Die Widerstandsgruppe Schlotterbeck aus Luginsland
Gedenkplatte
am Haus Annastraße 6
Diese
neun Menschen aus Stuttgart-Luginsland in der Annastraße 6 (Foto
rechts), die dem Faschismus Widerstand geleistet haben, wurden am 30.
November 1944 in Dachau ermordet. ...
Die Namen der Familie Schlotterbeck:
* Maria Schlotterbeck
* Gotthilf Schlotterbeck und
*
Tochter Gertrud Lutz, geb. Schlotterbeck
Die Namen ihrer Mitkämpfer:
* Else Himmelheber
* Erich Heinser
* Emil Gärttner
* Sofie Klenk
* Emmi Seitz
* Hermann Seitz
1945 wurden Theodor Seitz und Hermann Schlotterbeck erschossen.
Der Weg dieser Frauen und Männer war geprägt von der unerschütterlichen Überzeugung Widerstand gegen die Nazibarbarei leisten zu müssen. Wir gedenken heute auch den Überlebenden
aus der Familie der Widerstandsgruppe Schlotterbeck: Friedrich Schlotterbeck,
der sich durch Flucht und Emigration retten konnte.
Auch er wurde inhaftiert im KZ-Lager Welzheim in Baden-Württemberg. Er hat die Geschichte seiner Familie erstmals 1945 noch in Stuttgart niedergeschrieben. „Einst war es ein Haus wie andere auch. Aber jetzt sind die Menschen, die darin lebten tot. Mit einem dreijährigen Kind bin ich übrig geblieben. Die anderen, Vater, Mutter, Schwester, Bruder, Braut und manchen guten Freund hat die Gestapo heimlich und feige ermordet. „Sippenhaft“ nannten sie es.“ Später
fasste er seine Erinnerungen aus den Jahren 1933 bis 1945 in seinem
Buch „Je dunkler die Nacht, desto heller leuchten die
Sterne“ zusammen.
Am 30. November 1969 hielt er die Rede auf der Gedenkfeier zum 25.
Jahrestag der Ermordung seiner Familie auf Einladung der Bezirksleitung
der IG Metall in der Sängerhalle in Untertürkheim. Er berichtete
von seinem Vater, dem Mann, dem Metallarbeiter, dem Gewerkschafter
und dem Mitglied der nach ihm benannten Widerstandsgruppe Schlotterbeck.
...
Textausschnitt aus der Gedenkfeier „Stuttgarter im Widerstand
- Schlotterbecks, Hummler und Wagner“ Theaterhaus Stuttgart am
21. November 2004 - Jürgen Stamm
30-seitiges Heft: Friedrich Schlotterbeck
...
Wegen Vorbereitung zum Hochverrat hingerichtet ..., Limes-Verlag
Stuttgart, 1945 , Grafik des Umschlages stammt von Ruth Lutz
Der Inhalt befasst sich mit den Machenschaften der Nationalsozialisten,
die zum Tod v. Friedrich Schlotterbeck führten ( Dokumente, sowie
die abgebildeten Schriftstücke und Photogr. befinden sich im Besitz
des Verfassers: Friedrich Schlotterbeck, Stuttgart-Untertürkheim,
Luginsland, Annastr. 6 )
Inhalt: Abb.: Geheime Staatspolizei
(aufgeführt sind die wegen Vorbereitung
zum Hochverrat hingerichteten:
Gotthilf Schlotterbeck, S-Untertürkheim,
Annastr. 6,
seine Frau Maria,
Gertrud Lutz, Stuttgart, Auf dem
Haigst 6,
Erich
Heinser, S-Untertürkheim, Stubaierstr. 74,
Emil Gärtner, S-Obertürkheim, Augsburger
Str. 601,
Sofie Klenk, S-Untertürkheim, Manfredstr. 17,
Himmelheber Else,
Adlerstr. 24,
E. Seitz, Stuttgart, Wartbergstr. 14,
H. Seitz, Stuttgart, Kanonenweg
174,
Abb. ausgegrabene Leiche v. Hermann Schlotterbeck,
Rentschler
einer der Mörder,
Trauerfeier von der Totenhaus, wie Friedrich Schlotterbeck
seinen Bruder fand,
Auszug aus der Sonderausgabe zum Deutschen Kriminalpolizeiblatt
|
Über Friedrich Schlotterbeck
Stuttgarter Wochenblatt 3.9.2009
Der Kommunist und Widerstandskämpfer Friedrich Schlotterbeck
war Fabrikler in Untertürkheim und Einwohner der Gartenstadt Luginsland.
