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Eine EMPFEHLUNG vom Untertürkheim-Portal www.wirtemberg.de :

Das direkt am Neckar liegende städtische Mineralbad LEUZE mit jährlich ca. 900.000 Besuchern wurde von Bildhauer Otto Herbert Hajek 1985 künstlerisch modern gestaltet. Die schon in der Römerzeit bekannten Mineralquellen waren 1851 von Ludwig Friedrich Karl Leuze gekauft und als Heilbad ausgebaut worden. Es sprudeln hier zwei stark kohlensäurehaltige Heilquellen und eine Mineralquelle für die insgesamt neun Schwimm- und Badebecken mit über 1.700 Quadratmetern Wasserfläche. Die Saunalandschaft auf 2.500 Quadratmetern bietet viel Platz in neun Saunen. Ab November 2010 mit der neuen Winzersauna und weiteren vier Saunen.
aus http://de.wikipedia.org/wiki/Mineralbad_Leuze

DAS LEUZE MINERALBAD am Neckar in STUTTGART - OST
Oberwasser für die Lebensfreude

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LeuzeLeuze

Im Mineralbad LEUZE werden zum Schwimmen und Saunieren zwei stark kohlensäurehaltige Heilquellen und eine Mineralquelle genutzt. Für die gesunde und fröhliche Freizeit stehen im kombinierten Mineralhallen-/Freibad insgesamt neun Schwimm- und Badebecken mit über 1700 Quadratmetern Wasserfläche bereit sowie das neue Kinderland Leuze.

Das reichhaltige Mineral- und Heilwasserangebot, das in Temperaturstufen von 20°, 24°, 30° und 34° Celsius naturkühl oder wohlig warm in den Becken sprudelt, macht den Badespaß im LEUZE zum gesundheitsfördernden Zeitvertreib. Vor allem mit seinem naturbelassenen, kohlensäurestarken und rund 20° Celsius qellfrischen Heilwasser zum chlorfreien Schwimmen empfiehlt sich das LEUZE als erste Mineralwasseradresse.

Die großzügige Mineral-Sauna mit Wellness, Wärme und Wohltat auf jetzt 2500 Quadratmetern ist eine echte Perle für die Gesundheit. Neun unterschiedlich temperierte Dampf- und Saunaräume mit Außensauna und komfortablem Abkühlbecken, Duftöle, Kräuteressenzen und Farblicht im Wechsel machen Saunabaden im LEUZE noch belebender und erfrischender, lassen die Anspannung wohltuend abperlen.

Attraktive Wasserspiele vom Wasserfall bis zum Strömungskanal, eine Mineralwasser-Kneippanlage, gepflegte Solarien, Sport- und Spielplätze, das LEUZE-Kinderland, LEUZE -Restaurant mit Sommergaststätte und Saunabar sind idealer Hintergrund für erlebnisreiche Badestunden mit Fitness-Effekt im Herzen Stuttgarts.

Schwimmen, schwitzen, schwätzen, schwärmen ....... tauchen Sie ein in die LEUZE-Erlebniswelt. Im einla- denden LEUZE-Restaurant und in der Sommer- gaststätte stillen Sie Ihren Hunger auf gesunde und schmackhafte Art.

Am Leuzebad 2-6 · 70190 Stuttgart
Telefon (07 11) 2 16 - 42 10 · Fax (07 11) 216 - 78 93

Stadtbahn U1, U2, U14, Haltestelle Mineralbäder
S-Bahn: 1, 2, 3 · Bus: 56, 402, Bahnhof Bad Cannstatt
Die neue Winzersauna im Leuze ab 30.10.2010

Berg am Neckar

Die Leuze-Saunalandschaft mit "GenussGarantie"

Die großzügige Mineralsauna mit unterschiedlich temperierten Dampf- und Saunaräumen, Sauna im Freien und komfortablem Abkühlbecken, das auch einige Schwimmzüge erlaubt, ist eine echte Perle für die Gesundheit. Duftöle, Kräuteressenzen und Farblicht im Wechsel machen Saunabaden im Leuze noch belebender und erfrischender, lassen die Anspannung wohltuend abperlen.

