkauf des Postareals in Untertürkheim

Erneut steht in Untertürkheim ein für den Stadtteil wichtiges Areal im Zentrum zum Verkauf - das unmittelbar an das Bahnhofsgebäude angrenzende Postareal. Erinnern wir uns daran, dass bereits zweimal auch das Bahnhofsgebäude in Untertürkheim zum Verkauf stand, die Stadt trotz Aufforderung nicht zugegriffen hat und wir uns heute mit den unliebsamen Folgen herumzuschlagen haben. Viele Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv um Verbesserungen für das Zentrum Untertürkheims bemühen, haben Interesse daran, dass es für das Postareal bessere Nutzungen gibt und unerwünschten Entwicklungen rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben wird. Hinzu kommt, dass mit der Veräußerung das nunmehr einzige Postamt in den Oberen Neckarvororten verschwinden soll. Wie dann ein annähernd wohnortnahes Angebot für dieses Aufgabenfeld gesichert wird, ist ebenfalls unklar. Privat betriebene Postagenturen können kommen und gehen, sind in der Regel aber keine dauerhafte Angebotssicherung.

Wir beantragen sowohl im nächsten UTA als auch im WA zu berichten :

  1. 1. Wie die Verwaltung bisher mit dem geplanten Verkauf befasst war und welche Investorenpläne ihr ggf. bekannt sind.
  2. 2. Weshalb die Verwaltung nach den Erfahrungen mit dem Bahnhof hier nicht den Kauf des Areals - ggf. mittels Vorkaufsrecht - anstrebt.
  3. 3. Welche Planungen es für die künftige Versorgung von Untertürkheim und den Oberen Neckarvororten bzgl. Postdienstleistungen gibt.

Marita Gröger, Beate Bulle Schmid, Björn Peterhoff, Sibel Yüksel
SPD, CDU, Bündnis 90/Die GRÜNEN, FDP
Stv. Fraktionsvorsitzende


Martin Körner, Fritz Currle, Peter Pätzold, Dr. Matthias Oechsner
SPD, CDU, Bündnis 90/Die GRÜNEN, FDP
Fraktionsvorsitzender, Fraktionsvorsitzender, Sprecher der FDP

ALDI im Postgebäude - Konzept zur Ortskernentwicklung gefordert

UZ 15.5.2015 - UNTERTüRKHEIM: Bezirksbeiräte wollen von Stadt über Auswirkungen durch möglichen Verkauf des Postgebäudes informiert werden

Die Wogen schlugen am Dienstagabend hoch in der Bezirksbeiratssitzung. Die Bezirksbeiräte kritisierten die verspätete und schlechte Informationspolitik der Stadtverwaltung über den möglichen Verkauf des Post-Areals. Sie fordern ein Konzept zur Stadtentwicklung und Auskünfte über Veränderungen im Ortskern, die sich durch den Verkauf des Postgebäudes ergeben könnten.

Von Mathias Kuhn

Der mögliche Verkauf des Postareals, die Art und Weise, wie dieses wichtige Projekt in der Stadtverwaltung gehandhabt wird und die Entwicklung des Ortskerns beherrschten die Untertürkheimer Bezirksbeiratssitzung. Etliche Bürgerinnen und Bürger hatten sich in den vergangenen Tagen bei Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel gemeldet. „Der Tenor war zweigeteilt. Einige begrüßten die mögliche Ansiedlung eines Discounters, andere lehnten dies aus verschiedenen Gründen ab“, so Wenzel. Sie bestätigte, dass ein Investor - Wenzel nannte Aldi - Interesse am Kauf des Postgebäudes habe. Die Post AG habe das Areal vor sieben Jahren an einen nordamerikanischen Immobilienfonds verkauft. Das Postgebäude soll offensichtlich abgerissen und ein Neubau mit einem Aldi-Markt errichtet werden. „Allerdings wird dies nicht sofort geschehen, da die Post und auch die Telekom noch Mietverträge bis 2018 beziehungsweise bis 2020 besitzen“, so Wenzel.

Die Stadtverwaltung habe ein Vorkaufsrecht, das aus der Erhaltungssatzung herrühre. Um ein Vorkaufsrecht gerichtsfest durchsetzen zu können, müsse die Stadt allerdings ein öffentliches Interesse nachweisen. Da es bei dem Verkauf um ein Privatgeschäft gehe, hatte Wenzel die Bezirksbeiräte in der vorigen Sitzung über das Kaufsinteresse nicht-öffentlich informiert. „Es kann doch nicht sein, dass wir als Vertreter der Untertürkheimerinnen und Untertürkheimer erst dann darüber erfahren, wenn der Vertrag fast in trockenen Tüchern ist“, empörte sich Sabine Reichert-Hebel. Das Postgebäude stehe immerhin in zentraler Lage und gehöre zu den wichtigsten Gebäuden in Untertürkheim. „Damit ist dies eine wichtige gemeindliche Angelegenheit, die den Stadtbezirk betrifft, zu welcher der Bezirksbeirat gemäß der Geschäftsordnung der Bezirksbeiräte rechtzeitig zu hören ist“, zitierte die Parteilose, die für die Grünen im Bezirksbeirat sitzt, aus der Geschäftsordnung.

Auch SPD-Bezirksbeirat Werner Feinauer wollte „etwas mehr Licht“ in die Angelegenheit gebracht bekommen. Als langjähriger Bezirksbeirat und ehemaliger Stadtrat wundere er sich über die Kehrtwende der Stadtplaner. „Seit Jahren gilt das Prinzip, dass kein großflächiger Einzelhandel in den Ortszentren gestattet wird.“ Ein Discounter am Bahnhof bedeute, so Feinauer, den Tod des benachbarten Cap-Markts.

Auch die CDU-Fraktion macht sich Sorgen um den seit 2004 im Ortskern befindlichen Cap-Markt. „Die drohende Schließung wäre ein Verlust für Untertürkheim. Der Verlust der einzigen Poststelle der Oberen Neckarvororte kann ebenso wenig hingenommen werden“, warnte CDU-Bezirksbeirätin Andrea Mathiasch. Die Bezirksbeiräte waren sich einig, dass sie eben nicht, wie es beim Bahnhof geschehen ist, die Stadt einfach nur machen ließen. Deswegen beantragten sie, dass die Stadtverwaltung grade in Hinblick auf ihr Vorkaufsrecht dem Bezirksbeirat schnell über genauere Details berichten müsse. IHGV-Vorsitzender Markus Krautter erinnerte zudem daran, dass der Verein seit Jahren in Gesprächen mit der Stadt sei. Zudem gäbe es ein Konzept zur Nahversorgung, „das damit über den Haufen geworfen würde“, so Krautter. Die Forderung der Handelstreibenden: „Wir brauchen einen Plan für Untertürkheim.“ Auf Antrag der CDU bekräftigte der Bezirksbeirat den Wunsch nach einem Strukturentwicklungskonzept, das die Stadtverwaltung bereits zugesagt hatte.

Nicht nur in Untertürkheim sorgt der mögliche Verkauf des Postgebäudes für Wirbel. Auch der Bezirksbeirat Obertürkheim beschäftigte sich mit dem Thema. „Schließlich würde dies auch das Aus für den Cap-Markt in Obertürkheim bedeuten, da beide Läden nur gemeinsam betrieben werden können“, betonte Gerhard Sohst, der Geschäftsführer der Markt und Service GmbH. „Dieser Verlust muss unbedingt verhindert werden“, sagte Peter Aichinger (Freie Wähler). Auf dessen Antrag hin fordert der Bezirksbeirat einstimmig die Stadt auf, alles zu tun, dass die Cap-Märkte erhalten werden. Jahrelang habe man schließlich für diese im Sinne einer vorhandenen Nahversorgung gekämpft. Mit Schrecken dachte man an den Leerstand des Supermarkts in den Jahren von 2001 bis 2004 zurück. „Ansonsten stehen wird wieder so wie vorher da“, mahnte Eckart Jäger (SPD) „ohne jede Nahversorgung im Ortskern“.

Discounter drängt nach Untertürkheim 

Stuttgarter Zeitung 13.05.2015 - Handel
Aldi will im Ortszentrum ein Einkaufszentrum bauen. Post,  Postbank und Cap-Markt müssten weichen.
 Von Marc Schieferecke
„Vorerst wissen auch wir nicht, ob Aldi schon der Eigentümer ist.“ Heinz Sonntag, Stadtplanungsamt

Freundlich wäre ein anderer Empfang: Das Sozialunternehmen, das  die Cap-Märkte betreibt, ist empört. Der örtliche Gewerbeverein IHGV schickt  eine Protestnote an Oberbürgermeister  Fritz Kuhn. Die Gemeinderats-SPD fordert  Aufklärung.

Der Anlass des Ärgers ist, dass  Aldi beabsichtigt, den Postbau am Bahnhof  Untertürkheim zu kaufen, abzureißen und  gegen einen Neubau zu ersetzen. Tenor des  Protests: ein ortsprägendes Vorhaben werde  als Geheimsache behandelt.  Sofern die Absicht verwirklicht wird,  müssten Post und Postbank ihren angestammten  Platz verlassen. Der Cap-Markt  im Ort würde zum Verlustbringer. Wann  und ob überhaupt die Absicht verwirklicht  wird, ist offen.

Die Aldi-Pläne sind wegen  einer Indiskretion im Rathaus durchgesickert. Tatsächlich waren Abgesandte des  Discounters zu einem Gespräch im Stadtplanungsamt.  Dies bestätigt der Abteilungsleiter  Heinz Sonntag, aber „es gibt  noch keine Pläne, gar kein Papier“, sagt er. Den Aldi-Vertretern sei bei jenem Treffen  klar gesagt worden, dass die Architektur  eines Neubaus an dieser Stelle deutlich von der bei Discountern üblichen abweichen  müsse. Ansonsten „haben wir keine  Möglichkeit, in Privatgeschäfte einzugreifen“,  sagt Sonntag. Was die Stadtplaner offenbar  auch nicht wollten, denn „wir fanden  die Vorschläge gar nicht dumm“.

Der Konzern will in Untertürkheim keinen seiner herkömmlichen Märkte eröffnen.  Geplant ist ein kleines Einkaufszentrum. Um den Aldi-Markt sollen im Neubau  kleinere Einzelhändler ihre Ware anbieten. In den oberen Etagen könnten Büros entstehen  oder Wohnungen, auch wenn Letztere  „wegen des Lärms schwierig zu verwirklichen  sind“, sagt Sonntag. Die Bahn  fährt nur wenige Meter entfernt vorbei.  Der zentrale Parkplatz hinter dem Postbau  müsste ebenfalls umgebaut werden,  die Stellplätze sollen dabei allerdings erhalten bleiben. Vorerst „wissen aber auch  wir nicht, ob Aldi schon der Eigentümer  ist“, sagt Sonntag.

Die Post hatte das Haus im Jahr 2008 an den US-Immobilienriesen Lone Star verkauft, zusammen mit 1300 weiteren, für insgesamt eine Milliarde  Euro. Seitdem ist sie im einst eigenen Haus  nur noch Mieter. Lone Star vermarktet die  Bauten seither Stück um Stück. In Untertürkheim  ist die Post gar nur noch Untermieter  – bei der Postbank.  Letztere hat laut Iris Laduch-Reichelt  „noch nichts von den Plänen gehört“. Die  Pressesprecherin versichert, dass die Postbank  auch im Fall eines Abrisses im Kern  Untertürkheims vertreten bleiben werde, dann an einem nahen Standort.
Post
Ähnlich äußert  sich Postsprecher Gerold Beck, der zusätzlich  auf die gesetzlichen  Regelungen zur Dichte des  Netzes von Standorten verweist.  „Niemand darf mehr als  zwei Kilometer Weg zur  nächsten Filiale haben“, sagt  Beck. Einen Hinweis auf den  möglichen Baubeginn gibt der  Mietvertrag der Postbank, den  Aldi übernehmen müsste. Er endet mit  einer Kündigungsfrist von einem Jahr am  30. Juni 2018. Die Postbank könnte auf  einer Option zur Verlängerung beharren,  aber „das wäre Verhandlungssache“, sagt  Laduch-Reichelt, „in der Regel sind wir  kein Bremsklotz“ – sofern sich ein Ersatzstandort  finden lässt. Leidtragender wäre der nur wenige  Schritte entfernte Cap-Markt. Dessen Geschäftsführer  Gerhard Sohst rechnet „mit  einem Umsatzeinbruch von 40 bis 50 Prozent,  wenn dort ein Aldi eröffnet, das wäre  existenziell“. Und zwar nicht nur für den  Unter-, sondern auch für den Obertürkheimer Cap-Markt. Die sozialen Supermärkte erwirtschaften an all ihren Standorten nur Gewinn, wenn sie mindestens im Duo gemeinsam einkaufen, beliefert werden und Personal austauschen können. Ein Ersatzstandort in der Umgebung zur Rettung des Marktes in Obertürkheim wäre laut Sohst „wirtschaftlich nicht darstellbar“  – wegen zu hoher Investitionen. Im Klartext: beide Cap-Märkte wären pleite. 30 Mitarbeiter müssten entlassen  werden. Die Hälfte von  ihnen ist behindert.

Das letzte Wort über das  Vorhaben und damit auch ihr  Schicksal wird der Gemeinderat  sprechen. Sonntag rechnet damit, dass  der Discounter frühestens zum Jahresende  konkrete Pläne einreichen könnte. Danach  würden die rathausinternen Beratungen  Jahre dauern. Den Vorwurf der Geheimgespräche  im Hinterzimmer weist der Stadtplaner  von sich. „Das nimmt dann einen  ganz normalen Gang, mit Sitzungen im Bezirksbeirat  und Bürgerbeteiligung“, sagt er.  Am Ende muss der Gemeinderat die Pläne  befürworten – oder ablehnen.  Die Anfrage der StZ an die Aldi-Pressestelle  blieb unbeantwortet. 

Interfraktioneller Antrag im Gemeinderat: Sorge um Postdienstleistungen

Untertürkheim - UZ 12.5.2015: Interfraktioneller Antrag der Rathaus-Parteien zum Verkauf des Post-Areals

(mk) – Die Diskussion um den möglichen Verkauf des Post-Areals hat die Rathaus-Fraktionen erreicht. In einem interfraktionellen Antrag wollen SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen und DP wissen, weshalb die Stadt nicht den Kauf des Areals anstrebt und welche Pläne es für die künftige Postdienst-Versorgung der Oberen Neckarvororte gibt.

Der mögliche Verkauf des Post-Areals im Herzen von Untertürkheim beschäftigt nun auch die Stadträte. Vier Rathaus-Fraktionen haben sich zum gemeinsamen Antrag zusammengetan. SPD, CDU. Bündnis 90/ Die Grünen und die FDP beantragen einen Bericht über das weitere Vorgehen.
„Erneut steht in Untertürkheim ein für den Stadtteil wichtiges Areal im Zentrum zum Verkauf an – das unmittelbar an das Bahnhofsgebäude angrenzende Postareal“, heißt es in dem Antrag. Die Stadträte erinnern sich und die Stadtverwaltung daran, dass bereits zweimal auch das Bahnhofsgebäude in Untertürkheim zum Verkauf stand und die Stadt trotz Aufforderung nicht zugegriffen habe. Die Konsequenz heute: Die Stadt müsse sich mit den unliebsamen Folgen dieses Nichtstuns herumschlagen.

Dem wollen die Politiker offenbar vorbeugen. „Viele Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv um Verbesserungen für das Zentrum Untertürkheims bemühen, haben Interesse daran, dass es für das Postareal bessere Nutzungen gibt und unerwünschten Entwicklungen rechtzeitig einen Riegel vorgeschoben wird“, heißt es im Antrag.

Hinzu komme, dass mit der möglichen Veräußerung das nunmehr einzige Postamt in den oberen Neckarvororten verschwinden würde. Wie dann ein annähernd wohnortnahens Angebot für dieses Aufgabenfeld gesichert werde, sei ebenfalls unklar. Die Stadträte sind skeptisch: „Privat betriebene Postagenturen können kommen und gehen, sind in der Regel keine dauerhafte Angebotssicherung. Deswegen wollen die Stadträte in den kommenden Sitzungen des Umwelt- und Technik- sowie im Wirtschaftsausschuss einige Fragen von der Stadtverwaltung beantwortet haben: Sie wollen wissen, wie die Verwaltung bisher mit dem geplanten Verkauf befasst war und welche Investorenpläne bekannt sind. Zudem interessiert sie, weshalb die Verwaltung nach den Erfahrungen mit dem Bahnhof nicht dem Kauf des Areals, beispielsweise durch das Vorverkaufsrecht, anstrebe. Als Drittes fragen die Politiker, welche Pläne es für die künftige Versorgung der Oberen Neckarvororte mit Postdienstleistungen gebe.

Öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim am Dienstag, 12. Mai 2015

Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim
am Dienstag, 12. Mai 2015, 18:30 Uhr im Bezirksrathaus Untertürkheim - Sitzungssaal

1 Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtbezirk

2 Projekt Gesundheitsförderung für ältere Menschen im Stadtbezirk

3 Bürgerhaushalt 2015: Stellungnahmen des Bezirksbeirats zu den Bürgervorschlägen, die Untertürkheim betreffen.

4 Doppelhaushalt 2016 / 2017 : Erstellung der Maßnahmenliste des Bezirksbeirats

5 Förderung bürgerschaftlicher Aktivitäten
a) Antrag des IHGV Untertürkheim vom 29.04.2015 für drei Veranstaltungen

6 Anträge, Anfragen und Anregungen
a) Unterstützung des offenen Briefes des IHGV vom 28.04.2015
    Antrag der CDU-Fraktion

7 Bekanntgaben

Vandalismus auf dem Karl-Benz-Platz - Belohnung für Hinweise

Turm leerWolle

Am Samstag 9.5.2015 bot sich folgendes Bild auf dem Karl-Benz-Platz: Ein mit Erde gefüllter Reifen wurde Richtung Bahn-Unterführung geschleppt - die Erde großflächig verteilt.
Die bunten Reifen wurden erst am 1.Mai von der Aktion Bunt statt Grau plaziert, mit Erde gefüllt und angeplanzt.

Vor wenigen Tagen organisierten die Jugendräte mit dem Jugendhaus ihre Aktion die Rohre auf dem Karl-Benz-Platz mit Wolle zu verkleiden. An vielen Rohre und Tafeln am Uhrenturm wurden gestern mutwillig die Wolle abgerissen und auf dem Platz verteilt. Schade um die viele Arbeit und Mühe.

Wer hat etwas beobachtet - wer kann Hinweise auf die Täter machen - bitte an Tel. 338689 - es gibt eine Belohnung für sachdienliche Hinweise.

Fotos:Enslin/Blumenstock

<= vorher - nachher =>





REifen

Bank

Offentlichkeitsbeteiligung zur Lärmaktionsplanung
des Eisenbahn-Bundesamtes an Bahnstrecken

In einem kleinen Artikel im Amtsblatt der Stadt Stuttgart vom 07.05.15 wird auf die vom EBA angebotene "Bürgerbeteiligung" hingewiesen - siehe: https://www.laermaktionsplanung-schiene.de/lapeba/de/home

Laut dortiger Info startete die Aktion am 17.04.15 und wird am 31.05.2015   beendet (vgl. auch Mitteilung des Amtsblattes)

Es entsteht der Eindruck, dass hier klammheimlich eine "Geheim"-Aktion publikumswirksam ins Leere laufen soll.
Bitte verbreiten und um Teilnahme bitten - https://www.laermaktionsplanung-schiene.de/lapeba/de/home.

1505

Lärmquellen in Untertürkheim:
- seit 2004 nicht erstellter Lärmschutz an Güterzugstrecken
- sehr laute Stahlbrücken von kurz nach 1900
...
in Obertürkheim: kein Lärmschutz vorhanden
in Bad Cannstatt ?
in Münster ?

Danke für die Info von Martin Glemser - Bezirksbeirat in Untertürkheim

Krach um zu viel Lärm im Lindenschulviertel

UNTERTüRKHEIM: uz 8.5.2015 - Anwohner beklagen zu hohe Lärmwerte im Wohngebiet - Neues Gutachten soll über geeignete Maßnahmen entscheiden

Im Lindenschulviertel in Untertürkheim kracht‘s - im doppelten Sinne. Anwohner beklagen, dass das gesamte Wohngebiet durch die gewerbliche Nutzung im Umfeld hochgradig durch dauerhaften Lärm belastet ist. Zumindest für die Werte des angrenzenden Tanklagers Stuttgart (TLS) trifft dies zu. Die gültigen Richtwerte werden laut Regierungspräsidium um knapp zehn Dezibel in der Nacht deutlich überschritten. Ein neues Gutachten soll nun bis zum Sommer über geeignete Maßnahmen seitens des TLS und der Stadt entscheiden.

Von Alexander Müller

Seit Jahren brodelt es unter den Anwohnern im Lindenschulviertel. Immer wieder aufs Neue wendeten sie sich aufgrund der Lärmbelastung an das TLS. „Wir wurden aber immer wieder abgewimmelt“, beklagen sie. Betroffen ist vor allem das 2005 erstellte Wohngebiet auf dem ehemaligen Prinzing-Areal. Hinzu komme der Lieferverkehr für das neu erstellte Zentrallager eines Weingroßhändlers in unmittelbarer Nähe an der Albert-Dulk-Straße. Dort komme es zu lebhaftem Rangierverkehr der großen Lastwagen. Durch das ständige Anfahren und dauerhafte Warten entstehe ein enormer Lärmpegel der Dieselmotoren. Die aufgestellte Schallschutzwand bringe lediglich den Häusern in der Postwiesenstraße einen gewissen Nutzen. Und nicht zuletzt seien vor allem die Wohnungen an der Türkenstraße durch häufige, exzessive Feste im Hof des Studentenwohnheims mit 300 Plätzen und dem nächtlichen Zugverkehr auf der Neckartrasse belastet. Ihrem Unmut machten die Anwohner dagegen mit einer Unterschriftensammlung an die Stadt deutlich. „Eigentlich müsste das gesamte Wohngebiet als Lärmsanierungsgebiet ausgezeichnet werden“, sind sie überzeugt.

In erster Linie richtet sich der Protest aber gegen das Tanklager. Das Fass zum Überlaufen brachte letztendlich als vor zwei Jahren durch eine Umstellung der Abfüllanlage auf dem Benzin- und Heizöllager ein pfeifendes Geräusch, eine so genannte Tonalität entstand. „Das drang letztendlich auch durch Fenster und Balkontüren“. In einer konzertierten Aktion wendete man sich mit einer Klage an das Regierungspräsidium Baden-Württemberg. Mit Erfolg. Auf Druck der zuständigen Emissionsschutzbehörde wurde ein Lärmgutachten erstellt. Die Ergebnisse bestätigen die Klagen der Anwohner. „Es wurden erhebliche Richtwertüberschreitungen festgestellt“, heißt es von Seiten des Regierungspräsidiums.

Erlaubt sind für ein Mischgebiet, wie der Bereich des Studentenwohnheims auf dem ehemaligen Prinzing-Areal von der Stadt eingestuft wurde, lediglich 60 Dezibel am Tag und 45 Dezibel in der Nacht. Hingegen für die weitere Bebauung mit vier Mehrfamilienhäusern und 55 Wohnungen, das als reines Wohngebiet ausgewiesen ist, gelten gar nur 50 Dezibel am Tag und 40 Dezibel in der Nacht als Höchstgrenze. Die Überschreitung ist eine enorme Belastung. Schließlich „sorgt eine Steigerung um zehn Dezibel für die Verdoppelung der Lautstärke“, weisen die Anwohner in ihrer Klage hin.

Tanklager und Stadt im Gespräch

Der Bebauungsplan aus dem Jahr 2004 sieht für das Wohngebiet keine Ausnahmeregelung in Sachen Lärm vor. Damals wurde dieser vom Gemeinderat auf der Grundlage eines Gutachtens mit 40 Dezibel beschlossen. Darüber ist nun eine Debatte entbrannt. Denn das TLS zweifelt das damalige Gutachten an und geht von Fehlern aus. Hingegen sieht sich die Stadt nicht in der Pflicht, da damals keine Klage dagegen erhoben wurde und inzwischen die Zuständigkeit für das Tanklager von der Kommune zum Regierungspräsidium übergewechselt ist (wir berichteten). Ein erster Schritt aufeinander zu wurde gemacht: In einem Gespräch wurde ein neues Gutachten von Stadt, TLS und Regierungspräsidium in Auftrag gegeben, „das bis nach dem Sommer fertiggestellt werden soll“, erklären TLS-Geschäftsführer Peter Meyer und der Geschäftsführer der Hafen Stuttgart GmbH, Carsten Strähle. Auf dessen Grundlage soll dann über die nötigen Maßnahmen entschieden werden. Eines ist jedoch sicher: Die zwischen 2001 und 2003 errichtete 12,5 Meter hohe Schallschutzwand am Tanklager reicht für das nur 150 Meter entfernte Wohngebiet nicht aus.

Discounter ALDI will Untertürkheimer Postgelände erwerbenPOST 1960

UNTERTüRKHEIM: UZ 5.5.2015
Interessent lässt Abriss und Neubau prüfen -
IHGV und Cap-Markt-Verantwortliche von Vorgehen der Stadt enttäuscht

Das Postgebäude steht zum Verkauf. Ein Discount-Unternehmen hat Interesse.
Die Firma plant, es abzureißen und im Neubau eine Filiale einzurichten. Foto: Enslin

Den Bürgern, dem Industrie-, Handels- und Gewerbeverein (IHGV) und dem Bezirksbeirat liegt Untertürkheims Ortskern am Herzen. Mit vielen Aktionen kämpfen sie für ein attraktives Zentrum. Das Postgebäude spielt eine wichtige Rolle. Nun soll es verkauft werden. Ein Discount-Unternehmen zeigt großes Interesse. In Gesprächen mit der Stadt wurde der Abriss und Neubau bereits erörtert. Der IHGV, Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel und Günther Sohst, Geschäftsführer der Cap-Märkte, sind enttäuscht über diese „unsensible Vorgehensweise“ der Stadt.

Von Mathias Kuhn

Im Bewusstsein der Bevölkerung nimmt das Postgebäude am Leonhard-Schmidt-Platz eine zentrale Position ein. Es ist die Anlaufstelle für Postkunden der Oberen Neckarvororte und städtebaulich das Pendant zum Bahnhofsgebäude - eine Institution. Das Postareal wird nun zum Kauf angeboten. „Offensichtlich will ein Discounter das Gelände erwerben, das Gebäude abreißen, einen Neubau erstellen und eine Filiale eröffnen“, hat IHGV-Vorsitzender Markus Krautter erfahren. Dieter Rentschler von der Wirtschaftsförderung der Stadt bestätigt gegenüber unserer Zeitung, dass es Gespräche zwischen dem potenziellen Investor, Stadtplanern und Wirtschaftsfördern gegeben habe. Dabei seien Eckpunkte, wie die Frage der Stellplätze, die Wegeverbindungen sowie die Gestaltung und das Aussehen eines Neubaus angesprochen worden. „Es muss ein neuer Bebauungsplan her, in dem die Vorgaben festgeschrieben werden“, sagt auch Stadtplaner Heinz Sonntag. Innerhalb der Rathausverwaltung sei geprüft worden, ob die Stadt das Vorkaufsrecht ausüben und die Immobilie erwerben könne. Die Experten sind skeptisch. Das Vorkaufsrecht ist nicht nachhaltig begründet. Die Stadt müsste ein großes, öffentliches Interesse nachweisen. In die Rechtsgeschäfte zweier Privatpersonen sich einzumischen, dazu fehle der Stadt die Grundlage.

Als Stadtplaner sieht Sonntag auch Chancen durch das Bauvorhaben. Mit einem entsprechenden Konzept könne der Ortskern durch das Objekt belebt werden. Sonntag denkt dabei nicht nur an großflächigen Lebensmittelhandel, der in das Gebäude einzieht. Der Investor sei durchaus bereit, als Projektentwickler für weitere Nutzer zu fungieren und damit Kunden in den Ortskern zu locken.

Sowohl IHGV-Vorsitzender Markus Krautter als auch Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel wollen die Auswirkungen des möglichen Vorhabens noch nicht bewerten. „Beurteilen können wir dies erst, wenn wir Details kennen“, sagt Krautter. Enttäuscht sind er und die IHGV-Mitglieder allerdings über das Vorgehen der Stadt. „Wir sitzen monatlich zusammen und beraten, wie wir den Stadtbezirk attraktiver machen können. Und dann erfahren wir per Zufall, dass es bereits konkrete Gespräche gegeben hat.“ In einem offenen Brief an Oberbürgermeister Fritz Kuhn beklagt er die fehlende Gesprächsbereitschaft.

Noch empörter ist Günther Sohst, Geschäftsführer der Markt & Service Gesellschaft, die die Cap-Märkte in Unter- und Obertürkheim betreibt. „Wir sitzen mit der Stadtverwaltung und anderen an einem Tisch, um ein Nahversorgungskonzept zu erarbeiten. Und diese Gesprächspartner gefährden jetzt mit einem Discounter in unmittelbarer Nachbarschaft die Existenz unseres Untertürkheimer Cap-Markts“, ärgert sich Sohst. Seit mehr als zehn Jahren garantieren die Cap-Märkte die Nahversorgung in den Ortskernen, haben erst jüngst wieder investiert und sich wirtschaftlich gefestigt. Und nun dies. Sohst kann sich nicht vorstellen, dass sich zwei Märkte in Untertürkheim rechnen. „Es ist ein existenzieller Eingriff in unsere Wirtschaftlichkeit.“ Da der Untertürkheimer und Obertürkheimer Cap-Markt nur gemeinsam betrieben werden können, seien beide Märkte und damit 30 Arbeitsplätze - darunter jene von 15 behinderten Beschäftigten - gefährdet. Sohst: „Ohne Not würde ein Vollsortimenter und gleichzeitig ein Sozialunternehmen platt gemacht.“

Schmetterlingsfest am Sa 2.5.2015 10-16 Uhr

Schmetterlingsfest in Untertürkheim

Mitgliedsbetriebe des Industrie-, Handels- u. Gewerbevereins Untertürkheim (IHGV) zeigen und bieten den Besuchern die aktuellen Frühjahrespflanzen und prachtvolle Eigenkreationen. In enger Kooperation mit den Untertürkheimer Vereinen zeigen diese ihr vielfältiges Angebot sowie die Mitgliedsunternehmen des IHGV ihre neusten Produkte und Dienstleistungen.

Termine / Ort

    • Sa., 02.05.2015 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr in der Füßgängerzone Untertürkheim und drumherum
  • Offizielles Video mit 3D Animation zum Straßenbauprojekt Rosensteintunnel
    am Leuzebad in Bad Cannstatt

Neue Leitungen wegen Stromausfall am Samstag 25.4.2015
zwischen 18:30 und 19 Uhr: Stromausfall in Untertürkheim

(ale) UZ - 28.4.2015 - Die Netze-BW hat die Leitungen im Bereich der Augsburger Straße aufgrund eines Stromausfalls ausgetauscht. Am Samstag um 18.34 Uhr kam es im Bereich der Hausnummer 300 „zu einem Kurzschluss in einer 16 KiloVolt Mittelspannungsleitung“, erklärt Netze-BW-Sprecher Hans-Jörg Groscurth.

Circa 200 Haushalte an der Augsburger und den angrenzenden Straßen im Ortskern waren betroffen. Nach lediglich 16 Minuten war durch den Notdienst eine Umleitung der Stromversorgung gesichert. Der Grund für den Kurzschluss ließe sich nicht exakt belegen. Um für die Zukunft aber erneut auftretende Fehler zu vermeiden, „wurde das fehlerhafte Kabel komplett ausgetauscht“.

Farbe auf dem Karl-Benz-Platz

UZ 25.4.2015 -UNTERTüRKHEIM: Aktionstag des Jugendrats und Jugendhauses - Bänke streichen und Masten „umhäkeln“

Bunte Reifen
Die Bunten Reifen der Aktion "BUNT STATT GRAU" sind am 1.Mai auf dem Karl-Benz-Platz angekommen und
mit Erde gefüllt bereit für Pflanzen aller Art - Foto: Enslin


Auf dem Karl-Benz-Platz ging es gestern Nachmittag bunt zu. Es wurde gestrichen, geschrubbt, gehäkelt und
genäht. Das Jugendhaus Café Ratz und die Projektgruppe des Jugendrats hatten zum Verschönerungstag
aufgerufen. Drei Stunden genügten ihnen, um mehr Farbe vor den Bahnhof zu bringen. Die rostigen
Sitzbänke strahlen nun Orange, Hellrot und Gelb-Grün. Und die grauen Pfosten des Infoturms? Sie sind
eingehüllt in einen „Schlauch“ aus vielen bunten, zusammengenähten Topflappen.

Von Mathias Kuhn
Manch ein Passant hielt gestern Nachmittag beim Verlassen der Bahnhofsunterführung kurz inne. Der Karl-Benz-Platz war belebt und zudem gerade dabei ein Stück seiner Tristesse zu verlieren. Die rostig-braunen Bänke hatten Mitglieder der Projektgruppe in Bearbeitung. Yunus Dukkatli und Florentine Schaupp bürsteten die letzten grün-braunen Farbreste sowie die Roststellen ab. Auf der gegenüberliegenden Seite behandelten Jule Christof und Nele Jutzeler die abgebürsteten Sitzflächen mit Farbrolle und Pinsel. „In einer langen Diskussion mit der Stadt haben wir drei fröhliche Farben genehmigt bekommen“, erzählt Nele Jutzeler. Ein frisches Gelb-Grün, ein fruchtiges Orange und ein helles Rot. Teamarbeit ist gefragt. Mit jedem Pinselstrich kommt mehr Pep auf den Platz. Orange-Rot-Gelb. Passanten, die auf einer Nachbarbank Platz genommen haben und ein „Feierabendbierchen“ trinken, beobachten das Treiben. „Eine tolle Idee. Es wirkt gleich fröhlicher und einladender“, freuen sie sich über die Verschönerung ihres Treffpunkts.

„Seit unserer ersten Sitzung als Projektgruppe lag uns das Aussehen des Karl-Benz-Platzes, den wir mehrfach in der Woche überqueren, am Herzen. Unser Ziel ist es, ihn attraktiver zu machen. Die braunen Sitzbänke störten uns“, erzählt Florentine Schaupp. Bis die Jugendlichen der Projektgruppe „grünes Licht“ bekamen, mussten sie einige Hindernisse überwinden, lernten nebenbei die Mühlen der Bürokratie kennen.

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Endlich ein bisschen Farbe auf dem Karl-Benz-Platz: Die Mitglieder der Projektgruppe des Jugendrats und Freunde
streichen die vormals rostige Sitzbank mit fröhlichen Farben und verzieren die Masten mit gehäkelten Flicken.. Fotos:Enslin

Die Jugendlichen wollten sich jedoch nicht mit dem Verschönern der Bänke begnügen. Auch die vielen farblosen Pfosten und Masten auf dem Karl-Benz-Platz tragen zur Tristesse bei. Deswegen hatten sie die Untertürkheimer gebeten, bunte Rechtecke - ähnlich einem Topflappen - zu häkeln und im Jugend- oder Bezirksrathaus abzugeben. „Rund 200 Rechtecke haben wir erhalten“, sagt Silvia Rehm, die Leiterin des Jugendhauses. Sowohl in den vergangenen Tagen als auch noch gestern auf dem Karl-Benz-Platz nähten Ehrenamtliche und Mitarbeiterinnen des Jugendhauses die Flicken zusammen. Marlene Blumenstock, Anne Manigk und Marina Bahnmüller übernahmen dann die Verkleidung der Masten. Staunend beobachteten Passanten das Treiben. Auf einer Leiter stehend, zogen die Jugendhausbesucherinnen Sarah und Jessi den Pfosten des Infoturms den „Strumpf“ über - ein Teppich voll bunter Flicken. Nicht jeder Passantin gefiel zwar die Farbzusammenstellung, aber „es sieht doch deutlich besser aus als vorher“, meinte eine Hedelfingerin.

Der Verschönerungstag war der Auftakt des Kommunalen Konfliktmanagements an Stadtbahnhaltestellen, das das Jugendhaus Café Ratz mit der SSB durchführt. Ziel ist es, den Platz zu beleben, zu gestalten und damit das Sicherheitsgefühl zu stärken.

Am Dienstag, 28. April, startet das Jugendhaus von 12 bis 16 Uhr eine Kletterturmaktion.

Fr 24. April 2015 - 16:00 Uhr - Ortsrundgang mit dem Bürgerverein durch Luginsland und Gehrenwald bis zum Alten Friedhof - Start 16 Uhr an der Gaststätte Luginsland - Fellbacher Straße 143 - Gratis - ohne Anmeldung

Flüchtlingsgespräche
Von Bertolt Brecht, Szenische Lesung mit den Schauspielern Andreas Weißert und Jürgen Mikol

ABZ

Flüchtlingsgespräche - Schauspielhaus Dortmund (Studio) von Bertolt Brecht mit Andreas Weißert und Jürgen Mikol

Die Flüchtlingsgespräche größtenteils entstanden in Brechts finnischem Exil 1940/41. Brecht lässt den Arbeiter Kalle und den Physiker Ziffel in einem Bahnhofsrestaurant in Helsinki aufeinandertreffen. Sie unterhalten sich über ihre politischen Ansichten, die internationale Lage, den Sozialismus, private Geschichten... „Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch“.

„Andreas Weißert gibt den Physiker Ziffel, Jürgen Mikol ist sein durchaus kongeniales Gegenüber Kalle. Die beiden bekannten Schauspieler stellen die ,Flüchtlingsgespräche' untadelig als konzentriertes Kammerspiel auf die Bühne, verzichten auf inszenatorische Schnörkel und erfreuen im Vortrag der mal gezierten, mal abgebrochenen, oft messerscharfen Brechtschen Zeilen ihr Publikum... Einige Male brachten die beiden zwischen szenischen Gesprächen aktuelle Texte zu Gehör. (...) Es ist ein Vergnügen, das Stück und diese beiden wunderbaren Schauspieler zu erleben." Westfälischer Anzeiger, 22. Februar 2015

„Es klingt alles so, wie wenn es gestern geschrieben worden wäre“, meint eine Theaterbesucherin nach der Aufführung

Am So 26.04.2015 von 18:00 bis 20:00

Stuttgart - ABZ Süd - Bruckwiesenweg 10

Telefon 0711/ 3 36 07 03

Eintritt frei - um Spenden wird gebeten

„Ausdruck und Gefühle!“

Eine künstlerische Aktionswoche zum Thema „Ausdruck und Gefühle“. Ratz

Der Kinderbereich des Kinder- und Jugendhauses Untertürkheim, „CAFE RATZ“, der Kindertreff Untertürkheim und das Spielmobil MOBIFANT veranstalten in diesem Jahr eine Kunstwoche in Untertürkheim.

In der Woche vom 4.-10. Mai 2015 gibt es unterschiedliche Möglichkeiten kreativ zu sein und Gefühle auszudrücken, mit Hilfe unterschiedlicher Materialien, Formaten und Farben.
Mit viel Gefühl wird es in Untertürkheim bunt.
Gefühle verschaffen sich farbenfroh und fantasievoll Ausdruck. Von Ytong- gestalten, über Papier und Leinwänden sind der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt.

Zum Abschluss öffnet am Sonntag, den 10.Mai das CAFE RATZ von 14.30-18 Uhr seine Türen und bietet mit fairgehandelten Produkte im Rahmen der Bewirtung allen Interessierten die Möglichkeit, sich über die „gefühlvollen“ Werke zu informieren. Alle Kunstwerke und Fotodokumentationen, die während der Woche entstanden sind, finden an diesem Termin ihren würdigen Abschluss in einer Ausstellung im Kinder und Jugendhaus in Untertürkheim.

Mo 4. Mai 2015: Kunstwocheneröffnung 14:00- 17:30 Uhr „Malen auf großen Formaten“
Wo: Im Kindertreff Untertürkheim, Strümpfelbacher Straße 38, 70327 Stuttgart

Di. 5. Mai 2015 14:30- 18:00 Uhr „ Kleine Künstler werden ganz groß!“ Mit der Künstlerin Maren Profke
Wo: Im KINDER RATZ des KJH CAFE RATZ, Margaretenstraße 67, 70327 Stuttgart

Mi. 6. Mai 2015 14:30- 18:00 Uhr „Aus Steinen werden Dinge- Arbeiten mit Ytong “
Wo: Spielplatz in der Wallmer Straße, Untertürkheim mit dem Spielmobil MOBIFANT

Do. 7. Mai 2014 14:30- 18:00 Uhr Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Spielplatz „Vielfalt der Gefühle“
Wo: Spielplatz in der Barbarossastraße, Stuttgart Untertürkheim- Luginsland mit dem Spielmobil MOBIFANT.

Fr. 8. Mai 2015: 14:30- 18:00 Uhr „Die farbenfrohe Welt der Gefühle“ Mit der Künstlerin Maren Profke
Wo: Spielplatz in der Lotharstraße, Stuttgart Untertürkheim-Luginsland mit dem Spielmobil MOBIFANT

So. 10.Mai 2015: Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ: Ausstellung der Wochenergebnisse! 14:30- 18:00 Uhr
In und um das Kinder- und Jugendhaus Untertürkheim, Margaretenstraße 67, Stuttgart- Untertürkheim findet eine Ausstellungen, Fotopräsentation und „faire“ Bewirtung statt. Es lohnt sich am Muttertag einen Ausflug zu machen und sich bei Spiel und Aktion die Kunstwerke zu betrachten. Rückfragen unter 0711/3365234-0.

Untertürkheim ist Stadtmeister bei Let’s Putz 2014

UZ 18.4.2015 - UNTERTüRKHEIM: Ordnungsbürgermeister Martin Schairer gratuliert Stadtbezirk zum ersten Platz

Bei der von der Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine (AGUV) durchgeführten Stadtbezirksputzete kehrten 452 Untertürkheimer im vergangenen Jahr die Plätze im Ort. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sorgten in Untertürkheim damit die meisten „Putzer“ für mehr Sauberkeit im Stadtgebiet. Den Lohn überreichte Ordnungsbürgermeister Martin Schairer gestern stellvertretend zwei Schülerinnen der Wilhelmsschule sowie AGUV-Chef Werner Feinauer: 3000 Euro und den Titel als Let’s-Putz-Stadtmeister 2014.

2014
Bürgermeister Martin Schairer (vorne sitzend) inmitten der Gewinner des
Aufräumwettbewerbs Let’s putz. 2014 hat Untertürkheim - stellvertretend die Schüler
der Wilhelmsschule - die Stadtbezirksmeisterschaft gewonnen. Foto: Kuhn

Von Mathias Kuhn

Große Aufregung gestern im Untertürkheimer Bezirksrathaus. Der Verein Sicheres und Sauberes Stuttgart und die Landeshauptstadt kürten die Gewinner des stadtweiten Aufräumwettbewerbs Let’s putz 2014. „1998 hat die Stadt erstmals zur Let’s-Putz-Aktion aufgerufen. Bei der Premiere machten damals 7000 Stuttgarter mit. Mit diesem großen Zuspruch kam die Landeshauptstadt sogar ins Guinness-Buch der Rekorde“, erklärte Schairer den jungen Sängerinnen und Sängern des Chors der Untertürkheimer Wilhelmsschule. Der Elan der erfolgfreichen Putz-Premiere ist zwar etwas abgeebbt. Vergangenes Jahr schwangen aber immer noch mehr als 2300 Bürgerinnen und Bürger für Let’s putz die Besen, sammelten Verpackungs- und anderen Müll auf und verstauten den Abfall in Plastiksäcke.

„Wie wichtig den Stuttgartern die Sauberkeit in der Stadt ist, zeigen Umfragen“, betonte Schairer. Bei der seit 2009 durchgeführten Bürgerbefragung stieg das Thema „Müll“ als Sorgenkind vom elften Platz auf den sechsten Platz. Noch frappierender: Bei Umfragen unter Kindern und Jugendlichen liegt „Sicherheit und Sauberkeit“ an erster Stelle. Zurecht, meinte Schairer. „Denn die Sauberkeit ist die kleine Schwester der Sicherheit. Wo es bereits dreckig ist, wird noch mehr Müll abgeladen und dann fühlt man sich dort als Bürger auch nicht mehr wohl“, so Schairer.

Aus diesem Grund haben die Untertürkheimer bereits 1993 zur ersten Stadtbezirksputzete aufgerufen. „Jedes Jahr an einem Samstag im März machen Mitglieder der Untertürkheimer Vereine, Einrichtungen und Bürger die Plätze sauber“, erklärte AGUV-Chef Feinauer. Mehrmals kamen die Untertürkheimer damit aufs Siegertreppchen. Beim 20. Mal 2014 schafften die Untertürkheimer es sogar ganz nach oben. Mit 452 „kleinen und großen Müllmännern und -frauen“ brachte Untertürkheim im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Putzer auf die Straße und errang damit die Let’s-Putz-Stadtmeisterschaft 2014. Schairer und Klaus Thomas, der Vorsitzende des Fördervereins Sicheres und Sauberes Stuttgart, beglückwünschten stellvertretend zwei Schülerinnen und Feinauer. Bankmanager Thomas hatte einen großen Scheck mitgebracht. „Als Gewinner des ersten Preises erhalten Sie 3000 Euro“, erklärte der Vereinsvorsitzende.

Auf den zweiten Platz kam der Stadtbezirk Mühlhausen. In dem einwohnerstärkeren Stadtbezirk haben während der Aktionswochen 668 fleißige Helferinnen und Helfer ihren Stadtteil - hauptsächlich wohl Neugereut - gesäubert. Auf den gemeinsamen dritten Platz kamen Botnang und Plieningen, die Weilimdorf auf den vierten Platz verwiesen.

„Damit haben alle, die sich an unserem Let’s-Putz-Wettbewerb beteiligt haben, dazu beigetragen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt wohlfühlen“, bedankte sich Thomas.

Die Stadtbezirksputzete trage jedoch nicht nur direkt zur Ortsbildverschönerung bei, betonte Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel. „Die Teilnahme macht jedem deutlich, dass man auch selber für die Sauberkeit und Ordnung in seinem Umfeld verantwortlich ist“, wandte sich die zweifache Mutter an die jungen Putzer der Wilhelmsschule. Dann könne man auch einmal jemanden, der seinen Abfall einfach auf die Straße werfe, ansprechen, dass das nicht in Ordnung sei, meinte auch Schairer.

Wie Fellbach vor 70 Jahren vorübergehend nach Stuttgart kam

UZ 30.4.2015
n den Tagen nach Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren sind sich die Besatzer uneins über die Zuordnung der Stadt
Fellbach 1945
Vertreter der amerikanischen Militärregierung besuchen die „Fellbacher Leistungsschau“
im September 1945 in der Alten Kelter. Foto: Stadt Fellbach/Archiv
Fellbach (red) - Wussten Sie eigentlich, dass Fellbach unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unverhofft und gegen seinen Willen „stuttgartisiert“ wurde? Allerdings nur für wenige Wochen, bis sich die Besatzungsmächte darüber einig waren, in welche Einflusszone Fellbach letztlich gehört.

Und so hatte das Ganze begonnen: Nachdem die amerikanischen Truppen Fellbach am 22. April 1945 besetzt hatten, war ihr Aufenthalt in der Kappelbergstadt nur von kurzer Dauer. Bereits am 8. Mai verließen sie die Stadt wieder und eine marokkanische Einheit bezog hier Quartier. Die Stadt wurde zur französischen Besatzungszone erklärt und ohne große Ankündigung Stuttgart zugeschlagen.

In einer außerordentlichen Beratung des Fellbacher Kommunalbeirats am 23. Juni 1945 befasste man sich mit der „Zuteilung von Fellbach zu Groß-Stuttgart“. Der eigens zu diesem Anlass erschienene Stuttgarter Oberbürgermeister Arnulf Klett erklärte den Mitgliedern des Beirats, dass „die französische Militärregierung die Entscheidung über die vorläufige Zuteilung von Fellbach nach Groß-Stuttgart getroffen hat“. An dieser Entscheidung sei weder er noch sonst irgendjemand in Stuttgart beteiligt gewesen. Ihn habe die Entscheidung selbst überrascht. Er glaube auch nicht, dass die Entscheidung von Fellbach aus herbeigeführt worden sei. Seiner Meinung nach handle es sich ausschließlich um eine einseitige Maßnahme der Militärregierung. Durch diese Entscheidung sei Fellbach, so Klett weiter, nunmehr aus dem Kreis Waiblingen herausgenommen und dem Stadtgebiet Stuttgart zugeteilt worden. Als objektive und sachliche Begründung der Entscheidung der Militärregierung sehe er die zwischen dem amerikanischen und französischen Einflussgebiet gezogene Grenze zwischen Fellbach und Waiblingen an.

Diese Mitteilung rief bei den Mitgliedern des Kommunalbeirats keine Begeisterung hervor. So kritisierte Beirat Schnaitmann, früher habe Stuttgart die Eingemeindung Fellbachs abgelehnt und jetzt, wo Stuttgart ein Trümmerhaufen sei, wolle man Fellbach nur wegen seines landwirtschaftlichen Einschlags nach Stuttgart eingemeinden. Beirat Häußermann bemerkte, dass man von der landwirtschaftlichen Bevölkerung aus keine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart erhoffe.

Auch in der Bevölkerung führte die Einverleibung Fellbachs durch Stuttgart zu Diskussionen und Auseinandersetzungen. Der Verdacht wurde laut, dass die französische Militärregierung auf Kletts Initiative hin diese Eingliederung erwirkt habe.

Der Stuttgarter Oberbürgermeister hatte dann die Aufgabe, einen Bezirksbürgermeister für Fellbach einzusetzen. Der bisherige Fellbacher Bürgermeister Alfons Meyer wurde nicht in die Liste der Kandidaten aufgenommen, die für dieses Amt vorgeschlagen wurden. Damit war seine kurze Zeit als Fellbacher Ortsvorsteher beendet. Die Wahl fiel am 29. Juni schließlich auf den Stuttgarter Stadtamtmann Class.

Aber bereits am 7. Juli teilte die amerikanische Militärregierung dann allerdings überraschend mit, dass Fellbach doch wieder dem Kreis Waiblingen zugeteilt worden sei. Am darauffolgenden Tag zogen amerikanische Truppen in Fellbach ein. Die Bürgerinnen und Bürger Fellbachs atmeten auf, weil damit auch die strengen Beschlagnahme- und Ablieferungsvorschriften der Franzosen aufgehoben wurden und Fellbach wieder seine Selbstständigkeit erhielt.

Das Kriegsende im April 1945 in Stuttgart vor 70 Jahren

Texte aus Stuttgarter Zeitung - http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ende-des-zweiten-weltkriegs-in-stuttgart-drei-furchtbare-tage-im-april.4db91355-7a93-4448-9b33-25c436205124.html

Dienstag, 3. April 1945Wilhelm Murr

Am Tag nach dem Ostermontag ruft Wilhelm Murr, der württembergische Reichsstatthalter und Reichsverteidigungskommissar, die Operation „Schwabentreue“ aus. Danach sollen alle Betriebe Stuttgarts zerstört werden. Eine militärische Verteidigung der Stadt bis zuletzt wird befohlen.

Mittwoch, 4. April 1945

OB Karl Strölin, der lange auch überzeugter Nationalsozialist war, versucht, Murr umzustimmen – vergebens.

Dienstag, 10. April 1945

OB Karl Strölin teilt einem französischen Mittelsmann mit, dass er bereit sei, Stuttgart kampflos zu übergeben.

Donnerstag, 19. April 1945Strölin Stadtarchiv

Das Reichssicherheitshauptamt in Berlin erfährt von Karl Strölins Vorstoß und befiehlt dessen Verhaftung. Der Funker, der die Nachricht weiterleiten soll, erkennt deren Brisanz und vernichtet sie.

Freitag, 20. April 1945

Tagsüber: Die Stadt ist über das Neckartal in Richtung Schwäbische Alb noch offen: Zahlreiche nationalsozialistische Funktionäre, an der Spitze Wilhelm Murr und Ministerpräsident Christian Mergenthaler, flüchten aus Stuttgart. Im Laufe des Tages wird Stuttgart im Norden, Westen und Süden von den Franzosen und im Osten von den Amerikanern eingeschlossen.

18 Uhr: Einheiten der 5. Französischen Panzerdivision rollen in Plieningen und später in Möhringen ein.

In den Abendstunden: Feindliche Artillerie nimmt die Innenstadt, Zuffenhausen, Weilimdorf, Gablenberg und Bad Cannstatt unter Beschuss.

In der Nacht: Die Franzosen nehmen auch den Stadtteil Degerloch ein. Ihnen begegnet nur geringer Widerstand durch den Volkssturm.

Samstag, 21. April 1945

5.45 Uhr: Nachdem der Wehrmacht das Vorrücken der 100. US-Division gemeldet wird, zerstören deutsche Verbände die ersten von zwölf Neckarbrücken. Am Nachmittag und am Abend explodieren weitere Brücken. Nur der Berger Steg, an dem die Wasserversorgung hängt, bleibt unbeschädigt.

6 Uhr: Wehrmachtskommandant Paul Marbach gibt den deutschen Truppen in Stuttgart den Befehl, ihre Stellungen zu räumen, vermutlich gegen seine Überzeugung. Der eigentliche Auslöser für den Befehl ist General Kurt Hoffmann. Dieser Befehl und die Bemühungen Strölins verhindern ein Blutvergießen in Stuttgart. Beim Rückzug durch das Neckartal in Richtung Metzingen zerstört die Wehrmacht gegen 21 Uhr auch die letzte verbliebene Straßenbrücke über den Neckar bei Untertürkheim.

Nachmittag: Aus Richtung Vaihingen/Enz und Korntal her her rückt die 3. algerische Division nach Zuffenhausen und Stammheim vor.

Nachmittag und Abend: Über die Neue Weinsteige dringt die 5. Französische Panzerdivision ins Stadtzentrum ein. Das 4. tunesische und marokkanische Jägerregiment marschiert in Heslach ein. Von Böblingen her nähern sich Verbände Vaihingen; dort leistet die Flak drei Stunden lang Widerstand. Die meisten Stuttgarter erleben den Tag im Bunker.

Sonntag, 22. April 1945

11 Uhr: OB Karl Strölin übergibt die Stadt dem französischen General Schwartz im Ritter in Degerloch. Währenddessen besetzen die Franzosen die übrigen Stuttgarter Stadtteile. Insgesamt nehmen die Franzosen mehrere hundert deutsche Gefangene.

14 Uhr: Nach Rotenberg, Uhlbach, Unter- und Obertürkheim nimmt die 100. US-Division auch Bad Cannstatt. Der Neckar bildet die vorläufige Trennungslinie zwischen Franzosen und Amerikanern.

Stadtteilbibliothek - Schmökerstunde nun auch am Samstag ab 2.5.2015

S-BüchereiUZ 14.4.2015 - UNTERTüRKHEIM:
Stadtteilbibliothek reagiert mit geänderten Öffnungszeiten auf Ganztagesschule und Einkaufsverhalten

(mk) - Alles neu macht der Mai - auch in der Stadtteilbibliothek Untertürkheim. „Wir passen unsere Öffnungszeiten den gesellschaftlichen Veränderungen an. Von 2. Mai an können die Bürgerinnen und Bürger bei uns auch samstags Bücher und andere Medien ausleihen oder in Zeitschriften schmökern“, sagt Annette Hauser, die Leiterin der Stadtteilbibliothek. Der Auftakt erfolgt im Rahmen des Schmetterlingsfestes. - Foto: Enslin -

In den meisten Stadtteilbibliotheken ist es bereits Gewohnheit, nun zieht auch die Untertürkheimer Stadtteilbibliothek nach: Bislang blieben die Türen der Untertürkheimer Einrichtung am Samstag geschlossen. Ab Mai wird sich dies ändern. „Wir merken das geänderte Freizeitverhalten. Viele Schülerinnen und Schüler sind durch den Ganztagesbetrieb in den Schulen eingespannt und können deswegen nicht mehr entspannt in die Bücherei kommen“, so Hauser. Auch bei den Erwachsenen hat sich das Alltagsverhalten geändert. Der Samstag ist zu einem wichtigen Tag für Einkäufe und Erledigungen geworden. Die Stadtteilbibliotheken haben sich deswegen zum Ziel gesetzt, für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein, wenn diese auch Zeit haben.

„Um diesen veränderten Lebensbedingungen der Familien und Berufstätigen entgegenzukommen, werden wir ab Mai auch samstags von 10 bis 14 Uhr öffnen“, sagt Hauser. Die sonstigen Öffnungszeiten wurden leicht abgeändert. Die Stadtteilbibliothek hat nun donnerstags erst ab 14 Uhr, freitags, am traditionellen Markttag in Untertürkheim, aber schon ab 10 Uhr geöffnet. Ein weiteres Entgegenkommen für die Leserinnen und Leser. Montag ist dann der Schließtag. Bürger haben aber immer die Möglichkeit, ihre Medien online über die Homepage unter dem Punkt Katalog/Konto zu verlängern, die Ausweisnummer auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen oder auch eine E-Mail an Stadtteilbibliothek.untertuerkheim@stuttgart.de zu schreiben. Hauser: „Wir freuen uns, wenn sie die Bücherei samstags besuchen. Mit einem gültigen Bibliotheksausweis können sie unsere PCs und Laptops inklusive WLAN nutzen.“ Oder: Wie wäre es, mit den Kindern und Enkeln die neuesten Brettspiele auszuprobieren und ohne Zeitdruck im Medienangebot zu stöbern? Zudem liegen samstags die Ausgaben der frisch erschienen Zeitschriften aus. Diese kann man im Lese-Café bei einer Tasse Kaffee lesen. Die neuen Öffnungszeiten wollen die Mitarbeiter gebührend feiern. Das Eröffnungsfest am 2. Mai fällt glücklicherweise mit dem Schmetterlingsfest in Untertürkheim zusammen. „Am 2. Mai, von 10 bis 14 Uhr, laden wir alle ein. Wir haben ein kleines Rahmenprogramm, das sich an junge Leserinnen und Leser richtet, aber natürlich auch einige Überraschungen und Angebote für die Erwachsenen“, sagt Hauser.

Hommage an acht kreative Köpfe aus Untertürkheim

UZ 10.4.2015 -ROTENBERG: Bürgerverein eröffnet am Sonntag neue Ausstellung über Untertürkheimer Künstler im 20. Jahrhundert

Vetter
Peter Vetter zeigt mit der Bürgervereins-Ausstellung „Untertürkheimer Künstler im 20. Jahrhundert“,
welch künstlerisches Potenzial der Stadtbezirk hervorgebracht hat. Die Hommage an acht Künstler
wird am Sonntag eröffnet. Foto: Kuhn

(mk) - Worpswede oder Murnau sind unter Kulturfreunden als Künstlerorte bekannt. Der Bürgerverein Untertürkheim zeigt nun die kreativen Potenziale, die Untertürkheim hervorgebracht hat. Peter Vetter stellt acht über die Region hinaus bekannte Künstler vor, die mindestens eines gemein haben: Sie haben in Untertürkheim im 20. Jahrhundert gelebt und gewirkt. Die Ausstellung wird am Sonntag, 12. April, um 11 Uhr eröffnet.

Es ist zum Jammern: Das Heimatmuseum in Dachgeschoss der alten Schule in Rotenberg ist einfach zu klein, um den acht großen Untertürkheimer Künstlern den entsprechenden Platz zu bieten. „Wir können hier aus Platz-, aber auch aus versicherungstechnischen Gründen keine Original-Werke ausstellen“, bedauern Ausstellungsmacher Peter Vetter und Bürgervereinsvorsitzender Klaus Enslin. Zu umfangreich und zu wertvoll sind die Werke der acht kreativen Köpfe aus Untertürkheim. Karl Ellsässer, Katharina Esslinger, Emil Glücker, Eugen Häfele, Käte Schaller-Härlin, Carl Schmauck, Leonhard Schmidt und Gertrud Stecher - jeder oder jede für sich hätte als Persönlichkeit eine Einzelausstellung verdient und die Ausstellungsmacher könnten diese auch problemlos mit deren Werken füllen. Carl Schmauck ist dabei so etwas wie der „Vater“ der Untertürkheimer Künstlerkolonie. Seine Gemälde mit religiösen Motiven, darunter die Bergpredigt, sind bundesweit bekannt. Kate Schaller-Härlin, die Bundespräsident Heuss porträtiert hat, aber auch durch ihre Fresken und Hinterglasmalereien bekannt wurde, Karl Ellsässer und Emil Glücker standen mit Schmauck familiär in Verbindung. Das Stuttgarter Wappen mit dem „Rössle“ hat Glücker 1938 im Auftrag der Stadt geschaffen.

Leonhard Schmidt ist sogar als der „Maler vom Roten Berg“ als der bedeutende Vertreter der Neuen Sachlichkeit in die Kunstgeschichte eingegangen. Eugen Häfeles Werke hängen nicht nur im Weinbaumuseum. Seine Gemälde und vor allem seine geschnitzten Szenen verdeutlichen den Weinbau und Alltag im Wengerterdorf von einst. Auch Katharina Esslinger, Gemahlin des Untertürkheimer Stadtpfarrers, hielt in ihren Gemälden Untertürkheim und die Weinberge in Federzeichnungen und naturgetreuen Aquarellen fest. Gertrud Stecher hat sich dagegen einem Stil verschrieben, der an Hundertwasser erinnert. „Wir haben hier eine große Bandbreite an Stilen, aber auch Gemeinsamkeiten,“ sagt Vetter. Auf je einer Stellwand hat er mithilfe von Gestalter Klaus Zieher Werke des jeweiligen Künstlers und biografische Daten zusammengestellt. Das Ganze ist eine Hommage an die Kunstschaffenden im Stadtbezirk. Bewusst konzentrieren sich die Ausstellungsmacher dieses Mal auf verstorbene Künstler. „Aber der künstlerische Geist lebt weiter. Etliche Künstlerinnen und Künstler wirken noch im Stadtbezirk“, sagt Enslin.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 12. April, 2015 um 11 Uhr, im Ortsmuseum in der Württembergstraße 312 eröffnet. Vetter lädt um 11 und 14 Uhr zu einer kleinen Führung ein. Zusätzlich hat der Verein eine Ausstellung über die Geschichte der Straßenbahn neu aufgebaut.

Das Museum ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

So 3.5.2015 von 14-16 Uhr - Untertürkheimer Künstler im 20.Jahrhundert Plakat

Untertürkheimer Künstler im 20.Jahrhundert

Der Bürgerverein Untertürkheim öffnet am Sonntag, 3. Mai 2015 von 14 bis 16 Uhr das Ortsmuseum Untertürkheim/ Rotenberg mit der neuen Sonderausstellung "Untertürkheimer Künstler im 20. Jahrhundert”.


Die typischen Arbeiten folgender Künstler werden präsentiert: Karl Ellsässer, Katharina Eßlinger, Emil Glücker, Eugen Häfele, Käte Schaller-Härlin, Carl Schmauk, Getrud Stecher und Leonhardt Schmidt.

Zusätzlich gezeigt wird dieses Jahr eine Präsentation vom Jahr 2000 zum Thema „90 Jahre Straßenbahn in Untertürkheim“.

Die heimatgeschichtliche Ausstellung im Alten Schulhaus in Rotenberg, Württembergstraße 312, ist am 12. April erstmals in diesem Jahr geöffnet, danach von Mai bis September an jedem ersten Sonntag von 14 bis 16 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos unter www.bv-untertuerkheim.de

Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim am Dienstag, 21. April 2015

Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim
am Dienstag, 21. April 2015, 18:30 Uhr
im Bezirksrathaus Untertürkheim - Sitzungssaal
- Großglocknerstr. 24-26

1 Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtbezirk

2 Stuttgart 21: Angepasstes Verkehrsführungskonzept für die Stadtbahnlinien U4 und U9 mit Bezug auf Untertürkheim
Referenten: SSB AG - Herr Reichle, Leiter Technische Infrastruktur und Herr Himmelmann, Leiter Unternehmensbereich Betrieb

3 Geplante Baumaßnahmen der Netze BW im Jahr 2015 in Untertürkheim
Referent: Netze BW - Herr Alexander Kustos

4 Förderung bürgerschaftlicher Aktivitäten
a) Antrag der Linden-Realschule für ein deutsch-französisches Berufsorientierungsangebot
Antrag der Schule vom 04.11.2014
b) Antrag der SG 07 Untertürkheim für ein Internationales Jugendturnier
c) Antrag des AWO Begegnungs. und Servicezentrums Widdersteinstraße für ein Tanzprojekt mit Senioren

5 Kommunales Konfliktmanagement – Projekt des Kinder- und Jugendhauses CAFE RATZ und der SSB AG
Referentin: Frau Rehm, Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ

6 Anträge, Anfragen und Anregungen
a) Neuer Standort für einen Glascontainer in der Barbarossastraße
Antrag der SPD-Bezirksbeiratsfraktion vom 23.03.2015

7 Bekanntgaben

KITA-NEUBAU - Neues Domizil für 30 Kinder

UNTERTüRKHEIM: Johanniterunfallhilfe übernimmt am 1. Juni Kita-Neubau in der Großglocknerstraße KITA

Der weiße Neubau mit den großen Glasfenstern zieht die Blicke der Passanten in der Großglocknerstraße fast magisch an. In den vergangenen Wochen hat der schmucke Neubau am Alten Friedhof an Gestalt gewonnen. Am 1. Juni wird die neue Kindertagesstätte mit 30 Plätzen öffnen. Die Johanniterunfallhilfe wird die Kita betreiben. Mindestens so sehenswert wie die Vorderfront ist die Rückseite. Dort entsteht ein neues Spielparadies - der Kita-Außenbereich und ein neuer öffentlicher Spielplatz. - Von Mathias Kuhn - Foto:Enslin

Monatelang straften Fußgänger und Autofahrer die Baustelle am Alten Friedhof Untertürkheim mit Missachtung oder ärgerten sich über die Engstelle in der Straße. Seit wenigen Wochen betrachten viele den Neubau mit neugierigen Augen. Der Rohbau hat - spätestens, seitdem vergangene Woche die Fenster eingebaut wurden - sich zu einem schmucken Gebäude gemausert. Die weiße Fassade und der Baukörper ziehen die Blicke an. Gestern trugen Handwerker die ersten Möbel für die Inneneinrichtung in die künftige Kindertagesstätte, vor dem Gebäude wurde an der Einfassung gearbeitet und auf dem Alten Friedhof selbst gestalten Spezialisten den Spielplatz. „Abgesehen von einer kleinen Verzögerung um etwa drei Wochen liegen wir bestens im Zeit- und auch im Kostenplan“, sagt Hellmuth Aydt vom Hochbauamt der Stadt zufrieden. Schließlich stellte die Verkehrssituation auf der Großglocknerstraße, die Enge, das Bauen am Rand des denkmalgeschützten Alten Friedhofs die Männer vom Bau vor einige Herausforderungen.

Im September 2013 hatten die Arbeiten mit dem Abriss des alten, maroden Gebäudes in der Großglocknerstraße 49 begonnen. Beim Aushub hatte es zeitliche Verzögerungen gegeben, die jedoch fast aufgeholt werden konnten. Wie das vorige viergeschossige Gebäude steht auch die neue Kindertagesstätte parallel zur Großglocknerstraße. Allerdings ist der Gebäudekörper etwas länger, rückt näher an die Bushaltestelle. Außerdem wurde die Kita etwas in Richtung einstiger Friedhofsmauer gerückt, um einen breiteren Gehweg zu ermöglichen. Zwischen dem Neubau und der einstigen Oberen Apotheke ist ein kleiner Vorplatz mit wenigen Stellflächen für Autos. Von hier erfolgt auch der Zugang ins Erdgeschoss. Das Erdgeschoss ist für Büros, Verwaltung und die Küche reserviert. Die Gruppenräume für die Kinder verteilten sich auf den ersten Stock und das Dachgeschoss. Vom ersten Stock führt eine Treppe in den neu gestalteten Außenbereich. „Was die Baufertigstellung betrifft, werden wir das Kita-Gebäude im Mai übergeben können“, so Aydt. Dann erfolge die Inneneinrichtung und Möblierung. Die Stadt hat 2,014 Millionen Euro investiert.

Attraktive Spielplätze

Trägerin der neuen Kita ist die Johanniterunfallhilfe. „Wir wollen die Einrichtung zum 1. Juni eröffnen“, sagt Kristine Eberhardt von der Johanniterunfallhilfe. Für zehn Kinder im Alter von null bis drei Jahren und für 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren wird sie zum neuen Domizil. „Das Mittagessen wird vor Ort frisch gekocht. Die Kinder erleben die Zubereitung mit“, sagt Eberhardt. Zum Konzept gehöre auch, dass gemeinsam an einem Tisch gegessen werde. Eberhardt:„Die Kinder sollen bei uns einen normalen Alltag sowie Werte wie Toleranz und Offenheit erleben.“ Über die Treppe erreichen sie die Außenanlagen.

