Untertürkheim www.wirtemberg.de zu den Favoriten STARTSEITE Rotenberg
HOME
ORTSRUNDGANG
VERANSTALTUNGSKALENDER
NEUES
SUCHEN
KURIOSES SEHENSWERT FOTOS+KARTEN WEIN + BESEN PERSONEN VEREINE
DIVERSES WANDERUNGEN SCHULEN+BÄDER NACHBARORTE ZEITUNGEN KIRCHEN

Der Untergang der "Hindenburg"
aktuelle Führungen: So 12.10.2008 11 und 14 Uhr Schulhaus

ROTENBERG - Zum Tag der offenen Tür im ehemaligen Schulhaus Rotenberg lädt der Bürgerverein Untertürkheim auf Sonntag, 12. Oktober 2008, von 11 bis 17 Uhr ein.

Sonderthema der Ausstellung ist nocheinmal die "Luftschiffkatastrophe in Lakehurst/New York", die sich am 6. Mai 1937 in den USA ereignete.

Unter den Todesopfern der verunglückten "Hindenburg", die wenige Tage zuvor noch über dem Neckartal kreiste, war auch der Untertürkheimer Willi Scheef zu beklagen, der als Bordmonteur das Luftschiff schon auf viele Weltreisen begleitet hatte.

Führungen im Schulhaus, Württembergstraße 312,
finden um 11 und um 14 Uhr statt.


Dazu gibt es an Stehtischen die Gelegenheit zu plaudern, bei einem kleinen Häppchen und kostenlose Weinprobe. Es kann dort die Gedenkplakette besichtigt werden, die aus dem Familienbesitz für die Ausstellung zur Verfügung stellt wurde.

Homepage: www.bv-untertuerkheim.de

Willi (Willy) Scheef starb beim Zeppelinunfall vor 70 JahrenScheef

5.05.2007 UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG:

Der Bordmonteur kam bei der Katastrophe in Lakehurst ums Leben -
Am Sonntag 6.5.2007 Sonderausstellung im Heimatmuseum

Von Mathias Kuhn

Am 6. Mai 1937 ereignete sich bei New York eine weltweit beachtete Katastrophe. Beim Landemanöver in Lakehurst explodierte die „Hindenburg“. 35 Menschen kamen ums Leben, darunter auch der Bordmonteur des Zeppelins, der 25-jährige Untertürkheimer Willi Scheef.

Bereits in der Entwicklungsphase ist das Schicksal der Zeppeline mit Untertürkheim eng verbunden. Geistiger Vater der „fliegenden Zigarren“ ist Graf Ferdinand Adolf Heinrich August von Zeppelin. Der pensionierte General will sich einen Jugendtraum verwirklichen: den Bau eines lenkbaren Luftschiffes. Doch ohne leistungsstarke Motoren können sich die Giganten der Lüfte nicht vom Boden erheben. Was lag näher, als sich an Gottlieb Daimler zu wenden? Gemeinsam tüftelten sie am Projekt. Zeitzeugen berichten von „äußerst lebhaften“ Diskussionen zwischen Daimler und Zeppelin. Es entwickelt sich eine echte Männerfreundschaft. 1899 hat Daimler die von Zeppelin bestellten Konstruktionspläne für zwei Motoren fertiggestellt. Den Einbau erlebt der Motorenpionier nicht mehr. Unmittelbar vor Daimlers Tod sind die Zeppelinmotoren zwar lieferbar, doch erst am 2. Juli 1900 erhebt sich der erste Zeppelin in die Lüfte. Die Erfolgsgeschichte der schwäbischen Luftschiffe beginnt.