Jetzt auf 2500 Quadratmetern Sauna - Wellness, Wärme, Wohltat

  • Trockensauna 100 °C
  • Außensauna 95 °C mit Handaufguss
  • Finnische Sauna 90 °C mit Handaufguss
  • Zedernholz-Sauna 90 °C mit Handaufguss
  • Aroma-Sauna 70 - 80 °C
  • Softsauna 55 °C mit Farblichttherapie
  • Dampfraum 48 °C
  • Dampfraum 48 °C mit Sternenlicht-Himmel
  • Warmbad 50 - 60 °C mit keramischen Relaxliegen und Mineralwasserdampf für behagliches Schwitzen
  • Erlebnisdusche mit Lichteffekten und Duftvarianten: Sommerregen, Eisregen, und Kneippguss
  • Kaminecke zum Träumen und Genießen
  • Saunaterrassen für Licht- und Luftbäder
  • Ruheraum "Silentium"
  • und alles, was dazu gehört.
  • NEU: Winzersauna ab 30.10.2010


LEUZE-Sauna-Spezial
Schwitzen und hüllenlos schwimmen in der Kaltbadehalle:
Mittwochs, donnerstags, freitags und samstags
von 21.00 Uhr bis 23.00 Uhr

Mineralschwimmbad: Täglich von 6.00 bis 21.00 Uhr

Mineralsauna (in Verbindung mit dem Schwimmbad):
Sonntag bis Mittwoch 8.00 bis 21.00 Uhr.
Donnerstag und Freitag ab 8.00 Uhr, Samstag ab 7.00 Uhr.
Mittwoch bis Samstag bis 23.00 Uhr mit textilfreiem Mineralwasserschwimmen in der Kaltbadehalle ab 21.00 Uhr.
An Feiertagen ab 7.00 Uhr.

Leuzebad 1918
Postkarte von 1918
Stuttgarter Nachrichten, 04.01.2005

Das Leuze ist das beliebteste Bad
Wasser lockt: Bei Stuttgarts Bädern geht der Trend zu Wellness und Erlebnis

Krusch, Hendrik

Im zehnten Jahr als Eigenbetrieb ziehen die Kur- und Bäderbetriebe eine überaus positive Bilanz: Das Leuze schreibt schwarze Zahlen. Stuttgarts Bäder werden ausgebaut: Der Trend geht zu Wellness und Erlebnis.

VON HENDRIK KRUSCH

"Die Besucherzahlen sind weiter gestiegen", sagte Kur- und Bäderdirektor Richard Joos bei der Vorstellung des Jahresprogramms. Das Plus beträgt 23 Prozent, was 500 000 Besucher bei drei Millionen Besucher in neun Jahren entspricht. Das Leuze sei das beliebteste Bad der Region und schreibe als einziges Bad mit 900 000 Besuchern im Jahr schwarze Zahlen. Um die Attraktivität weiter zu steigern, wird nun für 3,9 Millionen Euro mit dem Bau des zusätzlichen Kinderlands samt Schwimmhalle begonnen. Außerdem soll es zur Sommersaison einen FKK-Bereich geben.


