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Stuttgarter Gipsgeschäft seit 1896 in Untertürkheim

Gipsfabrik

Gypsgeschäft

Die ursprüngliche „Stuttgarter Gypsgeschäft AG“ war seit den Anfängen auch mit der Herstellung von Gips befasst. Diese Aktiengesellschaft wurde am 18. November 1870 gegründet.

1870: Die erste Gipsfabrik entsteht in Cannstatt, Haldenstraße.

1890: Es wurde eine zweite Gipsfabrik im Kienbach (heute Dinkelsbühler Sraße) in Cannstatt gebaut.

1910: Eine dritte Gipsfabrik im Tal, Untertürkheim, wurde direkt an das Vorkommen gebaut, da die Nachfrage nach Gips groß war.

Quellen:
http://www.gips-schuele-stiftung.de/historie_sgv.shtml

http://www.gips-schuele-stiftung.de/historie_gss.shtml

Aktie des Stuttgarter Gypsgeschäfts über
100 Thaler = 300 Goldmark von 1878
Einladung 1890
Schwäbischer Merkur Abendblatt vom 1.4.1890

Im alten UT-Heimatbuch Seite 394 steht:

Text
..."Steine werden mit einer Feldbahn in die Fabrik geführt".

Am Anfang wurde nur unterirdisch abgebaut - mit Feldbahnbetrieb - später im  offenen Tagebau.

Loen

Dann wurde wohl auf Seilbahnbetrieb umgestellt.

Gips

Im Stadtplan von 1937 ist die Seilbahn als gerade Linie von 800 m Länge eingezeichnet - neben der Brücke

Plan

AktieStuttgarter Gipsgeschäft

Aktie 700 DM - Stuttgart-Untertürkheim - Aug. 1953. EF Auflage 600 (R 8).

Gewinnung und Vertrieb von Gips zu technischen und landwirtschaftlichen Zwecken. Ursprünglich befand sich die Fabrik in Asperg, 1897 wurde sie nach Stuttgart-Untertürkheim verlegt. Im gleichen Jahr wurde der bis heute betriebene Weinbau mit eigener Kelterei und Kellerei aufgenommen. 1974 Betriebseinstellung und Verpachtung der beiden Gipsfabriken.

Seitdem reine Vermögensverwaltungsgesellschaft, bis vor wenigen Jahren in Stuttgart börsennotiert, dann in eine GmbH umgewandelt.

 

TAFEL AUS DEM ORTSMSUEUM UNTERTÜRKHEIM/ROTENBERG

Stuttgarter Firmenhistorie - Eine Seilbahn für den Gips aus Untertürkheim

Stuttgarter Nachrichten - czi -  25. November 2015

Eingang zum Bergwerk der Gipsfabrik in Cannstatt, wo die Familie Schüle den Grundstein für ihr Firmen-Imperium legte. Foto: Gips-Schüle-Stiftung
Eingang zum Bergwerk der Gipsfabrik in Cannstatt, wo die Familie Schüle den
Grundstein für ihr Firmen-Imperium legte. Foto: Gips-Schüle-Stiftung

Mit zwei Fabriken in Bad Cannstatt und einer weiteren in Untertürkheim versorgte der Familienbetrieb Schüle weite Teile des Landes mit Gips. Daraus erwuchs ein Imperium, das weit in die Region reichte. Heute gelten die vormaligen Gipsbrüche in Untertürkheim als herausragendes Terroir für Weine preisgekrönter Winzer wie Wöhrwag und Aldinger.

Stuttgart - Gips gibt’s am Neckar wie Steine auf dem Alb-Acker. Bad Cannstatt und Untertürkheim wurden deshalb im ausgehenden 19. Jahrhundert zum Dorado für Baustoffhändler. Die ersten mit einem Hang zum Abbau von Gips waren Eduard und Marie Schüle. Die beiden gaben ihre Gerberei in Esslingen auf und bauten 1870 in der Haldenstraße in Bad Cannstatt die erste Gipsfabrik.

Die Schüles waren auch in technischer Hinsicht Pioniere: Eine der ersten Dampfmaschinen Stuttgarts wurde in ihrer „Stuttgarter Gypsgeschäft AG“ in Gang gesetzt und trieb die Riemen der Steinbrecher und Mahlaggregate an. Und während allerorts noch Pferdefuhrwerke Lasten beförderten, nahm Schüle um 1900 die ersten Lkw Stuttgarts in Betrieb.

Der Ausbau des Gips-Imperiums begann mit dem Kauf landwirtschaftlicher und gipshaltiger Grundstücke in Cannstatt und Untertürkheim. Die im Steinbruch Kreutelstein (im Gebiet der heutigen Rommelshauser Straße) gebrochenen Steine wurden in Bad Cannstatt gebrannt und gemahlen. Die zweite Gipsfabrik entstand 1890 im Kienbach, der heutigen Dinkelsbühler Straße, in Cannstatt – das verkürzte die Wege zwischen Förderung und Verarbeitung. 1910 bauten Schüles an der Augsburger Straße in Untertürkheim die dritte Fabrik. „Das Werk hat unmittelbaren Gleisanschluss; 1933 haben 1900 Eisenbahnwagen zu zehn Tonnen“ Gips die Fabrik verlassen, heißt es im Untertürkheimer Heimatbuch.

