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aus WWW.BILD.DE - 3 Mercedes-Arbeiter wollten Spaß haben – 2 verloren ihr Leben


FOTO: Krauffmann, Thomas Hörner, Alexander Blum

Todessturz beim Mädels gaffen

Von A. von UNGER und J. W. MEYER -

Eine Luftaufnahme zeigt den Unglücksort:
den Neckar, das Parkhaus und das Inselbad


6.7.2005 Stuttgart – Sie wollten sich hübsche, halbnackte Mädchen anschauen, ein bißchen Spaß haben. Doch sie starben einen grausamen Tod ...

Das Stammwerk Mercedes-Benz in Stuttgart-Untertürkheim um 12.30 Uhr. Es ist warm, schon 22 Grad. Drei junge Lehrlinge (alle 18) kommen gutgelaunt aus der Kantine. Sie steigen in einen werkseigenen weißen Mercedes Sprinter, zwei sitzen vorne, der dritte hinten im Laderaum.

Die drei Azubis sind übermütig. Sie wollen ihre Mittagspause noch ein bißchen genießen. Sie geben Gas, fahren ins werkseigene Parkhaus „Unterkanal“, ganz nach oben, machen aus Jux waghalsige Fahrübungen. Felix, der am Steuer sitzt, hat erst seit Mai seinen Führerschein.

Felix (†18) saß am Steuer des Unglücks-Autos...


Was wollten sie in dem Parkhaus?

BILD erfuhr aus Ermittlerkreisen: Sie hatten vor, die schöne Aussicht zu genießen – und die schönen Bikini-Mädchen im gegenüberliegenden Inselbad anzugucken!

Doch ihre Ausgelassenheit wurde ihnen zum Verhängnis.

...mit Markus (†18)
stürzte
er in den Neckar.
Beide ertranken


Auf der oberen Parkebene passiert das Unglück: Die Lehrlinge fahren dicht an den Parkdeckrand. Von dort sieht man direkt auf die Liegewiese des Inselbades. Da rammt der Wagen gegen die aus einzelnen Betonteilen bestehende Brüstung, schießt durch das Loch, stürzt zehn Meter tief in den Neckar und versinkt in den Fluten!

Der Beifahrer kann sich ins benachbarte Inselbad retten. Er alarmiert die Polizei. Dann bricht er unter einem Schock zusammen. Er wird ins Krankenhaus gebracht.

Eine Stunde später bergen Taucher der Feuerwehr die beiden anderen Azubis aus dem demolierten Wrack in drei Metern Tiefe. Sie werden im Löschboot an Land gebracht. Doch die Reanimationsversuche der Notärztin sind vergeblich – Markus und Felix sind tot ...

05.07.2005 - www.polizei-stuttgart.de - Staatsanwaltschaft und Polizei geben bekannt:

Fahrzeug in den Neckar gestürzt - zwei junge Männer ertrunken

Untertürkheim:

In einem Mercedes Sprinter sind drei 18 Jahre alte Männer am Dienstag (05.07.2005) gegen 12.40 Uhr vom zweiten Stock eines werkseigenen Parkhauses an der Benzstraße in den Neckar gestürzt. Zwei der jungen Männer konnten sich nicht mehr aus dem Auto befreien und ertranken. Der dritte befreite sich aus dem Wageninneren und schwamm selbstständig an Land. Er wurde mit einem schweren Schock in eine Klinik gebracht.

Die näheren Umstände des Unglücks sind unklar. Beamte der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen übernommen.
Gegen Mittag waren die drei 18-Jährigen mit dem nicht für den öffentlichen Verkehr zugelassenen Sprinter auf dem weitläufigen Werksgelände von ihrem Arbeitsplatz aus zum Essen in die Kantine gefahren. Auf der Rückweg bog der Fahrer in ein an einem Seitenkanal des Neckar gelegenes mehrstöckiges Parkhaus ab. Der junge Mann fuhr in die zweite Parkebene und steuerte das Fahrzeug in eine Parklücke. Dort durchbrach der Wagen die aus einzelnen Betonteilen bestehende Brüstung, stürzte mehrere Meter tief in den Neckar und ging sofort unter. Der 18-jährige Beifahrer konnte sich in das Inselbad retten und von dort Hilfskräfte alarmieren. Taucher der Feuerwehr bargen nach rund dreißig Minuten die Eingeschlossenen aus dem Sprinter und brachten sie mit einem Löschboot an Land. Zwei Notärzte bemühten sich bis gegen 14.20 Uhr vergeblich, das Leben der beiden jungen Männer zu retten.


