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Leonhard Schmidt (19.1.1892 - 13.8.1978) Grabstein

L SchmidtDas Werk des am 19. Januar 1892 in Backnang geborenen Künstlers Leonhard Schmidt gedieh weitgehend im Verborgenen, fernab vom lauten Kunstbetrieb. Zwar zählte der Künstler zu den Stuttgarter Sezessionisten der ersten Stunde und wurde bei der ersten Ausstellung im Jahr 1923 mit einem eigenen Raum geehrt, dennoch gehörte er zu den großen Außenseitern, deren Kunst sich in der Versenkung und Stille entwickelte.

Charakteristisch für Schmidts individuelle, beharrlich entwickelte Arbeiten ist das Statuarische der Bäume, die Monochromie und Einsamkeit der Landschaft und der meditative Ausdruck seiner Portraits. Leonhardt Schmidt starb am 13.8.1978 im Alter von 86 Jahren in Stuttgart-Untertürkheim.

2008: Die Stadt Backnang benennt einen Weg nach ihm:
Leonhard-Schmidt-Weg
im Neubauviertel Katharinenplaisir.

In Stuttgart-Untertürkheim wird im Jahr 2000 der
Leonhard-Schmidt-Platz eingeweiht.

Rechts: sein Grabstein im Friedhof Untertürkheim - Foto:Enslin

Verein zur Förderung und Pflege des Werkes von Leonhard Schmidt e.V.

Gartengalerie W24" im Malerhaus am Württemberg in der Württembergstraße 24 in 70327 Stuttgart

Der Maler vom „Roten Berg“ Schmidt

25.01.2017 - Untertürkheimer Zeitung -

Untertürkheim: Leonhard Schmidt ist vor 125 Jahren geboren – er war ein Vertreter der klassischen Moderne

(mk) – Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Die Staatsgalerie, Museen in Madrid und Berlin kauften seine Werke: Leonhard Schmidt. Freunde denken zurzeit besonders an den „Maler vom Roten Berg“. Er wurde vor 125 Jahren in Backnang geboren, lebte aber von 1938 bis zu seinem Tod im Jahr 1978 bei Charlotte und Lore Scheef in Untertürkheim.
Viele Untertürkheimer erinnern sich gern an den immer gut gekleideten „Professor mit der Fliege“. Auf seinen Spaziergängen in den Ortskern war Schmidt immer für ein freundliches Wort zu haben, Kinder bekamen manchmal Bonbons. Der Künstler war beliebt und geachtet. So war es eine logische Folge, dass der Platz rund um den Storchenbrunnen vor 17 Jahren seinen Namen erhielt: Der Leonhard-Schmidt-Platz im Herzen von Untertürkheim.

Schmidt wurde am 19. Januar 1892 in Backnang geboren, studierte nach Ende des Ersten Weltkrieges in Stuttgart und galt in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts als wichtiger Vertreter der neuen Sachlichkeit. In der Ausstellung der Stuttgarter Sezessionisten im Jahr 1923 bekamen seine Werke einen besonderen Raum.
Seine Zeichnungen, Pastell- und Ölbilder verraten eine eigene Bildsprache. Alleen, Menschen, Straßen und Unterführungen ordnen sich zu Aussagen, faszinieren. So erhielt er auch den Titel „Maler der Stille“.

Die Stuttgarter Staatsgalerie, die Nationalgalerie in Berlin, Museen im Ausland und renommierte Kunstsammler erwarben seine Gemälde. Doch der Erfolg endete jäh. Hitlers Gefolgsleute stuften seinen Stil als „Entartete Kunst“ ein, ließen die Werke aus den Museen entfernen. Nach einem Malnachmittag in der Umgebung des Württembergs begegnete Schmidt den Schwestern Charlotte und der damals 16-jährigen Lore Scheef an der Rotenberger Steige. Eine Freundschaft zwischen der Familie Scheef und dem Künstler begann. Bei Fliegerangriffen wurden sein Atelier und seine Wohnung in der Innenstadt zerstört.
Schmidt, dem 1974 der Ehrendoktortitel verliehen wurde, zog ins Scheefs Haus, förderte das künstlerische Talent von Lore Scheef und lebte dort bis zu einem Tod am 13. August 1978.
Damit das Ansehen und die Erinnerung an den bedeutenden Vertreter der Stuttgarter Sezessionisten weiter wach bleibt, haben Freunde und Wegbegleiter sowie Lore Scheef einen Förderverein gegründet, mit dem Ziel, dass aus dem Scheefschen Haus eine Gedenkstätte für den „Maler vom Roten Berg“ wird.

Bild - Leonhard Schmidt - Foto: Huedig

Leonhard Schmidt starb vor 35 Jahren - Gedächtnishaus geplant

UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 13.8.2013: Leonhard Schmidt starb vor 35 Jahren

(mk) - Heute jährt sich der Todestag von Leonhard Schmidt. Der „Maler vom Roten Berg“ starb vor 35 Jahren. Er gilt als ein wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Um das Andenken an den großen Künstler zu bewahren, haben Lore Scheef und Kunstinteressierte vor drei Jahren einen Förderverein gegründet. Sie organisieren Ausstellungen und wollen das Haus der Familie Scheef, in dem Schmidt lange Jahre wirkte, als ein Gedächtnishaus erhalten.

L SchmidtNoch viele Untertürkheimer erinnern sich an die imposante Persönlichkeit. Die stattliche Erscheinung, die mit einem breitkrempligen, schwarzen Hut und meistens mit einer Fliege bekleidet durch Untertürkheim lief. Leonhard Schmidt, der als der „Maler vom Roten Berg“ in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Er lebte und wirkte bis zu seinem Tod am 13. August 1978 in Untertürkheim. Zu Lebzeiten, aber erst recht nach seinem Tod, wurde der Professor durch Ausstellungen gewürdigt. „Er gehört unumstritten zu den Großen der Stuttgarter Sezessionisten, doch seine Werke finden noch nicht die gebührende Beachtung“, meinte Heribert Sautter, der Leiter der Galerie der Stadt Fellbach, bei der sehenswerten Ausstellung über das umfangreiche Schaffenswerk des Künstlers. Damit das Ansehen und die Erinnerungen an den bedeutenden Vertreter der Neuen Sachlichkeit nicht in Vergessenheit geraten, haben Lore Scheef, Schülerin und Wegbegleiterin von Leonhard Schmidt, und Freunde des „Malers der Stille“ 2010 einen Förderverein gegründet. „Unsere Aufgabe ist es mit Kulturveranstaltungen und Ausstellungen das Wirken von Leonhard Schmidt wach zu halten“, sagt Barbara Nouruzi-Pur. Die erste Vorsitzende und ihre Stellvertreterin Margerita Goemann führen seit wenigen Monaten als frisches Vorsitzenden-Duo die Geschicke des Vereins. Ihr mittelfristiges Ziel ist es auch, das Scheef-Haus, in dem Leonhard Schmidt - und übrigens auch seine Schülerin Lore Scheef - über mehrere Jahrzehnte wirkten, als ein Leonhard-Schmidt-Gedächtnishaus zu erhalten.

Künstlerin Lore Scheef am 18.9.2017 gestorben

UZ 21.9.2017 Untertürkheim (ale) –
Die bekannte Untertürkheimer Künstlerin Lore Scheef ist im Alter von 94 Jahren gestorben.

Der wichtigste Moment im Leben der Wengertertochter war 1938 die Begegnung mit dem renommierten Kunstmaler Leonhard Schmidt. Schmidt, der von den Nazis geächtet wurde und nach Untertürkheim zog, erkannte schnell das Talent der damals 16-Jährigen und förderte sie. Scheef wurde seine Meisterschülerin.
In erster Linie malte sie fantastische Blumenbilder und bildete Landschaften stimmungsvoll ab. Zudem porträtierte sie Persönlichkeiten – oft in deren Kindertagen. Sie veranstaltete zahlreiche Ausstellungen und ihr Lebenswerk wurde mehrfach in Einzelshows gewürdigt. Ihre bilder wurden von einem Kritiker gar mit Gemälden von Edouard Manet verglichen. als eine ihrer Aufgaben sah Scheef in hohem Alter, das Vermächtnis ihres Lehrers zu bewahren. unter ihrer Mithilfe wurde der Leonhard-Schmidt-Förderverein gegründet, der zum Ziel hat, das Haus von Lore Scheef in eine Gedächtnisstätte für den renommierten Künstler umzuwandeln.
Die Beerdigung findet am Freitag, 22. September 2017, um 13 Uhr auf dem Friedhof Untertürkheim statt.

Lore Scheef

Lore Scheef

Einladung zur Vernissage von Frau Lore Scheef

Am Sonntag, den 3. März 2013,11:00 Uhr
im „Restaurant top air" am Stuttgarter Flughafen


Begrüßung
Herr Claus Wöllhaf
Frau Gisela Scheihing,
Vorsitzende des„Verein zur Förderung und Pflege
des Werkes von Leonhard Schmidt e.V."

