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1. Mai 1931 - 80 Jahre Eingemeindung von Rotenberg nach Stuttgart

Vor 80 Jahren am 1. Mai 1931 wurde die selbstständige Gemeinde Rotenberg als 12. Gemeinde nach Stuttgart eingemeindet. Festlich gefeiert wurde das am Samstag dem 2. Mai 1931 auf der Treppe vor der Grabkapelle.

DVDDas Dorf Rotenberg (früher auch „Rothenberg“) wird 1248 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Jahrhunderte prägte die wehrhafte Burg Wirtemberg, die Stammburg der Württemberger, das Bild zwischen der freien Reichsstadt Esslingen am Neckar und der Residenzstadt Stuttgart, ehe sie im Jahre 1819 auf Beschluss des damaligen Königs Wilhelm I. vollständig abgetragen wurde. An ihrer Stelle ließ er ein prachtvolles Mausoleum, die Grabkapelle auf dem Württemberg, für seine früh verstorbene zweite Frau, die Zarentochter Katharina Pawlowna, erbauen.

1907 wurde der Berg Rotenberg mit der Grabkapelle durch König Wilhelm II. offiziell in Württemberg umbenannt.

Am 1. Mai 1931 verlor Rotenberg seine Selbstständigkeit und wurde als 12. Gemeinde nach Stuttgart freiwillig eingemeindet. Der Ort zählt damals 650 Bürger, von denen 216 ihren Haupterwerb in der Landwirtschaft bzw. dem Weinbau fanden. Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke 1956 wurde Rotenberg dem Stadtbezirk Untertürkheim zugeordnet.
(Text aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/ Rotenberg_(Stuttgart))

Fotos aus der Rotenberger DVD: Wies's früher war"

Musikverein Rotenberg
Gesangverein Rotenberg am 2. Mai 1931 an der Grabkapelle

UZ 30.4.2011 - Vernunftehe mit Anlaufschwierigkeiten

ROTENBERG: Am 1. Mai vor 80 Jahren feierte der Wengerterort seine Eingemeindung

Es war eine freiwillige Entscheidung, die lange reifen musste: Am 1. Mai vor 80 Jahren wurde Rotenberg zu Stuttgart eingemeindet. Mit einem Festakt am Fuß der Grabkapelle auf dem Württemberg feierten die Bürgerinnen und Bürger die Vernunfthochzeit. „Die damaligen Verantwortlichen hatten erkannt, dass unser kleiner Ort den neuen Herausforderungen nicht mehr allein gewachsen war“, erinnert sich der Rotenberger Heinz Berner.

Von Mathias Kuhn
Den 1. Mai 1931 hat der damals einjährige Heinz Berner selbst nicht miterlebt. Die Erinnerungen an den großen Tag sind jedoch noch frisch. Seine Eltern und der Großvater erzählten immer vom Fest auf den Stufen der Grabkapelle und den Überlegungen, ob die Rotenberger überhaupt ihre Jahrhunderte alte Unabhängigkeit aufgeben sollten. „Sie haben es keineswegs leichtfertig getan“, stellte der Festredner an der „silbernen Hochzeit“ im Jahr 1956 fest.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rotenberg 1248. Fünf Jahrhunderte lang hat der Ort eine eigene Verwaltung besessen. Als Sinnbild dafür steht der Freibrief, den die Rotenberger 1478 von Graf Ulrich bekommen hatten. Darin gestand der Herrscher den Rotenbergern „in Ansehung des harten Sitz“ ein, niemand untertan sein zu müssen als allein dem Hause Württemberg. In der letzten Sitzung des Rotenberger Gemeinderats im Jahr 1931 händigte der stellvertretende Ortsvorsteher Gotthelf Lang den Freibrief an Stuttgarts damaligen Oberbürgermeister Karl Lautenschlager aus.

Anfang des 20. Jahrhunderts erkannten die Rotenberger, dass sie den Schulterschluss mit anderen Gemeinden suchen mussten. 1904/1905, als Cannstatt, Untertürkheim und Wangen sich mit Stuttgart verschmolzen, zeigte der Ort am Fuß des Württembergs Stuttgart noch die kalte Schulter.

Nach dem Ersten Weltkrieg ging Rotenberg dann auf Stuttgart zu. Stuttgart musste jedoch erst die Eingemeindung von Kaltental und Botnang verkraften. Rotenberg wurde dem Oberamt Esslingenzugeschlagen, fühlte sich aber Stuttgart zugetan. 1927 streckten die Rotenberger deswegen nochmals die Fühler aus. Der Eingemeindungsvertrag war 1929 auch unterschriftsreif, doch der Kreis Esslingen zierte sich, Rotenberg freizugeben. Erst im März/April 1931 einigten sich Esslingen und Stuttgart. Die Vernunftehe konnte eingegangen werden.

Altes RathausAm 1. Mai wurde die Eingemeindung des 660-Einwohner-Ortes feierlich vollzogen. „Unser Chor und die Schüler haben wochenlang geprobt. Da der damalige Rotenberger Schultheiß Dinkelacker krank war, übernahmen sein Stellvertreter Gotthelf Lang und Stuttgarts OB Lautenschlager die Moderation“, weiß Berner aus Erzählungen. Knitz habe Lang in seiner Ansprache Lautenschlager darauf hingewiesen, dass der OB jetzt auf dem Württemberg residieren und Rotenberg nun den Ort Stuttgart eingemeinden würde, wenn nicht einst Graf Eberhard seinen Sitz vom Württemberg nach Stuttgart verlegt hätte.

Wenngleich manche Rotenberger heute noch frotzeln, lieber wieder eigenständig sein zu wollen, hat der Stadtteil die Eingemeindung kaum bereut. „Als Geschenk bekam Rotenberg 1935 ein neues Rathaus inklusive Schulhaus sowie ein Lehrerwohngebäude. Zudem wurden Straßen und Feldwege neu gebaut“, weiß Berner.

Insofern behielt Lang recht, als er 1931 Schiller zitierte. „Immer strebe zum Ganzen. Und kannst Du kein Ganzes werden, als dienendes Glied schließ‘ an ein Ganzes Dich an.“

OB lautenschlager
Ansprache von Stuttgarts OB Dr. Lautenschlager am 2. Mai 1931
Schulkinder
Lehrer Gottlieb Kill mit seinen Rotenberger Schülern
OB Lautenschlager
Ansprache von Stuttgarts OB Lautenschlager am 2. Mai 1931
Wette
Platz vor dem Rathaus/Schulhaus mit Gasthaus Krone und Kaleb-Brunnen
Altes SchulhausNeues Schulhaus
Altes Rathaus/Schulhaus 1926 - Neues Schuilhaus ab 1935
Backhaus
Rotenberger Backhaus an der Wedde bis 1926

Gespann
Fuhrunternehmer Karl Berner

Alte Kelter
Alte Kelter Rotenberg von 1476 bis 1946
Neue Kelter1948
Neue Kelter Rotenberg ab 1948
Markt
Marktfrauen auf dem Weg zum Markt in Stuttgart
Dreirad
Weinlese
MotorradLKW
Motorradfahrer - Erster LKW in Rotenberg
CafeHirsch
Bäckerei Café Pfrommer - Gasthaus Hirsch
Boehringer
Höhen-Restaurant Boehringer ab 1932
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