In der Annastraße 6 war er direkter Nachbar zu Willi Bleicher.
Unermüdlich kämpfte er gegen das grausame Hitlerregime und
verlor auf grausame Art und Weise seine Familie und Verlobte. Am 30.
November 1969 erinnert er zum 25. Jahrestag an die Ermordung seiner
Mitstreiter. In der Sängerhalle in Untertürkheim mahnt er:
Die furchtlosen und enerbittlichen Kämpfer, die für "ein
bisschen Freiheit" und "Würde" mit dem Leben bezahlen mussten,
dürfen nicht in Vergessenheit geraten.
"Wegen Hochverrats hingerichtet"
Widerstandsgruppe Schlotterbeck im Kampf gegen
das Naziregime
Stuttgarter Wochenblatt 3.9.2009
"Den Toten zum ehrenden Gedenken! Den Mördern zur ewigen Schande!
Den lebenden zur Mahnung!" Friedrich Schlotterbeck überlebt als
einziger den Kampf gegen den Faschismus. Seine Mitstreiter werden alle
im Konzentrationslager in Dachau ermordet. Eberhard Hahn, Vorsitzender
des Untertürkheimer Bürgervereins kann viel über die dramatischen
Ereignisse erzählen und mahnt davor einfach "zu vergessen".
Pia Wilhelm
LUGINSLAND
Friedliches Vogelgezwitscher, gepflegte Vorgärten, spielende
Kinder. Rund um die Annastraße in Luginsland scheint die
Welt noch in Ordnung zu sein. Doch das war nicht immer so. Einziges
Indiz dafür
ist der Gedenkstein an der Hauswand der Annastraße 6. Er
soll an die Familie Schlotterbeck erinnern, die einst hier wohnte
und im November 1944 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde.
Einziger Überlebender war Friedrich Schlotterbeck.
Als im Jahre 1904 in Untertürkheim die Daimler-Motorengesellschaft
gegründet wird, werden Wohnungen für die vielen Arbeiter
benötigt. So entsteht 1911 die Genossenschaft Luginsland,
in deren Rahmen die ersten Reihenhäuser im Nägelesäcker
gebaut werden. "Kein Haus durfte allein stehen. Die Bewohner sollten
Glied einer Gemeinschaft sein und so konkurrenzlos wie möglich
zusammenleben",
berichtet Hahn. Keiner sollte besser als der andere sein. Auch
Friedrich Schlotterbeck ist Teil dieser Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft,
die vom Staat bespitzelt und auf Schritt und Tritt verfolgt wird.
Der Kommunist Schlotterbeck, der mit Familie und Freunden nur im
Untergrund agiert, wird oft verhaftet und wieder freigelassen.
Er steht stets im Visier der Geheimen Staatspolizei, da er unerschütterlich
Widerstand gegen die menschenverachtende Politik Hitlers leistet.
In Gefahr bringt er damit nicht nur sich, sondern auch alle anderen,
die im Verdacht stehen, mit ihm bekannt zu sein.
"Auch die Nachbarschaft wurde erpresst, wenn sie Mitleid mit
den Schlotterbecks hatten", zitiert Hahn aus dem Originaldokument "...Wegen
Vorbereitung zum Hochverrat hingerichtet", einer Reihe von erlebten
Aufschrieben, die Friedrich Schlotterbeck nach der Ermordung seiner
gesamten Familie verfasst. Die Nachbarn waren es am Ende wahrscheinlich
auch, die die Familie verraten haben. Schlotterbeck verliert Familie
und seine Verlobte und Mitkämpferin Else Himmelheber.