Einführende Worte
Frau Irene Schmidt, Kunsthis.torikerin

Musikalische Begleitung
Frau Angela Pastor ( Violine )


Kulinarisch umrahmt durch „kleine Leckereien"
aus der top air Küche

Der Besuch bei der alten Dame

Claudia Leihenseder, 02.03.2013 11:00 Uhr Stuttgarter Zeitung 2.3.2013:
Scheef
Klaus Wöllhaf zeigt in seinem Restaurant Top Air am Flughafen Bilder
von Lore Scheef anlässlich ihres 90. Geburtstags. Foto: Enslin

Untertürkheim - Wer mit Lore Scheef über ihre Kunst und ihre Bilder sprechen will, spricht automatisch erst einmal über Leonhard Schmidt, ihren Lehrmeister, der lange Jahre mit ihr und ihrer Schwester Charlotte das Haus an der Württembergstraße 24 in Untertürkheim bewohnt hat. Dass Lore Scheefs Bilder nun vier Monate im Restaurant Top Air am Flughafen Stuttgart hängen, ist für die 90-Jährige zunächst nur eine Nebensache. Viel lieber führt sie den Gast direkt in die Räume, die Leonhard Schmidt bis zu seinem Tod 1978 bewohnt hat.

„Wir haben alles genauso gelassen und nichts verändert“, sagt Lore Scheef – bis auf ihr Bett, fügt sie entschuldigend hinzu, das nun in Leonhard Schmidts ehemaliger Wohnstube steht, weil sie nachts ein Sauerstoffgerät braucht. Aber alles andere sieht so aus, als ob Leonhard Schmidt nur kurz das Haus verlassen hätte: die Bücher im weißen Regal, die grünlichbeigen Sessel um einen kleinen runden Tisch, die silberne Stereoanlage im halbhohen Schrank – und natürlich seine vielen Bilder.

Über und über ist die Wand voll mit seinen Werken. „Wir haben sie kurz vor seinem Tod noch gemeinsam gehängt“, sagt Lore Scheef und ist dabei mächtig stolz auf ihren Lehrmeister, der ihr auch heute sehr viel bedeutet. Ihr gesamtes Haus ist voller Bilder von ihm und von ihr, und auch von ihrer Schwester gemalt.

„An dieser Stelle sind sich Leonhard und Charlotte begegnet“

Vor zwei Jahren hat sie den Verein zur Förderung und Pflege des Werkes von Leonhard Schmidt gegründet und organisiert immer wieder Ausstellungen von seinen und von ihren Werken.

Lore Scheef führt den Besuch ein Stockwerk tiefer und schaltet das Licht an. Eine nackte Glühbirne erhellt den Raum mit Blick auf Untertürkheim und Luginsland. An den Wänden entlang stehen ihre Gemälde. „Hier, an dieser Stelle, sind sich Leonhard und Charlotte begegnet“, sagt die alte Dame mit einem Glanz in den Augen und deutet auf zwei ihrer Bilder, die auf dem Boden stehen. Zu sehen ist die Rotenberger Steige, die auch heute noch Untertürkheim mit dem oberen Stadtteil verbindet.

Leonhard Schmidt kam vom Malen, damals 1938, und Charlotte, die Schwester von Lore Scheef, war von den eigenen Grundstücken am Berg auf dem Heimweg. Das war der Anfang der innigen Verbindung zwischen der Familie Scheef und dem Maler, der erst noch berühmt werden sollte. Lore Scheef war damals 16 Jahre alt. Schmidt animierte die Schwestern, selbst zu Block und Farbe zu greifen - und entdeckte zwei Talente. „Fotorealismus“: dieses Wort nimmt Lore Scheef in den Mund, um ihren eigenen Malstil zu beschreiben.

Die Bilder sind ihre „Kinder“

Der Begriff passt. Ihre Bilder zeigen ihre direkte Umgebung, und das mit einer großen Liebe zum Detail. Gemalt hat sie den Blick auf Rotenberg aus ihrem Badezimmerfenster, verhängt durch eine halbdurchsichtige Gardine. Gemalt hat sie auch die Häuser in ihrer Untertürkheimer Nachbarschaft, dazu Gärten und Blumen. Bei manchen Werken erkennt man den Lehrmeister Leonhard Schmidt, der immer wieder durchscheint, besonders bei den Winterbildern mit stilisierten Bäumen.

Lore Scheef zeigt auch noch zwei mit Bleistift gezeichnete Porträts, auf denen ein alter, schlafender Mann zu sehen ist. Sie zeigen Leonhard Schmidt. „Ich wurde gebeten ihn vor seinem Tod noch zu porträtieren“, erzählt sie dem Besuch. Auf diese Weise wurde ihr Talent in diesem Genre erst entdeckt. Nun treten ihre eigenen Bilder eine Reise an. Manche werden von der Ausstellung am Flughafen nicht wieder zurückkommen in die Württembergstraße. Nämlich dann, wenn sie einen Käufer finden. Lore Scheef ist hin und hergerissen. Am liebsten würde sie alle Bilder behalten. „Es sind meine Kinder“, sagt die rüstige Malerin. Sie wird sie dennoch verkaufen.

Lore Scheef
Einladung zum kulinarisch-kulturellen Abend


Am Samstag, den 9. März 2013,19:00 Uhr
im „restaurant top air" am Stuttgarter Flughafen


Vier Gänge Menü von Küchenchef Marco Akuzun
mit begleitenden Weinen vom Collegium Wirtemberg

Jakobsmuschel / Mortadella / Kartoffel / Apfel / Vanille
Taschenkrebs / Nudelblatt / Koriander / Jaipur Curry
Färsenfilet / Kerbelwurzel / Urkarotten / Lavendel /
Langer Pfeffer
Cassis / Guanaja Schokolade /Sekt / Veilchen

Kunst und Wein zum Gourmet Menü präsentiert
von Frau Lore Scheef und Martin Kurrle


Preis (inkl. Menü, Wein, Wasser und Kaffee) 98,00 €

Reservierung top air: Tel: 0711 / 9482137
E-Mail: info@restaurant-top-air.de

Meisterschülerin mit Liebe zur Natur

UNTERTüRKHEIM: UZ 7.11.2012
Malerin Lore Scheef feiert heute 90. Geburtstag - Vermächtnis von Leonhard Schmidt als Auftrag

(mk) - Lore Scheef feiert heute ihren 90. Geburtstag. Der wichtigste Moment in ihrem Leben war jedoch 1938, als sich die Wege des 16-jährigen Wengertermädchens mit jenem des Kunstmalers Leonhard Schmidt kreuzten. Sie wurde seine Meisterschülerin. Kunstkenner vergleichen ihre Landschafts- und Blumenbilder mit Manet. Die Künstlerin selbst stellt sich immer bescheiden in den Hintergrund. Sie sieht ihre Aufgaben darin, dass das Werk von Leonhard Schmidt nicht in Vergessenheit gerät.


Lore
Die Natur inspirierte Lore Scheef zu ihren viel beachteten Gemälden. Heute feiert die Meisterschülerin von Leonhard Schmidt den 90. Geburtstag. Foto: Kuhn

Lore Scheef wurde als jüngstes von sechs Kindern geboren. Als Nesthäkchen in einer typischen Untertürkheimer Wengerterfamilie. Sie besuchte die Handelsschule, machte eine Ausbildung, arbeitete erfolgreich als Sekretärin in einer Untertürkheimer Firma - der kaufmännische Weg schien geebnet. Die Begegnung mit Leonhard Schmidt und eine Krankheit in den Kriegsjahren stellten die Weichen anders. „Der Arzt verordnete mir leichte Arbeiten in frischer Luft und schlug mir die Malerei vor“, erinnert sich die Jubilarin an das Jahr 1944. Leonhard Schmidt nahm sie unter seine Fittiche. Lores Schwester Charlotte Scheef hatte den bekannten Kunstmaler 1938 bei einem Spaziergang kennengelernt, 1944 zog der Künstler, der von den Nazis geächtet wurde, nach Untertürkheim. Er entdeckte und förderte schnell das Talent Lore Scheefs. Die selbst heute noch leidenschaftliche Garten- und Pflanzenliebhaberin holt sich ihre Kraft und Inspiration aus der Natur. Sie malt fantastische Blumenbilder, bildet Landschaften ab, fängt Stimmungen ein und hat zudem Persönlichkeiten - oft in deren Kindertagen - porträtiert. Mehrfach beteiligte sie sich an Ausstellungen und ihr Lebenswerke wurde mehrfach in Einzelshows gewürdigt. Ihr Gemälde „Feldblumen in weißer Vase“ habe ein Kritiker sogar mit einem Gemälde von Edouard Manet verglichen, sagt sie bescheiden. Ihre Hauptaufgabe sieht die Künstlerin darin, das Vermächtnis ihres Lehrers zu bewahren. Das Werk von Leonhard Schmidt soll nicht in Vergessenheit geraten. Dafür kämpft sie auch noch mit 90 Jahren voller Elan. Heute, als Geburtstagskind, und dann Anfang 2013 steht jedoch sie im Mittelpunkt. Top-Gastronom Claus Wöllhaf, ein gebürtiger Untertürkheimer, wird im Januar im Flughafen-Restaurant „Top Air“ eine feine Ausstellung mit Werken von Lore Scheef ausrichten.

Die Erinnerung an Leonhard Schmidt bewahren

Artikel aus der Stuttgarter Zeitung/NECKAR vom 06.05.2011

Untertürkheim 6.5.2011 - Ein neuer Verein sucht weitere Mitglieder.
Heute Abendstellt er sich zum ersten Mal öffentlich vor.

