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Katharina Pawlowna von Russland - Königin von Württemberg
 (Großfürstin Katharina Pawlowna)

Katharina
Königin Katharina geb. Ekatherina Pawlowna Welikaja Knjasna von Holstein-Gottorp

* 10. Mai 1788 in Zarskoje Selo
† 9. Jan 1819 in Stuttgart (Grab auf dem Württemberg in Stuttgart - Rotenberg)

Zar Paul I.Zarin Maria Feodorovna
Eltern: Zar Paul I. und Zarin Maria Feodorovna (geb. Sophie Dorothea Augusta Herzogin von Württemberg)

Katharina ist eine Tochter des russischen Zaren Paul I. (Zar Paul I von Holstein-Gottorp, * 1. Okt 1754 in St. Petersburg † 11. März 1801 in Schloss Mikhailovski, St. Petersburg) und seiner Ehefrau Sophie Dorothea Augusta Herzogin von Württemberg (spätere russische Zarin Maria Feodorovna ("Tochter des Friedrich"), * 25. Okt 1759 in Stettin; † 5. Nov 1828 in Pavlovsk).

Georg von Oldenburg In 1. Ehe heiratete Großfürstin Ekatherina Pawlowna von Holstein-Gottorp am 3.08.1809 in Peterhof Herzog Peter Friedrich Georg von Oldenburg (* 9. Mai 1784 in Oldenburg; † 27. Dez 1812 in Twer) Sohn von (Gross-)Herzog Peter I. Friedrich Ludwig von Oldenburg und Herzogin Friederike Elisabeth Amalie Augusta von Württemberg.

Kinder aus der 1. Ehe:

Friedrich Paul Alexander, Herzog von Oldenburg
* 30.8.1810 in Pavlovsk † 16.11. 1829 in Oldenburg
Konstantin Friedrich Peter, Herzog von Oldenburg
* 26.8.1812 in Jaroslav † 14.05.1881 in St. Peterburg

Wilhelm I. von WürttembergIn 2. Ehe heiratet sie am 24.01.1816 in Sankt-Peterburg ihren Vetter König Wilhelm I. von Württemberg (* 27. Sep 1781 in Lüben(Schlesien) † 25. Jun 1864, Villa Rosenstein bei Stuttgart

Kinder aus 2. Ehe:

Marie Friederike Charlotte von Württemberg
* 30.10.1816 Stuttgart † 4.1.1887 Stuttgart (Grab in der Grabkapelle)

Sophia Friederike Mathilde von Württemberg
Heiratet am 18.06.1839 in Stuttgart Willem III Alexander Paul Frederik Lodewijk von Oranien-Nassau. Er wurde 1849 König der Niederlande und Sophia Königin der Niederlande.
*17.6.1818 † 3.6.1877 Het Loo, Apeldoorn

Als Königin ist Katherina in Württemberg sehr populär geworden, besonders wegen ihres sozialen Engagements: Die Gründung des Katharinenstifts in Stuttgart geht auf sie zurück, ebenso das Katharinenhospital, Kinderanstalten, die erste württembergische Sparkasse u. a. Das alles in nur knapp 3 Jahren, die Katharina Königin war, und das meiste mit nachhaltigen Wirkungen für Württemberg. - Die Popularität Katharinas spiegelt sich auch in den häufig nach ihr benannten Katharinenlinden u. a. Katharinendenkmalen.

Katharina stirbt 1819 überraschend und rätselhaft an einer an sich harmlosen Erkältung. Die Trauer des Königs über den Tod seiner geliebten Frau sei grenzenlos gewesen, heißt es offiziell. Er ließ für sie an der Stelle des alten Stammschlosses der Württemberger auf dem Rotenberg das Mausoleum als Grabkapelle erbauen, wo sie 1824 beigesetzt wird. (Nicht offiziell bestätigt wurde die Behauptung, dass Katharina sich so schlimm erkältet hatte, als sie ihrem ungetreuen Ehemann heimlich und ungenügend bekleidet nachgestiegen war, und dass sie dann auch an Herzeleid gestorben sei.)