Ein Freund des Widerstandskämpfers kommt nach einem Verhör
im Hotel Silber nie zurück. Vermutlich wird er direkt ins
KZ gebracht. "Alle diese Menschen waren sehr jung. Ich selbst war
damals Schüler
und habe vieles bewusst miterlebt", berichtet Hahn. Er betont: "Ich
will Reflektor des Vergangenen sein wenn ich über
die Vergangenheit erzähle, nicht Forscher."
|
Wohnhaus Augsburger Straße 601
in Stgt.-Obertürkheim
Ein Stolperstein für Emil Gärttner
Der Mechaniker Emil Gärttner
Emil Gärttner, geboren im
Jahr 1896, war Mechaniker und wurde im Zusammenhang mit der Widerstandsgruppe
um die Untertürkheimer Familie Schlotterbeck im Juni 1944
verhaftet.
Am 30.November 1944 wurde er im KZ Dachau zusammen mit acht anderen
der Gruppe "wegen Vorbereitung zum Hochverrat" hingerichtet (Mitteilung
der Gestapo Stuttgart an das Standesamt Stuttgart).
1946 wurde die Straße, die beim Haus 601 in die Augsburgerstraße
mündet, nach Emil Gärttner benannt.
Am 19. Mai verlegt Gunter Demnig einen Gedenkstein für Emil Gärttner,
geboren 1896 und als Mechaniker bei Kodak tätig, der im Zusammenhang
mit der Widerstandsgruppe um die Untertürkheimer Familie Schlotterbeck
verhaftet und mit dieser im November 1944 im KZ Dachau "wegen Vorbereitung
zum Hochverrat" hingerichtet wurde.
Anlässlich der Stolperstein-Verlegung findet vor dem Haus Augsburger
Straße
601 ab 8.30 Uhr eine Gedenkveranstaltung für Emil Gärttner
statt, in dessen Gedenken 1946 in Obertürkheim eine Straße
benannt wurde.
Bislang wurden über 11.000 Stolpersteine verlegt - davon 400 alleine
in Stuttgart.
|
|
Else Himmelheber
Else Himmelheber wurde
am 30. Januar 1905 in Stuttgart-Ostheim geboren und wohnte von 1911
bis 1944 mit Unterbrechungen in Heslach in der Adlerstraße 24. Von 1933 bis 1938 war sie als politische
Gefangene im Gefängnis oder in Schutzhaft. Im Mai 1944 wollten
sie und Friedrich
Schlotterbeck, ein kommunistischer Widerstandskämpfer aus Luginsland,
heiraten. Sie wurden verraten und versuchten in die Schweiz zu fliehen.
Schlotterbeck gelang die Flucht. Else Himmelheber wurde steckbrieflich
gesucht und im Juni 1944 verhaftet. Am 27. November 1944 wurde sie mit
acht anderen kommunistischen Widerstandskämpfern ins KZ Dachau
transportiert und dort am 30. November 1944 ohne Gerichtsverhandlung
erschossen.
|
Emmy und Theo Seitz - Gestapo-Agent
als Lockvogel
Artikel aus den STUTTGARTER NACHRICHTEN vom 08.10.2008:
Stolpersteine erinnern an Emmy und Theo Seitz
Emmy Seitz und acht weitere Stuttgarter aus dem Arbeitermilieu wurden
nach einer Denunziation am 30. November 1944 im KZ Dachau wegen Vorbereitung
zum Hochverrat hingerichtet. Ihr Mann Theo Seitz, der zu dieser Zeit
an der Front in Russland stand, wurde am 6. Februar 1945 im Zuchthaus
Halle enthauptet. Jetzt erinnern in der Wartbergstraße 14, dem
letzten Wohnsitz des Ehepaars, zwei Stolpersteine an Emmy und Theo Seitz.
Seit 1997 verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig zur Erinnerung
an die Opfer des Nationalsozialismus sogenannte Stolpersteine. Auf den
Gehsteigen vor den Wohnhäusern der Ermordeten lässt er kleine
Pflastersteine ein mit einer Messingplatte und den biografischen Daten
dieser Opfer. Mit der Unterstützung lokaler Arbeitsgruppen sind
inzwischen über 12 000 solcher Steine eingelassen worden. In Stuttgart
sind es mittlerweile knapp 400. Die meisten von ihnen erinnern an verschleppte
und ermordete Juden.