Ein Stück des Alten Friedhofs wurde für den abgesperrten Kita-Spielbereich abgezweigt. Die Spielgeräte - auch in Form einer Heuschrecke - sind bereits aufgebaut. Andere Kinder müssen aber nicht neidisch über den Zaun blicken. Auch der öffentliche Spielplatz wird neu gestaltet. 3700 Quadratmeter Fläche stehen dafür zur Verfügung. Für jedes Alter wird es etwas geben: Tischtennisplatten für ältere, Sand- und Wasserbereich für Kleinkinder, Klettermöglichkeiten und Geräte, um die Balance zu schulen. 245 000 Euro steckt die Stadt in den öffentlichen Spielbereich, der vermutlich kurz vor den Sommerferien in Betrieb gehen wird. „Das Gras muss anwachsen, sich etablieren, bevor Kinder darauf spielen dürfen“, sagt Walter Wagner vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt.

Augsburger Straße gesperrt

UZ 10.4.2015 -UNTERTüRKHEIM:
Pflasterbelag im Ortskern zwischen Arlbergstraße und Leonhard-Schmidt-Platz wird erneuert

(ale) - Ab Montag 13.4.2015 müssen sich Autofahrer im Ortskern von Untertürkheim auf Umwege einstellen. Die Augsburger Straße wird zwischen der Arlbergstraße und dem Leonhard-Schmidt-Platz für den Verkehr komplett gesperrt. Grund ist die Sanierung des losen Pflasterbelags und des rissigen Asphalts. Für die Arbeiten sind laut Tiefbauamt circa zwei Wochen geplant.

„Es ist das Teilstück, das wir im vergangenen Jahr nicht mehr geschafft haben“, erklärt Reinhard Noll vom Tiefbauamt. Damals wurden bereits die Arlbergstraße und auch die Kreuzung zur Augsburger Straße saniert. Der Bereich ab der Hausnummer 355 auf Höhe der Einmündung der Nebelhornstraße bis zum Leonhard-Schmidt-Platz wird nun ab Montag in Angriff genommen.

„Dafür wird die Augsburger Straße auf diesem Abschnitt komplett gesperrt“, sagt Noll. Per Wurfsendung wurden die Anwohner bereits informiert und auch die Parkverbotsschilder weisen entlang der Straße darauf hin. Ab Montag um 7 Uhr ruht der Verkehr. Kunden, die die Geschäfte entlang der Straße anfahren wollen, müssen den Umweg über die Arlbergstraße entlang des Bahnhofs nehmen, um das Parkdeck hinter der AOK anfahren zu können. Lediglich der Lieferverkehr für die Einzelhändler, insbesondere für den Cap-Markt, soll eingeschränkt möglich sein. „Bis zur Baustelle selbst können auch Anlieger anfahren“, sagt Noll. Dafür ist die sonst gültige Einbahnstraßenregelung für den Bereich der Augsburger Straße während der Bauphase aufgehoben.

Die Sanierung ist zwingend notwendig, da der Belag über die Jahre sehr schlecht geworden ist. „Die Pflastersteine klappern seit vielen Jahren“, sagt Noll. Bei Niederschlag werden Teile des Splituntergrunds ausgespült. Zudem ist der Asphaltbelag entlang des ehemaligen Café Schwarz rissig geworden. Deshalb wird nun in zwei Abschnitten das Teilstück komplett saniert. Zunächst wird der Pflastersteinbelag von der Höhe der Einfahrt zur Tiefgarage des Cap-Markts bis zum Leonhard-Schmidt-Platz saniert. „Dabei sollen die Pflasterbereiche verstärkt und auch ein wenig erweitert werden“, sagt Noll. Insgesamt knapp 50 Zentimeter Höhe umfasst der neue Belag. „Das sollte für die Belastung in der Anliegerstraße reichen.“ Im zweiten Bauabschnitt wird dann der Asphaltbelag entlang des ehemaligen Café Schwarz erneuert.

Insgesamt circa zwei Wochen Bauzeit sind für die 15 000 Euro teure Sanierung eingeplant. „Vielleicht werden wird auch ein wenig schneller fertig“, stellt Noll für Anwohner und Geschäfte in Aussicht.

Hingegen bereits heute sollen voraussichtlich die Sanierungsmaßnahmen an anderer Stelle im Ortskern von Untertürkheim nach teilweise langwieriger Verzögerungen abgeschlossen sein. Das letzte Teilstück der Ifenstraße an der Einmündung zur Kappelbergstraße erhielt einen komplett neuen Belag.

La vie en couleur – Das Leben in Farbe - Gasthof Waldhorn28.3. - 9.5.2015

Arbeiten von Claudine Geils

Ausstellung vom 28. März bis 9. Mai 2015

Gasthof Weinstube Waldhorn
Stuttgart-Untertürkheim
Großglocknerstraße 63

geöffnet: freitags 11 bis 14 Uhr
sonntags bis donnerstags 11 bis 14 Uhr/17 bis Ende

tout feu tout flamme/Foto: Claudine Geils

Vernissage am 9. April 2015, 18 Uhr

Ältester Mann in Stuttgart: Paul Rutert - Singende Frohnatur seit 106 Jahren

UZ 4.4.2015 - UNTERTüRKHEIM:
Paul Rutert stimmt mit seinen Gästen Geburtstagslieder an - Ältester Mann in Stuttgart

(mk) - Finanzbürgermeister Michael Föll wusste es bereits, Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel hatte sich darauf vorbereitet. An Paul Ruterts Geburtstag werden Ständchen gesungen. Die Gratulanten bildeten den Chor, die kräftigste Stimme hatte der Jubilar. Paul Rutert feierte am Donnerstag den 106. Geburtstag. „Damit sind sie der älteste Mann in Stuttgart“, gratulierte Föll. Dank vieler Helfer versorgt Rutert sich selbst und ist geistig „auf Zack“. Paul Rutert 106 Jahre

Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel und Finanzbürgermeister Michael Föll gratulierten am Donnerstag Paul Rutert zu seinem 106. Geburtstag. Foto: Kuhn

Die Liste, auf der Rutert die Gratulanten notierte, umfasste am Mittag bereits eine DIN A4-Seite, das Wohnzimmer saß voller Besucher, im Mittelpunkt stand Rutert, der sich über die „lieben Gratulanten, die mir meinen Geburtstag verschönern“, freute. Finanzbürgermeister Michael Föll ist bereits Dauergast. Er besuchte den Untertürkheimer zum 100. Geburtstag, gratulierte Rutert und dessen verstorbenen Frau zur Gnadenhochzeit, verlieh ihm die Ehrenmünze und amüsierte sich bereits vor einem Jahr über die Sangesfreude des Jubilars. Auch am Donnerstag stellte Rutert, der seit 70 Jahren Mitglied der Chorgemeinschaft Untertürkheim ist, den Anwesenden eine musikalische Frage. „Lebt denn der alte Rutert noch?“, erklang seine Stimme zur Melodie des Holzmichels und die Runde antwortete voller Überzeugung: „Ja, er lebt noch. Er lebt noch“ - und zwar frohgemut wie eh und je, waren die Gäste gewillt zu texten. Denn mehrfach hatte der 106-Jährige die Lacher auf seiner Seite. Als Föll ihm die Gratulationsschreiben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und OB Fritz Kuhn vorlas, nahm er sie aufmerksam zur Kenntnis und meinte dann. „Die bewahre ich bei den Auszeichnungen, die ich bislang erhalten habe, in meiner Schublade auf. Das Problem ist allerdings, dass ich sie bald nicht mehr zuschieben kann.“ Kein Wunder, denn nicht nur in der Chorgemeinschaft, sondern in vielen Vereinen und der Alten Garde des Mercedes-Benz-Werks ist der frühere Leiter der Daimler-Konzernbuchhaltung Mitglied. Und zwar ein äußerst reges und beliebtes. Wo der gebürtige Rheinländer auftaucht, ist immer gute Stimmung. Mit seiner Gitarre war er fester Bestandteil der Storchenclubkapelle. Noch vor sechs Jahren versüßten die singende Frohnatur und seine Mitmusiker regelmäßig den Menschen im nahen Seniorenheim oder bei musikalischen Nachmittagen in der Begegnungsstätte die Stunden mit Liedern.

„Die Musik und das Singen haben mich auch jung gehalten“, meint er. Dank hilfsbereiter Nachbarn und Freunde wohnt und versorgt er sich noch immer in seiner Wohnung. „Hier bin ich mit meiner Frau 1939 eingezogen. “, erzählt Rutert und will alles dafür geben, dass er dort noch lange wohnt. Schließlich hat er am 2. April 2016 den nächsten Termin mit Bürgermeister Föll, der begeistert fünf Strophen eines weiteren Ständchens mitsang: „Wie schön, dass Du geboren bist, wir hätten Dich sonst sehr vermisst.“

U4 fährt wegen Entgleisungen bis 25.4.2015 nicht in Endhaltestelle auf dem Karl-Benz-PlatzSSB

VVS.de - Stuttgart-Untertürkheim:
Streckenunterbrechung wegen einer technischen Störung Vom 03.04.2015 bis Ende April
Infolge einer technischen Störung verkehrt die Stadtbahnlinie U4 ab dem 03.04.2015 Betriebsbeginn bis auf weiteres ab der Haltestelle Wasenstraße über die Haltestelle der Stadtbahnlinie U13 am Untertürkheimer Bahnhof bis zum Gleiswechsel Kienbachstraße (und zurück).

Fahrgäste der Stadtbahnlinie U4 Richtung Ostheim (Hölderlinplatz) müssen an der Stadtbahnhaltestelle U13 Richtung Wasenstraße zusteigen.
Dauer: unbekannt. Wir melden es, wenn die Strecke wieder frei ist. Stand 03.04.2015 12:14

2.4.2015 - Karl-Benz-Platz in Untertürkheim schon wieder zwei U4-Stadtbahnen entgleist
Zwei entgleiste Stadtbahnen haben am Donnerstagabend für Verkehrsbehinderungen in Untertürkheim gesorgtSSB

Stuttgarter Zeitung - von Rebecca Baumann  02. April 2015 - 23:03 Uhr
Wegen zwei am Karl-Benz-Platz entgleisten Stadtbahnen ist es am Donnerstagabend zu Behinderungen bei den Linien U4 und U13 gekommen. Verletzt wurde niemand.

Um 19:07 Uhr war die erste Bahn am Karl-Benz-Platz aus dem Gleis gesprungen, verletzt wurde dabei der Polizei zufolge niemand. Allerdings mussten die Stadtbahnlinie U4 zwischen Wasenstraße und Untertürkheim Bahnhof und die Linie U13 zwischen Schlotterbeckstraße und Hedelfingen unterbrochen und teilweise umgeleitet werden. Die SSB setzte auch Taxi-Ersatzverkehr ein.
Die Feuerwehr wurde alarmiert um die Bahn wieder zurück in das Gleis zu setzen. Gegen 22 Uhr konnte die Unterbrechung aufgehoben werden.

Eine halbe Stunde später, um 22:30 Uhr, dann der nächste Zwischenfall: Auf dem Karl-Benz-Platz springt wieder eine Bahn aus den Schienen. Laut Polizei steht die Bahn im Gleisbett und blockiert die Straße nicht, weshalb auch keine Straßensperrung nötig sei. Allerdings müsse die Feuerwehr nun erneut anrücken und auch diese Bahn wieder zurück ins Gleis setzen, sagte ein Polizeisprecher. Für die Fahrgäste bedeutet dies erneut eine Unterbrechung der Linien U4 und U15, Umleitungen sowie Ersatzverkehr.

Auszeichnung für Multifunktionär - Klaus Wolfarth erhält Ehrenmünze der Stadt

UZ 30.3.2015 - Untertürkheim - (mk) – Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel konnte die Auflistung der Ehrenämter, die Klaus Wolfarth innehatte, kaum glauben. „Bereits mit 26 übernahm er als Geschäftsführer der Chorgemeinschaft Verantwortung, hing aber nicht am Amt, sondern gab es in andere Hände und übernahm es wieder, als er gebeten wurde“, würdigte Wenzel einen Teil von Wolfarths Verdienste und überreichte ihm die Ehrenmünze der Stadt.

Geschmack an der Vereinsarbeit hat Wolfarth bereits in den Jugendjahren bekommen. „Als Teenager habe ich mit Freunden den ersten Mickeymouse-Club gegründet“, sagt der Uruntertürkeimer lachend. Gemeinsam schmökerten sie in den Comic- Heften oder tüftelten an den Bauanleitungen, die dort veröffentlicht waren. Wolfarth bewies Organisationsgeschick.

WolfarthEin Vorzug, der auch den Verantwortlichen der Chorgemeinschaft nicht verborgen blieb. Der junge Wolfarth trat bereits 1967 dem traditionsreichen Gesangverein bei und wurde als 21-Jähriger bereits Mitglied im Wirtschaftsausschuss. Fünf Jahre später wurde er dessen Vorsitzender und gleichzeitig Geschäftsführer.

„Mit 26 Jahren der jüngste im Stadtbezirk“, erinnert sich Wolfarth. Der Finanzexperte behielt das Amt 19 Jahre inne, führte den Verein zum Erfolg. Aber er hing nicht an der Position. 1990 übertrug er die Verantwortung anderen. Als 15 Jahre später die Zeiten für den Verein schwieriger waren, baten die Verantwortlichen ihn, die Geschäfte wieder in die Hand zu nehmen. Unermüdlich setzt er sich seitdem ein: als Bauaufsicht beim Umbau der Sängerhalle, als Mitorganisator des 100- und 125-jährigen Vereinsjubiläums, bei der 100-Jahr- Feier der Sängerhalle und bei der Organisation der Veranstaltungen.

Wolfarth brachte seine Talente auch bei anderen Vereinen ein. Selbstverständlich war er Elternbeirat und Elternbeiratsvorsitzender in der Linden- Realschule, langjähriger Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine zudem bis 2007 stellvertretender Präsident des Chorverbands Stuttgart im Schwäbischen Chorverband sowie stellvertretender Präsident im Stadtverband der Chöre, Musik- und Karnevalsvereine.
Noch immer ist er Ausschussmitglied im Baden-Württembergerischen Sängerbund und seit 2013 Beisitzer im Präsidium des Baden-Württembergischen Sängerbunds sowie seit 40 Jahren Wahlhelfer und maßgeblicher Macher seines Jahrgangs. „Solch ehrenamtliches Engagement ist bedeutsam für den Stadtbezirk. Es ist beachtlich, dass Sie so jung begonnen und nach einer Pause wieder Verantwortung übernommen haben“, würdigte Wenzel die außergewöhnliche Vereinskarriere des sympathischen Untertürkheimers.

Uhlbach-Rotenberg - SSB lehnen direkte Busverbindung ab

Stuttgarter Zeitung - Von Caroline Leibfritz - 27. März 2015 -

Der Obertürkheimer Bezirksbeirat wünscht sich eine Busverbindung zwischen Rotenberg und Uhlbach. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG lehnt die Linie aber aus Kostengründen ab.

Obertürkheim - Wer mit dem Bus von Uhlbach nach Rotenberg oder umgekehrt fahren möchte, braucht bis zu 36 Minuten inklusive Umsteigen in Obertürkheim. Auch künftig wird es wohl keine direkte Busverbindung zwischen den beiden Stadtteilen geben. Eine im November vom Obertürkheimer Bezirksbeirat beantragte Nahverkehrsverbindung ist nun von der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) abgelehnt worden.

Die Bezirksbeiräte hatten die SSB darum gebeten, die Einrichtung einer Buslinie zwischen Rotenberg, Uhlbach und Esslingen-Rüdern zu prüfen. Bei der letzten Sitzung des Gremiums wurde bekannt gegeben, dass diese Verbindung nicht kommen wird.

Die SSB hält die Linie für zu teuer

Wie die SSB in ihrem Schreiben erklären, würden die Betriebskosten einer solchen Busverbindung aufgrund der Streckenlänge „im unteren sechsstelligen Bereich“ liegen. Dabei sei jedoch nur mit „geringen Fahrgeldmehreinnahmen“ zu rechnen. Dieser zu erwartende hohe Finanzierungsaufwand, so die SSB, stelle eine deutliche Hürde dar.

In ihrer Begründung verweisen die SSB auch auf die „Freizeitlinie“ zwischen Buchwald und der Waldebene Ost. Diese Verbindung, nach Ansicht der SSB mit der zwischen Rotenberg und Uhlbach vergleichbar, sei aufgrund der geringen Nachfrage nach zwei Jahren wieder eingestellt worden. Nicht zuletzt sei die Tiroler Straße für den Linienverkehr nicht ideal – auch wenn dieser nur mit Kleinbussen erfolge. Der Einsatz von Kleinbussen, wie er im November vorgeschlagen wurde, falle auch gar nicht in den Zuständigkeitsbereich der SSB. Vielmehr handle es sich dabei um „Orts- oder Bürgerbusse“, die beispielsweise erfolgreich in Botnang oder Weilimdorf eingesetzt würden.

Die Bezirksbeiräte wollen es genauer wissen

Mit dieser Antwort wollten sich die Obertürkheimer Bezirksbeiräte nicht zufrieden geben. In einem neuen Antrag, formuliert von Christoph Hofrichter (SÖS-Linke-Plus), wurden die SSB aufgefordert, den als zu teuer aufgeführten „unteren sechsstelligen“ Betrag aufzuschlüsseln. Zudem sollten die SSB eine Buslinie zunächst testweise für ein Jahr zwischen Rotenberg und Uhlbach im 30-Minuten-Takt einrichten, heißt es in dem Antrag. Die neue Linie solle an Wochenenden zusätzlich die „Egelseer Heide“ anfahren. Das Freizeitgebiet ist beliebt, und viele Besucher reisen mit eigenen Fahrzeugen an, sodass das Verkehrsaufkommen an Samstagen und Sonntagen enorm ist. Der Antrag Hofrichters wurde als Prüfantrag formuliert und von den Bezirksbeiräten mit sieben zu drei Stimmen mehrheitlich verabschiedet.

Bereits in seinem ersten Antrag vom November 2014 hatte der Obertürkheimer Bezirksbeirat bemängelt, dass es zwischen Rotenberg und Uhlbach keine direkte Verbindung des öffentlichen Nahverkehrs gebe. Menschen ohne Fahrzeug bleibe nur der etwa zwei Kilometer lange Fußweg, oder sie müssten mit den Buslinien 61 und 62 einen großen Umweg über Ober- und Untertürkheim in Kauf nehmen. Ähnlich umständlich sei die Verbindung nach Esslingen-Rüdern. Dies gelte es zu ändern.

Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart geben bekannt:
Brandstiftungen in Untertürkheim offenbar geklärt – Tatverdächtiger in HaftPOLIZEI

Beamte der Kriminalpolizei haben am Dienstag (31.03.2015) einen 20 Jahre alten mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Der Mann wird verdächtigt, zwischen Januar und März 2015 insgesamt elf Mal an verschiedenen Örtlichkeiten in Untertürkheim Feuer gelegt zu haben.

Umfangreiche Ermittlungen führten die Beamtinnen und Beamten der Ermittlungsgruppe “Alpen” auf die Spur eines 20-jährigen Stuttgarters. Der Mann soll am Freitag (20.03.2015) in vier Fällen jeweils den Inhalt von Altpapierbehältern in Brand gesetzt haben, wodurch diese ganz oder teilweise zerstört wurden. In zwei dieser Fälle bestand die Gefahr, dass das Feuer auf ein Wohngebäude übergreift, zum Teil wurden Gebäudeteile, wie Eingangstüren und ein Carport beschädigt. Darüber hinaus steht der Mann im Verdacht, in weiteren sieben Fällen Feuer gelegt zu haben.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen stellten die Ermittler zudem Beweismaterial sicher. Die Tatörtlichkeiten waren hauptsächlich an der Ötztaler- und an der Oberstdorfer Straße. Bei den Bränden entstand ein Gesamtsachschaden von rund 30.000 Euro, verletzt wurde niemand. Der 20-jährige Deutsche ist noch am Dienstag (31.03.2015) mit Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem zuständigen Richter vorgeführt worden, der Haftbefehl erließ. (Siehe hierzu auch unsere Pressemitteilungen vom 08. und 25.01.2015 sowie vom 14. und 20.03.2015)

SPD Ut/Lug./Rotenberg - Holger Schäfer neuer Ortsvereinsvorsitzender für Untertürkheim

Untertürkheim– einen Wechsel an der Spitze gab es bei der SPD Untertürkheim- Luginsland-Rotenberg. Nach über acht Jahren trat Werner Kapitza nicht mehr an und machte Platz für einen Jüngeren. Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig Holger Schäfer zum 1. Vorsitzenden des Ortsvereins. Der Sohn des ehemaligen Umweltministers Harald B. Schäfer ist in Offenburg geboren, studierte Germanistik, Soziologie und Politikwissenschaften in Heidelberg und in Reading, Großbritannien.

Er ist leitender Angestellter bei EnBW Energie Baden- Württemberg AG in Stuttgart, verheiratet und wohnt auf dem Rotenberg. Neben der Politik, seit über 25 Jahren SPD-Mitglied, liebt er, falls die Zeit es erlaubt, kochen, Lesen, Reisen und Wandern.

Ein Ziel seiner Arbeit wird insbesondere den Austausch mit den Menschen vor Ort verstärkt zu suchen. Das ist und bleibt der beste Weg, um herauszufinden, was die Menschen bewegt und wo Probleme bestehen, für deren Lösung sich die SPD vor Ort einsetzt. Die SPD wird stärker nach außen treten mit öffentlichen Veranstaltungen zu lokalen, regionalen und auch zu großen Themen, die in der politischen Diskussion sind. Die SPD unterstützt zwei Vorschläge, die der IHGV Untertürkheim in den Bürgerhaushalt eingestellt hat. Maßnahmen zur Verschönerung Untertürkheims und Stadtentwicklungskonzept für Untertürkheim.

Haushalt

Bürgerhaushalt-Stuttgart
Die Abstimmergebnisse sind jetzt da.

Bewertungsphase Bürgerhaushalts ist beendet
10007 10041 10051 10052
10140 10146 10174 10315
10324 10332 10400 10493
10593 10684 10832 10836
10881 10998 11043 11096
11100 11104 11105 11205
11287 11368 11515 11519
11597 11790 11927 11961
11971 11985 12122 12250
12456 12612 12852 12908
12930 13048 13119 13129
13209 13211 13216 13281
13285 13287 13295 13302
Mit 3732 Vorschlägen für die Haushaltsberatungen im Herbst haben die Stuttgarterinnen und Stuttgarter die erste Phase des Bürgerhaushalts gemeistert und einen riesigen Ideenpool aufgebaut. .

Ziel dabei ist es, die Top 100 der Bürgerwünsche sowie die beiden höchstbewerteten Vorschläge jedes Stadtbezirks zu ermitteln. Diese werden dann von der Verwaltung geprüft, mit Stellungnahmen versehen und zusammen dem Gemeinderat zur Beratung vorgelegt. Am einfachsten geht das Bewerten auf der Bürgerhaushaltsseite im Internet www.buergerhaushalt-stuttgart.de
Wer keinen eigenen Zugang besitzt, kann dafür auch gerne die PC-Plätze der Stadtbibliothek und ihrer Außenstellen nutzen. Alle, die ihr Votum dennoch schriftlich abgeben möchten, müssen dafür unbedingt die Muster für Formulare und Bewertungslisten der Stadtkämmerei beachten. Diese liegen in den Bezirksrathäusern, städtischen Bibliotheken, an der Infothek im Rathaus und in der Stadtkämmerei aus.
Außerdem stehen sie ab 10. März auf der Homepage des Bürgerhaushalts zum Herunterladen und Ausdrucken zur Verfügung.

Daten und Fakten

Insgesamt 5041 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen aktuell aktiv beim Bürgerhaushalt mit. Während der Vorschlagsphase haben sie 3732 Ideen in das Verfahren eingespeist. Außerdem sind bereits 3472 Kommentare abgegeben worden. Das Bürgerhaushaltsteam der Stadtkämmerei hat die Vorschlagsliste inzwischen gemeinsam mit der Firma buergerwissen um Themen-Doppelungen und Wünsche, die nicht direkt mit dem Stadthaushalt in Verbindung stehen, bereinigt. Damit stehen jetzt noch rund 2800 Vorschläge für die Bewertungsphase zur Verfügung.

Topthemen Verkehr

Absolutes Topthema ist der Verkehr. Die meisten Vorschläge gelten dem Straßenverkehr, gefolgt von ÖPNV und Radfahren. Ebenfalls wichtig: Stadtplanung, Grünflächen, sowie Kinder, Jugend und Familie.

Kontakt und Information

Für den Bürgerhaushalt zuständig ist die Stadtkämmerei, Schmale Straße 9-13, 70173 Stuttgart Für Fragen rund um den Bürgerhaushalt steht von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr eine Hotline unter der Nummer 216-91222 zur Verfügung. Die Beteiligungsplattform mit allen Vorschlägen und Informationen ist unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de zu finden.

Rechts oben sind alle Links zu den Untertürkheimer Vorschlägen 
Ergebnisse jetzt anschauen:
https://www.buergerhaushalt-stuttgart.de

Heute Mi - 20:15 in der ARD - Historische Rolle von Willi Bleicher

UZ 1.4.2015 - LUGINSLAND: Kindsrettung im KZ Buchenwald neu verfilmt - Heute in der ARD

(mk) - Der Film „Nackt unter Wölfen“, den die ARD heute um 20.15 Uhr ausstrahlt, handelt von einem ins KZ Buchenwald geschmuggelten Kind. Es wird von Häftlingen versteckt und vor dem Tod bewahrt. Eine wahre Geschichte, neu verfilmt. Ein Retter des „Kindes aus Buchenwald“ stammt aus Luginsland: Willi Bleicher, der spätere IG Metall-Vorsitzende, war damals als politischer Gefangener im KZ Buchenwald inhaftiert.

Willi Bleicher 1945ZweigDie Neuverfilmung des Romans von Bruno Apitz erzählt von einem dreijährigen Jungen, der - so der Film - in einem Koffer ins Konzentrationslager Buchenwald geschmuggelt wurde. Dort wäre das polnisch-jüdische Kind eigentlich dem Tode geweiht gewesen, wenn nicht einige Lagerhäftlinge sich des Jungen angenommen hätten. Er überlebte die Nazi-Gräuel, das Lager wurde im April vor 70 Jahren von der russischen Armee befreit. Der ARD-Film zeigt das beklemmende Lagerleben und die Gefahren, denen sich die Häftlinge aussetzten, und den Sieg der Humanität über das Nazi-System. Durch die Solidarität untereinander und mit dem Kind schafften es die KZ-Gefangenen, den SS-Schergen zu trotzen. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten, die der DDR-Autor und Ex-Häftling Bruno Apitz 1958 zu Papier brachte. Eine Hauptperson stammte aus Luginsland: Willi Bleicher.

Stefan Jerzy („Juschu“) Zweig - rechts: Willi Bleicher

Der überzeugte Gewerkschafter wurde von den SS-Schergen verhaftet, zunächst ins Jugendgefängnis gesteckt und 1938 dann ins KZ Buchenwald verschleppt. Dort gehörte der Luginsländer der Widerstandsorganisation an und war Kapo der Effektenkammer. In dieser Funktion spielte er für die Rettung des dreijährigen Stefan Jerzy („Juschu“) Zweig eine entscheidende Rolle. Er versteckte das Kind. In einem Interview erinnerte sich Bleicher später an den Jungen. Der Bub sei plötzlich dagewesen. Bald stand der Name des Jungen auf einer Todesliste. Er sollte im Vernichtungslager Auschwitz ermordet werden. „Wir verabreichten ihm eine Spritze, worauf der Junge 40 Grad Fieber bekam und von der Liste gestrichen wurde. In der Folgezeit versteckten wir ihn in der Effektenkammer“, erinnerte sich Bleicher später. „Juschu“ Zweig und sein Vater wanderten nach der Befreiung aus Buchenwald nach Israel aus. „Der Kontakt zwischen meinem Onkel und Juschu Zweig war lange Zeit abgebrochen“, sagt Edeltraud Widmaier, die Tochter von Bleichers Schwester. Sie lebt heute noch im großelterlichen Bleicher-Haus.

Erst zwei Jahrzehnte nach der Befreiung aus dem KZ kamen Bleicher und „Juschu“ Zweig wieder zusammen. Am 27. Januar 1964 trafen sich der „Junge aus Buchenwald“ und der IG-Metall-Bezirksvorsitzende in Stuttgart. „Ein emotionaler Moment für uns Beide“, erinnerte sich Juschu Zweig am 27. Januar vergangenen Jahres. Willi Bleicher starb 1981. Doch die Verbindung zwischen „Juschu“ Zweig und Bleichers Nachkommen blieb bestehen. Immer wieder besuchte Zweig die Familie in Luginsland und diese begleitete Zweig auch bei seinen Besuchen und Gedenkveranstaltungen im einstigen KZ Buchenwald.

Karfreitagsprozession der Italienische Katholischen Gemeinde in Bad Cannstatt
am Fr 3.04.2015 um 15:30 UhrKarfreitag

Die Karfreitagsprozession in Bad Cannstatt, die von der italienisch-katholischen Gemeinde organisiert und durchgeführt wird, hat eine lange Tradition. Bereits zum 38. Mal wird am Karfreitag ab 15.30 Uhr der Leidensweg von Jesus Christus eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Die Karfreitagsprozession beginnt um 15.30 Uhr im unteren Kurpark, führt dann zum Schulhof des Johannes-Kepler-Gymnasiums und später über die Marktstraße und den Daimlerplatz zurück zum Kurpark. - Foto: Enslin

Keine Besucherbegrenzung für GrabkapelleGrabkapelle auf dem Württemberg

UZ 27.03.2015 - ROTENBERG: Zweiter Fluchtweg ermöglicht bis zu 600 Gäste - Russisch-orthodoxe Gottesdienste gesichert

Die Probleme für die Grabkapelle im Zuge der Verschärfung der Versammlungsstättenverordnung sind behoben. Durch einen zweiten Fluchtweg ist die Besucherbegrenzung für das Mausoleum auf dem Württemberg aufgehoben. Bis zu 600 Gäste können nun gleichzeitig die letzte Ruhestätte von König Wilhelm und Königin Katharina besuchen - mehr als in den historischen Rundbau passen. Damit sind die russisch-orthodoxen Gottesdienste gesichert.

Von Alexander Müller

Deutlich schneller als beim Stuttgarter Fernsehturm wurde eine adäquate Lösung für die wichtige Touristenattraktion in der Landeshauptstadt gefunden. Schließlich waren keine baulichen Veränderungen notwendig. „Ich bin richtig froh, dass wir sprichwörtlich einen Ausweg gefunden haben, der sowohl dem Denkmalschutz und der Versammlungsstättenverordnung entspricht als auch der russisch-orthodoxen Gemeinde gerecht wird“, betont Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die die Grabkapelle verwalten.

Auslöser der Debatte war der traditionelle Gedenkgottesdienst am Pfingstmontag im Vorjahr. Seit Jahrzehnten bestreitet die russisch-orthodoxe Gemeinde an diesem Tag nicht nur den hohen Feiertag, sondern gedenkt auch der russisch-stämmigen Königin Katharina. Aufgrund der verschärften Versammlungsstättenverordnung durften nur noch maximal 100 Besucher das Mausoleum betreten. Als dann Gottesdienstbesuchern der Zutritt verweigert wurde, drohte die Situation zu eskalieren. Die Angelegenheit schlug hohe Wellen. So wandte sich Bischof Mark von Berlin und Deutschland mit einem Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Schließlich hält der höchste Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche in Deutschland den Gottesdienst in der Grabkapelle höchstpersönlich. Im Schnitt mehr als 200 Besucher aus ganz Süddeutschland strömen stets in die letzte Ruhestätte der unvergessenen Königin. Zu deren Ehren wurde diese bereits 1824 als russisch-orthodoxes Gotteshaus geweiht - als ältestes in der Landeshauptstadt.

„Das wird auch in Zukunft ohne Probleme der Fall sein“, sagt Hörrmann. Zwar verfügt die Grabkapelle immer noch nicht über den offiziellen Titel einer Versammlungsstätte, aber durch kleine bauliche Veränderungen wurde eine „Lösung auf das allerbeste“ gefunden. In Absprache mit dem Landesdenkmalamt dürfen nun bei großen Veranstaltungen die zweite Flügeltür am Hauptportal sowie die bislang verschlossene Türe auf der Südseite in Blickrichtung Uhlbach geöffnet werden. „Zwar sind die Bronzetüren dafür grundsätzlich beim Bau nicht ausgelegt worden, aber vier- bis fünfmal im Jahr ist dies unbedenklich“, sagt Hörrmann. Dadurch erfüllt man die Kriterien für den geforderten zweiten Fluchtweg.

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben können durch die beiden jeweils 1,84 Meter breiten Türen maximal 600 Besucher entflüchten. „So viel passen aber überhaupt nicht in die Grabkapelle, die lediglich über eine Grundfläche von 150 Quadratmetern verfügt“, sagt Edgar Schindler von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, dem Eigentümer des Mausoleums. Die Türen werden im Bedarfsfall von Mitarbeitern geöffnet, da diese nicht wie eine „normale“ Fluchttür von den Besuchern selbst genutzt werden kann.

Die Sonderreglung für die Kirchengebäude, die sich grundsätzlich darauf beruft, dass diese über feste Sitzbankreihen verfügen, ist für die leere Grabkapelle daher irrelevant. Einem russisch-orthodoxen Gottesdienst zu Pfingsten stünde somit nichts mehr im Weg. Darüber habe Ministerpräsident Kretschmann Bischof Mark in einem Brief informiert.

GIG-BOX- Konzert im CAFE RATZ am Fr 24. April 2015 Ratz

Die Konzertreihe GIG BOX - Konzerte wie im Wohnzimmer - setzt auf das Motto „klein, aber fein“ und stellt vor allem junge Bands aus Stuttgart und näherer Umgebung vor. Das nächste Konzert im Rahmen der Fühjahrskonzertsaison im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ (Margaretenstr. 67 in Stuttgart-Untertürkheim) findet am Freitag, den 24.04.2015 statt.

An diesem Abend treten in unserem Wohnzimmer auf:
Echoes Of A Lifetime (Metalcore) https://www.facebook.com/EchoesOfALifetime Echoes Of A Lifetime ist eine Metalcore-Band aus Heidenheim an der Brenz, welche Anfang 2013 gegründet wurde. Alles begann mit der Intention den täglichen Gedanken und Gefühlen durch Musik Ausdruck zu verleihen. Die Message dahinter ist klar: Jeder Mensch hinterlässt sein persönliches Echo in der Welt. Ein Vermächtnis, welches jedem individuell obliegt, ob es für das Leben oder den Verfall stehen soll ‒ Mut oder Resignation. Dies setzt die Band musikalisch um mit einer Mischung aus tiefen Breakdowns und schnellen Riffs kombiniert mit zwei Shoutern, die sich regelrecht die Seele aus dem Körper schreien. Dabei geht es darum etwas zu erschaffen, das vom ersten Moment an einen „heftigen Schlag aufs Trommelfell“ darstellt.

Cannibal Girs (Horror-Metal-Punk) https://www.facebook.com/cannibal.girls.666 CANNIBAL GIRLS machen oldschooligen Horror-Metal-Punk, inspiriert von den musikalischen 80gern, Trash-Horror-Movies und Science-Fiction. Tiefe, mal schwere, mal punkigere Gitarren treffen auf Poetische Liebes-Texte welche mal auf Englisch, mal auf Russisch vorgetragen werden.

Einlass ist um 19 Uhr, Konzertbeginn pünktlich um 20 Uhr. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 2,50 €. Infos auch unter Tel. 3365234-0 oder unter www.jugendhaus.net/untertuerkheim

Der 2. Frühstücksbrunch am So 19.4.2015 im CAFE RATZRatz

Der zweite Frühstücksbrunch des CAFE RATZ in diesem Jahr findet am Sonntag, den 19.04.2015 von 11-14.30 Uhr im Kinder- und Jugendhaus in der Margaretenstr. 67 statt. Neben dem bekannten großen, reichhaltigen Frühstücks-Büffet mit frühlingsfrischen Gerichten und einem Kinderbetreuungsangebot (mit Kletterwand und „Kinderzimmer“ - bei trockenem Wetter mit dem Spielmobil im Freien)- sorgt der Singer/Songwriter Tobias Dellit, der „Liedermacher mit Bart“ für den „musikalischen Brotaufstrich“: Der Liedermacher mit Bart sagt: „Das Lied steht für sich, das Lied ist allein, das Lied füllt dich aus. Es macht dich froh, vielleicht sehr, vielleicht gar nicht. Unvernünftig ist es, das Lied – eigentlich Zeitverschwendung.Unfassbar ist es, oft Lärm, selten Harmonie, oft Trubel, selten Ruhe. Und manchmal dann, so selten, nahezu nie, ist es die Welt.Und Ich? Ich mache Lieder.“ (www.tobiasdellit.de)

Der Eintritt für „Music & Breakfast“, so der Titel der Veranstaltung beträgt 9,00 €, im VVK 8.50 €, der VVK läuft bis zum 17.04.2015 nur direkt im KJH CAFE RATZ. Kinder von 6-12 Jahren bezahlen 4.50 €, der Eintritt für unter 6jährige ist frei!

Infos unter Tel. 3365234-0 oder unter www.caferatz.de!

Am 28. Mai 2015 ist WeltspieletagRatz

Alle vier Stuttgarter Spielmobile kommen am 28.5.2015 zusammen, um auf dem Marienplatz zu spielen. Mit einem Meer von Bauklötzen kann den ganzen Nachmittag gebaut werden, die Bewegungsbaustelle lädt zum Balancieren, Umbauen, Springen und Kriechen ein und richtig Schwung kommt mit der Rollenrutsche auf den Platz! Natürlich haben die Spielmobile auch noch viele Spiele, Kreisel und Stelzen mit. Von 13- 18 Uhr wird auf das Kinderrecht „Recht auf Freizeit und Spiel“ aufmerksam gemacht. Kinder haben die Möglichkeit kreativ, eigenständig und nach Lust und Laune zu spielen. Der Marienplatz verwandelt sich am Donnerstag den 28. Mai 2015 in ein Spielparadies, in dem alle die gerne spielen, Raum und Zeit vergisst. Die Aktion richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahre und ist kostenlos. Rückfragen unter 3365234-0.

Eine künstlerische Aktionswoche zum Thema „Ausdruck und Gefühle“Ratz

Der Kinderbereich des Kinder- und Jugendhauses Untertürkheim, „CAFE RATZ“, der Kindertreff Untertürkheim und das Spielmobil MOBIFANT veranstalten in diesem Jahr eine Kunstwoche in Untertürkheim. In der Woche vom 4.-10. Mai gibt es unterschiedliche Möglichkeiten kreativ zu sein und Gefühle auszudrücken, mit Hilfe unterschiedlicher Materialien, Formaten und Farben. Mit viel Gefühl wird es in Untertürkheim bunt. Gefühle verschaffen sich farbenfroh und fantasievoll Ausdruck. Von Ytong- gestalten, über Papier und Leinwänden sind der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt.

Zum Abschluss öffnet am Sonntag, den 10.Mai das CAFE RATZ von 14.30-18 Uhr seine Türen und bietet mit fairgehandelten Produkte im Rahmen der Bewirtung allen Interessierten die Möglichkeit, sich über die „gefühlvollen“ Werke zu informieren. Alle Kunstwerke und Fotodokumentationen, die während der Woche entstanden sind, finden an diesem Termin ihren würdigen Abschluss in einer Ausstellung im Kinder und Jugendhaus in Untertürkheim.

Mo 4. Mai 2015: Kunstwocheneröffnung 14:00- 17:30 Uhr „Malen auf großen Formaten“ Wo: Im Kindertreff Untertürkheim, Strümpfelbacher Straße 38, 70327 Stuttgart

Di. 5. Mai 2015 14:30- 18:00 Uhr „ Kleine Künstler werden ganz groß!“ Mit der Künstlerin Maren Profke Wo: Im KINDER RATZ des KJH CAFE RATZ, Margaretenstraße 67, 70327 Stuttgart

Mi. 6. Mai 2015 14:30- 18:00 Uhr „Aus Steinen werden Dinge- Arbeiten mit Ytong “ Wo: Spielplatz in der Wallmer Straße, Untertürkheim mit dem Spielmobil MOBIFANT

Do. 7. Mai 2014 14:30- 18:00 Uhr Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Spielplatz „Vielfalt der Gefühle“ Wo: Spielplatz in der Barbarossastraße, Stuttgart Untertürkheim- Luginsland mit dem Spielmobil MOBIFANT.

Fr. 8. Mai 2015: 14:30- 18:00 Uhr „Die farbenfrohe Welt der Gefühle“ Mit der Künstlerin Maren Profke Wo: Spielplatz in der Lotharstraße, Stuttgart Untertürkheim-Luginsland mit dem Spielmobil MOBIFANT

So. 10.Mai 2015: Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ: Ausstellung der Wochenergebnisse! 14:30- 18:00 Uhr In und um das Kinder- und Jugendhaus Untertürkheim, Margaretenstraße 67, Stuttgart- Untertürkheim findet eine Ausstellungen, Fotopräsentation und „faire“ Bewirtung statt.

Es lohnt sich am Muttertag einen Ausflug zu machen und sich bei Spiel und Aktion die Kunstwerke zu betrachten.

Ich, der Nesenbach - ein Fluss packt aus

Schauspiel mit Boris Rodriguez Hauck, Musik: Paul Ernst Knötzele, Bühne: Veronika Nadj

Wann So 29.03.2015 von 16:00 bis 18:00
Wo Stuttgart-Untertürkheim - ABZ Süd

Der Nesenbach, einstmals stolzes „Gewässer“ durch die Stuttgarter Senke, ist heute ein Abwasserkanal ohne Bedeutung. Seine Quellen sind trockengelegt und überbaut.

Der Schauspieler Boris R. Hauck erzählt die Geschichte dieses Nesenbachs – als eine mögliche, unmögliche, erfundene und wahre Geschichte. Erzählt wird, was er  – der Nesenbach – erlebt hat. Stuttgarter Geschichte(n) von der ersten Ansiedlung  bis  jetzt. Der Nesenbach plaudert aus dem Nähkästchen, beschwert sich, klagt, lamentiert. Streift Politisches. Die Nazizeit. Den Widerstand oder kommentiert die gigantischen Veränderungen durch Stuttgart 21. - - Eintritt: 10 / 5 Euro --

Die Untertürkheimer sind fleißigste Straßenkehrer der Stadt

UNTERTüRKHEIM: Vereine und Schulen fegen Plätze und Straßen im Ort sauber

UZ 23.3.2015 - mk - Auf den Plätzen und Straßen des Stadtbezirks wurden am Samstag Besen geschwungen und die Rücken krumm gemacht, um Müll aus den Büschen zu sammeln. Vereine und Schulen nahmen rege an der traditionsreichen Stadtbezirksputzete teil. Einen zusätzlichen Motivationsschub versetzte Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel den Straßenfegern.

Sie verkündete das Ergebnis des Let’s-putz-Wettbewerbs 2014:
„Untertürkheim hat den ersten Platz gemacht.“

„So sauber war’s schon lange nicht mehr“, wunderte sich ein VfB-Fan, der den Karl-Benz-Platz überquerte. Wenige Meter entfernt sammelten ehrenamtliche Straßenfeger Müll ein und verstauten ihn in blaue Säcke: Zigarettenschachteln, Flaschen, Fast Food-Verpackungen und Überreste, die Passanten im Vorübergehen zu Boden fallen lassen. Die Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine (AGUV) hatte zur traditionsreichen Stadtbezirksputzete aufgerufen, Schulen, Vereine, Bezirksbeiräte, die Freiwillige Feuerwehr und vereinzelt auch Privatpersonen griffen zu Zangen und zogen sich Handschuhe über, um die Plätze im Ort sauberer zu machen. Der Bayernverein hatte sich mit dem Bezirksbeirat den Karl-Benz-Platz und die Bahnhofsumgebung vorgenommen. Franziska, Christian, Antonia und Sebastian konzentrierten sich mit ihrem Vater Heinz-Peter Ebert, dem zweiten Vorsitzenden des Bayernvereins, auf die Bahnböschung und „zogen viele kleine Glasflaschen, Tüten, Zigarettenstummel, Papier, Handschuhe und sogar eine Radkappe aus den Büschen“, erzählen die vier jungen Straßenfeger. Insgesamt kamen rund drei Dutzend blaue Säcke zusammen, die die einzelnen Gruppen am Rand des Parkplatzes am Bruckwiesenweg auftürmten. „Untertürkheim wird dadurch ein Stück sauberer“, freut sich AGUV-Vorsitzender Werner Feinauer über die anhaltende Bereitschaft zur gemeinsamen Frühjahrskehrwoche. Ein Nebeneffekt: Die Stadtverwaltung hat am Freitag die Gewinner der Let’s Putz-Aktion 2014 verkündet. „Untertürkheim hat gewonnen“, verriet Wenzel. „Wir sind eben doch die fleißigsten Straßenkehrer der Stadt“, so Feinauer.

Geputzt wurde auch in Obertürkheim. Allerdings stellte das Reinemachen am Samstag nur den Auftakt der Let’s-Putz-Aktion des Bürgervereins Obertürkheim-Uhlbach statt. Die Aktion, die alle zwei Jahre stattfindet, läuft über ein halbes Jahr.

POLIZEI-S: Vermisstensuche sonntagnachts mit Polizeihubschrauber POLIZEI

23.03.2015 Stuttgart-Obertürkheim (ots) - Mehrere Streifenwagenbesatzungen, ein Polizeihubschrauber sowie ein "Man-Trailer-Hund" haben am Sonntagabend (22.03.2015) bis spät in die Nacht zunächst erfolglos nach einem Vermissten gesucht. Der 80 Jahre alte, demenzkranke und orientierungslose Mann verließ am Sonntag (22.03.2015) zwischen 16.00 Uhr und 16.30 Uhr unbemerkt seine Wohnung an der Quittenstraße und war seither verschwunden. Nachdem die Suche in der Nacht sowie am Morgen, unter anderem mit einem Polizei-hubschrauber, erfolglos verlaufen war, wurde er am Montagvormittag (23.03.2015) kurz vor 11.00 Uhr von einer Polizeistreife in der Werderstraße in Stuttgart-Ost wohlbehalten angetroffen und nach Hause gebracht.

POLIZEI-S: Rotlicht missachtet - Zeugen gesucht

POLIZEI

20.03.2015 - Stuttgart-Untertürkheim (ots) - Ein 66 Jahre alter VW-Fahrer hat am Freitagmittag (20.03.2015) an der Eisenbahnunterführung der Arlbergstraße offenbar das Rotlicht der Ampel übersehen und ist mit einer Stadtbahn der Linie U 13 zusammengestoßen. Der 66-Jährige befuhr gegen 14.20 Uhr die Augsburger Straße stadtauswärts in Richtung Untertürkheim und bog nach rechts in die Bahnunterführung der Arlbergstraße ab. Hierbei übersah er offenbar das Rotlicht der Ampel und musste aufgrund der anderen an der nächsten Ampel wartenden Fahrzeuge auf den Gleisen der Stadtbahn anhalten. Der 34-jährige Stadtbahnfahrer, der mit dem Zug der Linie U13 in Richtung Hedelfingen fuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und stieß gegen den VW. Hierbei entstand ein Sachschaden von rund 30.000 Euro. Der 66-Jährige und die rund 60 Personen in der Stadtbahn blieben unverletzt. Zeugen werden gebeten, sich bei den Beamtinnen und Beamten der Verkehrspolizei unter der Rufnummer 8990-4100 zu melden.

Erneut nachts Müllcontainer angezündet POLIZEI

20.03.2015 - Stuttgart - Untertürkheim (ots) - Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Freitag (20.03.2015) in der Ötztaler Straße insgesamt vier Altpapiertonnen sowie ein mobiles Toilettenhäuschen angezündet. Anwohner bemerkten gegen 00.40 Uhr die brennenden Papiertonnen und verständigten Feuerwehr und Polizei. Durch die Hitzeeinwirkung wurden zum Teil auch Hausfassaden beschädigt. Der Gesamtschaden beträgt vermutlich mehrere Tausend Euro. Die Beamtinnen und Beamten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen und bitten um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 8990-5778.

SportKultur und TBU stehen vor der FusionTU

UZ 21.3.2015 -OBERE NECKARVORORTE:
Vorbereitungsgespräche beginnen - Großverein ermöglicht professionelles Management und zeitgemäßes Angebot

In den Oberen Neckarvororten bahnen sich im Sport weitere Zusammenschlüsse an. Am 27. März 2015 informieren die SportKultur Stuttgart (SKS) und der Sportverein Obertürkheim ihre Mitglieder, wie die Vereine miteinander verschmelzen könnten. Die nächste „Vermählung“ ist bereits in Vorbereitung: Die Verantwortlichen von SKS und TB Untertürkheim haben der Aufnahme von Gesprächen zugestimmt. Der Großverein mit dann 4100 Mitgliedern würde ein professionelles Management ermöglichen, brächte Synergieeffekte und ein zeitgemäßes Angebot für alle Mitglieder.

SpKu
Von Mathias Kuhn

Die Konzentration der Sportvereine ist nicht aufzuhalten. „Wer nicht mit der Zeit geht, bleibt auf der Strecke“, lautet das Motto, mit dem SKS-Vorsitzender Ulrich Strobel und der TBU-Vorsitzende Gerd Schumacher die Abteilungsverantwortlichen beider Vereine für offene Fusionsgespräche überzeugen wollen. Ende Oktober erhielten die TBU-Vorstände die Genehmigung, den Zusammenschluss von SKS und TBU auszuloten. „Auf Vorstandsebene haben wir die Möglichkeiten untersucht und die Ergebnisse nun dem erweiterten Vereinsrat vorgestellt“, sagt Schumacher.

Der wichtigste Vorteil: Nur Vereine mit einer entsprechenden Größe ermöglichen auch professionelles Arbeiten. „Hauptamtliche Kräfte übernehmen administrative, operative Aufgaben und entlasten damit die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder“, erklärt Strobel. Wovon der SKS-Vorsitzende spricht, weiß Schumacher: Im TBU stemmen zwei Vorstände die Vereinsarbeit. Nachdem die Kassiererin verstarb, führt Schumacher auch dieses Amt kommissarisch fort. „Wenn einer der beiden Vorstände ausfällt, ist der Verein faktisch handlungsunfähig“, sagt er.

Nicht nur das Zusammenlegen der Verwaltung würde beiden Vereinen erhebliche Synergie-Effekte bringen. Was für die Vorstandsebene gilt, trifft auch auf die Abteilungsebene zu. „Gerade in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, Mitglieder für ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen, benötigt man einen größeren Pool von Ehrenamtlichen, um qualitativ gute Arbeit gewährleisten zu können“, sagt Strobel.

2011 schlossen sich SKG Hedelfingen, TV Hedelfingen, SKV Rohracker und VfL Wangen zur SportKultur Stuttgart zusammen. Die Fusion brachte neuen Schwung. Nutznießer des größeren Betreuerstabs sind die Mitglieder: Sie können aus dem vielfältigen Angebot auswählen, zumal der Großverein mehr speziell geschulte Kursleiter anbieten kann. Die erfolgreiche Kindersportschule KISS und der Gesundheitssport - im Übrigen beide bereits in Kooperation mit dem TBU - basieren auf diesem Zusammenspiel von haupt- und ehrenamtlichen Kräften - ein Zukunftsmodell. Dank ihrer Größe kann die SKS jetzt bereits über eine Fußball-Nachwuchsakademie nachdenken und ein in allen Stadtbezirken agierender Großverein könnte sich noch stärker in den Ganztagesbetrieb der Schulen einbringen.

Synergieeffekte für beide Vereine

Natürlich müssen beim Zusammenwachsen auch lieb gewonnene Dinge aufgegeben und emotionale Barrieren überwunden werden. Aus finanziellen Gründen würde der Großverein den übergeordneten Namen SportKultur Stuttgart erhalten. In verschiedenen Sitzungen will er das Ergebnis und das weitere Vorgehen zunächst in den Abteilungen und im April auch auf der Jahreshauptversammlung vorstellen. Der weitere Zeitplan sieht dann die Bildung von Verhandlungsteams vor, die verschiedene Bereiche wie Finanzen, Immobilien prüfen. „Vermutlich in Form einer Klausurtagung würden wir dann auf Abteilungsebene schauen, auf welchem Weg die einzelnen Abteilungen zusammenwachsen könnten“, so Strobel. TBU-Abteilungen wie Schwimmen, Leichtathletik, Tanzen , Faustball, Triathlon oder Radsport ergänzen das Portfolio der SKS ideal, die Handballer kooperieren bereits in der HSG. Fußball, Tischtennis und Tennis müssten sich zusammenraufen. „Ähnlich wie jetzt beim SV Obertürkheim würden wir dann im ersten Halbjahr 2016 die Mitglieder beider Vereine informieren und in je einer außerordentlichen Sitzung über die Fusion abstimmen lassen“, so Strobel. Rückwirkend zum 1. Januar 2016 entstünde dann mit 4100 Mitgliedern der größte und schlagkräftigste Verein in den Oberen Neckarvororten, der auch innerhalb der Stuttgarter Sportpolitik eine wichtige Rolle spielen könnte.

Sa 21.3.2015 - Untertürkheimer Bezirksputzete der Vereine

UZ 18.3.20154 - Die Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine (AGUV) organisiert die diesjährige Stadtbezirksputzete am Samstag, 21. März – stadtweit gesehen „Let’s Putz XVIII“.

Treffpunkt für die Teilnehmer ist um 9.45 Uhr am Kelterplatz Untertürkheim. Die Putzete geht von 10 bis 12 Uhr.

Sammelplatz für den Unrat ist der Parkplatz Ecke Llindenschul-/ Benzstraße. Zangen und M üllsäcke werden gestellt, Handschuhe notfalls. Die Schulen für ihren Bereich verfügen bereits über die erforderliche Anzahl an Zangen und Handschuhe; M üllsäcke, falls vom Vorjahr nicht mehr vorhanden, sollten von den Schulen auf Kosten der AGUV selbst beschafft werden. Für Rückfragen steht Werner Feinauer, Telefon 33 57 92, zur Verfügung.

Arlbergstraße Untertürkheim – Geld aus Kofferraum gestohlen – Zeugen gesucht

POLIZEI

Polizeimeldung Polizeipräsidium Stuttgart 13.3.2015
Ein bislang unbekannter Mann gestern Freitag 13.03.2015 um 11.50 Uhr einem älteren Ehepaar mehrere Tausend Euro aus dem Kofferraum gestohlen. Das 59 und 69 Jahre alte Ehepaar hob gegen 11.50 Uhr in einer Bankfiliale an der Arlbergstraße einen niederen fünfstelligen Geldbetrag ab. Der 69-Jährige legte den Briefumschlag mit dem Geld in den Kofferraum seines an der Arlbergstraße geparkten Autos und schloss den Kofferraumdeckel. Solange er seiner Frau beim Einsteigen half, trat der Unbekannte an den Kofferraum, öffnete den Deckel, stahl den Umschlag mit dem Geld und flüchtete in den Bahnhof Untertürkheim zur S-Bahn.
Von dem Tatverdächtigen liegt folgende Personenbeschreibung vor: 21 bis 22 Jahre alt, zirka 174 Zentimeter groß, vermutlich Ausländer, bekleidet mit schwarzem Oberteil, Bluejeans und schwarzen Schuhen.

Zeugenhinweise nehmen die Beamtinnen und Beamten der Polizeirevierstation Untertürkheim unter der Rufnummer 8990-4530 entgegen.

Frühjahrsmarkt in Untertürkheim am Mittwoch 25.03.2015

Der Frühjahrsmarkt in Untertürkheim findet in diesem Jahr am Mittwoch, 25. März, von 8 bis 17 Uhr in der Wallmerstraße zwischen Schlotterbeckstraße und Warthstaffel statt. In der Wallmerkirche ist die Marktstube bereits ab 7 Uhr geöffnet. Zahlreiche Händler freuen sich auf regen Besuch. - Info, Stadt Stuttgart

Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart: Zwei mutmaßliche Bank-Räuber festgenommen

POLIZEI
12.03.2015
Stuttgart / Mannheim (ots) - Polizeibeamte des Polizeireviers Ladenburg (Polizeipräsidium Mannheim) haben am Mittwochmorgen (11.03.2015) zwei mit Haftbefehl gesuchte Räuber in einem Hotel in Mannheim Friedrichsfeld festgenommen. Die beiden 19 und 21 Jahre alten Männer hatten sich am Abend zuvor in das Hotel eingebucht. Sie stehen im Verdacht, einen 65-Jährigen am Donnerstag (19.02.2015) an einem Geldautomat in Untertürkheim um mehrere Hundert Euro beraubt zu haben.

Die Männer konnten durch Lichtbilder der Überwachungskamera am Geldautomat identifiziert werden, seit dem Raub waren sie auf der Flucht (siehe Pressemitteilung vom 24.02.2015 PP Stuttgart). Die aus Rumänien stammenden Männer wurden mit Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt, der den bereits bestehenden Haftbefehl in Vollzug setzte. Beide wurden in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen.

Beim Geldabheben in der Volksbank UTH beraubt - jetzt mit Fahndungsfoto VOba der Täter

POLIZEI

20.02.2015 POLIZEI-Stuttgart

Stuttgart-Untertürkheim (ots)

Ein 65 Jahre alter Mann ist am Donnerstagmorgen (19.02.2015) in einer Bankfiliale an der Arlbergstraße beraubt worden. Der 65-Jährige befand sich gegen 8.00 Uhr in der Filiale und wollte an einem Automaten Geld abheben. Als er die PIN eingab, betraten zwei junge Männer die Bank. Einer packte ihn am Arm und schubste ihn weg, dessen Komplize hob währenddessen mehrere Hundert Euro vom Konto des Geschädigten ab. Anschließend flüchteten die Täter in Richtung Augsburger Straße. Die Gesuchten sind zirka 20 Jahre alt, rund 160 Zentimeter groß und hatten ein südländisches Aussehen. Beide trugen eine schwarze Kappe. Zeugenhinweise nehmen die Beamtinnen und Beamten des Raubdezernats unter der Rufnummer 8990-5778 entgegen. Foto: Polizeipräsidium Stuttgart

Den Angaben der Polizei zufolge sind die gesuchten Männer etwa 25 bis 30 Jahre alt und zirka 1,70 Meter groß.
Beide haben ein südländisches Aussehen und trugen eine schwarze Kappe.

15.3. bis 6.4.2015 - 12. Ostergarten in der WallmerkircheOstergarten

UZ 13.3.2015 - UNTERTüRKHEIM: Ehrenamtliche bauen die letzten Stationen im Leben von Jesus auf

(mk) - In drei Wochen beginnt die Karwoche. Zeit für die Ehrenamtlichen der Wallmergemeinde, die Kulissen für den Ostergarten aufzubauen. Von Sonntag, 15. März bis Ostermontag, 6. April 2015 können sich Besucher auf die Spuren Jesus machen und seinen Leidensweg vom Einzug in Jerusalem bis zur Kreuzigung und Auferstehung hautnah miterleben.

In der Wallmerkirche wird seit Kurzem gehämmert, geschraubt und geschmückt. „Viele fleißige Hände helfen wieder, den Ostergarten aufzubauen“, sagt Pfarrer Martin Hug. Der Endspurt hat begonnen. Seit mehr als einem Jahrzehnt organisiert die Kirchengemeinde den Ostergarten. Sie kann auf Bewährtes zurückgreifen. Jedes Jahr sind die Freiwilligen jedoch bemüht, Details zu verbessern, damit Gäste jeden Alters die Stationen noch eindrucksvoller erleben können.

Sie sollen ein Gefühl für die Zeit erhalten, in der Jesus mit seinen Jüngern gelebt hat, und die letzten Stationen seines Lebens nicht nur in der Bibel lesen, sondern mit allen Sinnen erfahren können. Deswegen darf der Basarstand am Eingang mit seinen duftend-orientalischen Köstlichkeiten genauso wenig fehlen wie das Schlückchen Traubensaft beim letzten Abendmahl oder der Hahn, der nach der Verhaftung Jesu dreimal lauthals kräht.

Erfahrene Ostergartenbesucher werden an dieser Station, der Rückwand des Palastes des römischen Präfekten Pilatus, die erste von Eberhard Graf gemalte Neuerung entdecken. An einer weiteren arbeiteten Graf und Horst Zimmermann noch fleißig. Von der Kreuzigungsszenerie führen Treppen zum bislang engen Felsengrab, in das Jesus Leichnam gelegt wurde. „Damit auch Menschen mit Rollator oder Rollstuhl durchs Grab in den Ostergarten kommen, bauen wir eine Rampe“, sagt Zimmermann. Auch der (Papp-)fels, der das Grab verschließt, und der Durchgang wurden erneuert und so aufgeweitet, dass nun Besucher samt Rollstuhl durch den Gang in den Garten gelangen. „Schließlich wird der Ostergarten auch zum Kirchentag nochmals aufgebaut, und zwar barrierefrei“, so Hug. Die Resonanz ist im Vorfeld bereits groß. „Die geführten Vormittagsführungen bis Ostern sind ausgebucht, obwohl wir mehr Führer als 2014 haben“, sagt Hug.

Der Ostergarten in der Wallmerkirche ist von 14 bis 18 Uhr geöffnet und kann auf eigene Faust erlebt werden. Werktags sind zudem um 16 Uhr, sams-, sonn- und feiertags um 15 und 17 Uhr offene Führungen. Sonntags öffnet zudem das Ostergartencafé.

Sa 6.6.2015 - Neues Weinblütenfest auf dem Karl-Benz-PlatzLogo

UNTERTÜRKHEIM: UZ 4.3.2015 -Weinfestverein und AGUV wollen am 6. Juni neue Veranstaltung ins Leben rufen

(mk) - Zufrieden blickten die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Untertürkheimer Vereine (AGUV) am Montagabend auf das vergangene Veranstaltungsjahr zurück. Etwas Sorge bereitet ihnen allerdings die künftige Entwicklung des Stadtbezirks. Mit der Stadtbezirksputzete und einem neuen Weinblütenfest auf dem Karl-Benz-Platz wollen sie den Ort attraktiv halten.

Das Interesse am Untertürkheimer Vereinsleben ist ungebrochen: Bei der traditionellen AGUV-Frühjahrssitzung war der Saal im SGU-Vereinsheim bis auf den letzten Platz gefüllt. AGUV-Vorsitzender Werner Feinauer freute sich „neue Gesichter“, darunter auch Stadtteilmanagerin Mareike Merx, begrüßen zu dürften. Sowohl die neue Stadtteilmanagerin als auch Markus Krautter, der Vorsitzende des Industrie-, Handels- und Gewerbevereins (IHGV) Untertürkheim, hoben die Attraktionen und „Pfründe“ die der Stadtbezirk bietet, hervor, sprachen aber auch verbesserungswürdige Dinge an. Dieter Bossert brachte beispielsweise als Vertreter des Stadtseniorenrats die Bedenken der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger hervor. „Nach den jüngsten Vorfällen rund um den Untertürkheimer Bahnhof und einer Serie von Einbrüchen fühlen sie sich nicht mehr sicher.“

Der Karl-Benz-Platz und der Ortskern spielen deswegen in den Initiativen des IHGV eine zentrale Rolle. „Gemeinsam mit Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel und der städtischen Wirtschaftsförderung ist es uns gelungen, dass sich Studierende der Hochschule in Nürtingen ein Jahr lang mit der Umgestaltung des Platzes beschäftigen und Ideen entwickeln“, so Krautter. Für das zweite Projekt rührte er noch die Werbetrommel. „Wir fordern ein Stadtentwicklungskonzept.“ Dazu hat der IHGV Vorschläge im Bürgerhaushalt eingestellt und bittet nun die Vereinsvertreter und deren Mitglieder, dass sie sich durch ihr Votum auch für solch ein Konzept einsetzen.

Die Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine will den Karl-Benz-Platz mit einer neuen Veranstaltung beleben. „Wir wollen ein Weinblütenfest ins Leben rufen. Es werden einige Weinstände aufgestellt, es gibt Essen, vielleicht auch Musik und natürlich Sitzgelegenheiten“, umschrieb Feinauer die Idee. Veranstalter wird aus rechtlichen Gründen der Weinfestverein sein, der dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. „Wenn wir den Karl-Benz-Platz nicht so nutzen, wie es vor 25 Jahren geplant war, dann hat die Stadt auch kein Interesse, ihn schöner zu gestalten“, so Weinfestvereins-Vorsitzender Michael Warth.

Als Termin haben sich Warth und Feinauer den 6. Juni 2015 ausgesucht. „Das ist das Wochenende, an dem in Stuttgart Tausende Kirchentagsbesucher zu Gast sein werden. Auf den Veranstaltungen des Kirchentags wird allerdings bewusst kein Alkohol ausgeschenkt“, machte Rolf Maier-Geißer vom Ordnungsamt aufmerksam. In einem kurzen Vortrag hatte er den Vereinsverantwortlichen die Grundvoraussetzungen für die „Organisation von Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen“ geschildert.

Verkehrschaos in Rotenberg - Autofrei oder Seilbahn – was rettet Rotenberg?

14.03.2015 Stuttgarter Nahrichten - Michael Deufel -

Stuttgart - Sich von einer arbeitsreichen Woche zu erholen fällt viele Rotenbergern schwer – weil Heerscharen Erholungssuchender meist sonntags in den Ort einfallen. Oberhalb von Untertürkheim lockt die Idylle zwischen Wald und Weinbergen, die Grabkapelle, jenes 1824 zu Ehren der verstorbenen Königin Katharina erbaute Mausoleum auf dem Württemberg, und der atemberaubende Blick von dort ins Neckartal. Die Situation hat sich über die Jahre zugespitzt.

Der Ort sei praktisch lahmgelegt, für Rettungsfahrzeuge gebe es kaum ein Durchkommen, klagte in dieser Woche der örtliche Feuerwehrkommandant bei einer Bürgeranhörung. „Wir müssen da was machen“, erklärte dazu eine Vertreterin des Stadtplanungsamts. Touristik-Direktor Armin Dellnitz sieht in Rotenberg „zwei Seiten einer Medaille“. Denn viele Besucher seien auch Ausweis des Glanzes einer Attraktion. Wer des Ansturms Herr werden möchte, muss also verschiedene Interessen bedienen.

Autofreies Rotenberg

So hätten es manche Anwohner gerne. „Es braucht eine intelligente Besucherführung und nicht Maßnahmen, die Leute von der Grabkapelle fernzuhalten“, widerspricht Dellnitz. Die Straße ab der Kelter des Collegiums Wirtemberg zu sperren und einen Pendelbus verkehren zu lassen, hält etwa der renommierte Stuttgarter Ausstellungsdesigner Johannes Milla für eine rasch umsetzbare Lösung. Milla, nach eigenem Bekunden fast jedes zweite Wochenende dort unterwegs, würde Autos dann entlang der Württembergstraße parken lassen. Einen Großparkplatz oder gar ein Parkhaus – wie hie und da gefordert – hält er für unnötig. Die Genehmigung von derlei Eingriffen in ein Landschaftsschutzgebiet dauerten mehrere Jahre.

Mehr Kontrollen

Dazu würde der städtische Vollzugsdienst mehr Personal benötigen als die zurzeit 22 Bediensteten, sagt Edgar Riester von der Verkehrsabteilung im Stuttgarter Ordnungsamt. Falschparken werde zwar kontrolliert, jedoch habe man aufgrund der vielfältigen Aufgaben in anderen Teilen der Stadt die Präsenz in Rotenberg reduzieren müssen. Unter den momentanen Bedingungen „werden in Rotenberg monatlich 70 bis 80 Strafzettel ausgestellt“.

Mehr Busse

Ein engerer Takt der Line 61 stehe nicht zur Debatte, heißt es bei den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB). Zwischen Mai und Oktober verkehrten Busse an Sonn- und Feiertagen im 15-Minuten-Takt zwischen dem Bahnhof Untertürkheim und Rotenberg, sagt SSB-Sprecherin Susanne Schupp, „bei der Kapazität gab es bisher nie Engpässe“. Im Klartext: Der 61er kämpft sich oft halbleer durch den Verkehr hinauf zum Württemberg und wieder zurück. 2014 hatten Wengerter privat einen Pendelverkehr zwischen Rotenberg und Uhlbach organisiert.

Seilbahn zur Grabkapelle

Per Gondel zur Grabkapelle zu gelangen „gibt es als Idee schon länger“, sagt die Untertürkheimer Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel. Auch im Bürgerhaushalt, dem Abstimmungsportal für Vorschläge der Stuttgarter zum städtischen Haushalt, findet sich unter der Nummer 13295 und dem Titel „Utopia – Sponsor für eine Seilbahn suchen!“ ein entsprechender Vorschlag. Die Spezialfirma Doppelmayer aus Österreich wiederum hatte anlässlich des Hafenjubiläums 2008 die Kosten für eine Achter-Gondelbahn ermittelt. Die Schätzung für eine drei Kilometer lange Seilbahn über den Hafen belief sich damals auf knapp neun Millionen Euro. Johannes Milla beschäftigt sich ebenfalls immer wieder mit dem Thema Seilbahn. „Man sollte in Stuttgart die Berge nicht mit Tunneln bekämpfen, sondern die Hügel betonen“, lautet sein Credo. Im Zuge der vom Gemeinderat verworfenen Pläne zum Mobilitäts- und Erlebniszentrum in Bad Cannstatt hatte Milla bereits eine Gondelbahn von der Wilhelma zum Mercedes-Museum ins Spiel gebracht. „Langfristig sollte die Stadt über eine Seilbahn nachdenken.“ Warum nicht über eine nach Rotenberg?

