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Untertürkheimer Zeitung vom 31.7.2003

Einkehrstation für den Aufstieg nach Rotenberg

Gasthof „Zum Württemberg" in der heutigen Großglocknerstraße war TBU-Vereinslokal
und „Rotenberger Bahnhöfle"

Untertürkheim (mk) - An die Geschichte der Gastwirtschaft „Zum Württemberg" in der heutigen Großglocknerstraße 81 erinnert der Bürgerverein Untertürkheim mit einem neuen Schild. Das Gebäude war TBU-Vereinslokal und „Rotenberger Bahnhöfle" zugleich.

„Das traditionsreiche Gebäude ist es wert in unseren baugeschichtlichen Wegweiser durch der Stadtbezirk aufgenommen zu werden", war sich Bürgervereinsvorsitzender Eberhard Hahn beim Anbringen der glänzenden Tafel sicher. Bis in die späten Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts war die „Restauration zum Württemberg" über die Region hinaus bekannt.

Dabei kam der Gründer, Hermann Christian Berner, nur „unfreiwillig" zu einer Gastwirtschaft. „Als Bauunter- nehmer mit einer Kiesgrube erstellte er mit dem hiesigen Architekt Christian Pfeiffer 1908 neben mehreren Wohnhäusern in der damaligen Lange-, der heutigen Großglocknerstraße 81, ein Wohn- haus für seine Familie", erzählt Enkel Rolf Sauer. Beim Ausheben der Baugrube stellten die Bauarbeiter unvorhergesehene Schlammablage- rungen des Gögelbaches fest. Eine Eichenpfahlgründung verteuerte die Fund-amentierung des Wohngebäu- des am Fuße der Rotenberger Stei- ge. „Um die Mehrkosten zu kom- pensieren, entschloss sich mein Opa im Eidgeschoss eine Gastwirtschaft mit Saalanbau einzurichten." Da seine Frau Elise vor der Heirat im Gasthof Sonne in Untertürkheim beschäftigt war, gab es fachlich kein Problem. Gemeinsam mit den drei Töchtern betrieben die „Württem- berg-Berners" die Restauration.


„Vor allem der große Biergarten war legendär", erinnert sich Enkel Sauer. Bedeutung hat der „Württemberg", wie ihn die Einheimischen nannten, jedoch als Treffpunkt und bis 1926 als erstes Vereinslokal für Mitglieder des TB Untertürkheim. „1926 erwarb Berner mit Wilhelm Wacker ein Gelände in den Aspen und ermöglichte damit dem Turnverein dort eine neue Sportanlage anzulegen", berichtet Hahn. Das bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Sportgelände musste für das damals neue Inselbad geräumt werden. Der „Württemberg" behielt als Treffpunkt der TBUler, vieler Jahrgänger und auch der Rotenberger seine Wichtigkeit.
Den Spitznamen „Rotenberger Bahnhöfle" bekam die Gastwirtschaft aus gutem Grund. „Weil die Rotenberger sich vor dem steilen Fußmarsch über die Rotenberger Steige nochmals stärken wollten und vielleicht auch jemand trafen, mit dem sie sich dann beim Anstieg unterhalten konnten", berichtet Sauer. Damals habe es wie üblich keine große, üppige Speisekarte gegeben. Beim Wein seien die Gäste allerdings schon anspruchsvoller gewesen. Viertelesschlotzer beharrten auf eine direkte Befüllung ihres Glases aus dem Fass im Keller. „Wegen des Rehleins am Rande des Weinglases", erinnert sich der Enkel lachend.


>> Untertürkheim Rundgang Nr. 13 <<
>> http://www.wirtemberg.de/ut_13.htm <<

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