Zwar werden die kleinen Gedenksteine bündig mit dem Gehsteig verlegt,
dennoch lassen sie manche Menschen auch heute noch stolpern. So hatte
in der Wartbergstraße 14 ein Anwohner bis zum letzten Moment versucht,
die Verlegung der Pflastersteine zu verhindern. Nachdem er mit diesem
Ansinnen beim Tiefbauamt gescheitert war, kündigte er an, die Stelle
für die Verlegung mit seinem geparkten Auto zu blockieren. Den Drohungen
ließ der Anwohner aber keine Taten folgen.
Die Stolpersteine in der Wartbergstraße erinnern an politisch
Verfolgte und an das Schicksal einer Widerstandsgruppe aus der Arbeiterbewegung,
die sich während der Nazizeit um die Antifaschistenfamilie Schlotterbeck
aus Untertürkheim scharte.
Emmy Seitz, geborene Ramin, kam 1904 in Wiesbaden zur Welt. Bis 1933
war sie in der Stuttgarter Redaktion der "Süddeutschen Arbeiter-Zeitung" als
Referentin für Frauenfragen beschäftigt. Später wurde
sie mehrmals inhaftiert. Im August 1942 heiratete Emmy den Kraftfahrer
Theo Seitz, der 1912 in Stuttgart geboren war. Beide hatten sich in der
kommunistischen Jugendbewegung kennengelernt.
Nach der Hochzeit bezog das Paar eine Wohnung in der Wartbergstraße
14. Theo Seitz wurde eingezogen und kam an die Front in Russland. Während
seines Fronturlaubs im Februar 1944 meldete sich bei der Familie Seitz
Eugen Nesper, ein gemeinsamer Bekannter aus der Zeit der politischen
Arbeit vor 1933. Er berichtete, dass er von einem englischen Flugzeug
mit dem Fallschirm abgesetzt worden sei, um Kontakte zu deutschen Widerständlern
zu knüpfen.
Mit dieser Geschichte hatte er schon die Familie
Schlotterbeck, bei
der er früher Untermieter war, besucht. Obwohl man Nesper von Anfang
an misstraute, ahnte keiner der Beteiligten, dass dieser seit 1934 ein
Agent der Gestapo war.
Der Verräter wurde neun Menschen zum Verhängnis. Alle Personen,
die mit dem Agenten Nesper Kontakt gehabt und ihn nicht gemeldet hatten,
wurden verhaftet, wegen Hochverrats angeklagt und hingerichtet.
Klaus
Eichmüller
- 2 Stolpersteine in der Wartbergstraße 14 in Stuttgart-Nord
|
Stuttgarter Zeitung, 21.11.1994
Gedenkfeier anlässlich des 50. Todestages der Widerstandsgruppe Schlotterbeck aus Luginsland
"Der Schoß ist fruchtbar noch . . .''
Veranstaltung im DGB-Haus und Kranzniederlegung der IG Metall und des VVN-Bundes der Antifaschisten

Gedenkstätte - Friedhof Untertürkheim - Foto:Enslin
Mit einer Gedenkveranstaltung und einer Kranzniederlegung in Untertürkheim haben die Industriegewerkschaft Metall und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-Bund der Antifaschisten) gestern der vor 50 Jahren in Konzentrationslagern und Zuchthäusern hingerichteten Untertürkheimer Widerstandsgruppe Schlotterbeck gedacht.
"Die Widerstandsbewegung war ein heller Stern in dunkler Nacht'', sagte Ludwig Kemeth, erster Bevollmächtigter der IG Metall Stuttgart, in Anlehung an das Buch "Je dunkler die Nacht, desto heller die Sterne", in dem der einzige überlebende der Familie, Friedrich Schlotterbeck, seine Erinnerungen an die Verfolgung zusammenfasste .