Untertürkheimer Zeitung 6.7.2005

Untertürkheim - Auto rast in den Neckar - zwei Tote

Untertürkheim: Tragisches Unglück bei Fahrübungen - Transporter durchbricht Betonbrüstung des Parkdecks

Ein tragisches Unglück forderte gestern zwei Tote. Ein Transporter durchbrach die Brüstung des DaimlerChrysler-Parkhauses und stürzte zehn Meter tief in den Neckarkanal. Ein Insasse konnte sich selbst befreien, die beiden anderen 18-Jährigen konnten Taucher nur tot bergen. Der Fahrer hatte ersten Erkentnissen nach Fahrübungen gemacht.

Foto: F. Krauffmann Stuttgarter Nachrichten

Von Mathias Kuhn

Martinshörner schreckten gegen 12.40 Uhr die Untertürkheimer auf. Dutzende Feuerwehrfahrzeuge, Notarztwagen und Polizeiautos rasten Richtung Neckarkanal und Inselbad. Ein Mercedes Sprinter hatte die Brüstung des obersten Parkdecks durchbrochen und war etwa zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Die beiden Betonteile hingen gefährlich herunter, von dem Fahrzeug war in den Neckarfluten nichts zu sehen. Einer der drei Insassen, der Beifahrer, konnte sich aus eigenen Kräften aus dem Wrack befreien, ins Inselbad schwimmen und die Rettungskräfte alarmieren. Er kam mit leichten Verletzungen davon und wurde von einem Notfallseelsorge-Team betreut. Um die Bergung der beiden im Wrack Eingeklemmten kämpften die Feuerwehrmänner. Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren waren vor Ort.

In Windeseile waren Feuerwehrtaucher im Wasser, die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim leisteten von ihrem Boot aus Hilfe. Ein schwieriger Kampf gegen die starke Strömung und die schlechten Sichtbedingungen begann. Verzweifelt versuchten die Taucher die Männer aus dem Auto zu ziehen. Nach rund 30 Minuten gelang es ihnen zunächst einen der beiden Eingeschlossenen und drei Minuten später auch den zweiten Verletzten aus dem Wrack zu befreien. Die Untertürkheimer Feuerwehrmänner transportierten in ihrem Rettungsboot die aus dem Auto geretteten Männer auf die Inselbad-Seite, wo die Notärzte und die DLRG ein Rettungszentrum eingerichtet hatten. Sie versuchten dort mehr als eine Stunde die beiden Männer zu reanimieren - leider ohne Erfolg.

Wrack wird mit Kran geborgen
Gleichtzeitig wurde die Bergung des Autowracks mit Hilfe eines Kranwagens eingeleitet. Vom Gelände des Untertürkheimer Motorenwerks aus fuhr der Kranwagen seinen Ausleger aus. Mehrere Taucher befestigten Stahlseile und Schlingen am Wrack, und als der Kranwagen seine Last langsam hob, kam die völlig zerstörte Front des Transporters zum Vorschein. Meter um Meter hievte der Kranwagen das Wrack in die Höhe und setzte es dann zunächst auf dem Parkdeck ab. Dort bemühten sich Spezialisten der Kriminalpolizei die Spuren des ungewöhnlichen Unfalls zu sichern. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge ist der Tod auf ein tragisches Unglück zurückzuführen. Der Fahrer des Mercedes Sprinters hatte offenbar auf dem Parkdeck Fahrübungen durchgeführt und dabei die Herrschaft über den Wagen verloren.

Wegen der Bergung und den Betonteilen, die in die Tiefe zu stürzen drohten, wurde der Neckarradweg gesperrt. Um die Rettungsaktionen der Polizei und Feuerwehr nicht zu behindern, und um Neugierige fern zu halten, schloss das Inselbad auch vorübergehend die Pforten.

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