ROTENBERG: Anwohner: „nicht zumutbar“ - Verkehrschaos birgt Sicherheitsrisiko

Stuttgarter Nachrichten - Uli Meyer, 11.03.2015
Stuttgart - Lange hatte Jürgen Hummel es grummelnd beobachtet, ehe er öffentlich Alarm schlug. „Am Wochenende ist der komplette Ort regelmäßig lahmgelegt. Kein Feuerwehrauto, kein Krankenwagen kommt mehr durch“, beschrieb der für den Rotenberg zuständige Feuerwehr-Abteilungskommandant den verkehrstechnisch „nicht zumutbaren Zustand“. Der kleine Teilort oberhalb von Untertürkheim hat schon für seine rund 750 Bewohner kaum genügend Abstellmöglichkeiten für Autos. Und dann strömen an schönen Wochenenden Massen von Ausflüglern mit ihren Autos den Berg hoch und verstopfen Straßen und Gehwege.

Die Grabkapelle auf dem Württemberg ist mit ihrer exponierten Lage eines der attraktivsten Ausflugsziele der Gegend. Im vorigen Jahr wurden 34.000 Besucher gezählt. Hinzu kommen zahlreiche Wanderer, die von dort oben ihre Touren durch die idyllischen Weinberge starten.

Hummels Aufschrei führte über einen Antrag der Freien Wähler zu einem von Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel einberufenen Informationsabend.
Mehr als 40 interessierte Bürger nahmen am Dienstag im Katholischen Gemeindezentrum St. Johannes in Untertürkheim die Gelegenheit wahr, um zusammen mit dem Bezirksbeirat und Christiane Wüsteney-Arbabi vom Stadtplanungsamt nach Lösungen und Auswegen aus dem Verkehrschaos zu suchen.

Viele Bürger, meist betroffene Anwohner, ließen in der Runde ihrem Frust freien Lauf, beließen es jedoch nicht bei Nörgeleien, sondern steuerten auch konstruktive Vorschläge bei.
So schlug ein Anwohner eine Einbahnstraßenregelung vor, die der Staubildung an besonders engen Straßenabschnitten auf der Anhöhe entgegenwirken könnte. Andere dachten noch radikaler, als sie ein Sonntagsfahrverbot in die Runde warfen und die neue Regelung für die Hofener Straße als Vorbild nahmen. Dass aber anders als am Bad Cannstatter Straßenabschnitt am Neckarufer entlang beim Rotenberg ein ganzes Dorf betroffen und durch ein Fahrverbot abgeschnitten wäre, merkte an dieser Stelle nicht nur Bezirksvorsteherin Wenzel kritisch an. Deutlich mehr Chancen schien der Vorschlag von Anwohnern zu haben, speziell für Touristen einen Shuttlebus-Service von Untertürkheim hoch zum Rotenberg einzurichten. Bei gleichzeitig stark reduzierten Parkmöglichkeiten nahe der Grabkapelle soll Besuchern ganz die Wahl des öffentlichen Verkehrsmittels bis zum Zielort attraktiver gemacht werden. Problem nur: Auch in Untertürkheim fehlen Parkflächen.

Ein von der SPD-Fraktion eingebrachter Antrag, auf dem Flurstück 2/1 nahe der Markgräfler Straße ein zweigeschossiges Parkdeck für rund 45 Stellplätze zu bauen, fand weit mehr Gegner als Befürworter. „Noch mehr öffentliche Stellplätze bringen nur noch mehr Verkehr dort oben“, sagte ein Anwohner.

Mit der Einführung von Parkausweisen für Anwohner sollen deren Ansprüche gestärkt werden. Diesen und weitere Vorschläge nahm Christiane Wüsteney-Arbabi nach zwei Stunden Debatte mit auf den Heimweg. „Die Situation ist schlimm, wir müssen da was machen“, sagte die Mitarbeiterin des Stadtplanungsamts.

Di 10.3.2015 - Infoabend für Bürger und Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim

Infoabend für Bürger zum Verkehrskonzept – Zum Informations- und Ausspracheabend mit anschließender Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim lädt die Stadt am Dienstag, 10. M ärz, ab 18.30 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum St. Johannes, Warthstraße 14, ein.

Auf der Tagesordnung steht die Klärung der Verkehrs- und Parkraumsituation im Stadtteil Rotenberg. Christiane Wüsteney-Arbabi vom Stadtplanungsamt stellt die aktuelle Verkehrsentwurfsplanung vor. Der Infoabend bietet den Bürgern die Möglichkeit, ihre Ansichten und Vorschläge für eine Verbesserung vorzutragen und sich über rechtliche und finanzielle Grenzen zu informieren. im Anschluss findet eine öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats zu diesem Thema statt.

Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim
am Dienstag, 10. März, 18:30 Uhr im
Saal des KGZ - Kath. Gemeindezentrum Untertürkheim, Warthstraße 16

  • 1. Klärung der Verkehrs- und Parkraumsituation im Ortsteil Rotenberg
    Christiane Wüsteney-Arbabi vom Stadtplanungsamt stellt die aktuelle Verkehrsentwurfsplanung vor.
     Informations- und Ausspracheabend 
    danach
    öffentliche Bezirksbeiratssitzung zum selben Thema

Hierzu der Antrag der SPD-Fraktion: Der Bezirksbeirat Untertürkheim fordert den Bau eines zweigeschossigen Anwohner-Parkdecks auf dem Flurstück 2/1. Die obere nicht überdachte Etage kann dann über die Stettener Straße angefahren werden. Das untere Parkdeck ist über die Markgräfler Straße zu erschließen. Das obere Parkdeck ist so zu gestalten, dass es auch als Aussichtspunkt zum Verweilen einlädt und einige Besucherparkplätze ausweist. Die Stellplätze sind vorrangig an die Bewohner der Stettener Straße zu vermieten, die durch ein ab-solutes Halteverbot ihre Straßenparkplätze verlieren.

Begründung: In vielen altertümlichen Städtchen wird das Parkproblem ähnlich gelöst. Es kann nicht erwartet werden, dass man vor seinem Haus, auf öffentlicher Straße, einen Stellplatz hat. Im oberen Bereich der Stettener Straße gibt es genügend freie (noch kostenlose) Stellplätze. Der Gehweg ist durch Absenkung des Randsteines und Kennzeichnung so herzurichten, dass am Fahrbahnrand geparkt werden kann und ein breiter Geh- und Wanderweg entlang der Weinberge bestehen bleibt.

Bürgerverein Untertürkheim e.V.- Hauptversammlung am Montag 9. März 2015

  • Herzliche Einladung zur 42. Hauptversammlung am Montag 9. März 2015 um 19.00 Uhr
    im Kath. Gemeindezentrum Untertürkheim Warthstraße 16,  70327 Stuttgart

Nach der Pause

„Doktor“ IHGV will bei der Gesundung Untertürkheims helfen

UZ 05.03.2015 -UNTERTüRKHEIM:
Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel zeigt bei der Jahreshauptversammlung auf, an was der Stadtbezirk krankt

(sb) - Ein bemerkenswerter Auftritt prägte am Dienstagabend die Jahreshauptversammlung des Industrie-, Handels- und Gewerbevereins (IHGV) Untertürkheim. Und das war der von Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel. Sie zeigte auf, an was der „Patient“ Untertürkheim krankt. Ihre Analyse kann ein erster Schritt zur Behandlung sein.

Die Bezirksvorsteherin, erstmals in dieser Funktion bei einer IHGV-Hauptversammlung, nannte die Dinge beim Namen. Der Einkauf im Ortskern sei heute kein positiv besetztes Erlebnis, die Außendarstellung in kultureller Hinsicht müsse verbessert werden, der Ortskern stehe vor einer städtebaulichen Herausforderung. Viele Geschosswohnungen würden aufgegeben und die Räumlichkeiten als Einzelzimmer vermietet; eine bessere soziale Durchmischung der Einwohnerschaft sei notwendig.

Die Arbeitslosenquote liege in Untertürkheim bei 10,6 Prozent und damit weit über dem städtischen Durchschnitt (7,4 Prozent). Die „Behandlung des Patienten“, so prognostizierte Wenzel, werde sicher mehrere Jahre in Anspruch nehmen. An der Gesundung arbeitet seit Jahren der IHGV Untertürkheim. Die Zukunft, so 1. Vorsitzender Markus Krautter, ließe sich am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet. Der IHGV ist in dieser Hinsicht weit mehr als nur Interessenvertreter seiner Mitglieder. „Wir kämpfen einen kommunalpolitischen Kampf“, so Krautter, „der zwischenzeitlich erste Früchte trägt“. Von der städtischen Wirtschaftsförderung wurde ein Stadtentwicklungskonzept zugesagt.

2014 war das 125-jährige Jubiläumsjahr für den IHGV. „Und für uns überaus erfolgreich“, wie der Vorsitzende feststellte. Ihn hätte besonders gefreut, wie viele Mitglieder des Vereins sich bei den zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen ehrenamtlich für Untertürkheim eingesetzt hätten. Dadurch gab es genügend Möglichkeiten über Untertürkheim positiv in der Öffentlichkeit zu berichten. Als nicht nachvollziehbar nannte Krautter externe Kritik, die dem IHGV nur kommerzielle Hintergründe unterstelle, bei allem was er tue. 116 Mitglieder hat der Verein im Augenblick, 2014 gab es fünf Ein- und sieben Austritte. Die gut besuchte Jahreshauptversammlung war erneut ein Indiz für das Interesse und das Engagement der Mitglieder. Und beides braucht man auch beim Blick auf das Jahresprogramm 2015. Noch in diesem Jahr wolle man innerhalb des Vorstandes einen direkten Ansprechpartner für den Einzelhandel finden.

Gemeinsam mit der neuen Stadtteilmanagerin für die sieben Stuttgarter Neckarvororte, Mareike Merx, wolle man die Aufgaben angehen. Eine steht kurz vor dem Abschluss: Die gemeinsame neue Homepage der vier Gewerbevereine der Oberen Neckarvororte.

Das Jägerhaus – Fellbacher Straße 70 - 70327 Stuttgart

Helmut
Das Jägerhaus – Fellbacher Straße 70 - 70327 Stuttgart - Tel.: 0177/3181356 oder 0172/7340783

März: Samstag 7.03.2015 - 17-24 Uhr + Sonntag 8.03.2015 - 15-22 Uhr

April: das Jägerhaus bleibt geschlossen

Mai: Samstag 2.05.2015 - 17-24 Uhr + Sonntag 3.05.2015 - 15-22 Uhr

Juni: Samstag 6.06.2015 - 17-24 Uhr + Sonntag 7.06.2015 - 15-22 Uhr

www.das-jaegerhaus.de

Alle Termine des Weinhofs am Württemberg - Helmut Zaiß - im Jahr 2015 Termine


Neu: Rebblütenwanderung durch die Weinberge

am Sa 20.6.+21.6.2015

 

Der Weingipfel kann 2015 leider nicht statt finden

Die Auflagen dafür sind extrem mehr geworden. Aber wir wollen 2016 wieder voll durchstarten, und geben uns Mühe, dass wir dieses Highlight wieder veranstalten dürfen!

 

Sa 7.3. - Anmeldung zum Evangelischen Waldheim Untertürkheim

Die Termine des diesjährigen Sommerwaldheims sind für den ersten Abschnitt von Montag, 3. bis Samstag, 15. August 2015, für den zweiten Abschnitt von Montag, 17. bis Freitag, 21. August 2015.

Die Kinderanmeldung findet am Samstag, 7. März 2015, von 9 bis 11 Uhr im Evangelischen Ferienwaldheim Untertürkheim, In den Aspen 1, statt. Die Vergabe der Waldheimplätze erfolgt in der Reihenfolge des Eintreffens, vor 9 Uhr werden keine Anmeldungen ausgegeben. Für die Anmeldung sind folgende Unterlagen notwendig: Impfpass des Kindes, Versicherungsnummer der Krankenkasse und Haftpflicht, Bankverbindung (SEPA), wenn vorhanden Stuttgarter Familiencard/Bonuscard.

Aufgenommen werden Kinder zwischen 4 und 14 Jahren, die 15-Jährigen können sich für das „Projekt15“ anmelden.

Für nähere Informationen kann gerne die Waldheimleitung kontaktiert werden: Corina Berner, Telefon 30 40 710, per E-Mail an ev-waldheim-uth@gmx.de oder im Internet unter www.ev-waldheim-uth.de.

So 15.3.2015 - „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ - Krimi-Theateraufführung im CAFE RATZRatz

Vom 11.3. bis 22.03.15 finden die 2. Stuttgarter Kinderkrimiwochen statt. Spannende Kriminalfälle können von Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 14 Jahren live und im Buch unter die Lupe genommen werden!

Zwölf Tage lang gibt es Gänsehaut, Spannung und viele ungelöste Kriminalfälle auch für junge Krimifans. Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben die Gelegenheit Krimi-Autoren und Autorinnen hautnah zu erleben oder bei interessanten Workshops und in Schreibwerkstätten ihren Spürsinn unter Beweis zu stellen. Spannende Filme und Theateraufführungen sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel. Genaue Infos über das Programm gibt es unter www.kinderkrimiwochen.de.

Am Sonntag den 15.3.2015 gastiert das „Theater zwischen den Dörfern“ mit seinem Krimistück „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (nach dem gleichnamigen Buch von Andreas Steinhöfel) im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ in Untertürkheim Berlin, Kreuzberg: Alles beginnt mit einer Nudel. Die liegt eines Tages einfach so auf dem Gehweg vor Ricos Haus. Und plötzlich taucht da Oskar auf, ein kleiner Junge mit einem blauen Motorradhelm auf dem Kopf. Was versteckt Fitzke in seiner Wohnung - und: Wer ist der Bühl? Der Aldi-Erpresser hat schon wieder ein Kind entführt. Die Bingokugeln in Ricos Kopf beginnen zu rotieren. Klingt wie ein Krimi? Ist auch einer. - Und die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft, die auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird.

Das Stück richtet sich Familien mit Kindern ab ca.10 Jahren. Der Eintritt kostet nur 2.- €. Reservierungen sind unter Telefon 216 5771 möglich. Aber es gibt auch Karten an der Tageskasse. Veranstaltungsort ist das Kinder- und Jugendhaus Untertürkheim in der Margaretenstraße 67 in Stuttgart Untertürkheim. Veranstalter ist das Jugendamt Stuttgart.
Einlass ist um 14.30 Uhr, da Stück dauert von 15:00 bis 16:15 Uhr.

In Untertürkheim wird genäht!Ratz

Verschiedene Nähkursangebote stehen in den nächsten Wochen auf dem Programm des Kinder-und Jugendhauses CAFE RATZ und seiner Außenstelle Kindertreff in Untertürkheim. Und es gibt noch freie Plätze!

1. „Nach Stich und Faden“ – Nähworkshops im CAFE RATZ in der Margaretenstr. 67 (Altersgruppe 12 - 25 Jahre)

Eigene Taschen, Kissen, Schminketuis, Broschen oder …. gefällig? Dann ist man im CAFE RATZ genau richtig! Das Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ bietet in seiner Frühjahrs- Kursstaffel „Nach Stich und Faden“ professionelle Unterstützung bei der Umsetzung der eigenen Näh-Ideen für Jugendliche und junge Erwachsene von 12- 25 Jahren an. Egal ob man schon erfahren an der Nähmaschine ist oder ob noch keine Erfahrungen gemacht wurden. Bärbel Maier, eine professionelle Schneiderin, hilft dabei, der eigenen Idee eine Form zu verleihen. Der nächste Termin ist am Freitag, 24.04.15 von 15-18 Uhr und am Samstag, den 25.04.15 von 11-14 Uhr. Die Kosten betragen 30 Euro pro Kurs, bei denen das Material und Snacks sowie Kaffee/ Tee inklusive sind. Anmeldung unter: 0711/ 33652340 oder unter untertuerkheim@jugendhaus.net.

2. „Verflixt und Selbstgenäht“ im Kindertreff in der Strümpfelbacher Straße 38 (Altersgruppe 8-13 Jahren)

Hier läuft für die Jüngeren die Nadel heiß! Am Samstag, 14.03.15 14 von 9.30 – 16 Uhr zeigt Lotte Büchner-Flinspach (Maskenbildnerin/ Erzieherin und Nadelkünstlerin) wie in der Nähwerkstatt mit Nähmaschine, Schnittmuster und Stoff die eigenen Produkte entstehen. Begonnen wird mit dem Nähführerschein und dann können eigene Kissen gestaltet werden. Falls auf der eigenen Nähmaschine geübt werden möchte, einfach mitbringen. Materialien wie Stoffe, Bänder, Borten etc. sind vorhanden. Die Kurskosten betragen 30.-€ bei Anmeldung zu bezahlen) inkl. Material und Tee, Vesper bitte mitbringen. Anmeldung direkt im Kindertreff unter: 0711/ 3361045 oder unter kt-untertuerkheim@jugendhaus.net.

Grabkapelle auf dem Württemberg - Generationenwechsel zum SaisonauftaktGrabkapelle auf dem Württemberg

UZ 28.02.2015 - ROTENBERG: Christiane Grau übernimmt von Mutter Doris die Verwalterstelle für die Grabkapelle -
Besuchermagnet für ausländische Touristen

Mit 34 000 Besuchern entwickelt sich die Grabkapelle zu einem beliebten Anziehungspunkt für Ausflügler und Touristen. Foto: Enslin

Zum Saisonauftakt der Grabkapelle gab es gestern einen besonderen Personalwechsel. Die langjährige Kapellenverwalterin Doris Grau übergab ihrer Tochter Christiane den Schlüsselbund für die Tür ins Monument der Liebe. Sie setzt eine Familientradition in dritter Generation fort. „Zu den gewohnten Führungen haben wir Sonderveranstaltungen geplant“, sagt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. - Von Mathias Kuhn

Wenngleich der Amtsantritt der neuen Verwalterin gestern eher verregnet und frostig ausfiel, weiß sie ihren neuen „Job“ zu schätzen. „Es ist der schönste Arbeitsplatz Stuttgarts“, erzählt die 35-Jährige. Sie muss es wissen. Schließlich ist die Germanistin und Anglistin im Verwalterhaus wenige Meter unterhalb der Grabkapelle aufgewachsen, ihr Opa Otto hat von 1950 bis 1968 das Amt des Kapellenverwalters ausgeübt und schon als Kind hat sie die Katakomben und Gänge hinter den Säulen erkundet. „Nicht die Kapellenmaus Amalie, sondern ich bin eigentlich die Entdeckerin der Geheimgänge“, sagt sie lachend und spielt damit auf die Kinderführungen „hinter die Kulissen“ an, die ihre Mutter Doris Grau ins Leben gerufen hatte. Diese bei Familien äußerst beliebte Veranstaltung wird ab Mai regelmäßig jeden Monat angeboten. Überhaupt haben die Staatlichen Schlösser und Gärten wieder ein Führungsprogramm zusammengestellt, das für jeden Interessenten etwas bereit hält. Geschichtsinteressierte erfahren etwas über den Vulkanausbruch vor 200 Jahren, der zum größten Fest der Schwaben führte: dem Volksfest, das König Wilhelm I und seine Frau Katharina als Leistungsschau ins Leben riefen. An drei Führungen erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über das Leben und das Wirken von König Wilhelm I. „Zudem gibt es am Internationalen Museumstag am 17. Mai ein attraktives Familienprogramm mit dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, eine Rebblütenwanderung am Schlössererlebnistag am 21. Juni sowie ein reichhaltiges Programm am Tag des offenen Denkmals am 13. September“, zählt Birgit Strobel, die in der Schlösserverwaltung als „Kümmererin“ für die Grabkapelle zuständig ist, weitere Attraktionen auf.

Dabei benötigt die Grabkapelle kaum solche Höhepunkte. Vergangenes Jahr strömten 34 000 Besucher ins Mausoleum. „Unter unseren Schlössern, Burgen und Denkmälern ist die Grabkapelle ein Monument, das aus sich heraus Besucher anzieht“, sagt Hörrmann. Sie sei aufgrund ihrer Lage inmitten der Weinberge und dem „schönsten Ausblick ins Neckartal“ ein herausragendes Ausflugsziel, stelle ein architektonisches Denkmal dar, ist geschichtlich als Stammsitz der Württemberger von höchster Bedeutung sowie ein Gotteshaus und Erinnerungsort an König Wilhelm und seine Frau Katharina. Nicht nur Württemberger, auch Touristen aus dem Ausland machen sich vermehrt auf den Weg auf den Württemberg. „Deswegen haben wir Führungsblätter in englischer, russischer, spanischer und französischer Sprache aufgelegt. Deutsche Führungsblätter richten sich an Besucher, denen es schwerfällt, akustisch einer Führung zu folgen“, so Hörrmann. Mittelfristig will er Touristen noch stärker den Dreiklang Wein, Kulinarik und Historie rund um den Württemberg näherbringen. Die Möglichkeit dafür biete sich, wenn das Verwalterhaus bis Ende des Jahres umgebaut und das neue Zugangszentrum samt Museumsshop eröffnet ist.

Täter schrie: „Der Nächste, der kommt, den knall' ich ab“
Am Karl-Benz-Platz: Polizist schießt Mann in den Bauch!Uhr

Stuttgart.Bild.de 25.2.2015 -

Stuttgart – Vor dem Untertürkheimer Bahnhof flattert Absperrband. Polizisten untersuchen eine Pistole.
Hier musste ein Kollege gerade einen Mann (34) niederschießen.

Es geschah am Mittwoch um 3.17 Uhr. Der Mann rief bei der Polizei an und drohte: „Der Nächste, der kommt, den knall' ich ab.“ Als die erste Streifenwagen-Besatzung am Karl-Benz-Platz eintraf, soll der Mann sofort geschossen haben.

Die Beamten erwiderten das Feuer. Eine Polizei-Kugel traf den Mann in den Bauch. Er wurde mit lebensgefährlicher Verletzung in eine Klinik eingeliefert. Ärzte konnten ihn bei einer Not-OP retten.

Eine Untersuchung der Täter-Waffe ergab: Es ist eine Softair-Pistole, mit der Plastik-Kugeln verschossen werden können.

Ein Polizeisprecher: „Es gibt erste Hinweise darauf, dass der Mann sich von den Beamten erschießen lassen wollte.“ Kriminalisten nennen das „suicide by cop“ (engl. für Suizid durch Polizeibeamte).

BILD erfuhr: Auf dem Weg ins Krankenhaus soll der Mann die Sanitäter gebeten haben, ihn sterben zu lassen.

Der Vorfall erinnert an eine Schießerei im November 2013. Damals hatte Martin R. († 36) vor seiner Wohnung in der Landhausstraße (Stuttgart-Ost) mehrere Polizisten mit einer Pistole bedroht. Trotz Warnschuss nahm er die Waffe nicht herunter, wurde von einer Polizeikugel durch die Bauchdecke getroffen und verblutete (BILD berichtete).

Nach Schüssen in Untertürkheim - Mann ist außer Lebensgefahr

Stg.-Zeitung Von Christine Bilger 25. Februar 2015 - 17:35 Uhr

Der 34-Jährige, der bei einem Schusswechsel mit der Polizei schwer verletzt worden ist, ist außer Lebensgefahr. Der Mann hatte es offenbar darauf angelegt, von den Beamten erschossen zu werden. In den USA ist dieses Phänomen als „Suicide by Cop“ bekannt.

Stuttgart - Wieder hat die Polizei mitten in der Nacht auf einen Mann geschossen. Und wieder deutet alles darauf hin, dass der Verletzte es darauf angelegt hatte, von den Kugeln der Beamten getroffen zu werden. Der Zwischenfall, der sich in der Nacht zum Mittwoch am Untertürkheimer Bahnhof ereignete, erinnert auf erschreckende Weise an den Schusswechsel, bei dem im Jahr 2013 im Stuttgarter Osten ein Mann ums Leben kam. „Suicide by Cop“ nennen die Amerikaner dieses Phänomen: Selbstmord durch die Waffe eines Polizisten. Die Polizei ging am Mittwoch davon aus, dass sie es mit dem zweiten Fall dieser Art in der Stadt zu tun gehabt hat. Der 34-jährige Mann erlitt schwere Verletzungen im Bauch. Er wurde operiert und ist außer Lebensgefahr.
Der Anruf erreichte die Notrufzentrale am Mittwoch um 3.17 Uhr. Ein Mann am anderen Ende habe aufgeregt ins Telefon gerufen: „Der Nächste, der kommt, den lege ich um!“ Die Polizei schickte sofort mehrere Streifenwagen zum Untertürkheimer Bahnhof und verständigte den Rettungsdienst. Die Beamten, die zuerst da waren, sahen den 34-Jährigen, der den Anschein erweckte, dass er die Drohung wahr machen würde: Mit einer Schusswaffe in der Hand ging er auf die Beamten los. Die Pistole habe auf die Beamten täuschend echt gewirkt, sagt der Polizeisprecher Stefan Keilbach. Bis hin zur Beschriftung, die eingeprägt sei, sei die Soft­air-Pistole einer scharfen Waffe nachempfunden gewesen.

Eine Zeugin sucht Schutz in ihrem Laden

„Der Mann hat die Beamten sofort bedroht, als sie ankamen“, so der Pressesprecher weiter. Die Beamten hätten schließlich mehrfach auf den Mann gezielt, der ebenfalls Schüsse abgab. „In so einem Fall muss die Polizei den Angreifer stoppen“, erläutert Keilbach. Deswegen hätten die Polizisten geschossen. Als der Täter getroffen war, hätten sich die Beamten und der wenig später eingetroffene Rettungsdienst um ihn gekümmert, er wurde dann in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert.

Auf dem Weg ins Krankenhaus machte der Mann gegenüber den Rettungskräften und einem Polizeibeamten, der mitfuhr, eine Bemerkung: „Lasst mich doch sterben“, soll er sinngemäß gesagt haben. Zusammen mit seinem Verhalten und der Ankündigung über die Notrufnummer folgert die Polizei, dass der Mann sich offenbar erschießen lassen wollte. Er habe sich so verhalten, dass die Beamten schießen würden – und die Polizei zuvor selbst gerufen. Der 34-Jährige war polizeibekannt. Er wurde schon wegen des Missbrauchs von Notrufen belangt. Auf seinem Facebook-Profil zeigte er sich in Armeekleidung.

Eine Zeugin sah in der Nacht den Beginn der Auseinandersetzung. Sie war in der Unterführung und wollte den Kiosk dort aufschließen. Als die ersten Schüsse fielen, suchte sie Schutz im Laden. Am Morgen beobachteten viele Passanten, wie die Polizei die Spuren am Tatort sicherte. Zahlreiche Patronenhülsen lagen auf dem Boden – wie viele Schüsse genau abgegeben wurden, war noch unklar. Auch fanden die Ermittler Spuren von Farbkugeln aus der Softair-Pistole von den Schüssen, die der 34-Jährige abgegeben hatte, als die Beamten durch die Unterführung vom Bahnhof her auf ihn zukamen. „Warum macht die Polizei das, wenn der sich umbringen will?“, fragte eine Frau. „Was würden Sie machen, wenn einer mit einer Pistole vor Ihnen steht?“, entgegnete ein anderer Beobachter.

Paralleln zu einem Fall im November 2013

Der Fall hat viele Parallelen zu jenem, der sich im November 2013 im Osten zugetragen hatte. Damals rief ein 36-jähriger Mann, der in der Landhausstraße wohnte, die Polizei und kündigte an, er würde nach draußen gehen und herumschießen. Die Polizei versuchte, ihn zum Aufgeben zu überreden, als er mit einer Waffe auf sie zukam. Da er nicht stoppte, griff auch damals ein Beamter zur Pistole und gab einen Schuss ab. Er zielte auf das Bein, traf aber den Bauch, weil der Mann weiter auf ihn zugegangen war. Das ergab die Untersuchung der Staatsanwaltschaft. Die Behörde hatte gegen den Polizisten wegen fahrlässiger Tötung im Amt ermittelt. Das Verfahren wurde eingestellt, weil der Beamte sich richtig verhalten hatte. Der 36-Jährige starb im Krankenhaus an den Folgen der Verletzung. Auch der aktuelle Fall wird von der Staatsanwaltschaft untersucht.

Poller gegen Autos in der FußgängerzoneFußweg

UZ 24.02.2015 - UNTERTüRKHEIM: Im Boden versenkbare Sperre soll Durchfahrts- und Parkverkehr in Widdersteinstraße eindämmen

Nachdem die Klagen über zunehmenden Durchgangsverkehr sowie parkende Autos in der Widdersteinstraße immer lauter werden, die Polizei und das Amt für öffentliche Ordnung dem Bezirksbeirat aber keine Hoffnung auf zusätzliche Kontrollen machen konnten, bleibt aus Sicht der Lokalpolitiker nur eine bauliche Lösung. Das Tiefbauamt könnte sich einen versenkbaren Poller am unteren Ende der Widdersteinstraße vorstellen. Der Bezirksbeirat stimmte dem Vorschlag mehrheitlich zu.

Von Mathias Kuhn

Es vergeht kaum eine Sitzung des Bezirksbeirats, bei der das Thema unerlaubter Park- oder Durchfahrtsverkehr in der Fußgängerzone nicht angesprochen wird. Ende vergangenen Jahres hatten Anwohner der Widdersteinstraße im Rahmen der „Fünf Minuten für den Bürger“ die Situation aus ihrer Sicht geschildert und auch mit Fotos bekräftigt. Dass die verschiedenen Post- und Paketzulieferer ihre Fahrzeuge, manchmal mit laufendem Motor, mitten in der Fußgängerzone abstellen, sehen Anwohner und Passanten zwar als Ärgernis, aber als hinnehmbar an. Schließlich bremsen die Lieferwagen auch Autofahrer aus, die die Widdersteinstraße als Abkürzung nutzen wollen. „Mehrmals am Tag fahren Autos von der Augsburger zur Stubaier Straße. Nachts sogar mit erhöhter Geschwindigkeit“, berichtete der Sprecher der Anwohner.

Keine Fußgängerzone sondern ein Fußweg - Foto:Enslin

Auch viele Zweiradfahrer würden die direktere Verbindung nutzen und dabei auch oft Passanten gefährden. Mindestens so ärgerlich für Anwohner und Passanten ist, dass die Fußgängerzone immer stärker als Parkfläche missbraucht wird. „An den wärmeren Frühlings- oder Sommertagen fahren die Besucher - verbotenerweise - bis vor die in der Straße vorhandenen Gaststätten, stellen ihr Auto ab und drehen oft auch nach 22 Uhr das Autoradio laut auf“, erklärten die Anwohner. Der Anruf beim zuständigen Polizeirevier war meist erfolglos. Bis eine Polizeibesatzung vor Ort kam, war das Fahrzeug meist verschwunden oder die Beamten beließen es bei einer mündlichen Verwarnung. Sowohl von Seiten der Polizei als auch vom Amt für öffentliche Ordnung bekamen die Bezirksbeiräte und Bürger die Information, dass sie kontinuierliche Kontrollen der Fußgängerzone - zumal bei Nacht - nicht gewährleisten könnten.

Um die Willkür ein wenig einzudämmen, schlugen die Bezirksbeiräte vor, die Straße mit baulichen Mitteln zu sperren. Das Schwierige: Für die Anwohner und auch für die Zulieferer sowie für die Beschicker des Wochenmarkts muss die Zu- und Abfahrt gewährleistet bleiben. „Deswegen hat das Tiefbauamt einen absenkbaren Poller vorgeschlagen“, berichtet Untertürkheims Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel. Eine ähnliche Variante habe das Tiefbauamt auch für den Obertürkheimer Markt vorgeschlagen. „Der Poller in Obertürkheim ist der erste Poller dieser Art in Stuttgart“, berichtet Reinhard Noll vom Tiefbauamt. Wegen des Winterwetters konnte er noch nicht eingebaut werden.

In Untertürkheim würden Anwohner und Berechtigte einen speziellen Schlüssel erhalten, mit dem sie den Poller dann in den Boden versenken können. „Allerdings müssen die Autofahrer, nachdem sie den versenkten Poller passiert haben, nochmals anhalten und ihn wieder entriegeln, damit er aus der Versenkung erscheint und die Straße wieder sperrt“, so Noll. Nach einer kurzen Diskussion auch über den idealen Standort des Pollers und die Frage, ob sich durch die Schlüssellösung wirklich der Parkverkehr eindämmen lasse, entschlossen sich die Bezirksbeiräte, dass die städtischen Ämter die Installation eines versenkbaren Pollers prüfen sollen.

Ich sehe was, das du nicht siehst!

Das Projekt Aus:sicht mobil ist vom 13. bis 17. April in der villa jo in Obertürkheim zu Gast.

Blinde und Sehbehinderte Menschen bieten für Gruppen
und Schulklassen ein tolles Sensibilisierungstraining an.
Danach geht es dann gemeinsam in das Dunkelzelt

Dort sehen wir alle dann gleich gut: Nämlich nichts!
Ein Erlebnis, das Groß und Klein nachträglich prägen wird.

Am Donnerstag, 16.04. ist von 16 bis 19 Uhr ein offenes Angebot für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.
Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich auf ein ganz besonderes Erlebnis ein.

Weitere Informationen unter: 0711/323010.
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Kinder- und Jugendhaus villa jo Obertürkheim
Rüderner Str. 20 70329 Stuttgart
Tel.: 0711/323010 Fax: 0711/32085904
Email: torsten.hofmann@jugendhaus.net
www.villajo.de
Das KJH Villa Jo ist eine Einrichtung der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH

Junge Artistinnen und Artisten für AWO-Zirkustournee gesucht!

Nach der erfolgreichen Premiere der Zirkustournee des Jugendwerks der AWO in 2014, wird die Tour auch in diesem Jahr wieder in den Sommerferien, vom 16. August bis 02. September 2015, stattfinden.

Bei der etwas anderen Jugendfreizeit erfahren junge Leute im Alter von 12 bis 15 Jahren den Zauber der Manege hautnah, denn sie werden die Rolle der Artistinnen und Artisten selbst einnehmen.
Dabei werden sie eigene Zirkusnummern entwickeln, einüben und anschließend bei einer Tournee durch Waldheime der AWO aufführen. Ob artistische Disziplinen wie Einrad fahren, Jonglieren und Seiltanz oder Clownerie – Vorkenntnisse werden nicht benötigt. Die zirkuserfahrenen Betreuerinnen und Betreuer des Kinderzirkus Fitze Fatze der AWO Geislingen werden die Teilnehmenden trainieren und tatkräftig unterstützen.

Und auch der Freizeitcharakter kommt auf der Zirkustournee nicht zu kurz. Die ersten Tage geht es ins Trainingslager an den Bodensee. Neben Kennenlernen und Trainieren bleibt hier genügend Zeit zum Relaxen und im See zu baden.

Für Interessierte findet ein Infotreffen zu dem Zirkusprojekt am 21. März 2015 von 14:00 bis 18:00 Uhr statt. Hier erhält man allerlei Informationen zu der außergewöhnlichen Freizeit direkt von den Machern des Zirkus Fitze Fatze.

Nähere Informationen und Anmeldung zur Zirkustournee sowie dem Infotreffen gibt es auf der Homepage www.jugendwerk24.de. Dort kann man sich zudem über Zuschussmöglichkeiten und dem kompletten Programm an Freizeiten, Sprachreisen und Jugendbegegnungen aller Altersstufen in den Schulferien informieren.

Telefonisch ist die Geschäftsstelle des Jugendwerks unter (0711) 945 729 111 erreichbar.

Sprungturm im Inselbad gesperrt

UNTERTüRKHEIM: UZ 19.2.2015 - Eine der Hauptattraktionen weist Sicherheitsmängel auf

Eine der Hauptattraktionen im Inselbad Untertürkheim bleibt in diesem Sommer für die Besucher gesperrt: der Sprungturm. Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurden am Zehn-Meter-Turm Sicherheitsmängel festgestellt. „Die Geländer sind nicht mehr sicher“, sagt Bäderchefin Anke Senne. Die Kosten für die Sanierung werden auf 350 000 Euro geschätzt. Zu viel, um es aus den laufenden Mitteln zu bestreiten. In einer Sofortmaßnahme werden lediglich das Ein- und Drei-Meter-Brett gerichtet.

Von Alexander Müller

SpringerbeckenMit im Schnitt circa 200 000 Gästen im Jahr ist das Inselbad nicht nur das größte, sondern auch das am stärksten besuchte derfünf Freibäder in Stuttgart. Allerding waren es im Vorjahr lediglich knapp 160 000 Besucher. Das war dem schlechten Wetter geschuldet. Auch in der kommenden Saison wird wieder ausschlaggebend sein, ob die Sonne dauerhaft am Himmel steht. Aber vielleicht schlägt sich auch eine andere Tatsache nieder: Mit dem Sprungtrum fehlt eine der Hauptattraktionen des Inselbads. Denn der gewaltige Betonklotz bleibt in der Saison 2015 gesperrt. „Wir müssen leider in den sauren Apfel beißen. Uns bleibt keine andere Wahl“, sagt Senne.

Denn im Rahmen der obligatorischen Überprüfung wurden am mehr als 40 Jahre alten Sprungturm überraschend Sicherheitsmängel festgestellt. Eine jährliche Kontrolle der Bauanlagen der Bäderbetriebe ist seit dem Unglück in Bad Reichenhall im Jahr 2006, als das Dach einer Eishalle einstürzte, üblich. „Wir überprüfen alle sicherheitsrelevanten Teile“, sagt Senne - so auch den Sprungturm. Das Ergebnis der Experten sieht vor allem bei den Geländern die nötigen DIN-Vorgaben nicht mehr erfüllt. „Die vorgeschriebene Anpralllast, wenn sich jemand dagegen lehnt oder gestoßen wird, ist nicht mehr gegeben“, hat sich die Bäderchefin informiert. Das heißt: Im schlimmsten Fall könnte das Geländer nachgeben und ein Badegast aus zehn Metern Höhe auf den Beton stürzen. Eine Gefahr, Sprungturm 1939die die Stadt natürlich nicht eingeht. „Wir müssen die Sicherheit der Badegäste gewährleisten“, betont Senne. Daher wird die komplette Sprunganlage den gesamten Sommer über gesperrt. Die Drei-, Fünf-, Siebeinhalb- sowie Zehn-Meter-Plattformen können nicht genutzt werden.

Eine andere Lösung sei kurzfristig nicht umsetzbar. Die Kosten für eine Instandsetzung werden auf 350 000 Euro geschätzt. „Diese Mittel können wir aus unserem Budget nicht finanzieren“, sagt Senne. Vielmehr müssen die Gelder im kommenden Doppelhaushalt 2016/2017 beantragt werden. Die Ertüchtigung des Sprungturms soll daher in Etappen in den kommenden zwei Jahren erfolgen. In einer kurzfristigen Maßnahme werden aber zumindest die Ein-Meter- und ein Drei-Meter-Brett für circa 40 000 Euro saniert. „Das wird auch bis zum Start der neuen Freibadsaison der Fall sein“ - das Inselbad öffnet in diesem Jahr am 16. Mai 2015 seine Pforten.

Erstmals seit 1933 dann ohne einen geöffneten Sprungturm für die Badegäste. Denn dieser wurde zum damaligen Deutschen Turnfest in Stuttgart gebaut, das Inselbad aber bereits von 1927 bis 1929 errichtet. „Zum Turnen gehörte damals eben auch das Schwimmen“, erklärt Untertürkheims Ortschronist Eberhard Hahn. Der zehn Meter hohe Turm sorgte für großes Aufsehen. „Er war eine absolute Sensation“, weiß Hahn. Allerdings zerstörte ein Volltreffer einer Bombe im Zweiten Weltkrieg das Becken. Nach dem Ende des Kriegs wurde es wieder aufgebaut und wiederum zum zweiten Deutschen Turnfest in Stuttgart 1973 der alte durch den heutigen Sprungturm ersetzt. Nun muss dieser nach rund mehr als 40 Jahren instand gesetzt werden. Damit spätestens im Jahr 2017 das Inselbad wieder eine seiner Hauptattraktionen hat.

Sprungturm von 1933

STUTTGART 21 - Tunnel unter dem Neckar wird vier Meter tiefer gelegt

WANGEN:UZ 19.2.2015 -Neue geologische Erkenntnisse zwingen die Bahn, dass die Zugröhre
vom neuen Hauptbahnhof den Neckar noch tiefer unterquert

(mk) - Die Erfahrungen mit grundwasserführenden Schichten, die die Tunnelbauer beim Bau des Schachtes machten, der den Zwischenangriff in der Ulmer Straße mit dem künftigen Stuttgart-21-Tunnel verbindet, führte zu Korrekturen des geplanten Verlaufs. Die Bahn beantragte, dass die Röhren tiefer unter dem Neckar hindurchgeführt werden dürfen. Das Eisenbahnbundesamt (EBA) schätzt, dass dadurch „keine entscheidungserheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind“. Kritiker betonen, dass der Tunnel dadurch näher an die Mineralquellen rückt.

2014 hat die Bahn von der Baustelle in der Ulmer Straße aus einen 104 Meter langen Schacht zum Standort der zu bauenden Tunnelröhren gegraben. Durch den Stollen wird Aushub nach außen befördert. Zu Beginn des Schachtbaus stießen die Mineure auf Probleme. Es trat mehr Grundwasser aus den oberen Erdschichten aus, als Gutachter berechnet hatten. Die Ingenieure zogen daraus Konsequenzen. Der Stollendurchmesser wurde etwas „gequetscht“. Mittlerweile ist er fertiggestellt. Die neuen Erkenntnisse zur Lage wasserleitender Schichten führte zu Korrekturwünschen beim Bau der Tunnelröhren. „Es gibt Planungen zur Änderung des Höhenverlaufs der Stuttgart-21-Tunnelführung in Richtung Obertürkheim“, bestätigt ein Sprecher des Bahnprojekts. Diese wurden beim EBA eingereicht. Beantragt wurde die Tieferlegung der Gradiente - des horizontalen Kurvenverlaufs - um maximal vier Meter.

In einem Brief, der im Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, bescheinigt die Behörde dem Bahnprojekt Stuttgart-Ulm, dass „nach überschlägiger Prüfung von dem Vorhaben keine entscheidungserheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind“. Durch die Tieferlegung der Gradiente würden die Tunnelröhren nach den Ergebnissen der Erkundung auch im Bereich des Neckartals nahezu über die gesamte Länge im gesteinsfesten, gering durchlässigen Gipskeuper liegen. „Es verringert sich zwar der Abstand zwischen Tunnelsohle und der Oberfläche der mineralwasserführenden Schichten des oberen Muschelkalks. Dieser ist aber immer noch geringer als der minimal planfestgestellte Abstand“, heißt es in dem Brief. Stuttgart-21-Kritiker weisen dagegen auf das erhöhte Risiko für die Mineralquellen hin. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Zukunft Schiene fragen sich auch, wie sich die Überwindung der vier zusätzlichen Höhenmeter auf der kurzen Distanz vom Neckar bis zum Untertürkheimer Servicebahnhof beziehungsweise zum Tunnelmund an der Hafenbahnstraße auswirkt. Fragen, die auch das EBA noch klären wird. Noch ist die Änderung der Trassenführung nicht genehmigt. Die Bahn kann auf Basis des bestehenden Planfeststellungsrechts weiterarbeiten. „Es werden nun horizontale, vorauseilende Erkundungsbohrungen im Profil des künftigen Tunnels vorgetrieben“, sagt der Bahnsprecher.

Korrekte Zeit rund um den BahnhofUhr

UNTERTüRKHEIM: UZ 18.2.2015
Stadt will Uhren auf dem Karl-Benz-Platz austauschen

(mk) - Schüler und Passanten, die auf dem Weg zum Bahnhof auf die Uhr des Turms auf dem Karl-Benz-Platz blicken, ärgern sich regelmäßig: Selten zeigen alle drei Turmuhren die richtige Zeit an. Das Tiefbauamt will nun für die korrekte Zeitanzeige sorgen. Eine nicht funktionierende Uhr soll getauscht, eine weitere entfernt werden. Auch die Uhr auf der Seite zum Ortskern soll gerichtet werden.

Nach etlichen Klagen von Bürgerinnen und Bürgern nimmt sich das Tiefbauamt dem Uhrenproblem rund um den Untertürkheimer Bahnhof an. Schließlich wirft der erste Eindruck des Ortseingangs kein positives Bild auf den Stadtbezirk. Wer von den Bushaltestellen, der Endstation der Stadtbahnlinie U 4 oder über den Wundersteg in Richtung Bahnhofsunterführung oder zu den S-Bahnen läuft, dem fällt das Manko schnell auf: Auf dem Karl-Benz-Platz steht ein Info-Turm mit drei gut sichtbaren Uhren - auf jeder Seite des dreieckigen Turms eine. Allerdings: Selten stimmen die angezeigten Zeiten überein. Seit Jahren ist mindestens eine Uhr nicht intakt. Nachdem lange Zeit nicht geklärt werden konnte, wer - die Stadt Stuttgart, auf deren Platz der Turm steht, oder die Deutsche Bahn - für die Uhren zuständig ist, hat nun das Tiefbauamt das Heft des Handelns in die Hand genommen. „Wir werden in den kommenden Wochen die Uhren auf ihre Funktionstüchtigkeit untersuchen, gegebenenfalls abbauen und wenn notwendig ersetzen“, sagt Reinhard Noll vom Tiefbauamt. Mindestens zwei funktionierende Uhren sollen wieder montiert werden. „Das Ziffernblatt, das in Richtung Bahnhof zeigt, spielt für Passanten eh kaum eine Rolle“, sagt Noll.

Im Zuge des Uhrenchecks auf dem Karl-Benz-Platz will das Tiefbauamt auch die Uhr am Bahnhofsausgang in der Arlbergstraße unter die Lupe nehmen. Auch dieser Chronograf führt seit langem die Bahnhofsbesucher in die Irre. Auf die Zeit sollte sich niemand verlassen - sie stimmt nicht. Allerdings sind die Besitzverhältnisse noch ungeklärter. Seit dem Verkauf des Bahnhofs ist sie offenbar in privater Hand. „Dennoch würden wir als Stadt die Uhr kontrollieren, und wenn machbar auch reparieren wollen“, sagt Noll. Wenn die Kosten doch zu hoch wären, käme für die Stadtverwaltung ein Abriss in Betracht.

Freier WLAN-Internetzugang im Zentrum Untertürkheims gefordert

UNTERTüRKHEIM:UZ 18.2.2015 -Bezirksbeirat will WLAN im Ortskern

(mk) - Wenn es nach dem Bezirksbeirat Untertürkheim geht, sollen Passanten künftig im Untertürkheimer Ortskern kostenlos im Internet surfen können. Die SPD-Bezirksbeiratsfaktion stellte einen entsprechenden Antrag und die anderen Fraktionen folgten - nach kurzer Aussprache - dem Ansinnen. Die WLAN-Zone soll die Widdersteinstraße, den Karl-Benz-Platz und das Bezirksrathaus attraktiver machen.

Einige Städte haben es bereits. Spätestens zum Evangelischen Kirchentag soll auch in der Stuttgarter Innenstadt der öffentliche Internetzugang für Passanten freigeschaltet sein. Vier zentrale Standorte hat die Stuttgart Marketing GmbH für den Service vorgesehen: die Touristeninformation, den Schlossplatz, den Schillerplatz und den Marktplatz. Untertürkheims Sozialdemokraten haben in der vergangenen Sitzung den Antrag gestellt, dass auch im Untertürkheimer Ortskern ein öffentliches drahtloses lokales Funknetz, auf englisch Wireless Local Area Network (WLAN), eingerichtet wird.

Die SPD-Politiker dachten dabei vor allem an den Karl-Benz-Platz, an das Lindenschulviertel mit seinen Schulen und dem Studierenden-Wohnheim, an den Bahnhofsvorplatz, den Storchenmarkt und die Fußgängerzone in der Widdersteinstraße. „Damit wollen wir auch erreichen, dass mehr Menschen in der Widdersteinstraße oder auf dem Karl-Benz-Platz verweilen, in der Sonne sitzen und im Internet surfen“, argumentierte SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Feinauer. Auch die Schüler sowie die Studierenden würden sich, so sein Parteikollege Werner Kapitza, sicherlich über einen freien Zugang im Lindenschulviertel freuen.

Grundsätzliche Zustimmung sprach auch Sabine Reichert von den Grünen aus. Dennoch stellte sie sich zwei Fragen. Gerade am Tag der sicheren Daten, an dem die Bezirksbeiräte just tagten, mache ihr schon Sorge, ob die Nutzer von Handy, Laptop oder Tablet durch das öffentliche WLAN noch stärker gefährdet würden. Zudem stellte sie auch infrage, ob es tatsächlich zu mehr Attraktivität beitrage. „Heute kommunizieren viele Menschen nicht mehr, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, sondern sie surfen. Es wäre schade, wenn sie nun auch noch wortlos im Straßencafé auf der Widdersteinstraße oder auf dem Storchenmarkt sitzen“, meinte Reichert.

Walter Klopfer von der AfD bemerkte zudem, dass die Strahlenbelastung steigen würde. Trotz dieser Bedenken stimmten die Bezirksbeiräte dem freien Internetzugang zu, erweiterten das Gebiet sogar. Auch im Bezirksrathaus soll öffentlich gesurft werden können.

Gesamtkonzept für Untertürkheimer Ortskern gefordert

UZ 13.2.2015 -UNTERTüRKHEIM: Bezirksbeirat lässt sich vom Stadtentwicklungskonzept nicht abbringen

(mk) - Fast schon trotzig reagieren Untertürkheims Bezirksbeiräte auf das zögerliche Verhalten der Stadtverwaltung. Im Oktober hatten die Lokalpolitiker ein Stadtentwicklungskonzept für den erweiterten Ortskern gefordert. Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel berichtete, dass das Stadtplanungsamt dies ablehnte und stattdessen eine förmliche Voruntersuchung für eine „soziale Stadt“ vorschlug - allerdings ohne den Bereich um den Bahnhof. Einstimmig beschlossen die Bezirksbeiräte nun, dass die städtischen Ämter über ein Gesamtkonzept informieren.

Mit kollektivem Kopfschütteln quittierten die Untertürkheimer den Bericht, den ihnen Bezirksvorsteherin Wenzel von ihrem Gespräch im Stadtplanungsamt gab. Im Herbst hatte Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht im Namen von OB Fritz Kuhn dem Industrie-, Handels- und Gewerbeverein (IHGV) einen Brief zur Entwicklung des Ortskerns geschrieben. Darin schlug sie ein Stadtentwicklungskonzept für den erweiterten Ortskern vor. In der Oktobersitzung stellten die IHGV-Mitglieder Karl-Hans Keinath und seine Tochter Christine die Chancen eines solchen Konzepts vor. Gleichzeitig machen sich Studierende der Universität Nürtingen Gedanken, wie der Karl-Benz-Platz attraktiver gestaltet und genutzt werden könnte. Es schien sich stadtgestalterisch wieder etwas zu bewegen.

Nach einem Gespräch mit Vertretern des Stadtplanungsamts musste Bezirksvorsteherin Wenzel die vorsichtige Euphorie abkühlen. Die Stadtplaner hätten ihr klargemacht, dass sie den Wunsch nach einem Stadtentwicklungskonzept für Untertürkheim nicht unterstützen werden. Stattdessen stellten sie ein förmliches Voruntersuchungsverfahren in Aussicht, das dann in ein Programm für die „Soziale Stadt“ münden kann. In der Prioritätenliste steht Untertürkheim dort allerdings ziemlich weit unten. Zudem müsste in der förmlichen Untersuchung für ein Vorranggebiet der Bereich rund um den Bahnhof und die Großglocknerstraße ausgeschlossen werden. „Das können wir nicht hinnehmen. Wir müssen weiter darauf beharren und ein Entwicklungskonzept für den Stadtbezirk einfordern“, meinte Andrea Mathiasch von der CDU. Auch Sabine Reichert will sich nicht mit einer abgespeckten Version zufriedengeben. „Wir brauchen ein Konzept für ein Gesamtbild für den Stadtbezirk. Wir benötigen einen Plan, wo sich etwas entwickeln könnte“, meinte die Grünen-Bezirksbeirätin. Die Bezirksbeiräte schlugen vor, dass die Stadtplaner und -erneuerer ihre Vorstellungen zu Entwicklungsmöglichkeiten in einer Bezirksbeiratssitzung vorstellen. SPD-Politiker Werner Feinauer will dazu auch Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht einladen. In Hinblick auf die Bürgerversammlung Ende Juli mit OB Fritz Kuhn drängten die Bezirksbeiräte darauf, dass die drei Stadtvertreter noch im April den Bezirksbeirat informieren.

Die Konfirmanden 2015 im Stadtbezirk Untertürkheim

Luginsland
Untertürkheim

ROTENBERG

Gartenstadtkirche
Wallmerkirche
Rotenbergkirche
So 15. März, 10 Uhr
So 22. März, 10 Uhr So 10. Mai, 10 Uhr

So 22. März, 11 Uhr

Vivian Benito Jörger
Rafael Brommer
Melanie Gaßmann
Paul Kazmaier
Teresa Merkle
Oliver Nowatzki
Benjamin Reis
Samuel Reis
Tobias Rupp
Carolin Scherer
Lucy Sommer
Hanna Vöhringer

Fabian Drechsel
Jan-Eric Göbel
Immanuel Haag-Titz
Raphael Hipp
Isabel Klett
Maike Menges
Albrecht Mombert
Lucas Perkic
Jannis Pohl
Niklas Weckermann
Hannes Wilhelm
Jannik Woernle

Christian Stefan Glöckler
Christian Haase
Philipp Holger Heinz Kamm
Vanessa Leslie Schäfer
Markus Steckel
Timo Strauß

Kai Yannick Berner
Lilou Berner
Nils Delinaoum
Victoria Groch
Tim Hohl
Emilia Liva
Christopher Penkert
Jona van Moll
Elias Vetter

Sa 7.3. + So 8.3.2015 - Chorkonzert - POP-CHORNPOPCHORN

Die Chorgemeinschaft Untertürkheim präsentiert die schönsten Filmmelodien der Welt von UFA bis James Bond.

Das Gemeinschaftsprojekt des Gemischten Chores und des Junger Chores "ChorKultur" begeistert durch seine vielseitige und seine abwechslungsreiche Liedauswahl und wird auch ihren Geschmack treffen. Aber es ist nicht nur die Musik die zählt! Was wäre ein Showact eines der Chöre der Chorgemeinschaft Kai Müller ohne die entsprechend dazu passenden Accessoires. Genießen Sie beste Unterhaltung im Breitbildformat und in Dolby Surround.

Aber das ist noch nicht alles! Mit dem Erwerb einer Eintrittskarte erhält der Besucher die Berechtigung auf eine außergewöhnliche noch nie dagewesene Überraschung!

Also sofort....Karten kaufen….vorbei kommen….zurück lehnen….staunen....Popcorn essen….genießen!

Samstag, 07.03.2015 Beginn: 20.00 Uhr oder
Sonntag, 08.03.2015 Beginn: 16.00 Uhr

im Kultur- und Kongresszentrum Sängerhalle Stuttgart-Untertürkheim, Lindenschulstraße 29.

Einlass 45 Minuten vor Konzertbeginn.
Kartenverkauf an der Abendkasse, bei den Chormitgliedern oder
bei Waltraut Streck Telefon / Telefax (0711) 3 27 88 43

Eintrittspreis:   20,- €   /   16,- € mit Chorcard*   /   10,- € Schüler* & Studenten*
*Nur unter Vorlage eines gültigen Ausweis

http://www.kai-mueller-choere.de/
content/popchorn.html

Schiff bleibt mit Steuerhaus an Untertürkheimer Neckarbrücke hängen
Von SIR 07. Februar 2015 - 17:56 Uhr - Stuttgarter Zeitung

Unglück auf dem Neckar: Am Samstagvormittag bleibt ein Schiff mit seinem Steuerhaus an einer Brücke hängen. Der Schiffsführer erleidet einen Schock - der Sachschaden ist enorm. 

Ein Container-Gütermotorschiff ist am Samstagvormittag auf dem Neckar bei Stuttgart-Untertürkheim mit einer Straßenbrücke zusammengestoßen.
Wie die Polizei meldet, war das mit Containern beladene Schiff gegen 11.30 Uhr auf dem Neckar im Bereich der Schleusenanlage den Fluss hinauf unterwegs und blieb mit seinem Steuerhaus an der Brücke hängen. Durch den Zusammenprall erlitt der Schiffsführer Schnittwunden und einen Schock. Er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Am Schiff entstand ein Sachschaden von 30.000 bis 40.000 Euro. Der Sachschaden an der Brücke kann derzeit noch nicht benannt werden. Sie wird von einem Sachverständigen untersucht.
Laut Angaben der Polizei kam es beim Straßenbahn- und Schiffsverkehr zu keinen Beeinträchtigungen. Die Ermittlungen dauern an.


Fr 6.2.2015-20 Uhr - Kulturhausverein Untertürkheim - Kulturtreff

  • Kulturhausverein Untertürkheim - Kulturtreff
    Strümpfelbacher Straße 38
KTFr 6.2.2015 - 20 UhrStrümpfelbacher Straße 38
Udo Hauenstein & Winne Schniepp - Blues
  • 7.2.2015 -Untertürkheimer Männervesper in der Besenwirtschaft Fritz Warth - Württembergstr. 46
Sa 7.Februar 2015 11:00 Uhr Untertürkheimer Männervesper in der Besenwirtschaft Fritz Warth -
Thema - Staat und Kirche - Was trent uns- was verbindet uns - mit Pfarrer H.P. Ziehmann

So 8.2.2015 - 19 Uhr - Oliver Klein - live im Jägerhaus UntertürkheimOK

Am 1. Wochenende ist das Jägerhaus Untertürkheim wieder geöffnet.
Samstag 7.2.2015 17:00 – 24:00 Uhr
Sonntag 8.2.2015 15:00 – 22:00 Uhr

Am Sonntag 8.2.2015 ist um 19:00 Uhr

wieder der wunderbaren Oliver Klein zu Gast


mit seiner Spezialshow Parodissimo- Eintritt frei!

- wie immer geht die “Dose” (Hut) rum

Bitte beachtet, dass während der Veranstaltung keine Essensbestellungen entgegen- genommen werden können.

Das Jägerhaus –
Fellbacher Straße 70
70327 Stuttgart
Tel.: 0177/3181356 oder 0172/7340783

www.das-jaegerhaus.de

Der 1. Frühstücksbrunch 2015 im CAFE RATZ am So 8.2.2015 Ratz

Der erste Frühstücksbrunch des CAFE RATZ in diesem Jahr findet am Sonntag, den 08.02.2015 von 11-14.30 Uhr im Kinder- und Jugendhaus in der Margaretenstr. 67 statt. Neben dem bekannten großen, reichhaltigen Frühstücks-Büffet mit frühlingsfrischen Gerichten und einem Kinderbetreuungsangebot (mit Kletterwand und „Kinderzimmer“ - bei trockenem Wetter mit dem Spielmobil im Freien)- sorgt der Singer/Songwriter „Sascha Santorineos“ wieder für den „musikalischen Brotaufstrich“: Sascha Santorineos (Singer/Songwriter) http://saschasantorineos.weebly.com/

Sascha Santorineos ist ein Singer-Songwriter aus Schorndorf. Instrumentiert mit Gitarre und Mundharmonika stellen seine Deutsch versprachlichten Melodien eine akustische Hommage an eine Welt dar, so wie sein könnte, sollte und leider selten in Realität ist. Mit seiner jugendlich wachen Stimme sucht er in seinen stets gefühlvollen Songs Antworten zu den existenziellen Grundfragen „Wer und wo bin ich?“ und „Wo und wie ist meine Welt?“. Mit sanfter Artikulation zwischen den Liedern, doch des Öfteren rebellisch aufrüttelnder Singstimme, bringt er seine wunderbare Gedankenlandschaft voller Träumereien und Liebe unter Menschen, immer mit viel authentischem Einsatz, voller Wärme und Nähe. Darin mag auch der besondere Reiz der Atmosphäre bei seinen Auftritten bestehen: Das Feuer von Saschas lebendigen Gedanken springt auf sein Publikum über, das sich nicht selten tief berührt und nachdenklich an die Hand zu ihm nehmen lässt. "

Der Eintritt für „Music & Breakfast“, so der Titel der Veranstaltung beträgt 9,00 €, im VVK 8.50 €, der VVK läuft bis zum 06.02.2015 nur direkt im KJH CAFE RATZ. Kinder von 6-12 Jahren bezahlen 4.50 €, der Eintritt für unter 6jährige ist frei! Infos unter Tel. 3365234-0 oder unter www.caferatz.de!

Neu ab 5.2.2015: Das neue Buch von Horst Waldemar Nägele
- WAS EIN VOLK AUSMACHT - Was sich so alles machen lässt und durch die Bürger getragen wird -Buch

Es werden Strategien unter die Lupe genommen, mit denen man noch immer meint, eine ernsthafte Aufarbeitung der jüngeren deutschen Vergangenheit umgehen zu können. Es handelt sich um das Getriebe in einem stetig sich steigernden Wirtschaftswachstum bis hin zu (erneut) daseinsfremden Spekulationen auf eine deutsche Führerrolle in der Welt, und das unter Zuhilfenahme von (vornehmlich exotisch klingenden) Worthülsen, welche herzuhalten haben, wo es an (bürgernaher) Verantwortlichkeit fehlt.

Horst Waldemar Nägele, 
Dr. phil. (Kiel, 1969), Vergleichende Literatur. Geb. 1934 in Stuttgart. Wohnt in Dänemark. Studium auch in England und in Dänemark. Zeitweise in buddhistischen Klöstern im fernen Osten. In jungen Jahren Verwaltungs- und Betriebsbeamter. Jens-Baggesen-Preis (2006), Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (2010).

  • Was ein Volk ausmacht:
    Was sich so alles machen lässt und durch die Bürger getragen wird


    von Horst Waldemar Nägele (Autor)
  • ---------------------------------
  • Taschenbuch: 52 Seiten
  • EUR 7,90
  • Verlag: Autumnus Verlag (5. Februar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944382498
  • ISBN-13: 978-3944382494

Haushalt Vorschlagen: 3. 2. bis 23.2. - Bürgerhaushalt 2015

Im Jahr 2015 wird es wieder einen Bürgerhaushalt geben - das hat der Gemeinderat beschlossen. Wie das Verfahren ablaufen soll und welche Änderungen am Verfahren vorgenommen werden, können Sie in der Gemeinderatsvorlage lesen. Der Bürgerhaushalt ist ein Verfahren, bei dem sich die Bürgerinnen und Bürger mit eigenen Vorschlägen an der Aufstellung des städtischen Haushaltsplans beteiligen können: Wofür soll die Stadt Geld ausgeben, wo kann sie höhere Einnahmen erzielen oder sogar sparen? Vorschläge können Stuttgarterinnen und Stuttgarter über die Online-Plattform www.buergerhaushalt-stuttgart.de eingeben. Sie können die Ideen der anderen Nutzer kommentieren und mit ihnen in Kontakt treten.

Wer kann mitmachen?

Am Bürgerhaushalt der Stadt Stuttgart dürfen alle teilnehmen, die in Stuttgart mit Erst- oder Zweitwohnsitz gemeldet sind. Für die Teilnahme gibt es keine Altersbeschränkung.

Termine

  • EINFÜHRUNG: Untertürkheim: Di, 27. Januar, 18.30 Uhr, Bezirksrathaus, Großglocknerstraße 24-26

  • 03. - 23. Februar 2015: Geben Sie unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de ihre Vorschläge ein und kommentieren Sie die Ideen der anderen Nutzer.
  • 10. - 30. März 2015: Bewerten Sie die Vorschläge für den Bürgerhaushalt 2015 unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de

Heute Anmelde-Start für Untertürkheimer AWO-Waldheim

(UZ-2.2.2015) - Auch in diesem Jahr bietet die Arbeiterwohlfahrt Stuttgart (AWO) wieder in den Sommerferien ein spannendes und erlebnisreiches Programm für Kinder von 3 bis 15 Jahren an.

Start der Anmeldung für die Waldheime in Untertürkheim, Hedelfingen, Stuttgart-Ost und Feuerbach ist heute.
Die diesjährigen Waldheimferien finden vom 3. bis 28. August in je zweiwöchigen Abschnitten statt.

awoZeitgleich startet die Anmeldung für Betreuer und Betreuerinnen. Die Awo sucht dabei engagierte Menschen ab 16 Jahren, die Spaß an der Arbeit mit Kindern haben, die bereit sind, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen, aber auch Lustdaran haben in einem Team zu arbeiten. Die Onlineanmeldung für die Waldheime der Awo Stuttgart ist ab heute möglich.

Weitere Informationen zu den Waldheimen sowie die genauen Anmeldezeiträume gibt es im Internet unter
www.awo-stuttgart.de oder im Waldheimbüro der Awo Stuttgart unter der Telefonnummer 0711-210 61 41.

Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheim

Öffentliche Sitzung des Bezirksbeirats Untertürkheimam
Dienstag, 10. Februar, 18:30 Uhr im Bezirksrathaus Untertürkheim - Sitzungssaal

1 Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtbezirk

2 Vorgesehene Unterhaltungsarbeiten des Tiefbauamtes im Stadtbezirk
    Referenten: Herr Hofmann (66-9, Leiter Bauabteilung Neckar/Filder)
    Herr Noll (66-9.23, Leiter Baubezirk 3)

3 Förderung bürgerschaftlicher Aktivitäten Antrag der Linden-Realschule für ein deutsch-französisches     Berufsorientierungsangebot -    Antrag der Schule vom 04.11.2014

4 Stadtentwicklungskonzept für den Stadtbezirk Untertürkheim

5 Anträge, Anfragen und Anregungen

6 Bekanntgaben

Sanierung der Wilhelmsschule nicht vor 2016

UNTERTüRKHEIM - UZ 31.1.2015 : Schwierige Suche nach einem Ausweichquartier verzögert die drei Millionen Euro teure Maßnahme am Altbau

Der Sanierungsbedarf am alten Schulhaus der Wilhelmsschule ist groß. Die Experten gehen von Kosten von mehr als drei Millionen Euro am denkmalgeschützten Gebäude aus. Der Gemeinderat hat im Zuge des Schulsanierungsprogramms die Gelder bereit gestellt. Allerdings verzögert sich die Maßnahme: Mit einem Baubeginn wird nun erst 2016 gerechnet. Denn die Suche nach einem geeigneten Ausweichquartier gestaltet sich äußerst schwierig.

Von Alexander Müller - Foto: Enslin WS

Im Gutachten der von der Stadt beauftragten Beratungsfirma Drees & Sommer über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an Stuttgarter Schulen ist auch das historische Gebäude der Wilhelmsschule Untertürkheim aufgelistet. Genauere Untersuchungen ergaben jedoch, dass die Schäden an dem denkmalgeschützten Schulhaus deutlich höher sind, als zunächst angenommen. Die Kosten stiegen von zunächst geschätzten 1,5 auf mehr als drei Millionen Euro. Die nötigen Mittel stellte der Gemeinderat im laufenden Doppelhaushalt im Rahmen des Schulsanierungsprogramms - das insgesamt 50 Millionen Euro umfasst - zur Verfügung. Doch noch hat die Sanierung nicht begonnen.

Vielmehr werden derzeit nur die nötigsten Maßnahmen durchgeführt. Auf der Westseite des Gebäudes ist ein Gerüst aufgestellt. „Am Giebel werden das Holzgebälk und das Fachwerk der Fassade abgesichert, sodass keine Gefahr für Schüler und Lehrer besteht“, sagt ein Sprecher des Schulverwaltungsamtes. Bis in vier Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, der Unterricht ist weiter uneingeschränkt möglich. Im Sommer beginnt dann die Dachsanierung der benachbarten Schulturnhalle. Dieses ist über die Jahre undicht geworden. Mit der eigentlichen Sanierung am alten Schulhaus wird aber nicht vor 2016 begonnen.

Denn das historische Gebäude bedarf einer kompletten Erneuerung. Das Dachgebälk und die Fachwerkträger sind stark angegriffen. Zudem muss die komplette Fassade, das Dach, die Fenster und die gesamte Elektrik saniert werden. Dafür muss in Absprache mit dem Denkmalamt massiv in den Baubestand eingegriffen werden. „Die Maßnahme kann nur in einem Gesamtablauf durchgeführt werden“, sagt der Sprecher des Schulverwaltungsamtes. Das heißt, ein Unterricht ist in dieser Zeit im alten Schulhaus nicht möglich. Und genau darin liegt das Problem. Immerhin sind dort circa 160 Schüler auf acht Klassenzimmer verteilt untergebracht. Hinzu kommen Lehrerzimmer, Verwaltungsbüros sowie Archive. Diese müssen während der Bauphase in einem Ausweichquartier untergebracht werden - immerhin eineinhalb Jahre. Eine Lösung ist noch nicht gefunden.

