Untertürkheim www.wirtemberg.de zu den Favoriten STARTSEITE Rotenberg
HOME
ORTSRUNDGANG
VERANSTALTUNGSKALENDER
NEUES
SUCHEN
KURIOSES SEHENSWERT FOTOS+KARTEN WEIN + BESEN PERSONEN VEREINE
DIVERSES WANDERUNGEN SCHULEN+BÄDER NACHBARORTE ZEITUNGEN KIRCHEN
Stuttgarter Wochenblatt vom 11.11.2004
Zu schade für den Weinbau?

Jung-Winzer Michael Warth: "Der Weinbau ist eine Lebenseinstellung"

UNTERTÜRKHEIM - "In den Weinbau muss man reingewachsen sein, das ist eine Lebenseinstellung, die man nicht lernen kann", sagt Michael Warth, Jung-Winzer aus Untertürkheim.
Obwohl der 23-Jährige aus einem Weinbau-Betrieb stammt, war sein eigener Weg nicht von vornherein klar: "Der Weinbau ist kein Zuckerschlecken", warnte der Vater... .

Als Michael in der Schule den besten Abschluss seines Jahrgangs hinlegte, riet ihm sein Lehrer ab. „Bei den guten Noten wäre es doch schade drum.“ Trotz allen Warnungen aus seiner Umgebung lernte Michael Warth Winzer und wusste bald: „Es ist mein Traumjob.“ An dieser Überzeugung hat sich bis heute nichts geändert. Ob im Weinberg, „mit dem Himmel als Werkstatt“, im Keller oder im Verkaufsraum – er fühlt sich überall wohl. Derzeit verbringt der junge Winzer allerdings noch die meiste Zeit im Hörsaal und am Schreibtisch: „Ich wollte meinen Horizont noch erweitern, bevor ich den Betrieb meiner Eltern übernehme.“

Nach seiner Lehre und einem längeren Praktikum auf einem Weingut in Südafrika studiert er jetzt im hessischen Geisenheim Weinbau und Oenologie. Da bleibt nur am Wochenende Zeit, daheim in Untertürkheim mit anzupacken. Vor allem während der Weinlese wird dort jede Arbeitskraft gebraucht. „Es ist gar nicht so leicht, qualifiziertes Personal zu finden – bei der Lese hilft man nämlich nicht wegen dem Geld, man muss auch einen Draht zur Natur haben.“ Und es muss Spaß machen: Dazu gehört mittags das gemeinsame deftige Vesper, das Michael Warths Mutter Marianne in den Weinberg bringt, und ein Fest zum Abschluss der Weinlese. 20 Lesehelfer, darunter viele Verwandte, Bekannte und Freunde, sind derzeit in den Warthschen Weinbergen beschäftigt, ernten die reifen Trauben, die Vater Gerhard Warth mit dem Schlepper dann zur Weiterverarbeitung in die Kelter bringt. Dort ist man oft bis spät abends beschäftigt. Dieses Jahr ist die Stimmung während der Lese besonders gut: Quantitativ und qualitativ können die Winzer zufrieden sein. „Der Jahrgang 2004 hat ein hohes Potenzial“, sagt Michael Warth. Er erhofft sich aromatische und reichhaltige Weine. Nach einem recht trockenen Sommer seien der Niederschlag im Herbst und die Sonne „zur perfekten Zeit“ gekommen.

„Der Traum vom guten Wein“, sagt Warth, sei das, was seinen Beruf eigentlich ausmache. Und dieser Traum verbindet ihn auch mit seinen Eltern, obwohl die einer anderen Generation angehören. „Heute ist das eine ganz andere Welt als früher.“ Während früher die Pflege der Reben im Mittelpunkt stand, gewinnen heute Kenntnisse über Betriebsführung und Marketing im Weinbau zunehmend an Bedeutung. Auch der Kontakt zu anderen Winzern sei wichtiger denn je. „Ich bin privat mit vielen Kollegen befreundet“, erzählt Michael Warth. Man tausche Informationen und Maschinen aus. „Die Einstellung ,Dir sag ich nichts‘ gibt es heute eigentlich nicht mehr.“ Ebenso wichtig: „Über den Tellerrand hinausschauen.“ Dazu gehöre es auch, ausländische Weine zu trinken – „gucken, was die Welt macht – vor der Konkurrenz braucht Deutschland als traditionelles Weinland sich nicht zu verstecken.
car - 11.11.2004

KURIOSES SEHENSWERT FOTOS+KARTEN WEIN + BESEN PERSONEN VEREINE
DIVERSES WANDERUNGEN SCHULEN+BÄDER NACHBARORTE ZEITUNGEN KIRCHEN
HOME
ORTSRUNDGANG
VERANSTALTUNGSKALENDER
NEUES
SUCHEN
www.Enslinweb.de  |   www.wirtemberg.de
Feedback an Webmaster Klaus Enslin  |  ©2018  |  info@wirtemberg.de
Google
Web www.wirtemberg.de