Mehr hier Lexikon Geschichte Baden+Württemberg
http://www.s-line.de/homepages/ebener/K.htm

Großfürstin Katharina Pawlowna von Russland,
Königin von Württemberg
 

Großfürstin Katharina Pawlowna von Russland, Königin von Württemberg

Geboren 1788 in Zarskoje Selo. Enkelin der Zarin Katharina II., der Großen von Russland, Tochter des Zaren Paul I. und der württembergischen Prinzessin Sophie Dorothée von Württemberg (Tochter des Herzogs Friedrich Eugen) und damit eine Cousine ihres zweiten Gatten König Wilhelm I. (sein Vater König Friedrich I. von Württemberg war der Bruder von Sophie Dorothee).

1796 stirbt Katharina II., Prinzessin Katharinas Vater Paul I. tritt die Regierung an. Er leidet unter Obsessionen und Verfolgungswahn.

1801 wird Zar Paul I. ermordet. Der älteste Bruder Katharinas, Zarewitsch Alexander wird sein Nachfolger auf dem russischen Thron.

1808/09 wirbt Kaiser Napoleon um die russische Prinzessin Katharina. Die Mutter ist gegen die Heirat, der Bruder (Zar Alexander) zunächst nicht ablehnend. Katharina selbst ist nicht an einer Heirat mit Napoleon interessiert, würde "lieber einen Ofenheizer in Zarskoje" ehelichen. Auf der langwierigen Suche nach einer passenden Partie für die Großfürstin Katharina an allen Höfen Europas war auch ihr Vetter Wilhelm von Württemberg im Gespräch. Katharina lehnte ihn ab.

1810 wird relativ überstürzt und überraschend die Verlobung Katharinas mit ihrem Vetter Georg von Oldenburg (er weilte am russischen Hof) bekanntgegeben, kurz darauf findet die Hochzeit statt. Georg von Oldenburg wird Gouverneur in der russischen Provinz, in Twer. Katharina nimmt regen Anteil an seiner Arbeit, sorgt sich um Schulen und Arme, setzt sich für Krankenhäuser und andere karitative Einrichtungen ein.

1812 stirbt Katharinas Mann an Typhus. Katharina ist über diesen Verlust sehr betrübt, ist aber entschlossen, wieder einen Mann zu suchen. Vornehmlich zu diesem Zweck bereist sie die folgenden Jahre die Höfe Europas, Zeitgenossen sprechen von einer geradezu manischen Reisewut. Sie hält sich in England auf, später in Österreich. Katharina verliebt sich in Erzherzog Carl von Österreich, die Mutter ist gegen eine solche Heirat (mit einem Katholiken). Wilhelm I von Württemberg kommt wieder als Ehekandidat ins Gespräch. Auf seiten des zukünftigen Königs von Württemberg war es zunächst politisches Kalkül, das ihm diese Verbindung erstrebenswert erscheinen ließ, Katharina hat sich aber wohl tatsächlich in den Kronprinzen verliebt.

1816 erfolgt in St. Petersburg die Heirat, danach der Einzug in Stuttgart. Noch im selben Jahr stirbt Katharinas Schwiegervater König Friedrich I., Wilhelm I. folgt ihm auf den Thron.
Als Königin widmet sich Katharina mit besonderem Engagement (und zum Teil mit ihren eigenen Vermögen) dem Aufbau einer Sozialstruktur in Stuttgart und Württemberg. Neben dem Katharinen-Stift in Stuttgart gründet sie etliche andere Schulen, und führt moderne Lehrpläne ein (Turnen für Mädchen etwa). Das Katharinenhospital in Stuttgart trägt heute noch den Namen der Gründerin, andere Spitalbauten im Land gehen auf die Initiative der Königin zurück. Außerdem lässt Königin Katharina die Katharinenpflege, Kinderanstalten, Suppen- und Speiseanstalten bauen (1817/18 herrschte Hungersnot in Württemberg). Sie gibt dem Land damit für Jahrzehnte gut funktionierende karitative Einrichtungen, die es andernorts zu dieser Zeit noch nicht in diesem Ausmaß gab. Zu bedenken gilt zudem, dass Königin Katharina dies alles innerhalb von nur drei Jahren auf den Weg brachte. Denn sie stirbt sehr plötzlich mit gerade 30 Jahren.