Von Annina Baur

Die Weißenhofsiedlung, der Platz vor der Stuttgarter Oper und immer wieder Rotenberg, betrachtet aus unterschiedlichen Perspektiven: Nicht zu Unrecht ist Leonhard Schmidt auch als "der Maler vom Rotenberg" bekannt. Immer wieder zeichnete der in Backnang geborene Künstler den idyllischen Wengerterort sowie seine Bewohnerinnen und Bewohner. Auf dem Weg von Untertürkheim nach Rotenberg traf er im Jahr 1938 Charlotte Scheef. Die Begegnung mit der Wengerterstochter war schicksalhaft. Nachdem Schmidts Wohnung im Stuttgarter Norden und sein Atelier im Stuttgarter Osten im Zweiten Weltkrieg ausgebombt worden waren, fand der Künstler bei der Familie Scheef in Untertürkheim Unterschlupf - und blieb dort bis zu seinem Tod.

Die Schwestern Charlotte und Lore Scheef ließen Schmidt in ihrem Haus wohnen und ermöglichten dem Künstler die freie Entfaltung seiner künstlerischen Fähigkeiten. Bis heute lebt Lore Scheef in dem Haus in der Württembergstraße, das einem kleinen Museum gleicht: Es finden sich dort nicht nur viele Gemälde von Leonhard Schmidt. Auch sein ästhetisches Empfinden spiegelt sich in dem in Rosatönen gehaltenen Ess- und dem in hellen Grüntönen eingerichteten Wohnzimmer wieder. Doch Lore Scheef, die nicht nur Vertraute, sondern auch Schülerin des Malers war, will mehr tun, um die Erinnerung an den Künstler zu bewahren. Zusammen mit sechs weiteren Liebhabern hat sie deshalb den "Verein zur Förderung und Pflege des Werks von Leonhard Schmidt" gegründet. Im November des vergangenen Jahres war die Gründungsversammlung, im Februar ist der Verein ins Vereinsregister eingetragen worden. "Es war nicht einfach, sieben Gründungsmitglieder zu finden, die bereit sind, etwas zu tun und Verantwortung zu übernehmen", sagt der Vereinsvorsitzende Bernd Kuhn.

Nun aber habe man eine gute Truppe zusammen, um sich den eigentlichen Zielen zu widmen: "Wir wollen unter anderem Ausstellungen im ganzen Bundesgebiet und im Ausland anstoßen und versuchen, eine Monografie sowie ein Werksverzeichnis zu erstellen." All das könnten die derzeit sieben Vereinsmitglieder freilich nicht alleine stemmen. Heute Abend stellt sich der Verein aus diesem Grund in der Gaststätte Luginsland der Öffentlichkeit vor. Kuhn hofft, sowohl neue Mitglieder zu gewinnen als auch einen mindestens dreiköpfigen Beirat aus fachkundigen Menschen bilden zu können, der dem Verein in der Zukunft mit Rat und Tat zu Seite steht.

  • Informationen über den Verein gibt es unter Telefon 0170-5045818

Verein zur Förderung und Pflege des Werkes von Leonhard Schmidt e.V.
Württembergstraße 24 -70327 Stuttgart


 1. Vorstand:Barbara Nouruzi-Pur 
 2. Vorstand: Margarita Goemann
 Kassier: Stefan Taschke


Spendenkonto bei Volksbank am Württemberg eG
IBAN DE33 6006 0396 0077 5770 00 BIC GENODES1UTV

Verein-Mitgliedsbeitrag jährlich: 45 € (Spende, steuerlich absetzbar), die Gemeinützigkeit ist anerkannt

Mitgliedsbeitrittserklärung hier downloaden - ausfüllen und per Post senden an:
Stefan Taschke, Gögelbachstr. 31, 70327 Stuttgart

Schätze eines großen Künstlers wahren
Neu gegründeter Verein zur Förderung des Werks von Leonhard Schmidt
hat Gedächtnishaus als langfristiges Ziel

Förderverein

UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG vom 5.2.2011:
(mk) - Er ist als „Maler vom Roten Berg“ in die Kunstgeschichte eingegangen: Leonhard Schmidt, der bis zu seinem Tod im August 1978 in Untertürkheim lebte und wirkte. In einer viel beachteten Ausstellung in der Galerie der Stadt Fellbach wurde sein Schaffen gewürdigt. Damit der Künstler und seine Werke nicht in Vergessenheit geraten, hat sich ein Förderverein gegründet.




Am Ende der tollen Leonhard- Schmidt-Ausstellung prosten sich Hilde Stühlinger, Lore Scheef, Bernd Kuhn und Gisela Scheihing (von links) vom Förderverein zu.



„Er gehört unumstritten zu den Großen der Stuttgarter Sezessionisten, doch seine Werke finden noch nicht die gebührende Beachtung“, sagt Heribert Sautter, der Leiter der Galerie der Stadt Fellbach. Von November bis vor wenigen Tagen stellte die renommierte Galerie das Schaffen des Untertürkheimer Malers aus. Lore Scheef, Schülerin und Wegbegleiterin von Leonhard Schmidt, sowie Freunde und Sammler des Untertürkheimer Malers hatten viele Gemälde für die Ausstellung zur Verfügung gestellt, um das Lebenswerk des Künstlers darzustellen. Wer die Persönlichkeit mit dem großen, breitkrempigen Hut und der Fliege nicht mehr selbst kennenlernte, konnte sich im Kellergeschoss der Galerie einen Eindruck von ihm machen. Dort lief ein Filmbeitrag, den der damalige SDR im Untertürkheimer Atelier aufgenommen und dann auch ausgestrahlt hatte. „Eine Werkschau, die man in dieser Gemeinsamkeit nicht mehr so schnell anschauen kann“, sagt Lore Scheef.

Bei der Finissage vor wenigen Tagen war deswegen sogar Ottfried Fischer, der „Bulle von Tölz“, unter den Kunstinteressierten. Der Fellbacher Bernd Kuhn nutzte die letzten Stunden der Ausstellung, um die Besucher auf den neu gegründeten „Verein zur Förderung und Pflege des Werkes von Leonhard Schmidt“ hinzuweisen. Was etliche Kunstfreunde schon lange angestrebt hatten, wurde im Januar wahr. Das Finanzamt Stuttgart erkannte die Gemeinnützigkeit des Fördervereins an. „Vor wenigen Tagen haben wir den Eintrag ins Vereinsregister beantragt“, sagt Gisela Scheihing, die zweite Vorsitzende des Vereins. Der Verein hat sich die Pflege und Förderung des Werkes von Leonhard Schmidt zur Aufgabe gemacht. „Der Bestand an Kunstwerken ist so groß. Das ruft danach, dass zunächst ein Werksverzeichnis aufgestellt wird“, sagt Sautter. Der Kunstexperte will sich dafür einsetzen, dass dieses Verzeichnis beispielsweise im Rahmen einer Doktorarbeit erstellt wird. „Da sich im Haus und Atelier wenig verändert hat und Frau Scheef das Andenken sorgsam pflegte und beisammen hielt, findet der Promotionswillige ein Paradies vor“, so Sautter. Das langfristige Ziel, so Scheef, sei es, die Wirkungsstätte als ein Gedächtnishaus zu etablieren. Informationen über den Verein gibt es unter Telefon 0170-5045818

Ausstellung über Leonhard Schmidt in Fellbach 11.11. bis 23. Januar 2011

Schmidt 1926Das Bild „Jüngling“ von Leonhard Schmidt stammt aus dem Jahr 1926.

Untertürkheimer Zeitung vom 3.11.2010

Fellbach (red) - Der Maler Leonhard Schmidt (1892-1867) zählte zu den Stuttgarter Sezessionisten der ersten Stunde. In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Fellbach zeigt das Kulturamt der Stadt einen repräsentativen Querschnitt des zu Unrecht kaum bekannten Werks des Künstlers, der 1978 in Untertürkheim gestorben ist.

Die Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 11. November, um 19 Uhr in der Galerie der Stadt Fellbach. Marktplatz 4, 70734 Fellbach - In Räumen direkt im Rathauskomplex präsentiert die Galerie der Stadt Fellbach auf zwei Stockwerken und 250 m².

Öffnungszeiten: Di – Fr 16 – 19 Uhr, Sa und So 14 – 18 Uhr

Die Einführung hält Nikolai B. ForstbauerSchmidt
(Ressortleiter Kultur der Stuttgarter Nachrichten).

 

1892 in Backnang geboren absolvierte Leonhard Schmidt eine Malerlehre, die er mit 17 Jahren als Malergeselle beendete. Nach seinem Kriegsdienst studierte er durch Vermittlung der Schweizer Malerin Ottilie Roederstein an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei den Professoren Robert Breyer und Heinrich Altherr. Leonhard Schmidt erregte bereits während der Studienzeit die Aufmerksamkeit des Kunstsammlers Otto Borst, auch die Staatsgalerie kaufte Bilder. Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten freischaffender Künstler wurde er während des Dritten Reichs als entartet in seiner Arbeit behindert. Nach dem Krieg schuf er ein beachtliches Spätwerk.

http://www.cannstatter-zeitung.de/lokales/cannstatt/Artikel623470.cfm

 

Betrachter versinken in einer Welt der Stille

Fellbacher Zeitung vom 13.11.2010

Ein wahres Kleinod hat die Galerie der Stadt Fellbach mit Bildern von Leonhard Schmidt ans Licht gebracht.

Von Brigitte Hess
So voll war es bei einer Ausstellungseröffnung in der städtischen Galerie selten. Dabei waren schon größere und strahlendere Namen hier vertreten. Sogar der stellvertretende Leiter des Kulturamts und promovierte Kunsthistoriker Heribert Sautter musste zugeben: „Leonhard Schmidt war mir nicht bekannt, und nun bin ich völlig überwältigt von dem Schatz, den wir gehoben haben“.