Der Traum der fliegenden Giganten endet jedoch jäh am 6. Mai vor genau 70 Jahren. Mit einer Länge von 245 Metern ist das 1936 gebaute Luftschiff „LZ 129“ das größte jemals in der zivilen Luftfahrt eingesetzte Fahrzeug. Ein Gigant der Lüfte. Es wird auf Befehl der Nazis, die es als Symbol ihrer Macht ansehen, auf den Namen „Hindenburg“ getauft.
Planmäßig startet die „Hindenburg“ am 3. Mai 1937 mit 36 Passagieren in Richtung New York. Mit an Bord ist auch Willi Scheef aus Untertürkheim. 1935 kommt er von Daimler-Benz aus nach Friedrichshafen, um die Motoren in die „Hindenburg“ zu einzubauen. Dies führt zu seiner Anstellung als Bordmonteur.

Am 6. Mai 1937 sollte der Zeppelin um 6 Uhr Lakehurst erreichen. Schlechtes Wetter verzögert die Ankunft. Der Gigant überfliegt New York gegen 15 Uhr. Plötzlich bricht ein schreckliches Gewitter aus. Luftschiffkapitän Pruß schiebt die Landung zunächst auf, legt gegen 19 Uhr an den Ankermast an.

Inferno dauert 34 Sekunden

Dann passiert das Unfassbare: Ein Funke, so das offizielle Ergebnis der Nachforschungen, entzündet an einem kleinen Gasleck an der Oberseite des Luftschiffes den ausströmenden Wasserstoff. Sekundenschnell breitet sich Feuer aus. Nur 34 Sekunden dauert das Inferno. Übrig bleibt von der Hindenburg ein ausgebranntes Wrack.

35 Menschen sterben, darunter auch Willi Scheef, der Weingärtnersohn aus Untertürkheim. Am 22. Mai 1937 trifft der Sarg mit den sterblichen Überresten am Güterbahnhof Untertürkheim ein. In einem langen Trauerzug begleiteten diesen Angehörige, Freunde und Bürger durch den Ort zu seinem Elternhaus in der Strümpfelbacher Straße. Am 23. Mai wird Scheef auf dem Friedhof beigesetzt. Das Grab gibt es heute noch. Seine Eltern erhielten eine Gedenkplakette als Erinnerung.

Der Bürgerverein Untertürkheim lädt am Sonntag 6.5.2007 von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ins ehemalige Schulhaus in Rotenberg ein. Als Sonderthema hat Eberhard Hahn sich der Luftschiffkatastrophe vor 70 Jahren gewidmet. Um 11 und 14 Uhr macht er Führungen. Ein Neffe des Verunglückten wird dem Verein die Gedenkplakette überreichen. -
Führungen nach Anmeldung bei Eberhard Hahn -Tel: 42 63 75

Willi ScheefErich Kurz
Eberhard Hahn erhält die Gedenkplakette an Willi Scheef von Erich Kurz (rechts)

Gedenkplakette zum Hindenburg-Unglück überreicht

07.05.2007 UZ

ROTENBERG: Tag der offenen Tür im Alten Schulhaus zum 70. Jahrestag des Ereignisses

(mr) - Eberhard Hahn, der Leiter der Heimatkundlichen Ausstellung im Rotenberger Alten Schulhaus, konnte sich am Sonntag über ein weiteres Exponat freuen. Erich Kurz, ein Neffe des beim Brand der Hindenburg im US-amerikanischen Lakehurst verunglückten Bordmonteurs Willi Scheef, überreichte ihm zum 70. Jahrestag des Ereignisses eine Gedenkplakette.

Eberhard Hahn ist immer auf der Suche nach Themen, die die Geschichte Untertürkheims für den Besucher direkt erlebbar machen. Denn sehr oft sind diese Geschichten des schwäbischen Weinortes direkt mit den ganz großen Ereignissen der Weltgeschichte verknüpft.

So auch die Geschichte der Hindenburg. Das große Luftschiff geriet bei einem Unglück über dem US-amerikanischen Lakehurst in Brand, 35 Menschen starben. Ein Funke hatte sich entzündet, der Zeppelin war in wenigen Sekunden ausgebrannt. Das Ereignis füllte vor 70 Jahren weltweit die Gazetten. Die Motoren zu diesem Giganten der Lüfte kamen wie die Monteure aus dem Daimler-Motorenwerk in Untertürkheim.

