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| (5) Evangelische Stadtkirche St. Germanus von
1478 Grieshaberwand von HAP Grieshaber >Die Josefslegende < |
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Impressum Enslinweb.de |
Evangelische Stadtkirche St. Germanus von 1478 Benannt ist die Kirche nach dem Pariser Bischof St. Germain, der in Untertürkheim eine "Außenstelle" einrichten ließ.Erbaut 1493/94, gotischer Umbau 1478, 1634 zerstört, 1654 - 56 wieder aufgebaut, 1803 durch wesentlichen Umbau erweitert, 1967 - 70 restauriert, durch HAP Grieshaber (Altarwand "Josefslegende" von 1970) und Ulrich Henn ausgestattet (Grabsteine). ![]() ![]() Evangelische Stadtkirche St. Germanus in der Trettachstraße 3 Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr (südl. Seiteneingang) 1289 wurde die hiesige Kirche zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Keramikteile, die auf dem Kirchhof gefunden wurden und vermutlich aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen sowie Baureste einer Kirchenanlage lassen schließen, dass das erste Kirchengebäude nicht vor dem 11. Jahrhundert errichtet worden ist. ![]() Bei der Renovierung 1970 wurden Fresken aus dem 16.Jahrhundert entdeckt 1475 war "ein überaus volles fruchtbares Jahr, in allem der Überfluss, guter Wein und viel Korn". Der Chronist schreibt 1478: "Was Wunder, dass nach einer Reihe von weiteren guten Jahren die Untertürkheimer Lust und den Mut bekommen, als bleibendes Dankesopfer zu Gottes Ehre eine neue Kirche zu bauen, etwas erhöht über der Eßlinger Landstraße, mit Mauern umgeben, die durch Tore verschlossen sind." Mit dem Bau der neuen Kirchenanlage wurde Untertürkheim wohl auch zum selbstständigen Pfarrort.
1634 fielen schwedische Regimenter über das Land her. 280 Gebäude im Ort und die Kirche wurden Opfer der fürchterlichen Brandschatzung. Erst im Jahre 1642 konnte mit dem Wiederaufbau des zerstörten Kirchengebäudes begonnen werden. Die nötigen Mittel mussten vor allem durch Spenden erbracht werden. 1803 gab es eine "Neuordnung des Besitzes der Kirchenstühle: Männerstühle kosten 1 Gulden 30 Kreuzer und Weiberstühle nur einen Gulden". 1905 erhielt die Kirche eine elektrische Beleuchtung
und die Orgel einen Elektro- antrieb.
Die "Untertürkheimer Bergpredigt" gemalt vom Untertürkheimer Carl Schmauk entstand im Jahre 1932 und schmückte bis zum Zweiten Weltkrieg als Kolossalgemälde in der Größe von 2,5 x 4,5 Metern den Viele Menschen kennen Untertürkheim wegen des Motorenwerks, andere wegen der guten Weine, wiederum andere wegen eines bedeutenden Kunstwerks: der Josefswand von „HAP“ Grieshaber in der Stadtkirche. Der Maler und Holzschneider von der Achalm hat das Kunstwerk vor 40 Jahren der Stadtkirche geschenkt. Zu seinem 100. Geburtstag wird am Sonntag in der Stadtkirche an Grieshaber erinnert. Von Mathias Kuhn Immer wieder stehen Touristen mit einem Stadt- oder Kunstführer am Karl-Benz-Platz. Sie suchen nicht das Mercedes-Benz-Museum, sondern fragen nach der „Grieshaber-Wand“ in der Stadtkirche. Schließlich gehört die Altarwand mit den 36 großen Tafeln zu den wichtigsten Werken, die einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts schuf. Helmut Andreas Paul „HAP“ Grieshaber wurde am 1909 im oberschwäbischen Rot an der Rot geboren, ging in Nagold und Reutlingen zur Schule, legte an der Stuttgarter Kunstgewerbeschule ein Examen ab und setzte seine Studien im Ausland fort. Während der NS-Zeit hatte er Berufsverbot, musste in den Krieg und siedelte sich nach der Kriegsgefangenschaft 1947 auf der Achalm bei Reutlingen an. In den Nachkriegsjahren erwarb er sich den Ruf als einer der bedeutendsten bildenden Künstler Deutschlands. Er erneuerte den Holzschnitt zu einem eigenständigen, monumentalen Wandbild. Dreimal nahm er an der „documenta“ teil. Er erhielt etliche Preise, Retrospektiven würdigten früh seine Bedeutung.Der Ausstellung „Grieshaber 60“ im Württembergischen
Kunstverein hat Untertürkheim die imposante Altarwand zu „verdanken“.