Auf Anregung des Kunstvereinsmitglieds Bernd Kuhn befasste sich das Kulturamt mit dem 1892 in Backnang geborenen Künstler, der fast lebenslang in Untertürkheim wohnte. Alleine die Staatsgalerie hat mehr als 20 Werke von ihm angekauft – aber alle lagern im Depot.

„Eine einmalige Konstellation, wir können hier nie gezeigte Skizzen und Studien ausstellen; vieles über Werk und Leben von Schmidt ist noch gar nicht erforscht, es ist, wie wenn man eine Pyramide ausgräbt“, sagte Sautter fasziniert. Und faszinierend sind sie wirklich, die Bilder Schmidts. Ihr magischer Realismus zieht den Betrachter in eine Welt der Stille, ja, des angehaltenen Atems.

Schmidt - Foto: Hess
„Poesie im Lakonischen“ stellen die Bilder von Leonhardt Schmidt dar. Foto: Brigitte Hess

Wie aus der Zeit gerückt sind seine Plätze, Straßen und Parks, paradiesische Orte, nicht ganz von dieser Welt. Auch die Menschen, die sie zu bevölkern scheinen: keine realen Figuren. Ein wenig erinnern sie an japanische Geishas; fast immer bewegungslos stehen sie wie dekorative Randerscheinungen vor Häusern und unter Bäumen. Wie ein kleiner, behütender Schutzschild schwebt stets eine Art Schirm, manchmal auch ganz real ein Hut, über ihren Köpfen.

„Poesie im Lakonischen“ nannte Nicolai B. Forstbauer, Ressortleiter Kultur bei den Stuttgarter Nachrichten, in seiner Einführungsrede die Wirkung der Bilder und attestierte ihnen „bei aller Reduktion eine eigentümliche Wärme“. In der Ausstellung ist im unteren Stockwerk das Frühwerk Schmidts in zahlreichen Portraits vertreten, in der NS-Zeit galt seine Kunst als entartet. Sein Spätwerk ab den 50er Jahren nimmt den Hauptteil der Ausstellung ein. Klare Linien, warme, erdige Farben und schlichte, schnörkellose Formen verströmen eine fast meditative Stimmung. Sehenswert!

Ausstellung von Lore Scheef in Fellbach ab 11.11. bis 5. Dezember 2010Lore Scheef

Ausstellung der Öl- und Pastellbilder von Lore Scheef aus Untertürkheim, der Wegbegleiterin und Bewahrerin des Malers Leonhard Schmidt.
ScheefVernissage Freitag, 12.Nov., 18:30 Uhr, Musikschule Fellbach.

Vertraute Impressionen

Ausstellung im Foyer der Musikschule mit Bildern der Schü̈lerin und Weggefährtin des 1978 verstorbenen Stuttgarter Malers Leonhard Schmidt, dessen Werke gleichzeitig in der Galerie der Stadt Fellbach im Rahmen einer Retrospektive zu sehen sind. Die Ausstellung kann wochentags zu den üblichen Öffnungszeiten der Musikschule Fellbach besucht werden. Mo bis Mi 8-12 und 14-16:30 - Do 8-12 und 14-18 - Fr 8-12 Uhr.

Musikschule Fellbach - Untere Schwabstraße 51 -
70734 Fellbach - direkt hinter der Schwabenlandhalle

Veranstalter:
Kunstverein Fellbach e.V.
Tel: 0711/5719293
Webseite: www.kunstverein-fellbach.de

Gemälde, die Geschichten erzählen

Untertürkheimer Zeitung 8.12.2010
Bilder der vergangenen 25 Jahre von Lore Scheef werden in der Fellbacher Musikschule ausgestellt

(mk) – Lange war es still geworden um Leonhard Schmidt, den bekannten, 1978 verstorbenen Stuttgarter Maler, und um seine Schülerin und Wegbegleiterin Lore Scheef. vielleicht ist es kein Zufall, dass gerade jetzt, wo Unterführungen, Bäume und die Natur wieder an Wert gewinnen, den beiden Untertürkheimern zwei Ausstellungen gewidmet sind.

Die Galerie der Stadt Fellbach zeigt eine Retroperspektive von Leonhard Schmidt, dem Vertreter der neuen Sachlichkeit, der oft in einem Atemzug mit Otto Dix genannt wird. nur einige Schritte entfernt, im Foyer der Fellbacher Musikschule, werden 25 Werke von Lore Scheef ausgestellt.

„Sie bilden einen kleinen, repräsentativen Ausschnitt aus meinem Werk“, sagt die Untertürkheimer Künstlerin. Wegen einer Augenkrankheit musste die Wengerterstochter ihre Leidenschaft, die Malerei, aufgeben. Das Feuer für die Kunst und für die Natur hat sich die agile 88-Jährige bewahrt. Der Besuch mit ihr in „ihrer“ Ausstellung „Vertraute Impressionen“ ist auch eine Zeitreise durch die letzten 25 Jahre ihres Schaffens.

Jedes ihrer Gemälde erzählt eine Geschichte und Scheef hat kein Detail vergessen. Das Bild „Feldblumen in weißer Vase“ habe ein Kritiker mit einem Gemälde von Édouard Manet verglichen, sagt sie nicht ohne Stolz. Das Ölbild mit den Wiesenblumen, deren Duft man zu riechen glaubt, ist ein gutes Beispiel für Scheefs Vorgehensweise. Aus einer Vielzahl von Beobachtungen organisiert und komponiert sie ihr Werk,
ein vollendetes Bild.

Das Gemälde ist gleichzeitig eine Hommage an Leonhard Schmidt. Denn der blühende Strauß steht vor einem Wald, der an seine Gemälde erinnert. Seit seinem Tod wahrt Scheef unermüdlich die Erinnerung an das Schaffen des großen Künstlers. ein Förderverein, der ein Leonhard-Schmidt-Gedächtnishaus zum Ziel hat, ist in der Gründung begriffen. Wenngleich es in manchen der ausgestellten Bilder immer wieder Anklänge an ihren Lehrer gibt, wie bei dem Gemälde „Weißer Weihnachtsstern vor Wandbild“, hat Scheef sich doch einen eigenen Stil erarbeitet.

Lore Scheef
Lore Scheefs Bild „Feldblumen in weißer Vase“ wurde von einem
Kunstkritiker mit einem Gemälde von Édouard Manet verglichen. Foto: Kuhn

Die Natur regte sie zu faszinierenden Motiven an. „Dabei musste ich nicht weit reisen. Die Schönheit liegt so nah“, sagt sie. in Pastellfarben hat sie die Weinlandschaft rund um den Rotenberger Schlossberg mit der Grabkapelle gemalt – bei Schneeschmelze und im Hochsommer. Der Betrachter scheint den erfrischenden Luftzug zu spüren. Das Bild lebt.

Tagelang sei sie unweit des Mönchbergs gestanden. Für das plastisch gezeichnete Rebblatt im Vordergrund – nur eine kleine Einzelheit – habe sie fast einen Tag benötigt. Diese Detailtreue, mit der sie auch die gewittrige Stimmung im Triptychon vom Aglishardter Hof auf der Alb einfängt, oder die Sorgfalt in den Pastellwerken von der Rotenberger Steige merkt der Betrachter. Kunstkenner haben sie deswegen als „Anwältin der Natur“ bezeichnet. Die sehenswerte Ausstellung in der Fellbacher Musikschule hinter der Schwabenlandhalle wurde verlängert. Die Werke sind noch bis 13. Dezember zu den Öffnungszeiten der Schule zu sehen.

Fotos von der Vernissage im Foyer der Musikschule

ScheefScheef
KuhnScheefScheef
Bernd Kuhn - Musikschüler - Lore Scheef
ScheefScheef
Vernissage im Foyer der Musikschule - Fotos:Enslin

Landschaften mit eigenem Zauber

ScheefFellbacher Zeitung 10.11.2010
Fellbach - Die Untertürkheimer Malerin Lore Scheef liebt die Natur und bildet sie in Pastell ab.

Von Eva Herschmann
Die grauhaarige Dame geht zielstrebig auf das Bild zu, das eine Vase mit einem Strauß aus Sonnenhut vor einem geöffneten Fenster zeigt. „Es hängt schief“, sagt Lore Scheef. Die 88-jährige Malerin ist gekommen, um die Aufhängung ihrer Bilder in der Musikschule persönlich zu überwachen. Landschaften und Blumen sind als Motive in der Ausstellung „Vertraute Impressionen“ zu sehen, die der Kunstverein organisiert hat. Die Vernissage ist am Freitag, 12. November.

Bis zum 5. Dezember sind rund 25 Pastelle von Lore Scheef im Erdgeschoss zu sehen. Parallel dazu zeigt die Stadt eine Retrospektivemit Werken von Leonhard Schmidt, der ihr Lehrer, Förderer und Mentor war. Die Bilder der einzigen Schülerin von Leonhard Schmidt, die in Fellbach gezeigt werden, sind in den Jahren 1980 bis 2005 entstanden. Seit fünf Jahren kann Lore Scheef, eine Wengertertochter aus Untertürkheim, nicht mehr malen. Sie leidet an einer Augenkrankheit. Für die Künstlerin, die ein Blick durchs Fenster zum Malen inspirieren konnte, bedeutete der Verlust der Sehkraft auch den Abschied vom Pinsel.

