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Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr
Vor 125 Jahren wurde die Freiwillige Feuerwehr Untertürkheim gegründet
Aus Amtsblatt der Landeshauptstadt Stuttgart vom 27.11.2003
1903 Zur Ausrüstung der Wehr des Wengerterdorfs am Neckar gehörten Ende des 19. Jahrhunderts auch Buttenspritzen.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Untertürkheim

Die Bürger Untertürkheims handelten eigenmächtig: Gegen den Willen des Bürgerlichen Kollegiums, heute würde man Gemeinderat sagen, luden verschiedene Vereine und Bürger im Herbst 1877 zur Bürgerversammlung ein, um eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Die Bürgerlichen Kollegien dagegen vertrauten im Fall eines Brandes auf die in der Nachbarschaft liegenden Städte, "die uns beispringen können".

Die Bürgerversammlung hat Erfolg: 89 Untertürkheimer erklären sich bereit, mitzumachen. Bereits am 27. Dezember erhält die neue Wehr den kirchlichen Segen und im Januar 1878 ist offizielle Gründung. Nun kann der Dienst, getreu dem Wahlspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"OB Schuster beginnen.

Der Initiative der Bürger ist zu verdanken, dass die Untertürkheimer 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr feiern können. Und dies haben sie schon ausgiebig getan und tun es immer noch, zum Beispiel mit einer großen Jubiläumshocketse im Juni und mit der offiziellen Jubiläumsfeier am Freitag, 21. November, im Mercedes-Benz-Museum, bei der Oberbürgermeister die Glückwünsche der Landeshauptstadt überbrachte.

Fahne 1903Mit Weinlaub und Rössle

Doch werfen wir nochmals einen Blick in die Vergangenheit. Zum 25-jährigen Bestehen erhält die Feuerwehr 1903 eine neue rote Fahne, die neben Reben und Weinlaub, das Wappen von Untertürkheim und, in weiser Voraussicht, das Stuttgarter Rössle zieren. Denn schon länger ist von Eingemeindung die Rede. Am 1. April 1905 tritt neben Bad Cannstatt auch Untertürkheim der Landeshauptstadt bei.

Ironie der Geschichte: Als das Alte Schloss 1931 drei Tage vor Weihnachten in Brand gerät und das Feuer nicht unter Kontrolle zu bekommen ist, werden die Wehren der eingemeindeten Orte und sogar der Städte Esslingen und Feuerbach zu Hilfe gerufen. Mit 75 Mann rücken die Untertürkheimer an, um entkräftete Stuttgarter Mannschaften abzulösen. Am 22. Dezember gegen 11 Uhr stürzt der obere Teil der Giebelwand zwischen Südostturm und Schlosskirche ein. Drei Feuerwehrleute, keiner aus Untertürkheim, sterben, die Maschinenleiter aus dem Neckarvorort wird unter den Trümmern begraben.

Heute hat die Freiwillige Feuerwehr 40 aktive Mitglieder darunter drei Frauen. Die Jugendfeuerwehr zählt zwölf Mitglieder davon vier Mädchen. Im letzten Jahr wurde die Untertürkheimer Wehr insgesamt 99 Mal alarmiert.
Harald Beutel

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Einen würdigen Rahmen bot das Mercedes-Benz Museum für den offiziellen Festakt zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim. "Das ist ein stolzes und wichtiges Jubiläum", sagte OB Wolfgang Schuster in seiner Rede. Denn früher wie heute "riskieren die Männer im Zeichen der Hilfbereitschaft ihr Leben."

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