LEUZE-BAD 2005 - Fotos: Enslin

Auch das Vaihinger Freibad erhalte mit einer 110 Meter langen Großwasserrutsche bei zehn Meter Einstiegshöhe einen Publikumsmagneten. Eine Hackschnitzelverbrennungsanlage für das Hallenbad Feuerbach, eine Solaranlage für das Freibad Killesberg und zwei Blockheizkraftwerke, je eines für das Inselbad Untertürkheim und das Zuffenhausener Hallenbad , verbesserten die Energiebilanz und damit das Ergebnis, erklärte Joos. Für die Besucher wurde wieder ein abwechslungsreiches Gesundheits-, Sport-und Unterhaltungsprogramm erarbeitet. "Erstmals starten wir im März im Hallenbad Heslach ein sportliches Angebot für übergewichtige Kinder", sagte Joos. Dort erhalten Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren Hilfe durch eine Fitnesstrainerin und eine Ernährungswissenschaftlerin. Angebote vom Babyschwimmen über Aquajogging bis zur Rückenschule runden die Kurse ab. Für Spaß sorgen weitere Termine: So steigt am 5. März 2005 die achte Rutschmeisterschaft im Hallenbad Zuffenhausen, am 17. Juni 2005 eine Poolparty, am 12. August 2005 eine Karibikparty im Höhenfreibad Killesberg und am 2. Juli 2005 im Freibad Rosental. Im Freibad Möhringen gibt's am 30. Juli 2005 eine Beachparty. Das Kinder- und Familienfest im Hallenbad Sonnenberg ist für den 29. Oktober 2005 geplant. Die Mitarbeiter an den Bäderkassen informieren über die Veranstaltungsprogramme oder am Info-Telefon der Kur- und Bäderbetriebe 07 11 / 216 - 46 60. Freibaddauerkarten sind bis einschließlich 31. März rund zehn Prozent ermäßigt.


In unmittelbarer Nachbarschaft des LEUZE-Bades:

Das private "Neuner" Mineralbad Berg ist ab 2006 in städtischer Hand

Das private Mineralbad Berg (das „Neuner“) wurde 1856 vom Hofgärtner Friedrich Neuner als "Bad am Königlichen Park" eröffnet. Es war seit 149 Jahren in Familienbesitz, geht aber zum Jahreswechsel 2005/2006 in den Besitz der Stadt Stuttgart über. In direkter Nachbarschaft investiert ein Unternehmer 60 Millionen Euro in ein Gesundheitszentrum nebst Hotel. Aus fünf Quellen fließen täglich 5 Millionen Liter natürliches Mineralwasser in die großen Innen- und Außenbecken.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mineralbad_Berg

Website: http://www.stuttgart.de/baeder

150 Jahre Mineral-Bad Berg - 29.6.2006

Vor 150 Jahren, genau am 29. Juni 1856, eröffnete Friedrich Neuner das "Stuttgarter Mineral-Bad bei Berg". Dieses Bad hatte von Beginn an ein gemauertes Schwimmbecken und ist deshalb das älteste bis heute existierende Schwimmbad in Stuttgart. Lange Zeit war es sogar das größte Mineralschwimm- becken in Deutschland.

Wie kam es zu diesem Mineral-Bad?
1508 wurde eine neue Mühle am Nesenbach etwa im Bereich Nißle-/Karl-Schurz-Straße gebaut. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die sogenannte Bachmühle den Betrieb einstellte, kaufte der Stuttgarter Baumwollfabrikant Karl Bockshammer das Gelände und errichtete dort 1810 die erste mechanische Baumwollspinnerei Württembergs. Da für den Betrieb der Spinnmaschinen ein gleich bleibender Wasserfluss notwendig war, und der Nesenbach aber mal mehr und mal weniger Wasser führte, ließ Bockshammer zwischen 1830 und 1853 nach Quellwasser bohren. Schließlich waren in gut 45 m Tiefe insgesamt fünf Mineralquellen gefunden, die ihr Wasser an der Erdoberfläche in einen See ergossen.

Um die zwischen 1845 und 1853 erbaute Villa Berg hatte der königliche Hofgärtner Friedrich Neuner ausgedehnte Gartenanlagen geschaffen und war so auf den Weiler Berg und seine Umgebung aufmerksam geworden. Als dann die Bockshammersche Baumwollspinnerei 1855 zum Verkauf stand, erwarb Friedrich Neuner das Fabrikanwesen mit dem Mineralwassersee.