„Wir können sicher nicht alle Schüler in der Außenstelle in der Nebelhornstraße und den benachbarten Neubau unterbringen“, weiß der Amtssprecher. Zudem bietet das kleingliedrige Areal an der Oberstdorfer Straße zu wenig Platz für genügend Container. Eine mögliche Option sei die Container auf dem Wallmerspielplatz aufzustellen, wenn die derzeit dort befindlichen für den Umbau der Kindertagesstätte in der Sattelstraße im kommenden Jahr abgebaut sind. „Auf jeden Fall muss das Ausweichquartier fußläufig erreichbar sein“, betont der Sprecher des Schulverwaltungsamtes.

Derzeit befinde man sich in Absprache mit der Schulleitung. Allerdings sieht Rektorin Sybille Ermel eine mögliche Lösung als äußerst schwierig an. „Das Ausweichquartier muss für einen anspruchsvollen Betrieb der Ganztagsschule geeignet sein.“ Wie auch immer die Gespräche verlaufen, ist für den Amtssprecher eines klar: „Wir werden den von den Experten vorgegebenen Sanierungsbedarf in absehbarer Zeit umsetzen müssen.“

Untertürkheimer Rathaus erzeugt bald Sonnenstrom

UNTERTüRKHEIM: UZ 5.2.2015 - Umweltamt empfiehlt Photovoltaikanlage auf dem Dach

(mk) - Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel und ihr Team können vielleicht schon bald mit dem „eigenen“ Strom arbeiten. Der Bezirksbeirat hat die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bezirksrathauses angeregt. Die Stadtverwaltung hat den Vorschlag nun geprüft. Der Einbau sei technisch machbar, das Umweltamt hält die Anlage als Beitrag zur Energiewende zudem für „sinnvoll“.

Wer vom Mönchberg oder den ihn umgebenden Weinbergen auf den Untertürkheimer Ortskern blickt, dem fällt das Rathausdach auf, das etwas herausragt. Für die Bezirksbeiräte lag deswegen eine Anregung nahe. Kann die Stadtverwaltung als Beitrag zum Umweltschutz das neu gebaute Rathaus mit einer Solaranlage nachrüsten, wollten die Politiker wissen. Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel gab die Frage an die Experten weiter, die die Möglichkeit untersuchten und zu einem positiven Ergebnis kamen: Die Dachfläche sei von der Ausrichtung und Verschattung durchaus für den Betrieb einer Photovoltaikanlage geeignet, las Wenzel aus der Antwort des Umweltamts vor. Das Satteldach mit seiner Ziegeleindeckung sei zwar für eine Aufdachlösung mit einer zusätzlichen Photovoltaiksnlage aus statischen Gründen nicht geeignet. Die statische Dachlastreserve wäre zu gering. Auch die statische Verstärkung des Dachstuhls kommt offensichtlich nicht in Frage. Diese Lösung wäre nicht rentabel.

Die Experten bieten jedoch eine Alternative an. Man könnte die Ziegeleindeckung entfernen und die Photovoltaikanlage konstruktiv in das Rathausdach integrieren. Die Photovoltaikmodule mit der Unterkonstruktion müssten dann das Dach dicht halten. „Unter Berücksichtigung des neuen Erneuerbaren Energie-Gesetzes und einer überwiegenden Eigennutzung des erzeugten Photovoltaikstroms empfiehlt sich eine Anlagengröße von maximal zehn Kilowattpeak“, zitiert Dagmar Wenzel die Experten.

Die technischen Möglichkeiten sind somit gegeben. Das Umweltamt betrachtet eine Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach als einen „sinnvollen Beitrag zur Energiewende“. Noch besser: Die Stadtverwaltung hält sogar eine Teil- oder Vollfinanzierung über das stadtinterne Contracting durch das Amt für Umweltschutz für möglich. Die Bezirksbeiräte wollen das Projekt nun in den entsprechenden Gremien vorantreiben, damit das Untertürkheimer Rathaus bald eigenen, umweltfreundlichen Strom erzeugt.

Paul-Collmer-Heim: Anbau für zehn Millionen Euro beginnt

UZ 26.1.2015 - Luginsland: Baustart für Betreutes Wohnen im späten Frühjahr – Baumfällungen auf dem bisherigen Parkplatz

Der Zeitplan steht: Der Startschuss für den Anbau des Paul-Collmer-Heims soll „nun im späten Frühjahr erfolgen“, sagt Pressesprecherin Judith Eschenhagen. Die Evangelische Heimstiftung will auf dem heutigen Parkplatz an der Ecke Barbarossa-/ Bertramstraße 30 neue Appartements für Betreutes Wohnen errichten.
Zugleich wird ein neuer Flügel an der Ostseite der Einrichtung entstehen. Insgesamt zehn Millionen Euro investiert der Träger in die Zukunft des Paul-Collmer-Heims.

Collmer
Archivfoto: Müller

- Von Alexander Müller -
Bereits seit sechs Jahren laufen die Diskussionen um eine mögliche Bebauung des Areals im Herzen der Gartenstadt. Bis heute umstritten und noch nicht geklärt ist die Zukunft der weiterführenden Grünanlage entlang der Barbarossastraße, im Volksmund liebevoll das Anlägle genannt. Hingegen stand der geplante Anbau des Paul-Collmer-Heims nie zur Debatte. mit der Trennung der beiden Vorhaben machte der Gemeinderat 2012 den Weg für die Erweiterung frei. Seitdem haben sich die Planungen und auch die Verhandlungen zwischen der Heimstiftung und der Stadt über den Kaufpreis des Geländes hingezogen.

Die Folge waren immer wieder neue Verzögerungen des Baustarts. Doch nun steht die Heimstiftung in den Startlöchern. „Wir gehen davon aus, dass wir die Baugenehmigung im Februar erhalten werden“, sagt Eschenhagen. Das ist auch notwendig. Schließlich sollen Ende kommenden Monats, also noch vor Beginn der Vegetationsperiode die Bäume auf dem bisherigen Parkplatz gefällt werden. Der eigentlichen Baubeginn sei dann für das späte Frühjahr terminiert.

Die neuen Wohnungen sollen dann Anfang 2017 fertiggestellt werden. Auf dem 2500 Hektar großen Gelände ist ein Neubau geplant. Auf vier Etagen entstehen 30 Eigentumswohnungen für das Betreute Wohnen. Die Größe reicht von der 2-Zimmer- Wohnung mit 55 Quadratmetern bis hin zur 3,5-Zimmer-Wohnung mit 117 Quadratmetern. Alle sind mit einem Balkon oder einer Terrasse versehen. Ebenso gehören innovative technische Hilfsmittel wie etwa optische Signale, automatisches Orientierungslicht, Türkamera oder Herd- und Wasserüberwachung zur Ausstattung. Und natürlich sind alle Wohnungen barrierefrei. in erster Linie können die Bewohner aber durch die örtliche Nähe auf die Service-Angebote der bewährten Senioreneinrichtung zurückgreifen.

Mit dem neuen Angebot trägt die evangelische Heimstiftung des großen Bedarfs Rechnung. Bereits jetzt ist die Warteliste lang und gibt es viele Anfragen für die neuen Wohnungen. Zum anderen ist es eine Investition in die Zukunft des Paul-Collmer- Heims. nicht die einzige.

Schließlich gehört zum Neubau auch direkt der Anbau eines weiteren Flügels an der Ostseite des bestehenden Gebäudes. „Die beiden Vorhaben sind für uns ein und dasselbe Projekt, gehören zusammen und werden auch gemeinsam realisiert“, betont Eschenhagen. Dieser war bereits vor nunmehr 26 Jahren beim Bau vorgesehen, aber nie realisiert worden. Mit den 20 neuen Zimmern wird der letzte Schritt der Umwandlung auf reine Einzelzimmer. Im Zuge dessen werden die letzten 20 Doppelzimmer umgebaut. in Zukunft verfügt das Paul-Collmer-Heim dann über 130 Plätze – ausschließlich in Einzelzimmern. Damit erfüllt die evangelische Heimstiftung frühzeitig die ab 2019 gültige Vorgabe des Heimgesetzes für Einzelzimmer.

POLIZEISo 25.01.2015 - Erneuter Mülleimerbrand in der Silvrettastraße

Mülleimerbrand 25.01.2015 – 10:14
Stuttgart-Untertürkheim (ots) - Bislang unbekannte Täter haben am Sonntag (25.01.2015) gegen 01.45 Uhr in der Oberstdorfer Straße/Silvrettastraße einen unter einem Holzcarport abgestellten Mülleimer in Brand gesetzt. Das Feuer griff auf zwei weitere Mülleimer über und setzte den Carport und Teile der Hausfassade in Brand. Es entstand ein Sachschaden von zirka 30 000 Euro. Hinweise erbittet die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0711-8990-5778.

Sa 24.01.2015 - Einbruch ins Bezirksrathaus Untertürkheim

Polizei Stuttgart 26.01.2015 – 15:11

Stuttgart - Untertürkheim (ots) - Unbekannte sind zwischen Freitag (23.01.2015) 23.00 Uhr und Samstag (24.01.2015) 15.00 Uhr ins Bezirksamt Untertürkheim an der Großglocknerstraße eingebrochen. Die Diebe hebelten ein Fenster auf und stiegen ein. Dort stemmten die Eindringlinge weitere Türen auf, öffneten Schränke, Schubladen und durchsuchten die Räume. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde ein Stahlschrank, in welchem diverse Ausweisdokumente aufbewahrt wurden, gestohlen. Der entstandene Sachschaden beträgt ersten Schätzungen zu Folge mehrere Hundert Euro.

Zeugen werden gebeten sich bei den Beamtinnen und Beamten des Polizeireviers 5 Ostendstraße unter der Rufnummer 8990-3500 zu melden. Personen, die vor kurzem eine Abholnachricht für Ihre neu beantragten Dokumente erhalten haben, können sich unter der Rufnummer 115 beim Servicecenter der Stadt Stuttgart informieren, ob ihre Dokumente abholbreit sind.

POLIZEIFr 23.01.2015 - Kfz-Aufbrecher in Untertürkheim festgenommen

24.01.2015 – 11:40
POL-S: Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart geben bekannt:
Kfz-Aufbrecher festgenommen

Stuttgart - Untertürkheim (ots) - Aufgrund eines Zeugenhinweises konnten Beamte des Polizeireviers 5 Ostendstraße am Freitag (23.01.2015) gegen 16.30 Uhr einen Mann festnehmen, der kurz zuvor einen Pkw aufgebrochen hatte. Der Zeuge hatte beobachtet, wie der 43-jährige Tscheche auf dem Parkplatz des Inselbades an einem Pkw die Seitenscheibe einschlug und daraus zwei Rucksäcke entwendete. Die alarmierten Polizisten konnten den alkoholisierten Tatverdächtigen kurz darauf in Tatortnähe festnehmen und das Diebesgut und weitere Gegenstände unklarer Herkunft sicherstellen. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnten ihm zwischenzeitlich zwei weitere Kfz-Aufbrüche nachgewiesen werden, die er am Vormittag in der Innenstadt im Umfeld der Liederhalle verübt hatte. Der wohnsitzlose Beschuldigte wird am Samstag (24.01.2015) mit Haftbefehlsantrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Richter vorgeführt.

POLIZEIKriminalität in Stuttgart - Polizei fasst Einbruchsbande aus Untertürkheim

Stuttgarter Zeitung - Von Oliver im Masche 23. Januar 2015 - 21:25 Uhr

Polizei fasst Einbruchsbande aus Untertürkheim
Der Polizei ist offenbar einer der größten Schläge im Bereich der Einbruchsdelikte der vergangenen Jahre gelungen. Sie kommt zum Schluss, dass acht Männer in der Stadt in 100 Wohnungen engebrochen sein sollen. Der Wert der Beute: mehrere 100.000 Euro.

Der Polizei ist offenbar einer der größten Schläge im Bereich der Einbruchsdelikte der vergangenen Jahre gelungen. Nach umfangreichen Ermittlungen kommt sie zum Schluss, dass acht Männer von 2012 bis Herbst 2014 in der Stadt in insgesamt 100 Wohnungen eingebrochen sein sollen. Der Gesamtwert der Beute beträgt mehrere Hunderttausend Euro. Gestohlen haben die mutmaßlichen Täter wohl vor allem Schmuck, Geld, Smartphones, tragbare Computer, Kameras, Elektrogeräte sowie Antiquitäten, aber auch Modeschmuck und Massenartikel, wie Handtaschen und Rucksäcke.

Wohnung diente als Unterschlupf

Ausgangspunkt der aufwendigen Ermittlungen war vorigen Spätsommer ein Tipp des Landeskriminalamts München gewesen. Die Polizei in Stuttgart klingelte daraufhin am 9. September 2014 an der Augsburger Straße in Untertürkheim an einer Wohnungstür. Dort lebten drei 25, 29 und 31 Jahre alte Männer. Der 31-Jährige sprang bei der Flucht noch aus dem Fenster – wurde aber mit einem Beinbruch ebenfalls festgenommen wie die beiden anderen Männer. Bei der Hausdurchsuchung entdeckten die Polizisten etwa 400 Gegenstände, die mutmaßlich von Wohnungseinbrüchen stammten. Außerdem fiel den Ermittlern Tatwerkzeug in die Hände.

Immer wieder kam Verstärkung aus Georgien

Die drei Männer sitzen seit der Wohnungsdurchsuchung in Untersuchungshaft. Bei den Ermittlungen kam ans Licht, dass es wohl mindestens fünf weitere Mittäter gab. Auch diese Männer im Alter von Ende 20 bis Anfang 30 stammen aus Georgien, wurden aber bereits im Sommer 2012, Sommer 2013 und Februar 2014 gefasst und später verurteilt. Sie erhielten Gefängnisstrafen zwischen 15 und 27 Monaten. Möglicherweise müssen sie damit rechnen, dass sie nach dem Auffliegen der Bande in weiteren Prozessen zu noch längeren Gefängnisstrafen verurteilt werden.

Mit Bus und Bahn auf Beutezug

Wenn jemand gefasst wurde, sollen die Bandenmitglieder weitere Männer aus Georgien nach Stuttgart geholt haben, um weiterhin in Gruppen von drei oder vier Mann auf Beutezug zu gehen. Auffallend war laut der Polizei, dass die mutmaßlichen Täter dabei meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs waren.

Mareike Merx will den Handel stärken - Eine Managerin, sieben Bezirke Mareike Merx

Stuttgarter Zeitung - von Maira Schmidt 14. Januar 2015 - 17:28 Uhr

Mareike Merx ist die neue Stadtteilmanagerin für Bad Cannstatt und die Neckarvororte. Die 34-jährige Diplom-Geografin will die Stadtbezirke am Neckar gemeinsam vermarkten. Wein und Wasser sind für sie dabei die zentralen Elemente.

Bad Cannstatt - Sie hat nicht nur die Wirtschaftsförderung überzeugt, sondern auch die Mitglieder der örtlichen Gewerbe- und Handelsvereine. Mareike Merx ist die neue Stadtteilmanagerin für Bad Cannstatt und die Neckarvororte. Anfang Januar hat die 34-Jährige ihre Stelle bei der Wirtschaftsförderung angetreten.

Die Diplom-Geografin wurde laut Ines Aufrecht, der Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, aus mehr als 100 Bewerbern ausgewählt. Überzeugt habe sie unter anderem durch ihre Erfahrungen in der Privatwirtschaft. Denn Merx war in der Vergangenheit nicht nur für die Wirtschaftsförderung der Stadt Sindelfingen und die Kreiswirtschaftsförderung Göppingen zuständig, sie hat auch für eine private Agentur gearbeitet, die Kommunen bei der Stadtentwicklung berät.

Ohne die Akteure vor Ort geht es nicht

Die 34-Jährige stammt gebürtig aus Südhessen und ist vor 15 Jahren zum Studium nach Stuttgart gekommen. Heute wohnt sie in der Stuttgarter Innenstadt. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens hat sie ein erstes Vermarktungskonzept für Bad Cannstatt und die Neckarvororte entwickelt, das auch den Mitgliedern der örtlichen Handels- und Gewerbevereine präsentiert wurde. Wasser und Wein waren darin die zentralen Elemente.

Auch wenn Ines Aufrecht betont, dass sie als Leiterin der Wirtschaftsförderung letztlich die Entscheidung für Mareike Merx als Stadtteilmanagerin getroffen habe, das Votum der Gewerbe- und Handelsvereine wurde gehört. Ohne die Akteure vor Ort gehe es nicht, „die Mitstreiter sind das Wichtigste“, sagt auch Merx selbst.

An Aufgaben wird es der 34-Jährigen in den kommenden Monaten nicht mangeln. Die Liste der Projekte für 2015 ist lang. In Bad Cannstatt ist die Belebung des Marktplatzes eines der Kernthemen, auch in die Planung für den nächsten Welt-Weihnachtsmarkt will sie sich einbringen. In Hedelfingen steht die Hafen GmbH im Fokus. Ziel müsse es sein, dass die dortigen Mitarbeiter die Angebote in den angrenzenden Bezirken stärker nutzen. Eine Stadtteilzeitung für Mühlhausen und Wangen sowie eine bessere Präsenz der Stadtbezirke im Internet sind weitere Punkte auf ihrer To-do-Liste.

Dass die Bezirke am Neckar Potenzial haben, davon ist Merx überzeugt. Durch die zahlreichen Unternehmen und Tourismusangebote seien in Bad Cannstatt und den Neckarvororten täglich viele Menschen unterwegs. Hinzu komme die Wohnbevölkerung. Merx spricht von einer „großen Kaufkraft vor Ort“. Als positiv hebt sie außerdem hervor, dass die örtliche Wirtschaft schon heute gut organisiert sei, sodass sie bei ihrer Arbeit auf bestehende Strukturen zurückgreifen könne.

Es handele sich um einen Wirtschaftsraum

Die neue Stadtteilmanagerin verspricht nicht, dass sie die Ortszentren aller sieben Bezirke in blühende Einkaufszonen verwandeln wird. Es gehe zunächst darum, das jetzige Angebot zu erhalten. Natürlich müsse in Stadtteilen wie Uhlbach, in denen bis auf den kürzlich eröffneten Wochenmarkt kaum Einkaufsmöglichkeiten mehr vorhanden sind, die Nahversorgung gestärkt werden. Zu diesem Thema hat die Wirtschaftsförderung laut Aufrecht aber bereits ein stadtweites Projekt gestartet.

Die Kernaufgaben von Merx liegen unterdessen in der gemeinsamen Vermarktung der sieben Neckarbezirke. Sie soll die Gewerbetreibenden vor Ort bei der Ausrichtung von Veranstaltungen beraten und wenn es um die Ortskerne geht, das große Ganze im Blick haben. Wirken die Einkaufsstraßen einladend? Sollen die Schaufenster am Abend beleuchtet werden? Das sind Fragen, mit denen sich die Stadtteilmanagerin in Zukunft beschäftigen wird.

Dass sich die Stelle nicht, wie ursprünglich als Reaktion auf den autofreien Marktplatz mal angedacht, nur auf die Cannstatter Altstadt bezieht, sondern auf alle Bezirke am Neckar, bezeichnet Aufrecht als ihren ausdrücklichen Wunsch. „Es handelt sich um einen Wirtschaftsraum“, der nicht an den Bezirksgrenzen ende, erklärt die Leiterin der Wirtschaftsförderung. Verbindende Elemente seien der Neckar, der Wein aber auch zum Beispiel Daimler. „Ich werde versuchen, allen sieben Stadtbezirken gerecht zu werden“, verspricht Merx.

Für sie heißt es nun zunächst, die Menschen und Begebenheiten vor Ort besser kennenlernen. Auch in Zukunft will Merx die Bezirke am Neckar nicht von ihrem Schreibtisch in der Innenstadt aus vermarkten. „Ich werde überwiegend außerhalb des Büros unterwegs sein“, sagt sie.

SuperwanzeFr 30.01.2015, 19.30 Uhr
Superwanze Smartphone

Über die Digitalisierung des Natürlichen

Superwanze Smartphone
Freiwillige Unterwerfung in Konsumrausch und digitale Überwachung?

Vortrag von Peter Hensinger, BUND KV Stuttgart und Peter Bäuerle, Informatiker

Das Smartphone überwacht und manipuliert seine Nutzer, um digitale Profile zu erstellen, die sich Kaufhausketten, Personalabteilungen und Geheimdienste zu Nutze machen. Mit ihm kann verwirklicht werden, was der diesjährige Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, der Informatiker Jaron Lanier, prophezeit: "Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt“. Wie die Manipulation zum Konsumrausch heute schon stattfindet, das analysiert der spannende Vortrag.

Freitag, 30. Januar 2015, 19.30 Uhr, Eintritt: 5 / 3 €

ABZ Süd Stuttgart - Bruckwiesenweg 10 -
70327 Stgt-Untertürkheim
Telefon 0711/3360703 -
ABZSued@t-online.de

So 15.02.2015 - Le Trio For me-dable

Gitarre/Gesang: Marc Delpy, Akkordeon: Franco Ferrero (Frank Eisele), Kontrabass: Christian Brinkschmidt

Mit einem Musette & Swing Programm und bekannten französische Chansons aus verschiedenen Jahrzehnten sowie eigenen  Kompositionen

Sonntag, 15. Februar, 18 Uhr, Eintritt: 10 / 7 € - ABZ Süd Stuttgart - Bruckwiesenweg 10

FaschingGroßer Faschingsball in der Sängerhalle
am Sa 7. Februar 2015

Samstag 7. Februar 2015

ab 19:33 Uh

Eintritt 15 €

Veranst. Grün-Schwarz Vespa-Fiat-Club 1950 Stuttgart e.V.

 

Sängerhalle Untertürkheim

Lindenschulstraße 29

70327 Stuttgart S-Untertürkheim

24-Stunden-Schwimmen fällt nicht mehr ins Wasser

UNTERTüRKHEIM: UZ 22.1.2015 -
Streit um Belegung der Traglufthalle im Inselbad beigelegt - Schwimmerbund Schwaben lädt am 7. und 8. Februar ein

(ale) - Groß war der Ärger im vergangenen Jahr als der Schwimmerbund Schwaben (SBS) sein traditionelles 24-Stunden-Schwimmen absagen musste - mangels Termin. Hintergrund ist, dass die Traglufthalle im Inselbad Untertürkheim die einzige wettkampftaugliche 50-Meter-Bahn in Stuttgart bietet. Diese ist grundsätzlich dem Spitzensport vorbehalten. Die Stadt sieht die Verantwortung für die Belegung einzig bei den Vereinen. Am 7. und 8. Februar 2015 können sich nun wieder knapp 500 Freizeitsportler im Inselbad tummeln.

In Anspielung auf den Vereinsnamen lädt der Schwimmerbund Schwaben 1895 unter dem Motto „SBS - Stuttgart bewegt sich 24 h(weiter)“ wieder zum seit Jahren beliebten 24-Stunden-Schwimmen ein. Mit dem Zusatz in Klammern können sich die Organisatoren einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen, nachdem die traditionelle Veranstaltung im Vorjahr abgesagt werden musste. „Das hat uns schon sehr getroffen“, sagt Anita Haidle, die stellvertretende Vorsitzende. Trotz aller Bemühungen scheiterte es an einem möglichen Termin. Als Grundvoraussetzung für das 24-Stunden-Schwimmen sehen die SBS-Verantwortlichen die 50-Meter-Bahn. Zwischen Oktober und April kommt daher nur das Inselbad als Austragungsort in Frage. Doch die einzig wettkampftaugliche Schwimmstätte in der Landeshauptstadt ist grundsätzlich dem Spitzensport - in erster Linie dem Olympiastützpunkt der Wasserballer und Schwimmer - vorbehalten. In den vergangenen Jahren fand sich trotzdem immer wieder ein Termin. Im Vorjahr aber nicht. Das 24-Stunden-Schwimmen fiel buchstäblich ins Wasser. Auf den Vorschlag den U 15-Lehrgang der Wasserballer in ein anderes Hallenbad zu verlegen, ging die für die Einteilung zuständige Arbeitsgemeinschaft Schwimmsporttreibender Vereine nicht ein. „Die Lobby des Bundesstützpunktes ist da einfach größer“, erklärt Haidle. Zwar sei es vernünftig, dem talentierten Nachwuchs die bestmöglichen Trainingsbedingungen zu bieten, aber dürften die Schwimmvereine in der Landeshauptstadt nicht komplett leer ausgehen.

Eine Kritik, die die Stadt nach wie vor zurückweist. „Bei der Hallenbelegung mischen wir uns nicht ein“, sagt Karin Rudolph von den Bäderbetrieben Stuttgart. Grundsätzlich könne es aber zu Engpässen zu den Hauptzeiten in den Bädern zwischen 16 und 22 Uhr sowie am Wochenende kommen. Das Sportbecken im Inselbad sei täglich sogar von 6 bis 22 Uhr komplett ausgebucht. Eine Erhöhung der Wasserflächen in Stuttgart sei generell nicht geplant, im Zuge der Planung für ein neues Sportbad auch kontraproduktiv. Sollte dies in den kommenden Jahren realisiert werden, erhofft man sich „eine gewisse Entspannung“. Im Zuge dessen fällt die Traglufthalle im Inselbad ersatzlos weg. „Es ist eine der Voraussetzungen für die Wirtschaftlichkeitsberechnung“, sagt Rudolph. Somit wird das bisherige Angebot lediglich verbessert, aber nicht ausgebaut.

Umso erfreuter zeigt sich Haidle nun, dass in diesem Jahr das 24-Stunden-Schwimmen nach einem Jahr Pause wieder durchgeführt werden kann. „Wir haben sehr frühzeitig darauf gedrängt und deutlich gemacht, wie wichtig die Veranstaltung als Werbung für den Schwimmsport ist“, betont Haidle.

Denn auch am Samstag, 7. und 8. Februar 2015 werden wieder bis zu 500 Sportler aus ganz Baden-Württemberg im Inselbad erwartet. Die Zahlen sind beeindruckend: Im Jahr 2013 schwammen diese fast 2200 Kilometer. Und das auch für einen guten Zweck. Für jeden Teilnehmer spendet der Verein einen Euro, der Erlös kommt der Olgäle-Stiftung zu Gute.

7./8. Februar 2015 von 15:00 - 15:00 Uhr (Einlass am Samstag ab 12.30 Uhr)
im Inselbad Untertürkheim

Startgebühr/Eintritt: Erwachsene: 6 Euro, Kinder: 4 Euro - FLYER -

Leidensgeschichte Jesu erleben - Ostergarten in der Wallmerkirche 15.3. bis 6.4.2015

Ostergarten UNTERTüRKHEIM:
Ehrenamtliche bauen den Ostergarten in der Wallmerkirche auf

Requisit um Requisit verwandelt sich die Wallmerkirche in einen Erlebnisraum: Rund 30 Ehrenamtliche bauen den Ostergarten auf. An verschiedenen Stationen erleben die Besucher von Sonntag 15.3. an die Leidensgeschichte Jesu mit allen Sinnen mit: vom Einzug in Jerusalem über die Kreuzigung bis zur Auferstehung.

Paul Warth ging gestern aus „dienstlichen“ Gründen in die Wilhelma. Nicht um den Eisbärenmann zu bestaunen, sondern um Palmzweige, die der Botanische Garten zur Verfügung stellt, abzuholen. Die Wedel schmücken die erste Station des Ostergartens: Jesus reitet auf dem Esel in Jerusalem ein. Die Besucher, die die Wallmerkirche betreten, blicken auf die Silhouette der Heiligen Stadt. An der Seite erwartet sie ein „Händler“ mit Köstlichkeiten des Orients. Ingrid Strauß ist gerade dabei, diese am Stand liebevoll zu dekorieren. Linsen und Salz in Tonkrügen, Zwiebeln, Olivenöl, edle Tücher, Porzellan und (Plastik-)Fische. „Kräuter und Gewürze stellen wir am Samstag auf“, sagt die Ostergarten-Aufbauerin. Rund 30 Ehrenamtliche - jung und älter - helfen seit einer Woche beim Aufbau und der Dekoration der Stationen mit. Der Ostergarten ist seit Jahren ein wichtiger Termin im vorösterlichen Veranstaltungskalender und die Wallmerkirche zum „Wallfahrtsort“ geworden. Besucherinnen und Besucher, Kitas, Seniorenheime und Vereine aus Stuttgart und Umgebung wollen die Leidensgeschichte Jesu hautnah und mit allen Sinnen erleben.

Auf den Spuren von Jesu und seinen Jüngern nehmen sie am Passahmahl teil, erhalten Matzen-Brot und Wein. Im Garten Gethsemane können die Besucher ihre Wünsche und Gebete vorbringen, hören gegenüber den stolzen Hahn dreimal krähen und werden Zeugen der Geschehnisse im Palast von Pontius Pilatus. „Das Kreuz mit Begriffen wie Krieg, Streit, Hass und anderem erinnert uns, dass der Tod Jesu damals eine Brücke ins Jetzt schlägt“, sagt Pfarrer Martin Hug. Die Besucher folgen dann Jesu durchs Grab in die Freuden der Auferstehung. Von der dunklen Felsenhöhle in den farbenprächtigen Ostergarten mit herrlichen Frühlingsblumen, blühenden Ästen, Küken und Kaninchen.

Der Ostergarten öffnet am Sonntag 15.3.2015 mit einem Gottesdienst und kann bis 6. April 2015 einzeln oder in Gruppen besucht werden. Er ist täglich zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet mit Vormittagsführungen.
Um 16 Uhr finden an Werktagen eine, an Sams-, Sonn- und Feiertagen um 15 und 17 Uhr Führungen statt.


An den Sonntagen betreiben die Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde und die Landfrauen im Wechsel ab 14 Uhr das Ostergartencafé im Michaelsaal mit selbst gebackenen Kuchen.

> Fotos von 2006 <

Karl-Benz-Platz soll attraktiver werdenKB-Platz

UNTERTüRKHEIM:UZ 23.1.2015 -
Wirtschaftsstudenten erarbeiten Entwürfe für den Verkehrsknotenpunkt - Ziel: Aufenthaltsqualität steigern

Gerade an grauen Wintertagen wirkt der Karl-Benz-Platz trist und wenig einladend. Dabei steckt in der Fläche am Bahnhof enormes Potenzial. Darüber waren sich Teilnehmer des Infogesprächs mit den Professoren der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt einig. Die Nürtinger Studierenden werden sich in den kommenden Semestern die Köpfe zerbrechen, wie die Aufenthaltsqualität des Verkehrsknotenpunktes erhöht werden kann.

Von Mathias Kuhn - Fotos: Enslin

Das Luftbild, das den Teilnehmern den Karl-Benz-Platz aus der Vogelperspektive zeigte, offenbarte Chancen, aber auch das Manko des Bahnhofvorplatzes. Er ist ein Verkehrsknotenpunkt, umringt von Stadtbahn- und Bushaltestellen, von wichtigen Verbindungsstraßen und der Bahnlinie Stuttgart-Ulm. Tausende Menschen hasten täglich über den Platz. Verweilen wollen wenige. Dabei hat der Knotenpunkt Potenzial: Im benachbarten Mercedes-Benz-Werk arbeiten rund 30 000 Beschäftigte, von denen viele in Untertürkheim umsteigen. Das Inselbad, das Lindenschulzentrum, das historische Elektrizitätskraftwerk, der Neckarradweg, die Schiffsanlegestelle und der Ortskern mit den Sehenswürdigkeiten sind in unmittelbarer Nähe und locken Passanten an. „Unsere Aufgabe muss es sein, die Aufenthaltsqualität des Karl-Benz-Platzes zu erhöhen, die Ströme zu binden“, so Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel. Unterstützung erhält der Stadtbezirk nun durch Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen. Stadtteilmanager Torsten von Appen und der Industrie-, Handels- und Gewerbeverein Untertürkheim haben die Verbindung zu Professorin Cornelia Bott geknüpft, die wiederum ihren Kollegen, Professor Siegfried Gaß, und dessen Studierende ins Großprojekt einbezieht.

Sie wollten erfahren, „was dies für ein Stück Stuttgart ist“, so Gaß. Er vermied damit bewusst die Bezeichnung Platz. „Die UhrStudenten sollen in aller Offenheit Ideen entwickeln.“ Die Freifläche, auf der zurzeit die Skateranlage aufgebaut ist, aber kaum benutzt wird, spielt dabei eine zentrale Rolle. Bezirksbeirätin Andrea Mathiasch (CDU) verwies auf das Projekt eines Untertürkheimer Gastronomen, der dort ein Café mit Weinstube errichten wollte, aber „wegen den hohen Auflagen der Behörden die Motivation verlor.“ Auch ein Verkaufsshop der Daimler AG, eine Strandbar mit Liegestühlen auf den Terrassen oder eine kleine Ausstellung, die auf die historische Umgebung - die erste Fahrt auf einem Motorrad, die erste Eisenbahn in Württemberg, das erste Wasserkraftwerk - hinweist, wurden vorgeschlagen. Gaß könnte sich aber auch einen attraktiven Treffpunkt für die Jugend vorstellen.

„Wir müssen mit innovativen Ideen an die Gestaltung rangehen und versuchen, die trennende Bahnlinie zu überwinden und das Tor zu Untertürkheim mit dem Ortskern verbinden“, so Bott. Die Ergebnisse der Studierenden sollen Anstöße für langfristige Umplanungen sein.

Kurzfristig bemühen sich Untertürkheimer Bürger um Verschönerungen. So werden Jugendliche der Projektgruppe die Bänke abschleifen und neu streichen. Mittelfristig müssten die verrosteten Sitzgelegenheiten abgebaut und neue installiert werden, erklärte Kilian Bezold vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Die Gruppe „Bunt statt Grau“ um Marlene Blumenstock, Andrea Nicht-Roth und Sabine Reichert schlug zudem mobile Beete auf den ungenutzten Terrassen vor. „Ausgediente Autoreifen können mit Erde befüllt und bepflanzt werden“, so Blumenstock. Grünen-Bezirksbeirätin Reichert stellte zudem innovative Beleuchtungsideen des Künstlers Tobias Rehberger vor.

Wohnraum im Wallmer-Hochbunker

BunkerUNTERTüRKHEIM - UZ 22.1.2015: Stadt prüft nicht mehr benötigte Schutzgebäude - Vorzeigeprojekt in der Sattelstraße begonnen

Am Hochbunker in der Sattelstraße 46 sind die Aussparungen für die zimmertiefen Fenster bereits ausgesägt. - Es entstehen fünf Wohnungen.

Früher retteten sie Leben, heute haben die Hoch- und Tiefbunker in der Landeshauptstadt ausgedient. Circa 30 Schutzeinrichtungen gibt es noch in Stuttgart. Die Stadt will die nicht mehr benötigten Gebäude nun anderweitig nutzen: als Wohnraum. „Derzeit laufen die Untersuchungen“, sagt Erster Bürgermeister Michael Föll. Als Vorzeigeprojekt dient der Hochbunker in der Sattelstraße. Die Arbeiten für den hochwertigen Wohnraum am Fuße der Weinberge in Untertürkheim haben bereits begonnen.

Von Alexander Müller

In den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs fanden unzählige Stuttgarter in den Hoch- und Tiefbunkern der Stadt den zwingend nötigen Schutz. Doch inzwischen sind sie nicht mehr notwendig. Denn auch die Zeiten des Kalten Kriegs sind vorbei. Die Gebäude fallen somit aus der Zivilschutzbindung. Soll heißen, sie müssen nicht mehr für den Notfall vorgehalten werden. Somit kann der Eigentümer damit machen, was er will. Deshalb trennt sich der Bund in ganz Deutschland von vielen Schutzbauten - auch in Stuttgart. Allerdings sind die meisten immer noch in städtischem Besitz. Zählte man Ende der 1970er-Jahre noch 47 solcher Einrichtungen, sind nun nur noch circa 30 im Besitz der Kommune. Doch was tun mit den nicht mehr benötigten Bauten?

Nun prüft die Stadt, ob sich einige Hochbunker auch für die Schaffung für Wohnraum eignen. So könnte zum einen der Unterhalt eingespart, zum anderen die Gebäude sinnvoller genutzt werden. „Wir können die Wohnraumnot damit nicht beheben, aber es wäre wieder ein Tropfen mehr“, hofft Föll. Auf der Liste stehen unter anderem die Anlage an der Talstraße in Stuttgart-Ost und auch an der Sickstraße bei der Villa Berg. Doch nicht alle Bunker kommen in Frage. „Es sind lediglich drei oder vier, die nun einer näheren Untersuchung unterzogen werden.“

Bislang sind die meisten Gebäude als Lagerfläche oder auch als Probenraum für Bands vermietet. Das soll auch in Zukunft weiter beibehalten werden. „Wir wollen den größeren Teil der Bunker weiterhin in unserem Besitz behalten“, sagt Föll. Dennoch kann sich die Verwaltung eben bei einer Handvoll Einrichtungen auch einen Verkauf vorstellen, sollten sich geeignete Interessenten finden. Bis Mitte des Jahres sollen die Untersuchungsergebnisse vorgestellt werden. „Ich bin sehr optimistisch“, sagt Föll. Seine Zuversicht zieht der Finanzbürgermeister zum einen aus den erfolgreichen Projekten in anderen Städten wie Berlin oder Hamburg. Den konkreten Anstoß gab jedoch das laufende Projekt in der Sattelstraße in Untertürkheim.

Dort realisiert die Projekt Rentenvorsorge GmbH & Co KG aus dem niedersächsischen Langenhagen hochwertigen Wohnraum im Hochbunker an der Sattelstraße 46. In dem Betonklotz aus dem Jahr 1942 entstehen fünf Wohnungen mit jeweils 130 Quadratmetern und einem Balkon. Seit Ende vergangenen Jahres laufen die Arbeiten. Teilweise wurden aus den 1,10 Meter dicken Wänden die Aussparungen für die zimmertiefen Fenster bereits ausgesägt. 2011 hat die Gesellschaft den Bunker vom Bund gekauft, bislang diente er als Lagerfläche. „Nun haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“, sagt Projektleiter Gregor Breschke. Noch sind die Wohnungen, die nach den neuesten Energiesparrichtlinien erstellt werden, nicht verkauft. „Das erfolgt mit Abschluss des Baus im Spätsommer“, sagt Breschke. Vom Erfolg ist man überzeugt. „Wir haben uns bereits nach weiteren Bunkern in Stuttgart umgesehen“ - das wird Bürgermeister Föll gerne Hören.

Luginslandschule-Turnhalle bleibt für Großveranstaltungen geschlossen

LUGINSLAND: UZ 21.1.2015 -
Brandschutzbestimmungen verhindern Feiern und Infoabende der Luginslandschule mit mehr als 200 Gästen

(mk) - Sowohl die Einschulungsfeier, als auch andere Jahresfeste der Luginslandschule fielen 2014 aus. Der Brandschutz verbietet Veranstaltungen mit mehr als 200 Gästen in der Turnhalle. Auch der Untertürkheimer Bezirksbeirat konnte die Stadtverwaltung nicht umstimmen. In Luginsland und in 95 anderen Schulturnhallen dürfen jeweils nur maximal fünf Veranstaltungen pro Jahr mit höchstens 200 Personen durchgeführt werden. „Die Schulkultur ist in Gefahr“, so Rektor Andreas Passauer.

SPD-Bezirksbeirat Werner Feinauer versteht die Welt nicht mehr. Seit Jahren finden in der Turnhalle der Luginslandschule Veranstaltungen statt. „Für die Einschulung, fürs Sommerfest, bei Infoveranstaltungen der Schule, Vorführungen, Preisvergaben und Diskussionen wurden die Gäste in die Turnhalle geladen“, sagt der Luginsländer mit besonderer Beziehung zur Luginslandschule. Insofern könne er die Antwort der Stadtverwaltung nur mit einem Kopfschütteln quittieren.

Zu Beginn des Schuljahres 2014/15 stand Passauer vor einem Problem. Wie Jahre zuvor hatte er Eltern und Schüler zur Einschulungsfeier in die Schulturnhalle gebeten. Im Rahmen einer routinemäßigen Brandschau erfuhr Passauer aber, dass die Luginsland-Turnhalle nicht der Versammlungsstätten-Verordnung entspräche. Sie erfüllt bestimmte bau- und brandschutzrechtliche Vorgaben nicht. Das bedeutet: Mehr als 200 Personen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht in die Halle. „Bei rund 330 Schülern und dementsprechend vielen Eltern ist dies das Aus für gemeinsame Feiern“, erklärt Passauer. Für ein Schulkonzert weicht der Chor in die Gartenstadtkirche aus, auf die gemeinsame Jahresendfeier mussten Schüler vergangenes Jahr verzichten.

Auch ein Antrag des Bezirksbeirats und weitere Nachfragen durch Feinauer brachten kein anderes Ergebnis. Seit mehr als einem Jahrzehnt gäbe es eine Versammlungsstätten-Verordnung, die nicht nur für Luginsland, sondern für 96 städtische Sporthallen ohne spezielle Ausstattung für eine Versammlungsstätte gelte, erklärt Karin Korn, die Leiterin des Schulverwaltungsamts. „Nach einer mit dem Baurechtsamt in langen Verhandlungen abgestimmten Vereinbarung können in diesen Schulturnhallen maximal fünf schulische Veranstaltungen pro Jahr mit einer Höchstbelegung von 200 Personen durchgeführt werden“, so die Antwort des Schulverwaltungsamts an Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel. Erst diese Regelung gewährleiste überhaupt Schulveranstaltungen. Der Gemeinderat habe zudem beschlossen, dass in Stadtbezirken, in denen es bereits eine Versammlungshalle gibt, keine Turnhalle umgerüstet werde. Die Luginslandschule behilft sich nun damit, dass sie große Veranstaltungen zweimal feiert: zuerst mit den Erst- und Zweitklässler und dann mit den Älteren. Bei Festen mit mehr als 200 Besuchern muss Passauer auf gutes Wetter hoffen, um im Freien feiern zu können. „Unserer Idee von Gemeinsamkeit und Integration ist das abträglich“, so Passauer.

Besucherbegrenzung für die GrabkapelleGrabkapelle

Rotenberg: UZ 17.1.2015 -
Versammlungsstättenverordnung lässt nur maximal 100 Gäste zu – Probleme bei russisch-orthodoxen Gottesdiensten

Wird die Grabkapelle zum zweiten Fernsehturm? Durch die Verschärfung der Versammlungsstättenverordnung gilt für das Mausoleum auf dem Württemberg eine Besucherbegrenzung. Maximal 100 Gäste dürfen gleichzeitig in der letzten Ruhestätte für König Wilhelm und Königin Katharina weilen. Das sorgt vor allem bei russisch-orthodoxen Gottesdiensten für Probleme. „Wir suchen eine Lösung, die die gesetzlichen Grundlagen als auch die Wünsche der Gemeinde berücksichtigt“, sagt Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden- Württemberg.

Von Alexander Müller
Die Probleme rund um die Grabkapelle schlagen hohe Wellen. Bischof Mark von Berlin und Deutschland hat sich gar mit einem Brief an Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann gewandt und um eine Klärung gebeten.

Denn der höchste Vertreter der russischorthodoxen Kirche in Deutschland hat die Problematik hautnah miterlebt als er am Pfingstmontag im vergangenen Jahr wie üblich am traditionellen Gedenkgottesdienst in der Grabkapelle zugegen war. Aufgrund der verschärften Versammlungsstättenverordnung dürfen lediglich nur noch maximal 100 Besucher gleichzeitig im Mausoleum auf dem Württemberg sein. Der Andrang beim Gottesdienst war aber deutlich größer. Im Schnitt kommen Jahr für Jahr rund 200 Gläubige. Als dann Gottesdienstgästen der Zutritt verweigert wurde, drohte die Situation zu eskalieren. „Wir waren wie vor den Kopf gestoßen. Letztendlich haben wir den zweiten Teil der Messe einfach ins Freie vor der Grabkapelle verlegt“, sagt der Priester der russischorthodoxen Gemeinde in Stuttgart, Ilya Limberger.

Nun müsse man eine vernünftige Lösung finden. Denn die russisch-orthodoxe Gemeinde will an der „Jahrzehnte langen Stuttgarter Tradition mit dem Pfingstfest und dem Gedenkgottesdienst zu Ehren von K önigin Katharina festhalten“, betont Limberger.
Ttraditionell strömen unzählige Gläubige aus ganz Süddeutschland zum Mausoleum auf dem Württemberg. Denn dieses ist nicht nur das älteste russisch-orthodoxe Gotteshaus in Stuttgart – es wurde 1824 nur fünf Jahre nach der Errichtung geweiht –, sondern ist es bis heute. Vor allem der bis heute geliebten Königin und Zarentochter Katharina, der zu Ehren das Denkmal errichtet wurde, wird dabei gedacht. An runden Jubiläen kämen denn auch bis zu 400 Besucher. Aber auch bei anderen Veranstaltungen wie Konzerten oder der Ehrung der Königin durch den Volksfestverein können mehr als 100 Besucher in die Grabkapelle strömen.
„Es ist keine grundsätzliche Beschränkung auf diese Zahl“, betont hingegen Gerald Petri vom Ordnungsamt. vielmehr habe der Antrag der Kirchengemeinde für die Genehmigung der Einzelveranstaltung lediglich auf 100 Personen beruht. Grundsätzlich führt die Stadt die Grabkapelle offiziell nicht als Kirche. Denn bei Gotteshäusern greift die Versammlungsstättenverordnung nicht, sondern gilt das Kirchenrecht. Das gilt für die Grabkapelle nicht.

Das Problem: Bislang wurde noch nie generell ein Bauantrag für eine Genehmigung als Versammlungsstätte gestellt. „Wir hatten auch noch nie diese Probleme“, sagt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Durch die Verschärfung kam nun das Dilemma ans Tageslicht. Das will man nun aber beheben. „Wir suchen nach einer vernünftigen Lösung“, beteuert Hörrmann.

Als eine der Möglichkeiten, um mehr Fluchtwege zu schaffen – die Grundvoraussetzung um mehr Besucher zulassen zu können– sei unter anderem denkbar, die beiden vorhanden Türen an den Seiten zu öffnen. Bislang ist lediglich das Hauptportal als Zu- und Ausgang zur Verfügung. Derzeit laufe eine Absprache mit dem Denkmalamt. Denn „die Bronzetüren wurden seit mehr als 100 Jahren nicht mehr geöffnet“, sagt Hörrmann. Nun gelte es, den Denkmalschutz und die gesetzlichen Bestimmungen unter einen Hut zu bringen. Damit den russisch-orthodoxen Gottesdienst und andere Veranstaltungen mehr als 100 Gäste gleichzeitig besuchen können.

POLIZEI-Stuttgart: Auto aufgebrochen und Diesel abgezapft

Stuttgart-Untertürkheim (ots) - Unbekannte haben zwischen Sonntag und Dienstag (18.01. - 20.01.2015) einen an der Sattelstraße geparkten Mercedes aufgebrochen.

Der Fahrzeugbesitzer hatte seinen Mercedes am Sonntag gegen 10.00 Uhr an der Sattelstraße geparkt. Als er am Dienstag gegen 14.00 Uhr wieder zu seinem Auto zurück kam, musste er feststellen, dass Unbekannte das Beifahrerfenster gewaltsam aufgedrückt, rund 60 Liter Diesel aus dem Tank abgezapft und den Mercedesstern und einen Verstärker gestohlen hatten. Zeugenhinweise nehmen die Beamtinnen und Beamten des Polizeireviers 5 Ostendstraße unter der Rufnummer 0711-8990-3500 entgegen.

Wieder Müll im Rückhaltebecken abgeladen - Täter aus Fellbach?

UNTERTüRKHEIM: UZ 21.1.2015 - Polizei findet in Abfallsäcken Hinweise auf möglichen Verursacher des Umweltfrevels

(mk) - Alois Herb und die zwei Beamten des Polizeireviers Ostendstraße machten sich am Montagvormittag gerne schmutzige Finger. Spaziergänger hatten Müllsäcke im Regenrückhaltebecken im Gewann Wetzstein entdeckt. Wieder. Mit den fünf am Wochenende weggeworfenen wurden bereits 37 Säcke dort illegal entsorgt. Diesmal entdeckten die Beamten im Müll jedoch einige Hinweise, die sie auf die Spur des oder der Umweltfrevler bringen können.

An dem Regenrückhaltebecken oberhalb des CVJM-Waldheims versammelten sich am frühen Morgen einige Spaziergänger und Gartenbesitzer. Eine Anliegerin hatte Alois Herb, der sich um das Feuchtbiotop im Gewann Wetzstein kümmert, am Wochenende informiert, dass abermals einige blaue Säcke illegal an dem beliebten Gewässer abgelagert worden waren. Einen Tag später entdeckte Herb das Ausmaß. Vier blaue Säcke lagen am Rand des Gewässers, einen weiteren Sack angelte Herb mit einer Stange aus dem gefrorenen See. „Er wurde wahrscheinlich ins Wasser geworfen und dann durch den Regen ans andere Ufer getrieben“, so Herb.

Die verbotene Ablagerung muss Ende vergangener Woche geschehen sein. Der Müll selbst ist noch nicht alt: Eine Rechnung aus einem Freizeitbad im Schwarzwald datiert vom 1. Januar. Auch ein Faltblatt von der Silvester-/Neujahrsparty lag zerrissen in einem Sack. „Ansonsten deutet wie bereits bei den vergangenen Funden vieles daraufhin, dass die Person ein oder mehrere Hunde besitzt“, so Herb. Zusätzlich zu Tierfutterdosen fanden sich verbissene Spielzeug-Plüschtiere und andere Hinweise auf Haustiere.

Seit einem Jahr hat Herb zum Teil auch mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr 37 Säcke geborgen. In einem vor Weihnachten entsorgten Sack fand sich eine Rechnung eines Tierarztes aus dem Remstal. Der Tiermediziner habe der Polizei allerdings die Identität des Patienten verschwiegen, bedauert Herb. Die Hoffnung der Ermittler richtet sich nun auf einen Aufschrieb zu einem Seminar, das die Beamten am Montag sicherstellen konnten. Der Name der Verfasserin ist ihnen bekannt, die Recherchen haben begonnen. Wer etwas gesehen hat, kann sich an das Polizeirevier Ostendstraße, Telefon 0711-8990-3500, wenden.

Schutzhütten sollen erhalten bleiben

UNTERTüRKHEIMER Zeitung 20.1.2015 : Unterstand im Gehrenwald muss für 30 000 Euro saniert werden

Hütte
Die beliebte Schutzhütte am Gögelbach müsste in den kommenden drei bis fünf Jahren saniert oder abgerissen und neu aufgebaut werden. Die Stadt will sie aufgeben, die Bezirksbeiräte forderten einstimmig den Erhalt. Foto: Enslin

Sie bewahren Wanderer und Wengerter vor Regen, Sturm und Blitz, sind Rastplätze für Spaziergänger, romantische Treffpunkte für Jugendliche und Schmuckstücke in der Landschaft - wenn sie nicht verschmiert oder zerstört sind: die Schutzhütten in den Weinbergen. In Untertürkheim stehen noch acht. Die Bezirksbeiräte kämpfen für ihren Erhalt und fordern die Sanierung des Unterstands im Gehrenwald.

Von Mathias Kuhn

Die Bezirksbeiräte, die durch die Weinberge joggen, walken oder wandern, kennen die acht Schutzhütten, die ihnen Kilian Bezold per Foto präsentierte, aus eigener Erfahrung. Die anderen staunten über die Kleinode inmitten der Weinberglandschaft. „Wir betrachten sie als Kulturdenkmale und wollen sie auch erhalten“, sagt der Experte vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Allerdings sei der zeitliche und finanzielle Aufwand relativ hoch. „Immer wieder werden Unterstände beschädigt, das Kupfer auf dem Dach geklaut, Blitzableiter abgerissen, die Holzverkleidung wird zum Grillen verwendet oder direkt auf dem Holztisch im Innern ein Feuer entzündet“, so Bezold. Kleinere Schäden werden aus dem Etat für Unterhaltungsmaßnahmen behoben. „Für größere Sanierungsmaßnahmen fehlt uns allerdings das Geld“, so Bezold. Deswegen machte das Garten-, Friedhofs- und Forstamt nun eine Bestandsaufnahme: Das „Zuckerhäusle“ unterhalb der Grabkapelle wurde mehrfach demoliert, der Unterstand auf dem Mönchberg weist Brandspuren auf, ein anderes Häusle nahe der Rotenberger Kelter war mit Graffiti besudelt, das Dach abgedeckt, weitere weisen leichte Schäden auf.

Bezolds Vorschlag: Fünf der acht Schutzhütten stehen mitten in den Weinbergen und besitzen auch ihre Schutzfunktion noch. Sie gelte es weiter zu bewahren. In den Erhalt des „Zuckerhäusles“, des Unterstands auf dem Mönchberg und der Schutzhütte am Gögelbach würde das Garten-, Friedhofs- und Forstamt aber keine Mittel mehr stecken wollen. Während die Bezirksbeiräte beim „Zuckerhäusle“ und dem Unterstand auf dem Mönchberg der Argumentation folgten, erntete die Stadtverwaltung bei der Schutzhütte am Gögelbach erheblichen Gegenwind. „Der Unterstand muss erhalten bleiben. Dort ist ein wichtiger Kreuzungspunkt vieler Spazierwege, ein Kinderspielplatz und der Weinwanderweg kommt vorbei“, sagt CDU-Bezirksbeirat Matthias Madeya. Werner Feinauer (SPD) erinnerte daran, dass der Bezirksbeirat vor mehr als einem Jahr einstimmig die Sanierung der Schutzhütte beschlossen habe. „Schließlich wird das Gebiet von vielen älteren Menschen genutzt, die dort relativ eben spazieren gehen können“, so Feinauer. Die Freien Wähler und die Grünen reihten sich in die Reihe der Schutzhütten-Retter ein.

Die Sanierung würde nach ersten Berechnungen circa 30 000 Euro verschlingen. „Das Dach ist bereits undicht und einige Holzkonstruktionsteile sind morsch“, so Bezold. Die Planer würden es deswegen für sinnvoller erachten, die alte Schutzhütte komplett abzubrechen und eine Hütte in der sogenannten Knüppelarchitektur neu zu errichten. „Wir benötigen eine neue Bodenplatte und Stahlzargen für Pfosten. Die Kosten für den Neubau würden deswegen circa 45 000 Euro betragen“, so Bezold. Einige Bezirksbeiräte regten eine Patenschaft oder eine Spendenaktion für die Schutzhütte im Gehrenwald an. Alle elf berechtigten Bezirksbeiräte votierten abschließend einstimmig für die Sanierung oder den Neubau. Das Projekt soll auf die Wunschliste für den nächsten Doppelhaushalt.

Panoramablick oder Lebensraum für Wildtiere

ROTENBERG - UZ 15.1.2015 : Bezirksbeirat diskutiert über Rodungsmaßnahmen am Hang unter der Rainstraße

Um das Waldstück zwischen den Häusern an der Rain- und der Württembergstraße gibt es kontroverse Diskussionen: Anwohner wollen Bäume roden lassen, Jäger sind für den Erhalt.

Das Wäldchen unterhalb der Rainstraße führte am Dienstag zu einer Kontroverse im Bezirksbeirat. Anwohner plädieren dafür, die 7000 Quadratmeter große Parzelle auszulichten und Bäume für Sichtachsen zu fällen. Dagegen erheben Jäger Einspruch. Das Hangstück sei Lebensraum für bedrohte Tierarten. Panoramablick steht gegen den Erhalt eines Biotops. Im Juli wollen die Parteien einen Kompromiss suchen.

Von Mathias Kuhn

Kilian Bezold vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt und Untertürkheims Bezirksbeiräte packten in ihrer ersten Sitzung 2015 ein heikles Thema an. Bei der Diskussion um Rodungsmaßnahmen am Hang unterhalb der Rainstraße saßen sie zwischen zwei Fronten. Seit Jahren fordern Hausbesitzer in der Rainstraße, dass die Bäume, die ihnen die Aussicht aufs Neckartal versperren und kein Licht in die Wohnung lassen, gefällt oder wenigstens „Sichtschneisen“ geschlagen werden. Sie berufen sich darauf, dass die Rainstraße als Aussichtsstraße eingestuft sei. „Nach Rotenberg kommen viele Ausflügler, die das Panorama genießen wollen. Das Aussehen und der jetzige Wildwuchs ist dem Ort nicht würdig“, meint Anwohner Hermann Berner. Im April vergangenen Jahres hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt einen etwa acht bis zehn Meter breiten Saum am Straßenrand komplett roden lassen. Ein Radikalschnitt, der weder den Anwohnern noch den Jägern gefiel. „Die Abholzung geschah während der Brutzeit der Vögel. Auch eine trächtige Rehgeiß wollte dort wieder ein Kitz zur Welt bringen“, merkte ein Jäger an. Überhaupt erhob Siegfried Berner, der im Vorstand der Jägervereinigung für das Biotopwesen zuständig ist, offiziell Widerspruch gegen weitere Rodungen. „Bei dem Wald handelt es sich naturschutzrechtlich um ein wertvolles Biotop. Das Unterholz, das die Anwohner nun als Wildwuchs entfernen wollen, wird von Vögeln als Brut- und Nistmöglichkeit benötigt. Einen Kahlschlag wird es mit uns nicht geben.“ Dieses Hanggrundstück sei ein Teil einer wichtigen Grünbrücke, die sich für Wildtiere vom Kappelberg über die Rainstraße und das Gebiet unterm Württemberg bis zum Mönchberg zieht. „Die Stuttgarter Stadtverwaltung versucht, für teures Geld solche Grüninseln miteinander zu verbinden und hier soll eine intakte Struktur zerstört werden“, ärgerte sich ein Rotenberger Jäger.

Schwere Geschütze auf beiden Seiten. „Offenbar müssen wir uns entscheiden, ob das Gebiet als eine Aussichtsfläche mit parkähnlichem Charakter oder als ein Biotop genutzt wird“, meinte SPD-Bezirksbeirat Klaus Hecht. Obwohl er das Gefühl hat, dass selbst ein vorsichtiges Roden oder Sichtschneisen kein Patentrezept, sondern ein fauler Kompromiss sei, versuchten die Bezirksbeiräte eine Lösung zu finden, die allen gerecht wird. So wollen sich Experten des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, Anwohner, Mitglieder der Jägervereinigung und ein neutraler, Artenschutz-Experte im Sommer nochmals vor Ort treffen, um zu klären, wo noch Eingriffe möglich sind. „Sicher ist jedoch, dass wir keine Bäume kappen werden, da sie dann für Pilze anfällig sind. Der Hang wird zudem als Wald bestehen bleiben. Das Baurechtsamt hat uns zudem versichert, dass man aus der Bezeichnung ‚Aussichtsstraße‘ nicht das Recht auf Sichtschneisen ableiten kann“, so Bezold. Einzelne pflegerische Maßnahmen seien freilich machbar. Über diese Eingriffe soll im Sommer, wenn die Bäume belaubt sind, diskutiert werden. Sie würden dann im Winter 2015/16 und den nachfolgenden Wintern durchgeführt.

Fr 23.1.2015 - 16 Uhr - Sprechstunde mit StadtseniorenratFeinauer

Nach dem plötzlichen Tod von Christa Aspacher ist die Stellvertreterin Luise Maier neben Dieter Bossert in den Stadtseniorenrat Stuttgart für den Stadtbezirk Untertürkheim nachgerückt.

In der Jahreshauptversammlung des Stadtseniorenrates Stuttgart e.V. wurde Werner Feinauer für den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Stuttgart in den Vorstand des Stadtseniorenrates berufen.

Am Freitag, 23. Januar 2015 um 16:00 Uhr halten die neuen Vertreter des Stadtseniorenrates in der AWO-Begegnungstätte Widderstein, Widdersteinstraße 22 in Untertürkheim eine Sprechstunde ab, Schwerpunktthema ist:       Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Bei dieser vertraulichen Beratungssprechstunde erhalten Sie auch die entsprechenden Formulare und die Anleitung, wie diese auszufüllen und zu handhaben sind.

Auch Wünsche und Anregungen für den Stadtbezirk Untertürkheim wie z.B. Gehwegabsenkungen, Gehwegschäden usw. können angesprochen werden. Je nach Zuständigkeit werden die städtischen Ämter dann um Abhilfe gebeten.

Weinmanufaktur 2015 - CENA & ARTE - Das exclusive CommediaDinner TheaterFlyer

Am Freitag, 6. Februar 2015 sind bei uns die Schauspieler los! Freuen Sie sich bei „Der Bart ist ab oder Die Last der Ehre - Ein Barbarossa-Gaudium“ auf ein einzigartiges Schauspiel und auf beeindruckende Improvisationskünste. Garantiert mit dabei sind urkomische Szenen und genussvolle Momente.

Preis pro Person: 62,- €, inklusive Begrüßungssekt, Barbarossa-Menü kombiniert mit Schätzen aus dem Weinkeller, Mineralwasser.
Einlass: 19.00 Uhr /
Beginn: 19.30 Uhr bis ca. 22.00 Uhr
Mehr Infos:
https://www.weinmanufaktur.de/veranstaltungen/
termine/cena-e-arte-2015.html

Do 5.3.2015 - Legende Nachtcafé -
Ein Abend mit Wieland BackesFlyer

Am Donnerstag, 5. März 2015 begrüßt Sie Wieland Backes in der Weinmanu-faktur: Mit interessanten Gesprächen, Lesungen von spannenden Zitaten und bemerkenswerten Geschich- ten aus dem legendären Nachtcafé. Für lukullische Genussmomente sorgt das Team der Weinmanufaktur: Es erwarten Sie ausgewählte Weine und kleine Snacks.

Preis pro Person: 15,- € inkl. Begrüßungssekt
Einlass: 19.00 Uhr / Beginn: 19.30 Uhr / Dauer: 90 Minuten - Mehr Infos:

https://www.weinmanufaktur.de/veranstaltungen/ termine/legende-nachtcafe.html
Karten für alle Veranstaltungen können Sie unter Angabe von Name, Adresse und Anzahl hier bestellen: weis@weinmanufaktur.de

Fr 6.3.2015 - Genussvolles Schwaben: Kulinarische Weinprobe mit Ewald Braden

Freitag, 6. März 2015 um 19 Uhr in der Weinmanufaktur Untertürkheim

Nach den Erfolgen der bisherigen Veranstaltungen 'Genussvolles Schwaben' gehen wir mit Ewald Braden in die vierte Genuss-Runde: Die Weinmanufaktur Untertürkheim und Ewald Braden, ehemaliger Leiter der Gastronomie bei der Allianz Lebensversicherungs AG, auch bekannt als PfundsKur-Koch, laden Sie herzlich zur Weinprobe der schwäbischen Art ein. Bei der Weinprobe 'Genussvolles Schwaben' kommen Sie in den großartigen Genuss von ausgewählten Weinen aus der Weinmanufaktur und den passenden schwäbischen Versucherlen aus der Speisenmanufaktur von Jens Monty Heerde. Ewald Braden begleitet Sie durch den Abend und führt mit humorvollen Anekdoten und erheiternden Geschichten in die 'Genussvolle Welt Schwabens' ein.  Natürlich dürfen Sie sich auf allseits bekannte schwäbische Klassiker wie Maultäschle mit Kartoffelsalat freuen... Seien Sie aber auch gespannt auf Bietigheimer Laubfrösche oder auf's Göckele im Samtrot.

  • Beginn: 19.00 Uhr
  • Kulinarische Weinprobe mit Sektempfang & Gruß aus der Küche, gefolgt von 7 Weinen und jeweils passenden schwäbischen 'Versucherlen'.
  • Preis pro Person: 55,- €

Vorherige Anmeldung erforderlich!
Begrenzte Teilnehmerzahl. Kartenbestellung: 0711 33 63 81-10
oder per Email weis@weinmanufaktur.de (Milena Weis)

Fr 13.3.2015 - Schokolade & Wein

Freitag, den 13. März 2015 Um 19 Uhr in der Weinmanufaktur Untertürkheim

Genuss pur in der Weinmanufaktur! Das dürfen Sie erwarten:
  • Begrüßungssekt im Sektbunker inkl. Sektpraline
  • Führung durch die Räumlichkeiten der Weinmanufaktur
    • Traubenannahme
    • Stahltankkeller
    • Abfüllanlage
    • traditionelle Holzfässer im Kreuzgewölbekeller
  • Sehens- und Wissenswertes rund um das Thema Sekt- und Weinbereitung
  • Fünf ausgewählte Schokoladensorten aus der Schokoladenmanufaktur Schell, dazu fünf exquisite Weine aus der Weinmanufaktur Untertürkheim
Preis pro Person 35,- € Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich!
Kartenbestellung: 0711 33 63 81-10 oder per Email weis@weinmanufaktur.de (Milena Weis)

Familienzentrum Mäulentreff platzt fast aus allen Nähten FAZ

UZ 17.1.2015 -Untertürkheim:
Angebot im Mäulentreff wird sehr gut angenommen –
Straßenfest im Sommer geplant

(ale) – Nach knapp vier Jahren hat sich das Untertürkheimer Stadtteil und Familienzentrum Mäulentreff fest etabliert, das Angebot wird sehr gut angenommen. „Wir platzen fast aus allen Nähten“, freut sich Leiterin Corinne Birgel. Dennoch sollen mit neuen Programmpunkten noch mehr Menschen angesprochen werden, unter anderem mit einem Straßenfest im Sommer.

Wie sich das Familienzentrum genau entwickelt, wussten die Initiatoren im März 2011 bei der Eröffnung noch nicht. einzig über den dringenden Bedarf waren sich alle Seiten einig. Zu Recht. „Wir sind mehr als zufrieden“, sagt Birgel. Die festen Programmpunkte werden sehr gut angenommen. Über die Jahre habe sich nun ein buntes und gemischtes Publikum herauskristallisiert. vielmehr noch stoße man bereits fast an die Kapazitätsgrenzen.

Das offene Bürgercafé lädt von Montag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr. Hinzu kommen Mittagstisch- und internationale Frühstücksangebote, es gibt Deutschkurse und Gymnastik sowie Infoveranstaltungen für Familien.

Für Kinder steht eine ständige Hausaufgabenhilfe, Lern- und Bastelangebote sowie Lesenachmittage auf dem Programm. „Es hat sich gezeigt, dass ein dauerhaftes Angebot für eine gewisse Sicherheit sorgt, daraus sind auch feste Kontakte unter den Besuchern entstanden“, sagt Birgel.
Darüber hinaus erfreut sich auch das Kulturangebot im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst in Untertürkheim“ steigender Beliebtheit. In regelmäßigen Abständen finden Vernissagen und Ausstellungen in den Räumen in der Mäulenstraße 5 statt. „Inzwischen kommen die ortsansässigen Künstler auf uns zu“, freut sich Birgel.

Logo Doch trotz aller Erfolge soll das Programm in Zukunft noch breiter aufgestellt werden. „Wir wollen noch mehr Menschen aus allen Altersklassen und Gesellschaftsschichten erreichen“. Vor allem Männer und Senioren sollen besser eingebunden werden. Vorstellen kann sich die Leiterin zum Beispiel ein wöchentliches Angebot für Senioren und weitere Einzelveranstaltungen. Dafür müssten aber die personellen Kapazitäten erhöht werden.

Um das Familienzentrum noch bekannter zu machen, lädt der Mäulentreff am 23. Mai 2015, von 15 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Und am 13. Juni 2015, von 14 bis 19 Uhr soll beim Mäulenstraßenfest die gesamte Angebotspalette demonstriert werden. Mit verschiedenen Mitmachaktionen für Jung und Alt.„Wir hoffen, dass sich auch zahlreiche Einrichtungen aus dem Stadtbezirk beteiligen“, sagt Birgel. Gemäß dem Motto des Familienzentrums: alle Untertürkheimer aus allen Altersklassen zu verbinden.

Inselstraße in S-Wangen 8 Wochen für Verkehr gesperrt

WANGEN: Ab 16.1.2015 wieder Kanalarbeiten - Umleitung über Ulmer Straße

Autofahrer müssen ab heute wieder mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in Wangen rechnen. Für den letzten Abschnitt der Kanalarbeiten muss ab heute die Inselstraße von der Fleiwa-Kreuzung in Fahrtrichtung Untertürkheim komplett gesperrt werden. Eine Umleitung über den Ortskern ist eingerichtet.

Die Arbeiten dauern circa acht Wochen.

Mehrfach Papiertonnen in Brand gesteckt

UNTERTüRKHEIM UZ 15.1.2015: Feuerwehr konnte Übergriff des Feuers auf Gebäude verhindern

(mk) - Die Anwohner im Untertürkheimer Ortskern sind beunruhigt: Seit Anfang des Jahres rückte die Feuerwehr mindestens zweimal wegen Bränden in Papiertonnen aus. In beiden Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus. Sonntagnacht griff der Brand bereits auf einen Holzzaun über. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres.

