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Bestnote für sanierten Kappelbergtunnel

Untertürkheimer Zeitung 28.04.2006

ADAC bewertet Sicherheit als "sehr gut" - Kosten von zwölf Millionen Euro - Keine Sperrungen mehr geplant Stuttgart - Fast zwei Jahre dauerte die zwölf Millionen Euro teure sicherheitstechnische Nachrüstung des Fellbacher Kappelbergtunnels. Bei einem ersten Test 2002 stellte der ADAC erhebliche Mängel fest. Davon ist nicht mehr die Rede. Bei einer erneuten Untersuchung gab es für die knapp 1,6 Kilometer lange Röhre die Testnote "sehr gut". Von

Alexander Müller


Seit Beginn der sicherheitstechnischen Nachrüstung im Mai 2004 mussten sich die täglich rund 80 000 Autofahrer mit den langen Staus vor dem Kappelbergtunnel herumärgern. Doch nun können sie wieder aufatmen. Die Sanierung ist abgeschlossen und wurde beim neuen europaweiten ADAC-Tunneltest mit sehr gut benotet. Damit liegt die 1565 Meter lange Röhre im Vergleich zu den beiden anderen im Südwesten getesteten Tunneln weit vorne. "Es ist ein hoher Sicherheitsstandard erreicht", sagte der ADAC-Verkehrsexperte Volker Zahn gestern bei der Präsentation.

Dabei war es gerade der Automobilclub, der vor vier Jahren erhebliche Mängel an dem 1992 in Betrieb genommenen Tunnel feststellte und das Risikopotenzial als hoch einstufte. Der Kappelbergtunnel war damals als erste deutsche Anlage beim europaweiten ADAC-Tunneltest durchgefallen. Für zwölf Millionen Euro wurde der Tunnel daraufhin vom Regierungspräsidium Stuttgart grundlegend saniert.

"Es gab eine ganze Reihe von Maßnahmen. Aber es hat sich gelohnt", freute sich Bauleiter Andreas Klein hinsichtlich des positiven Ergebnisses. Für deutlich mehr Licht im Tunnel sorgt eine neue helle Beschichtung an den Wänden, ein heller Fahrbahnbelag und eine zweite Reihe mit 850 neuen Deckenleuchten. So könnte vielen Autofahrern die Furcht vor dem Tunnel genommen werden. Denn in der Vergangenheit hatte das Abbremsen vor der Einfahrt oftmals für Staus gesorgt. Neben der baulichen Veränderung "wurde auch die gesamte technische Einrichtung entkernt", erklärte Klein. Allein 180 Kilometer Kabel wurden neu verlegt. Der Verkehrsfunk sei nun durchgehend im Tunnel zu empfangen und 110 Lautsprecher installiert.

360 Fluchtwege- und 440 Brandnotleuchten weisen die richtige Richtung zu den alle 60 Meter vorhandenen Fluchttüren. Damit liege man weit über dem Durschschnitt. "Normal sind diese nur alle 300 Meter vorgesehen", sagte Klein. Als Fluchtraum dient immer die andere Röhre. Für frische Luft sorgen 32 leistungsfähige Ventilatoren.

Über 22 Notrufnischen mit Feuerlöschern im Abstand von 150 Metern kann Hilfe gerufen werden. Dabei wird die Polizei Waiblingen und die Feuerwehren Fellbach und Stuttgart automatisch alarmiert. Der Brandherd oder Unfallort kann dabei durch die 50 Videokameras, die die Bilder an die Polizei weiterleiten, schnell ausgemacht werden. Im Notfall kann so sofort durch eine Geschwindigkeitsreduzierung ein weiterer Unfall vermieden werden oder der Tunnel durch die Schranken an den Einfahrten komplett gesperrt werden.

Mit der Abnahme durch den ADAC ist die technische Nachrüstung abgeschlossen. Weitere Sperrungen sind nicht vorgesehen. Zweimal im Jahr sei durch die Reinigung aber mit Behinderungen zu rechnen. Und in den kommenden Wochen soll auch das Tempolimit von 80 Stundenkilometer wieder auf 100 angehoben werden.