1819 im Januar erkrankt Königin Katharina zunächst an einer Grippe, daraus wird eine Gürtelrose. Nach wenigen Tagen stirbt sie an dieser eher harmlosen Krankheit. Angeblich hatte sie jäh aller Lebenswille verlassen, was dahinter steckte, wurde nicht bekannt.
Königin Katharina wird zunächst provisorisch in der Stuttgarter Stiftskirche beigesetzt - unter großer Teilnahme der Bevölkerung. Doch schon bald nach dem Tod der Königin läßt König Wilhelm die ehemalige Stammburg Wirtemberg schleifen, das Plateau planieren. Nach den Plänen des Architekten Giovanni Salucci wird die großartige Grabkapelle auf dem Rotenberg errichtet.

1824 kann der Sarg Königin Katharinas feierlich in der Gruft der Kapelle beigesetzt werden.

 

Königin Katharina von Württemberg

„Die Liebe höret nimmer auf"

Aus Good News aus Stuttgrt vom15.10.2011

Die erste soziale Unternehmerin: Königin Katharina von Württemberg.Katharina

Die schönsten Liebesgeschichten schreibt das Leben. Die folgende handelt von einer schönen, intelligenten Zarentocher, die sich fernab ihrer Heimat verliebte: in das deutsche Volk. Heute noch verdanken wir der Liebesbeziehung mit Wilhelm I. die erste württembergische Sparkasse, das Cannstatter Volksfest und viele soziale Einrichtungen, die nach ihr benannt wurden: die Rede ist von Königin Katharina Pawlowna von Württemberg.

Die zweite Ehe

Im Jahr 1816 heiratete Katharina mit 27 Jahren in zweiter Ehe ihren Cousin, den damaligen Kronprinzen Wilhelm von Württemberg. Ihr erster Mann, mit dem sie zwei gemeinsame Söhne hatte, war nach drei glücklichen Ehejahren an Typhus gestorben. Obwohl Katharinas Vermählung mit Wilhelm, wie damals üblich, politische Ziele hatte, war es dennoch eine Liebesheirat.

Von Petersburg ins arme Deutschland

Sie verließ Russland und folgte ihrem Mann nach Stuttgart, der kurz nach der Heirat den Thron bestieg, da Wilhelms Vater König Friedrich gestorben war. Trotz pompöser Hochzeit in Petersburg und glamourösen Einzuges in Deutschland mit über 60 Wagen erwartete Katharina im bettelarmen Königreich Württemberg eine harte Bewährungsprobe: Das Volk litt an der bis dato schlimmsten Hungersnot, hervorgerufen durch schlechte Wetterverhältnisse und daraus resultierende Missernten. Das Straßenbild war geprägt von hungrigen Kindern in zerlumpten Kleidern, die vergebens an Haustüren um Brot bettelten.

Eine engagierte Königin

Am selben Tag brachte Katharina ihre erste von zwei gemeinsamen Töchtern zur Welt. Noch im Wochenbett begann die Königin mit der Gründung eines Wohltätigkeitsvereins. Sie beschaffte für die Hungernden sowohl Nahrungsmittel als auch Kleidung und besorgte beispielsweise den Schuhmachern Leder, um ihre Arbeitsgrundlage zu sichern. Katharina finanzierte dies zum Teil aus ihrer eigenen russischen Mitgift. Auch ihr Bruder, Zar Alexander I., linderte die Not mit Getreidelieferungen.

„Arbeit schaffen hilft mehr als Almosen geben.“

Mit diesem leidenschaftlichen Tatendrang eroberte die Königin die Herzen des Volkes und setzte als erste soziale Unternehmerin Maßstäbe für die Zukunft. Katharina brachte dem Land eine außergewöhnlich moderne Sozialstruktur, da Sie früh erkannte: „Arbeit schaffen hilft mehr als Almosen geben.“ Für die Frauen errichtete sie Spinn- und Nähschulen und betrieb aktive Beschäftigungspolitik.