Die Familie Schlotterbeck lebte in der Arbeitersiedlung Luginsland. Vater Gotthilf hatte dem Aufsichtsrat der Genossenschaft angehört, war nach einem "Steuerstreik" vom Daimler entlassen worden und fand keine Arbeit mehr, weil er auf der "schwarzen Liste" stand. Für den Lebensunterhalt der fünfköpfigen Familie musste Mutter Maria sorgen. Gotthilf Schlotterbeck gehörte zu den ersten, die 1933 nach Hitlers Machtergreifung für ein Jahr in Haft kamen. Zehn Jahre später wurde die kommunistische Familie und ihre Freunde von einem Spitzel denunziert. Im Konzentrationslager Dachau wurden im November 1944 Vater Gotthilf, Mutter Maria und die Tochter Gertrud Schlotterbeck, ihre Bekannten Else Himmelheber, Erich Heinser, Emil Gärttner, die Nachbarstochter Sofie Klenk, deren Freunde Hermann und Emmy Seitz ermordet, 1945 wurden Theo Seitz und Sohn Hermann Schlotterbeck erschossen. Allein Sohn Friedrich Schlotterbeck, der in die Schweiz geflüchtet war, überlebte. Er siedelte nach dem Krieg in die DDR über, wo er 1979 starb. Gestern wurde an seine Rede anlässlich des 25. Todestages der Widerstandsgruppe erinnert, als er in Untertürkheim sagte: "Diese Toten starben für die Würde des Menschen, für sein Recht auf Persönlichkeit, um ein bisschen Freiheit."

In seiner Gedenkrede erinnerte Gerhard Zambelli, Bezirksleiter der IG Metall Württemberg, gestern daran, dass die "Gruppe Schlotterbeck den einfachsten Idealen der Menschlichkeit treu geblieben" war. Deshalb seien sie, wie andere Widerstandskämpfer auch",gequält, gefoltert und hingerichtet'' worden. Man werde "der Pflicht und der Verantwortung, jenen zu gedenken" aber nur gerecht, wenn man den Blick für die Gegenwart schärfe, sagte Zambelli. Die extreme Rechte nutze die krisenhafte Entwicklung in Deutschland, rechtsextreme und fremdenfeindliche Anschläge nähmen zu. Der Rechtsradikalismus habe viele Quellen, dazu gehörten aber auch eine unsoziale und ungerechte Politik, neuer Nationalismus und "Skandal-Urteile" wie das in Mannheim im Fall Deckert. Asylbewerber und Ausländer würden zu Sündenböcken gemacht, um von den wirklichen Verantwortlichkeiten abzulenken, sagte Zambelli: "Jeder rechtsextreme und fremdenfeindliche Angriff ist aber ein Angriff auf unsere Verfassung, unsere Demokratie und uns selbst.'' Zambelli zitierte schließlich nochmals Friedrich Schlotterbeck: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das Unheil kocht."
Die Gedenkfeier im Gewerkschaftshaus vor 200 Besuchern, darunter Wirtschaftsbürgermeister Dieter Blessing, der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Conradi und VVN-Ehrenvorsitzender Alfred Hauser, wurde umrahmt von den philharmonischen Kammersolisten Stuttgart und dem Schauspieler Wolfgang Höper, der aus Texten Friedrich Schlotterbecks und aus einer Erinnerung von Christa Wolf an ihn las. Danach wurden Kränze niedergelegt am ehemaligen Haus der Familie Schlotterbeck in der Annastraße 6 in Luginsland und an der Gedenkstätte auf dem Untertürkheimer Friedhof. dud
|
|
Literaturhinweise
- Schlotterbeck, Friedrich, Je dunkler die Nacht. Europa Verlag. Zürich
1945
- Schlotterbeck, Friedrich, Je dunkler die Nacht...
Erinnerungen eines deutschen Arbeiters 1933-1945, Stuttgart, 1986.
- Schlotterbeck, Friedrich, Je dunkler die Nacht... Ein Bericht, Halle,
1969
(Bericht eines ehemaligen Häftlings zum KZ Welzheim)
- Schlotterbeck, Friedrich,
Wegen Vorbereitung zum Hochverrat
hingerichtet
Stuttgart/Degerloch Europa - Verlag o. J., ca. 1950
- Schlotterbeck, Friedrich, Wegen
Vorbereitung zum Hochverrat hingerichtet..
Reutlingen, Die Zukunft (1947)
- Schlotterbeck,
Friedrich, Solidarität. Berlin, Ministeriums für nationale
Verteidigung, 1959.
|
|