Hahn hat die Ausstellung natürlich so aufgebaut, dass die Motoren des Luftschiffes als Untertürkheimer Bezug zur Geschichte der Zeppeline im Vordergrund stehen. „Es war ein beeindruckendes Schauspiel, wie diese riesigen Luftschiffe abends in voller Beleuchtung über dem Ort kreisten“, erinnert sich Hahn an seine Kindheit und lässt damit die Besucher der Sonderausstellung lebhaft an der Geschichte dieser beeindruckenden Flugmaschinen teilhaben. „Die Piloten und Monteure, die in ihren weißen Uniformen wie Kapitäne wirkten, haben einen schon beeindruckt“, erklärte Erich Kurz, Neffe des verunglückten Motorenschlossers und Bordmonteurs Willi Scheef. Auf seinen Onkel, der in dieser wichtigen Position zwischen Deutschland und den USA hin und her flog, war Kurz als Kind schon mächtig stolz, erinnert er sich.
Kurz hatte sich gestern zum 70. Jahrestag des Unglücks die Zeit genommen, der Ausstellung persönlich ein Erinnerungsstück hinzuzufügen: eine Gedenkplakette, die das Unglück zeigt, mit Jahreszahl und dem Ort Lakehurst. Die Plakette war damals der Familie des Verstorbenen zugekommen. Das Begräbnis war ein Staatsakt.
Auch Bilder aus dem Familienalbum hat Kurz zu der Sonderausstellung beigesteuert. Bilder, die den riesigen Traueraufmarsch durch Untertürkheim zeigen, oder das Luftschiff in der Bauphase, zum Beispiel den Aufbau der Gondel mit dem Aluminiumgerüst. Andere Bilder zeigen Scheef selbst an seinem Arbeitsplatz und den großzügig bemessenen, luxuriös ausgestatteten, Innenraum des Luftschiffes, der immerhin 72 Personen Platz und allen erdenklichen Luxus bot.

Rund 1000 Reichsmark hat ein Ticket nach Amerika gekostet, weiß Hahn. Also nur etwas für sehr betuchte Reisende. Aber es war immerhin eine Möglichkeit, die USA in drei Tagen zu erreichen. Die Kabine war als Neuheit in das Luftschiffinnere hineingebaut. Auch einige Erinnerungsstücke, wie witzige Postkarten oder Souvenirkrüge sind in der Ausstellung zu sehen. Text und Bilder dokumentieren ausführlich die Geschichte des Luftschiffs. Daneben gibt es einen 30-minütigen Film, der das Unglück und den Bau der Hindenburg, des größten Luftfahrzeuges aller Zeiten, dokumentiert. Damit ist Hahn ein Leckerbissen für Freunde der Geschichte alter Fluggeräte und für Technikbesessene gleichermaßen gelungen.

Die Heimatkundliche Ausstellung im Rotenberger Alten Schulhaus ist nach telefonischer Absprache unter Telefon 42 63 75 geöffnet. Eberhard Hahn führt dann gerne durch sein geschichtsträchtiges Kleinod.


  • Info: Die Ausstellung des Bürgervereins Untertürkheim im ehemaligen Schulhaus Rotenberg ist nur auf Anfrage geöffnet. Sonderführungen für Gruppen gibt es nach Vereinbarung mit Eberhard Hahn unter Telefon 42 63 75.
  • Homepage: www.bv-untertuerkheim.de
  • Email: info@bv-untertuerkheim.de
KURIOSES SEHENSWERT FOTOS+KARTEN WEIN + BESEN PERSONEN VEREINE
DIVERSES WANDERUNGEN SCHULEN+BÄDER NACHBARORTE ZEITUNGEN KIRCHEN
HOME
ORTSRUNDGANG
VERANSTALTUNGSKALENDER
NEUES
SUCHEN
www.Enslinweb.de  |   www.wirtemberg.de
Feedback an Webmaster Klaus Enslin  |  ©2015  |  info@wirtemberg.de
Google
Web www.wirtemberg.de