OFFIZIELLES FALTBLATT ZUM KAPPELBERGTUNNELAUSBAU
DES STRASSENBAUAMTS KIRCHHEIM DIENSTSTELLE SCHORNDORF

Da der Kappelbergtunnel bei Fellbach (B14) wegen technischer Mängel grundlegend saniert werden muss, ist ab kommenden Montag, dem 3. Mai 2004, mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Nähere Informationen zu den geplanten Baumaßnahmen, die voraussichtlich bis Ende August 2005 andauern werden, entnehmen Sie bitte dem beigefügten Faltblatt.

=> HIER als PDF-Datei laden - Größe: 702 kB kappelbergtunnel23-04-04.pdf

Neue Belüftungsanlage für den Kappelbergtunnel

Laut der derzeitigen Verkehrsprognosen wird es auf der B14 und im umliegenden Verkehrsnetz weiträumig zu Verkehrsbehinderungen und Staus kommen, insbesondere im nordöstlichen bzw. östlichen Einzugsgebiet Stuttgarts. Ab September 2004 wird die einzige offizielle Umgehung ausgeschildert. Sie verläuft über die alte Bundesstraße 14 bis Fellbach, durch den Stadttunnel nach Bad Cannstatt, über die Neckarbrücke nach Stuttgart und in entgegengesetzter Richtung.
Stuttgarter Zeitung vom 25.4.2003

Neun Millionen für Kappelbergtunnel

Fellbach: Noch immer Sicherheitsmängel

Fellbach - Ein Jahr, nachdem der Kappelbergtunnel zwischen Fellbach und Stuttgart bei einem ADAC-Test durchgefallen war, bestehen noch immer gravierende Sicherheitsmängel. Doch dieses Jahr soll nach Behördenangaben nachgerüstet werden.

Neun Millionen Euro will der Bund in die Verbesserung der beiden rund 1,6 Kilometer langen Röhren inves- tieren. Damit soll zum Beispiel eine Videoüber- wachung installiert wer- den. Das Berliner Verkehrsministeriums hat das elf Jahre alte Bauwerk in ein Sonder- programm aufgenom- men, das 2002 für die Verbesserung der Tun- nelsicherheit aufgelegt wurde. Die Nach- rüstungspläne hat das Land erstellt und im Februar nach Berlin geschickt. Dort müssen sie jetzt genehmigt wer- den. Der ADAC-Württemberg hat unterdessen Kritik an der Landesregierung geübt. "Wir machen weiter Druck", so Sprecher Reimund Elbe.
Der gute Wille der Landesregierung sei zwar erkennbar, aber die Hauptprobleme wie die mangelhafte Beleuchtung müssten zügiger angegangen werden. Noch dieses Jahr soll laut Behörden mit der Nachrüstung begonnen werden.
Auslöser für die seit 1999 vorgenommenen europaweiten Tunneltests war der Brand im Montblanc-Tunnel 1999.

dä 25.04.2003

Neckarblick 5.2.2004

Kappelbergtunnel soll sicherer werden

Bauarbeiten beginnen im Mai - Umleitung des Verkehrs über Cannstatt vorgesehen - Ende zur Fußball-WM geplant

Bad Cannstatt/Untertürkheim. Die Sicherheit im Kappelbergtunnel ist mehrfach als bedenklich eingestuft worden. Für die Nachrüstung stellt der Bund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Experten äußerten sich nun in den Bezirksbeiräten über den Bauablauf, die zu erwartende Bauzeit und vor allen Dingen über den geplanten Umleitungsverkehr.

Voraussichtlich im Mai werden die Arbeiten im knapp 1600 Meter langen B14-Straßentunnel beginnen. Das Verbindungsstück zwischen Stuttgart und dem Remstal war 1992 gebaut worden. Seither haben sich die Sicherheitsstandards erheblich erhöht. Diesen kann der Tunnel nicht mehr genügen. Auch der ADAC hat den Zustand des Bauwerks überprüft und wiederholt als bedenklich eingestuft.

Im Kappelbergtunnel drohen während der Sanierungsarbeiten wegen der hohen Verkehrs- belastung vor allem im Berufs- verkehr noch längere Staus als bisher.