Anwohner im Ortskern schauen besorgt zu ihren Müllcontainern, wenn die Freiwillige Feuerwehr ausrückt. Mindestens zweimal innerhalb einer Woche stand nachts eine Papiertonne in Flammen. „Am 8. Januar musste die Feuerwehr kurz vor Mitternacht in die Ötztaler Straße ausrücken. Dort brannte eine große Mülltonne“, bestätigte Polizeisprecher Thomas Geiger. Die Löscharbeiten verhinderten Schlimmeres. Die Plastikmülltonne war komplett geschmolzen, der Inhalt bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die Polizei ermittelte wegen mutmaßlicher Brandstiftung.

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand den Abfall in Brand gesteckt hatte, ist nun gestiegen. Am vergangenen Sonntag gegen 21.35 Uhr rückte die Feuerwehr abermals aus. Diesmal stand eine Grüne Tonne in einem Hinterhof in der Oberstdorfer Straße lichterloh in Flammen. „Der Brand in der Papiertonne hatte bereits auf den benachbarten Holzzaun übergegriffen“, berichtet Geiger. Auch hier verhinderten die Feuerwehrmänner, dass das Feuer auf eines der Gebäude übersprang. Die Polizei sicherte Spuren und befragte Anwohner. Die Furcht vor weiteren Anschlägen ist spürbar, zumal laut Anwohnern am Montag ein dritter Mülleimer in der Ötztaler Straße gebrannt haben soll.

Die Hausbesitzer haben bereits reagiert. „Etliche Nachbarn haben die Tore zu ihren Höfen abgeschlossen oder stellen ihre Papiertonnen in die abgeschlossene Garage“, sagt eine Anwohnerin der Ötztaler Straße. Auch sie sei beunruhigt, wenn sie Stimmen vor dem Haus höre.

Als am Dienstagnachmittag dann bereits wieder die Martinshörner zu hören waren, fürchteten viele einen weiteren Anschlag. Diesmal hatte der Einsatz einen anderen Hintergrund. „Im Bereich der Wallmersiedlung ist Öl auf dem Herd angebrannt“, sagt Polizeisprecher Tobias Tomaszewski.

Die Polizei bittet Zeugen, die am 8. Januar oder am 11. Januar etwas beobachtet haben, das mit den Bränden in Verbindung stehen könnte, sich beim Polizeirevier Ostendstraße unter Telefon 89 90-35 00 zu melden.

Einladung zur nächsten Bezirkbeiratssitzung Stuttgart Untertürkheim 13.01.2015

Untertürkheim. Dienstag, 13. Januar, 18.30 Uhr im Bezirksrathaus, Sitzungssaal, 1. OG, Großglocknerstraße 24-26 Rathaus

  1. Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem
    Stadtbezirk
  2. Gehölzbestände im Bereich der Rainstraße im Ortsteil
    Rotenberg, Bericht von Kilian Bezold, Garten-, Fried­
    hofs- und Forstamt, Leiter Bezirk Neckar
  3. Erhalt und Sanierung von Schutzhütten im Stadtbe­
    zirk, Bericht von Kilian Bezold, Garten-, Friedhofs­
    und Forstamt, Leiter Bezirk Neckar
  4. Karl-Benz-Platz, Pflegemaßnahmen und Neumöblie-
    rung, Bericht von Kilian Bezold, Garten-, Friedhofs­
    und Forstamt, Leiter Bezirk Neckar
  5. Anträge, Anfragen und Anregungen
  6. Bekanntgaben

Stuttgart 21-Bauarbeiten in Untertürkheim im Januar, Februar und März 2015

Stuttgart-21-Bauarbeiten in Stuttgart-Untertürkheim im Januar, Februar und März 2015

S-Bahn-Linie S1 verkehrt an einigen Samstagen bzw. Wochenenden im Januar, Februar und März
nur im 30-Minuten-Takt
• Haltausfälle am Neckarpark, in Unter- und Obertürkheim
• Fahrplanänderungen auf der Filstalbahn (Plochingen-Göppingen)

(Stuttgart, 2. Januar 2015) Die Deutsche Bahn AG wird im Januar, Februar und März 2015 für die Herstellung des Stuttgart-21-Tunnels „Untertürkheimer Kurve“ die bestehenden Gleisanlagen im Bahnhof Stuttgart-Untertürkheim weiter anpassen. Um eine flexiblere Betriebsdurchführung zu erzielen, bei der Zugfahrten auch im eigentlichen Gleis der Gegenrichtung möglich werden, sind umfangreiche Oberleitungsarbeiten erforderlich.

Auf Grund der Arbeiten stehen an allen Wochenenden von Samstag, 10. Januar 2014, bis einschließlich Sonntag, 15. März 2015, statt vier jeweils nur zwei Streckengleise zur Verfügung.

S-Bahn

Die S-Bahn-Linie S1 verkehrt an den Samstagen 10., 17., 24., 31. Januar, 7., 14., 21. und 28. Februar sowie 7. und 14. März 2015 nur im Halbstundentakt. Abfahrt in Plochingen Richtung Stuttgart zur Minute 8 und 38, in Esslingen zur Minute 18 und 48 sowie ab Hauptbahnhof in Richtung Plochingen zur Minute 25 und 55. Zusätzlich werden an den Wochenenden 21./22. Februar, 28. Februar/1. März und 7./8. März 2015 Züge der Linie S1 zwischen Bad Cannstatt und Mettingen umgeleitet und fahren die Stationen „Neckarpark“, „Untertürkheim“ und „Obertürkheim“ nicht an.

Zwischen Bad Cannstatt und Esslingen fahren Ersatzbusse. Die Haltestelle „Neckarpark“ kann an den Samstagen 31. Januar und 7. Februar während der VfB-Heimspiele nicht angefahren werden. Fußballfans müssen über Bad Cannstatt an-/abreisen. Grund hierfür ist die Sperrung der Straße bzw. der Station aus Sicherheitsgründen.

Hinweise

Die Busse fahren folgende Haltestellen im S-Bahn-Verkehr an: Bad Cannstatt (Bahnhofsvorplatz / Eisenbahnstraße), Neckarpark (Bahnhofsvorplatz), Untertürkheim (Bahnhof /Wunderstraße), Obertürkheim (Bahnhof / Göppinger Straße), Mettingen (Bahnhof / Cannstatter Straße) und Esslingen (ZOB, Haltestelle 6). Fahrräder können in den Bussen nicht mitgenommen werden.

Informationen zu den Fahrplanänderungen und den Bauarbeiten

Fahrgäste finden Einzelheiten zu den Änderungen auf Aushängen an den Bahnhöfen, unter www.bahn.de/bauarbeiten. Der persönliche Fahrplan für die Bauzeiten steht im Internet unter www.bahn.de/persoenlicherfahrplan zur Verfügung. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden- Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr), unter der Service-Nummer der Bahn 0180 6 99 66 33 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) sowie im SWR-Text auf den Tafeln 528 und 529.

Die Oberleitungsarbeiten finden im Bahnhof Stuttgart-Untertürkheim im Bereich der Mettinger Straße statt. Die Arbeiten an den Wochenenden werden durchgängig – auch nachts – ausgeführt. Für die Baumaßnahmen und die auftretenden Beeinträchtigungen bittet die Deutsche Bahn die Fahrgäste sowie auch die Anwohner um Verständnis. Reisende werden gebeten, soweit erforderlich eine frühere Verbindung zu wählen.
Bei Fragen zu den laufenden Bauarbeiten steht betroffenen Anwohnern die BauInfo Stuttgart–Ulm unter der Telefonnummer 0711-213 21 212 rund um die Uhr zur Verfügung.

Flyer: http://s14.yesspress.com/file/?id=ORfMROMosk4Lmn8CydL27A

Neue Projekte und Begegnungen für 2015

Stuttgarter Zeitung 2.1.2015 Obere Neckarvororte:
Die Bezirksvorsteher haben für das Jahr 2015 viele Pläne und Ideen. Von Caroline LeibfritzSTR

Untertürkheim: Dagmar Wenzel, die erst im Oktober die Nachfolge von Klaus .Eggert als Bezirksvorsteherin Untertürkheims angetreten hat, will sich vor allem den Verkehrsproblemen im Bezirk widmen. Denn besonders an der Widdersteinstraße und im Stadtteil Rotenberg haben die Anwohner mit Lärm und starkem Durchgangsverkehr zu kämpfen. „Auch das Bahnhofsviertel und der Karl-Benz-Platz werden weiter ein Thema sein", sagt  Wenzel.  

Rund   um   den   Bahnhof wünscht sie sich vermehrte Kontrollen - vor allem in den Spielhallen. „Wir haben in Untertürkheim gefühlte 20 Casinos, dabei sind nur zwei genehmigt", sagt die Bezirksvorstehe­rin. Darum, wolle sie sich im neuen Jahr kümmern.
Außerdem will Dagmar Wenzel prüfen, ob es im Bürgerhaus an der Strümpfelbacher Straße noch Kapazitäten gibt, um weitere Nutzungsmöglichkeiten zu eröffnen. „Diese Idee trage ich schon seit Jahren mit mir herum", sagt Wenzel. „Jetzt will ich das Thema Bürgerhaus angehen." Besonders am Herzen liegt Wenzel auch die Schulentwicklung im Bezirk. Hierbei sei wichtig, dass die Schulstandorte in Untertürkheim gesichert werden.

Di 6.1.2015 - 17 Uhr - Festliches Neujahrskonzert mit der Gruppe Brasspur

Am Dienstag, 6. Januar 2015, um 17 Uhr findet ein Festliches Neujahrskonzert mit der Gruppe Brasspur in der evangelischen Wallmerkirche in der Wallmerstraße 63 statt.

Great! Britain - so lautet das Motto des Neujahrskonzertes 2015 von brasspur. Ein musikalischer Streifzug von G. F. Händel, E. Elgar bis hin zu den legendären Rockbands, den Beatles und Queen. Neben diesen großen Klassikern erklingen schottische Folksongs, englische Filmmusik und bekannte Musical Songs. Very british, indeed!

Karten zu 10 Euro erhältlich über alle Geschäftsstellen der Untertürkheimer Volksbank, www.untertuerkheimer-volksbank.de
Den Reinerlös des Neujahrskonzerts stellt diese wieder der evangelischen Stadt- und Wallmergemeinde Untertürkheim zur Verfügung.

Im Stuttgarter Hafen - Drei Waggons mit Diesel kippen um

Von SIR/dpa 03. Januar 2015 - 14:36 Uhr - Stuttgarter Zeitung - 35 FOTOS HIER . . .

Im Stuttgarter Hafen sind am frühen Samstagmorgen drei Waggons mit Dieselkraftstoff umgekippt. Laut Polizei sei kein Diesel ins Erdreich gelangt. Verletzt wurde niemand. Ein Problem mit einer Weiche könnte zu dem Unfall geführt haben.

Stuttgart-Hedelfingen - Am frühen Samstagmorgen sind nahe der Hafenbahnstraße im Hafen Stuttgart drei mit Diesel gefüllte Zug-Waggons umgekippt. Probleme an einer Weiche hatten beim Rangieren mit einem Güterzug den Unfall mit hohem Schaden ausgelöst.
Drei Diesel-Waggons kippten in der Nacht zum Samstag um. Strommasten seien umgeknickt, Leitungen abgerissen und Gleise beschädigt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Lokführer habe sofort eine Notbremsung eingeleitet. Es sei kein Kraftstoff ausgelaufen. Niemand sei verletzt worden.
Die Beamten konnten zunächst keine genaue Schadenshöhe nennen. Wieso es zu dem Unfall mit der Weiche gekommen war, stand ebenfalls nicht fest. Am Sonntag könne man voraussichtlich mehr dazu sagen, so der Sprecher. Dann solle ein Kran die auf der Seite liegenden Waggons mit den Tanks aufrichten und auf die Schienen stellen. Noch am Samstag sollte der Diesel abgepumpt werden.
Der Bahnverkehr war laut Polizei nicht betroffen, da sich das Unglück auf einem privaten Gelände am Stuttgarter Hafen ereignet hatte.

Theater, Blues und Geschichten - das neue Programm vom KTKulturhausverein

UNTERTüRKHEIM:
präsentiert sein ausgewogenes Frühjahrsprogramm

UZ 7.1.2015 - (mk) - Auf dieses Frühjahrsprogramms haben Freunde und Fans des Kulturtreffs gewartet. Sie dürfen sich auf ein gewohnt ausgewogenes Angebot an Veranstaltungen freuen: Musiktheater, Blues, Geschichte, Lieder, Literatur und Lokalpolitik. Obwohl die Künstler wegen den räumlichen Kapazitäten nicht vor sehr großem Publikum gastieren, gelingt es den Machern des Kulturhausvereins abermals, tolle Kunstschaffende in die Strümpfelbacher Straße zu locken. (Beginn: 20 Uhr - außer 18.1.2015 - 17 Uhr)

  • Das Jahr 2015 beginnt der Kulturhausvereins mit einem Kracher: Mehrere Kunstschaffende haben sich zu einem musikalischen Großvergnügen zusammengetan. Die Sängerinnen und Sänger der Gesangsklasse der Untertürkheimerin Renate Brosch präsentieren am Sonntag, 18. Januar 2015, ein unterhaltsames Musiktheater. Unter dem Motto „Nice Little Smartphone World“ haben sie den klassischen Gesang „upgedatet“. Sie entführen die Zuhörer in die neue digitale Welt mit Arien aus Oper, Operette, Musical und mit Chansons rund ums Telefon und dessen moderne Nachfolger. Karl-Friedrich Schäfer begleitet die Sänger am Klavier. Für das richtige Ambiente sorgen die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Bühnenbild) und die Klasse von Professor Nico Fritz. Für das Projekt weicht der Kulturhausverein am Sonntag, 18. Januar um 17 Uhr , in die Sängerhalle aus.
  • Den nächsten Musikgenuss können die Besucher am Freitag, 6. Februar 2015, wieder im Kulturtreff genießen. In dem heimeligen Saal treten Udo Hauenstein & Winne Schniepp auf. Seit vier Jahren spielen die Beiden Blues, Boogie und Balladen sowie eigene Songs - mal rockig, mal swingig.STR
  • Am Freitag, 27. Februar 2015 erinnert sich Ortschronist Eberhard Hahn in seinem Bildvortrag an die Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts, die Machtergreifung, das Dritte Reich und den Krieg in Untertürkheim - eine Zeitspanne, die er als Kind und Jugendlicher erlebte.
  • Eine Woche später am 6.3.2015 geht es um Sekundenentscheidungen. Bei der Improvisationstheatershow von Impro Stuttgart erleben Besucher spontanes Theater.
  • Am Freitag, 13. März, lesen Kulturhausmacher aus ihren Lieblingsbüchern vor und am 20. März treffen sich Untertürkheimer, die den Ortskern schöner gestalten wollen am „Runden Tisch“ und überlegen, wie das Ortszentrum noch bunter werden kann.
  • Nach den Osterferien am 17.04.2015 bringt dann Felix Leopold Lieder aus dem poetischen und rebellischen Griechenland mit.
  • Den Abschluss bildet wieder eine Gemeinschaftsveranstaltung. Am 24. April laden die Naturfreunde Untertürkheim und der Kulturhausverein zum Mark-Twain-Abend mit dem Trio Leselust unter dem Motto „Bummel durch Deutschland“ in die Stadtbücherei.

Jetzt in Untertürkheim - BIOLAND-Restaurant CASSIOPEIA im Bootshaus

Bootshaus
Cassiopeia
Cass
Cassiopeia

BIOLAND-Restaurant

schwäbische Küche
vegatarische + vegane Küche

mit Live-Club


Inselstr. 147
70327 Stuttgart - Untertürkheim
(im Bootshaus hinter
dem Hallenbad)
Anders & Lieber GmbH
Tel. 0163 0814960
Live-Club - Termine

OASE

Donnerstag, 5.03.2015
ab 20 Uhr

Eintritt frei
Open Acoustic Stage Event – für Gitarristen, die gerne einmal spielen möchten, und für alle, die den vielfältigen Darbietungen lauschen möchten.
E-Mail:
anders(at)andersundlieber.de
Cassiopeia
BIOLAND-Restaurant
Cass Fotos:Enslin
Webseite:
www.cassiopeia-live.de/

www.facebook.com/ cassiopeia.live


Zwei Terrassen -
mit Neckarblick

Di - Fr: 17:00 - 22:30 Uhr
Sa: 10:00 - 14:00, 15:00 - 22:30 Uhr
So: 11:30 - 21:30 Uhr

Samstags von 10-14 Uhr
Bio-Brunch für 16,80 €
Live-Club

Schwoof mit
DJ Fred

Freitag, 13.03.2015
ab 21.30 Uhr

Eintritt: 5 €
Wer den Rummel auf der Theodor-Heuss-Meile und die diversen Ü-Partys nicht mag – bei uns geht es mit bunt gemischtem Publikum um den Spaß am Tanzen. Von Disco-Pop bis Rock mit Ausflügen in Latin oder Standard, hauptsächlich aus den 70igern bis 90igern. Unsere DJs erfüllen Euch gerne Eure Wünsche.

So 18.01.2015 - “Nice Little Smartphone World” in der Sängerhalle Untertürkheim Smartfone

… ein theatralischer Update des klassischen Gesangs in die schöne neue digitale Zukunft mit Werken aus Oper, Operette, Musical, Chanson…

Glanz und Elend der neuen Smartphone-Wirklichkeit spiegelt sich an diesem Abend gänzlich “unplugged” und auf amüsante Weise in der ganz analogen Welt des Belcanto von Mozart bis Bellini; Menottis “The Telefone” braucht genauso einen Update wie Kreislers “Telefonbuch-Polka” – dem modernen Kultcharakter unserer kleinen digitalen Nervensägen wird ordentlich gehuldigt – mal humorvoll, mal ganz ernsthaft. Sichern Sie sich einen der vorderen Plätze – natürlich online.

Gesangsklasse Renate Brosch, Karl-Friedrich Schäfer, Klavier in Kooperation mit: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Bühnenbild),
Klasse Prof. Nico Fritz (Entwerfen und Gebäudelehre)


Veranstaltungsort:

Sängerhalle Untertürkheim, Lindenschulstr. 29.

Sonntag, 18.01.2015, 17.00 Uhr

Tickets: http://www.kulturhausverein.com/kartenservice-kulturtreff

„Fit für´s Baby- ein offener Treff für Eltern mit Kindern im Alter von 0-2 Jahren“Ratz

Am 04.02.2015 startet der Treff „Fit für´s Baby“ des Städtischen Elternseminars in den Räumen des Kinder- und Jugendhauses CAFE RATZ in der Margaretenstr.67 in Untertürkheim.

Der erste Termin ist Mittwoch, der 4.2. von 9.30-11 Uhr und danach immer 14 tägig. Das Angebot ist kostenfrei und es kann auch nach dem 04.02.noch eingestiegen werden. „Fit für´s Baby“ richtet sich an Mütter und Väter, die auf folgende Fragen und Themen gemeinsam eine Antwort finden wollen: Tipps zur Erziehung, Veränderungen im Alltag, Kraft und Gesundheit (Wie erhalte ich meine Kraft und Gesundheit? Was tut mir gut?), vom Paar zur Familie (Veränderungen in der Partnerschaft, Zufriedene Eltern- zufriedene Kinder), Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Wiedereinstieg in den Beruf), Freizeitangebote im Stadtteil (was kann ich wo unternehmen?) und Kinderkrankheiten (spezielle Themen werden von einer fachkundigen Kinderkrankenschwester beantwortet).

Bei diesem Treff stehen Spaß, Austausch und Informationen im Vordergrund! Der Treff wird von Silvia Haug (Sozialpädagogin Elternseminar) und Sabine Lutz (Familienkinderkrankenschwester) begleitet. Um eine kurze Anmeldung per Mail an das elternseminar@stuttgart.de oder per Telefon (Sekr. 0711/216 80344) wird gebeten! Der Treff ist für kostenlos- der Einstieg jederzeit möglich. Für offene Fragen steht Nicole Lohbeck (Elternseminar) unter Tel.: 0711/ 216-80354 zur Verfügung.

Kinderfasching in Untertürkheim am Fr 13.02.2015 Ratz

Auch in diesem Jahr gibt es wieder den Kinderfaschingsumzug durch Teile von Luginsland.

Am Freitag den 13. Februar 2015 ziehen 256 Grundschüler gemeinsam mit dem Kollegium der Grundschule Luginsland und Mitarbeitern des Kinder- und Jugendhauses CAFE RATZ und lautem „Zicke-zacke, zicke-zacke, LUGINSLAND!“ durch das Wohngebiet.

Wer Lust und Zeit hat den Faschingsumzug stimmungsmäßig zu unterstützen ist herzlich dazu eingeladen, am Straßenrand zu stehen und Bonbons zu werfen.
Aufstellung ist um 10:40 Uhr vor der Luginslandschule. (Ende des Zugs ca. 11:40 Uhr danach noch Aktionen auf dem Schulhof)

Die Route führt durch folgende Straßen: Margaretenstr./ Bertramstr./ Ecke Paul-Collmer Heim (geplantes Eintreffen 11:00 Uhr) / Flohbergstr./ Erikastr./ Barbarossastr./ Barbarossaspielplatz/ Brodbeckweg/ Im Hopfengarten/ Margaretenstr./ Schulhof Luginslandschule.

Weiter geht es dann um 14.30 Uhr mit der großen Faschingsparty für Familien im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ in der Margaretenstr.67. Dieses Jahr finden verschiedene Aktionen in vielen Räumen des Kinder- und Jugendhauses statt. Saalöffnung ist um 14:30 Uhr.

Von 15:00 bis 17:30 Uhr gibt es ein Programm mit Spielen, Tanzaktionen, Musik, lustiger Bastelei und Bewirtung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spielmobils MOBIFANT, des Kindertreffs und des CAFE RATZ proben schon das dreifache: „Zicke-zacke, zicke-zacke, CAFE RATZ!“ Hier sind Kinder mit ihren Familien herzlich willkommen! Natürlich verkleidet!

Der Eintritt für Kinder ab 4 Jahren beträgt 1,50€, Erwachsene bezahlen 3,00 € (bei gelungener Verkleidung gibt es für die Erwachsenen einen kleinen Preisnachlass). Kinder bis 3 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen auch unter 3365234-0!

31. Januar – 28. Februar 2015: Kulturmonat Februar 2015 - in der Uhlbacher Kelter

Kulturmonat Februar mit der Ausstellung "5 W" | Wein | Wald | Wiesen | Wasser | Wirtschaft |
Collegium Wirtemberg in Kooperation mit der Umweltakademie Baden-Württemberg in der Kelter Uhlbach
Karten: 07 11 / 327 77 58 - 0 - www.collegium-wirtemberg.de/index.php/k2

  • Samstag, 07. Februar 2015  - 20.00 Uhr - Joe Bauers Flaneursalon in der Uhlbacher Kelter, Uhlbacherstraße 221.
    Mit Eric Gauthier & Jens-Peter Abele, Dacia Bridges, Michael Gaedt & Anja Binder. Karten: 07 11 / 327 77 58 - 0
  • Freitag, 13. Februar 2015 - Klavier & Kästner mit Gabriele und Peter Grabinger Uhlbacher Kelter
  • Samstag 21. Februar 2015 (ausnahmsweise am Samstag) Finissimo EXTRA - Überragende Weine aus steilen Lagen
  • Samstag,28. Februar 2015 - Kult-Dinner von und mit Sommelier Evangelos Pattas und Sterne-Koch Frank Oehler, Speisemeisterei Hohenheim
  • Untertürkheimer Männervesper in der
    Besenwirtschaft Fritz Warth -Württembergstr. 46
Sa 28.2.2015 - 11:00 Uhr Untertürkheimer Männervesper in der Besenwirtschaft Fritz Warth - Thema: Das neue Bibelmuseum Stuttgart - Dr. F. Zeeb

KINDERSPIELSTADT 2015 RATZELBACH in UntertürkheimRatzelbach

Am Samstag, den 21. März 2015 ist RATZELBACH Anmeldetag!
Von Montag 03.08.2015 bis Freitag 07.08.15 ist das Kinder -und Jugendhaus CAFE RATZ in Stuttgart- Untertürkheim alias Kinderspielstadt RATZELBACH wieder fest in Kinderhand. In Zusammenarbeit mit den Spielmobilen Region Neckar und Bad Cannstatt und dem Kindertreff Untertürkheim soll dann zusammen mit 180 Kindern wieder ein kunterbuntes Stadtleben entstehen. Täglich von 10-17 Uhr beleben die Spielstadtbürger ihre Stadt und suchen sich einen Arbeitsplatz. Dort verdienen sie ihre eigenen Ratzel, z.B. als Radiomoderator, Schreiner, Bürgerbüro-Angestellter, Gärtner, selbständiger Unternehmer etc. Mit ihrem selbstverdienten Geld können die Kinder u.a. bei den Betrieben einkaufen, Waffeln kaufen, Briefe verschicken oder es auf der Bank anlegen. Natürlich müssen auch Steuern an die Stadt abgeführt werden. Die Kinder wählen am 2. Tag einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin, der oder die dann die unterschiedlichen Interessen der Bürger vertritt. So entsteht in einer Woche ein buntes Stadtleben mit Infrastruktur. Der Spielstadttag endet mit einer Bürgerversammlung.

Wie können Kinder angemeldet werden?

  • Anmeldetag im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ ist Samstag, der 21. März 2015 von 11-13 Uhr. Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Kaffee-Tee- und Brezelverkauf für die Wartenden!
  • Alter: die Kinder müssen die 1. Klasse beendet haben, also angehende Zweitklässler sein.
    Das Höchstalter bei Spielstadtbeginn ist 11 Jahre
  • Bei der Anmeldung muss der Teilnehmerbetrag von 65.-€ in bar bezahlt werden. Eine Bezahlung über die Stuttgarter Family Card ist ebenfalls direkt vor Ort möglich. Auch das Family Card Guthaben Bildung und Teilhabe kann für die Anmeldung verwendet werden (nähere Infos dazu gibt es beim Bürgerbüro).
  • Zur Anmeldung bitte außerdem unbedingt ein Passfoto des Kindes (mit dem Namen auf der Rückseite) des Kindes für den Spielstadtpass mitbringen. Ohne das Foto kann die Anmeldung nicht angenommen werden.
  • Anmeldungen sind persönlich oder unter Vorlage unseres Vollmachtformulars, unterschrieben vom Erziehungsberechtigten des anzumeldenden Kindes, möglich. Die Vorlage ist direkt im CAFE RATZ erhältlich oder steht als Download unter www.caferatz.de zur Verfügung. Pro Person kann nur eine Vollmacht ausgestellt werden! Der/die Bevollmächtigte muss sich am Anmeldetag ausweisen können.

In der Woche nach RATZELBACH, also vom
10.8.2015 - 14.08.15 heißt es dann erstmalig in Obertürkheim: WILLKOMMEN IN DER VILLA FANTASIA!

Das Kinder- und Jugendhauses Obertürkheim villa jo verwandelt sich in einen fantastischen Märchengarten mit kreativen, sportlichen, kulinarischen und abenteuerliche Mitmachaktionen. Genaue Infos unter www.villajo.de.

Am Anmeldetag für RATZELBACH kann man sich auch direkt im CAFE RATZ für die VILLA FANTASIA anmelden, Mitarbeiter der villa jo sind Vorort. Wer an beiden Aktionen teilnehmen möchte, hat am 21.03.15 die Möglichkeit gleich beide Angebote zu einem reduzierten Preis zu buchen. (Ratzelbach: 65,- €, Villa Fantasia: 60,- €, bei Buchung von beiden Angeboten (Kombibuchung): 120,- €)

Ab dem 24. März, 14 Uhr ist eine Anmeldung für die VILLA FANTASIA in der villa jo möglich. Weitere Informationen über RATZELABCH im Kinder- und Jugendhaus CAFE RATZ unter Tel. 0711/ 3365234-0 oder unter www.caferatz.de.

Fr 6.3.2015 - Improshow - Alles im KTAugenblick

Untertürkheim - Am Freitag, 6. März 2015, gibt es um 20 Uhr eine Improshow „Alles im Augenblick“. Boom, Geschichtenfeuerwerk! In der Improvisationstheatershow von Impro Stuttgart dreht sich alles um energiegeladenes spontanes Theater, das voller neuer Ideen und überraschender Wendungen steckt. Jede Szene entsteht aus dem Moment heraus, ist garantiert noch nie da gewesen und einzigartig. Risikobereit, charmant, wortgewandt und poetisch - mal fürs Herz, mal fürs Hirn und fast immer für die Lachmuskeln. Impro Stuttgart spielt rebellisches Improtheater.

Infos unter www.impro-stuttgart.de

Kulturhausverein Untertürkheim | Kulturtreff | Strümpfelbacher Straße 38
70327 Stuttgart-Untertürkheim
| www.kulturhausverein.com

UNTERTÜRKHEIM Fr 20.3.2015 - Runder Tisch zum Thema „Bunt statt Grau!

Der Kulturhausverein Untertürkheim lädt am Freitag, 20. März, um 20 Uhr zum „Runden Tisch“ zum Thema „Bunt statt Grau! – Es geht weiter!“in den Kulturtreff, Strümpfelbacher Straße 38, ein.

Nachdem es im Jahr 2014 eine große Zahl von Aktionen gegeben hat, die für eine Aufwertung
des Untertürkheimer Stadtkerns gesorgt haben, wird es an diesem Abend darum gehen, welches die nächsten Schritte sein werden.

KTRunder Tisch


Zur Runden Tisch-Sonderseite

Mittwoch, 25. März 2015 - Frühjahrsmarkt in Untertürkheim

  • Der Frühjahrsmarkt in Untertürkheim findet in diesem Jahr am Mittwoch, 25. März, von 8 bis 17 Uhr in der Wallmerstraße zwischen Schlotterbeckstraße und Wartstaffel statt. In der Wallmerkirche ist die Marktstube bereits ab 7 Uhr geöffnet. Zahlreiche Händler freuen sich auf regen Besuch

KarfreitagCannstatter Karfreitagsprozession
am Fr 3.4.2015 um 15:30 Uhr

  • Die Karfreitagsprozession in Bad Cannstatt, die von der italienisch-katholischen Gemeinde organisiert und durchgeführt wird, hat eine lange Tradition. Bereits zum 38. Mal wird am Karfreitag ab 15.30 Uhr der Leidensweg von Jesus Christus eindrucksvoll in Szene gesetzt-.

  • Die Karfreitagsprozession beginnt um 15.30 Uhr im unteren Kurpark, führt dann zum Schulhof des Johannes-Kepler-Gymnasiums und später über die Marktstraße und den Daimlerplatz zurück zum Kurpark.      Foto: Enslin
  • =>karfreitag.htm - Fotos

POLIZEI: Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr

29.12.2014 - Stuttgart-Untertürkheim (ots) - Unbekannte haben in der Nacht zum Montag (29.12.2014) in der Kappelbergstraße einen Gegenstand auf die Fahrbahn gelegt. Mindestens ein Fahrzeug fuhr dagegen, offenbar entstand jedoch kein größerer Schaden am dem Pkw. Ein 19-jähriger Autofahrer erstattete Anzeige, nachdem er gegen 01.20 Uhr im Kurvenbereich über einen Gegenstand gefahren war. Dabei handelte es sich um eine Fußplatte eines mobilen Verkehrszeichens, die offenbar mutwillig von Unbekannten auf die Fahrbahnmitte gelegt wurde. Nach der Unfallaufnahme stellten die Beamten unweit der Unfallstelle im Baustellenbereich an der Großglocknerstraße weitere auf die Fahrbahn geworfene Gegenstände fest. Die Polizei sucht Zeugen und Geschädigte und bittet um Hinweise unter der Rufnummer 8990-3500.

Joe Bauer - Foto: Enslin

Bürger haben in allen Bezirksbeiräten nun das Wort

UZ 19.12.2014 - UNTERTüRKHEIM: Fünf Minuten für Anwohnerfragen feierte Premiere

(mk) - Als letzter Bezirksbeirat in den Oberen Neckarvororten ermöglicht Untertürkheim seinen Bürgern, in den Sitzungen Anliegen vorzubringen. Die „fünf Minuten für den Bürger“ zu Sitzungsbeginn feierte diesen Monat Premiere - mit Erfolg, wobei sich die „Regeln noch herumsprechen müssen“, so einige Bezirksbeiräte.

Auf Antrag der SPD-Bezirksbeiratsfraktion zog Untertürkheim nun in Sachen eingeschränktem Mitspracherecht in Bezirksbeiratssitzungen nach. Kurz nach dem offiziellen Beginn der öffentlichen Sitzungen haben die Bürgerinnen und Bürger, die Gelegenheit, in kurzer Form ihr Anliegen und vor allem ihre Fragen vorzubringen. „Die Bürger können dann allerdings nicht erwarten, dass die Bezirksbeiräte eine Lösung oder Antworten parat haben, sondern die Fragen werden aufgenommen und gegebenenfalls dem entsprechenden Amt innerhalb der Stadtverwaltung weitergegeben“, machte Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel deutlich.

Bei der Premiere vor wenigen Tagen berührten die Redebeiträge der Anwohner zwei Themen, die später als Tagesordnungspunkte auf dem offiziellen Programm standen, was dazu führte, dass die Bürger nach ihren Anfangsstatements auch bei der anschließenden Debatte der Bezirksbeiräte mit den städtischen Referenten mitdiskutieren wollten. „Das ist zwar nachvollziehbar, aber nicht vorgesehen“, bat Wenzel zum Verständnis. Auch von den Bezirksbeiräten unterschiedlicher Parteien kam nach der Premiere die Befürchtung auf, dass sonst die Sitzungen ausufern würden. Bezirksbeiratssitzungen seien kein Bürger-Diskussionsforum. Die Bürger, die die Chance nutzen, etwas zu fragen, erhalten von der Stadtverwaltung eine Antwort zugeschickt. Zudem stünde es den Parteien offen, die Anregungen aufzugreifen.

STUTTGART 21 - Bahn legt neues Konzept für Abstellbahnhof vor

Uz 18.12.2014 - UNTERTüRKHEIM: Verzicht auf Überbrückungsbauten im Bereich Herzogenberg - Abstellflächen nun auch in Obertürkheim und Münster

Die Bahn hat ihre Pläne für den Abstellbahnhof Untertürkheim grundlegend überarbeitet. Die Neukonzeption sieht eine geänderte Zuführung in den Abstellbahnhof vor. Zwei bislang auf der Cannstatter Seite geplante Überbrückungsbauwerke fallen weg. Statt des Technischen Servicepunkts, der von Bürgern teilweise heftig kritisiert wurde, plant die Bahn nun eine Fläche mit Werkstatthalle ein. Die neuen Pläne wurden gestern beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Das Verfahren inklusive Bürgeranhörung beginnt damit neu.

Von Mathias Kuhn
Die Planungsabschnitte von Stuttgart 21, die vom künftigen Hauptbahnhof in Richtung Fildern, Bad Cannstatt und nach Unter- und Obertürkheim führen, sind planfestgestellt. Dort wird bereits gebaut. Davon ist Abschnitt 1.6b, der Abstellbahnhof Untertürkheim, ein weites Stück entfernt. In Untertürkheim sollen Teile der Aufgaben von Fahrzeugreinigung und -instandhaltung verlagert werden, die heute im Abstellbahnhof am Rosensteinpark ausgeführt werden. 2009 stellte die Bahn Pläne für den neuen Servicebahnhof vor. Er ist auf dem Gelände des heutigen Güterbahnhofs vorgesehen. Verschiedene Ämter der Stadt als auch Anwohner aus Untertürkheim brachten etliche Einwände vor. Seit drei Jahren ruht das Verfahren. Die Projektgesellschaft hat die ursprünglichen Planungen grundlegend modifiziert. „Die DB-Projekt Stuttgart-Ulm Gesellschaft hat eine neue Konzeption für den Abstellbahnhof Untertürkheim entwickelt“, erklärte ein Bahnsprecher gestern.

Auffälligste Neuerung: Zwei geplante Überwerfungsbauwerke, die etwa auf Höhe des Gebiets Herzogenberg zur Anbindung des Bahnhofs Bad Cannstatt und zur Remsbahn Richtung Waiblingen gedacht waren, sind demnach nicht mehr erforderlich. Statt aufwendiger Eisenbahnbrücken und der daran anschließenden Rampen sei die Leistungsfähigkeit der Bahnanlage auch mit Weicheneinbauten gegeben. Damit will die Bahn zum einen Kosten in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro einsparen, zum Zweiten sieht sie darin den Vorteil, Schallemissionen zu vermeiden und insgesamt die Schallbelastung zu reduzieren.

Darüber hinaus - dies wurde in der November-Sitzung des Untertürkheimer Bezirksbeirats gefragt - werde der Abstellbahnhof über die gleichen Parameter verfügen. Die Planungen beinhalten weiterhin Anlagen für die Innen- und Außenreinigung von Zügen. Die Länge der Gleisanlagen für die Abstellung von Zügen wurde um rund 1500 Meter auf insgesamt 8856 Meter erweitert. „Zusätzliche Abstellgleise werden aber auf bisherigen Flächen realisiert“, beruhigt der Bahnsprecher. Neu in den Planungen tauchen vorhandene Gleisinfrastruktur in Münster und Obertürkheim auf.

Technischer Servicepunkt entfällt

Auch der wegen der starken Lärmemission von Anwohnern heftig kritisierte „Technische Servicepunkt“ fehlt in der Neukonzeption. Dafür plane die Bahn aber weiterhin eine Fläche ein, auf der eine - dann eingehauste - Werkstatthalle gebaut werden kann.

Die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH hat heute die neuen Planunterlagen für den Abstellbahnhof beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Damit werde das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.6b neu begonnen. Das bedeute, dass das Eisenbahnbundesamt die Unterlagen nun auf Vollständigkeit prüfe. Zudem werden danach die Träger öffentlicher Belange - auch die Stadt - beteiligt und es wird eine Bürgeranhörung geben. „Da der Abschnitt 1.6b ist aber nicht zeitkritisch ist, gefährdet er das Gesamtprojekt nicht“, meint ein Bahnsprecher.

BUND-Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer sieht dies anders. „Dass das S21-Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.6 b komplett neu begonnen wird, ist ein Offenbarungseid für die Bahn.“ Dieses „Zurück auf Los“ bei den Abstellbahnhofplanungen bedeutet nach den bisherigen Erfahrungen ein Zeitverzug von mindestens zwei bis drei Jahren. Eine Inbetriebnahme von Stuttgart 21 im Jahre 2021 ist völlig unrealistisch, da ja auch im Filderbereich die S21-Planungen wegen der negativen Wirkungen auf den S-Bahnverkehr feststecken würden.

Bürger machen grauen Ortskern bunter

plakatBuchzelle
---------- Fotos : Enslin -------------------
UZ 18.11.2014 - Untertürkheim:
Grünes Licht für Bücherzelle am oberen Ende der Fußgängerzone - Bänke am Karl-Benz-Platz erhalten Farbe

Die Woche fing für Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel gut an: Sie konnte die Genehmigung für die Bücherzelle in der Fußgängerzone in den Händen halten. Aktive Bürgerinnen und Bürger haben sich für die Idee engagiert und mit Wenzels Unterstützung grünes Licht von den Ämtern erhalten. „Die Bücherzelle wird ein weiterer Mosaikstein zur Verschönerung des Ortskerns“, sagt Bürgervereinsvorsitzender Klaus Enslin. Die Jugendräte wollen Farbe auf den Karl-Benz-Platz bringen: Die Bänke werden gestrichen. Zudem starten die Jugendlichen eine Häkelaktion. .... >> ... mehr ... <<

Parkchaos im Zentrum von Untertürkheim - Ordnungsamt überfordert

UZ 16.12.2014 -UNTERTüRKHEIM: Ab 18 Uhr fehlen Kontrollkräfte in den Vororten - Feuerwehr beklagt zugestellte Kreuzungsbereiche

Für die Bezirksbeiräte und die Zuhörer war die Bezirksbeiratssitzung desillusionierend. Mündlich und per Fotos beschrieben sie die Parksituation im Ortskern: abgestellte Autos vor dem Zebrastreifen an der BW-Bank, Dauerparker an der Ecke Oberstdorfer-/Silvrettastraße, Falschparker in der Dietbachstraße. Jeder Zuhörer konnte weitere Beispiele nennen. Thomas Grab vom Ordnungsamt der Stadt konnte wenig Hoffnung auf Besserung machen. Im Schnitt zehn Mitarbeiter sind werktäglich in einem Gebiet, das die Neckarvororte, Stuttgart-Nord und Stuttgart-Ost umfasst, unterwegs. Ab 18 Uhr fehlt die Kontrolle komplett. „Das ist resignierend“, meinte SPD-Bezirksbeirat Klaus Hecht.

Von Mathias Kuhn

Es vergeht für Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel keine Woche, in der ein oder mehrere Bürger sie auf Falschparker ansprechen. Aus diesem Grund hatte sie die Verantwortlichen der städtischen Verkehrsüberwachung gebeten, über ihre Arbeit zu berichten. Die Antworten haben die Zuhörer sicherlich nicht beruhigt. Insgesamt 132 Beschäftigte sind in Stuttgart für die Kontrollen des Verkehrs zuständig, 43 für den fließenden, also für Geschwindigkeitsübertretungen, 89 für den ruhenden Verkehr. Was sich jedoch durchaus komfortabel anhört, relativiert sich für den Stadtbezirk Untertürkheim und die anderen Oberen Neckarvororte schnell. Für sie ist das Team Ost mit 15 Kräften zuständig. Ihr Aufgabengebiet umfasst zusätzlich zu den Neckarvororten, Stuttgart-Ost und sogar Stuttgart-Nord. „Bei einem Zwei-Schichtbetrieb bedeuten 15 Mitarbeiter unter Berücksichtigung von Krankheit und Urlaub je fünf oder sechs Mitarbeiter pro Schicht“, so Grab. Dennoch hätten seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Augsburger Straße - das Parkdeck und die Parkschein-Stellflächen im Ortskern - vergangenes Jahr 2741 Strafzettel ausgestellt. In der Großglocknerstraße waren es 840 und in der Stubaier Straße beispielsweise 425 „Knöllchen“.

Dem Falschparkchaos werden die Politessen und ihre männliche Kollegen allerdings nicht Herr. „Dabei ist Falschparken kein Kavaliersdelikt, sondern es kann Menschenleben gefährden. Beispielsweise, wenn die Freiwillige Feuerwehr wegen der abgestellten Autos im Kreuzungsbereich mit ihren schweren Fahrzeugen nicht um die Kurve kommen“, klagte Matthias Madeja aus eigener Erfahrung als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim. Er konnte einen dieser Brennpunkte auch benennen. An der Ecke Oberstdorfer/Silvrettastraße stehen regelmäßig Falschparker. „Die zudem von den Mitarbeiterinnen des Ordnungsamts nicht verwarnt werden“, ergänzte FDP-Bezirksbeirat Michael Marquardt. Er hat sowohl Falschparker als auch die wegschauenden Kontrolleure fotografisch belegt.

SPD-Bezirksbeirat Werner Kapitza fügte einen weiteren Gefahrenpunkt an: In der Augsburger Straße stellen regelmäßig Autofahrer ihre Fahrzeuge vor und hinter dem Fußgängerüberweg an der BW-Bank ab - illegal und trotz Parkverbotsschilds. „Doch auch Polizeibeamten scheint dies nicht zu stören. Mehrfach habe ich Polizeifahrzeuge vorbeifahren sehen, ohne anzuhalten.“ Dabei könnten die Ordnungshüter des Landes durchaus auch durchgreifen. „Es gibt eine Parallelzugehörigkeit von uns städtischen Ordnungshütern und von den Kollegen der Polizei“, so Grab. Vor allem in der Nacht und an den Wochenenden wären Falschparker eine Angelegenheit für die Polizei - theoretisch. Denn werktags spätestens ab 18 Uhr kehren die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamts den Straßen in den Neckarvororten den Rücken. „Bis 22 Uhr sind wir dann nur noch in der Innenstadt und dem Westen präsent“, gestand Grab, hatte aber den Untertürkheimern einen vermeintlichen Trost. „Im Vergleich zum Chaos im Stuttgarter-Westen ist es bei Ihnen noch erträglich.“

Dies wollten die Bezirksbeiräte nicht auf sich beruhen lassen. Werner Feinauer führte als ein weiteres Beispiel mit Gefahrenpotenzial die Dietbachstraße auf Höhe des Schützenhauses an. „Es müssen Lösungen her“, forderte er. Martin Glemser von den Grünen schlug beispielsweise eine konzertierte Aktion an einem Abend vor, an der Polizei, Feuerwehr und die neu gegründete Eingreiftruppe des Ordnungsamts die zugestellten Engstellen und Kurven im Ortskern, an denen die Feuerwehr nicht durchkommt, „freischleppen“ lässt. Grab wollte keine allzu großen Hoffnungen machen. „Wenn man sie so hört, könnte man resignieren“, urteilte Hecht, wobei er noch gar nicht über das Parkchaos in Rotenberg gesprochen habe.

Keine Ruhe in der Widdersteinstraße

UZ 13.12.2014 - UNTERTüRKHEIM: Anwohner klagen über Durchgangsverkehr und Lärm bei Nacht in der Fußgängerzone

Jetzt reicht‘s den Anwohnern in der Widdersteinstraße: In der vergangenen Bezirksbeiratssitzung machten sie ihrem Ärger Luft. Sie klagen darüber, dass die Fußgängerzone immer öfter als Durchfahrtsstraße missbraucht, und dass vor den Gastronomiebetrieben geparkt wird. An warmen Tagen sitzen und lärmen die Gäste zudem bis weit in die Nacht im Freien, obwohl für diese Zeiten keine Außengastronomieerlaubnis mehr vorliege.

Von Mathias Kuhn

Seit Wochen wühlen die „Zustände in der Widdersteinstraße“ die Anwohner im Ortskern auf. Zu Beginn der vergangenen Bezirksbeiratssitzung brachten sie nun ihren Unmut deutlich zum Ausdruck. Seit Jahrzehnten wohnen die meisten in der Ortsmitte, doch in den vergangenen Monaten habe sich die Wohnqualität erheblich verschlechtert, erklärte ein Anwohner als Sprecher der Anwohner-Initiative. Sie beklagt zwei Missstände: die nächtlichen Ruhestörungen durch Außengastronomie und den ständigen Durchfahrtsverkehr. „Dabei ist die Widdersteinstraße deutlich als Fußgängerzone ausgewiesen“, meinte der Anwohnersprecher. Sein Nachbar zeigte zum Beweis ein Foto des Verkehrsschilds mit einem Erwachsenen und einem Kind auf blauem Hintergrund, dass den gepflasterten Bereich als Gehweg ausweist. Am unteren Eingang in der Augsburger Straße wird dieser Hinweis ergänzt durch den Zusatz „Lieferverkehr und Zufahrt zu den privaten Stellplätzen frei“. Am oberen Ende, auf Höhe der Begegnungsstätte, fehlt der Hinweis - bewusst. Von oben, so die Überlegung der Verkehrsplaner, soll kein Auto in die Fußgängerzone fahren. Die Realität, das bestätigten auch die Bezirksbeiräte, sieht jedoch anders aus. „Regelmäßig wird die Widdersteinstraße zum Schleichweg. Auto- und motorisierte Zweiradfahrer nutzen sie als Durchgangsstraße, Fahrradfahrer rasen mit hoher Geschwindigkeit übers Pflaster Richtung Bahnhof“, so die Anwohner.

Hinzu komme, dass die breite Fußgängerzone als Parkplatz missbraucht werde. Während der Mittagszeit und am Abend stellen Besucher mancher Gastrobetriebe verbotenerweise ihre Fahrzeuge vor den Privathäusern ab, um vor den Gaststätten im Freien zu sitzen und zu essen. Nachdem gutes Zureden mit den Gaststättenbesuchern und dem Wirt nicht gefruchtet habe, haben die Bewohner sich nicht anders zu helfen gewusst, als die Polizei zu alarmieren. 14 Mal hat ein Hausbesitzer in den vergangenen Wochen im Polizeirevier im Stuttgarter-Osten angerufen. „Passiert ist praktisch nichts, selten kam eine Streifenwagen-Besatzung vorbei.“

Diese Erfahrung haben die Anwohner auch gemacht, als sie wegen nächtlicher Ruhestörung um Beistand baten. An den warmen Sommer- und Herbsttagen bleibe die Außengastronomie mancher in der Widdersteinstraße ansässiger Betriebe oft bis weit nach Mitternacht geöffnet - mit unangenehmen Folgen für die Nachbarn. „Lautstark wird dann diskutiert, gefeiert und oft dringt laute Musik von Radio, Fernsehen oder CD auf die Straße“, erzählen die Anwohner. Die SPD-Bezirksbeiratsfraktion hat auf die Beschwerden reagiert. Sie beantragt, dass ein Gastronomiebetrieb für die kommende Freiluftsaison keine Genehmigung für die Außenbewirtschaftung mehr erhalten soll. Der Bezirksbeirat wird darüber in der kommenden Sitzung diskutieren.

Historische Kraftwerkturbine wieder in BetriebTurbine Neu

UZ 8.12.2014 - UNTERTüRKHEIM:
Beim Brand zerstörter Generator erzeugt wieder Strom - Eine Million Euro investiert

Blau-rot gestrichen und repariert: Nach dem Brand im August 2013 sind Generator und Turbine des Wasserkraftwerks jetzt wieder am Netz. Fotos: Kuhn

15 Monate nach dem verheerenden Brand im Wasserkraftwerk am Karl-Benz-Platz sind seit dieser Woche wieder alle vier Turbinen im Einsatz. Der durch das Feuer zerstörte Generator der historischen Kaplanturbine wurde in den vergangenen Monaten überholt. Da der „Generator-Oldtimer“ ein Unikat ist, mussten einzelne Teile originalgetreu neu hergestellt werden. Parallel dazu wurde die Zeit für eine Revision der Kaplanturbine aus dem Jahr 1924 genutzt. Nach erfolgreichen Tests wird die historische Turbine vermutlich diesen Mittwoch wieder ans Netz gehen.

Von Mathias Kuhn

Wer das blau-rote Monstrum am Ende der langen Kraftwerkshalle betrachtet, käme nicht auf die Idee, dass er vor einem Industriedenkmal steht, das darüber hinaus noch bestens funktioniert. Seit dieser Woche erzeugen die Kaplanturbine und der über ihr thronende Generator wieder Strom für rund 1000 Stuttgarter Haushalte - im Optimalfall bis zu 650 Kilowattstunden. Die Kaplanturbine stammt aus dem Jahr 1924. Sie ist eine der ersten dieser Bauart und die erste Kaplanturbine von Bedeutung in Deutschland - ein Industriedenkmal. Dank ihrer Konstruktionsweise kann sie auf schwankende Zuflüsse im Neckarkanal reagieren und damit einen höheren Wirkungsgrad als die bis dato gängigen Turbinen erzielen. Am 29. August vergangenen Jahres drohte ihr Ende. Ein technischer Defekt löste einen Brand in dem mächtigen Generator aus, in der Folge explodierten zudem Transformatoren. Mehrere Minuten waren Teile von Untertürkheim und Wangen ohne Strom, ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei brachte den Brand unter Kontrolle.

Angespannt warteten die EnBW-Experten in den darauffolgenden Tagen ab, was die Untersuchungen über die Auswirkungen des Feuers ergeben. Viele Teile des Generators waren sichtbar schwarz verschmort. Die Hauptsorge galt allerdings der geschichtsträchtigen Turbine, die unter ihm im Wasser steht. Die Erlösung: „Glücklicherweise hat sie keine großen Schäden abbekommen“, sagt EnBW-Verantwortlicher Klaus Teufel. Das Unternehmen entschied sich, den Generator reparieren zu lassen. Eine ehrgeizige Aufgabe. Weil auch der Generator ein „Oldtimer“ und in seiner Art ein Unikat ist, liegen keine Ersatzteile auf Lager. „Sie mussten möglichst originalgetreu neu konstruiert und angefertigt werden“, so Teufel. Das Gehäuse selbst blieb weitestgehend erhalten, wurde aber gereinigt und neu gestrichen. Die Wicklungen und die Bleche habe eine Spezialfirma allerdings komplett erneuert.

Die Zeit der Generatorerneuerung nutzte die EnBW, um eine Revision der Turbine, die in einem Jahr angestanden wäre, vorzuziehen, um eine zweite Außerbetriebnahme innerhalb kurzer Zeit zu verhindern. „Bei der Revision wurde die Turbine komplett zerlegt, von Grund auf konserviert, neu gelagert und auch zeitgemäßere Standards eingebaut“, so Teufel. Bis vergangenes Jahr wurden die Lager mit Fett geschmiert. Aus Kosten- und Umweltschutzgründen stellte die EnBW nun auf Wasserschmierung um. Auch ein neuer Sternpunktschrank mit Strom- und Spannungswandler wurde installiert. Generatorerneuerung und Revision der Turbine verursachten Kosten in Höhe von einer Million Euro. Im November wurden die Turbinen- und Generatorteile installiert und angeschlossen. In den vergangenen Tagen durchlief die Anlage verschiedene Testläufe, Notfälle wurden simuliert - mit Erfolg. Nach 15-monatiger Zwangspause bekamen die Kaplanturbine und der Generator „grünes Licht“. Sie werden vermutlich am Mittwoch wieder in Betrieb gehen. Der zusätzlich im Untertürkheimer Wasserkraftwerk produzierte Strom wird ins Netz eingespeist werden. Mit den drei kleineren Francis-Turbinen - die bereits kurz nach dem Brand wieder Strom generierten - erzeugt das Wasserkraftwerk - im Übrigen das erste kommunale Kraftwerk in Baden-Württemberg - bis zu sieben Millionen Kilowattstunden im Jahr - regenerative Energie für 2000 Haushalte.

HotelNeues Heim für Wohnungslose

Caroline Leibfritz  - 05. Dezember 2014 - Stuttgarter Zeitung -
Das Hotel Beißwanger in Untertürkheim wird zur sozialen Einrichtung der Caritas. Mitte Dezember soll der Umzug der betreuten Personen beginnen.

Bei ihrer Sitzung am Dienstagabend sind die Untertürkheimer Bezirksbeiräte von einer Nachricht ziemlich überrascht worden. Wie Stefan Spatz, der Leiter des Stuttgarter Sozialamtes, mitteilte, wird das frühere Hotel Beißwanger an der Augsburger Straße in Untertürkheim zum Jahresende in eine Einrichtung für Wohnungslose umgewandelt. Bislang sind die von der Caritas betreuten Wohnungslosen in einem Gebäude an der Landhausstraße im Stuttgarter Osten untergebracht. Weil der Mietvertrag aber nicht verlängert wird, muss die Einrichtung kurzfristig umziehen. Bereits im Zeitraum zwischen dem 15. und dem 18. Dezember soll der Umzug von statten gehen.
Der Leiter des Bereichs „Armut, Wohnungsnot und Schulden“ beim Stuttgarter Caritas-Verband, Manfred Blocher, erklärte, dass insgesamt 23 Personen von Stuttgart-Ost nach Untertürkheim umziehen müssten. Hintergrund sei, dass der Mietvertrag für das Gebäude an der Landhausstraße nach zehn Jahren auslaufe und – anders als bisher vermutet und erhofft – nicht verlängert werde. Daher habe sich der Caritas-Verband kurzfristig nach einer Alternative umgesehen. „Öffentliche Gebäude, die man nutzen könnte, gibt es in Stuttgart nicht mehr“, sagte Blocher. „Das Hotel Beißwanger war das einzige passende Angebot.“-------- Foto: Enslin --------

Vor allem Männer werden in der Einrichtung betreut

Die Unterkunft an der Augsburger Straße soll Platz für 30 Menschen bieten. Bei den betreuten Personen handelt es sich nach den Worten von Blocher um Wohnungslose, die Unterstützung benötigen. Vor allem allein stehende Männer im Alter von 40 bis 60 Jahren würden in der Einrichtung betreut, es gebe aber auch einzelne Paare. Einige von ihnen, so Blocher, hätten Alkoholprobleme.
„Unser Ziel ist, Obdachlosigkeit zu vermeiden, die Menschen zu integrieren und sie unter Umständen dazu zu befähigen, eine eigene Wohnung zu beziehen“, erklärte Blocher. Zwei Caritas-Mitarbeiter seien für die Betreuung der Menschen zuständig. Hinzu kommen laut Blocher acht Personen, die im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes, als Minijobber oder ehrenamtlich mitarbeiten. Zudem gebe es einen Pförtner und einen Wachdienst.

Kritik am kurzfristigen Zeitplan

Einige Bezirksbeiräte kritisierten, dass die Mitteilung über die Umwidmung des Hotels Beißwanger sehr kurzfristig komme. Auch sei der Standort an der Augsburger Straße für Menschen mit Alkoholproblemen nicht gerade ideal, da es im Umkreis viele Kneipen gebe. Daher müsse sichergestellt sein, dass die „Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten“, wie sie von der Caritas genannt werden, tagsüber einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen könnten.
Manfred Blocher räumte ein, dass die örtliche Nähe zum Untertürkheimer Bahnhof und zu den Wirtschaften problematisch sei. Die Caritas betreibe aber nicht nur Sozialarbeit. „Die Leute bekommen auch ein hauswirtschaftliches Training, damit sie eigenständig leben können“, so Blocher. „Außerdem unternehmen wir Ausflüge und bieten den Menschen ein Kulturprogramm.“

Die Bezirksbeiräte fordern ausreichend Personal

Mit den bisherigen Nachbarn in Stuttgart-Ost, erklärte Blocher, habe es keine Probleme gegeben. Er sei zuversichtlich, dass es in Untertürkheim so bleibe.
Die Bezirksbeiräte nahmen die Umwidmung des Hotels Beißwanger zur Kenntnis, forderten aber ausreichend Personal und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bewohner. In den Bezirksbeiratssitzungen soll künftig regelmäßig über die Einrichtung berichtet werden. Für die Anwohner soll es einen Ansprechpartner geben.

Bauers Depeschen - Joe Bauer - Samstag, 29. November 2014 - 1388. Depesche

... Das Herumgehen in der Stadt schärft den Blick auf Zusammenhänge. Das Verleugnen, das Verdrängen und Vergessen ist überall präsent. Bestes Beispiel ist das Hotel Silber, die ehemalige Gestapo-Zentrale am Karlsplatz. Bis heute leben Menschen in der Stadt, die im Hotel Silber einsitzen mussten. Ewald Conzmann (94), den Gewerkschafter und Bürgerrechtler vom Raitelsberg, hat man gleich zweimal im Hotel Silber eingesperrt. 1938 einige Tage im „Dritten Reich“, 1956 ein paar ­Wochen in der Bundesrepublik (er war Kommunist).

Die Stadt hat bekanntlich vor, wenigstens Teile der ehemaligen Gestapo-Zentrale als Lern- und Gedenkort zu gestalten. Mit welchem Inhalt, ist auch fast 70 Jahre nach dem Ende der Nazi-Diktatur nicht klar. Die jahrzehntelange Verschandelung des Hotels Silber, die Hinweise reaktionärer Stadtpolitiker auf die nicht mehr vorhandene Ursprungsarchitektur sind zynisch und schäbig angesichts der Geschichte dieses Orts. Kommen wir auf diesem Weg zu einem bitteren Jubiläum.

Vor genau 70 Jahren, am 30. November 1944, haben die Nazis neun Mitglieder der Stuttgarter Widerstandsgruppe Schlotterbeck aus Luginsland im KZ ­Dachau ermordet.

Maria Schlotterbeck, Gotthilf Schlotterbeck, Gertrud Lutz, Else Himmelheber, Erich Heinser, Emil Gärttner, Sofie Klenk, Emmy Seitz, Hermann Seitz. Zwei weitere Antifaschisten, Theodor Seitz und Hermann Schlotterbeck, hat man 1945 umgebracht. Nur einem der Widerstandskämpfer, Friedrich Schlotterbeck (1909 bis 1979), gelang die Flucht in die Schweiz; seine Braut, die oben erwähnte Else Himmelheber, schaffte es nicht.

1996, mehr als 50 Jahre nach dem Krieg, hat man ihr, gegen den Willen der CDU, eine Staffel in der Nähe des Marienplatzes gewidmet. Über all diese Dinge gibt es heute Literatur und Internet-Einträge. Darin erfährt man auch etwas über den Verräter Eugen Nesper, einen ehemaligen Kommunisten und späteren Gestapo-Agenten, der die Widerstandskämpfer ans Messer lieferte. Sinnvoll ist es nach wie vor, man fährt hinaus nach Luginsland, in die frühere Arbeiterkolonie. In der Annastraße 6, vor dem einstigen Haus Friedrich Schlotterbecks, steht man am Denkmal für die Ermordeten. So begreift man im Gegensatz zu gewissen Stadträten etwas von der Psychologie eines Ortes.

Bei der Beschäftigung mit der Gruppe Schlotterbeck führen viele Spuren ins Hotel Silber. Dass man dieses Haus bis heute nicht als NS-Dokumentationszentrum eröffnet hat, ist umso peinlicher, wenn man weiß, dass die Stadt ihr Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Faschismus bereits 1970 bewusst in der Nähe des Hotels Silber platziert hat, auf dem Karlsplatz. Immer schön vergessen. Erst jetzt gibt es im Landtag einen Untersuchungsausschuss für die haarsträubenden Fehler und Verflechtungen staatlicher Ermittler im Nazi-Sumpf der NSU-Mörder. Man wünscht dem Ausschuss viel Erfolg. Vielleicht hat man ja beim Schreddern in den Jahren des öffentlichen Wegschauens etwas übersehen.

Keine Hinweisschilder zur Grabkapelle Grabkapelle auf dem Württemberg

UZ 25.11.2014 -UNTERTüRKHEIM:
Verweise auf Grabkapelle verzögern sich

(ale) - Noch immer stehen im Ortskern keine neuen Hinweistafeln auf die Grabkapelle auf dem Württemberg. Zwar hat die Verkehrsbehörde die neue Beschilderung bereits angeordnet, allerdings verzögert sich die Maßnahme weiterhin auf unbestimmte Zeit. „Wir sind mit unseren Kapazitäten am Anschlag“, erklärt Markus Pfeuffer vom zuständigen Tiefbauamt.

Sie ist die Wiege und namensgebend für unser Bundesland, die Grabkapelle auf dem Württemberg. Doch bislang fehlen die Hinweisschilder auf die wichtige touristische Attraktion in Rotenberg. Immer wieder haben daher ortsfremde Besucher Probleme, den Weg zur Grabkapelle zu finden. Dabei ist das Mausoleum mit mehr als 30 000 Besuchern im Jahr ein beliebtes Ausflugsziel. Schließlich stand hier früher die Stammburg des Herschergeschlechts, heute thront die Grabkapelle über dem Neckar. König Wilhelm I. und seine Frau Katharina liegen in dem Symbol der ewigen Liebe begraben.

Foto: Enslin

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden- Württemberg als Verwalter und die Stadtverwaltung Stuttgart befürworten eine neue Beschilderung, und auch der Bezirksbeirat Untertürkheim hat bereits 2012 ein einstimmiges Votum für die Hinweistafeln gefällt. Entsprechend wurde eine verkehrliche Anordnung gefällt. Aber bislang ist nichts geschehen. „Das Verfahren stockt, steht aber weiterhin auf der Liste der Aufgaben“, sagt Pfeuffer.

Hintergrund für die Verzögerung ist die Vielzahl der Aufgaben des Tiefbauamts. Vor allem durch die rege Bautätigkeit in der Stuttgarter Innenstadt seien derzeit zahlreiche Kräfte gebündelt, da auf die neuen Einkaufszentren hingewiesen werden müsse. Denn „mit ein paar einfachen Schildern ist es in Untertürkheim nicht getan“, erklärt Pfeuffer. Grundsätzlich gelte es eine Kontinuität durch den gesamten Ortskern zu erhalten - lückenlos. Im Augenblick ist angedacht die üblichen braunen Hinweistafeln auf die Grabkapelle an der Ecke Mettinger/Strümpfelbacher Straße sowie in der Weiterführung an der Einmündung in die Württembergstraße sowie aus Fellbach kommend an der Ecke Kappelberg-/Württembergstraße die teilweise vorhandenen Hinweise auf Rotenberg zu ergänzen - offen ist nur wann.

TERMINE 2015 - Bürgerversammlung in Untertürkheim am Mo 27.7.2015

In Stuttgart finden in allen Stadtbezirken Bürgerversammlungen statt. Dort können die Stuttgarterinnen und Stuttgarter gemeinsam mit dem Oberbürgermeister, den Bürgermeistern und der Bezirksvorsteherin /dem Bezirksvorsteher die Themen diskutieren, die für den jeweiligen Stadtbezirk wichtig sind. Bürgerversammlungen finden etwa alle vier bis fünf Jahre in jedem Stadtbezirk statt. Zu jeder Bürgerversammlung lädt der Oberbürgermeister zusammen mit der Bezirksvorsteherin/dem Bezirksvorsteher ein. Dazu schreibt die Bezirksvorsteherin/ der Bezirksvorsteher einen kurzen Bericht, der jeweils zwei Wochen vor einer Bürgerversammlung im Bürgerbüro des Stadtbezirks und an weiteren Stellen zur Mitnahme ausliegt sowie hier in www.stuttgart.de als pdf-Dokument veröffentlicht wird.

Im kommenden Jahr werden insgesamt vier Bürgerversammlungen abgehalten. Dies hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats am 19. November 2014 beschlossen. Vorgesehen sind 2015 jeweils montags der

* Stadtbezirk Zuffenhausen am 2. März 2015,
* Weilimdorf am 18. Mai 2015,

* Untertürkheim am 27. Juli 2015 sowie
* Stuttgart-Mitte am 12. Oktober 2015.

Die Bürgerversammlungen finden in Abständen von zuletzt sieben Jahren statt, geleitet werden sie in der Regel vom Oberbürgermeister. Sie dienen der gegenseitigen Information und dem Meinungsaustausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie dem OB, den Bürgermeistern und der Stadtverwaltung. Dabei können die Bürger bereits im Vorfeld über das Bürgerbeteiligungsportal www.beteiligungsportal-stuttgart.de oder bei der Versammlung selbst Fragen stellen, aber auch Anregungen oder Kritik äußern. Was vor Ort nicht beantwortet werden kann, wird schriftlich oder per Mail nachgereicht.

MVSa 29.11.2014 - Untertürkheimer Männervesper um 11 Uhr

Als gemeinsame Veranstaltung mit der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde und dem Bürgerverein Untertürkheim ist am Sa 29.11.2014 die traditionellen Männervesper.

Treffpunkt ist um 11 Uhr das Trollingerhöfle der Familie Warth in der Württembergstraße 46.

Es spricht Pfarrer Volker Sailer zum Thema:"Sechs Jahre als Bischof in Sibirien ". Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf zahlreichen Besuch.

Der nächste Termin ist am 7.2.2015 und 28.2.2015.

stars and carsStars & Cars feiert ein Comeback
am Sa 29.11.2014 von 10-17 Uhr

UZ 17.10.2014 - BAD CANNSTATT:

Nach mehrjähriger Pause findet die Veranstaltung
am
Sa 29. November 2014 von 10-17 Uhr
wieder rund um die Mercedes-Benz Welt statt

Den letzten Boxenstopp von „Stars & Cars“ gab‘s im Jahr 2008 in Bad Cannstatt. Damals feierten mehr als 70 000 Motorsportfans den frischgebackenen Weltmeister Lewis Hamilton. - Foto von 2004: Enslin

(uli) - Nach einer fünfjährigen Pause gibt die bei Motorsportfans so beliebte Veranstaltung „Stars & Cars“ am 29. November ihr Comeback. Zu feiern gibt‘s jedenfalls genug: Mercedes hat in diesem Jahr vorzeitig als erstes deutsches Formel-1-Team die Konstrukteurs-WM gewonnen. Zudem wird entweder der momentan führenden Lewis Hamilton oder sein Konkurrent Nico Rosberg bis dahin auch die Fahrer-WM für Mercedes entschieden haben.

Die Veranstaltung „Stars & Cars“ fand zwischen 1994 und 2008 insgesamt 15 Mall statt und war ein absoluter Publikumsmagnet zum Saisonabschluss der Motorsportsaison. Ort des Events war bis 2004 das alte Mercedes-Benz Museum innerhalb des Werksgeländes. Ab 2006 fand das Spektakel rund um die Mercedes-Benz Welt im Neckarpark statt. So feierten im Jahr 2008 mehr als 70 000 Fans Lewis Hamilton, den damals jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte. Doch ein Jahr später verzichtete die Motorsport-Abteilung des Konzerns - wie übrigens auch schon 2005 - aus Spargründen auf eine Austragung. Im Jahr 2010 fiel die Veranstaltung aus „terminlichen Gründen“ aus. Ein Jahr später wurde „Stars & Cars“ trotz angekündigtem Termin abgesagt. Stattdessen fanden die Stuttgarter Sternstunden anlässlich des 125. Geburtstags von Mercedes-Benz in der Stuttgarter Innenstadt statt.