Gut im Geschäft in der ganzen Region

Transportlogistik war auch beim Abbau gefragt. Anfangs holten die Männer den Gips unterirdisch aus dem Berg und brachten ihn mit Feldbahnwagen zum Mahlen. Ein Briefkopf der Firma aus dem Jahr 1936 zeigt jedoch, dass auf Seilbahnbetrieb umgestellt worden ist. Im Stadtplan von 1937 ist die 800 Meter lange Seilbahn eingezeichnet.

Nach dem Tod von Eduard Schüle übernahmen die Söhne Bruno und Emil Schüle die Geschäfte. Sie kauften Beteiligungen an anderen Gipsbrüchen und -handelsbetrieben, zum Beispiel in Leonberg, Roigheim, Ottendorf, Deißlingen und Entringen, und sie bauten in Altingen bei Herrenberg eine weitere Gipsfabrik.

Heute macht der Gips Weine preiswürdig

Während die Seilbahn in den 1930er Jahren den Gips zu Tal brachte, lasen Arbeiter oben auf dem Berg Weintrauben: Die Unternehmer hatten den Betrieb einer eigenen Kelterei und Kellerei aufgenommen. Der Betrieb der Gipswerke wird 1974 eingestellt, im selben Jahr entscheidet die Winzer-Familie Aldinger, auf diesem Terroir wieder Wein anzubauen. Dem ehemaligen Gipsabbau widmete man den Namen „Untertürkheimer Gips“. Derzeit zählt der Untertürkheimer Gips zu den Flaggschifflagen und ist im Alleinbesitz des Weingutes von Gert Aldinger.

Auf demselben Untergrund gedeihen auch die Weine des renommierten Winzers Hans-Peter Wöhrwag. Sein „Untertürkheimer Her­zogenberg“ gehört ebenfalls zu den Weinen mit unverwechselbarem mineralischem Charakter.

Aus Fabrikant wird Förderer

UZ 12.10.2010 - BAD CANNSTATT: Gips Schüle feiert Jubiläum

(red) - Als Eduard und Marie Schüle im Jahr 1870 in der Haldenstraße in Cannstatt die erste Stuttgarter Gipsfabrik errichteten, ahnten sie noch nichts von den vielfältigen wissenschaftlichen Projekten, die 140 Jahre später durch ihr Vermögen unterstützt werden würden.

Die Familie nutzte zur damaligen Zeit innovative Technologien, um den Gipsabbau effektiv voranzutreiben: Sowohl die erste Dampfmaschine als auch später die ersten Lastkraftwagen im Stuttgarter Raum entstammten dem damals fortschrittlichen Gipsgewerbe. Bereits ab 1929 beginnt die Familie Schüle mit der Anstalt für Schall und Wärmetechnik, der Vorgängereinrichtung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP, zusammenzuarbeiten und legt damit den ersten Grundstein zur Forschungsförderung. Von der Fabrik der Schüles ist heute nichts mehr zu sehen. An dem ehemaligem Standort wird heute erstklassiger Wein angebaut, der auf dem gipshaltigen Boden bestens gedeiht.

Doch das Kapital, das vom Ehepaar Schüle und später seinen Kindern durch den Gipsabbau erwirtschaftet wurde, wirkt noch heute fort in Form einer Stiftung: Vor 30 Jahren wurde nach dem Tod der Geschwister die Gips-Schüle-Stiftung gegründet, die den Zweck verfolgt die Forschung unter anderem in der Baubranche im Stuttgarter Raum zu fördern. Von Beginn an arbeitet sie eng mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP zusammen - eine Kooperation, aus der zahlreiche Patente hervorgegangen sind, die der Stuttgarter Bauindustrie und vor allem dem Mittelstand zum Aufschwung verhalfen.

So wird in diesem Rahmen zum Beispiel nach Möglichkeiten gesucht, die Raumakustik und die Leistungsfähigkeit in Büros zu verbessern oder es ermittelt, welche Recyclingmaterialien den besten Wärme- und Schallschutz bieten. Mit dem Gips-Schüle-Preis prämiert die Stiftung außerdem herausragende Nachwuchswissenschaftler. Mit dem mit 3000 Euro dotierten Förderpreis werden alle drei Jahre exzellente Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

Ehemalige Gipsfabrik - Augsburger Straße 221 Front

Siebers Auktionen GmbHSiebers
Augsburger Str. 221
D-70237 Stuttgart
Tel: 0049-(0)-711-38 08 481
Fax:0049-(0)-711-30 40 288
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