Dieser Mineralwassersee wurde zu einem annähernd quadratischen Schwimmbecken umgestaltet und war Mittelpunkt des Bades. Das Bassin hatte eine Wasserfläche von 2.100 m² und wurde von einer im Becken sprudelnden Quelle gespeist. Die übrigen vier Quellen speisten sowohl Trinkbrunnen als auch weitere Badebecken. Das Becken war auf allen vier Seiten von eingeschossigen Bauten aus Holz umgeben, in denen sich 130 Kabinette zum An- und Auskleiden befanden.


Ansichtskarte um 1920

Zunächst blieb das "Seebad" fast ausschließlich der Männerwelt geöffnet, denn es galt als "unschicklich", gemischtgeschlechtlich ins Wasser zu steigen. Erst später wurde ein weiteres Badebecken gebaut, das den weiblichen Besuchern zur Verfügung stand.
Im Anschluss an die Umkleidekabinen lagen 74 Einzelkabinette zum Kaltbaden. Da es nicht jedermanns Sache war, kalt zu baden, hatte Neuner sofort ein eigenes, fast 80 m langes Gebäude für Warm- und Dampfbäder errichten lassen.

Das Bad hatte im Lauf der Zeit einen enormen Zulauf, sodass die Parkanlagen immer wieder erweitert wurden. Ein Teil des Baumbestands, darunter ein Ginko biloba, hat bis in unsere Tage überdauert. Erst 2005 musste eine über 100 Jahre alte Blutbuche gefällt werden, die nicht mehr ausgetrieben hatte. Ihr Stumpf blieb jedoch erhalten und soll auch in Zukunft an die lange Tradition des Bades erinnern.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Trennung der Geschlechter im Schwimmbad allmählich aufgehoben. Zunächst durfte nur morgens zwischen 8.00 und 10.00 Uhr gemischt geschwommen werden. Die gemeinsamen Badezeiten für Männer und Frauen wurden immer wieder erweitert, bis das "Berg" ganztägig als Familienbad genutzt werden konnte. Auf den Wiesen des Parkgeländes durfte man jedoch erst seit den 1920er Jahren in Badekleidung Luft- und Sonnenbäder nehmen. Davor war es ein klassischer Kurpark zum Promenieren.


Ansichtskarte um 1920

Um das Bad nach dem Ersten Weltkrieg weiterführen und ausbauen zu können, wurde am 6. Dezember 1921 die "Stuttgarter Mineralbad Berg AG" gegründet, an der die Stadt 30 Prozent der Aktien übernahm, den Rest behielt die Besitzerfamilie Blankenhorn. Der Badgründer Friedrich Neuner war 1883 gestorben. Zunächst führte sein Sohn Robert Hermann Neuner das Bad, später dann dessen Schwager Ernst Burghard. 1905 übergab Burghard, der mit Neuners Tochter Pauline verheiratet war, das Bad seinem Schwiegersohn Karl Blankenhorn.

1999 rutschte das Bad erstmals in die Verlustzone und Ludwig Blankenhorn, in fünfter Generation Besitzer des "Neuner", dachte an Verkauf. Nach ersten Gesprächen zwischen der Stadt und Blankenhorn zu Beginn des Jahres 2005 kam es im Juli zur Kaufvereinbarung. Zum Jahreswechsel 2006 erwarb die Stadt von Ludwig Blankenhorn die restlichen 70 Prozent der Mineralbad Berg AG und wurde zur alleinigen Eigentümerin des drei Hektar großen Geländes. Im Mai 2006 erfolgte dann die Auflösung der Mineral-Bad Berg AG. Das Mineral-Bad Berg wird seit Erwerb der restlichen Aktienanteile von den Kur- und Bäderbetrieben geführt.

Diese haben sich zum Jubiläum etwas ganz besonderes einfallen lassen. 150 Jahre sind es wert, dass tagelang gefeiert wird. Deshalb gibt es eine Jubiläumswoche vom 25. Juni bis
2. Juli mit abwechslungsreichem Programm auf der Festbühne.

Besonders hinzuweisen ist auf die Neupflanzung einer Blutbuche am Freitag, 30. Juni 2006, 11.00 Uhr durch Ersten Bürgermeister Michael Föll MdL und Kur- und Bäderdirektor Richard Joos. Im Januar 2005 musste eine über 100 Jahre alte Blutbuche aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Aus Anlass des Jubiläums wird nun ein Ersatz für dieses Naturdenkmal gepflanzt.