Die Stadtkirche wurde von 1968 bis 1970 umgebaut. Eine bedeutende Rolle
sollte der 7,5 Meter hohen und 8,5 Meter breiten verschiebbaren Altarwand
zukommen. Obwohl die Architekten drängten, konnte sich der Kirchengemeinderat
auf keine Gestaltung einigen. Das Schicksal oder ein Zeichen Gottes sollte helfen. Katharina Eßlinger, die Frau des Stadtkirchenpfarrers, besuchte die Ausstellung „Grieshaber 60“ und überredete ihren Mann und Kirchengemeinderäte die Werkschau anzusehen. Die Überzeugung reifte, dass der Holzschneider von der Achalm der richtige Künstler für die Wand sein könnte. Pfarrer Eßlinger schrieb einen Brief, und nachdem er von Grieshaber wochenlang nichts hörte, fragte er telefonisch nach. Greishaber lud die Untertürkheimer auf die Achalm ein. So erfolgte der Kirchengemeinderatsausflug nach Reutlingen. „Wir waren beinahe auf der Achalm, als uns ein Mann im gelben Regencape herunter winkte, in sein Weinberghaus und Atelier“, erinnert sich Eßlinger. Nach einer Stunde hatten sich die Untertürkheimer und Grieshaber geeinigt. Statt des von den Untertürkheimern vorgeschlagenen Abrahamsengels, wollte er die Josefsgeschichte für die Schiebewand kreieren. Als die Untertürkheimer nach dem Preis fragten, antwortete der Künstler: „Erstens könntet Ihr des net zahle, ond zweitens mach i koe Gschäft mi am liabe Gott.“ Die Untertürkheimer bezahlten die Unkosten und erhielten einen unbezahlbaren Schatz als Geschenk: Die Josefswand, auf der Grieshaber auf 36 Tafeln die Josephslegende darstellt. „In Zeiten des Nahostkonflikts trat Grieshaber dabei auch für die Aussöhnung von Israel und den Arabern ein“, stellt der sp Innenraum der evangelischen Stadtkirche. In den dargestellten Personen waren in erster Linie Bürger aus Untertürkheim zu erkennen. Eine etwas kleineres Bild dieser Untertürkheimer Bergpredigt befindet sich heute im Kircheninnenraum. |
Standort Trettach- straße 3 Zugang neben Augsburger Straße 379 Evang. Pfarramt der Stadt- und Wallmerkirche Tel+Fax 0711- 33 06 59 Evang. Wallmerkirche Evang. Gartenstadt- kirche Luginsland Kath.Kirche St. Johannes |
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| HAP Grieshaber > Die Josefslegende < | |||
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Ein Entschluss im Jahre 1969, den Innenraum der Kirche zu teilen, um zugleich einen Gemeinderaum zu erhalten, machte es erforderlich, eine sechsteilige, neun Meter breite Schiebewand, die mit ihrer Höhe von sieben Metern bis unter die Flachdecke des Kirchenschiffs reicht, einzubauen. HAP Grieshaber konnte für die Gestaltung dieser Wand gewonnen werden.