Foto: Brigitte Wahlers


„Wir werden den Tunnel peu a peu nachrüsten", sagt Walter Wolf vom Straßenbauamt Kirchheim, Dienststelle Schorndorf. Los geht es mit der Beschichtung der Innenwände. Sie soll künftig weiß statt bisher grau werden. Dadurch wird die Helligkeit im Tunnel erhöht. Läuft alles wie vorgesehen, ist vorgesehen, anschließend von August an die Tunneltechnik auf Vordermann zu bringen. Dazu gehören die Beleuchtung, Lüftung, der Brandschutz und die geforderte Videoüberwachung. „Es wird im Drei-Schicht-Betrieb an sieben Tagen in der Woche gearbeitet", sagt Wolf. „Mehr können wir nicht fordern." Dennoch werden allein diese Arbeiten sechs Monate pro Röhre dauern. Bis zum Beginn der Fußball-WM im Juni 2006 soll der Tunnel fertig sein.

Die Bauarbeiten erfordern, dass die Fahrspuren zeitweise verengt, verlagert oder auch komplett gesperrt werden. Wie sich dies auf den Verkehr auswirken wird, hat Rolf Karajan vom gleichnamigen Ingenieurbüro anhand von Modellrechnungen ermittelt. „Mit Spitzenbelastungen von bis zu 4300 Fahrzeugen pro Fahrtrichtung und Stunde ist der Kappelbergtunnel hoch belastet", sagt er. Nach Meinung des Verkehrsexperten kann es nur eine Umleitungsroute geben. Diese würde durch Fellbach über die Nürnberger- und Waiblingerstraße bis zur König-Karls-Brücke führen. Damit die zusätzlichen Fahrzeuge möglichst schnell abfließen, werden die Ampeln entsprechend geschaltet. „Ohne Umleitung würde sich der Verkehr in Richtung Stuttgart bis Waiblingen-Mitte zurückstauen", sagt Karajan. Auch wenn sie durch diese Verkehrsführung besser wegkommen als die Cannstatter, wurden unter den Untertürkheimer Bezirksbeiräten bei der Sitzung am Dienstag Befürchtungen laut, dass sich ortskundige Fahrer ihren Weg durch Luginsland und Untertürkheim suchen könnten. Und voraussichtlich werden die Reaktionen der Cannstatter Bezirksbeiräte am Mittwochabend weniger gemäßigt ausgefallen sein. Brigitte Wahlers

Untertürkheimer Zeitung 6.2.2004

Ab Sommer droht dem Stadtbezirk ein Verkehrschaos

Bad Cannstatt:
Sanierung des Kappelbergtunnels hat große Auswirkungen - Verkehr wird umgeleitet

(ede) - Bad Cannstatt muss sich voraussichtlich ab Mai diesen Jahres bis August/September kommenden Jahres auf Mehrverkehr einstellen. Der Grund: Der Kappelbergtunnel wird saniert und sicherer gemacht. Während der Bauzeit ist der Tunnel in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Autofahrer werden auf andere Strecken ausweichen.

Durch den 1565 Meter langen Kappelbergtunnel, 1992 in Betrieb genommen, fahren täglich im Schnitt 64 400 Fahrzeuge, in Spitzenzeiten 80 00, Tendenz steigend. Davon sind 6,5 Prozent Schwerlastverkehr. 2003 traten für Tunnels neue Richtlinien in Kraft, die höhere Sicherheitsstandards vorschreiben. Der Kappelbergtunnel, vom ADAC als bedenklich eingestuft, steht in der Prioritätenliste bezüglich Nachrüstung an vorderer Stelle. „Inzwischen liegt uns ein genehmigter Plan vor", sagt Walter Wolf vom Straßenbauamt Kirchheim, Dienststelle Schorndorf.

Zehn Millionen Euro kosten die Maßnahmen (siehe Info unten), die in zwei Abschnitten durchgeführt werden. Von Mai an wird die neue Beschichtung angebracht. Dafür sind drei bis vier Monate vorgesehen. Der Hauptbau erfolgt voraussichtlich ab September. „Pro Röhre sind sechs Monate veranschlagt."