Nicht nur im Freigelände gibt es zum Jubiläum Neues. Auch im Thermalbewegungsbad. Ab sofort werden dort neue Kurse angeboten: AQUA Go Vital. Als erstes Bad in Stuttgart bietet das Mineral-Bad Berg im Rahmen dieser neuen Kurse Aqua-Cycling an!

Aqua-Cycling verbindet das klassische Ausdauertraining an Land mit den positiven Eigenschaften des Wassers. Mit den speziell entwickelten Hydro-Bikes und dem natürlichen Auftrieb des Wassers ist ein gelenk- und bänderschonendes Ganzkörpertraining möglich. Die Muskulatur wird gekräftigt, die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems gesteigert und der Fettstoffwechsel angekurbelt. Durch den variabel einstellbaren Widerstand der Räder sowie zusätzlichen Übungen mit Rumpf und Armen werden effektive Bewegungsabläufe für unterschiedliche Bedürfnisse geschult. Die Fahrräder stehen in 1,30 m tiefem Wasser und werden selbstverständlich an die jeweilige Körpergröße angepasst.

Quelle :http://www.stuttgart.de/baeder


Blick auf das Freibecken im Mineralbad Berg 2005 - rechts: Villa Berg 2005 - mehr dazu hier
Fotos: Enslin

Das Kult-Bad macht auch ohne Bademütze Spaß

Stuttgarter Wochenblatt 06.07.2006

150-Jahr-Jubiläum des Bad Berg wurde vergangene Woche gebührend gefeiert

Vor 150 Jahren eröffnete Friedrich Neuner das "Stuttgarter Mineralbad bei Berg", das heute von seinen zahlreichen Stammgästen liebevoll das "Neuner" genannt wird. Die Geschichte des historischen Bades, das das älteste Schwimmbad Stuttgarts ist, wird auch im neuesten Buch "Bäderstadt Stuttgart" erzählt.

BERG - Gibt es einen, der noch nicht in dem wohltuenden Mineralwasser in diesem ganz besonderen Bad, das sich seinen Charme aus vergangener Zeit bis heute bewahrt hat, geschwommen ist? Wohl kaum. Zumindest den Bewohnern des Stuttgarter Ostens und Bad Cannstatts ist das "Neuner" vertraut und für viele aus ihrem täglichen Freizeitprogramm nicht mehr wegzudenken. Kaum zu glauben, sagen viele, dass es schon 150 Jahre her ist, seit das erste Schwimmbecken im Bad Berg gemauert wurde. Doch wie kam es eigentlich zu diesem ganz besonderen Bad?

1508 wurde eine neue Mühle am Nesenbach im Bereich Nißle-/Karl-Schurz-Straße gebaut. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die so genannte Bachmühle den Betrieb einstellte, kaufte der Stuttgarter Baumwollfabrikant Karl Bockshammer das Gelände und errichtete dort 1810 die erste mechanische Baumwollspinnerei Württembergs. Da für den Betrieb der Spinnmaschinen ein gleich bleibender Wasserfluss notwendig war und der Nesenbach mal mehr und mal weniger Wasser führte, ließ Bockshammer zwischen 1830 und 1853 nach Quellwasser bohren. Schließlich wurden in gut 45 Meter Tiefe insgesamt fünf Mineralquellen gefunden, die ihr Wasser an der Erdoberfläche in einen See ergossen. Im Jahre 1855 kam schließlich der Namensgeber Friedrich Neuner ins Spiel. Er war auf den Weiler Berg und dessen Umgebung aufmerksam geworden und erwarb das Fabrikanwesen mit dem verlockenden Mineralwassersee, der dann zu einem Schwimmbecken umgebaut wurde.

