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Thomas Hammes bei Kaffee und Tee im Südwest -Fernsehen am 17.2.2005

Thomas HammesSein Talent kam ihm in die Quere

Aus Neckarblick vom 19.2.2004

Porträtiert: Thomas Hammes, Solo- Trompeter und jüngstes Mitglied des Radio-Sinfonieorchesters des SWR Stuttgart

Untertürkheim.
Der Neckarblick porträtiert in loser Folge Menschen aus unserem Umkreis, die sich nicht ganz alltäglichen Dingen widmen. Im ersten Teil stellen wir den Trompeter Thomas Hammes vor, der jüngstes Mitglied im Radio-Sinfonieorchester des SWR Stuttgart ist.

Im Frack heiraten, das käme für Thomas Hammes nicht in Frage. Schließlich ist das gute Stück, das andere höchstens einmal im Leben tragen, seine Dienstkleidung. Drei dieser edlen Tücher besitzt er. Einer hängt im Schrank, einer in der Garderobe beim Südwestrundfunk und einer liegt immer im Auto. Für alle Fälle.

Der Solotrompeter Thomas Hammes. Foto: Brigitte Wählers

Nach Feierabend darf es aber ruhig lockerer zugehen. Schwarze Hose, schwarzes Shirt - in legerer Freizeitkleidung sitzt der 25-jährige am Esstisch seiner Untertürk-heimer Wohnung. Während er am Milchkaffee nippt, erzählt er, wie er als Siebenjähriger mit dem Trompetenunterricht angefangen hat. Nachdem sein älterer Bruder das Instrument bereits erfolglos ausprobiert hatte, war es nun an ihm, die frei gewordene Stelle in der heimischen Blaskapelle auszufüllen. „Ich komme aus der Nähe von Trier", erzählt Hammes. „An der Mosel gibt es eine lange Blasmusiktradition. Jeder Ort hat dort seine eigene Kapelle."

Eigentlich wollte er nur ein Jahr dabei bleiben und dann endlich Schlagzeug spielen lernen. Das war der Plan. Was ihm in die Quere kam, war sein Talent. „Ich habe mich relativ schnell für das Trompete spielen begeistert", erzählt er. Bald darauf wechselte er an die Kreismusikschule und wurde Schüler von Nikoles Tchotchev, einem bulgarischen Berufstrompeter.

„Zu der Zeit musste ich mich entscheiden zwischen Fußball und Trompete", sagt er. Der Notenständer stach den grünen Rasen aus. Und der Erfolg gab Hammes Recht. Nach ersten Preisen beim nationalen Wettbewerb „Jugend musiziert" folgte eine Einladung ins Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz. Gerade mal 15 fahre alt, wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. Und das alles neben der Schule. „Als Lehrersohn standen die Schule und die Hausaufgaben immer an erster Stelle", sagt Hammes und lacht. „Abitur machen war Pflicht."

Bereits während der Oberstufe war er als ständige Aushilfe im Rundfunkorchester des SWR in Kaiserslautern engagiert. Mit dem Schulzeugnis in der Tasche führten ihn die weiteren Stationen über die Akadamie des Berliner Philharmonischen Orchesters zum Münchener Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks. Vor drei Jahren hat er sich als Solo-Trompeter beim Radio-Sinfonieorchester des SWR Stuttgart beworben. Mit Erfolg. Seither ist er unter rund 120 Musikern das jüngste Mitglied. „Meine beruflichen Träume haben sich damit zu 120 Prozent erfüllt", sagt Hammes.

In seinem Arbeitszimmer stehen viele verschiedene Trompeten nebeneinander aufgereiht. 30 bis 40 Stück hat er inzwischen gesammelt.. „Ich habe es noch nie übers Herz gebracht, ein Instrument zu verkaufen", sagt er. Die meisten davon hat ein Instrumentenbauer in Trier speziell für ihn angefertigt.

Thomas Hammes Auch wenn er sein Handwerk beherrscht, übt er nach wie vor täglich. „Mit meinen Nachbarn habe ich Glück", sagt der Musiker. „Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert, wenn ich zuhause spiele." So oft ist das aber auch nicht der Fall. Zu den Tagen, an denen das Orchester gemeinsam probt, kommen Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen sowie Konzerte und Tourneen.

Will er entspannen, stellt sich Hammes an den heimischen Herd und probiert Rezepte aus. Im Hintergrund läuft Musik. Dabei werden Britney Spears und Robbie Williams aber klar von Mahler und Strauss ausgestochen. „Ich höre nie Pop- und Rockmusik", sagt Thomas Hammes.

Brigitte Wahlers

Thomas Hammes  * 1978 - Solo-Trompeter - wohnt in Stuttgart- Untertürkheim     

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