Lore Scheef ist eine Untertürkheimer Wengertertochter. Foto: Eva Herschmann

Lore Scheef wurde von der Natur zu den schönsten Werken angeregt. Die Landschaft rundum Untertürkheim, der Rotenberg, die Schwäbische Alb hat sie in Pastell festgehalten. Mit allen Malutensilien bepackt, hat sie an Ort und Stelle die Schönheiten der Landschaften bis ins Detail festgehalten. Lore Scheef muss sehen, was sie malt. Sie kennt sich aus mit dem höchsten Stand des Lichts und den Schlagschatten, und dass der größten Schönheit Dauer und Vergänglichkeit innewohnen. „Wenn ich Sträuße gemalt habe, musste ich ständig neue Blumen reinstecken, weil die meist nicht so lange gehalten haben.“

Lore Scheef war Wegbegleiterin von Leonhard Schmidt und wurde zur Bewahrerin seines Schaffens. Sie hat stets zum „Meister“, wie sie ihn ehrfurchtsvoll nennt, aufgeblickt, der zu den Stuttgarter Sezessionisten der ersten Stunde gehörte, einer Gruppe von Malern und Bildhauern, die sich 1923 vom Künstlerbund Stuttgart wegen dessen veralteten Führungsstils und seiner konservativen Kunstpolitik abspaltete. In den Stunden vor seinem Tod 1978 hat die Schülerin den Meister porträtiert. Der Abschied von Leonhard Schmidt wurde zugleich der Beginn einer neuen künstlerischen Schaffensperiode. Die ausdrucksstarken Porträts von Lore Scheef werden in Fellbach nicht zu sehen sein. Bernd Kuhn, beim Kunstverein für Ausstellungen verantwortlich, wollte die Schau in der Musikschule rein den „vertrauten Impressionen“, den realistischen, aber mit eigenem Zauber behafteten Landschafts- und Blumengemälden der 88-Jährigen widmen.

Info: Die Vernissage findet am Freitag, 12. November, 18.30 Uhr, statt. Die Ausstellung kann bis 13.12.2010 wochentags zu den Öffnungszeiten der Musikschule, Untere Schwabstraße 51, besucht werden.

Ein Haus für eine Bilderwelt

Stuttgarter Wochenblatt vom 30.10.2008

kaa - Lore Scheef hat ein Lebensziel: Sie möchte das Werk des Malers Leonhard Schmidt zusammenhalten und dafür sorgen, dass es auch für kommende Generationen zugänglich bleibt. Dafür kämpft die 86-Jährige schon seit vielen Jahren, unermüdlich und mit großer Verehrung für den Künstler, mit dem sie mehr als 30 Jahre unter einem Dach wohnte.

ScheefUNTERTÜRKHEIM - Lore Scheef ist von Leonhard Schmidt umgeben. Zumindest von seinen Werken: Seine Bilder hängen an den Wänden ihres Hauses und stehen auf dem Boden, seine Zeichnungen sind in Kartons gesammelt. Die "Perlen" unter den Gemälden hätte sie längst verkaufen können, aber daran hat die lebhafte 86-Jährige kein Interesse. Sie will das Werk zusammenhalten, am liebsten in einer Art Gedächtnishaus, in dem die Bilder auch dann gesehen werden können, wenn sie selbst einmal nicht mehr ist.

Zu seinen Lebzeiten fand Leonhard Schmidt Anerkennung und Würdigung, er verkaufte Bilder, stellte in großen Städten aus, unter anderem in der Berliner Nationalgalerie. Die Staatsgalerie Stuttgart würdigte ihn und kaufte immer wieder Werke.

Lore Scheef weiß zu jedem Bild von Leonhard Schmidt eine Geschichte zu erzählen. Sie kämpft unermüdlich für das Andenken des Malers. - Foto: Karin Ait Atmane

Zwei seiner Bilder musste sie 1937 aus den Ausstellungsräumen entfernen, weil sie als "entartet" eingestuft waren. Später wurde Leonhard Schmidt in den Landeskünstlerbund berufen und bekam Auszeichnungen. Man kann nur darüber spekulieren, warum der 1978 verstorbene Künstler inzwischen weitgehend in Vergessenheit geraten ist: Weil er zu schwäbisch, zu eigen war? Weil er in keine Schublade passt? Wie auch immer: Lore Scheef kämpft gegen das Vergessen. In drei dicken, gebundenen Alben hat sie das gesamte Werk des Malers dokumentiert, vom ersten Porträt bis hin zu späten Werken. Porträts und Landschaftsbilder - auch zahlreiche Stadtlandschaften waren seine Schwerpunkte, aber Leonhard Schmidt bildete nicht einfach ab. Er vereinfachte, stilisierte und vermittelte damit, dass den Dingen etwas Tieferes, eine Magie innewohnt.

"Da sieht man seine starke Reduzierung aufs Wesentliche", sagt Lore Scheef bei einer verschneiten Straßenlandschaft. Durch Naturbetrachtung "wurde die Kraft in seinen Bildern immer mehr gesteigert". Die 86-Jährige kann zu jedem einzelnen Bild etwas erzählen - wie es entstand, was daraus wurde, was es mit den abgebildeten Menschen auf sich hat oder auch mit jenen, die es kauften. Sie erzählt von Leonhard Schmidts Kindheit, seinen Wanderjahren, seiner Entdeckung durch eine Schweizer Künstlerin. Ihr phänomenales Gedächtnis sprudelt: Nicht Stunden oder Tage, Wochen könnte die alte Dame mit ihrem Wissen füllen. Von 1944 bis zu seinem Tod lebten Scheef und ihre verstorbene Schwester Charlotte mit Leonhard Schmidt unter einem Dach.

Die Schwester war dem Künstler 1938 in den Weinbergen begegnet; er bat, sie malen zu dürfen. Daraus entwickelte sich eine Beziehung. Auch Lore Scheef, die selbst künstlerisch begabt war und durch Schmidt zur Malerei fand - sie hat mehrere große Ausstellungen gehabt - war ihm innig verbunden: "Das war eine Seelenverwandtschaft." Als Schmidt 1944 zum wiederholten Mal ausgebombt wurde, kam er bei der Wengerterfamilie Scheef unter. Und als diese 1951 ihr Haus baute, war er aktiv dabei. "Er hat den Neubau gestrichen, da hat er alle Malerarbeiten mit mir gemacht", sagt seine Schülerin. Hier, in einem Zimmer unterm Dach, lebte Schmidt bis zu seinem Tod.

Lore Scheef hat ihn zum letzten Mal auf dem Sterbebett gezeichnet. Insgesamt 59 Jahre hat Leonhardt Schmidt in Stuttgart gelebt und die Stadt in unzähligen Bildern verewigt. Schon deshalb würde ihm hier ein Ehrenplatz gebühren, findet die Hüterin seines Nachlasses. Nicht zuletzt durch ihren Einsatz gab es zwei große Leonhard-Schmidt-Retrospektiven: Die eine 2001 in der Städtischen Galerie Böblingen, die andere 2005 in Balingen. "Das war grandios", sagt Lore Scheef und freut sich über eine Anfrage, die sie jüngst von der Galerie der Stadt Fellbach bekam. Am wichtigsten wäre ihr aber, ein Gedächtnishaus für Schmidt zu sichern. Dafür setzt sie sich seit langem ein. Ein Haus ist da, Bilder sind da. "Bis jetzt komme ich für alles auf - aber nach mir gibt es kein Kapital", sagt sie. Immerhin, ein paar "Verbündete" hat sie. Und eins ist sicher: Lore Scheef wird nicht aufhören zu kämpfen. kaa

Von seinen Bildern geht eine meditative Kraft aus

Datum: 20.02.2006 Backnanger Kreiszeitung

Backnang:
Leonhard Schmidt, dem bedeutenden Vertreter der Neuen Sachlichkeit und Sohn der Stadt Backnang, ist eine Ausstellung in der Galerie des Heimat- und Kunstvereins im Helferhaus gewidmet. Unter großer Publikumsresonanz wurde die Werkschau gestern eröffnet.

VON INGRID KNACK

Wegen seines zurückhaltenden Wesens wurde Schmidt auch "Der Stille im Lande" genannt. Seine Bilder besitzen meditativen Charakter, sind kühl und sachlich. Der Künstler selbst sagte einmal über seinen Malstil: "Der andächtige, tiefe, ernste und fromme Maler, dem die Welt heilig ist, malt die Menschen und die Landschaften mit innerer Andacht." Leonhard Schmidt verehrte Meister wie da Vinci, Michelangelo und Dürer. Auch beschäftigte er sich mit der ostasiatischen Philosophie, den großen Weltreligionen und der klassischen Literatur. All das lässt sich aus seinen eindrucksvollen Bildern herauslesen.

Leonhard Schmidt wurde am 19. Januar 1892 als erstes von fünf Kindern in Backnang geboren. Sein Vater war Schuhmacher. 1905 starb seine Mutter. Ein Jahr später begann er seine Lehrzeit bei einem Dekorationsmaler in Backnang. 1909 legte Schmidt seine Gesellenprüfung als Maler ab, danach arbeitete er als Malergehilfe in Unterweissach. Nach sechs Monaten musste er dort wegen Mangels an Aufträgen aufhören. Der Backnanger fing an, Bilder zu malen. Sein Geld verdiente er eine Zeit lang als Malergehilfe auf Wanderschaft. Mit zu verdanken ist es der Schweizer Malerin Ottilie W. Roederstein, dass Leonhard Schmidt an der Stuttgarter Kunstakademie aufgenommen wurde. Dort studierte er bei den Professoren Robert Breyer und Heinrich Altherr. Kunstsammler Hugo Borst und die Staatsgalerie Stuttgart kauften Werke von ihm an. 1920 heiratete Schmidt Martha Holz. 1923 nahm er an der ersten Ausstellung der Stuttgarter Sezession teil, er erhielt sogar einen eigenen Raum. 1937 wurden die Gemälde "Häuser am Weißenhof" aus dem Jahr 1929 und "Rotes Haus", eine Winterlandschaft aus dem Jahr 1926, als "entartet" aus der Staatsgalerie Stuttgart entfernt.