Dieses Bassin hatte eine Wasserfläche von 2100 Quadratmetern und wurde von einer im Becken sprudelnden Quelle gespeist. Die übrigen vier Quellen dienten sowohl als Trinkbrunnen als auch als weitere Badebecken. 130 Kabinen befanden sich seinerzeit in eingeschossigen Holzbauten, die das Becken umschlossen.

1952

Was heute völlig selbstverständlich ist, nämlich das gemeinsame Plantschvergnügen zwischen Männlein und Weiblein, war damals noch "unschicklich", wissen die Historiker und Buchautoren von "Bäderstadt Stuttgart", Harald Schukraft und Wolfgang Kress. Darum blieb das heutige Bad Berg zunächst fast ausschließlich der männlichen Bevölkerung vorbehalten.

Erst, als dann ein weiteres Badebecken gebaut wurde, hatten auch weibliche Wasserratten die Möglichkeit, im kühlen Nass abzutauchen - doch zunächst durfte nur morgens zwischen 8 und 10 Uhr "gemischt" gebadet werden. Die gemeinsamen Badezeiten für Männer und Frauen wurden immer wieder erweitert, bis das "Berg" ganztägig als Familienbad genutzt werden konnte.

Das "Neuner" erfreute sich schnell großer Beliebtheit und erfuhr im Laufe der Zeit enormen Zulauf, sodass die Parkanlage immer wieder erweitert wurde. Ein Teil des Baumbestands, darunter ein Ginko biloba, existiert heute noch. Erst 2005 musste eine weit über 100 Jahre alte Blutbuche gefällt werden.

Heute werden die Wiesen des Parkgeländes wie selbstverständlich als Ort für ein entspannte Sonnenbad genutzt, doch auch das war nicht immer so: Die Grünflächen durften von den Badegästen erst seit den 1920er Jahren in Badekleidung begangen werden.

Davor fungierten die Wiesen des Parkgeländes als klassischer Kurpark zum Promenieren.

1883 starb Badgründer Friedrich Neuner. Zunächst führte sein Sohn Robert Hermann Neuner das Bad, später dann dessen Schwager Ernst Burghard. 1905 übergab Burghard, der mit Neuners Tochter Pauline verheiratet war, das Bad seinem Schwiegersohn Karl Blankenhorn.

Seit kurzem ist das Bad Berg in städtischer Hand: Zum Jahreswechsel 2006 erwarb die Landeshauptstadt von Ludwig Blankenhorn die restlichen 70 Prozent der Mineralbad Berg AG und wurde zur alleinigen Eigentümerin des drei Hektar großen Geländes. Seit dem Erwerb der restlichen Aktienteile wird das "Neuner" von den Kur- und Bäderbetrieben geführt.

Die Befürchtung der Stammgäste, die zum Teil bei Wind und Wetter zu früher Morgenstunde ihre Bahnen im Außenbecken drehen, "ihr" Bad würde grundlegende Veränderungen erleiden müssen, erwiesen sich als unbegründet. Der unvergleichliche Charme des Schwimmbads bleibt weiterbestehen.

Auch in Sachen Thermalbewegungsbad gibt es Neuigkeiten: Ab sofort werden dort neue Kurse angeboten. Als erstes Bad in Stuttgart bietet das "Neuner" im Rahmen dieser Neuerung auch den Kurs Aqua-Cycling an. Mit speziell entwickelten Hydro-Bikes und dem natürlichen Auftrieb des Wassers ist ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining möglich.

Wer mehr über das historische Bad erfahren will, sollte am besten selbst einmal seine Runden im "Neuner" drehen - was mittlerweile übrigens auch ohne Bademütze gestattet ist. Während man sich anschließend die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, kann man zudem im ansprechenden Bildband "Bäderstadt Stuttgart" schmökern. si

Website: http://www.stuttgart.de/baeder

KURIOSES SEHENSWERT FOTOS+KARTEN WEIN + BESEN PERSONEN VEREINE
DIVERSES WANDERUNGEN SCHULEN+BÄDER NACHBARORTE ZEITUNGEN KIRCHEN
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