Untertürkheim www.wirtemberg.de zu den Favoriten STARTSEITE Rotenberg
HOME
ORTSRUNDGANG
VERANSTALTUNGSKALENDER
NEUES
SUCHEN
KURIOSES SEHENSWERT FOTOS+KARTEN WEIN + BESEN PERSONEN VEREINE
DIVERSES WANDERUNGEN SCHULEN+BÄDER NACHBARORTE ZEITUNGEN KIRCHEN

Runkelinskelter bleibt Weinbau erhalten

Untertürkheim: Weingut Hans-Peter Wöhrwag erwirbt denkmalgeschützten Fachwerkbau

Die Runkelinskelter wechselt den Besitzer: Hans-Peter Wöhrwag hat Untertürkheims älteste Kelter von der Stadt erworben. Das renommierte Weingut gewinnt die Chance sich zu entfalten. Untertürkheim bleibt im Gegenzug das denkmalgeschützte Schmuckstück in der Funktion als Weinbaustätte erhalten.

Von Mathias Kuhn - Untertürkheimer Zeitung vom 9.4.2005

Der Notartermin Mitte der Woche hat eine beinahe zehnjährige Vorgeschichte: „Als ich in das Weingut meines Vaters einstieg, war uns klar, dass wir unseren Betrieb vergrößern müssen, um die Qualität zu erreichen, die wir anstreben", erzählt Hans-Peter Wöhrwag. Dem Jungwinzer schwebte ein Neubau außerhalb des Ortskerns vor. Deswegen habe er sich um Aussiedlungsflächen beworben, kam jedoch nicht zum Zug. Den Umständen gehorchend musste er sich mit den beengten Verhältnissen am Familiensitz in der Grunbacher Straße arrangieren. Keine befriedigende Situation für den aufstrebenden Weinbaubetrieb, der mehrfach hoch dekoriert wurde. Wenigstens ein Drittel der Fläche in der benachbarten Runkelinskelter konnte Wöhrwag pachten. Die restliche Fläche hatte die Stadt bis vergangenes Jahr an den Wengerter Hermann Warth verpachtet, der dort kelterte und Selbsterzeugtes anbot. Nach seinem Rückzug musste die Stadt entscheiden, was mit dem denkmalgeschützten Gebäude passieren sollte. Stadt und Wöhrwag als Anrainer einigten sich rasch. Am Donnerstag unterschrieben sie den Kaufvertrag zu beider Vorteil: Die zusätzlichen Flächen ermöglichen dem renommierten Weinbaubetrieb sich besser zu entfalten.


Hans-Peter Wöhrwag vom gleichnamigen Untertürkheimer Weingut hat die traditionsreiche,
denkmalgeschützte Runkelinskelter von der Stadt erworben. Foto: Kuhn

In welcher Form Wöhrwag den Fachwerkbau nutzen wird, steht noch nicht ganz fest. „Über einige Dinge besteht noch Klärungsbedarf", sagt er. So werde die Stadtverwaltung die Verkehrssituation überdenken. Um das Lesegut in der Runkelinskelter anliefern und verarbeiten zu können, musste man kleine bauliche Änderungen vornehmen. Natürlich bietet sich das Schmuckstück zudem zur Präsentation der Weine an. „Allerdings verbietet uns ein Vertragspassus, Sitzgelegenheiten anzubieten", wundert sich Wöhrwag über manche Bestimmung, die auf Anregung politischer Gremien aufgenommen wurde. So wird auch die kleine Grünanlage in der Strümpfelbacher Straße im Besitz der Stadt bleiben und hoffentlich vom Gartenbauamt attraktiver gestaltet werden. Schließlich soll der Ortskern profitieren: „Einem lokalen Weinbaubetrieb ermöglichen wir den Fortbestand. Durch die Nutzung verhindern wir, dass das denkmalgeschützte Gebäude verfällt", freut sich Bezirksvorsteher Klaus Eggert.

Runkelinskelter

Die Runkelinskelter ist Untertürkheims älteste, erhaltene Kelter. Sie wurde 1574 erbaut. In einem Brief baten die Bürger damals die Herrschaften Württemberg um eine eigene, neue Kelter. Sie wurde auf dem Anwesen von Hans Runkeler erstellt.

Im 19. Jahrhundert werden neue Gemeindekeltern gebaut. Die Runkelinskelter wird daraufhin um 1899 als Feuerwehr-Gerätemagazin genutzt und steht im 20. Jahrhundert freien Wengertern zur Verfügung. Die Fachwerkskonstruktion gilt als äußerst seltenes erhaltenes Beispiel heimischer Kelterarchitektur.

KURIOSES SEHENSWERT FOTOS+KARTEN WEIN + BESEN PERSONEN VEREINE
DIVERSES WANDERUNGEN SCHULEN+BÄDER NACHBARORTE ZEITUNGEN KIRCHEN
HOME
ORTSRUNDGANG
VERANSTALTUNGSKALENDER
NEUES
SUCHEN
www.Enslinweb.de  |   www.wirtemberg.de
Feedback an Webmaster Klaus Enslin  |  ©2018  |  info@wirtemberg.de
Google
Web www.wirtemberg.de