1938 begegnete der Künstler der Weingärtnertochter Charlotte Scheef in Stuttgart-Untertürkheim. Die jüngere Schwester Lore wurde seine Schülerin. Lore Scheef übernahm später auch die Aufgabe, Schmidts Nachlass zu verwalten.

Lore Scheef 1943 wurde die Wohnung Schmidts in der Stuttgarter Panoramastraße durch Bombenangriffe zerstört. Es folgte die Evakuierung der Familie auf die Schwäbische Alb. Schmidt selbst aber blieb in Stuttgart und bezog in der Panoramastraße ein Zimmer. Doch auch dieses und sein Atelier am Urbansplatz wurden durch Bomben zerstört, bedeutende Frühwerke gingen so für immer und ewig verloren. Schmidt wurde von Familie Scheef in Untertürkheim aufgenommen. 1952 zog seine Ehefrau Martha mit den beiden Töchtern nach Allmersbach. 1970 erhielt der Maler das Verdienstkreuz 1. Klasse. 1974 bekam er den Professorentitel verliehen, 1975 wurde er zum Ehrenmitglied des Künstlerbundes Baden- Württemberg ernannt. Am 13. August 1978 starb Leonhard Schmidt im Alter von 86 Jahren in Untertürkheim.

Lore Scheef - Foto: BKZ-online

21.02.2006 Backnanger Kreiszeitung

Präzise Beobachtungsgabe und Zurückhaltung

Backnang 21.02.2006

Über ein volles Haus konnte sich Heimat- und Kunstvereinsvorsitzender Ernst Hövelborn bei der Vernissage im Helferhaus freuen. Eine große Wertschätzung, die dem "berühmten Sohn der Stadt" Leonhard Schmidt seitens der Kunstinteressierten zuteil wurde.

Leonhard Schmidt Foto: BKZ-online Die Ausstellung "Malerei und Grafik" würdigt den 1892 in Backnang geborenen Künstler mit einem repräsentativen Querschnitt aus dessen Gesamtwerk.

VON HEIDRUN GEHRKE

"Kommt mir irgendwie bekannt vor." Die Stadtansicht kennt man. Die Kirche hat man schon mal gesehen. Wenn auch nicht aus der Perspektive, die Leonhard Schmidt zu seinem Winterbild inspirierte, das sich im Besitz der städtischen Kunstsammlung befindet. "Auch schon gesehen? Da hinten hängt das eingebettete Weissach?" Viele Besucher machen Bekanntschaft mit dem von Einführungsredner Dr. Wolfgang Uhlig erwähnten Wiedererkennungswert. "Die Schönheit und Eigenart der Heimat werden im Gemälde wahrgenommen." Der Ebnisee, eine Waldwiese, Blick auf Steinbach, eine Szene in Unterweissach oder der Mühlenbach fallen sofort ins Auge. Auf einer Stadtansicht aus dem Jahr 1929 rückt der Künstler die Gerberstadt von ihrer "Schokoladenseite" ins Bild. Das Ölbild verdeutlicht, in welchem Maße die Kombination aus kuschliger verwinkelter Altstadt und dem sich hindurchschlängelnden Fluss schon immer prägend für das Flair der Stadt war. Kleine Quadrate, Rechtecke und Dreiecksformen der Gebäude mit ihren Giebeln stehen in Kontrast zu den geschwungenen und weich fließenden Flächen des Murrufers. Auf dem Bild wird dem Betrachter der für Backnang spezifische Aspekt mit delikat gesetzten Pastelltönen vor Augen geführt. Uhlig vergleicht das Bild mit Musik: "Leonhard Schmidt braucht kein großes imposantes Orchester, ihm genügen wenige Instrumente, um mit Farben und Pinsel Musik für die Augen erklingen zu lassen." Optische Kammermusik, die laut Uhlig "das Unsichtbare im Sichtbaren erlebbar macht".

Mit der dünnen Membran zwischen dem nach innen Gekehrten und der Wiedergabe äußerer Realitäten scheint sich Schmidt auch in anderen Arbeiten auseinander gesetzt zu haben. Auf einem Selbstbildnis stellt er sich in einem dunklen Sakko dar, mit roter Weste, weißem Hemd und schwarzer Fliege vor einem grauen ruhigen Hintergrund.

Der Betrachter konzentriert sich ganz auf das ihn direkt ins Visier nehmende bleiche Gesicht des Malers. Die großen ausdrucksvollen Augen sind ins Äußere, direkt auf den Betrachter gerichtet, doch der Blick des Künstlers scheint nach innen zu führen. "Ein ähnliches Gemälde hat Lore Scheef, die Schmidts Nachlass verwaltet, für die Backnanger Ausstellung ausgewählt. Es zeigt in weit schwingenden Flächen bei gedämpfter reduzierter Farbigkeit den verinnerlichten Blick, aus dem die seelische Gestimmtheit des Künstlers ablesbar ist. Wenn er Landschaften malte, griff Schmidt mit sicherem Gespür für das Wesentliche die wichtigen Merkmale heraus. Menschen, die sommers unter Bäumen in den Gartenanlagen beim Landtag spazieren gehen oder bei Schneefall im winterlichstillen Park wie bewegungslose Eisskulpturen zu verharren scheinen. Eine harmonische Verschmelzung der eigentlich alles andere als harmonischen Liasion zwischen Mensch und Stadtlandschaft.

Motive bieten Schmidt Fachwerkhäuser, belebte Gassen oder eine Dorfstraße im Winter. Ungestört durch äußere Einflüsse, mit feinem Gespür und naiv unverstelltem Blick, versenkt er sich in seine eigene Bildwelt, in der sich für Hövelborn "präzise Beobachtungsgabe und expressive Innerlichkeit" verbinden.

 
750 Jahre Stadt Balingen - 23. Juni 2005 20.00 Uhr - Zehntscheuer Balingen
aus http://www.balingen.de/broschueren/balingen_750_jahre.pdf

Vernissage „Leonhard Schmidt – Portraits und Landschaften“

Das Werk des 1892 in Backnang geborenen Künstlers Leonhard Schmidt gedieh weitgehend im Verborgenen, fernab vom lauten Kunstbetrieb. Zwar zählte der Künstler zu den Stuttgarter Sezessionisten der ersten Stunde und wurde bei der ersten Ausstellung im Jahr 1923 mit einem eigenen Raum geehrt, dennoch gehörte er zu den großen Außenseitern, deren Kunst sich in der Versenkung und Stille entwickelte. Charakteristisch für Schmidts individuelle, beharrlich entwickelte Arbeiten ist das Statuarische der Bäume, die Monochromie und Einsamkeit der Landschaft und der meditative Ausdruck seiner Portraits. Leonhardt Schmidt starb 1978 im Alter von 86 Jahren in Stuttgart-Untertürkheim.

Ausstellungsdauer: 18. 6.- 25. 9. 2005 Zehntscheuer Balingen

Leonhard Schmidt zu Ehren
Stuttgarter Nachrichten 21.9.2005

Wenn Töne Farben werden

Nur mehr Linien sind die Bäume, den Raum strukturierend, Raum formulierend für jene Rückenfiguren, die doch selbst mehr Farbform denn Körper sind. Sparsam ist die Farbe gesetzt - und doch klingen die Schritte der Menschen und das Rauschen und Pfeifen des Windes im Park nach. In der Reduktion erreichte der 1978 gestorbene Stuttgarter Maler Leonhard Schmidt eine singuläre Position im Südwesten - diese zu bestätigen, scheint jedoch immer schwieriger.

VON NIKOLAI B. FORSTBAUER
L SchmidtEng war es im kleinen Haus der Familie Scheef im Weinbauort Stuttgart-Untertürkheim. Voll gestellt war Schmidts Arbeitsraum mit Bildern und Zeichnungen, und noch der 80-jährige Künstler forderte die Diskussion der jüngsten Arbeiten. Zeichnungen und Mischtechniken zumeist, gänzlich konzentriert auf eine Lineatur, die bei aller Reduktion doch eine eigentümliche Wärme behielt.

Ist es vielleicht gerade dies, was eine angemessene Einordnung des Werkes von Leonhard Schmidt in die südwestdeutsche Kunstlandschaft verhindert? Dass er die Töne nicht elminiert, sondern sie (und dies durchaus auch in der Zeichnung) Farbe werden lässt? Diese Frage konnten Ausstellungsprojekte etwa in der Galerie der Stadt Böblingen im Jahr 2001 bisher nicht klären, und diese Frage bleibt auch angesichts der noch bis einschließlich diesen Sonntag zu sehenden Ausstellung in der Zehntscheuer in Balingen (11 bis 19 Uhr) offen. Verdienstvoll ist die Schau im Rahmen des Balinger Kunstsommers fraglos; es fehlt ihr indes zwangsläufig jene Radikalität des Blickes und der Präsentation, die man von einer überregional orientierten Kunstinstitution verlangen kann.