Gestern gab jetzt der Konzern bekannt, dass „Stars & Cars“ zurückkehrt: und zwar mit Glanz und Gloria. Eine Woche nach dem Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi lädt Mercedes-Benz am Samstag, 29. November, zur großen Abschlussfeier des Sportjahres wieder rund um die Mercedes-Benz Welt ein. Mit dabei ist natürlich das komplette Silberpfeil-Werksteam, das am vergangenen Wochenende zum ersten Mal in der Geschichte von Mercedes-Benz die Formel 1 Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gewonnen hatte. Und aller Wahrscheinlichkeit nach auch den frisch gekürten Formel-1-Weltmeister - egal ob, der jetzt Lewis Hamilton oder Nico Rosberg heißt. Zu den Gästen zählen unter anderem Mercedes-Benz Markenbotschafter aus der deutschen Fußball-Weltmeistermannschaft und aus dem Golfsport sowie ehemalige Rennfahrer.

Der Eintritt ist für alle Besucher kostenlos. Das umfangreiche und kurzweilige Programm bietet den Fans unter anderem Boxenstopp-Wettbewerbe, Autogrammstunden und Interviewrunden. Zu den vielen Höhepunkten des Tages zählen auch Demonstrationsfahrten mit aktuellen Formel-1- und DTM-Rennwagen sowie historischen Rennfahrzeugen aus der 120-jährigen Motorsport-Geschichte von Mercedes-Benz.

Lärmbericht gefordert

UZ 25.11.2014 - UNTERTüRKHEIM: Schallimmissionen der Bahn kritisiert

(mk) - Am Wochenende mussten die Anwohner in der Benz- und Gaggenauer Straße nochmals Lärm von der Stuttgart-21-Baustelle ertragen. Spundwände wurden in die Erde gerammt. Die Erfahrungen mit den vehementen Lärmbelästigungen hat die Grünen-Fraktion dazu veranlasst, einen regelmäßigen Schallschutzbericht von der Bahn und vom Immisionsschutzbeauftragten zu verlangen.

Die Baustelle an der Benzstraße kommt nicht zur Ruhe: Am Wochenende, dies hatten die Bahnmanager auch am Ausspracheabend mit dem Bezirksbeirat und den Bürgern angekündigt, erfolgten Rammarbeiten. Spundwände mussten nochmals in die Erde gerammt werden. Allerdings hatten die Bahnverantwortlichen die Arbeiten in den Tagesstunden verlegt. Dennoch fühlten sich die direkten Anwohner durch die Rammstöße und Vibrationen stark belästigt. Anfang Oktober raubten ihnen nächtliche Rammarbeiten sieben Tage lang den Schlaf. Selbst Bahnmitarbeiter bezeichneten die Belastung als „hervorgehoben“.

Deswegen kritisiert die Grünen-Fraktion im Stuttgarter Rathaus die Informationspolitik der Bahn als „mangelhaft“. Die Appelle der Stadtverwaltung an die Bahn und das die Arbeiten genehmigende Eisenbahn-Bundesamt seien bisher wenig fruchtbar gewesen. Die Rathaus-Grünen beantragen, dass die Bahn als Vorhabensträgerin und der von ihr beauftragte Immissionsbeauftragte „regelmäßig jedes Vierteljahr“ einen Bericht über die von Stuttgart 21 hervorgerufenen Immissionen erstatten.“ Dabei sollten die konkrete Durchführung und die Ergebnisse der jeweils durchzuführenden Messungen dargestellt werden. „Zudem wird berichtet, welche Detailgutachten und Maßnahmen fortgeschrieben werden, weil sich im Rahmen des Bauverlaufs neue Lärmquellen ergeben haben.“

Bezirksbeiratssitzung und Bürgerfragerunde zu Stuttgart 21 in Untertürkheim:
Lärm der Rammarbeiten macht Anwohner krank

Von Thomas Durchdenwald 19. November 2014 - 16:06 Uhr - Stuttgarter Zeitung - Die Anwohner auf beiden Seiten des Untertürkheimer Güterbahnhofs klagen über Schlaflosigkeit aufgrund der lauten Rammarbeiten für Stuttgart 21. Die Bahn verspricht besseren Lärmschutz, doch es scheint erst mal bei einem Versprechen zu bleiben.

Stuttgart - Die Bewohner auf beiden Seiten des Untertürkheimer Güterbahnhofs müssen weiter mit massiven Lärmbelästigungen durch die S-21-Bauarbeiten rechnen. Auf einer Bezirksbeiratssitzung mit anschließender Bürgerfragerunde am Dienstagabend erklärten die Vertreter der Bahn zwar, dass versucht werde, die Belastung zu verringern, allerdings müssten weiter Bauverfahren eingesetzt werden, die laut seien. Rechtsanwalt Peter Schütz von der Bahn sagte, man überlege intern, wie Anwohnern, die hohen Lärmspitzen ausgesetzt seien, geholfen werden könne. Mehrere Bezirksbeiräte hatten gefordert, die Bahn solle Ausweichquartiere in Hotels anbieten. Ob und wann es dazu kommt, ließ Rechtsanwalt Schütz offen. Schließlich würde dann ein Präzedenzfall geschaffen, auf den sich Anwohner anderer S-21-Baustellen berufen könnten. „Es geht um das Belästigungsniveau und die Gleichbehandlung“, sagte er.

Lärm mit mehr als 100 Dezibel und spürbare Erschütterungen hatten etwa 100 Anwohnern im Quartier Gaggenauer Straße und an der Augsburger Straße im Sommer 2013 an mehreren Wochenenden und in diesem Oktober eine Woche den Schlaf geraubt. Ursache waren Arbeiten mit Vibrationsrammen für die Verankerung von Pfählen und Spundwänden für die Rettungszufahrt Benzstraße – einem kurzen Stollen zum neuen Stuttgart-21-Tunnel, der nach Untertürkheim führt. Die Belästigungen hatten zu massiven Protesten geführt, sogar die Polizei wurde alarmiert.

Rammarbeiten am Wochenende und im Dezember 2014

Die Bahn stellt die hohen Lärmwerte nicht in Abrede. Gesundheitsgefährdend seien sie aber nicht, meinte Schütz, und die Nachtarbeiten seien notwendig, weil tagsüber der Zugverkehr auf der stark befahrenen Strecke durch das Neckartal aufrecht erhalten werden müsse. Nach den Protesten hatte die Bahn die Nachtarbeiten zumindest verkürzt. Die Rammarbeiten am kommenden Wochenende und Anfang Dezember (siehe „Einschränkungen für Fußballfans und S-Bahnnutzer“) sollen, wenn möglich, nur tagsüber stattfinden. Zusätzliche Schutzmaßnahmen, wie sie von der Bahn intern überlegt würden, brächten den direkten Anwohnern an der Benz- und Gaggenauer Straße nun nichts mehr, räumte Schütz ein. Aber „dass dort die Arbeiten bald beendet werden, ist ja auch eine gute Nachricht“, meinte er. Allerdings kündigte der Bauabschnittsleiter Sebastian Glöckner an, dass vom kommenden Frühjahr für den Trog und den Tunnel auf dem Güterbahnhofgelände erneut Spundwände eingerammt würden. Man wolle, wenn möglich, nur am Tag arbeiten. Dort tauchen die Züge in die unterirdische Strecke zwischen Hauptbahnhof und Obertürkheim ein.

Im Oktober war ein Anwohner vom Arzt wegen Schlafmangels sogar krank geschrieben worden. Eine Mutter berichtete von weinenden und übernächtigten Kindern und dass sie selbst nicht mehr zur Arbeit gehen konnte, weil sie nächtelang wach lag. „Das ist unzumutbar und unbefriedigend, dass sie sich erst jetzt darüber Gedanken machen“, kritisierte der SPD-Bezirksbeirat Werner Feinauer die Bahn. Sabine Reichert sprach vom einem „rechtsfreien Raum“, da sich das Eisenbahn-Bundesamt auf die in der Genehmigung genannten Werte und Gutachten berufe und die Stadt sich nicht einschalte. „Die Stadt kann den Lärm nicht überprüfen“, sagte die S-21-Bürgerbeauftragte Alice Kaiser, dies obliege allein dem Eisenbahn-Bundesamt. Die Stadt und der Oberbürgermeister setze sich in Gesprächen mit der Bahn für die Bürger ein.

Kritik am Lärmgutachter

Scharfe Kritik übte Sabine Reichert am Lärmgutachter und Immissionsschutzbeauftragten, der für das Eisenbahn-Bundesamt die Einhaltung der Vorschriften überprüfen solle. Just er habe für die Planfeststellung unbedenkliche Lärmwerte ermittelt, sie später – nach der Genehmigung – in einem Detailgutachten erhöht, aber noch weit unter dem nun gemessenen Lärm angesiedelt. Der Sachverständige begründete dies mit dem später geänderten Bauverfahren, zu dem es „keine Alternative“ gibt und das mehr Lärm mache. Zudem sei es „nur an zwei Hände voll Nächten so laut“.

Nach wie vor nicht gelöst sind offenbar die Probleme mit der Verteilung der Flugblätter, mit denen die Anwohner über die Baumaßnahmen informiert werden. Das S-21-Kommunikationsbüro hatte eingeräumt, dass die Information in dem jüngsten Fall ausgeblieben sei, weil ein Verteildienst schlampte. Auch im Sommer 2013 war die Information unterblieben. Bürger aus verschiedenen Quartieren in Untertürkheim berichteten, dass auch sie keinen der 8500 Flyer erhalten hatten.

Kommentar zum Baustellenlärm: "Bürgerfern"

Von Thomas Durchdenwald 19. November 2014 - 19:32 Uhr - Stuttgarter Zeitung -

Der Lärm ist heftig, die Bahn schafft Misstrauen, die Stadt stellt sich taub, kritisiert StZ-Redakteur Thomas Durchdenwald. Er hat viel Verständnis dafür, dass sich die Bürger allein gelassen fühlen.

Stuttgart-Untertürkheim - Zuerst ein Vortrag der Bahn, anschließend eine Bezirksbeiratssitzung und dann, es waren zweieinhalb Stunden vergangen, hatten auch die vom Lärm geplagten Anwohner in Untertürkheim die Gelegenheit zu fragen. Dass Mitglieder der S-21-kritischen Ingenieure 22 diese späte Bürgerrunde zur Fortsetzung ihrer Fehde mit der Bahn nutzten, passt ins Bild einer Veranstaltung, in der viel über die Bürger, aber wenig mit ihnen geredet wurde.

Hilfreiche Antworten gab es von der Bahn nicht. Und der Hinweis, dass der S-21-Bauherr immer noch überlegt, von Lärmspitzen geplagten Anwohnern Ausweichquartiere anzubieten, musste für jene, die noch mindestens zwei laute Wochenenden ertragen müssen, wie Hohn klingen. Zumal der Bahnanwalt keine Formulierung ausließ, die die Vorbehalte nicht noch vergrößert hätten.

Den berechtigten Argwohn der Bürger hat sich die Bahn wahrlich selbst erarbeitet. Mit ihrem Informationsmaterial erreicht sie noch immer nicht alle Haushalte. Die Vorschriften des Planfeststellungsbeschlusses legt sie zwar legal, aber dehnbar so aus, dass sie die Betroffenen nicht schützen, sondern dem Bauherrn alle Möglichkeiten lassen. Auch die Stadt, deren S-21-Bürgerbeauftragte sich einmal mehr öffentlich eher wie eine Verteidigerin der Bahn denn wie eine Anwältin der Bürger verhielt, stellt sich taub. Die Bürger fühlen sich allein gelassen. Gewiss: wo gebaut wird, wird es laut. Das ist auch bei S 21 so, und die Anwohner müssen Lärm ertragen. Das kann aber kein Freibrief sein. Bürgernähe sieht anders aus.

Geänderter Abstellbahnhof Untertürkheim - Bahn will bei Stuttgart 21 Kosten sparen

Von Thomas Durchdenwald 18. November 2014 - 15:50 Uhr -Stuttgarter Zeitung

Die Bahn will beim Projekt Stuttgart 21 Kosten sparen. Dazu soll das Konzept für den Abstellbahnhof in Untertürkheim abgespeckt und Einsparungen in Höhe von 130 bis 150 Millionen Euro erzielt werden. Minister Hermann sieht diese Pläne mit Skepsis.

Die Bahn überarbeitet ihre Planungen im Zuge des Projekts Stuttgart 21 für den Abstellbahnhof Untertürkheim. Die sowohl in der Zuführung als auch in der Ausstattung geänderten Pläne sollen die Kosten verringern. Es ist von Einsparungen zwischen 130 und 150 Millionen Euro die Rede. Wie viel der Abstellbahnhof kostet, sagt die Bahn nicht. Früher war von mehr als einer halben Million Euro die Rede. Offenbar will die Bahn künftig einige Fernzüge auch in den bestehenden kleineren Bahnhöfen in Münster und in Obertürheim abstellen.

Allerdings gibt es Zweifel, ob die Bahn mit dem „optimierten Betriebskonzept“, so der Bahn-Vorstand Volker Kefer, die Züge in gleicher Qualität verkehren lassen kann. „Wir haben erhebliche Bedenken“, sagte der Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) nach der jüngsten Lenkungskreissitzung, „wir wollen auf keinen Fall, dass die Leistungsfähigkeit reduziert wird.“

Nach diesem ersten Schlagabtausch auf der Lenkungskreissitzung über die geänderten Planungen erklärte der S-21-Projektsprecher Wolfgang Dietrich, dass „die Bahn hierzu derzeit in Abstimmung mit den Projektpartnern“ sei. Das betreffe vor allem die betriebliche Simulation der künftigen Zu- und Abfahrten auf dem Abstellbahnhof. „Die modifizierte Planung sieht gegenüber der Planung aus dem Jahr 2009 eine geänderte Zuführung zum Abstellbahnhof vor“, erklärte Dietrich schriftlich auf eine Anfrage der Stuttgarter Zeitung, „der Abstellbahnhof soll dabei über die gleichen Parameter verfügen.“ Durch den Wegfall von zwei Überwerfungsbauwerken sehe die Bahn aber die Möglichkeit, „Kostenvorteile zu realisieren“.
Überwerfungsbauwerke sind dazu da, sich überschneidende Gleise auf unterschiedlichen Ebenen über eine Kreuzungsstelle zu führen – in Form von Brücken oder Unterführungen.

Bahn geht von 8856 Meter Abstellgleisen aus

Im Betriebskonzept könnte es zu Problemen kommen, weil Züge, die den Abstellbahnhof nutzen, auf den unterirdischen Schienenstrang geleitet werden müssen, der vom Hauptbahnhof ins Neckartal führt und bei Obertürkheim auf die bestehende Trasse schwenkt. Zudem kann die Abstellanlage nicht von allen Gleisen des neuen Tiefbahnhofs erreicht werden. In Stuttgart anfahrende oder endende Züge können in dem Durchgangsbahnhof nicht mehr bereitgestellt werden wie im bestehenden Kopfbahnhof, sondern müssen in die Zugabfolge auf den einzelnen Bahnsteigen ein- und ausgefädelt werden.

Zieht man die Unterlagen des Lenkungskreises zurate, sollen gegenüber der Ursprungsplanung nicht nur zwei Überwerfungsbauwerke wegfallen. Die Punkte „Komplettumbau des alten Güterbahnhofs“ und „Technischer Servicepunkt“ tauchen nicht mehr auf. Statt zwei ist noch eine Innenreinigungsanlage vorgesehen. Auf eine Tankstelle wird verzichtet, eine Werkstatthalle ist neu aufgeführt. Neu ist auch, dass die „vorhandene Infrastruktur in Münster und Obertürkheim“ für das Abstellen genutzt werden soll. Nun geht die Bahn von 8856 Metern an Abstellgleisen aus, in den auf Untertürkheim konzentrierten Planungen waren es 7429 Meter.

Projekt Güterbahnhof hat eine lange Planungsgeschichte

Von Thomas Durchdenwald 18. November 2014 - 15:50 Uhr - Stuttgarter Zeitung

Der neue, sich über 1,5 Kilometer ausdehnende Abstellbahnhof in Untertürkheim auf dem Areal des heutigen Güterbahnhofs soll künftig mit zwei Gleisen und einem 2,8 Kilometer langen Tunnel an den Tunnel zwischen dem Hauptbahnhof und Obertürkheim angeschlossen werden. Der Abstellbahnhof ersetzt die heute am Rosensteinpark liegende Anlage.

Das Projekt Güterbahnhof ist neben dem Filderabschnitt und Umbauten im Ulmer Hauptbahnhof der einzige Bereich von S 21 und der Neubaustrecke, der noch nicht genehmigt ist. Die Bahn hatte die bereits ausgelegten Pläne 2010 zurückgezogen, um die Spurpläne zu modifizieren. Zudem werde ein neues Lärmschutzgutachten erarbeitet, hieß es damals. Mehrere Seiten, darunter auch die Stadt Stuttgart, haben bemängelt, dass die Belange der Anwohner nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Beide Punkte würden laut Kommunikationsbüro Eingang in den Fortgang des Planfeststellungsverfahren finden, „sobald sie bahnintern final abgestimmt sind.“

Erforderlich ist auch ein Artenschutzkonzept, weil in dem bestehenden Gleisbett zwischen Augsburger Straße und Benzstraße zahlreiche Eidechsen leben. An dem ursprünglichen Bahn-Konzept, sie aufzusammeln und in einer Voliere wieder auszusetzen, wurde seitens der Naturschutzverbände massive Kritik geübt.

Nach den Terminplänen soll mit den Rohbauarbeiten für den Abstellbahnhof im Jahr 2017 begonnen werden. Zuvor muss das Verfahren bis zur Genehmigung der Pläne durch das Eisenbahn-Bundesamt abgewickelt werden. Der Bereich sei nicht auf einem „zeitkritischen Pfad“, heißt es.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.abstellbahnhof-untertuerkheim-bahn-will-bei-stuttgart-21-kosten-sparen-page1.7175d981-e3ca-467f-83ff-a717bdd259d6.htm

Vorfreude auf Kirchentagsbesucher im Juni 2015

UZ 13.11.2014-UNTERTüRKHEIM: Vereine versprechen Unterstützung bei Versorgung und Unterbringung der Teilnehmer

(mk) - Die Herbstsitzung der Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine (AGUV) dient den Teilnehmern, um die Veranstaltungen des kommenden Jahres zu planen. Eine besondere Herausforderung wird der Kirchentag Anfang Juni, bei dem Untertürkheim eine wichtige Rolle spielt. Die Vereine wollen bei der Versorgung der Kirchentagsbesucher helfen.

Der Veranstaltungskalender des zu Ende gehenden Jahres 2014 war und ist mit den Vereinsjubiläen und größeren Veranstaltungen bereits prall gefüllt. Das kommende Jahr dürfte nicht weniger turbulent werden. Zu den traditionellen Vereinsfesten und großen IHGV-Veranstaltungen wie Schmetterlingsfest (2. Mai 2015), Rotweinnacht (20. Juni 2015), Midnight-shopping und Sommerfest (3. und 4. Juli 2015), Fleggatreff (25. Oktober 2015) und Weihnachtsmarkt (12. Dezember 2015) kündigt sich in den Pfingstferien ein Höhepunkt an.

Von 3. bis 7. Juni 2015 gastiert der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart.
„Da die Hauptveranstaltungen im Bereich des Cannstatter Wasens/Neckarpark stattfinden und Untertürkheim nur eine S-Bahnstation entfernt liegt, spielt unser Stadtbezirk eine wichtige Rolle“, sagt Kirchengemeinderatsvorsitzender Stefan Glöckler. In der Wallmerkirche wird der Ostergarten als ein Zentrum für Sinnesgärten aufgebaut sein. Es werde ein Morgen- und ein Abendgebet angeboten und in den Untertürkheimer Schulen und Turnhallen werden Kirchentagsbesucher untergebracht und auch verpflegt werden. Bei der Versorgung und Betreuung der Gäste haben einige Untertürkheimer Vereine und Einrichtungen ihre Unterstützung zugesagt. Tactics

Damit Touristen - ob Kirchentags- oder andere Gäste - Untertürkheim vorab kennenlernen können, hat Dieter Munk eine besondere Untertürkheim-Homepage aufgebaut, die er den Vereinen ans Herz legt. Unter www.untertuerkheim.taktics.de können 360 Grad-Panoramen von Sehenswürdigkeiten angeschaut werden.

Die Württemberger Weinkönigin 2014/2015 ist Stefanie Schwarz aus UntertürkheimSiegerinnen

7.11.2014 - Herzlichen Glückwunsch:
Stefanie Schwarz (links) aus Untertürkheim ist neue Württemberger Weinkönigin.


Unterstützt wird Sie von Annekatrin Gauger aus Untersteinbach als neuer Württemberger Weinprinzessin.

Stefanie Schwarz aus Stuttgart Ist gelernte Winzerin und studiert nun internationale Weinwirtschaft. Einige Ihrer Hobbies sind kochen und musizieren. Zu Ihren Lieblingsweinen zählt der Lemberger. Als Weinkönigin würde Sie vor allem für die Qualität der Württemberger Weine werben und das Weinland Württemberg über die Grenzen hinaus bekannt machen.






Foto: www.weinbauverband-wuerttemberg.de/











Video von der Wahl in Neckarsulm - von STIMME HEILBRONN -




44 Fotos bei http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Es-lebe-die-neue-Weinkoenigin;art16305,3231613

Es lebe die neue Weinkönigin

Neckarsulm:  Stefanie Schwarz beim Galaabend in der Ballei zur Nachfolgerin von Theresa Olkus gekrönt
– Neue Weinprinzessin aus dem Hohenlohischen ist Annekatrin Gauger.


In der Südkurve der Ballei hatten sich die Untertürkheimer Fans zusammengefunden und nach den Auftritten ihrer Favoritin immer wieder fähnchenschwenkend bemerkbar gemacht. Als klar war, dass Stefanie Schwarz die Krone errungen hatte, gab es kein Halten mehr. Mit Rätschen und einem großen Banner bejubelte die 60-köpfige Unterstützergruppe ihre Kandidatin. Und der ganze Saal jubelte mit. Die 24-Jährige hatte mit natürlichem Charme, Fachwissen und Selbstbewusstsein nicht nur die Jury überzeugt. ...

Besen Markus Schwarz noch geöffnet bis 26.11.2014 in der Lindenfelsstr. 9
http://www.weingut-schwarz.eu/

Die Krone im VisierStefanie

UNTERTüRKHEIM- UZ - 7.11.2014:
Stefanie Schwarz tritt zur Wahl der Weinkönigin an

(mk) - Ein Fanbus aus Untertürkheim wird sich heute Mittag auf den Weg nach Neckarsulm machen. Dort wird am Abend die 51. Württemberger Weinkönigin gewählt. Unter den fünf Bewerberinnen ist Stefanie Schwarz aus Untertürkheim.

Wer heute zum Start ins Wochenende ein paar gemütliche Stunden in der Besenwirtschaft von Markus Schwarz genießen will, wird vor verschlossenen Türen stehen. Aus gutem Grund: Markus Schwarz‘ Tochter Stefanie tritt heute bei der Wahl der 51. Württemberger Weinkönigin in Neckarsulm an. Mit der Familie machen sich Bekannte, Mitglieder des CVJM-Posaunenchors, in dem die 24-Jährige spielt, sowie Freunde auf den Weg ins Unterland. Fünf Kandidatinnen haben sich für die Wahl beworben. Sie beginnt mit einer Fachbefragung durch eine 30-köpfige Jury. „Dabei muss jeder von uns etwa 15 Minuten lang Fragen rund um den Weinbau und aus anderen Themenbereichen beantworten“, weiß Schwarz. Die gelernte Winzerin, die zurzeit noch Internationale Weinwirtschaft in Geisenheim studiert, fühlt sich gut vorbereitet. Beim Vorbereitungstreffen im Sommer konnte sie zwar ihre Mitbewerberinnen nicht kennenlernen, da sie wegen eines Auslandsstudiums noch in Kanada weilte. Sie rechnet sich dennoch gute Chancen aus, am Samstag mit einer Krone nach Untertürkheim heimzukommen. Die Entscheidung fällt heute Abend im Rahmen der Weingala in der „Ballei“ in Neckarsulm. Vor großem Publikum müssen die Bewerberinnen ihr Weinwissen beweisen und zeigen, dass sie württembergischen Wein würdig und sympathisch im Ländle und darüber hinaus vertreten können.
Foto: www.weinbauverband-wuerttemberg.de/

CDU-Kreisvorstand setzt sich über Untertürkheimer Ortsverband hinweg

UZ - 27.10.2014 -UNTERTüRKHEIM: Langjähriger Fraktionsvorsitzender Matthias Mitsch nicht als Bezirksbeirat berufen

Mitsch(mk) - Betretene Stille herrschte in der ersten Sitzung des neuen Bezirksbeirats. Obwohl der CDU-Ortsverband seinen Vorsitzenden Matthias Mitsch als Bezirksbeirat gewählt hatte, wurde der Fraktionsvorsitzende im Bezirksbeirat vom CDU-Kreisvorstand nicht nominiert. „Die vernehmbarste politische Stimme unseres Stadtbezirks soll mit allen Mitteln mundtot gemacht werden“, meinte Mitsch in einer Erklärung.

Der Start in die neue Sitzungsperiode verlief für Untertürkheims Bezirksbeiräte mit einer unliebsamen Überraschung. Als Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel bei den ausscheidenden Bezirksbeiräten Matthias Mitsch nannte, trauten einige Lokalpolitiker ihren Ohren nicht. Der langjährige CDU-Fraktionsvorsitzende im Bezirksbeirat nahm die Ausscheidungsurkunde auch nicht an.

Dagmar Wenzel hatte sich allerdings nicht geirrt. In einer persönlichen Erklärung bezog Mitsch in der Sitzung klar Stellung. Bei den Kommunalwahlen hatte die CDU vier Bezirksbeiratssitze in Untertürkheim erobert. Ende Juni hatten die Mitglieder des CDU-Ortsverbands Mitsch und drei weitere Mitglieder als Bezirksbeirat gewählt. Mitsch wurde einstimmig auch als Fraktionsvorsitzender bestätigt. „Das Mitgliedervotum wurde aber bei der Besetzung der Bezirksbeiräte vom CDU-Kreisvorstand in meiner Person nicht umgesetzt. Entschieden in einer Kreisvorstandssitzung, die fernab jedweder Rechtsstaatlichkeit ablief“, so Mitsch.

Tatsächlich, so CDU-Kreisvorsitzender Stefan Kaufmann, erfolge die Berufung der Bezirksbeiräte durch den Kreisverband. Die Bezirksgruppen schlagen hierzu Kandidaten vor, über die der Kreisvorstand dann entscheidet. „Der Kreisvorstand hat intensiv über den Fall diskutiert, sich dann mit großer Mehrheit gegen eine Berufung von Matthias Mitsch entschieden. Die Bezirksbeiräte sind Vertreter der CDU Stuttgart in den Gremien. Dies setzt ein Mindestmaß an Loyalität und Solidarität gegenüber der Kreispartei voraus,“ so Kaufmann. In einer außerordentlichen Sitzung des Ortsverbands habe der Kreisvorstand Anfang August die Gründe dargelegt. Die Mitglieder lehnten jedoch eine Neuwahl der Bezirksbeiräte ab. Die Konsequenz: Ein Sitz der CDU bleibt zunächst unbesetzt. „Sobald die Bezirksgruppe dem Kreisvorstand eine andere Kandidatin oder einen anderen Kandidaten vorschlägt, wird über die Nachberufung entschieden werden“, so Kaufmann.

Mitsch gibt sich aber noch nicht geschlagen und stellt auch die Frage nach der Wertschätzung der Bezirksbeiräte. „Sollte tatsächlich die Hauptsatzung der Stadt es ermöglichen, dass die Bezirksbeiräte der Landeshauptstadt ohne die Wahrung eines demokratischen und rechtsstaatlichen Verfahrens bestellt oder nichtbestellt werden, dann muss diese Hauptsatzungsnorm eben fallen. In unserem Rechtsstaat entscheidet darüber die Verwaltungsgerichtsbarkeit“, so Jurist Mitsch.

Neue Bezirksbeiräte wurden vorgestellt

Stg. Zeitung - Untertürkheim - Caroline Leibfritz, 24.10.2014 - Nachdem sich der Obertürkheimer Bezirksbeirat in seiner letzten Sitzung neu formiert hat (wir berichteten), steht nun auch die Zusammensetzung der Bezirksbeiräte in Untertürkheim, Wangen und Hedelfingen fest. Die Beiräte wurden in dieser Woche im Rahmen der Bezirksbeiratssitzungen vorgestellt. In den kommenden fünf Jahren sollen die Lokalpolitiker ihre Stadtbezirke in politischen Fragen vertreten.

Die CDU besetzt nur drei ihrer vier Sitze

Obwohl die CDU im Untertürkheimer Gremium eigentlich vier Sitze hat, werden zunächst nur drei davon besetzt. Grund dafür sind offenbar parteiinterne Unstimmigkeiten. So erklärt Matthias Mitsch, der die CDU bislang im Gremium vertreten hat, dass die Untertürkheimer CDU ihn zwar gerne weiter im Bezirksbeirat sehen würde, nicht aber der Kreisvorstand. Er habe das Gefühl, sagte Mitsch im Rahmen der Bezirksbeiratssitzung am Dienstag, dass er „mundtot gemacht werden“ solle. Dagegen wolle er sich zur Wehr setzen. Aktuell, so Mitsch weiter, werde daher geprüft, ob er den Sitz im Bezirksbeirat möglicherweise doch noch bekommen könne.

Die anderen drei Sitze der CDU werden von Matthias Madeya, Andrea Mathiasch und Sandra Weber besetzt. Für die Grünen sitzen Martin Glemser und Sabine Reichert-Hebel im Untertürkheimer Bezirksbeirat. Die SPD wird von Werner Feinauer und Werner Kapitza vertreten, die Freien Wähler von Gerald Multerer. Für die Partei SÖS-Linke-PluS sitzt Peter Luz im Untertürkheimer Gremium, für die FDP Michael Marquardt und für die AfD Walter Klopfer.

Ehrung und Dank für die ausscheidenden Mitglieder

Aus dem Untertürkheimer Bezirksbeirat verabschiedet wurden Steffen Bubeck (Freie Wähler), Günther Busch (Freie Wähler), Iris Hanstein (CDU), Margarete Hofstetter (Grüne), Anja Müller-Hesse (SPD), Bernd Munk (CDU), Ursula Renner (SÖS/Linke), Gerd Schmauk (CDU), Gesine Wiegers-Rößler (SPD), Eduard Zaiß (Freie Wähler) und Matthias Mitsch (CDU), der seinen Platz im Gremium aber wieder zurückerobern will. Iris Hanstein, Gesine Wiegers-Rößler und Bernd Munk erhielten von Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für ihre langjährige Arbeit im Bezirksbeirat. ...

Dagmar Wenzel als neue Bezirksvorsteherin von Untertürkheim ins Amt eingeführt

Wenzelwww.stuttgart.de - 14.10.2014 -

Der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, Werner Wölfle, hat am Dienstag, 14. Oktober, in der Cafeteria des Wirtenberg-Gymnasiums die neue Bezirksvorsteherin von Untertürkheim, Dagmar Wenzel, in ihr Amt eingeführt.

Der Gemeinderat hatte sie am 17. Juli mit 46 von 57 Stimmen als Nachfolgerin von Klaus Eggert gewählt.

Dagmar Wenzel wurde am 13. November 1969 geboren. Nach dem Vorbereitungsdienst und dem Studium für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Braunschweig von 1990 bis 1993 war sie zunächst Sachbearbeiterin im Sozialamt im Landkreis Helmstedt. Von 1996 bis 2000 arbeitete sie als Kommunalaufsichtsbeamtin und Leiterin des Büros des Kreistages im Haupt und Personalamt. Danach wechselte sie zum Landratsamt Tübingen, wo sie als Sachbearbeiterin im Jugendamt tätig war.

Seit Dezember 2001 ist Dagmar Wenzel Mitarbeiterin bei der Landeshauptstadt Stuttgart. Zunächst war sie Standesbeamtin und Stellvertretende Bezirksvorsteherin in Degerloch. Seit 2005 ist sie Standesbeamtin und Stellvertretende Bezirksvorsteherin in Untertürkheim.

Dagmar Wenzel hatte bei ihrer Wahl gesagt, in ihrer neunjäh-rigen Tätigkeit als Stellvertretende Bezirksvorsteherin sei eine große Verbundenheit mit dem Bezirk und den dort lebenden Menschen entstanden. Als Bezirksvorsteherin wolle sie die Ideen und Impulse aus dem Bezirksbeirat und der Bürgerschaft in den Gemeinderat sowie in die Stadtverwaltung tragen, um neue Konzepte zu entwickeln. Zu den künftigen Schwerpunkten zählt Wenzel die städtebauliche Entwicklung. Unter anderem will sie die Aufenthaltsqualität der öffentlichen Plätze verbessern.
FOTO:.ENSLIN

„Ich will den Ideen der Bürger Kraft verleihen“

UNTERTüRKHEIMER Zeitung 16.102014 -: Neue Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel offiziell ins Amt eingeführt

Dagmar Wenzel ist seit 1. Oktober Bezirksvorsteherin von Untertürkheim. Im Beisein von knapp 100 Festgästen führte Bürgermeister Werner Wölfle sie am Dienstagabend offiziell in ihr Amt ein und wünschte ihr „einen langen Atem.“ Die 44-Jährige freut sich auf die Aufgaben. „Es wird bei vielen Herausforderungen keine schnellen Lösungen geben, aber wir können etwas verändern“, rief sie den Vertretern der Vereinen, Organisationen und Einrichtungen aus dem Stadtbezirk zu. - Von Mathias Kuhn -

Eine Herausforderung hat Dagmar Wenzel bereits gemeistert: Die Stadtverwaltung hatte zur Einführungsfeier für die neue Bezirksvorsteherin in die Mensa der Linden-Realschule eingeladen. Nachdem aber fast hundert Gäste zugesagt hatten, war der Saal aus Brandschutzgründen zu klein. Das positive Miteinander im Stadtbezirk bewährte sich aber wieder einmal. Das Wirtemberg-Gymnasium sprang kurzfristig ein und stellte sein Foyer für das Fest gerne zur Verfügung. „Für mich ist heute ein besonderer Tag“, dankte Wenzel deswegen dem Schulleiter des Gymnasiums, Martin Bizer, und den Gästen, die ihren offiziellen Start erleben wollten. Erst im Sommer sei ihr klar geworden, dass „sie auf einmal Bezirksvorsteherin ist.“ Dabei habe sie sich bewusst für Untertürkheim entschieden. Zum Einen, weil sie als stellvertretende Bezirksvorsteherin die Ansprechpartner im Ort und die lokalen Zusammenhänge kennengelernt, aber auch, weil sie in den neun Jahren als „Vize“ viele Menschen erlebt habe, die sich mit viel Engagement für den Stadtbezirk einsetzen. Sie wolle diese ermutigen, die Projekte weiterzuführen.

BezirksvorsteherSpeziell diese Fähigkeit von Wenzel, unterschiedliche Bevölkerungsteile im Stadtbezirk zusammenzubringen, hob Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle in seiner Laudatio hervor. In ihrer „wunderbaren Bewerbungsrede“ vor zwei Monaten habe sie herausgestrichen, dass ihr Werte wie Achtung und Respekt für alle Bürger sowie Toleranz wichtig sind. Damit und mit der bereits geleisteten Arbeit habe sie damals die versammelten Stadträte davon überzeugt, dass sie die Richtige für Untertürkheim sei. Die Gründung des Familienzentrums Mäulentreff, den Wenzel mit Beharrlichkeit initiiert und vorangetrieben hat, sei das beste Beispiel für ein gutes Miteinander von Bürgern mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln, meinte Matthias Mitsch als Sprecher der Untertürkheimer Bezirksbeiräte.

„Die bestehende Struktur mit dem Miteinander von Industrie- und Weinberglandschaft, idyllischem Wohnen in Luginsland und Multikulti im Ortskern, die Grabkapelle, die HAP Grieshaber-Wand in der Stadtkirche, die bekannten Weine, der Weltkonzern Daimler und die Bürger machen Untertürkheim unverwechselbar“, schwärmte Wenzel, verschwieg aber auch die negativen Seiten nicht. So wirke sich das Erscheinungsbild des Untertürkheimer Bahnhofs sicherlich negativ auf den Handel aus. Immerhin konnten einige kleine Verbesserungen erzielt werden. „Es gibt viele Ansätze, die wir verfolgen müssen. Und es gibt sicherlich keine schnellen Lösungen, sondern es wird ein langer Weg“, bat die neue Bezirksvorsteherin vorab schon einmal um Geduld. Sie werde jedoch alles tun, um den unterschiedlichen Ideen Kraft und Flügel zu verleihen, dass sie beispielsweise auch die Stadträte überzeugen. „Wir können etwas verändern“, rief sie den Zuhörerinnen und Zuhörern zu, bevor diese sich - ganz im Sinne der neuen Bezirksvorsteherin - am leckeren Büffet labten und miteinander ins Gespräch kamen. - FOTO:.ENSLIN

Stadtteilmanagerin tritt im Januar 2015 ihr Amt an

UZ 1.10.2014 -BAD CANNSTATT:
Rund 100 Bewerbungen gingen bei der Wirtschaftsförderung ein - Befristeter Vertrag geht bis Ende 2017

Die Würfel sind gefallen. Die Oberen und Unteren Neckarvororte, Münster sowie Bad Cannstatt haben ab Januar 2015 offiziell einen Stadtteilmanager oder besser Stadtteilmanagerin. Denn die Wahl der Stadt Stuttgart fiel auf eine Frau. „Mehr will ich noch nicht verraten, da sie noch bei ihrem jetzigen Arbeitgeber unter Vertrag steht“, sagt Ines Aufrecht, Leiterin der Städtischen Wirtschaftsförderung. -
Von Uli Nagel

Der Einzelhandel in der Landeshauptstadt kommt durch die Eröffnung des Gerbers (rund 80 Shops) und des Milaneos (rund 200 Läden) mächtig in Bewegung. Mit welchen Konsequenzen, lässt sich in seinem Ausmaß nur schwer prognostizieren, allerdings blicken auch die Einzelhändler aus den Neckarvororten mit Sorge in Richtung Innenstadt. Denn es droht wieder einmal Kaufkraft dorthin abzufließen.

Zudem kämpft die Geschäftswelt im Neckartal schon seit geraumer Zeit mit massiven Strukturproblemen (Leerstand, Wettbüros, Nahversorgung) und hat so manchen Hilferuf in Richtung Rathaus geschickt. Besonders laut war der aus Bad Cannstatt. Spätestens als der Marktplatz autofrei wurde, forderten die Geschäftsleute in der Altstadt die Stadt auf, nun einmal etwas für sie zu tun. Mit auf dem Wunschzettel für die anstehenden Haushaltsberatungen stand deshalb der Posten eines Altstadtmanagers analog zum City-Manager für die Innenstadt. Die Einzelhändler waren sogar bereit, den Posten zur Hälfte mitzufinanzieren.

Anspruchsvolles Profil

Doch einen eigenen Altstadtmanager bekommt Bad Cannstatt bekanntermaßen nicht, denn der Gemeinderat sah es als zielführender und gerechter an, gleich einen Posten zu schaffen, der für alle Neckarvororte zuständig sein soll. Am 3. April wurde die Stelle, die vorerst bis Dezember 2017 befristet ist, offiziell ausgeschrieben. Sie ist bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt und wird auch von ihr zu 100 Prozent finanziert. Als eine der wesentlichen Aufgaben des künftigen Stadtteilmanagers wurde unter anderem die Begleitung von Veranstaltungen und Initiativen der Handels- und Gewerbevereine in den Neckarvororten genannt. Zudem sollen gemeinsam mit den örtlichen Akteuren Marketingkonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Ein ganz wichtiger Part war natürlich auch, Maßnahmen zu entwickeln, um Leerstand zu vermeiden und notfalls zügig zu beseitigen. Gewisse Kenntnisse aus den Bereichen Tourismus, Marketing und Eventmanagement waren deshalb genauso erwünscht, wie Erfahrungen im Bereich Verwaltung und Stadtplanung.„Es haben sich binnen zwei Wochen gut 100 Bewerber bei uns gemeldet“, sagt Ines Aufrecht, wobei ein großer Teil nicht dem Anforderungsprofil entsprochen habe. „Dennoch blieb eine stattliche Zahl übrig“, so die Wirtschaftsförderin. Sicher auch ein Indiz, dass es sich um eine anspruchs- und reizvolle Aufgaben handelt.

Gewerbevereine beteiligt

Was der Stadt wichtig war: In den Findungsprozess sollten alle Handels- und Gewerbevereine mit einbezogen werden. So wurde den Bewerbern die Aufgabe gestellt, eine Zukunftsstrategie für die Neckarvororte auszuarbeiten und zu präsentieren. „Die Entscheidung hat jedoch die Stadt Stuttgart getroffen“, so Ines Aufrecht. Und in diesem Fall fiel die Wahl auf eine Frau, die offenbar aus der näheren Umgebung kommt und entsprechende Referenzen mitbringt. Da sie allerdings noch einen Arbeitsvertrag hat, will Ines Aufrecht auch noch nicht ihren Namen nennen. „Der neue ist jedoch unterschrieben und sie wird ihre Tätigkeit definitiv ab Januar kommenden Jahres aufnehmen.“

Und über mangelnde Arbeit wird sie sich nicht beklagen: Während in Bad Cannstatt das Thema autofreier Marktplatz ganz weit oben auf der Agenda stehen wird, muss sich die neue Managerin in Untertürkheim mit der Flut an Glücksspieleinrichtungen auseinandersetzen. Im Mühlhausener Stadtteil Mönchfeld droht der Kollaps in Sachen Nahversorgung, da der Investor für das Ladenzentrum abgesprungen ist. Gleiches Thema sorgt nach wie vor in Uhlbach - trotz Wochenmarkt - und Rohracker für Brisanz, während in Wangen das Thema Leerstand dringend angegangen werden muss.

Digitalisierte Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin - PK - 1. Weltkrieg -
Untertürkheimer Kriegs-Chronik - http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/

Bericht

1. Untertürkheimer Kriegs-Chronik 1914-1915 - digital lesbar

2. Untertürkheimer Kriegs-Chronik 1915-1616 - digital lesbar

3. Untertürkheimer Kriegs-Chronik 1916-1917 - digital lesbar

4. Untertürkheimer Kriegs-Chronik 1917-1918 - digital lesbar

Untertürkheimer Chronik 1919 - digital lesbar

Alte Flurbezeichnungen in Rotenberg - mit Karte

- Ausschnitte aus dem Buch von G. Kill, ROTENBERG MIT DEM WÜRTTEMBERG von 1931
Ein Gang durch die Markung - Flurnamen mit Karte - Seiten 75-83 - als PDF
Flurkarte

STUTTGART 21 - Eidechsenrettung am Untertürkheimer Güterbahnhof

UZ 8.9.2014 - OBER-/UNTERTüRKHEIM: Vorarbeiten für Tunnelbaumaßnahmen - Planänderung in Obertürkheim wird eingereicht

(mk) - Die Arbeiten an den Stuttgart-21-Tunneln gewinnen an Fahrt - auch in den Oberen Neckarvororten. Während in der Ulmer Straße der Verbindungsschacht zur künftigen Röhre Meter um Meter wächst, steht der Start der Tunnelbauarbeiten am Untertürkheimer Güterbahnhof und unterhalb der Otto-Konz-Brücken kurz bevor. Wegen den Bauarbeiten wird es im Oktober Änderungen im S-Bahn- und Zugverkehr geben.

Vor einem Jahr sorgte der Start der Bauarbeiten in der Benzstraße für Wirbel. Die Bahn begann mit den Vorbereitungen für den Bau der Rettungszufahrt. Die Baufirmen mussten hierzu Spundwände in den Gleiskörper rammen - zu Beginn recht lautstark in den Nachtstunden. In den Herbst- und Wintermonaten - hauptsächlich an den Wochenenden mit etwas weniger Zugverkehr - wurden die Vorbereitungen fortgesetzt. „Der Einbau der Hilfsbrücken - unter anderem in die je zwei Hauptgleise der Fern- und S-Bahn - ist abgeschlossen“, erklärt ein Bahnsprecher. Statt Bauarbeitern sind nun Zoologen auf der Gleisfläche. „Aktuell werden im Baufeld Eidechsen gesammelt. Sie werden in eine Zwischenhälterungsfläche in Ostfildern gebracht, um sie nach Ende der Bautätigkeit wieder einzusammeln und auf dem Untertürkheimer Gelände neu anzusiedeln.“ Der nächste Schritt folgt Ende September. Es werden weitere Arbeiten an den Gleisanlagen vorgenommen, sodass im Oktober - im weiteren Prozess der Baufeldfreimachung - dort mit dem Rückbau der Gleisanlagen im Baufeld des Tunnels in offener Bauweise sowie des in den Tunnel führenden Troges begonnen werden kann. Darüber hinaus ist für den Oktober 2014 noch geplant, die restlichen Spundwände der Rettungszufahrt Benzstraße zu gründen, kündigt der Bahnsprecher an.

Weitgehend Stillstand herrscht noch am zweiten Ausgang des Stuttgart-21-Tunnels. Unterhalb der Otto-Konz-Brücken kommt die Röhre in Richtung Plochingen ans Tageslicht. Im Winter hatten Spezialisten nochmals genauere Probebohrungen durchgeführt. Im Juni überraschten die Bahnverantwortlichen die Obertürkheimer dann mit einer für die Anwohner positiven Änderung. Statt wie bisher geplant in offener wollen die Ingenieure den Tunnelmund teilweise in unterirdischer Bauweise errichten. „Die entsprechenden Planänderungen sollen Ende September/Anfang Oktober eingereicht werden. Ende des Jahres möchten wir mit der Baufeldfreimachung beginnen“, so der Bahnsprecher. Dabei stünden zunächst Leitungsumlegungen an. Je nach Planungsfortschritt könnte dann Anfang 2015 mit den Bauten für den Startschacht an der Hafenbahnstraße begonnen werden. Die genauen Termine auch für die Sperrung des Radwegs müssten noch abgestimmt werden.

BuchzelleAktion Bunt statt grau - die Bücherzelle
ist in Untertürkheim angekommen

>> Video Teaser von der Putzaktion am 30.8.2014 <<

Die ersteigerte gelbe Telefonzelle wird derzeit in Untertürkheim zur Aufstellung als Bücherzelle geputzt und vorbereitet (Video Teaser).


Bereits jetzt können Bücher dafür bei Sabine's Geschenke Service
in der Widdersteinstraße 15 abgegeben werden
(Tel.: 0711/50459372)

Ältestes Bahnhofsgebäude wird saniert

UNTERTüRKHEIM: UZ 30.8.2014
Fassade des heutigen Anbaus wird aufwendig restauriert - Historische Farbgestaltung in Absprache mit dem Denkmalamt


(ale) - Es ist das älteste Gebäude des Untertürkheimer Bahnhofs. Bereits seit 1868 steht der heutige Anbau an der Seite zum Postgebäude. Nun wird die Fassade des denkmalgeschützten Hauses aufwendig saniert. „Wir haben versucht, die ursprüngliche Farbgestaltung wieder aufzunehmen“, sagt Architekt Dr. Peter Dietl. Doch das würde das bestehende Gebäudeensemble sprengen.

PostAm 22. Oktober 1845 fuhr der erste Zug von Bad Cannstatt nach Untertürkheim - es war der Beginn der Eisenbahngeschichte im Königreich Württemberg. Bereits 1868 stand das erste Bahnhofsgebäude laut den Plänen des Baurechtsamts in der Arlbergstraße 40. Es ist der heutige Anbau auf der Seite zum Postgebäude und dem Parkdeck. In der Verlängerung standen lediglich eine Rampe und ein Schuppen. „Somit ist das Haus der ursprüngliche Bahnhof“, sagt Dietl von der Urba Architektenpartnerschaft in Untertürkheim. Das heutige Bahnhofsgebäude wurde „erst“ 1896 errichtet, wie die Jahreszahlen in den Torbögen über den Eingängen bezeugen. Denn das Haus in der Arlbergstraße 40 war zu klein geworden, gleichzeitig mit dem Neubau wurde es aufgestockt und von der Deutschen Post übernommen. Weitere Umbauten erfolgten 1924/25 als der Eingang zur Arlbergstraße massiv betoniert wurde und 1930 erfolgte ein Anbau in Richtung der Gleise. „Im Erdgeschoss waren eine Schalterhalle und das Postlokal untergebracht, im Obergeschoss befanden sich Dienstwohnungen“, hat sich Dietl informiert.     Foto: Enslin

Seit 1983 befindet sich in dem „Postanbau“ das Lebensmittelgeschäft der Familie Ates, die das Gebäude vor einigen Jahren auch erworben hat. In den oberen Stockwerken sind Einzelzimmer-Appartements untergebracht. „Wir werden den Supermarkt aber schließen, machen derzeit einen Räumungsverkauf“, sagt Sahin Ates. In Zukunft will die Untertürkheimer Familie die Räumlichkeiten anderweitig nutzen. Zunächst soll aber die Fassade des gesamten Gebäudes saniert werden. „Viele reden über den unbefriedigenden Zustand des Bahnhofs, wir wollen nun Taten sprechen lassen“, betont Ates. Doch die Aufgabe in dem denkmalgeschützten Gebäude ist alles andere als einfach.

Derzeit sind die Stukateure am Werk. „Sie erstellen auf dem Dach eine sogenannte Musterachse“, erklärt Architekt Dietl. Dabei wird versucht, die beste Variante zu finden, die derzeitige Farbe so schonend wie möglich von der ursprünglichen Sandsteinfassade zu lösen. Denn die Farbe blättert nicht nur ab, sondern lässt die Fassade auch nicht mehr atmen, sorgt für einen langsamen Verfall. Keine einfache Aufgabe: Über die Jahrzehnte haben sich verschiedenste Farbschichten angesammelt. Gleichzeitig wird nach der ursprünglichen Gestaltung gesucht. „Im Vorfeld haben wir bereits einen Farbkurator beauftragt“, sagt Dietl. Die überraschende Erkenntnis: Im Jahr 1868 erstrahlte die Fassade in einem hellroten Kalkton. Die großen Ecksteine des Gebäudes waren hingegen in warmem hellgrau gehalten. „Lange Zeit wollten wir in Absprache mit dem Denkmalamt diese Farbgebung wieder übernehmen“, sagt Dietl. Letztendlich wurde die Idee aber wieder verworfen, „da dies laut den Denkmalschützern das bestehende Gebäudeensemble gesprengt hätte.“ Nun soll die Fassade dem zweiten Anbau auf der anderen Seite des Bahnhofs angepasst und in einem Ockerton gestrichen werden. Die endgültige Entscheidung soll im September gefällt werden. „In mehreren Bauabschnitten wird dann in den kommenden Jahren die gesamte Fassade restauriert“, sagt Dietl - damit das älteste Gebäude des Untertürkheimer Bahnhofs wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Verschmorter Generator wird erneuertGenerator

23-8-2014-UZ- UNTERTüRKHEIM: Ein Jahr nach Brand im Wasserkraftwerk wird die historische Kaplanturbine wieder eingebaut - Inbetriebnahme im Herbst 2014

Passanten und Autofahrer am Karl-Benz-Platz ahnen nicht, welch knifflige und zugleich bedeutende Arbeit die Monteure im nahen Wasserkraftwerk verrichten. Am 29. August 2013 zerstörte ein Brand im Turbinenhaus den mächtigen Generator der historischen Kaplanturbine. Mittlerweile wurde der zehn Tonnen schwere Generator generalsaniert und wird nun von Spezialisten Stück für Stück eingebaut. Bis in zehn Wochen soll die 1924 gebaute Turbine wieder in Betrieb gehen. -
Von Mathias Kuhn -

Der generalsanierte Generator im Wasserkraftwerk in Untertürkheim wird zur Zeit wieder eingebaut. Fotos: Kuhn

Vor ziemlich genau einem Jahr fühlten sich viele Untertürkheimer ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Eine knappe Stunde lang waren sie von der Stromversorgung getrennt. In den Fachgeschäften und Büros wurde es dunkel, kein Telefon und kein Fernsehgerät funktionierten mehr. Auslöser des „Blackouts“ war eine Explosion und ein Brand im historischen Wasserkraftwerk am Karl-Benz-Platz. Das Feuer war relativ schnell gelöscht und die Haushalte rasch am Stromnetz, die Folgen des Brandes beschäftigen die Techniker noch heute. Durch das Feuer und die Hitze verschmorten etliche Teile des mächtigen Generators oder sie verformten sich. „Die unter dem Generator befindliche Kaplanturbine bekam keine Schäden ab. Glücklicherweise“, so die EnBW-Mitarbeiter Erhard Starz und Klaus Teufel. Die Turbine stammt aus dem Jahr 1924. Schließlich ist sie eine der ersten dieser Bauart und die erste Kaplanturbine von Bedeutung in Deutschland - ein Industriedenkmal. Dank ihrer Konstruktion kann sie auf schwankende Zuflüsse im Neckarkanal reagieren und damit einen höheren Wirkungsgrad als die bis dato gängigen Turbinen erzielen.

Auch der Generator ist ein Oldtimer, was wiederum die Reparatur erschwerte. „Da er ein Unikat ist, für den es keine Ersatzteile gibt, mussten die beim Brand zerstörten Innenteile originalgetreu rekonstruiert und neu angefertigt werden. Zudem wurden bestimmte Teile auf den heute zeitgemäßen Stand gebracht“, erklärt Starz. Eine Spezialfirma habe dies in den vergangenen Monaten gemacht und gleichzeitig auch das Gehäuse generalsaniert. Der schwere Mantel bekam einen neuen Anstrich. Mit viel Fingerspitzengefühl und überdimensional mächtigen Schrauben werden momentan die Gehäuseteile miteinander verbunden. „Eine äußerst diffizile Arbeit“, sagt Teufel anerkennend.

Während ein Teil der Experten das Gehäuse montiert, kümmern sich andere um die Innenteile. Eine weitere Etage tiefer wird die Kaplanturbine zusammengebaut. „Wir haben die erzwungene Zwangspause, die sich durch die Runderneuerung des Generators ergab, genutzt, um die in wenigen Jahren vorgeschriebene turnusmäßige Revision der Kaplanturbine vorzuziehen“, so Starz. In den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde das Laufrad der Turbine bereits einmal erneuert, in den vergangenen Wochen sämtliche Teile abermals inspiziert. In den kommenden acht bis zehn Wochen folgen der Endspurt und die Feinarbeiten. Zudem müssen die Verbindungen von der Turbine zum Trafo und der Schaltanlage erneuert werden. Die Gesamtkosten für die Generalsanierung schätzen die EnBW-Experten auf einen „mittleren sechsstelligen Betrag“. Mit der Inbetriebnahme der Turbine rechnen sie Mitte Herbst. Dann erzeugen wieder alle vier Turbinen Strom für Untertürkheims Haushalte. Zurzeit laufen die drei kleineren Francis-Turbinen.

360-Grad-Fotos - Virtueller Spaziergang durch den Stadtbezirk

UNTERTüRKHEIM: UZ 19.8.2014 -
IHGV-Mitglied Dieter Munk erstellt eine interaktive Webseite mit 15 Sehenswürdigkeiten im 360-Grad-Panorama

(mk) - Untertürkheim hat eine Attraktion mehr: Dieter Munk, der Chef der Taktics GmbH, hat eine interaktive Webseite mit Sehenswürdigkeiten im Stadtbezirk erstellt. Surfende Internetnutzer können einen virtuellen Spaziergang durch Untertürkheim unternehmen und deren Sehenswürdigkeiten in verblüffenden 360-Grad-Panoramen entdecken. „Ein Blickfang, der hoffentlich vielen Internet-Besuchern Appetit macht, Untertürkheim real anzuschauen“, sagt IHGV-Chef Markus Krautter.

360 Grad FotoAusgangspunkt der Idee für den virtuellen Spaziergang war eine Diskussion, in der Markus Krautter, der Vorsitzende des Industrie-, Handels- und Gewerbevereins (IHGV), betonte, dass es im Stadtbezirk etliche Sehenswürdigkeiten und historisch interessante Gebäude sowie Standorte gäbe, diese jedoch leider oft im Verborgenen blieben. Schnell kam Munk, dessen Unternehmen sich unter anderem auf die Fotografie und Visualisierung von Immobilien spezialisiert hat, um diese zu vermarkten, der Gedanke, das Projekt „virtuelles Untertürkheim“ ins Leben zu rufen. „Wir wollten eine Webseite mit einer interaktiven Karte von Untertürkheim erstellen, auf der Internetsurfer einen virtuellen Spaziergang durch unseren Stadtbezirk machen können“, sagt Munk.

Seit Kurzem ist die Webseite unter der Adresse „www.untertuerkheim.taktics.de“ einsehbar. Sie ist eine Mischung aus erlebbarem Stadtführer, spielerischer Computerrecherche und PR-Plattform für den Stadtbezirk. Auf der Landkarte sind aktuell 15 blaue Standorte für Sehenswürdigkeiten und weitere 20 Punkte für Firmen- und Vereinssitze gekennzeichnet.

Der Webseiten-Besucher kann jede einzelne Sehenswürdigkeit oder Firma anklicken. Dann erhält er eine Information über den Standort und kann dazu das 360-Grad-Fotopanorama bestaunen - bei manchen Sehenswürdigkeiten sogar mehrere. So ist die Grabkapelle natürlich von außen, aber auch das Innere und sogar die Gruft in Rundumfotografie zu erleben. Ähnlich viel Perspektiven gibt es in der Stadtkirche, der Kelter der Weinmanufaktur, aber auch im Autohaus Krautter als einem der Untertürkheimer Dienstleister zu entdecken. Auch einige Vereine sind angelegt. „Ein Anfang ist gemacht“, so Munk. Er hofft, dass weitere Untertürkheimer Unternehmen sich auf der Webseite präsentieren wollen. Der Menüpunkt Veranstaltungen wird zudem Sequenzen von beliebten Vereinsfesten zeigen. „Wir stellen den Link auch jedem Verein oder Gewerbetreibenden zur Einbindung in deren Webseite zur Verfügung. „Eine tolle Visitenkarte für unseren Stadtbezirk“, dankte Dagmar Wenzel, die gewählte Bezirksvorsteherin Untertürkheims, für die zeitraubende Erstellung der Webseite.

Sie ist unter www.untertuerkheim.taktics.de erlebbar.

Verzögerung bei Sanierung des Priesterhauses bei der Grabkapelle

UZ 15.8.2014 -ROTENBERG: Verwaltergebäude an der Grabkapelle wird erst Ende 2015 fertig - Rückbau in Originalzustand aus dem Jahr 1821

Die aufwendige Sanierung des Priesterhauses unterhalb der Grabkapelle verzögert sich bis Ende 2015. Hintergrund sind historische Geheimnisse, die erst während der Arbeiten entdeckt werden. Das heutige Verwaltergebäude wird in den Originalzustand aus dem Jahr 1821 zurückgebaut - in eine prachtvolle toskanische Villa mit Foyer und einem Hochbalkon. Der neue Museumsshop im Erdgeschoss wird erst zum Saisonstart 2016 in Betrieb gehen.

Von Alexander Müller

Der königliche Hofbaumeister Giovanni Salucci, der die Grabkapelle auf dem Württemberg entwarf, bezog in seinen Planungen auch das unterhalb gelegene Priesterhaus mit ein. Er entwarf ein dreiflügliges Gebäude mit einem sogenannten „Portique Parterre“ und einem „Altan“, einer Art Hochbalkon. Doch bereits sieben Jahre nach der Einweihung war es bereits wieder zu klein. Das Haus wurde erweitert, bekam ein Wallmdach.

PriesterhausKnapp zwei Jahrhunderte blieb diese Veränderung unentdeckt. Bis vor sieben Jahren die Experten der Vermögen und Bau Baden-Württemberg aus dringendem Anlass entschieden, das Dach zu sanieren. Schnell wurde beschlossen, das gesamte Gebäude wieder in den Originalzustand zu versetzen. Bereits im vergangenen Jahr wurde mit der Sanierung begonnen. Doch in den vergangenen Wochen schienen die Arbeiten zu stocken, konnten die Spaziergänger an dem eingerüsteten Haus keine Fortschritte erkennen.

„Das war aber nicht der Fall“, sagt Edgar Schindler, der zuständige Abteilungsleiter von Vermögen und Bau. Die Elektro- und Installationsarbeiten im Innern wurden gemacht, derzeit sind die Steinmetze am Werk. Allerdings wird sich die Sanierung verzögern. Hintergrund sind immer wieder auftauchende Überraschungen. So entschied man sich kurzfristig zum Beispiel alle Fenster auszutauschen. „Die Maßnahme musste man neu ausschreiben“, sagt Schindler. Zudem könne man in einem historischen Gebäude trotz aller Vorbereitung nicht immer genau sagen, was sich hinter jeder Wand verberge. Und nicht zuletzt muss jede Arbeit mit dem Denkmalamt abgesprochen werden. Das Ziel ist, soviel Ursubstanz wie möglich zu erhalten. Schließlich befindet man sich in einem Denkmal. Inzwischen ist der Dachstuhl fertiggestellt. Das Dach selbst mit Schiefern gedeckt. Darunter wird später die Heizungsanlage eingebaut. Die modernen Toilettenanlagen sollen im alten Gewölbekeller realisiert werden.

Die erste Überraschung gab es im Obergeschoss: aufwendige Lamperien, an den Außenwänden verlaufende Holzverzierungen. „Diese waren noch partiell vorhanden und erhalten, der Verlauf originalgetreu fortgeführt.“ Zudem fanden sich auf dem „Atlan“ gusseiserne Platten aus Wasseralfingen, die ebenfalls wieder aufgearbeitet werden. In diesen Bereich soll noch vor Weihnachten das frühere Verwalterehepaar Grau einziehen können, die bislang im Erdgeschoss wohnen.

Erst im Anschluss kann man die Arbeiten daher im unteren Bereich in Angriff nehmen. „Wir haben zwar nun Erkenntnisse aus den bisherigen Arbeiten, aber dennoch sind wir vor weiteren Überraschungen nicht gefeit“, mutmaßt Schindler. Allerdings wurde durch das Entfernen einer Wand bereits ein Teil des „Porrique Parterre“, des großzügigen Foyers und Eingangsbereichs freigelegt. In diesem sollen dann spätestens zum Saisonbeginn im Frühjahr 2016 der neue Museumsshop und der Eingangsbereich eröffnen. „Der Zeitplan sieht derzeit vor, dass wir bis zum Spätsommer 2015 fertig sind. Eine Eröffnung macht aber keinen Sinn mehr, da die Grabkapellensaison im Oktober endet.“ Zudem muss man vermutlich mit weiteren Überraschungen rechnen. Wohl auch beim Preis. Ursprünglich wurden die Kosten auf 900 000 Euro veranschlagt. Aufgrund der zusätzlichen Aufgaben wird dies vermutlich nicht reichen. Dafür dürfen sich die Besucher auf ein historisch bedeutsames Schmuckstück freuen.

Erster Erfolg des Denkmalschutzs im Untertürkheimer Bahnhof

weiss
Die seit ca. drei Jahren beanstandeten weißen Fensterahmen (oben) des Imbisses im Bahnhof wurden durch
Rahmen mit der ursprünglichen braunen Farbe getauscht (unten) - ein erster Erfolg des Denkmalschutzes!
Positiv ist auch der Wechsel zu Holzstühlen statt Plastikstühlen.
Fenster
8/2014 - Fotos:Enslin

WANTED: Beide Strümpfe der Aktion „Bunt statt grau“  in Untertürkheim gestohlenRohr2

Gesucht wird  der handgestrickte bunte Strumpf vom Abluftrohr auf dem Karl-Benz-Platz in Untertürkheim.

Am Samstagabend, 26.7.2014  wurde er eigenhändig von den drei Untertürkheimer Strickerinnen auf dem Abluftrohr zwischen den Stadtbahngleisen angebracht.

Am Sonntag früh war er spurlos verschwunden!

Wer hat Beobachtungen zum Diebstahl gemacht?

Der Strickstrumpf am zweiten Abluftrohr wurde
zwei Tage später auch gestohlen
.

Hinweise bitte an runder-tisch@wirtemberg.de
Aktion „Bunt statt grau“   Untertürkheim - Klaus Enslin -
WANTED














Rohr


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Fotos: Enslin,
Blumenstock




Großbaustelle im Mercedes-Benz-Werk sorgt für Lärmbelastung

DaimlerSeit einigen Tagen hört man verstärkt die Baumaschinen von der Großbaustelle für das neue Motorenwerk- gebäude kurz hinter der Untertürkheime Pforte.

Besonders am Güterbahnhof sowie auf dem Mönchberg sind die Bohrmaschinen gut "hörbar". Es werden zahlreiche Bohrungen für die Betonpfähle für das Fundament des Neubaus hergestellt. Besonders das Abschütteln der Erde aus dem Bohrgerät verursacht den Lärm.

Foto: Enslin

Das Bahnhof-Graffito in der Bahnunterführung von Marko Engelmann ist vollendet
Foto-Bericht in der BILD-Stuttgart am 21.7.2014

Graffiti von Marko Engelmann
Das Bahnhof-Graffito in der Untertürkheimer Bahnhofunterführung von Marko Engelmann - Foto: Enslin

Die neue Bezirksvorsteherin will vieles ändern

WenzelSTGT. Zeitung - Caroline Leibfritz, 25.07.2014
Am 1. Oktober tritt Dagmar Wenzel ihr neues Amt als Bezirksvorsteherin an.
Untertürkheim - Seit der vergangenen Woche ist klar, wer Untertürkheims neues Oberhaupt wird. Am 1. Oktober tritt die bisherige Stellvertreterin des amtierenden Bezirksvorstehers Klaus Eggert, Dagmar Wenzel, die Nachfolge ihres bisherigen Chefs an. Nach neun Jahren im Bezirksamt weiß Wenzel, wo die Untertürkheimer der Schuh drückt. So hat sie schon zwei Monate vor ihrem Amtsantritt eine recht genaue Vorstellung von den Aufgaben, denen sie sich in erster Linie widmen will.

Zum einen, sagt Dagmar Wenzel, wünsche sie sich einen stärkeren Zusammenhalt unter den Bürgern Untertürkheims – unabhängig von deren Herkunft. Außerdem wolle sie die Arbeitslosigkeit, die im Ortskern Untertürkheims mit 8,5 Prozent recht hoch sei, bekämpfen. „Dazu wollen wir vermehrt Bildungsangebote für Erwachsene schaffen, die die Leute direkt vor Ort nutzen können“, sagt Wenzel. „Denkbar wäre hier zum Beispiel, dass die Volkshochschule vielleicht Kurse in Untertürkheim anbietet und dass es von den Vereinen Sportangebote oder musikalische Früherziehung gibt.“

Wenzel hofft auf Förderungen zur Bezirksentwicklung

Ein weiteres wichtiges Thema ist für Dagmar Wenzel die städtebauliche Fortentwicklung des Bezirks. Nachdem eine Förderung zur Ortskernsanierung ausgelaufen und die Gelder aufgebraucht sind, hofft die künftige Bezirksvorsteherin, dass Untertürkheim mittelfristig in ein neues Stadtsanierungsprogramm aufgenommen wird. Dazu, meint sie, müsse sie sich aber erst noch einen Überblick über die Fördermöglichkeiten verschaffen und sich erkundigen, wann eine Förderung möglich sei.

Auch die Verschönerung des Ortes liegt der 44-jährigen Mutter von zwei Kindern am Herzen. Daher soll der Karl-Benz-Platz hochwertiger und einladender werden – beispielsweise durch neue Bänke und eine ansprechende Bepflanzung. Vorstellbar, so Wenzel, sei auch, den Karl-Benz-Platz als „Ort der vielfältigen Kunst“ zu nutzen und dort Ausstellungen zu veranstalten. Eventuell sei es auch möglich, über einen bestimmten Zeitraum hinweg Künstler auf dem Platz arbeiten zu lassen, denen die Passanten über die Schulter schauen können. Erfreulich, meint Dagmar Wenzel, wäre es, wenn sich etwa Daimler als größtes Unternehmen im Stadtbezirk finanziell an der Verschönerung Untertürkheims beteiligen würde.

Dagmar Wenzel freut sich auf ihre neuen Aufgaben

Doch bei allen Aufgaben und Herausforderungen, die es zu meistern gilt, will sich Dagmar Wenzel auch auf das besinnen, was in ihrem Bezirk schon heute positiv ist. „Wir haben den Daimler als großes Unternehmen, wir haben den Weinbau und wir haben super Lagen wie Rotenberg und Luginsland“, sagt Wenzel. „Darauf können wir als Untertürkheimer stolz sein und diesen Stolz dürfen wir auch zeigen.“

Ihren neuen Aufgaben als Bezirksvorsteherin blickt die 44-Jährige mit Freude entgegen. Der Posten sei eine „schöne Veränderung“. In ihrer neunjährigen Tätigkeit als stellvertretende Bezirksvorsteherin sei bereits eine große Verbundenheit mit dem Bezirk und den dort lebenden Menschen entstanden, erklärt sie. Als neues Bezirksoberhaupt wolle sie Ideen und Impulse aus dem Bezirksbeirat und aus der Bürgerschaft in den Gemeinderat und in die Stadtverwaltung tragen, um neue Konzepte zu entwickeln.