Die Gründung des Katharinenstifts

Selbst Mutter, schmerzte Katharina besonders die Not der Kinder. Sie gründete Armenschulen gegen das Kinderbetteln und auch die Gründung des Katharinenstifts in Stuttgart geht auf sie zurück, ebenso das Katharinenhospital. Heute wissen wir, dass Katharina in ihrem Engagement eine Nachhaltigkeit bewiesen hat, die zur damaligen Zeit ihresgleichen suchte. Ihr außergewöhnlich soziales Gespür ließ sie erkennen, dass die mangelnde Vorsorge für das Alter ein Grund für die unaufhörliche Armut war. Das Ergebnis: Sie gründete 1818 die erste „Spar-Casse zum Besten der ärmeren Volks-Classe“, heute die Württembergische Landessparkasse.

Das Volkfest als Motivation für die Bauern

Auch für das Cannstatter Volksfest legte sie gemeinsam mit Wilhelm den Grundstein. Um der Armut der Bauern entgegenzuwirken, wurde 1817 die „Centralstelle des landwirtschaftlichen Vereins“ gegründet. Dieser Verein sollte jährlich die Leistungsschau der Landwirtschaft mit Pferderennen sowie Preisverleihungen für herausragende Leistungen in der Viehzucht veranstalten – und das alles mit einem allgemeinen Volksfest verknüpfen. Ziel war es, die Bauern zu motivieren und die schwer geschädigte württembergische Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

Das Ende der Königin

Für alle überraschend starb die Königin im Alter von nur 30 Jahren an einer Erkältung. Viel Gutes und Nachhaltiges hat Katharina in nur knapp drei Jahren bewegt. Die Erkältung, so wird zumindest vermutet, soll sie sich zugezogen haben, als sie in einem offenen Pferdewagen zurück nach Stuttgart fuhr, nachdem Sie den König mit seiner Geliebten in Scharnhausen erwischt hatte.

Ein Mausoleum als Liebesbeweis

Das ganze Land Württemberg versank nach dem Tod Katharinas in Trauer. Trotz angeblicher Affären führten Wilhelm und Katharina nach außen hin eine harmonische Ehe. Um seine hohe Wertschätzung für seine Frau zu untermauern, ließ der König das alte Stammschloss der Württemberger auf dem Rotenberg abtragen und ein Mausoleum als Grabkapelle erbauen. Die Grabkapelle gilt als ewiger Liebesbeweis des Königs für seine jung verstorbene Gemahlin Katharina. Über den Haupteingang auf der Vorderseite ließ er die Inschrift „Die Liebe höret nimmer auf“ anbringen. Heute birgt der Bau die Gräber von Königin Katharina, König Wilhelm I. von Württemberg und der Tochter Prinzessin Marie Friederike Charlotte. Jährlich findet an Pfingstmontag in der Grabkapelle zu Katharinas Gedenken ein orthodoxer Gottesdienst statt.

Ein herrliches Ausflugsziel

Heute ist die Grabkapelle nicht nur ein romantischer Pilgerort für Verliebte; der herrliche Ausblick über das Neckartal lockt auch viele Einheimische und Touristen auf den Rotenberg. Auch wenn das Wirken Katharinas nach wie vor lebendige Früchte trägt, so lohnt der Besuch des Mausoleums in jedem Fall. Der Innenraum mit einer Höhe von 20 und einem Durchmesser von rund 24 Metern versprüht, als letzte Ruhestätte der Königin Katharina, seinen ganz eigenen Charme.

Noch bis November geöffnet

Ab 1. März bis zum 1. November haben Besucher die Möglichkeit, das Innere der Grabkapelle zu besichtigen. Danach schließt sie bis Ende Februar ihre Pforten. Den schönen Ausblick allerdings kann man selbstverständlich das ganze Jahr über genießen. (LR) - Weitere Informationen: www.grabkapelle-rotenberg.de

   
 
BUCHTIPP:

Katharina Pawlowna

von Detlef Jena
Gebundene Ausgabe - 360 Seiten -
Verlag Pustet, Regensburg
Erscheinungsdatum: September 2003
ISBN: 3791718045

Preis: EUR 29,90

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