Leonhard Schmidt Umso mehr aber sind das Balinger Projekt wie auch die Bemühungen, das Wohnhaus Scheef in Stuttgart als Ort des Gedächtnisses zu etablieren, eine Aufforderung, die verlorenen Fäden in der Schmidt-Rezeption wieder aufzunehmen. Etwa der Spur zu folgen, auf welcher der Maler im achten Lebensjahrzehnt über das Thema "Unterführung" erneut einer doch eigentlich abweisenden Formation Leben einhaucht.

1892 in Backnang geboren, studiert Schmidt bei Robert Breyer und vor allem bei Heinrich Altherr an der Stuttgarter Akademie - und profitiert offenkundig von Altherrs offensivem Umgang mit der Umkehrung des scheinbar Kleinen ins Monumentale. Schmidt konterkariert dieses auf ganz eigene Weise, und die Distanz wird ihm zu einem Mittel, das in der formalen Konsequenz 1937 in der Staatsgalerie Stuttgart auch zur Beschlagnahmung der Gemälde "Das rote Haus" und "Die Häuser am Weißenhof" durch die willigen Helfer Hitler-Deutschlands führen. 45 Jahre ist Schmidt - und die auf Produktion und deren kritische Reflektion angewiesene künstlerische Existenz scheint zerstört. Nur langsam geht es denn auch weiter nach 1945, zaghaft fast. Der Lohn des langen zweiten Anlaufs ist ein sich Mitte der 1950er Jahre entfaltendes Spätwerk.

Ein alter, im Gesicht schmaler Mann mit weißem Haar, stets in Mantel und mit Hut. So hat man Leonhard Schmidt in Stuttgart in Erinnerung. Was aber bleibt auch von diesem Bild, wenn man sich den Werken Schmidts, denen beim ersten Auftreten der Stuttgarter Sezession 1923 im Kunstgebäude ein eigener Raum vorbehalten war, nicht nähert? "Und so freuen wir uns, dass Stuttgart diesen Maler besitzt", schrieb der damalige Staatsgaleriedirektor Theodor Musper 1927. Positiv formuliert gilt für die Gegenwart: Die klingende Stille von Leonhard Schmidts Bildwelt bleibt weiter zu entdecken.

21.09.2005

Stuttgarter Zeitung, 29.01.2001

Maler der Stille - Leonhard Schmidt in Böblingen

Von Christian Stolz

Streng und klar, dunkel, winterlich und leer; Bäume reihen sich wie Orgelpfeifen hintereinander, glatt und uneindeutig - so ist es auf einem Bild zu sehen. Die in der Böblinger Städtischen Galerie in der Zehntscheuer gezeigte Retrospektive des aus Backnang stammenden Malers Leonhard Schmidt (1892 bis 1978) präsentiert anhand von rund achtzig Ölgemälden und Papierarbeiten ein beachtliches  uvre, das zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus anzuordnen ist. Bereits früh, nachdem die ersten Bilder noch von expressionistischen Malern wie denen der Brücke beeinflusst scheinen, experimentiert der Künstler, der 1923 Mitglied der Stuttgarter Sezession wird, im Stil Oskar Schlemmers und anderer Zeitgenossen mit fast abstrakten, leeren Farbflächen und der Auflösung des Tiefenraums.

"Weißenhof" von 1930 zum Beispiel ist eine Ansammlung monochromer, unwirklich erscheinender grell weißer Flächen, und bereits die "Straßenbiegung" von 1924 lässt kaum noch Gegenständlichkeit erkennen. Zwei in dieser Manier gemalte Bilder Schmidts wurden während der NS-Regimes als "entartet" aus der Staatsgalerie entfernt. In den dreißiger Jahren ist - offenkundig erzwungen - deutlich eine Rückwendung zum romantischen Realismus zu erkennen, wie der "Hofeingang" von 1942 zeigt. Diese Tendenz hält allerdings auch nach dem Krieg an, wenn zunächst noch idyllisch-realistische Dorfansichten entstehen. "Unterweissach" von 1952 ist ein Beispiel dafür.

Dann jedoch arbeitet Schmidt in seiner ursprünglichen Handschrift weiter; auch die Themen bleiben weiterhin still und unspektakulär. Zwar sind seine Bilder selten völlig abstrakt, fast nie fehlen Figuren oder Anklänge an Gebäude oder Natur, und doch wirken die Arbeiten häufig unnahbar, sachlich und distanziert, meist glasklar und kühl, oft aber auch leuchtend und warm. Die sechziger Jahre sind geprägt von den "Unterführungen" - außergewöhnlich alltägliche Motive für Bilder, in denen durch das Aneinanderstoßen von düsteren Farbflächen und eine genau komponierte Lichtführung Raum suggeriert wird, die aber ansonsten inhaltlich wiederum völlig reduziert sind und kaum einen Realitätsbezug aufweisen. In den siebziger Jahren wird dann ein dunkel glühendes Rot farblich bestimmend, etwa in "Weg zum Großen Haus", 1973.

Einige Porträts und Selbstporträts sowie mehrere traditionelle, übende Zeichnungen vom Anfang der zwanziger Jahre, die bereits den talentierten Künstler erkennen lassen, ergänzen die schöne Ausstellung.

Bis 4. Februar 2001. Städtische Galerie Böblingen in der Zehntscheuer, Pfarrgasse 2, Böblingen.

Stuttgarter Zeitung, 20.07.2000

Der Bahnhofsvorplatz hat jetzt einen Namen:
Leonhard-Schmidt-Platz

Untertürkheim tauft den Platz auf Leonhard Schmidt, den "Maler vom Rotenberg"

Storchenbrunnen Endlich hat der Bahnhofsvorplatz in Untertürkheim einen Namen. "Leonhard-Schmidt-Platz" heißt das Karree zwischen Bahnhof, Post und L-Bank. Gestern wurde der jahrzehntelang namenlose Platz von Bürgermeister Klaus-Peter Murawski und Bezirksvorsteher Klaus Eggert getauft.
Leonhard Schmidt war zu seinen Lebzeiten eine lokale Persönlichkeit in Untertürkheim. Der Maler lebte als freischaffender Künstler in der Stadt. Geboren 1892 in Backnang, hatte er in Stuttgart studiert und gelebt, bevor er sich 1951 in der Württembergstraße in Untertürkheim eine Wohnung nahm.
Bekannt geworden ist Schmidt als "Maler vom Rotenberg". Seine Arbeiten thematisieren Stuttgart und Umgebung. Dazu gehören ruhige, meditative Landschaften genauso wie Straßenbilder und Porträts.

1974 erhielt Schmidt den Ehrentitel Professor, und ein Jahr später wurde er zum Ehrenmitglied des Künstlerbundes Baden-Württemberg ernannt. Mit den beiden Straßenschildern auf dem Leonhard-Schmidt-Platz erinnert Untertürkheim erstmals im öffentlichen Raum an den bekannten Maler. Die Idee für die Namensgebung stammt übrigens von Charlotte und Lore Scheef. Ihre Eltern waren damals die Vermieter Schmidts in der Württembergstraße.
com

Leonhard Schmidt: Gedenkstätte für einen großen Maler

Untertürkheimer Zeitung vom 8.8.2003
Leonhard Schmidts Untertürkheimer Wohnsitz in der Württembergstr. 24
soll als Museum an den Künstler erinnern


Untertürkheim (mk) -

Vor 25 Jahren, am 13. August 1978, starb Leonhard Schmidt in Untertürkheim.

Jetzt will Lore Scheef, seine einzige Schülerin, dem bedeutenden Künstler ein Gedenken setzen. Der langjährige Untertürkheimer Wohnsitz des Malers soll als Gedächtnishaus einen Einblick in sein Werk geben.

Wer in die heutige Wohnstube von Lore Scheef tritt, spürt, dass sich dort seit dem Tod des Großen Meisters der Klassischen Moderne kaum etwas geändert hat. Fast 27 Jahre lang lebte der in Backnang geborene Maler im Haus der Wengerterfamilie Scheef. Die für ihn typischen Landschafts- und Parkbilder sowie ein eindrucksvolles Selbsbildnis, die heute noch in dem Raum hängen, hat der Künstler selbst aufgehängt und die Siebziger-Jahre-Möbel gemeinsam mit den beiden Schwestern Lore und Charlotte Scheef zu seinen Bildern hin ausgesucht. "Wir waren Seelenverwandte", sagt Lore Scheef. Umso mehr schmerzt es die Untertürkheimerin, dass das Schaffen des bedeutenden Stuttgarter Künstlers in Vergessenheit zu geraten droht.

Zwar platzierte die Staatsgalerie ein Selbstporträt vor kurzem in einer Reihe mit Otto Dix, Oscar Schlemmer und Reinhold Nägele und auch der Platz am Storchenbrunnen in Untertürkheim wurde auf den Namen des Wahluntertürkheimers getauft, doch leider sind nur wenige seiner Bilder der Öffentlichkeit zugänglich. Den 25. Todestag des bedeutenden Vertreters der Neuen Sachlichkeit nimmt Scheef zum Anlass, mit zwei Projekten an den Meister des Magischen Realismus zu erinnern. Sie hofft, dass einige Schenkungen, die sie bereits gemacht hat, in der Neuen Galerie der Stadt am Schlossplatz zu sehen sein werden. Unter den Gemälden sind immerhin wichtige Exponate Leonhard Schmidts. Schmidt, der wegen seiner zurückhaltenden Art als der "Stille im Land" galt, schuf Bilder von meditativen Charakter. Im Dritten Reich wurden seine ausgestellten Werke als entartete Kunst verfemt, erlebten in den 60-er Jahren jedoch eine Wiedergeburt. "Dem gilt es ein Museum zu setzen", versteht Scheef, die selbst malt, als ein Vermächtnis.