Vor ihrem Amtsantritt will Wenzel noch Urlaub machen

Doch bevor sie am 1. Oktober ihr neues Amt antritt, will sich Dagmar Wenzel noch eine kleine Auszeit gönnen. In den Sommerferien reist sie für drei Wochen mit ihrer Familie nach Föhr.

Der Gemeinderat hatte Dagmar Wenzel am 17. Juli 2014 mit 46 von 57 Stimmen zur neuen Bezirksvorsteherin von Untertürkheim gewählt. Es gab keine Gegenkandidaten.


Dagmar Wenzel wird Bezirksvorsteherin von Untertürkheim

18.07.2014 www.stuttgart.de

Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart hat in seiner Sitzung am 17. Juli 2014 Dagmar Wenzel mit 46 von 57 Stimmen zur neuen Bezirksvorsteherin von Untertürkheim gewählt. Es gab keine Gegenkandidaten.

Dagmar Wenzel wurde am 13. November 1969 geboren. Nach dem Vorbereitungsdienst und dem Studium für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Braunschweig von 1990 bis 1993 war sie zunächst Sachbearbeiterin im Sozialamt im Landkreis Helmstedt. Von 1996 bis 2000 arbeitete sie als Kommunalaufsichtsbeamtin und Leiterin des Büros des Kreistages im Haupt und Personalamt. Dagmar Wenzel wird Bezirksvorsteherin von Untertürkheim.
Danach wechselte sie zum Landratsamt Tübingen, wo sie als Sachbearbeiterin im Jugendamt tätig war.
Seit Dezember 2001 ist Dagmar Wenzel Mitarbeiterin bei der Landeshauptstadt Stuttgart. Zunächst war sie Standesbeamtin und Stellvertretende Bezirksvorsteherin in Degerloch. Seit 2005 ist sie Standesbeamtin und Stellvertretende Bezirksvorsteherin in Untertürkheim.

Dagmar Wenzel sagte, in ihrer neunjährigen Tätigkeit als Stellvertretende Bezirksvorsteherin sei eine große Verbundenheit mit dem Bezirk und den dort lebenden Menschen entstanden. Als Bezirksvorsteherin will sie die Ideen und Impulse aus dem Bezirksbeirat und der Bürgerschaft in den Gemeinderat sowie in die Stadtverwaltung tragen, um neue Konzepte zu entwickeln. Zu den künftigen Schwerpunkten zählt Wenzel die städtebauliche Entwicklung. Unter anderem will sie die Aufenthaltsqualität der öffentlichen Plätze verbessern.

Rangliste maroder Schutzhütten ermittelt

UNTERTüRKHEIM: Renovierung des Unterstands im Gögelbach verzögert sich - Geldmittel fehlen Hütte

UZ vom 9.7.2014

Die Schutzhütte am Gögelbach steht auf „wackligen Füßen“ und das Dach ist nicht mehr ganz dicht. Die Sanierung würde circa 30 000 Euro kosten. Foto: Enslin

(mk) - Der Bezirksbeirat hat schon vor Monaten die Renovierung der Schutzhütte im Gehrenwald gefordert. Der bei Wanderern beliebte Unterstand am Gögelbach ist marode. Eigentlich wollte das Garten-, Friedhofs- und Forstamt das Gebäude aus Holz bereits abreißen und neu bebauen. „Im Rahmen einer Umfahrt haben Experten alle Schutzhäuschen im Stadtbezirk angeschaut. Nun wollen sie eine Rangliste der renovierungs-würdigen Hütten aufstellen“, berichtet die stellvertretende Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel.

Der Pfad entlang des Gögelbachs in Richtung der Vereins- und Waldheime gehört für die Untertürkheimer und Luginsländer zu einem der beliebtesten Spazierwege. Hundebesitzern, die dort Gassi gehen, Jugendlichen auf dem Weg zum Training, Senioren, die einen Spaziergang machen oder die nahe Besenwirtschaft besuchen und Wanderern ist die Schutzhütte ein Begriff. Vielleicht hat sie dem einen oder anderen als Unterstand bei Regen und Schnee bereits gute Dienste geleistet. Allerdings mit dem Schutz ist es so eine Sache. Die Fachleute vom Garten-, Friedhof- und Forstamt haben vor zwei Jahren festgestellt, dass sich das aus Holz errichtete, einfache Gebäude nach hinten absenkt. Zudem gehört das Dach endlich gerichtet, es regnet herein. Der Kostenvoranschlag für die Sanierung liegt bei knapp 30 000 Euro. Die Mittel waren bereits fest eingeplant und bewilligt. Mit den Bauarbeiten sollte zunächst im Herbst vergangenen Jahres und dann im Frühjahr begonnen werden. Noch hat kein Handwerker etwas zum Erhalt des Häuschens getan. Stattdessen hat sich eine Expertenkommission nochmals ein Bild gemacht. „Und zwar nicht nur von dieser Schutzhütte. Im Zuge einer Rundfahrt in unserem Stadtbezirk haben wir uns etwa ein Dutzend Unterstände und Schutzhäuschen angeschaut“, sagt Bezirksvorsteher Klaus Eggert.

Auch unterhalb der Rotenberger Kelter und im Bereich der Egelseer Heide stünden einige, die in einem ähnlich renovierungsbedürftigen Zustand wie das Exemplar am Gögelbach seien. Die Mängel jedes einzelnen seien notiert worden. „Weil die Mittel knapp sind, wollen die Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts nun eine Rangliste erstellen. Bei der Feststellung der Prioritäten wird die Bedeutung des Unterstands eine Rolle spielen“, so Eggert. Er lässt keinen Zweifel daran, welche Schutzhütte nach seiner Meinung an oberster Stelle stehen sollte. Auch im Namen des Bezirksbeirats habe er die Wichtigkeit der Gögelbach-Schutzhütte nochmals hervorgehoben. „Sie liegt zwar ortsnah, erfüllt aber dennoch die Schutzfunktion, da viele Spaziergänger und Wanderer in ihr Unterschlupf oder eine Rastmöglichkeit finden.“ Zudem spreche für den Standort, dass es keine Klagen von den Nachbarn gebe.

Umstrittener Standort für neue Bücherzelle

UNTERTüRKHEIM - UZ 8.7.2014:
Bürgerinitiative will altes Telefonhaus in Fußgängerzone als öffentliches Bücherregal aufstellen


>> Video von der Putzaktion hier <<

BuchzelleEinige Bürger wollen eine Bücherzelle - ein öffentliches Bücherregal - in der oberen Widdersteinstraße platzieren Fotomontage: Nicht-Roth

Eine Idee, die in vielen Orten Erfolge feiert, soll nun auch in Untertürkheim verwirklicht werden. Auf Initiative einiger Bürgerinnen und Bürger soll in der Widdersteinstraße eine „Bücherzelle“ aufgestellt werden. „In einem ausrangierten Telefonhäuschen können die Bürger Bücher einstellen und kostenlos mitnehmen“, sagt Initiativensprecherin Andrea Nicht-Roth. Kontroverse Debatten gab es im Bezirksbeirat aber über den Standort vor der Begegnungsstätte und über die Zuschuss- würdigkeit. - Von Mathias Kuhn -

Zwei Fliegen mit einer Klappe wollen die Bürgerinnen und Bürger mit der Bücherzelle schlagen. Zum Einen sollen Untertürkheimerinnen und Untertürkheimer zum Lesen animiert werden. „Gleichzeitig wollen wir die eher tote Fußgängerzone mit Leben füllen“, erklärte Nicht-Roth den Bezirksbeiräten. Aufgegriffen haben die Initiatoren, darunter der Kulturhausverein und der Bürgerverein, deswegen ein Konzept, das in vielen deutschen Orten bereits Gefallen findet. Die Untertürkheimer Initiative will ein öffentliches Bücherregal aufstellen. „Bürger können dort Bücher, die sie nicht mehr benötigen, einsortieren beziehungsweise kostenlos mitnehmen“, erklärt Nicht-Roth das Prinzip. In vielen Städten wurden Stahl- oder auch Holzregale mit tiefen Böden aufgestellt, die die Bücher vor Regen und Schnee schützen sollen. In jüngster Zeit tauchten jedoch auch besondere Bücherregale auf: ausgediente, gelbe Telefonhäuschen, in denen Regale eingezogen werden. „Sie sind optisch weitaus attraktiver und zudem gerade bei Wind und Wetter praktisch“, meinte Nicht-Roth. Ein weiterer Vorteil: Die Deutsche Telekom gibt gerade bundesweit viele Standorte auf und rangiert die nicht mehr benötigten Zellen aus. Statt auf dem Schrotthaufen zu landen, könnten die gelben Zellen als Blickfang, als nostalgische Reminiszenz an frühere Zeiten sowie „als Futterstation für Leseratten und Bücherwürmer eine neue Verwendung finden“.

Einen Standort haben sich die Untertürkheimer bereits ausgeschaut: In der Bezirksbeiratssitzung schlugen sie den Platz zwischen Widdersteinapotheke und Begegnungsstätte vor. „Der Platz am oberen Ende der Widdersteinstraße ist mit der Sitzbank unter den Schatten spendenden Bäumen eigentlich lauschig, wird jedoch nur selten genutzt“, so Nicht-Roth. Die Initiative hofft, dass sich dies durch die neue Bücherzelle ändert. „Die Erfahrung aus Orten mit öffentlichem Bücherregal zeigt, dass sich dort immer wieder Menschen treffen, schmökern und miteinander ins Gespräch kommen. Wir erzeugen Wohnzimmerflair im öffentlichen Raum“, so Nicht-Roth.

Dementsprechend positiv nahm die Mehrheit der Bezirksbeiräte das Grundkonzept auf. „Die Idee ist charmant. Die Regale in der Telefonzelle sehen gepflegt aus. Über die erhobenen Kosten und den Standort müsste man vielleicht nochmals nachdenken“, meinte Eduard Zaiß (Freie Wähler). „Der Ansatz, die Fußgängerzone zu beleben ist super, der Standort klug gewählt. Dort oben fehlt noch ein Magnet“, pflichtete auch Matthias Mitsch (CDU) bei. Werner Feinauer (SPD) lehnte die Bücherzelle dagegen aus zwei Gründen ab. Zum Einen fürchtet er, dass die Telefonzelle verschmutzt oder gar zerstört wird und Folgekosten auf die Stadt zukommen. Zum Zweiten missfällt ihm der Standort in unmittelbarer Nähe der AWO-Begegnungsstätte. „Zur Aufstellung der Bücherzelle im Straßenraum ist eine Sondergenehmigung erforderlich. Etliche Ämter müssen ihre Zustimmung geben“, erklärte Dagmar Wenzel, die stellvertretende Bezirksvorsteherin, die die Sitzung souverän leitete. Dabei werde auch Rücksicht auf die Müllfahrzeuge und Lastwagen genommen, die die Widdersteinstraße befahren müssen. Mit zehn zu zwei Stimmen votierten die Bezirksbeiräte für die Idee. Sie wollen sich zusätzlich an der Finanzierung beteiligen und die Hälfte der Kosten übernehmen.

Friedhofsamt will 40 Baumgräber in Untertürkheim einrichten

UZ 3.7.2014 -UNTERTüRKHEIM: Zusätzliche Rasengräber auf freier Grünfläche geplant - Bezirksbeirat fordert Urnenwand

Die Bestattungskultur ist im Umschwung begriffen. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt trägt dem nun auch auf dem Untertürkheimer Friedhof Rechnung. 40 Baumgräber sollen kurzfristig angeboten werden. Auch Rasengräber sind rasch realisierbar. Die Bezirksbeiräte forderten zudem, weitere alternative Bestattungsmöglichkeiten in Untertürkheim zu ermöglichen. Mit einer Zweidrittelmehrheit plädierten die Bezirksbeiräte, die Errichtung einer Urnenwand weiterzuverfolgen. - Von Mathias Kuhn -

Nicht nur die Lebensziele haben sich verändert, sondern auch die Wünsche, was nach dem Tod passiert, sind im Wandel begriffen. „Waren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Feuerbestattungen noch deutlich in der Minderheit, hat sich das Verhältnis heute umgedreht“, sagt Martin Kerlen vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF). 70 Prozent neuer Urnengräber stehen 30 Prozent Erdbestattungen gegenüber. Der Wunsch nach pflegeleichteren Gräbern wird immer größer. Dem kann sich auch die Stadtverwaltung nicht mehr verschließen. Die im Frühjahr in Kraft getretene, neue Friedhofssatzung der Stadt ermöglicht nun auch alternative Bestattungsformen. „Ziel ist es aber, dass die Ästethik unserer zum Teil alten, traditionellen Friedhöfe erhalten bleibt“, erklärte Kerlen während der Bezirksbeiratssitzung. Schließlich stehen 13 der 41 Stuttgarter Friedhöfe unter Denkmalschutz. „Große Bauwerke würden das Aussehen vieler Friedhöfe verändern“, meinte Kerlen. Er sprach sich damit gegen die vom Bezirksbeirat gewünschte Urnenwand aus.

Allerdings sollen andere, alternative Bestattungsformen wie Rasen-, Baum- oder Gemeinschaftsgräber zunehmend angeboten werden. „In Untertürkheim könnten wir kurzfristig 40 Baumgräber realisieren“, überraschte Kerlen die Bezirksbeiräte. Einige Bäume sind bereits markiert. Im Übergangsbereich zwischen dem alten und neueren Teil des Untertürkheimer Friedhofs steht eine Lindenallee und in unmittelbarer Nähe ist eine offene Grasfläche. Pro Baum könnten, laut Kerlen, theoretisch vier Gräber - in alle vier Himmelsrichtungen ein Standort - eingerichtet werden. Die Urnen werden dabei im Abstand von 2,0 bis 2,5 Metern vom Stamm in die Erde gelegt. Am Stamm kann eine bronzene Plakette aufgehängt werden, auf der die Namen und Daten der Verstorbenen stehen. „Aktuell könnten wir rund 40 Baumgräber kurzfristig gewährleisten“, verriet Kerlen. Sobald die benachbarten Erdgräber aufgegeben werden, kämen 66 weitere Baumstandorte dazu. Auf der angrenzenden Wiese stehen weitere Bäume, unter denen ebenfalls Gräber eingerichtet werden könnten. Zusätzlich stellte Kerlen die Herstellung von Rasengräbern auf der offenen Wiesenfläche in Aussicht. „Mittelfristig, da hierzu aufwendige Liegeplatten auf der Rasenfläche verlegt werden müssten.“

Die Bezirksbeiräte waren von den Baumgräbern angetan. „Die Bestattungskultur hat sich im Laufe der Jahrhunderte stets geändert, so auch jetzt. Die Zeit für Baumgräber ist gekommen, unsere Friedhöfe erhalten damit Parkcharakter“, so Eduard Zaiß (Freie Wähler). Dennoch wollte die Mehrheit der Lokalpolitiker die Chance auf weitere Alternativen nicht aufgeben. „Wir wollen die Vielfalt aller möglichen Bestattungsarten bieten“, meinte CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Mitsch. Dazu zähle für ihn und andere auch eine Urnenwand.

Kerlen entgegnete zwar, dass Urnenwände eine teure Investition für Friedhofsbetreiber und oft auch optisch weniger attraktiv seien. Bei vier Gegenstimmen forderten acht Bezirksbeiräte die Stadtverwaltung dennoch auf, auch den Bau eines Kolumbariums zu prüfen.

STUTTGART 21 - Hilfsbrücken für Rettungszufahrt sind eingebaut

UNTERTüRKHEIM/WANGEN - UZ 31.5.2014:
Bauarbeiten für Tunnelröhren im Zeitplan -
31 Meter tiefer Schacht in Ulmer Straße ausgehoben

Benzstrasse
In den vergangenen Wochen wurden Hilfsbrücken auf Höhe der Gaggenauer Straße
unter den Gleisen der stark frequentierten Bahntrasse von Stuttgart in Richtung
Plochingen/Ulm verlegt. Foto: DB PSU GmbH

Seit vergangenem Sommer wird auf der Stuttgart-21-Baustelle an der Benzstraße eine Rettungszufahrt zum Servicebahnhof errichtet - zu Beginn lautstark, mittlerweile haben die Spezialisten fast unbemerkt Hilfsbrücken unterhalb der Gleise eingezogen, damit von Juni an die Rettungszufahrt gebaut werden kann. Auch auf der gegenüberliegenden Neckarseite kommen die Mineure gut voran. Der Schacht für den Zwischenangriff Ulmer Straße ist inzwischen bis zur Sohle ausgehoben. - Von Mathias Kuhn -

Was am Barbara-Tag, dem Tag der Bergleute und Tunnelbauer, spektakulär begann, hat mittlerweile das erste Etappenziel erreicht. Mit einem Baggerbiss gab Wangens Bezirksvorsteherin und Tunnelpatin Beate Dietrich am 4. Dezember 2013 den Startschuss für die Schachtbauarbeiten auf dem Gelände in der Ulmer Straße. Die Bahn hat dort einen Zwischenangriffspunkt für den Bau des Stuttgart-21-Tunnels eingerichtet, der vom künftigen Tiefbahnhof nach Unter- und Obertürkheim führt. Der Tunnel führt mit zwei parallel verlaufenden, eingleisigen Röhren vom Tiefbahnhof unter Gablenberg hindurch zur Baustelle in Wangen. Anschließend unterqueren die Röhren den Neckar und verzweigen sich.

Ein Ast führt auf Höhe Hafenbahnstraße in die Zugstrecke Richtung Plochingen. Der andere unterquert das Mercedes-Benz-Werk und gelangt auf dem heutigen Güterbahnhof ans Tageslicht. Die Tunnelröhren werden vom Hauptbahnhof, aber eben gleichzeitig auch vom Zwischenangriffspunkt in der Ulmer Straße aus, vorangetrieben. „Deswegen benötigen wir auf dem Gelände in der Ulmer Straße einen Schacht, von dem aus wir die Röhren sowohl in Richtung Hauptbahnhof als auch nach Unter- und Obertürkheim erstellen und das Erdmaterial ins Freie transportieren können“, verdeutlichte bei der feierlichen Tunneltaufe vor sechs Monaten ein Sprecher des Bahnprojekts die Rolle der Wangener Baustelle. „Mittlerweile ist der Schacht bis zur Sohle, also auf etwa 31 Meter Tiefe, ausgehoben“, verkündet eine Pressesprecherin des Bahnprojekts einen ersten Erfolg. In den kommenden Monaten werde der seitliche Zuführungsstollen in den Berg getrieben, von dem aus die eigentlichen, zwei eingleisigen Tunnel in Richtung Hauptbahnhof und Untertürkheim „gegraben“ werden.

S-Bahnverkehr umgeleitet

Auch auf der Untertürkheimer Seite liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Im Bereich der Benzstraße hat die Bahn eine weitere Baustelle erstellt. Dort wird eine Rettungszufahrt eingerichtet, die während der Zeit des Tunnelbaus als Baustellenzufahrt genutzt wird. Auf dem einstigen Güter- soll der neue Servicebahnhof entstehen. Ein Ast der Tunnelröhre wird auf dem Gelände enden und damit den wichtigen Ringschluss für Stuttgart 21 bilden. Die Vorbereitungen für die Anschlussarbeiten sind in vollem Gange. „Im Bereich der künftigen Rettungszufahrt an der Benzstraße hat die Bahn die Baufreiheit für die Zufahrt hergestellt“, so die Bahnsprecherin. Und zwar unter erschwerten Bedingungen. Nämlich, ohne den Zugverkehr auf der stark frequentierten Trasse zu gefährden. Dazu wurden an 13 Wochenenden Gleise gesperrt und der S-Bahnverkehr umgeleitet. Während die Züge übers Gleisbett ratterten, wurden unterm Nachbargleis Stahlträger eingezogen. Die Hilfsbrücken sind mittlerweile eingebaut. „Im Juni beginnen wir, die Rettungszufahrt zu erstellen. Im Anschluss werden die hinter den Hauptgleisen liegenden Ingeniuersbauwerke, die 280 Meter lange Tunnelrampe im Trog, parallel zum Abstellbahnhof gebaut“, so die Sprecherin.

An der dritten Tunnelbaustelle in den Oberen Neckarvororten - dem Abschnitt an der Hafenbahnstraße - wurden im Frühjahr Erkundungsbohrungen durchgeführt und Ortungsschächte gegraben. Die Ergebnisse werden gerade ausgewertet. Im Sommer soll mit den Hauptbaumaßnahmen begonnen werden. Im Rahmen einer Bezirksbeiratssitzung wollen Fachleute der Bahn am Dienstag, 3. Juni 2014, weitere Einzelheiten den Bürgern vorstellen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Luthersaal der Andreaskirche, Heidelbeerstraße 5. Mit dabei ist die Bürgerbeauftragte Alice Kaiser und Vertreter des Ordnungsamts.

STZ 28.5.2014 -99 Jahre ungehörtes Untertürkheim

Wahlergebnis der Gemeinderatswahl in Stuttgart am 25. Mai 2014
UNTERTÜRKHEIM mit 16 242 Einwohnern erhält 11 Bezirksbeiräte  - 2009 - 2014 - (2009: SÖS+LINKE: +1)

Stuttgart - Partei

GRÜNE
CDU
SPD
FDP
Freie Wähler
SÖS
DIE LINKE
REP
AfD
PIRATEN
STAdTISTEN
Stud. Liste - junges Stuttg.

Stuttgart - Prozent

24,0
28,3
14,3
5,9
7,1
5,4
4,5
0,7
4,7
2,0
1,7
1,2

Uth. 11 Bezirksbeiräte

GRÜNE - 2 - 2 -
CDU - 3 - 4 -
SPD - 3 -2 -
FDP - 1 - 1 -
Freie Wähler - 2 - 1 -
SÖS - 0 -0 -
DIE LINKE - 0- 0 -
REP - 0 - 0
AfD -0 -1 -
PIRATEN - 0 - 0 -
STAdTISTEN - 0 - 0
Stud.Liste-jung. Stuttg. 0

Untertürkh. Prozent

19,2
32,6
16,1
5,1
10,6
3,7
4,3
0,5
4,6
1,5
0,9
0,9

Wahlbeteiligung Stuttgart
46,6 %
Wahlbeteiligung Untert.
41,5 %
Leider hat kein Kandidat aus Untertürkheim ausreichend Stimmen für den Gemeinderat erhalten! Schade.
Anmerkung: Sitzverteilung aufgrund des Wahlergebnisses, vorbehaltlich Änderungen der Bezirksbeiräte aufgrund von Fraktionsgemeinschaften.

RothBunter Farbtupfer am Straßenrand

UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 27.5.2014:
IHGV-Betrieb pflanzt Frühjahrsblüher ins Beet in der Arlbergstraße

Ein weiterer Blickfang - wenn er nicht zugeparkt wird: Das neu bepflanzte Beet
vor der Buchhandlung Roth in der Arlbergstraße - unten die Abfalleimer- beklebung. Fotos:Enslin

(mk) - In Untertürkheim wird‘s immer bunter: Nachdem der IHGV bereits 40 Geranien-Ampeln an den Laternenmasten im Ortskern anbringen ließ, hat nun der Mitgliedsbetrieb Heinermann das Beet vor der Buchhandlung Roth mit herrlichen Blumen bepflanzt. Farbtupfer für einen attraktiven Ortskern.

Nicht nur kritisieren, sondern selbst etwas bewegen, dieses Motto haben sich die Aktiven des Industrie-, Handels- und Gewerbevereins (IHGV) Untertürkheim vorgenommen - undumgesetzt. Monatelang haben die Bürger das Aussehen der Fußgängerzone und des AbfallBereichs um den Bahnhof angeprangert. Da die Stadtverwaltung wenig gegen die Verwahrlosung unternahm, wurden der IHGV und Bürgerinitiativen aktiv. Beide wünschten sich mehr Farbe ins triste Grau.

Als erstes bekam der Treppenaufgang von der Bahnhofsunterführung einen bunten Anstrich. Ende April waren dann die IHGV-Aktiven um Klaus Drechsel, Blumen Ellinger, Blumen Kumfert und Gärtnerei Heinermann farbenbringende Heinzelmännchen.

Die Floristen brachten 40 Pflanzkübel mit Geranien an den Lichtmasten an. Damit nicht genug. Uta Zaiß-Heinermann pflanzte das kleine Beet in der Arlbergstraße vor der Buchhandlung Roth mit herrlichen Frühjahrsblühern an - sehr zur Freude der Passanten, die den Bahnhof verlassen. Sie blicken - wenn nicht gerade ein Auto im Beet parkt - auf Farbtupfer. „Auch die Geranien-Ampeln kommen gut an“, freut sich Drechsel. Die Pflanzen werden regelmäßig gegossen und bislang sei „nur“ eine Ampel beschädigt worden. Bürger haben für einen weiteren Blickfang gesorgt. Freche Sprüche auf gelbem Papier kleben an den Abfallkörben und machen Fußgänger darauf aufmerksam, ihren Müll in ihnen zu entsorgen.

110 Jahre - Cleverer Schultes lockt Daimler nach Untertürkheim

UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 26.5.2014: Vor genau 110 Jahren ging das Stammwerk in Betrieb

1904 Schmiede
Das neue Werk der Daimler-Motoren-Gesellschaft ging heute vor 110 Jahren auf dem Gelände des
Untertürkheimer „Kieswasens“ zwischen Neckar und der Eisenbahnline in Betrieb.

Der 26. Mai 2014 ist für die Daimler AG ein historischer Tag. Heute vor 110 Jahren wurde der Umzug von den Fabrikhallen im Cannstatter Seelberg abgeschlossen und das Daimler-Stammwerk in Untertürkheim in Betrieb genommen. Mit viel Verhandlungsgeschick war es Untertürkheims Schultes Eduard Fiechtner gelungen, die Autopioniere Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach vom Gelände im Gewann Kies zu überzeugen. Heute produzieren 17 900 Mitarbeiter im mittlerweile auf sechs Teile erweiterten Werk die Herzstücke der Automobile mit dem Stern: Motoren, Getriebe, Achsen und zugehörige Komponenten.

Von Mathias Kuhn

Bei den Werksbesichtigungen, die Thomas Thum und Jean-Francois Hammer anbieten, darf ein Stopp an einem fast unscheinbaren Gebäude in der Mitte des Werksgeländes nicht fehlen: die Schmiede. Die Inschrift „Daimler-Motoren-Gesellschaft“ an der Fassade verweist auf ihre historische Bedeutung. „Seit 110 Jahren wird sie als Schmiede genutzt“, sagt Thum. Sie ist das einzige Original-Relikt aus der Gründerzeit. Und die einfache Schmiedewerkstatt war 1904 das Herzstück des neuen Daimler-Motorenwerks.

Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach hatten 1886 im Gartenhaus der Cannstatter Villa der Familie Daimler den ersten schnelllaufenden Motor erfunden und damit die Grundlagen für den Siegeszug des Automobils geschaffen. Kontinuierlich stieg der Absatz nach Neuwagen. Die Werkstatthallen im Cannstatter Seelberg-Gebiet platzten um 1897 aus allen Nähten. Maybach und Daimler suchten nach Ersatz. Grundstücke in Schorndorf, Fellbach, Wangen und Untertürkheim kamen in die engere Wahl. Dem Verhandlungsgeschick des Untertürkheimer Schultes Eduard Fiechtner ist es zu verdanken, dass das Brachgelände im Gewann „Kies“ das Rennen machte. Das als Kieswasen bekannte Areal bot mit seiner Anbindung an die Zugstrecke Stuttgart - Ulm und Zugang zum Neckar beste Voraussetzungen.

FiechtnerFinanzgenie Fiechtner legte noch ein Pfund auf die Waage: Die Gemeinde Untertürkheim baute ein Wasserkraftwerk als Energielieferant für die Autoproduktion. Am 14. August 1900 unterzeichneten Vertreter der Gemeinde Untertürkheim und der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) den Vertrag über das 185 000 Quadratmeter große Grundstück. Daimler erlebte dies nicht mehr, erstarb im März 1900.

Die Bauarbeiten wurden sofort in Angriff genommen. Ursprünglich war eine schrittweise Verlagerung der Produktion vom Seelberg nach Untertürkheim geplant gewesen. Die Pläne gingen in Rauch auf: Am 9. Juni 1903 brach in den Fabrikhallen im Seelberg ein Brand aus, der die Werkstätten samt 60 Neuwagen zerstörte. Doch bereits im Dezember 1903 war ein erheblicher Teil der Produktion in Untertürkheim wieder in Betrieb. Die Verwaltung der DMG siedelte am 26. Mai 1904 über. Die Verlegung wurde am 17. Oktober 1904 ins Handelsregister eingetragen. Rund 45 000 Quadratmeter des Grundstücks waren damals mit fünf Hauptgebäuden bebaut.

Die DMG konnte die Fertigungsprozesse in die eigenen Hände nehmen. Nach der Schmiede folgten 1905 die Reparaturabteilung, 1906 die Gießerei und die Karosserieabteilung. Das Autounternehmen und das Werk wuchsen kontinuierlich. 1909 wurden 671, 1910 bereits 1106 Fahrzeuge und 1914 trotz Kriegsbeginn fast 2000 Autos verkauft. Im Werk arbeiten rund 3000 Arbeiter. 1913 wurden Flächen hinzugekauft und das Werk auf mehr als 220 000 Quadratmeter erweitert.

Was vor 110 Jahren mit der Schmiedewerkstatt begann erstreckt sich heute auf einer Werksgeländefläche von 2 060 045 Quadratmeter Fläche entlang des Neckartals. In den sechs Werkteilen von Bad Cannstatt bis Mettingen arbeiten heute 17 900 Beschäftigte. Moderne Produktionsverfahren und innovative Technologien zeichnen den Standort aus: Verbundbremsscheiben in der neuen S-Klasse, innovative Beschichtungsverfahren machen hocheffiziente Motoren noch umweltfreundlicher, das neue 9GTronic-Getriebe und ein Blick in „ihre“ historische Schmiede würden Daimler und Maybach jubilieren lassen. Äußerlich noch Original 1904, wird im Innern der denkmalgeschützten Schmiede mit hochmodernen Schmiedeverfahren produziert. „Das Beste oder Nichts“ - heute wie vor 110 Jahren.

Schwäbischer Whisky vom Wirtemberg

WhiskyEtikett
In den neuen Weißeiche-Fässern ruhte und entwickelte sich der Whisky drei Jahre lang,
bevor in Günther Busch nun abfüllte. Foto: Kuhn

UZ 22.5.2014 - Rotenberg (mk) - Seit Montag gibt es den ersten Single Malt Whisky aus Stuttgart. Von gedorrtem Gerstenmalz aus einer Mühle im Schwäbischen Wald hat Günther Busch am 10. Mai 2011 den Malz-Whisky in seiner lizenzierten Brennerei destilliert. Drei Jahre lang durfte sich der edle Alkohol in frischen Weißeichefässern entwickeln. Nicht nur Busch wartete gespannt auf das Ergebnis. Drei Jahre nach der Einlagerung verkostete er die edlen Tropfen. Goldgelb und fein im Aroma, aber mit 54 Volumenprozent kam der Brand aus dem Fass. „Mit mineralischem Wasser haben wir den Whisky auf 42 Prozent heruntergesetzt“, verrät Busch. „Ein Gedicht“, sind sich Kenner einig. In einer 0,35- oder 0,5-Liter-Flasche kann der erste „Wirtemberg Single Malt Whisky“ nun in der Destillerie von Günther Busch, Württembergstraße 205, erworben werden - solange der Vorrat reicht.


busch.guenther@web.de

Bunker5 neue Wohnungen im Betonbunker im Wallmer

Stg. Zeitung Caroline Leibfritz, 17.04.2014

Beim Gedanken an einen Bunker dürften die meisten Menschen zunächst einmal Bilder von Krieg, Angst und Zerstörung im Kopf haben. Die wenigsten werden dabei an das eigene Zuhause denken. Doch für fünf Familien könnte ein Hochbunker in der Sattelstraße in Untertürkheim tatsächlich bald zum Wohnhaus werden. Der Bauträger Nordland Investment mit Sitz im niedersächsischen Langenhagen hat den Bunker bereits im Jahr 2011 gekauft. Jetzt sollen darin fünf Eigentumswohnungen entstehen.

Ursprünglich, erklärt Gregor Breschke von Nordland Investment, habe man den Bunker in seinem jetzigen Zustand komplett verkaufen wollen, um die Umbauarbeiten nicht von Niedersachsen aus steuern zu müssen. Ein Käufer habe sich aber bislang nicht gefunden. „Deshalb bauen wir den Hochbunker nun in Eigenregie um.“ - Foto:Enslin -

Die fünf Wohnungen sollen je 130 Quadratmeter Fläche haben

Insgesamt sollen in dem Bunker, der 1942 gebaut wurde, fünf Wohnungen mit einer Fläche von je 130 Quadratmetern entstehen. Alle Wohnungen werden mit einem großen Balkon ausgestattet, der nach Süd-Osten ausgerichtet ist. Außerdem ist ein Carport mit fünf Autostellplätzen geplant. Auch einen kleinen Spielplatz soll es geben. Im Juni dieses Jahres will der Bauträger mit den Betonschneidearbeiten für die bodentiefen Fenster sowie die Türen beginnen. Der komplette Umbau wird laut Gregor Breschke voraussichtlich etwa zehn Monate dauern. Im Frühjahr 2015 sollen die Wohnungen fertig sein. Nun ist der Bauträger auf der Suche nach Kaufinteressenten, die gerne in einem besonderen Gebäude leben oder die Wohnungen vermieten möchten.

Auf die Idee, einen Bunker zum Wohngebäude umzubauen, kam der Investor durch ein vergleichbares Objekt in Hamburg. „Wir haben dort einen ähnlichen Bunker gesehen und dachten uns, das kann auch an einem anderen Ort funktionieren“, erklärt Breschke. „Da es kein Standard-Wohngebäude wird, gehen wir schon von einigen Interessenten aus.“

Kaufinteressenten können sich an den Bauträger wenden.

=> Bunker in Stuttgart

Radaruntersuchungen im Bunker

UZ- 12.6.2014 - UNTERTüRKHEIM: Baubeginn für Wohnungen im Hochbunker in der Sattelstraße verzögert sich

(ale) - Noch sind keine Arbeiten am Hochbunker in der Sattelstraße zu erkennen, „das Bauprojekt steht aber nicht zur Debatte“, betont Projektleiter Gregor Breschke.

Die Projekt Rentenvorsorge GmbH & Co KG aus dem niedersächsischen Langenhagen will in dem Betonbunker aus dem Zweiten Weltkrieg hochwertigen Wohnraum schaffen. Der Baubeginn verzögert sich um einen Monat, da noch Radaruntersuchungen gemacht werden müssen. Bei den schweren Bombenangriffen auf Stuttgart und das Neckartal zum Ende des Zweiten Weltkriegs dienten die beiden groben Betonklötze an der Sattelstraße als Schutzmöglichkeiten für die Menschen im Wallmergebiet. Seit Jahrzehnten sind sie nicht mehr in Betrieb, zuletzt dienten sie als Lagerfläche. Bereits seit 2011 ist der Hochbunker in der Sattelstraße 46 in Besitz der Projekt Rentenvorsorge GmbH & Co KG.

In dem Bunker aus dem Jahr 1942 sind fünf Wohnungen mit jeweils 130 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Zudem ist ein Carport mit drei Stellflächen und zwei weitere Parkplätze im Freien geplant. Alle Wohnungen sollen zimmertiefe Fenster und einen großzügigen Balkon erhalten. Mit den dafür notwendigen Schneidearbeiten sollte bereits im Juni begonnen werden. „Der Terminplan verschiebt sich aber um circa einen Monat“, sagt Breschke.

Grund dafür sind notwendige Untersuchungen der Beschaffenheit der Betonmauern des Bunkers. Zwar wurde die Statik bereits überprüft, aber mittels aufwendiger Radartechnik wird nun genau die Beschaffenheit untersucht. „Es wird geklärt, wie viel Stahl in dem Beton verbaut wurde.“ Vor allem die Decken stehen im Fokus. Zwar sei die Stärke mit bis zu 1,10 Meter dicken Wänden ausreichend, allerdings „gelten heutzutage andere Baustandards als 1942“. Um nicht alles erst einschneiden zu müssen, habe sich der Bauträger für die zeit- und kostensintensivere Variante der Radaruntersuchung entschieden. „Dann müssen wir im Anschluss nicht wieder alles aufbauen“, sagt Breschke. Vom Erfolg des Wohnprojekts im Bunker ist er mit Blick auf ein geglücktes vergleichbares Vorhaben in Hamburg überzeugt. Spätestens im Frühsommer 2015 sollen die ersten Eigentümer einziehen.

Erste Aktion Untertürkheimer Bürger

“Bunt statt grau – Untertürkheim selber machen” hieß es am Samstag, 15. März 2014 um 10 Uhr in der Unterführung des Untertürkheimer Bahnhofs.

Der Kulturhausverein Untertürkheim hatte in den vergangenen Wochen zwei “Runde Tische” angeboten zum Thema “Wie geht es weiter mit dem Untertürkheimer Ortskern?”, an denen rund hundert Bürger teilgenommen haben.

Fazit der Diskussion: Der Ortskern verwahrlost seit Jahren mehr und mehr, der Niedergang erfasst auch die Fußgängerzone und Hilfe von der Stadt Stuttgart oder von sonst wem ist nirgends in Sicht. Die einzige Möglichkeit: Untertürklheim selber machen! In der Diskussion entstanden viele Ideen für Mikroprojekte, die mit wenigen Mitteln schnell umgesetzt werden können, als Zeichen dafür, dass sich Bürger um ihren Ort kümmern, ihn bunt und lebenswert machen und damit vernachlässigte öffentliche Räume zurück erobern.

Das erste von einer ganzen Reihe solcher Mikroprojekte begann an einem der verdrecktesten Orte von ganz Untertürkheim, dem denkmalgeschützten (!), ältesten Bahnhof Württembergs (neben Bad Cannstatt). Die Aktion, an der sich rund 30 Bürger beteiligten, bietet attraktive, bunte Fotomotive. Vor Ort fanden sich auch Ansprechpartner vom Kulturhausverein und der Bürgerinitiative.

Bunt statt Grau -Treppen-Malaktion vom 15.3.2014 im Bahnhof Untertürkheim Treppe HBF
Treppe
Untertürkheims Bürger werden selbst aktiv
- Foto:Enslin - rechts Beispiel im HBF Stgt.

Verjüngungskur für die alte Kraftwerksturbine von 1924

UNTERTüRKHEIM: UZ 7.3.2014 - EnBW nutzt Reparatur des beim Brand beschädigten Generators für Revision der historischen Kaplan-Turbine

Ein Stück Technikgeschichte tauchte gestern aus der Tiefe auf. Mitarbeiter des Wasserkraftwerks bauten das etwa fünf Tonnen schwere Laufrad der Kaplanturbine aus. Der beim Brand beschädigte Generator ist bereits abgebaut. Die defekten Teile werden gerade neu konstruiert. „Wir nutzen diese Zwangspause, um die reguläre Revision der Turbine vorzuziehen“, sagt Knut Germeier, der stellvertretende EnBW-Betriebsleiter. Die Kaplan-Turbine stammt aus dem Jahr 1924.

- Von Mathias Kuhn -

Turbine 1923

Die wenigsten, die am Backsteinbau gegenüber dem Stadtbad vorbeikommen, ahnen, dass es sich bei dem Bauwerk um ein Stück Landes- und Technikgeschichte handelt. An dem Seitenarm des Neckars steht Württembergs ältestes Wasserkraftwerk. Nicht nur das 112 Jahre alte Gebäude, sondern auch das Innere besitzt Denkmalcharakter, obwohl das Kraftwerk noch täglich Strom erzeugt. Umso spannender gestaltete sich die Aktion, die die EnBW-Mitarbeiter vorbereitet haben. Bei einem Brand im Kraftwerkraum wurde vergangenen August der mächtige Generator beschädigt. Er wurde mittlerweile ausgebaut. Die defekten und durch die Hitze des Brandes verformten Teile werden gerade instand gesetzt. „Da er ein Oldtimer und in seiner Art ein Unikat ist, zu dem es keine Ersatzteile gibt, müssen die Teile originalgetreu angefertigt werden“, erklärt Germeier.

Bis Sommer soll der runderneuerte Generator wieder in Betrieb gehen. Die Zwangspause nutzen die EnBW-Mitarbeiter. Sie haben die turnusmäßige Revision der Turbinenteile, die unter dem Generator und im im Wasser sind, vorgezogen. Die Kaplan-Turbine stammt aus dem Jahr 1924. Sie gilt als eine der ersten Kaplan-Turbinen überhaupt und als die erste derartige Turbine von Bedeutung in Deutschland. „Da ihre Flügel verstellbar sind, kann sie bei schwankenden Zuflüssen einen guten Wirkungsgrad erzielen“, sagt Erhard Starz. Selbst der erfahrene Meister der Instandhaltung beobachtet auch gebannt den Hebevorgang. Das Laufrad war über zwei Gurte mit dem Portalkran verbunden. Gegen 10.25 Uhr begann die heikle Mission. Ein Kraftwerksmitarbeiter bediente vorsichtig den Schalter. Zentimeter um Zentimeter schwebte das vierflüglige Rad aus dem Schacht empor. Mehrere Kollegen achteten darauf, dass das schwere Stück nirgends anstößt. „Es hat einen Durchmesser von rund 2,7 Metern und erreicht bis zu 125 Umdrehungen pro Minute“, erklärte Germeier. In den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde das Laufrad bereits einmal erneuert. Turnusmäßig wurden die Turbinenteile einer Inspektion unterzogen. „Wir werden uns den Laufradmantel genau anschauen sowie das Spiel der Lager und die beweglichen Teile kontrollieren“, erklärte Germeier das weitere Vorgehen.

Plan
Zudem werde die entstandene Zwangspause genutzt, um ein Turbinenlager auszubauen, das noch mit Fett geschmiert wird. Es wird gegen ein zeitgemäßes wassergeschmiertes ausgetauscht. Nach der ersten Inaugenscheinnahme waren Germeier und Starz mit den vier Flügeln und dem Körper des Laufrads zufrieden. „Sieht gut aus“, meinte Starz. Ihm und seinen Mitarbeitern stehen bis Spätsommer noch einige Herausforderungen bevor. Einige Meter vom Laufrad entfernt, bereitet ein EnBW-Beschäftigter das Polrad des Generators mit dem Schabeisen für den Wiedereinbau vor. Im Juli sollen die reparierten Generatorenteile vom Hersteller geliefert werden. Stück für Stück soll bis Spätsommer der Einbau der Kaplan-Teile erfolgen. Strom wird dennoch erzeugt - mit den drei kleineren Francis-Turbinen.

Fotos: Kuhn

Geld für Sanierung der Wilhelmsschule bewilligt WS

UNTERTüRKHEIM UZ vom 26.2.2014: Verwaltung und Stadträte nehmen Mehrkosten für Schäden am Altbau in Schulsanierungsliste auf - Baubeginn noch unklar

Der Sanierung des alten Schulhauses der Wilhelmsschule steht nichts mehr im Wege. Der Unterausschuss für Schulsanierung des Gemeinderats hat in seiner Sitzung das Projekt trotz deutlicher Mehrkosten in die Liste der anstehenden Maßnahmen endgültig aufgenommen. Bei Untersuchungen hatten sich die Schäden an dem denkmalgeschützten Gebäude als deutlich höher als ursprünglich angenommen erwiesen. Die Kosten stiegen von 1,5 auf deutlich mehr als drei Millionen Euro. Unklar ist allerdings noch der genaue Zeitplan. Foto: Enslin

Von Alexander Müller

Eine leichte Ungewissheit war nach dem Beschluss für den aktuellen städtischen Doppelhaushalt geblieben. Denn der Gemeinderat hatte letztendlich nur ein „real umzusetzendes Budget von knapp 50 Millionen Euro für die kommenden Jahre vorgehen“, weiß Stadträtin Rose von Stein (Freie Wähler). Im einzelnen sehen die Planungen eine Investition von 5,6 Millionen im laufenden Jahr sowie weiteren 17,2 Millionen Euro für 2015 und 26 Millionen Euro für 2016 vor. Der beschlossene Gesamtetat lässt dabei Spielräume für Verschiebungen. So waren die deutlich gestiegenen Mehrkosten für die Sanierung der Wilhelmsschule in den Listen für den Doppelhaushalt noch nicht enthalten, wurden aber noch vor der Sitzung des Unterausschusses von der Stadtverwaltung aufgenommen. „Durch das Gesamtbudget können wir flexibel reagieren, so konnte nun auch das Untertürkheimer Projekt beschlossen werden“, freut sich von Stein.

Die Mehrkosten hatten sich nach näheren Untersuchungen im vergangenen Jahr herauskristallisiert. Denn eigentlich hätte mit der Sanierung bereits begonnen werden sollen. Aufgrund des von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachtens der Firma Drees & Sommer wurden die Kosten auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Doch die Schäden erwiesen sich als deutlich größer als angenommen. Insbesondere das Dachgebälk und die Fachwerkträger sind stark angegriffen. Grundsätzlich muss die gesamte Fassade, das Dach, die Fenster und die komplette Elektrik saniert werden. Eine große Aufgabe, die „nun in die Liste der größeren Sanierungsprojekte als Einzelmaßnahme aufgenommen wurde“, erklärt Iris Ripsam. Für die CDU-Stadträtin ein logischer Schritt, „schließlich steht die Planung bereits“. Laut Zeitplan der Stadt ist die Wilhelmsschule aber noch nicht für die Durchführung in diesem Jahr vorgesehen. Ein möglicher Baustart erfolgt also auf keinen Fall vor 2015.

Schließlich gilt es noch etliche Details zu klären. Eine entsprechende Entwurfsplanung wird derzeit vorbereitet. Und auch die Abstimmungen mit dem Denkmalschutzamt müssen noch erfolgen. In erster Linie müssen aber die Planungen mit der Wilhelmsschule abgestimmt werden. Laut Aussagen der Stadt soll die Schulleitung mit einbezogen werden. Denn noch ist unklar, wie das Ausweichquartier aussieht. Die Verwaltung befürwortet derzeit eine Lösung mit adäquaten Ausweichcontainern in unmittelbarer Nähe. Immerhin beträgt die Bauzeit eineinhalb Jahre.

Grundsätzlich weiß auch Schulleiterin Sybille Ermel um die Notwendigkeit der Sanierung. „Daher sind wir froh, dass unsere Schule in die Liste der Sanierungsmaßnahmen aufgenommen wurde“, allerdings sieht sie noch große Probleme für den Unterricht angesichts der angedachten Interimslösung. „Es bedarf einer fundierten und vernünftigen Planung“, betont Ermel. Derzeit sieht sie keine Möglichkeit, die sich für eine schnelle Lösung anbietet. Denn weder im Neubau noch in der Außenstelle der Nebenhornschule sei genügend Platz vorhanden, um Klassen- und Lehrerzimmer sowie Schüler-Bibliothek, Fachräume, Lernmittel und die Archive aus mehreren Jahrzehnten unterzubringen. Und vor allem noch den rhythmisierten Unterricht der Ganztagesgrundschule durchzuführen.

Sanierung der Wilhelmsschule nicht vor 2015

UNTERTüRKHEIM: UZ 15.2.2014 - Stadt rechnet mit mehr als drei Millionen Euro Kosten für Schäden am Altbau - Interimslösung für Unterricht bislang unklar

Das alte Schulhaus der Wilhelmsschule Untertürkheim ist sanierungsbedürftig. Die von ursprünglich geschätzten 1,5 Millionen Euro auf mehr als drei Millionen Euro gestiegenen Kosten für die Schäden an dem denkmalgeschützten Gebäude wurden vom Gemeinderat im Zuge des Schulsanierungsprogramms zur Verfügung gestellt. Der Baubeginn wird nicht vor 2015 erfolgen. Noch unklar ist die Interimslösung für den Unterricht. „Ich kann mir im Augenblick nicht vorstellen, wie das funktionieren soll“, sagt Rektorin Sybille Ermel. - Von Alexander Müller -

m Gutachten der von der Stadt beauftragten Beratungsfirma Drees § Sommer über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an den Stuttgarter Schulen ist auch das historische Gebäude der Wilhelmsschule Untertürkheim enthalten. Das alte Schulhaus ist in die Jahre gekommen. „Die komplette Fassade, das Dach, die Fenster und die komplette Elektrik müssen gerichtet werden“, sagt ein Vertreter des Schulverwaltungsamtes. Ursprünglich wurden die Kosten auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Mit dem Bau sollte bereits im vergangenen Jahr begonnen werden. Genauere Untersuchungen ergaben aber, dass die Schäden deutlich größer als angenommen sind. Vor allem das historische Dachgebälk und die Fachwerkträger sind stark angegriffen.

„Derzeit gehen wir von Kosten von drei Millionen WSEuro plus X aus. Die genauere Untersuchung war wichtig, um exakter planen zu können“, erklärt der Vertreter des Schulverwaltungsamtes. Diese laufen nach dem positiven Votum über die mehr als drei Millionen Euro auf Hochtouren. Ämterübergreifend müssen nun die Arbeiten abgestimmt werden, eine Entwurfsplanung wird erstellt. Und auch die genaue Vorgehensweise muss mit dem Denkmalschutzamt abgesprochen werden. Deshalb gehen die städtischen Experten frühestens von einem Baubeginn im Jahr 2015 aus. „Und das auch nur unter Vorbehalt“, wie der Mitarbeiter des Schulverwaltungsamtes erklärt. Denn noch müssen die Arbeiten auch mit der Wilhelmsschule abgesprochen werden. Die Schulleitung soll in die Planungen mit einbezogen werden. „Wir wollen eine Lösung finden, die für beide Seiten tragbar ist.“ Angedacht ist derzeit, adäquate Ausweichräume in Containern in unmittelbarer Nähe aufzustellen. Immerhin wird die Bauzeit voraussichtlich eineinhalb Jahre betragen. - Foto um 1920 -

Angesichts des derart großen Eingriffs in das alte Schulgebäude ist Rektorin Sybille Ermel skeptisch angesichts der bislang angedachten Interimslösung für den Unterricht. Generell wäre man froh darüber, wenn das historische Gebäude saniert werde, „allerdings sehe ich und das gesamte Lehrerkollegium derzeit keine adäquate Interimslösung für die Bauzeit.“ Die Container könnten aufgrund der beengten Platzsituation im Ortskern vermutlich nur auf dem Wallmerspielplatz aufgestellt werden. Zusammen mit den Außenstellen an der Nebelhornstraße und dem Neubau auf dem Hauptgelände an der Oberstdorfer Straße wäre die Schule dann an drei Standorten auseinandergerissen. Auf dem Schulhof müsste ein Container für die Verwaltung aufgestellt werden, neben der Baustelleneinrichtung bliebe dann sicher kein Platz mehr.

Unklar ist für Ermel auch, wie eine mögliche Räumung des alten Schulhauses über die Bühne gehen soll. Schließlich sind dort nicht nur sechs Klassenzimmer und die beiden Lehrerzimmer untergebracht, sondern auch noch die Schüler-Bibliothek, der Computer- und Werk-Raum, mehrere Zimmer mit Lehr- und Lernmitteln sowie die Archive aus mehreren Jahrzehnten. „Sowohl in der Nebelhornschule als auch im Neubau verfügen wir über fast keinen Stauraum.“

Die gerade erst von den Klassen bezogenen Räume im Neubau sollen nicht wieder neu eingeteilt werden. Vor allem im Hinblick auf den auf drei Jahre angelegten Schulentwicklungsprozess, an dem sich die Wilhelmsschule beteiligt, und dem Ausbau zur Ganztagesschule, bestehe ein großes Konfliktpotenzial bei der geplanten Sanierung. „Eine Rhythmisierung des Angebots im Ganztagesbereich und die Inklusion sind angesichts der Aufteilung auf drei Standorte und des Platzmangels wohl nicht zu bewältigen.“

Neues Gesamtkonzept für Schutzhütte und Hundewiese

UZ 8.2.2014 -UNTERTüRKHEIM:
Garten-, Forst- und Friedhofsamt will Neubau des Unterstands am Gögelbach im Bezirksbeirat diskutieren
Hütte

(mk) - Der Weg entlang des Gögelbachs, zu den Vereinsheimen im Gehrenwald, in Richtung Rotenberger Kelter oder nach Luginsland sind bei Spaziergängern, Hundebesitzern und Jugendlichen beliebt. Ein zentraler Punkt ist die Schutzhütte am Gögelbach. Der Unterstand ist marode. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt will im Frühjahr mit dem Bezirksbeirat über ein Gesamtkonzept beraten. Inbegriffen ist der SPD-Vorschlag, auf dem gegenüberliegenden Grundstück eine Hundewiese einzurichten. ---Foto: Enslin ----

Ob Wanderer, Spaziergänger, Jugendliche auf dem Weg von oder zum Training, Besucher der nahen Besenwirtschaft, Hundebesitzer oder Heranwachsende, die sich abends verabredet haben - für jeden ist die hölzerne Schutzhütte am Gögelbach ein Begriff. Deswegen war es für die Untertürkheimer Bezirksbeiräte keine Frage, dass der Unterstand erhalten bleiben beziehungsweise saniert werden muss. Denn die Hütte ist in die Jahre gekommen. Wind und Wetter haben an ihr genagt. Das Holzgebäude senkt sich nach hinten ab, durchs Dach tröpfelt es und das Gebälk ist beschädigt. Schmierereien und mutwillige Zerstörungen halten sich in Grenzen, stellten die Bezirksbeiräte fest. Deswegen sprachen sich die Lokalpolitiker für eine Sanierung aus. 30 000 Euro sind für das Herrichten eingeplant. Eigentlich sollte mit der Sanierung im Herbst begonnen werden.

„Wir wollen jetzt jedoch nochmals mit den Bezirksbeiräten über den Sinn der Baumaßnahme und über ein Gesamtkonzept diskutieren“, sagt Volker Schirner, der Leiter des Garten-, Friedhof- und Forstamts. Zum Einen handele es sich nicht um eine historische Schutzhütte wie beispielsweise in Hedelfingen, zum Zweiten müsse man auch an die Anwohner in der Nachbarschaft denken. Diese gelte auch im Falle einer Hundewiese.

Die SPD-Bezirksbeiratsfraktion hat in der Februar-Sitzung einen Antrag eingereicht, auf der gegenüberliegenden Grünanlage - offensichtlich ein ehemaliger Kinderspielplatz - eine eingezäunte Hundewiese anzulegen. „Die Wiese neben der Schutzhütte ist eine ungenutzte städtische Grünfläche, die gut erschlossen ist“, meinte Fraktionssprecher Werner Feinauer. Da viele Hundebesitzer in dem Gewann ihre Runden drehen, böte sich ein durch einen hohen Zaun gesicherter Bereich an, in dem die Vierbeiner ohne Leinenzwang herumtoben können, während die Besitzer in der Schutzhütte Schatten oder ein trockenes Plätzchen finden können, so die Argumentation der SPD. Ein Hundetütenspender ist bereits montiert. Die anderen Fraktionen wollen darüber in der kommenden Sitzung debattieren. „Wir werden im Frühjahr ein Konzept vorstellen und das Votum der Politiker und Bürger vor Ort einholen“, meinte Schirner.

Kirche RotenbergRotenberger Kirchturm muss saniert werden

UZ 23.1.2014 -ROTENBERG:
Schmuckstück der Barockkirche ist in die Jahre gekommen - Gemeinde sammelt Geld

(ale) - Es ist das Schmuckstück der hoch über den Weinbergen gelegenen Dorfgemeinde: Die Rotenberger Barockkirche aus dem Jahr 1756. Das markanteste Merkmal ist der Zwiebelturm. Doch dieser ist in die Jahre gekommen. „Vor allem die Außenfassade sieht nicht mehr einladend aus“, weiß Pfarrerin Mirjam Mühlhäuser. Deshalb soll der Kirchturm nun saniert werden.

Bereits von weitem ist der Kirchturm zu sehen. Der Barockbau mit seinem typischen Zwiebeldach prägt das Ortsbild. Die Rotenberger Kirche wurde in den Jahren 1754 bis 1756 gebaut. Sie gilt als ein selten erhaltenes Beispiel einer schwäbischen Dorfkirche mit quadratischem Grundriss. Doch die Wurzeln des Gotteshauses reichen noch viel weiter zurück. Ursprünglich war die Rotenberger Kirche eine um 1495 erbaute Marienkapelle, die aus Platzgründen erweitert wurde. Erst 2002 wurden bei einer Renovierung verschiedene Gemälde und Farben freigelegt. Doch von dem Glanz vergangener Tage ist nicht mehr viel übrig. „Vor allem an Regentagen wirkt der Kirchturm nur noch grau“, weiß Pfarrerin Mühlhäuser. Und der einstmals goldene Hahn wirkt mit seiner abgeblätterten Farbe nur wie ein Schatten seiner selbst.

Deshalb hat sich die circa 450 Mitglieder starke Gemeinde, die seit 2007 ein Teil der Gesamtkirchengemeinde Untertürkheim ist, zu einer Sanierung des Kirchturms entschlossen. „Wir sind aber erst am Beginn der Planungen“, betont Mühlhäuser. Zunächst einmal müsse der konkrete Umfang und ein Zeitplan erstellt werden. Zudem müssten weitere Untersuchungen zeigen, inwiefern auch das Holzgebälk angegriffen ist, weiß die Pfarrerin aus der Erfahrung von Projekten an anderen Kirchen.

Bei der Finanzierung der Restaurierung hofft die Gemeinde auf Zuschüsse des Kirchenkreises und der Landeskirche, einen Teil muss sie aber selbst tragen. Dabei kommt Mühlhäuser eine Besonderheit entgegen: Ein Glasfenster im Turm mit einer Auferstehungsszene gestaltete die Rotenberger Künstlerin Käthe Schaller-Härlin. Die berühmte Porträtistin (unter anderem Theodor Heuss), gestaltete 1949 während der Evakuierungszeit ein kleines Bilderbuch als Weihnachtsgeschenk für ihre Enkel. Im vergangenen Jahr wurde das Buch nun von ihren Nachfahren, die teilweise noch immer in Rotenberg leben, neu aufgelegt. Dieses kann im Pfarramt und in der Kirche für zehn Euro erworben werden. „Der Erlös kommt der Sanierung zu Gute“, freut sich Mühlhäuser.

Historische Kraftwerkturbine wird ausgebaut

Die Kaplanturbine, die in weiten Teilen seit 1924 im Einsatz istUNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 7.1.201: Beim Brand zerstörter Generator wird originalgetreu rekonstruiert

(mk) - Der beim Brand im August beschädigte Generator des Wasserkraftwerks wird zurzeit beim Hersteller überholt. Der Generator-Oldtimer ist ein Unikat. Dementsprechend müssen Ersatzteile originalgetreu hergestellt werden. Die Zeit bis zum Wiedereinbau nutzt die EnBW, um die historische Kaplan-Turbine einer Revision zu unterziehen.

Als sich am 29. August im Wasserkraftwerk am Karl-Benz-Platz ein Brand ereignete, rechneten die Verantwortlichen mit dem Schlimmsten. Schließlich handelt es sich bei dem Kraftwerk um ein Industriedenkmal, das allerdings noch in Betrieb ist und immer „grüne“ Energie für rund 2000 Haushalte liefert. Der Brand im Kraftwerkraum führte an dem Tag zwar kurzfristig zu einem kompletten Stromausfall in Untertürkheim und Teilen von Wangen. Die Energieversorgung war jedoch relativ schnell gewährleistet. Noch wichtiger: Der Brand und die Explosion hatten einen geringeren Schaden angerichtet, als es im ersten Moment den Anschein hatte. Auslöser war ein technischer Defekt. Ein Leistungsschalter hatte nicht funktioniert. Dies führte zum Brand im rund zwölf Meter mächtigen Generator - dem größten der vier im Kraftwerkhaus befindlichen. Glücklicherweise wurde aber die Kaplan-Turbine aus dem Jahr 1924 nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Der angeschmorte Generator Nummer 1 wurde mittlerweile ausgebaut und zu einem Hersteller gebracht. Weil auch der Generator ein „Oldtimer“ und in seiner Art ein Unikat ist, liegen keine Ersatzteile auf Lager. „Sie müssen möglichst originalgetreu konstruiert und angefertigt werden“, erklärt EnBW-Sprecher Jürgen Kaupp. Die EnBW rechnet damit, dass der große Generator erst im Juni wieder eingebaut wird. Solange übernehmen die verbliebenen drei Generatoren die Stromerzeugung. Die EnBW wird die Reparaturpause der „Maschine Nummer 1“ nutzen, um die übliche Revision der Turbine vorzuziehen. In vorgeschriebenen Zeitabständen werde die Turbine kontrolliert und gegebenenfalls überholt. Dieser Überprüfungsturnus werde jetzt vorgezogen. Dazu werde - vermutlich im Januar - die gewichtige Turbine ausgebaut und im Trockenen überprüft. Mit dem Vorziehen der Revision soll verhindert werden, dass es kurze Zeit nach dem Einbau des erneuerten Generators nochmals zu einer Unterbrechung komme.

Aus dem Altstadt- wird ein Stadtteilmanager für alle Neckarvororte

UZ 17.12.2013 -Bad Cannstatt: Stadt will 2014 eine volle Stelle bei der Wirtschaftsförderung schaffen –
für alle Neckarvororte zuständig

Am kommenden Freitag 20.12.2013 beschließt der Stuttgarter Gemeinderat den Haushalt für die kommenden zwei Jahre. Bad Cannstatt und die übrigen Neckarvororte dürfen sich freuen. Sie erhalten ab 2014 einen Stadtteilmanager. Die Stadt will hierfür eine ganze Stelle schaffen, die bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt ist. Die Fraktionen halten diese Lösung für zielführender, als die ursprünglichen Planungen, einen Altstadtmanager nur in Bad Cannstatt anzusiedeln.

Von Uli Nagel
In den kommenden zwei Jahren gerät der Einzelhandel in der Landeshauptstadt mächtig in Bewegung. Ab Herbst 2014 lockt das Gerber mit rund 80 Shops, ab dem Frühjahr 2015 das Milaneo. Und das gigantische Einkaufszentrum auf dem A-1- Areal hinterm Hauptbahnhof setzt noch einen drauf und bietet rund 250 Läden auf etwa 50 000 Quadratmetern Einkaufsfläche.

Mit welchen negativen Konsequenzen, lässt sich in seinem Ausmaß nur schwer prognostizieren, allerdings blickt der lokale Einzelhandel schon mit Sorge in Richtung Innenstadt. Denn es droht wieder einmal Kaufkraft abzufließen. Zudem kämpft die Geschäftswelt in den Stadtbezirken schon seit geraumer Zeit mit massiven Strukturproblemen (Leerstand, Wettbüros, Nahversorgung) und hat so manchen Hilferuf in Richtung Rathaus geschickt.

Besonders laut war der aus Bad Cannstatt angesichts der Tatsache, dass der Markplatz autofrei werden sollte. Allerdings waren zwei Bedingungen daran geknüpft: Zum einen sollte Bad Cannstatt ein modernes Parkleitsystem erhalten, zum anderen einen Altstadtmanager. Ein Thema, das alsbald auch auf dem Wunschzettel des Bezirksbeirats für die Haushaltsberatungen auftauchte. Denn solch ein Posten kostet Geld.

Im September präsentierte Torsten von Apen, Stadtteilmanager für ganz Stuttgart, dem Bezirksbeirat Bad Cannstatt eine Vorlage für die Ansiedelung eines Altstadtmanagers. Für den Posten wollte die Stadt insgesamt 55 000 Euro pro Jahr zur Verfügung stellen. Der Cannstatter Einzelhandel, sprich die Altstadt Bad Cannstatt sowie der Gewerbe und Handelsverein für Dienstleistungen und freie Berufe (GHV/VdF), sollten weitere 50 000 Euro beisteuern. Der städtische Zuschuss sollte für die Personalkosten zweckgebunden sein und geht bis 2016. Die Stadt hofft, dass bereits Ende Februar, Anfang März der Altstadtmanager seine Tätigkeit aufnehmen kann, wobei Ziele und Aufgaben klar formuliert sind: Kaufkraftbindung, Sicherung von Arbeitsplätzen und insbesondere Leerstandsmanagement. Grünes Licht für kommenden Donnerstag, wenn der Haushalt 2014/2015 verabschiedet werden soll, gaben jetzt die Fraktionen in der zweiten Lesung. allerdings anders, als geplant war und es in der Vorlage steht. denn statt einem Zuschuss von 55 000 Euro beizusteuern soll die Stadt jetzt eine ganze Stelle schaffen und zu 100 Prozent finanzieren.

Der neue Posten eines „Stadtteilmanagers“ ist zudem bei der Wirtschaftsförderung und nicht mehr beim Cannstatter Einzelhandel angesiedelt und neben Bad Cannstatt auch noch für die Oberen und Unteren Neckarvororte zuständig. „Zielführender und gerechter“, heißt es aus dem Rathaus von seiten der Fraktionen zu der Stellen- und Kompetenzerweiterung. Zudem hatte der Bezirksbeirat bei der Vorstellung des Konzeptes schon angedeutet, dass sie es besser fänden, wenn ein Altstadtmanager bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt wäre. Mit diesem Vorschlag konfrontiert, hatte diese wiederum betont, dass nur eine ganze Stelle Sinn mache und Erfolg versprechen würde. Bedingung der Wirtschaftsförderung: aus dem Altstadt- wird ein Stadteilmanager für die Neckarvororte und Bad Cannstatt.

1613Acht schlug die Turmuhr der Amanduskirche

Die Hinrichtung von Matthäus Enzlin (1556-1613) auf dem
Uracher Marktplatz jährt sich heute zum 400. Mal.

Hohenurach/Stadt Urach, am 22. November vor 400 Jahren: "Es war frühmorgens, da erschien eine Schar von 100 Bewaffneten vor dem Festungstor. Die übernahm den Gefangenen und führte ihn in die Stadt hinab auf das Rathaus." Zimmermann zeichnet detailliert das Ende des Ex-Kanzlers und Ex-Rektors nach: "In Gegenwart der Blutrichter und des Stadtgerichts wurde ihm sein Urteil vorgelesen. Es lautete auf Tod durch das Schwert.

Einige Richter hatten noch dazu gestimmt, es solle ihm die rechte Hand abgehauen und der Kopf auf einen Pfahl gesteckt werden. Der neue Herzog, der Sohn Friedrichs, hatte ihm zum einfachen Schwert begnadigt. Er wurde vom Rathaus auf den Marktplatz herabgeführt, da sah er einen Stuhl und im roten Mäntelchen den Scharfrichter von Tübingen daneben. Der verurteilte Kanzler legte Pelzrock und Wams ab, setzte sich auf den Stuhl und schob seine Sammetmütze vor die Augen.

Acht schlug die Turmuhr der Amanduskirche, als sein schuldiges Haupt fiel. Vier Männer von den Hausarmen legten seinen Leichnam in den Sarg und trugen ihn auf den Kirchhof. Da begruben sie ihn auf dem Armensünderplätzchen, das für Missetäter und Selbstmörder abgesondert war."

Bahnprojekt S21 bietet neue Kontaktstelle

Wer Fragen zum Bauablauf von Stuttgart 21 hat, kann sich ab Freitag, 1. November 2013, an die neue Kontaktstelle des Kommunikationsbüros wenden.

Die Hotline 0711-213 21 212 ist Tag und Nacht besetzt. Besonders die von Bauarbeiten betroffenen Bürger und Firmen sollen so direkt Auskunft bekommen.

Kontakt zur Bau-Info Stuttgart - Ulm: Telefon 0711-213 21 212 (Tag und Nacht)

sowie E-Mail bauen@stuttgart-ulm.de

Tunnelanstich in Wangen am 4. Dezember 2013

Unterstützt werde das Team dabei auch von der Bürgerbeauftragten der Stadt, Alice Kaiser. Was den Zeitplan von Stuttgart 21 anbelangt, zeigte sich Wolfgang Dietrich zufrieden: "Dort, wo wir bauen dürfen, kommen wir gut voran. Der nächste Meilenstein ist schon in Sicht: Am Mittwoch, 4. Dezember 2013, steht der Tunnelanstich in Wangen für die Zuführung Obertürkheim und Untertürkheim auf dem Programm. Tunnelpatin ist Bezirksvorsteherin Beate Dieterich. Zurzeit wird der 37 Meter tiefe Schacht des "Zwischenangriffs Ulmer Straße" gebaut, von dem aus die beiden Haupttunnelröhren in Richtung Hauptbahnhof und in Richtung Neckar führen werden.
Weitere Infos: www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de

"Unbekanntes aus Untertürkheim"
Kaffee aus Untertürkheim
- Die hohe Kunst des Kaffeeröstens Plakat

Nina Ayerle, 14.05.2012 Stuttgarter Zeitung - Neckarvororte

Untertürkheim - Seinen heutigen Beruf hat er vor allem deshalb gewählt, weil er endlich dem Geheimnis auf die Spur kommen wollte. Jahrelang hat Guiseppe Principe Experten befragt, Kurse besucht und recherchiert. Doch hinter das Mysterium des Kaffeeröstens kam er lange nicht.