Verkehrsexperte Rolf Karajan vom gleichnamigen Ingenieurbüro erläuterte dem Bezirksbeirat Bad Cannstatt und Untertürkheim die verkehrlichen Auswirkungen. Während der Beschichtungsarbeiten stehen zwar alle vier Fahrspuren zur Verfügung. Die Fahrbahnbreite ist jedoch auf maximal zwei Meter reduziert. „Beide Tunnelröhren sind dadurch in ihrer Leistungsfähigkeit reduziert", so Karajan, „was zu den ersten Verdrängungen führt." Bei den Hauptarbeiten, begonnen wird mit der Röhre Fahrtrichtung Stuttgart, wird eine Fahrbahn in zweite Tunnelröhre verlegt, in Notfällen stehen nur drei Fahrspuren zur Verfügung, nachts kann es zu Sperrungen kommen. „Wir gehen maximal von 20 Vollsperrungen während der gesamten Bauzeit aus", so Wolf.

Beim morgendlichen Verkehr Richtung Stuttgart müssten 770 Fahrzeuge pro Stunde umgeleitet werden. 200 davon würde die Waiblinger/Nürnberger Straße noch vertragen. Am Abend in der Gegenrichtung sind es 840 Autos, wovon noch 600 die alte B 14 nutzen könnten. Werden die Grünzeiten nicht entsprechend abgestimmt, sind Staus programmiert.

Staus programmiert

„Morgens 6,1 Kilometer vor dem Tunnel in Richtung Remstal, abends 5,1 Kilometer in die Stadt hinein", rechnet Karajan vor. Das hieße Stau ins Neckartal und in die Innenstadt. Der Cityring wäre lahmgelegt. „Also ist es sinnvoll, etwas zu machen." Dann würde sich der Stau auf 3,3 Kilometer beziehungsweise einen Kilometer mindern. Eine Umleitung des Lastenverkehres komme nicht in Frage, so Karajan.
Die Möglichkeiten seien begrenzt. Die alte B 14 sollte signaltechnisch geöffnet werden. Diese Maßnahme reiche aber nicht aus. Einer Umleitung durch Fellbach über die Esslinger/Unter-türkheimer Straße stimmte Fellbach nicht zu.
Die Untertürkheimer Bezirksräte waren erleichtert, dass keine Umleitung über die Dietbachstraße ausgeschildert wird. Da sie mit Schleichverkehr rechnen, beschlossen sie, dass die Pförtnerampel Richtung Luginsland nachts eingeschaltet bleibt.

Die Mehrheit des Bezirksbeirat Bad Cannstatt stimmte zähneknirschend einer Signaländerung während der Bauzeit zu, forderte aber entsprechend Begleitmaßnahmen wie Optimierung des VVS- und Bahnangebots, kostenloses Parken an den Park + Ride-Plätzen in Fellbach. Eine entsprechende Resolution wird vorbereitet.

BAUMASSNAHMEN - INFO

Verbessert werden soll Helligkeit, Lüftung, Sicherheit im Brandfall und Kommunikationstechnik.

  • Die bislang betongrauen Tunnelwände sollen bis drei Meter Höhe eine neue Beschichtung erhalten und heller werden.
  • Ein zweireihiges Beleuchtungsband und Reflektoren sollen für optimale Linienführung sorgen.
  • Auch der Fahrbahnbelag wird heller.
  • Statt drei werden fünf Ventilatoren mit deutlich mehr Leistung sowie Detektoren installiert.
  • Die bislang offenen Durchgänge zwischen den beiden Tunnelröhren werden durch Schiebe- türen geschlossen, um einen Fluchtweg zu erhalten.
  • Der Tunnel wird in Meldeabschnitte unterteilt, um im Notfall besser lokalisieren zu können.
  • 50 Kameras, 50 Lautsprecher und 22 Notrufnischen werden eingebaut, der Tunnelfunk erweitert.
  • Eine Höhenkontrolle mit Lichtschranken vor den Zufahrten lösen eine Schranke aus, wenn zu hohe Fahrzeuge sie passieren.
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