Deswegen soll das Wohnhaus, in dem die drei Seelenverwandten mehr als ein Vierteljahrhundert verbrachten, als Gedächtnishaus genutzt werden. "Hier können die Besucher erleben, wie Leonhard wohnte und wie er in seinem Atelier im Dachgeschoss arbeitete", erzählt die 80-Jährige voller Tatendrang. Gespräche sowohl mit den Museen als auch mit dem Staatsministerium sind in vollem Gange. "Ich möchte dazu beitragen, dass mehr Werke Leonhard Schmidts der Öffentlichkeit zugänglich sind. Damit viele Menschen von der meditativen Kraft dieser Bilder profitieren können", sagt Scheef.


Ein Haus voller Sachlichkeit

Stuttgarter Nachrichten 8.8.2003

Das Mühen um ein Gedenken für den Maler Leonhard Schmidt

Nichts hat sie verändert - nicht die Bücher im Regal, nicht die Bilder an der Wand, selbst den altrosa Samtbezug der Wohnzimmer-Couch hat er ausgesucht. "Nur die Farbe ist ein wenig heller", erklärt Lore Scheef bedauernd. "Von der Sonne."

VON BARBARA GÄRTNER

Vor einem Vierteljahrhundert ist der Stuttgarter
Maler Leonhard Schmidt in diesem Haus in Untertürkheim
gestorben, Lore Scheef hat darin weitergelebt. Sie, seine
Schülerin, Muse und Pflegerin der letzten Jahre,
kämpft nun darum, dass das Haus, in dem sie mit ihrer
Schwester und dem Maler lebte, zum Gedächtnishaus wird.

"Ich sehe das als meine Aufgabe an", erklärt die resolute 80-Jährige, die den Maler als 16-jähriges "Wengerter-Mädle" , wie sie sagt, kennen lernte. Zunächst saß sie ihm Porträt, dann ging sie ihm zur Hand, sie hat von ihm gelernt und ihn gepflegt. Noch heute stehen die Pinsel von Leonhard Schmidt malbereit im Atelier des Dachgeschosses, während Lore Scheef ihre eigenen Landschaftsimpressionen und Porträts im Keller aufbewahrt.

L SchmidtDie Wände sind voll mit Schmidts Bildern. Die in düsterem Grau gehaltene "Unterführung" von 1964 hängt im Wohnzimmer, eine stille Winterlandschaft im Atelier, und im Esszimmer ist eines seiner "Bäume mit Figuren" zu sehen, das leuchtendes Kaminrot mit melancholisch- erdigen Braun- und Grüntönen zusammenbringt. Kühle, meditative Stadt- und Parklandschaften, Stuttgarter Ansichten, sie haben Leonhard Schmidt als Vertreter der Neuen Sachlichkeit bekannt gemacht. Es sind Bilder voller Ruhe, Farbflächen ohne Räumlichkeit.

Einige seiner Werke wurden von den Nazis als "entartete Kunst" eingestuft, während des Bildersturmes in der Staatsgalerie wurden Werke wie die "Häuser auf dem Weißenhof" und das "Rote Haus, Winterlandschaft" beschlagnahmt. Seither sind beide Werke verschollen. Derzeit ist in der Öffentlichkeit wenig von Schmidt, der wegen seines einzelgängerischen, zurückhaltenden Wesens auch "der Stille im Land" genannt wurde, zu sehen. Die Staatsgalerie besitzt 23 Bilder von ihm, ausgestellt ist momentan keines, und auch zur Sammlung der Galerie der Stadt Stuttgart gehören 13 Ölgemälde und 14 Arbeiten auf Papier.

"Alle Großen haben ein Haus, das an sie erinnert, Dix und Hesse haben sogar mehrere", erklärt Lore Scheef. Noch immer lebt sie in dem Haus, das sie mit Leonhard Schmidt 27 Jahre geteilt hat, die gelben Blumen sind aber sehr frisch.

Aktualisiert: 08.08.2003, 09:08 Uhr


„Es ist meine Pflicht, sein Andenken zu wahren"

Cannstatte Rundschau vom 13.8.2003
Lore Scheef plant ein Leonhard-Schmidt-Gedächtnishaus in Untertürkheim
Von Frederike Poggel

Leonhard Schmidt gilt als einer der großen Maler der klassischen Moderne. Heute vor 25 Jahren ist der Künstler in Untertürkheim gestorben, wo er fast 30 Jahre lang gelebt hat. Seine einstige Schülerin Lore Scheef will sein Andenken wahren und aus Atelier und Wohnung ein Gedächtnishaus machen.

Untertürkheim

Ein Gespräch mit Lore Scheef ist wie ein Buch, dass man aufschlägt. Zu jedem Bild von Leonhard Schmidt kennt sie die Geschichte: Die mittlerweile 80-Jährige war seine einzige Schülerin, hat zusammen mit ihrer Schwester Charlotte fast drei Jahrzehnte lang unter einem Dach mit dem Maler gelebt - bis zu seinem Tod am 13. August vor 25 Jahren.

Jetzt sitzt die rüstige Rentnerin allein in ihrem Wohnzimmer. Auf der rot bezogenen Couch, die noch Leonhard Schmidt ausgewählt hat, passend zu seinen Bildern. Im Zimmer nebenan hängen die gerahmten Stuttgarter Stadt- und Parklandschaften über- und nebeneinander an der Wand. Auch der Raum ist noch so, wie Schmidt ihn eingerichtet hat. Und wie er ihn verlassen hat vor einem Viertel Jahrhundert.

Beinahe lebt Lore Scheef schon in einer Gedenkstätte. Sie sagt: „Ich sehe es als meine Pflicht an, das Vermächtnis von Leonhard gut zu verwalten." Und: „Er hätte mehr machen müssen. Es gibt so viele Skizzen, die nicht verwirklicht wurden."

Lore Scheef
Jedes Bild hat seine Geschichte, und Lore Scheef kennt sie alle: Die Untertürkheimerin
war die einzige Schülerin von Leonhard Schmidt. Foto: Frederike Poggel

Doch auch so ist sein Erbe, das an Lore und Charlotte Scheef übergegangen ist, umfangreich. Ölbilder und Porträts hängen überall, selbst im Treppenhaus. Einige Werke haben ihren Platz in der Staatsgalerie und der Galerie der Stadt Stuttgart gefunden. „Aber nur wenige Bilder sind der Öffentlichkeit zugänglich", sagt Lore Scheef. Deswegen hofft sie, dass wichtige Exponate künftig in der Galerie am Schlossplatz zu sehen sind. Und ihr Haus will sie zu einem Gedächtnishaus machen: „Ich will seinen Weg fortsetzen."

Ein Weg, der nicht immer leicht war. 1892 als Sohn eines Schuhmachers geboren war das Geld knapp, statt zu studieren wurde Leonhard Schmidt Maler. In der Freizeit aber widmete er sich der Kunst. 1937 wurden die in der Staatsgalerie gezeigten Gemälde „Häuser auf dem Weißenhof" und „Rotes Haus" als entartete Kunst von den Nazis beschlagnahmt. Lange Zeit wurden seine Bilder nicht angenommen, „viele haben sie nicht verstanden", sagt Scheef. Erst 1962 spielten Schmidts Werke eine Rolle in der internationalen Szene, eine Ausstellung folgte der nächsten. „Und das erste Mal in 70 Jahren hatte er ein sicheres Einkommen."

„Meine Schwester Charlotte hat ihn 1938 in den Weinbergen kennen gelernt", erinnert sich Lore Scheef. Von da an blieb er der Familie eng verbunden, blieb sogar nach dem Krieg und zog nicht zurück zu Frau und zwei Töchtern. „Es war Fügung", sagt Lore Scheef heute. „Deswegen ist es meine Pflicht, sein Andenken zu wahren."

  • Literatur
    Leonhard Schmidt - Monographie mit Werkverzeichnis der Ölbilder 1916 - 1976 -
    Autor: Wirth, Günther
    1977- 101 Seiten - mit 63 teils farbigen Abbildungen.
    Verlag: Cantz, Stuttgart-Bad Cannstatt.
    ISBN-13: 978-3922608066
    SCHMIDT Leonhard: Leonhard Schmidt Retrospektive 1892 - 1978.
    Böblingen. Städtische Galerie 2000 - 2001.
    80 Seiten. Mit zahlreichen meist ganzseitigen u. farbigen Abbildungen. Farbig ill.
    Originalbroschur. 25x23 cm
    ISBN-13:
    978-3928754323
    Leonhard Schmidt 1892 -1978.
    Ausstellung Galerie Stadt Stuttgart.
    Leoporello-Katalog 1988.
     
    Wüst, E.: Bildnerische Botschaft aus Baden-Württberg. 31. Druck der Fachhochschule für Druck Stuttgart. Mit 14 farb Tafeln, darunter Georg Karl Pfahler, hs. signiert. Stuttgart: Druck der Fachhochschule für Druck Stuttgart., 1985. 14 farb. Tafeln, 1 doppelblatt.  
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