Bei kaum einem anderen Produkt sind die Inhaltsstoffe und Mischungen so geheim wie beim Kaffee. Die Röstmeister sind verschwiegen. Giuseppe Principe wollte es in seinem eigenen Betrieb anders machen. Schon vor Jahren, lange vor der Eröffnung, schwor er sich, immer das Röstdatum und die Art der Mischung auf die Verpackung zu schreiben. „Der Kunde muss doch ungefähr wissen, was er da kauft“, sagt Principe.

Jetzt können die Käufer sofort sehen, ob zum Beispiel Arabica-Kaffee aus Brasilien oder Robusta aus Indien in der Mischung steckt. Nur den genauen Anteil der Kaffeesorten erfahren sie nicht. Jeder Röster habe schließlich seine eigene Theorie. Da lasse auch er sich nicht in die Karten schauen, räumt der gebürtige Italiener ein.

Mittwochs und donnerstags ist bei Caffè Principe Rösttag

Mittwochs und donnerstags ist bei Caffè Principe Rösttag. Mittlerweile kommen so viele Kunden, dass es sich lohnt, zweimal in der Woche die Maschine aufzuheizen. Die ungerösteten Bohnen stehen in großen Säcken an der Wand.

Mit einer kleinen Schaufel schöpft Vito, der Auszubildende von Giuseppe Principe, die gelb-grünlichen Bohnen in die große Maschine, die aus mehreren Silos und einem großen Schlauch besteht. „Die Bohnen werden durch den Schlauch aus dem Silo hochgezogen, während die Trommel warm wird“, erklärt Vito.

Wenn die Temperatur den richtigen Wert erreicht hat, bewegt er einen blauen Hebel und die Bohnen fallen auf die Röstfläche. Sobald sie dunkelbraun sind, hole er sie sofort raus, erläutert Vito. Die fertig gerösteten Bohnen packt er in große Kisten. An den anderen Tagen rösten sie nicht, da muss Vito die Bohnen für die Kunden verpacken. „Das macht die Maschine aber fast alleine, da muss ich nur die Tüte halten“, sagt er.

Seit fünf Jahren betreibt der Italiener seine kleine Rösterei

Die meisten Kunden wollen ganze Bohnen. „Wir haben hauptsächlich Kunden aus der Gastronomie, die mahlen selber“, erklärt Principe. Für Privatkunden mahlen sie auf Wunsch den Kaffee. Doch das gefällt den beiden Italienern eigentlich nicht. „Das ist dann für den Filterkaffee“, sagt Principe und rümpft die Nase.

Seit fünf Jahren betreibt der Italiener seine kleine Rösterei in Untertürkheim in der Lindenfelsstraße. Mit Kaffee hat er beruflich bereits seit 20 Jahren zu tun, früher vor allem als Händler. In Italien hat er seine Leidenschaft für Espresso und Kaffee entwickelt, im Alter von 28 Jahren kam er dann nach Deutschland. Der Wunsch, irgendwann eine eigene Rösterei zu eröffnen, blieb. In der ersten Jahren im fremden Land war Principe als Vertreter für Speiseeis und Kaffee unterwegs.

„Ich konnte ja die Sprache nicht“, erzählt er. Sein Großvater sei schon in den 1950-er Jahren nach Deutschland ausgewandert. Den wollte er damals eigentlich für ein bis zwei Monate besuchen. Doch aus wenigen Wochen wurden 16 Jahre. Der Grund: „amore“. Wegen einer deutschen Frau mit US-amerikanischen Wurzeln blieb Guiseppe Principe in Deutschland.

Cafe Principe
Kaffee-Rösterei von Guiseppe Principe in der Lindenfelsstraße 39a Foto: Enslin

Zusammen mit einem Freund hat er die Rösterei aufgemacht. Sein Partner brachte genügend Erfahrung mit, Guiseppe Principe hat sich das Wissen in verschiedenen Kursen angeeignet. „Das meiste lernt man aber von anderen Röstern“, sagt Principe. Sein Partner habe ihn in viele Geheimnisse des Röstens eingeweiht. Mit 400 bis 500 Kilogramm geröstetem Kaffee in der Woche gehört Principes Rösterei zu den kleineren Betrieben. „Die großen Röstereien produzieren rund 10 000 Kilo am Tag“, berichtet er. In Stuttgart gebe es ohnehin nur noch vier Röstereien. Viele erzählen ihm, dass sie noch selber rösten. „Aber das glaube ich ihnen nicht“, sagt er.

Wenn er von unterschiedlichen Röstmethoden, verschiedenen Mischungen für Kaffee, Cappuccino oder Espresso spricht, ist Principe ganz in seinem Element. Alle paar Minuten klingelt sein Handy. Und während er nebenbei auf Italienisch telefoniert, erklärt er auf Deutsch, dass die „Bohnen nur gut“ werden, wenn sie „mindestens zehn Tage im Beutel ruhen“. Das Aroma sei sehr instabil. Wenn die Bohnen zu früh gemahlen werden, verflüchtige es sich.

Was dann passiert, demonstriert Principe sofort. Schnell brüht er einen Espresso auf, mit drei Tage alten Bohnen. „Die Crema ist viel gröber“, sagt er. Perfekt ist die Crema, wenn keine großen Bläschen zu sehen sind. Guter Kaffee ist eben leicht von schlechtem Kaffee zu unterscheiden. Das Geheimnis des Kaffeeröstens hat Principe damit gelüftet.

Italienische Kaffee-Rösterei von Guiseppe Principe in der Lindenfelsstraße 39a

Caffè Principe

Kaffee, Schokolade, Sirup
Eine italienische Kaffeerösterei in Deutschland.
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Guiseppe Principe
Lindenfelsstr. 39a
70327 Stuttgart
Telefon: 0711 - 67340111
Fax: 0711 - 67340112
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Bericht im SWR-Fernsehen vom 16.2.2012
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Abriss voll im Gange - für neue Kita in der Großglocknerstraße

GrossglocknerGrossglock
Nach dem Abriss - Fotos vom Gablenberger Klaus - Danke

Fair TradeDIE FAIR-TRADE-KAMPAGNE Fairer Handel - faire Stadt STUTTGART

Landeshauptstadt zählt seit Mittwoch zum weltweit erlauchten Kreis der Fair-Trade-Städte


UZ 4.10.2013 - (uli) - Nach mehr als zwei Jahren hat Stuttgart sein Ziel erreicht: Die Stadt darf den Titel Fairtrade-Stadt tragen. Am Mittwoch nahm OB Fritz Kuhn die Urkunde entgegen. Möglich machte dies das Engagement der 23 Stadtbezirke. Denn erst nachdem zwei Drittel davon zertifiziert wurden, darf sich die Landeshauptstadt mit diesem Titel schmücken.

London, Dublin und Rom sind es schon länger. Ebenso Dortmund, Saarbrücken und Freiburg. München kam jüngst hinzu. Und jetzt zählt auch Stuttgart zum Kreis der Fairtrade-Städte. Es gibt sie in 24 Ländern auf allen fünf Kontinenten. In Deutschland sind es bereits 190 Städte, weshalb der Gemeinderat 2011 beschlossen hatte, dass Stuttgart ebenfalls „Fairtrade-Stadt“ werden soll. Auslober des Siegels ist TransFair e.V. Deutschland, Köln. Die Stadt Stuttgart hat sich für den sogenannten Stadtbezirksansatz entschieden: Jeder der insgesamt 23 Stadtbezirke sollte sich dabei eigenverantwortlich eine Fairtrade-Auszeichnung erarbeiten. Als erster Stadtbezirk wurde Degerloch 2011 zertifiziert, weitere folgten. In den Neckarvororten sind dies Bad Cannstatt (26. März 2012), Münster (19. Mai 2012), Wangen (30. Oktober 2011) und unlängst am 20. September Untertürkheim, Obertürkheim und Hedelfingen.

„Jeder von uns kann seinen Beitrag dazu leisten, dass es auf dieser Welt gerechter zugeht. Die Fairtrade-Kampagne ist ein wichtiges Projekt auf dem Weg zu einem fairen Welthandel“, so OB Fritz Kuhn. „Gerade weil es uns hier so gut geht, haben wir eine besondere Verantwortung dafür, dass auch anderswo gerechte Löhne bezahlt werden und Kinder Schulen besuchen können. Fairer Handel fördert darüber hinaus nachhaltige Anbau- und Herstellungsmethoden und dient so auch unserer Umwelt.“

Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle, der das Projekt federführend begleitet, ist ebenfalls stolz: „Dass Stuttgart nun diesen Titel tragen darf, haben wir den vielen Bürgern in den Stadtbezirken zu verdanken, die sich für einen fairen Handel engagiert haben.“ Sie haben die Initiative ergriffen und geben damit den Menschen, denen der faire Handel zugutekommt, eine Perspektive. „Das ist nicht selbstverständlich“, so Werner Wölfle. „Und wir nehmen es als Auftrag, noch stärker auf eine ökologische und faire eigene Beschaffung zu achten.“ Weitere Stadtbezirke, darunter auch Mühlhausen, arbeiten noch an der Erfüllung der Kriterien.

In den Bezirken haben sich unter der Federführung der jeweiligen Bezirksvorsteher lokale Steuerungsgruppen gebildet. Darunter Bezirksbeiräte, Vertreter des Fairen Handels in Stuttgart, gemeinnützige Vereine, Kirchen und auch Schulen haben gemeinsam daran gearbeitet, die Kriterien zu erfüllen. In jedem zertifizierten Stadtbezirk gibt es Cafés oder Restaurants, die fair gehandelten Kaffee und Tee ausschenken sowie Bioläden, Weltläden und Supermärkte die Produkte aus fairem Handel in ihrem Sortiment führen. Zudem gibt es verschiedene Aktivitäten in den Bezirken wie das „Faire Frühstück“ oder die „Faire Woche“.

Die Fair-Trade-Kampagne

Der Kölner Verein TransFair e.V. hat die bundesweite Kampagne „Fairtrade-Towns“ im Jahr 2009 gestartet. Inzwischen gibt es 190 Fairtrade Städte in Deutschland. Bewerben können sich Städte, Gemeinden und Landkreise, die den fairen Handel fördern, um die Arbeits- und Lebensbedingungen insbesondere in ärmeren Ländern zu verbessern. Rund 1,2 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter in über 60 Ländern profitieren inzwischen direkt von den Vorteilen des fairen Handels. Dieser garantiert stabile Mindestpreise, von denen die Familien auch leben können. Kinder müssen nicht mitarbeiten und haben so die Chance, in die Schule zu gehen. Gleichberechtigung von Frauen und Männern, Umweltschutz und menschenwürdige Produktionsbedingungen stellen wichtige Standards dar. Durch Fairtrade-Prämien werden Gemeinschaftsprojekte oder auch die Umstellung auf ökologischen Landbau unterstützt. Zudem werden beim fairen Handel langfristige und gerechtere Handelsbeziehungen aufgebaut.

Wassserkraftwerk: Brandschaden beläuft sich auf eine Million Euro

BrandUNTERTüRKHEIMER ZEIT/UNG 12.9.2013: Technischer Defekt als Ursache für Feuer in historischem Wasserkraftwerk - Reparatur dauert noch bis Februar

Die Ursache für den Brand am 29. August im Wasserkraftwerk am Neckarkanal war ein technischer Defekt. Ein Leistungsschalter hatte nicht reagiert, die Folge war die Überhitzung eines Generators. Der Schaden beläuft sich laut Energie Baden-Württemberg (EnBW) auf circa eine Million Euro. Dabei hatte man noch Glück im Unglück, dass das historische Gebäude aus dem Jahr 1902 nicht beschädigt wurde. Die Reparaturarbeiten sollen noch bis Februar 2014 andauern. - Von Alexander Müller - Foto: Enslin

Nachdem eine Spezialfirma das Gebäude vom Wasser und Ruß befreit hat, können EnBW-Sprecher Jürgen Kaupp und der Produktionsleiter der Neckarwerke AG, Ingenieur Knut Germeier aufatmen. „Das wäre der schlimmste Fall gewesen.“ Zwar rechnet man mit einem Millionenschaden, aber dem Gebäude selbst ist nichts passiert. Schließlich handelt es sich um ein Stück Geschichte. Der Backsteinbau an der Inselstraße, der zwischen 1899 und 1902 gebaut wurde, ist das älteste Wasserkraftwerk in Württemberg.

Doch am 29. August hatte es plötzlich Explosionen gegeben, der größte der vier Generatoren, eine Kaplanturbine von 1924, stand in Flammen. Dichte Rauchwolken stiegen aus dem Gebäude, ein benachbartes Gebäude wurde vorsichtshalber evakuiert. Mehr als 45 Minuten waren der Ortskern von Untertürkheim und Teile Wangens komplett ohne Strom (wir berichteten). Die Untersuchungen ergaben nun, dass ein technischer Defekt der Grund für den Brand war. „Ein Leistungsschalter, der beim Herunterfahren dafür sorgt, dass die Spannung abgebaut wird, hat nicht funktioniert“, erklärt Ingenieur Germeier. Dadurch sei zu viel Strom durch den circa zwölf Meter hohen, größten Generator geflossen. Die Folge war, dass mehrere Leitungen durchschmorten, sich so das Feuer entzünden konnte. Auch ein in der Nähe stehender Transformator wurde durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen.

Der fast 60 Tonnen schwere Aufbau aus Motor und Stator (dem Gehäuse) weist noch immer dunkle Rußspuren des Brandes auf. „Zum größten Teil hat der Stahl das Feuer aber gut überstanden“, sagt Germeier. In erster Linie sei lediglich der Lack und das Kupfer geschmolzen. Dennoch herrscht im Wasserkraftwerk hektische Betriebsamkeit. Denn die Reparaturen haben bereits begonnen. Stück für Stück wird der Generator nun komplett auseinander genommen und ebenso wie der Transformator in eine Spezialfirma gebracht. Mehrere Wochen nimmt allein diese Aufgabe in Anspruch, ebenso wie die Instandsetzung und der Wiederaufbau vor Ort. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Reparatur der größten Turbine noch bis Februar kommenden Jahres dauern wird“, erklärt Germeier. Dann wird das originale Standgehäuse wieder aufgestellt. „Man kann es mit einem gut gepflegten Oldtimer vergleichen.“

Erst im Anschluss werden die kleineren Schönheitsmaßnahmen am Gebäude vorgenommen. Die Standsicherheit des Backsteinbaus hat nach einem Gutachten eines Statikers nicht gelitten. Hingegen sollen die vier kleineren Generatoren bereits wieder Ende September, also nur gut vier Wochen nach dem Brand, wieder ans Netz angeschlossen werden.

Die Untertürkheimer oder Wangener müssen sich in der Zwischenzeit aber keine Sorgen über eventuell weitere Stromausfälle machen. Aufgrund des Brandes wurde aus Sicherheitsgründen eine 10 000 Volt-Leitung kurzfristig abgeschaltet. „Wir konnten durch eine Netzumschaltung schnell alle Haushalte wieder mit Strom versorgen“, erklärt Kaupp. Dabei handele es sich nicht um eine Notversorgung, sondern um einen dauerhaft stabilen Ersatz. Denn das Wasserkraftwerk bleibt vorläufig vom Netz. Mit seinen jährlich circa sieben Millionen produzierten Kilowattstunden Strom versorgt es im Schnitt 2000 Haushalte. Das sei auf das gesamte Netz eine marginale Zahl und ohne Auswirkungen. Außer es brennt. Aber das sei zum Glück äußerst selten der Fall. „Im Schnitt vielleicht alle 80 Jahre einmal“, betonen Germeier und Kaupp.

Feuerwehr Stuttgart im Einsatz - Brand im Wasserkraftwerk Untertürkheim

StZ, 29.08.2013
Im Wasserkraftwerk in Stuttgart-Untertürkheim hat es am Donnerstagmittag im Bereich der Turbinen gebrannt. Das bestätigte die Feuerwehr Stuttgart. Die Ursache war laut einem Sprecher der Feuerwehr am frühen Nachmittag noch unklar. Das Feuer sei aber unter Kontrolle, sagte der Sprecher um 13.30 Uhr zur StZ: „Die Lage ist stabil, das Feuer breitet sich nicht aus.“Die Kaplanturbine, die in weiten Teilen seit 1924 im Einsatz ist

Die Stuttgarter Feuerwehr war mit zwei Löschzügen und zahlreichen Sonderfahrzeugen vor Ort. Im Wasserkraftwerk brannte Öl. Auch die Werkfeuerwehr der EnBW half beim Löschen.




Die Feuerwehr erfuhr kurz nach 12 Uhr von dem Brand. Eine weitere Brandmeldung, die von einer nahegelegenen Schule bei der Feuerwehr einging, stellte sich als Kleinbrand dar, verursacht durch den Kurzschluss beim Turbinenbrand. STZ.
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Die große Kaplanturbine (Bild:Enslin), die in weiten Teilen seit 1924 im Einsatz ist zeigt schwarze Rauchspuren - aus den Trafoanlagen im hinteren Bereich des Gebäudes kam dunkler Rauch. Es branntel dort Trafoöl. Es gab einen Stromausfall bis zu eine Stunde als Folge des Brandes. Alle vier Turbinen bleiben abgeschaltet.

Foto: Enslin

S21: Engpass in der Benzstraße für Autofahrer in Untertürkheim bis 2018

www.stuttgarter-nachrichten.de von Michael Deufel - 03.07.2013

Stuttgart - Spätestens von Mittwochabend an müssen sich Autofahrer in Untertürkheim auf einen dauerhaften Engpass einstellen. Unweit des S-Bahnhofs belegt die Bahn auf einer Länge von etwa 250 Metern eine Hälfte der Benzstraße. Formal besteht die Fahrbahn aus einer Spur je Richtung, die Breite erlaubte bisher jedoch, mehrspurig von Untertürkheim nach Bad Cannstatt zu gelangen. Künftig steht für jede Richtung nur noch eine drei Meter breite Fahrspur zu Verfügung. Dieser Zustand soll sich fünf Jahre lang, also bis 2018 nicht ändern.

Hintergrund ist der Abschnitt des Bahnprojekts Stuttgart 21 mit der sperrigen Bezeichnung Planfeststellungsabschnitt 1.6a. 355 Seiten umfasst die Baugenehmigung, die das Eisenbahnbundesamt dafür schon im Jahr 2007 erteilt hat. Gemeint ist damit im Kern ein Tunnel vom neuen Hauptbahnhof unter dem Stuttgarter Osten, Wangen und dem Necker hindurch, der sich dann aufspaltet Richtung Ober- und Untertürkheim. Der Tunnel soll den neuen Wartungsbahnhof in Untertürkheim mit dem Hauptbahnhof verbinden und dem Fernverkehr – bei einer Störung im Tunnel auf die Filder – eine Ausweichroute bieten. Gegraben wird von einer Baugrube in Wangen aus. An der Benzstraße wiederum befindet sich die Zufahrt zum Bau des Tunnelportals auf Untertürkheimer Seite, auf der Benzstraße eine Lagerfläche für Baumaterial, Baucontainer, Baumaschinen. „Das wird gewissermaßen unser Basislager für den Abschnitt jenseits des Neckars“, so der stellvertretende Stuttgart-21-Sprecher, Michael Schmidt.

Benzstrasse
Hier zum Downloaden PDF-Datei: http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/mediathek/detail/download/baumassnahmen-im-bereich-obertuerkheim-und-untertuerkheim-pfa-16a/mediaParameter/download/Medium/

Die bestehenden Gleise neben der Benzstraße verlaufen allerdings auf einem gut fünf Meter hohen Damm. Um die Baustelle von der Benzstraße aus anfahren zu können, „werden wir die Böschung durchbrechen“, sagt Schmidt. Die Bahn will die Baustraße durch den Damm unter den Gleisen hindurchgraben. Dazu seien mehrere Hilfsbrücken notwendig, die voraussichtlich 2014 errichtet werden. Schmidt: „Für die S-Bahn wird es im Frühjahr vereinzelt Sperrzeiten geben.“ Soll heißen, es wird zu Behinderungen im S-Bahn-Verkehr kommen, möglicherweise fallen einzelne Züge aus. Auch der Fernverkehr könnte betroffen sein.

Bis zu 355 Lkw täglich erreichen und verlassen die Baustelle

Die größten Auswirkungen dürften Autofahrer und Anwohner in der Hochphase der Tunnelarbeiten spüren. Dann erreichen und verlassen laut Bahn am Tag bis zu 355 Lkw die Baustelle. Genehmigt sind 260 Fahrten zwischen 6 und 22 Uhr und 95 Fahrten zwischen 22 und 6 Uhr. Wie die Bahn den Abraum abtransportiere, sei nicht vorgegeben, so Schmidt. Der Weg über die Benzstraße Richtung Bad Cannstatt sei genauso möglich wie über den Karl-Benz-Platz am Inselbad vorbei nach Wangen.

2018 sollen die Rohbauarbeiten beendet sein, die Baustraße im Bahndamm wird dann zum Rettungsweg. Diesen erlaubt das Eba statt eines Rettungsplatzes, wie ihn die Bauvorschriften an Tunnelportalen fordern.

Der Wartungsbahnhof, für den der Tunnel unter anderem gebaut wird, ist noch nicht genehmigt. Bei 180 Zügen, die das 135.000-Quadratmeter-Areal täglich anfahren sollen, bereitet der Lärmschutz Probleme.

Verwalterhaus der Grabkapelle wird zum Museumsshop umgestaltet

UZ 3.7.2013 - ROTENBERG: Priestergebäude unterhalb der Grabkapelle erhält sein ursprüngliches Aussehen - Aufwendiger Umbau des Denkmals

Der Bereich am Fuß der Grabkapelle verändert sein Aussehen. Im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Priesterhaus soll ein attraktiver Kassenbereich samt Besuchershop eingerichtet werden. Im Zuge des Umbaus soll das Gebäude sein einst von Giovanni Salucci geplantes Aussehen zurückerhalten. Im Frühjahr haben die sensiblen Umbauarbeiten begonnen. Die Sanierung gestaltet sich aus Denkmalschutzgründen schwierig.

Von Mathias Kuhn - Foto: Enslin

pRIESTERHAUSFür die Gäste, die die Grabkapelle besuchen oder wenigstens den Ausblick vom Württemberg genießen wollen, hat sich bislang wenig geändert. Nur wenigen fällt auf, dass das Verwaltergebäude eingerüstet und die vorsintflutliche Toilettenanlage hinter dem stattlichen Gebäude abgerissen und durch Interimstoiletten ersetzt worden sind. Die lange geplante Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes hat begonnen.

Die Experten vom Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg müssen dabei sensibel mit der historischen Bausubstanz umgehen. Schließlich ist das einstige Priestergebäude ein wichtiges Teil des von Giovanni Salucci geplanten Ensembles rund um die Grabkapelle. König Wilhelm I. hatte das Monument der Liebe um 1820 für seine überraschend verstorbene Ehefrau Katharina von seinem Hofbaumeister konzipieren lassen. Die einstige Stammburg auf dem Württemberg wurde geschliffen. Nach Saluccis Plänen entstand das Mausoleum sowie eine Villa im toskanischen Stil für die Priester der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde, der Königin Katharina angehörte. Ursprünglich wies das Gebäude eine offene Vorhalle mit einem zum Eingang hin schwebenden Balkon auf. Da die Villa den Priestern allerdings zu klein wurde, ließen sie die zugige Vorhalle bereits nach wenigen Jahren zumauern.

Vor zwei Jahren überlegten die Verantwortlichen der Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG), den Erdgeschossbereich des einstigen Priester-, des heutigen Verwaltergebäudes, als neuen Kassenbereich mit Museumsshop zu nutzen. Dort sollen dann auch die zeitgemäßen modernen Toiletten - inklusive einer Behinderten-Toilette - integriert werden. Im Zuge der Umbauplanungen tauchten bei den Denkmalschützern auch wieder Saluccis Original-Pläne mit der Vorhalle auf. In mehreren Abstimmungsrunden entschlossen sich die Denkmalschützer, dass bei dem eh für die Sanierung umfangreichen Eingriff, das Gebäude seine ursprünglich angedachte Gestalt wieder erhalten sollte. Eine attraktive Villa im Toskanastil soll die Grabkapellen-gäste in Empfang nehmen.

WCMit dem Ende der letztjährigen Besuchersaison im November begann der Umbau. Die Toilettenanlage wurde abgerissen, bauphysikalische Untersuchungen durchgeführt und mit den Dachdeckerarbeiten sowie dem Dachausbau begonnen. Schließlich soll das langjährige Verwalterehepaar Grau von der Erdgeschoss- in die Dachwohnung ziehen.

Im Erdgeschoss wollen die Staatlichen Schlösser und Gärten dem Besucher das bieten, was einem Besuchermagnet wie der Grabkapelle nach Ansicht von Museumsexperten längst fehlt. „Einen zeitgemäßen Kassenbereich mit einem Shop, in dem die Gäste vor und nach ihrem Grabkapellenbesuch auch noch Andenken oder eine Broschüre zum Nachlesen erwerben können“, wie SSG-Geschäftsführer Michael Hörrmann kurz nach seinem Amtsantritt feststellte. Der ehrgeizige Zeitplan: 2014 soll der Umbau abgeschlossen sein. „Es haben sich jedoch einige Befunde ergeben, die wir zuerst mit den Denkmalschützern abstimmen müssen“, sagt Winfried Alber vom Amt für Vermögen und Bau.
Fotos: Enslin

RegiomatHofladenWarths Hofladen mit Regiomat -
der 24 Stunden Gemüse- und Obstautomat

Seit einigen Tagen kann man in der Augsburger Straße 345 in Untertürkheim in Warths Hofladen 24 Stunden Obst und Gemüse aus eigenem Anbau kaufen. Der Selbstbedienungsautomat nimmt Münzen und Geldscheine. Angeboten werden die aktuellen Gemüsesorten und Obst aus eigenem Anbau in Fellbach.

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Öffnungszeiten des Hofladens
Dienstag          9 bis 13 Uhr
Freitag             9 bis 18 Uhr
Samstag          9 bis 13 Uhr

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Starthilfe für neuen OB Kuhn: Anregungen und Wünsche aus Untertürkheim

UNTERTüRKHEIM UZ 9.1.2013: Infobündnis sammelt Bürgerwünsche

(mk) - Stadtteilgruppierungen der Stuttgarter Bürgerbewegung wollen dem neuen Oberbürgermeister Fritz Kuhn eine Starthilfe geben und ihn an sein Versprechen erinnern, ein OB für alle 23 Stadtbezirke zu sein. Deswegen sammeln sie Bürgerwünsche. In Untertürkheim hat das „Infobündnis Zukunft Schiene“ die Verantwortung übernommen.

Noch diesen Monat wollen die Stadtteilgruppierungen, die sich ehrenamtlich und überparteilich für die Belange ihrer Stadtbezirke engagieren, dem neuen OB eine Sammlung von Bürgerwünschen aus den Stadtbezirken überreichen. „Wir wollen ihn über unsere Sorgen, Nöte, Probleme und Wünsche vor Ort informieren“, sagt Marlene Blumenstock vom Infobündnis Zukunft Schiene Untertürkheim.

Das Bündnis hat zunächst Untertürkheims Vereinsvorsitzende und Unternehmen als Multiplikatoren angeschrieben. „Aufgerufen ist jeder Bürger. Ob Probleme mit Kita-Plätzen, dem Wunsch nach Nutzung des Bahnhofgebäudes Untertürkheim als Bürgerbahnhof oder ein spezielles Anliegen des Vereins. Jeder soll sein oder seine Anliegen vorbringen“, sagt Blumenstock. Damit Kuhn die Bürgerwünsche möglichst zeitnah erhält, sollten sich die Bürger sputen.

Die Anregungen sollen unter dem Stichwort „Starthilfe für den neuen OB“ bis Dienstag, 15. Januar, an die E-Mail-Adresse: „zukunftschiene@gmx.de“ geschickt werden. „Bitte helfen Sie, mit die wichtigsten Fragen und Wünsche ins Rathaus zu tragen. Sie kennen die Bedürfnisse im Stadtbezirk am besten“, bittet Marlene Blumenstock um rege Mitarbeit.

IHGV Untertürkheim fordert deutliche Aufwertung des Ortskerns

UNTERTüRKHEIM UZ 12.1.2013 :
Beim Rundgang mit Politikern werden Missstände und das Potenzial des Stadtbezirks gezeigt

Der Industrie-, Handels- und Gewerbeverein (IHGV) Untertürkheim hat am Donnerstagabend Politiker zum Gedankenaustausch gebeten. Thema war die „akute Gefahr der Nahversorgung“. Das regnerische Wetter entsprach der Gemütslage der Gewerbetreibenden. Sie fühlen sich im Regen stehen gelassen. „Untertürkheim war ein florierender Ort. Nun brechen die Umsätze der wenigen Fachgeschäfte ein“, sagt IHGV-Vorsitzender Markus Krautter. Der IHGV fordert die Stadt auf, Ortskern und Bahnhof aufzuwerten und gegen Spielhallen vorzugehen. Die Runde war sich einig: „Untertürkheim hat Potenzial. Das müssen wir nutzen.“
Bahnhof

Der Karl-Benz-Platz und vor allem die triste und schmuddelige Bahnhofsunterführung sind laut IHGV keine gute Visitenkarten für den Stadtbezirk. Im Mittelpunkt des Forderungspapiers des IHGV steht der denkmalgeschützte Bahnhof. Die Stadt soll prüfen, ob sie eine Kaufoption ziehen kann. Foto:Enslin

Keine Rettungs-, sondern Regenschirme spannten die Teilnehmer beim Rundgang durch den Stadtbezirk auf. Nicht nur wegen des Nieselwetters präsentierte sich der Ortskern trist. Bundestagsabgeordnete Karin Maag (CDU), Stadträtinnen und Stadträte, Bezirksbeiräte sowie Vertreter des IHGV trafen sich dort, wo für viele der Besuch des Stadtbezirks beginnt: am Karl-Benz-Platz. „Der Bahnhof, die Unterführung und der Karl-Benz-Platz sind eine Drehscheibe. Durch die Passage laufen täglich Hunderte Jugendliche ins Schulzentrum, Daimler-Beschäftigte und alle Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs“, erklärte Krautter.

Zudem, so Ortschronist Eberhard Hahn, habe das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude eine historisch herausgehobene Bedeutung. „Es war die Visitenkarte und Stolz des Stadtbezirks.“ Und wie präsentiert sich der Ortseingang heute? Scheiben des Bahnhofs sind eingeschlagen, die Unterführung ist trist und schmuddelig. Passanten - darunter Schüler - laufen direkt auf Spielhallen zu. Auf ihrer kurzen Runde vom Bahnhof zum italienischen Feinkostgeschäft in der Fußgängerzone kam die Delegation an rund einem Dutzend Spielsalons, Wettbüros oder Gastrobetrieben mit Spielgeräten vorbei.

Die IHGV-Mitglieder sehen darin das Hauptproblem. „Viele Bürger und Daimler-Mitarbeiter meiden zunehmend den Ortskern“, so Krautter. Seit Jahren würde der IHGV versuchen, mit Vorschlägen diese Abwärtsspirale aufzuhalten. Vor drei Jahren hat der Verein die Stadt gebeten, vom Vorkaufsrecht für den Bahnhof Gebrauch zu machen. Die Stadt lehnte ab. Krautter: „Seitdem hat die Fahrt auf der Abwärtsspirale an Geschwindigkeit gewonnen.“

Forderungskatalog an die Stadt

Der „Hilferuf“ von Donnerstag sei ein weiterer Versuch, um Unterstützung bei Stadt und Bund zu bitten. Schließlich, da waren sich alle Anwesenden einig, habe Untertürkheim ein großes Potenzial. Der Weinbau mit herausragenden Weinerzeugern und Besenwirtschaften, touristische Höhepunkte wie die Grabkapelle, die Grieshaberwand, das nahe Mercedes-Benz-Museum oder die Veranstaltungen locken viele Besucher an. Die Fachgeschäfte, Banken und Post haben Stammkunden, dank der guten Ärzteversorgung kommen viele Patienten in den Ort. „Diese Pfunde müssen wir nutzen“, so die IHGV-Vertreter. Doch ohne Unterstützung der Stadt gehe dies nicht. In ihrem Positionspapier fordern sie die Aufwertung des Einkaufsquartiers. „Wir wünschen uns, dass die Widdersteinstraße und der Storchenmarkt als eine Art Bürgertreff aufgewertet werden.“

Auch der Leonhard-Schmidt- und Bahnhofsvorplatz müssten attraktiver werden. Der jetzige Zustand sei untragbar. Zentraler Punkt ist der Bahnhof. „Wir fordern erneut eine Überprüfung der Kaufoption für den Bahnhof. Kurzfristig sollte kontrolliert werden, inwieweit der Denkmalschutz verletzt wurde. Durch Pflege der Unterführung könnte man das Eingangsportal ansprechender gestalten“, heißt es im Brief. Zudem fordert der IHGV mehr Polizeipräsenz und den Ausbau der touristischen Stärke. Mit wenigen Mitteln könne die Stadt viel erreichen. So fehlen Hinweisschilder auf die Sehenswürdigkeiten. „Die Chancen, dass Untertürkheim auch in Zukunft ein wichtiger Stadtbezirk bleibt, sind groß. Wir benötigen aber schnelle Hilfe“, bittet Krautter.

  1. Sanitärgroßhandel REISSER - Der 80-Jährige denkt gar nicht ans Aufhören

Die Untertunnelung des Stuttgarter Stadtgebietes

Die Untertunnelung des Stuttgarter Stadtgebietes,
Video als Kurzinfo von Klaus Gebhard, 31.08.2012

Kurz-Info: Dauer 7 Minuten - Vollbild X mit Doppelklick

Die 62km Untertunnelung des Stuttgarter Stadtgebietes,
ausführliche Erläuterung an Hand der BISS-Karte von Klaus Gebhard, 31.08.2012

37-Minuten-Video mit der Untertunnelung des Neckars
beim Stuttgart21-Projekt - von fluegel.tv
Vollbild X mit Doppelklick


Ab Minute 25: Neckarunterquerung in Untertürkheim
mit schließbaren Hochwassertoren im Tunnel.
Der Tunnel muss bei Neckarhochwasser geflutet werden!

Modernisiertes Neckarwehr in Untertürkheim hat Arbeit aufgenommen

UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 3.9.2012: 18 Millionen Euro teure Sanierung der Staustufe abgeschlossen -
Zuverlässigere Technik und attraktive Brückenköpfe ==>> neckarwehr.htm <<
Wehr UTh
Foto: Bundesanstalt für Wasserbau

STUTTGART 21 - Deckel über Güterbahnhof soll für Ruhe sorgen

UNTERTüRKHEIM: Architektengruppe erarbeitet städteplanerisches Konzept für Bahngelände - Parklandschaft soll Brücke schlagen

2013 werden die Tunnelbauarbeiten für Stuttgart 21 auch in Untertürkheim beginnen. Ausgenommen ist das Güterbahnhof-Areal. Der Abschnitt ist noch nicht planfestgestellt. Dort soll ein Wartungsbahnhof entstehen. Bürger befürchten, dass der Lärm die Lebensqualität des Orts massiv mindert. Eine Architektengruppe will nun ein Konzept erarbeiten. Das Bahngelände könnte überdeckelt werden. Es entstünde ein Grünstreifen, der den Lärm schluckt - egal ob Stuttgart 21 realisiert wird oder nicht. Von Mathias Kuhn

Lauten Protest lösen die Bauarbeiten rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof und die Trassenführung auf den Fildern aus. Vergleichsweise ruhig geht es in den Oberen Neckarvororten zu. „Dabei wird Untertürkheim durch Stuttgart 21 mit am stärksten belastet werden“, sagt Sabine Reichert, die Sprecherin des Informationsbündnisses „Zukunft Schiene Obere Neckarvororte“. Auf dem heutigen, weitgehend stillgelegten Güterbahnhof soll ein Service- und Wartungsbahnhof entstehen. Die Stuttgart-21-Gegner aus Untertürkheim fürchten, dass die Lärmbelastung durch den 24-Stunden-Betrieb erheblich steigen wird. „Und zwar nicht nur während der Bauzeit, sondern permanent“, sagt Grünen-Bezirksbeirat Martin Glemser. So soll auf dem Gelände an der Augsburger Straße eine Außenreinigungsanlage und ein technischer Servicepunkt eingerichtet werden. „Das ist ein 200 Meter langes Gleis mit einer kurzen, fahrbaren Halle darüber. Beim Verschieben der Montage-Einhausung ertönen Warnsignale in einer Lautstärke von 107 Dezibel“, erklärte Glemser beim Vororttermin auf dem Eszet-Steg. Dorthin hatten die Untertürkheimer Aktiven einige Stuttgart-21-kritische Architektinnen und Architekten eingeladen, um ein städteplanerisches Gegenkonzept zu erarbeiten. „Wir wollen nicht nur die Missstände aufzeigen, sondern das Heft des Handelns in die Hand nehmen“, sagt Reichert.

UT-EARTH

Anhand von Luftaufnahmen und Plänen, die die Bahn für den Planabschnitt 1.6B verlegte, machte sich Landschaftsarchitekt Christof Luz Gedanken über die Gestaltungsmöglichkeiten. „Brücken- und andere mehrstöckige Bauwerke für Stuttgart 21 werden sich in diesem Bereich nachhaltig auswirken“, prognostiziert Luz. Doch er hat eine städteplanerische Vision. „Die Bahngleise trennen heute bereits Untertürkheim wie eine Demarkationslinie. Wenn der Gleisbereich beispielsweise zwischen dem Untertürkheimer Bahnhof und der Haltestelle Neckarstadion überdeckelt wird, würden Verbindungen geschaffen und gleichzeitig würde der Lärm gemindert“, sagt Luz. Städtebaulich könnten auch seine Kolleginnen und Kollegen, die sich die Situation erstmals vor Ort angesehen und angehört haben, sich eine Kombination aus Park- und Wohnlandschaft vorstellen. Auf der Überdeckelung könnte eine Grünzone für die Bevölkerung sowie Wohn- oder Gewerbeflächen für Handwerker auf der Seite der Benz Straße entstehen.

Auch für die Finanzierung gibt es Vorschläge. „Hier könnte die Bahn ihre Ausgleichsmaßnahmen sinnvoll einsetzen“, meinte ein Untertürkheimer. „Der Vorteil dieser Vision ist, dass sie Untertürkheim sowohl im Falle von Stuttgart 21 als auch in der heutigen Situation mit dem starken Güterzugverkehr enorme Erleichterung bringen würde“, sagt Reichert. Die Architektinnengruppe will die Ideen bis zum Erörterungstermin für den Abschnitt 1.6B in konkrete Pläne fassen.

Nächstes Treffen Informationsbündnis Untertürkheim – Zukunft Schiene:
am Donnerstag, den 16. August 2012 um 19:30 Uhr, Kulturtreff Untertürkheim, Strümpfelbacher Straße 38.

GESUCHT: Historische KINO-Dokumente von Untertürkheimer Kinos

Auch Untertürkheim hatte von 1911 bis in die 1970er Jahre mehrere Kinos.
Noch bis Ende September Kino-Ausstellung in Gablenbergim MUSE-O::
Ausstellung und winziges Kino in einem –im Muse-o Gablenberg

ULI
Anzeige von Juli 1927 zum 50. Untertürkheimer Feuerwehrjubiläum

1917: Untertürkheim - Wiedmann. M.. Claudiusstraße ???

1918: Untertürkheim. Kgr. Württemberg (8000 Einw.) - L.U. Lichtspiele Untertürkheim, Cannstatterstr. 10 -
150 Plätze - Carl Burkhart, Stuttgart, Kriegsbergstr. 13 Fernsprecher: 13166 -
im Saal des Gasthauses zum Hirsch neben der Evang. Stadtkirche

Hirsch 1900
Gasthaus zum Hirsch um 1900 - Cannstatter Straße 10

1920: Lichtspiele Untertürkheim, CannstatterStr. 10 (Sp. Freitag, Sonnabend und Sonntag) 145 Plätze Philipp Treutier, Eßlingen a. N., Apothekerstraße 11

1921: Lichtspiele Untertürkheim, Stuttgart-Untertürkh., Cannstatter Straße 10 (Freitag, Sonnabend, Sonntag) 145 Plätze - Inhaber: Philipp Treutier,. Eßlingen am Neckar, Apothekerstr. 11.

Löwen 19102004
ULI Lichtspiele im rückwärtigen Saal des Gasthaus zum Löwen - links um 1910 - rechts Foto von 2004: Enslin

ULI Kino

1927 ULI-Untertürkheimer Lichtspiele wurde zum Gasthaus zum Löwen in der Cannstatter Straße 49 - heute Augsburger Str. 340 verlegt. Das Haus steht noch - der Kinosaal war der Anbau - heute Bank-Parkplatz.

1929: "Uli"- Untertürkheimer Lichtspiele.
Stuttgart-Untertürkheim Cannstatter Str. 49 a, F: 30965, Gr: 1928, täglich, R 400 Plätze I: Karl Kauderer sen. Stuttgart. Friedrichstraße 41

1930: „Uli"- Untertürkheimer Lichtspiele,
Stuttgart-Untertürkheim, Cannstatter Str. 49 a, F: 30965, Gr: 1928, täglich, R 400 I: Karl Kauderer sen., Stuttgart. Friedrichstraße 41

1949: US-Zone: Stuttgart-Untertürkheim (14 a) -
Uli-Lichtspiele Tel. 30 965.
Inh.: Karl Kauderer, Stuttgart-Untertürkheim, Aribergstr. 15. - Mit Diaprojektor - 7 Tage Spielbetriebe - Plätze: 443

1950: Uli-Lichtspiele Untertürkheim, Arlbergstr. 13, Tel. 3 09 65, I: Karl Kauderer, Stuttgart-U.. Arlbergstr. 13. 398 Plätze. 7 Tg., 1 V., Dia; App.: Baue M 7, Vst.: Lorenz, Str.: W. 220 Volt Bühne 5x2x7, O. ja.

1958: Sonnen -Theater -Untertürkheim, Oberstdörfer Str. 3, Tel: 32210, 1: Lore Walheim & Willy Klein, Gf: Werner Hess Plätze: 528, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 16-20 V., 2 Mat.-/Spätvorst., tön. Dia, App-. Philips FP 56, Verst: Philips, Lautspr: Philips, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, Th., O.

1961: Sonnen-Theater -Untertürkheim, Oberstdorfer Str. 3, Tel: 32288, I: Lore Walheim & Willy Klein PIätze: 528, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 16-20 V, 2 Spät-, 1-2 Sondervorst, FKTg: licht, App: Philips FP 56, tlVers2g:t KS„d, donnerstags, tön. Dia-N, Br, App: Philips FP 56, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Philips, Lautspr: Philips, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, Th, O, Höranlage

Das Sonnen-Theater wurde im Biergarten des Gasthauses Sonne als Zweckbau 1957 von der Familie Walheim errichtet und betrieben (die gleichzeitig mit ihrer Firma Photo-Hildenbrand in Stuttgart die Vertretung für Philips-Kinomaschinen besaß). Architektonisch gut gelöst war die Integration des Foyers unter den ansteigenden Rang, Gesamtplatzzahl war etwa 450. Das Theater wurde Mitte der 1970er Jahre geschlossen.
Umbau ca. 1975 zuerst ALDI - heute KIK Textildiscont - Ecke Oberstdorfer /Silvrettastraße

Wiener Firma PORR erhält wieder Auftrag für Großprojekt Stuttgart 21

Wien (ots) - Die PORR Deutschland hat von der Deutschen Bahn AG einen weiteren Großauftrag für das Projekt S21 in Stuttgart erhalten. Bei dem Auftrag mit einem Volumen von über 100 Mio Euro handelt es sich um zwei Ingenieurbauabschnitte in Untertürkheim bzw. Obertürkheim.

Die beiden äußerst anspruchsvollen Baulose 2A und 3 im Planfeststellungsabschnitt 1.6a grenzen direkt an den bereits vor einem Jahr von der Deutschen Bahn erteilten Tunnelgroßauftrag der ATCOST 21, die unter der technischen Federführung der PORR steht.

Die Beauftragung unterstreicht das hohe Vertrauen der Auftraggeber in die Baukompetenz der PORR. Beide Lose stellen für die Ingenieure der PORR Deutschland angesichts der technisch äußerst schwierigen Rahmenbedingungen eine große Herausforderung dar. So müssen beispielsweise Gleise auf einer Länge von etwa 300 Metern über eine Dauer von 3 Jahren unter Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs in Nacht- und Wochenendsperrpausen unterfahren werden.

Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR, zeigt sich über diesen Folgeauftrag sehr erfreut: "Dieser Auftrag zeigt, dass die Deutsche Bahn mit unserer Leistung und Kompetenz sehr zufrieden ist. So ist dieses Projekt nicht nur wirtschaftlich äußerst bedeutsam, sondern bestätigt uns wieder einmal, dass sich die PORR am richtigen Weg befindet."

Rückfragehinweis: Mag. Gabriele Al-Wazzan Konzernsprecherin Allgemeine Baugesellschaft - A. Porr AG
Absberggasse 47, 1100 Wien Tel.: +43 (0)50 626-2371, Fax: +43 (0)50 626-1186
gabriele.al-wazzan@porr.at,
www.porr-group.com

Auftrag für weitere Tunnelarbeiten vergeben

Untertürkheim/Obertürkheim: Bieterkonsortium um die österreichische Porr-Gruppe soll 110 Millionen Euro teure Bauwerke realisieren

(eh) - Ungeachtet aller offener Fragen rund um den Bahnhofsumbau in Stuttgart treibt die Deutsche Bahn das Projekt Stuttgart 21 voran: Nun wurden die Tunnelbauarbeiten in Unter- und Obertürkheim vergeben. Den Zuschlag für zwei Baulose im Volumen von 110 Millionen Euro erhielt eine Bietergemeinschaft unter Federführung der österreichischen Porr-Gruppe. Die Arbeiten sollen im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen.

Wie das Kommunikationsbüro für das Bahnprojekt gestern mitteilte, wurde der Auftrag Mitte dieser Woche vergeben. Die Porr-Gruppe hatte im vergangenen Jahr bereits den Zuschlag für die beiden Baulose des 9,5 Kilometer langen Fildertunnels zwischen Hauptbahnhof und Flughafen/Messe (Planfeststellungsabschnitt 1.2) sowie der rund sechs Kilometer langen Tunnelzuführung zwischen Hauptbahnhof und Ober- und Untertürkheim (Planfeststellungsabschnitt 1.6a) im Volumen von 750 Millionen Euro erhalten.

Los 2
Die Grafik zeigt, an welchen Stellen demnächst in Untertürkheim gebaut werden soll. Grafiken: Kommunikationsbüro

Nun folgt der zweite große Teil des Planfeststellungsabschnitts 1.6a, für den die Baugenehmigung seit dem Jahr 2002 vorliegt. Bei den beiden äußerst anspruchsvollen Baulosen 2A und 3 handelt es sich um die Anbindung der Infrastruktur von Stuttgart 21 an die bestehenden Bahnstrecken in Ober- und Untertürkheim. In Untertürkheim (2A) entstehen drei neue Bauwerke: ein Tunnel in offener Bauweise, ein Trog für die Rampe zur Tunnelzufahrt sowie eine Rettungszufahrt als Rahmenbauwerk unter sechs Gleisen. In Obertürkheim werden sieben Ingenieurbauwerke, unter anderem ein Tunnel in offener Bauweise, Tröge und eine Eisenbahnüberführung neu gebaut. Zudem werden an beiden Orten etwa sieben Kilometer Gleise um- oder neu gebaut. Nicht mit in diesem Paket vergeben wurde das in der gleichen Ausschreibung angebotene Baulos 2B, die Zuführung Untertürkheim/Bad Cannstatt. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Nach Bahnangaben wird die Bietergemeinschaft jetzt auch mit der Ausführungsplanung und Bauvorbereitung für die beiden Baulose beginnen. Die Arbeiten selbst sollen im ersten Quartal des kommenden Jahres beginnen. Sie werden mindestens drei Jahre lang unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes ausgeführt - vor allem nachts und an den Wochenenden.

Los 3
Auch im Bereich Obertürkheim sind an mehreren Stellen anspruchsvolle Ingenieurbauwerke vorgesehen.

Die Arbeiten für diese Bauwerke waren europaweit ausgeschrieben worden - vier Bietergemeinschaften hatten sich daran beteiligt. Mit der Vergabe dieses Ausschreibungspakets ist nach Angaben der Bahn nun mehr als die Hälfte des Bauvolumens bei Stuttgart 21 vergeben. „Wir freuen uns, dass wir bei den Vergaben für das Bahnprojekt so gut voran kommen“, sagt Projektsprecher Wolfgang Dietrich. „Die Vergabe der Ingenieurbauwerke in den Neckarvororten lässt den Projektfortschritt immer deutlicher werden.“ Mit der formellen Vergabe endet auch die Einspruchsfrist der Bieter, die nicht berücksichtigt wurden.

Weiterhin offen ist der Planfeststellungsabschnitt 1.6b, der Abstellbahnhof Untertürkheim mit seinen vorgesehenen 27 Abstellgleisen mit einer Gesamtlänge von 7,4 Kilometern sowie Anlagen zur Außen-/Innenreinigung, Wartung und Betankung. Diese sollen auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs zwischen Benz- und Augsburger Straße entstehen und den Abstellbahnhof am Rosensteinpark ersetzen. Die Planunterlagen für den Abstellbahnhof Untertürkheim wurden bereits vor zwei Jahren öffentlich ausgelegt, die Einwendungen seien derzeit noch in Bearbeitung, heißt es. Das Kommunikationsbüro rechnet damit, dass noch in diesem Herbst der Erörterungstermin stattfindet.

INDUSTRIEGESCHICHTE IN UNTERTÜRKHEIM - Downloads als pdf-Datei

Bahnhof in Untertürkheim - Denkmalschutz nicht beachtet

Stuttgarter Zeitung - Maira Schmidt, 29.05.2012 http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bahnhof-in-untertuerkheim-denkmalschutz-nicht-beachtet.57d7df4a-c5f9-404c-8e7a-a795573a5473.html

BahnhofUntertürkheim - Einst ist er der ganze Stolz der Untertürkheimer gewesen. Leicht überdimensioniert für die kleine Ortschaft war der Bahnhof ein wichtiger Knotenpunkt für den Zugverkehr im Neckartal. 1845 hielt hier sogar die erste Königlich Württembergische Staats-Eisenbahn.

Heute ist der Bahnhof vielen Bewohnern des Stadtbezirks aber nur noch ein Dorn im Auge. Die 1896 erbaute Immobilie, bereits das dritte Bahnhofsgebäude an dieser Stelle, ist in einem schlechten Zustand. An den Wänden bröckelt der Putz, an den Türen blättert die Farbe ab, Eingänge und Fenster sind mit Werbeplakaten beklebt.

Zumal das Gebäude unter Denkmalschutz steht

Wo einst Daimler-Arbeiter aus der ganzen Region mit dem Zug ankamen, die Post und das Fernmeldeamt untergebracht waren, reihen sich heute Spielcasinos an Imbissbuden. „Als Visitenkarte für Untertürkheim ist das eine Schande“, findet der ehemalige Vorsitzende des Bürgervereins Untertürkheim Eberhard Hahn.

Zumal das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Die damit verbundenen Vorschriften scheinen aber niemanden zu interessieren. So hat der Inhaber des Döner-Imbisses, der sein Geschäft unmittelbar neben dem Bahnhofseingang hat, die historischen Holzfenster einfach herausgerissen und durch weiße Plastikfenster ersetzt.

„Warum passt da keiner auf“, fragt Hans K. Schlegel empört. Der emeritierte Kunst- und Architekturprofessor wurde von der Stadtverwaltung als Experte gehört, als die Bahn das Gebäude vor rund 15 Jahren an einen Privatmann verkaufte.

Bei einem Ortstermin mit dem beauftragten Architekten und der Unteren Denkmalschutzbehörde untersuchte Schlegel damals die historische Bausubstanz. Er habe sogar die Farbe von den Wänden abgekratzt, um den historischen Originalton zu bestimmen, erzählt der Professor, der lange Zeit an der Hochschule der Medien (HDM) lehrte.

Die Holzfenster wurden ungenehmigt entfernt

Anschließend wurde das Bahnhofsgebäude aufwendig restauriert. „Das hat wirklich klasse ausgesehen“, sagt Hahn, der sich auch deshalb so sehr über den jetzigen Zustand des Bahnhofs ärgert. „Warum muss man vorher so einen Aufwand betreiben, um es dann wieder so verfallen zu lassen“, fragt der langjährige Vorsitzende des Bürgervereins.

Die Holzfenster seien tatsächlich ungenehmigt entfernt worden, heißt es hierzu bei der Unteren Denkmalschutzbehörde. Man habe aber einfach nicht das Personal, um regelmäßig Kontrollen durchzuführen. „Wir sind darauf angewiesen, dass wir Infos aus der Bevölkerung bekommen“, sagt der für die Oberen Neckarvororte zuständige Sachbearbeiter Bernd Sinzinger.

Die Problematik am Untertürkheimer Bahnhof sei ihm aber bekannt. Das Gebäude gehöre seit einigen Jahren nicht mehr dem ursprünglichen Investor, der es vor etwa 15 Jahren von der Bahn gekauft und aufwendig restauriert habe.

Die Immobilie sei inzwischen weiterverkauft worden. Heute gehöre das Gebäude drei Eigentümern, zu denen die Untere Denkmalschutzbehörde auch bereits Kontakt aufgenommen habe. „Ein bisschen etwas haben die auch schon verändert“, sagt Sinzinger. So sei etwa die aufwenige Werbung an der Außenfassade ein wenig reduziert worden. Nun müssten jedoch weitere Maßnahmen folgen.

Die komplette Immobilie soll laut Sinzinger im Verlauf des kommenden Jahres in einen den Denkmalschutzvorschriften entsprechenden Zustand zurückversetzt werden – einschließlich der alten Post, die von der Stadtbezirksseite aus gesehen, in dem ganz linken der drei Bauteile untergebracht war und vor Kurzem ebenfalls verkauft wurde. Zwei der drei Eigentümer seien in diesem Punkt auch sehr kooperativ, nur der Dritte stelle sich ein wenig quer.

Alle drei Eigentümer würden nun noch einmal von der Unteren Denkmalschutzbehörde angeschrieben. „Wir versuchen es immer zuerst auf dem ruhigen Weg“, sagt Sinzinger. Im Ernstfall stünden der Stadt allerdings auch andere Mittel zur Verfügung. Hausbesitzer, die gegen das Denkmalschutzgesetz verstoßen, könnten mit einem Bußgeld belegt werden.

Im äußersten Fall habe die Behörde sogar die Möglichkeit, eine Rückbauverfügung zu erlassen. Die Eigentümer würden dann mit Hilfe von Rechtsmitteln dazu gezwungen, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Da der Rechtsweg aber meist sehr langwierig sei, suche man zunächst das Gespräch.

JunkersWasserflugzeug Junkers F13 - D-833 -
startet auf dem Neckar

Neu: Drei Fotos vom 31. Oktober 1931 von Probeflugversuchen der Jukers F13 D-833 auf dem Neckar zwischen Untertürkheim und Bad Cannstatt... MEHR HIER

„Soldat aus Stein“ im Keller entdeckt

SoldatUZ 18.1.2012

ROTENBERG: Im alten Schulhaus findet die Kita-Leiterin in einer Kammer ein Monument

Im Keller des Alten Schulhauses hat die Leiterin der Kindertagesstätte ein Monument entdeckt: eine zwei Meter große Platte mit einem steinernen Soldaten. „Eine Gedenktafel für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs“, vermutet Anja Dauschek, die Leiterin des künftigen Stadtmuseums. Ältere Rotenberger erinnern sich, dass das Monument in der Nazi-Zeit am sogenannten Heldengedenktag aus dem Keller geholt wurde.

In einer engen Kammer im Keller des Alten Schulhauses in Rotenberg
hat die Kita-Leiterin das Monument des gefallenen Soldaten entdeckt - Foto:Eslin

„Einen gehörigen Schreck“ bekamen Miroslawa Sojka, die Leiterin der Rotenberger Kindertagesstätte, und ihre Helfer, als sie den Keller des alten Schulhauses umräumten. „Wir wollen die Räume als Atelier und Holzwerkstatt nutzen“, erzählt Sojka. Hinter Regalen verbarg sich eine Tür zu einer engen Kammer. Ideal für Regale, dachte sich Sojka. An der Wand lehnte eine zwei Meter große, schwere Platte. Als die Helfer die Betonplatte umdrehten, graute es ihnen für den Bruchteil einer Sekunde. Sie blickten in die geschlossenen Augen eines toten Soldaten - eine Plastik. Woher stammt das Monument? Die Kita-Leiterin suchte Rat bei Klaus Enslin, dem Vorsitzenden des Bürgervereins, der eine Fotografie an Anja Dauschek, die Leiterin des Planungsstabs für das künftige Stadtmuseum, schickte. „Ich habe es zwar nicht in Augenschein genommen. Aber der ganze Ausdruck, die Uniform und die geschlossenen Augen sprechen dafür, dass es sich um eine Gedenkplastik für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges handelt“, sagt Dauschek. Ihre Einschätzung deckt sich mit Erzählungen einiger Rotenberger Bürger. So erinnert sich Robert Bubeck daran, dass die schwere Tafel während des Dritten Reiches am sogenannten Heldengedenktag aus dem Keller geholt wurde. „Die NSDAP münzte den früheren Volkstrauertag, an dem der Toten des Ersten Weltkriegs gedacht wurde, in einen Ehrentag für die gefallenen Helden um“, erklärt Dauschek dazu.

Die Skulptur scheint aber bereits vor Beginn der Nazi-Herrschaft angefertigt worden zu sein. Keine Zeichen weisen auf die Nazis hin. Deswegen vermutet Hermann Berner, dass die Plastik bereits im Alten Schulhaus gestanden habe. „Es wurde 1934 abgerissen und 1935 ein neues Schulhaus gebaut. Eventuell fand die Skulptur keinen Platz und wurde in den Keller gestellt.“ Vielleicht gibt der Name „R. Hartmann“ am Rand der Skulptur Hinweise auf die Entstehungszeit und den Grund.

Doch was soll mit der Plastik geschehen? „Sie ist ein Zeugnis der Ortsgeschichte. Auch wenn sie an eine ungute Zeit erinnert, nützt es nichts, wenn man die Erinnerungen verdrängt“, sagt Bezirksvorsteher Klaus Eggert. Auch Dauschek hält die Plastik für „interessant“. Doch leider sei der Soldat für die geplante Ausstellung im künftigen Stadtmuseum zu groß und zu schwer. „Er würde vermutlich in unserem Archiv landen und dafür wäre er zu schade“, sagt die Ausstellungsexpertin. Sie würde es begrüßen, wenn die Skulptur im Stadtbezirk aufgestellt würde. Als eine Art Mahnmal. Allerdings mit Fingerspitzengefühl vorbereitet, im Dialog mit der Bevölkerung und im richtigen Umfeld. „Beispielsweise in zwei Jahren. Dann jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Mit dem Ausdruck des toten Soldaten könnte man hinterfragen, was Kriege anrichten“, könnte sich Dauschek vorstellen.

Wer noch Näheres zum Monument weiß, kann sich an Klaus Enslin, Telefon 33 86 89, oder an die Redaktion wenden.

Neue Kindertagesstätte am Alten Friedhof

UNTERTüRKHEIM: UZ 14.1.2012 - Stadt stellt 1,8 Millionen Euro für die Einrichtung mit 30 Plätzen zur Verfügung

KITA

Das alte Gebäude Großglocknerstraße 49 und 51 wird abgerissen. An seiner Stelle entsteht eine Kindertagesstätte mit 30 Plätzen. Foto: Kuhn

Mit der Zustimmung des Gemeinderates im Zuge des aktuellen Doppelhaushaltes ist es nun amtlich: Für 1,86 Millionen Euro entsteht am Alten Friedhof ein Neubau einer Kindertagesstätte für 30 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Die maroden Gebäude Großglocknerstraße 49 und 51 werden abgerissen. Die Außenanlage erstreckt sich in den Alten Friedhof. Der öffentliche Spielplatz muss daher um einige Meter verlegt werden.

Von Alexander Müller

Für die Untertürkheimer erfüllen sich damit gleich mehrere Wünsche: Zum einen ist vielen das baufällige und leer stehende Nachbargebäude der Alten Apotheke im Ortskern ein Dorn im Auge, zum zweiten ist im Zuge des Neubaus auch eine Umgestaltung des Alten Friedhofes geplant. In erster Linie werden aber dringend benötigte Plätze in der Kinderbetreuung geschaffen. Anstelle des maroden städtischen Gebäudes soll ein ebenfalls zweigeschossiger Neubau entstehen. Dieser soll parallel zur Straße verlaufen und passend zum bestehenden Gebäudeensemble mit einem Satteldach versehen werden. Allerdings wird der Grundriss um ein Drittel größer sein. Der neue Kindergarten rückt damit näher an die Bushaltestelle. Ein Vorprojektbeschluss wurde bereits gefasst. „Mit den nun zur Verfügung stehenden Mitteln können wir zügig in die Feinplanung gehen“, freut sich Bezirksvorsteher Klaus Eggert. Grundsätzlich erhofft er sich dadurch eine Milderung der Platznot in den Kindertagesstätten und eine Aufwertung des öffentlichen Raums.

Insgesamt 30 Kinder im Alter von Null bis Sechs sollen dort in zwei Gruppen betreut werden. Die Büros, Personal- und Nebenräume sowie die Küche sind im Untergeschoss vorgesehen. Die Gruppen-, Schlaf- und Ruheräume sind im Obergeschoss untergebracht. Der Haupteingang und das Foyer sollen gegenüber der Alten Apotheke liegen. Der Außenspielbereich ist abgewandt von der viel befahrenen Großglocknerstraße im Alten Friedhof. Der Zugang erfolgt über eine Terrasse, die sich über die Mauer erstreckt. Eingriffe seien laut den Planern in die historische Struktur des Friedhofes nicht geplant. Insgesamt 600 Quadratmeter Außenanlagen sind vorgesehen, das umfasst auch circa 300 bis 400 Quadratmeter des heutigen öffentlichen Spielplatzes im Alten Rathaus. Dieser soll jedoch nicht wegfallen, sondern innerhalb des Geländes um einige Meter verlegt werden. „Die genauen Absprachen zwischen den Ämtern müssen noch erfolgen“, erklärt Eberhard Koning vom Amt für Liegenschaften. Mit den Kollegen des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes sei aber bereits eine grundsätzliche Einigung getroffen worden. „Es wird auf jeden Fall Hand in Hand verlaufen“, verspricht Gartenamtsleiter Volker Schirner. Die Finanzierung für die Umgestaltung des Alten Friedhofes ist gesichert. Und auch eine Bürgerbeteiligung ist geplant.

Der Zeitplan für den Neubau der Kindertagesstätte in der Großglocknerstraße sieht vor, dass der Baubeschluss im November 2013 erfolgen soll. Bei einer geplanten Bauzeit von 18 Monaten sei dann Ende 2015 mit einer Inbetriebnahme zu rechnen. „Die Chancen stehen aber günstig, dass es sich auch zügiger realisieren lässt“, hofft Koning. Die Voraussetzungen sind gut. Die Mittel sind im aktuellen Doppelhaushalt bereit gestellt. Zudem befinden sich die beiden Gebäude bereits in städtischem Besitz. Weiteren Rückenwind erhalten die Planer aus dem Bezirksbeirat und nicht zuletzt haben die städtischen Ausschüsse dem Vorprojektbeschluss bereits zugestimmt. „Es ist eine der priorisierten Maßnahmen aus der Fülle der Projekte“, erklärt Koning.

Nicht zuletzt angesichts der aktuellen Unterversorgung des Stadtbezirks mit Betreuungsplätzen für Kinder. Der Versorgungsgrad der Null- bis Sechsjährigen beträgt lediglich 19 Prozent, auch bei den Kindern von drei bis sechs Jahren besteht noch Bedarf. Mit dem Neubau am Alten Friedhof könnte zumindest ein Teil der Not gelindert werden.

75 Jahre Vorort-Straßenbahnen Stuttgart — Wangen — Untertürkheim — Hedelfingen

Quelle: Zeitschrift „Über Berg und Tal“ 3/1985: 8-seitiger Zeitungssonderdruck von 1985 hier als pdf-Datei laden:

Stadt und Kommunikationsbüro starten interaktives Bürgerinformationssystem www.biss21.de

11.11.2011 www.Stuttgart.de

Seit heute ist die neue, interaktive Bürgerinformationsplattform www.biss21.de online. Das Kommunikationsbüro für das Bahnprojekt Stuttgart - Ulm und die Stadt Stuttgart haben das BürgerInformationsSystem zu Stuttgart 21, BISS21, in den vergangenen Monaten gemeinsam auf den Weg gebracht.

Es bietet den Bürgerinnen und Bürgern rund um die Uhr praktische Informationen zum Streckenverlauf des Stuttgarter Bahnknotens, der Tunneltiefe oder den Beweissicherungsgrenzen. Im BISS21 werden die Gesamtstrecken von Stuttgart 21 abgebildet und Informationen aus über 250 Plänen der Planfeststellungsbeschlüsse verarbeitet.

biss21.de
Detaillierte Pläne für Untertürkheim zu STUTTGART21 - zum Zoomen - www.biss21.de

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster: "Mit dem Bürgerinformationssystem haben wir die vielen Daten und Fakten zum Bahnprojekt auf ganz praktische Weise aufbereitet. Jeder Bürger kann sich anhand des Streckenverlaufs ganz gezielt und schnell die Informationen holen, die er haben möchte, die für ihn persönlich wichtig sind. Wir schaffen damit weitere Transparenz beim Thema Stuttgart 21, ganz besonders für die Bürger in der Landeshauptstadt."

Unter www.biss21.de erhalten Bürger eine Übersicht der S21-Strecke auf Stadtkarten und Luftbildern in verschiedenen Maßstäben, können über eine Adresseneingabe einen Standort finden und unter anderem die Distanz von Gebäuden zum Tunnel abmessen. Es lassen sich zudem 640 Höhenangaben und 154 Grafiken zur Tunneltiefe abrufen.

Dirk Thürnau, Technischer Bürgermeister, erklärt die Systematik der Software. "Das BISS21 ist wie ein Baukastensystem konzipiert: Informationen lassen sich einzeln abrufen und bauen aufeinander auf. Technische Inhalte des Projekts werden mit einfachen grafischen Mitteln veranschaulicht".

Projektsprecher Wolfgang Dietrich sieht in dem BürgerInformationsSystem eine optimal Ergänzung zum bestehenden Informationsangebot: "Unser Ziel ist es, den Bürgern das optimale Werkzeug an die Hand zu geben, damit sie möglichst schnell genau die Informationen zum Bahnprojekt bekommen, die sie brauchen. Es ist weiterer wichtiger Baustein für unseren Dialog mit den Bürgern."

Im BISS21 werden ebenfalls Beweissicherungsgrenzen dargestellt, auch die Originalpläne der einzelnen Beschlüsse können heruntergeladen werden. Zum Beweissicherungsverfahren der Deutschen Bahn AG hat das Kommunikationsbüro für das Bahnprojekt Stuttgart - Ulm e.V die Informationen zusätzlich in einer Broschüre zusammengefasst, die im Internet unter www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/beweissicherung abrufbar ist.

Das BISS21 wurde von der Bürgerbeauftragten der Stadt Stuttgart für Stuttgart 21, Alice Kaiser, initiiert und in Kooperation mit dem Kommunikationsbüro für das Bahnprojekt Stuttgart - Ulm e.V. erarbeitet. Als Basis dienten Stadtgrundkarten und Luftbilder, die vom Stadtmessungsamt der Landeshauptstadt Stuttgart bereitgestellt wurden.

Industrialisierung in Untertürkheim

 

Stuttgart 21 : - Der neue Wartungs- und Abstellbahnhof Untertürkheim
Entlang der Augsburger Straße kann es nachts laut werden -
Gutachter rät Bahn zum Nachbessern ... 220 Einsprüche.

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Eugen Bauer - Kinomaschinenfabrik in Untertürkheim

Vereinigte Seifenfabriken Stuttgart

NEU: 2. Auflage der DVD des Bürgervereins:Bummel durch die Ortsgeschichte

Inhalt der DVDDVD

Länge: 45 min : 19.50 EURO incl.
56-Seiten-Booklet
Die Ortsgeschichte von Untertürkheim, Luginsland und Rotenberg von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart in Fotos und bewegten Szenen mit Erläuterungen durch professionelle Sprecher.

Booklet-Inhalt - 56 Seiten -
Tabellarische Zusammenfassung der wichtigsten historischen Daten der Ortsgeschichte chronologisch sortiert nach Ortsteilen und Themengebieten.

DVD ohne Booklet: 16,50 EUR
Die DVD ist erhältlich bei

Buchhandlung Roth
Augsburger Str. 360
70327 Stuttgart-Untertürkheim


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