Sein Vorschlag, den Zyklus Die Josefslegende" zu schaffen,
fand bei den Gremien die erforderliche Zustimmung. Man einigte sich, dass Grieshaber Linolschnitte fertigt, die, auf Japanpapier gedruckt, mit Pastellkreide koloriert und auf Aluminiumplatten aufgezogen werden. In je sechs Darstellungen, die auf jedem der sechs Abschnitte der Wand angebracht sind, entfaltet sich dadurch die Kolonne in einer Bildergeschichte von 36 Abschnitten. Helmut Andreas Paul Grieshaber (1909-1981) gelang
es mit einer hervorragenden künstlerischen Arbeit, in dem ihm eigenen
Stil dem Betrachter die biblische Geschichte eindrucksvoll zu übermitteln,
durch ein Kunstwerk, das weit über seine Zeit hinaus Gültigkeit haben
wird. |
Standort Trettach- straße 3 Zugang neben Augsburger Straße 379 |
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Josefswand als Geschenk an die Stadtkirche UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 4.12.2009: Zum 100. Geburtstag von Grieshaber erinnert Zmaila an das Wirken des Holzschneiders von der Achalm. Am Sonntag, 6. Dezember 2009, hält Zmaila um 17 Uhr in der Stadtkirche den Vortrag „Eine adventliche Betrachtung und Besinnung zu Grieshabers Josefswand“. Irene und Reinald Ziegler untermalen den Abend mit Stücken von Mozart, Vivaldi und Bach. |
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Ein
Poster von der Josefslegende
siehe auch LITERATUR
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UNTERTÜRKHEIMER KANTOREI - gegründet 1892Kantor Arnd PohlmannKantorin Irene Ziegler 70327 Stuttgart Email: kantorat@kantorei-untertuerkheim.de Internet: www.kantorei-untertuerkheim.de |
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Untertürkheimer Stadtkirche muss saniert werden UNTERTüRKHEIM: Dachziegel am
Turm und Schiff des Wahrzeichens haben sich gelockert - Kosten
von über 200 000 Euro Von Alexander Müller Die historische Stadtkirche muss dringend saniert werden. Über die Jahre haben sich am Turm und auch am Gebäude des Untertürkheimer Wahrzeichens die Dachziegel ge- lockert. „Immer wieder fallen Ziegel und einzelne Teile herunter“, sagt der Vorsitzende des Kirchengemeinderats der evangelischen Stadt- und Wallmerkirche, Stefan Glöckler. Auf über 200 000 Euro werden die Sanierungskosten geschätzt. Bei einer Begehung mit Experten des Oberkirchenrates stellte sich heraus, dass nicht nur der Hauptbau, sondern vor allem der Kirchturm stark angegriffen ist. Der Zahn der Zeit hat an dem Untertürkheimer Wahrzeichen deutliche Schäden hinterlassen. Der gemauerte Teil des Turms wie alle Außenwände wurden 1493 fertiggestellt. „Daher stammt das heutige gotische Aussehen der Kirche“, weiß Glöckler. Hingegen wurde die barocke Turmhaube erst 1746 fertig. Denn nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg musste die Kirche von Grund auf saniert werden. Die erste kleine Kapelle an dieser Stelle wurde aber vermutlich bereits im 10. Jahrhundert errichtet. Trotz der kleineren Fläche schätzt Glöckler die Kosten für den Turm ähnlich hoch ein wie am Kirchenschiff. „Schließlich ist die Arbeit komplizierter und auch die typisch grün glasierten Ziegelsteine teurer“, erklärt der Leiter des Bauausschusses. So rechnet er mit Gesamtkosten von über 200 000 Euro. Bislang konnte die Stadt- und Wallmergemeinde bereits 70 000 Euro Rücklagen für die Sanierung bilden. Nun soll weiter gespart und gleichzeitig Spenden gesammelt werden. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht. Dennoch ist Glöckler zuversichtlich, im Herbst mit den Planungen beginnen und im kommenden Jahr mit der Sanierung starten zu können. „Das ist im Augenblick ein realistisches Ziel“. Viele Vereine haben ihre Unterstützung zugesagt. So findet am 27. April um 17 Uhr ein Benefizkonzert des Musikvereins Untertürkheim in der Stadtkirche statt. „Es zeigt die große Bedeutung der Kirche als Wahrzeichen für Untertürkheim“, freut er sich. Für die Sanierung der Stadtkirche kann gespendet werden
an die evangelische Gesamtkirchenpflege Untertürkheim, Stichwort:
Renovierung Stadtkirche, an die BW-Bank, Bankleitzahl 600 501 01,
Kontonummer 24 72 083 |
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